Omegon AC 90/1000 EQ-2 (Kaufberatung)

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nezquik

Hey Leute,

ich bin zum ersten Mal auf solch einem Forum und würde gerne eure Meinung bzw. Empfehlungen hören wollen. Da mein Stiefvater bald Geburtstag hat und sich sehr für Astronomie bzw. visuelles Beobachten von Monden und Planeten interessiert, möchte ich ihm ein Teleskop kaufen. Wir beide sind völlige Anfänger und kennen uns zu 0% mit dem Thema aus. Ich habe mich ein wenig mit dem Thema befasst und auf das Ergebnis gekommen, ihm eine Omegon AC 90/1000 EQ-2 für 200€ zu kaufen. Meine Fragen wären:

1. Was haltet ihr von dem Teleskop/Habt ihr Erfahrungen damit?
2. Gibt es für 200€ bessere Teleskope?

Mit freundlichen Grüßen
 
Moin,

da kannst ein Ei drüber hauen. Viel zu großes Teleskop auf viel zu kleinem Unterbau. Da siehst Du außer Gewackel wenig bis nix.

Meine Idee:

-> Teleskop-Express: Celestron StarSense Explorer LT 70AZ Einsteigerteleskop

Das Ding habe ich schon in Aktion erlebt, klar, man darf keine Wunder erwarten, aber Mond geht und die hellen Planeten, und andere helle Himmelsobjekte mit gewissen Grenzen auch. Die Sache mit dem Smartphone ist lustig und geht recht gut, das Ding hat auf jeden Fall Spaßfaktor. Da nur ein einfaches Stativ drunter ist und man das Teil hinschwenken kann wo man mag (wie ein Dobson) muss man sich auch nicht mit Montierung ausrichten und nachführen wie bei dem Omegon-Raketenwerfer befassen.

Wenn dann Interesse besteht würde ich zum Dobson raten, der hält den technischen Anspruch niedrig, viel gucken, wenig rumfrickeln.

Und Dein Budget ist auch getroffen, eine Sternkarte wie diese

-> Teleskop-Express: Planisphäre - drehbare Sternkarte - 50° nördlicher Sternenhimmel

und ein Anfängerbuch würde das m.E. abrunden.

-> Teleskop-Express: Kosmos Buch für Beobachter: Welcher Stern ist das? Autor: Michael Vogel

das gibt's selbstredend auch in anderen Shops, TS ist "mein Shop des Vertrauens" und ich kenne das Lieferprogramm, daher die Listung oben. Es ist also keine Qualitäts- oder Preisaussage damit verbunden.

CS
Jörg
 
Ein einfacher 70mm refrakor macht wenig spaß. Wenn du bereit bist ein klein wenig mehr auszugeben, würde ich zu diesem relativ neuen 6 Zoll Gitterrohr Dobson raten. Ist auch später, wenn du mehr Equipment hast etwas für die Reise.
 
Moin,

das wäre allerdings deutlich über dem Budget, Sternkarte und Anfängerbuch sollten sein denke ich.

CS
Jörg
 
Hatte ich auch nicht den Mond finden sie auch ohne den Rest mit googeln, YouTube und einer Sternenkarten App, wie Skyportal. Ich würde das Geld in eine brauchbare Optik stecken. Ich hab mit nem 8 Zoll Dobson angefangen waren damals deutlich billiger. Jetzt hab ich eine sehr viel größere Ausrüstung und eine Vereinssternwarte.

Ich bin mir fast sicher, wenn er mit einem Spielzeugrefraktor beginnt gibt er das Hobby schnell auf
 
Moin,

ich hab mal mit ner Tschibo-Röhre angefangen, das Stativ und die Montierung waren Schrott, hab dann alles auf ein Fotostativ gepappt (aufgebaut würde ich das heute nicht mehr nennen) und das war wie eine Erleuchtung - Mond, Jupiter, Saturn, Andromeda, Orionnebel - alles war erreichbar, wackelte nicht mehr rum und man konnte erstmal rumgucken. Klar war das keine Dauerlösung, aber größer werden, wenn man Interesse daran entwickelt, kann man immer. Mit hat die drehbare Sternkarte den Himmel näher gebracht, irgendwann kam dann ein Jahrbuch dazu und das Buch das ich verlinkt habe hat mir die Orientierung am Himmel verschafft. Klar, jeder kommt anders klar, daher auch ne Lösung für die "jetzt-Generation" mit ner Halterung für's Wischbrett :whistle: - wie gesagt, my five pence.

CS
Jörg
 
Hallo erstmal,

Da mein Stiefvater bald Geburtstag hat und sich sehr für Astronomie bzw. visuelles Beobachten von Monden und Planeten interessiert, möchte ich ihm ein Teleskop kaufen. Wir beide sind völlige Anfänger und kennen uns zu 0% mit dem Thema aus.
ergänzend zum Forum könnten diese Seiten hilfreich sein:

Einsteigerteleskope
Teleskopwahl

Teleskopvergleich am Planeten Saturn und Jupiter....
Planeten durchs Teleskop, Erwartung und Realität
Astrovisuell
Deep Sky visuell

Gruß
Ronald
 
Ich bedanke mich für eure Empfehlungen. Ich bin mir immer noch unschlüssig. Wie wäre es mit dem Skywatcher Heritage FlexTube Dobson N 130/650mm? Sind keine 150mm, aber macht das einen großen Unterschied? 70mm Refraktoren sind anscheinend nicht so besonders gut. Welches ist eurer Meinung nach ideal für Anfänger und bis 200€ kostet?
 
Der 130er Heritage ist der Vorgänger.
Spiegeldurchmesser macht immer einen sichtbaren Unterschied, auch ist der Preis Unterschied nicht so groß der 130er kostet 209, der 150er kostet 41 mehr
Musst du am ende entscheiden

Clear Skies
Felix
 
Moin,

vor allem lass die Finger von den Teleskopen auf den EQ-2 Montierungen, egal welcher der drei, das ist ein einziges Rumgewackel. Der Dobson ist das einzige was etwas mehr Öffnung hat, und das ist wie Felix richtig anmerkt, sehr wichtig. Das gibt Licht. Wenn Du da noch bei nem Dobson irgendwo auf 150 kämest wär's noch besser.

Die Stative und Montierungen bei den drei anderen sind allesamt zum Vergessen, die Rohre darauf viel zu groß, VIEL zu groß!

Sowas haben viele von uns mal als liebevoll gedachtes Weihnachtsgeschenk bekommen, dreimal benutzt, als unbrauchbar erkannt und dann erstmal ne vernünftige Montierung drunter gesetzt (oder den Kram in Kleinanzeigen gesetzt, im Keller vergessen oder erfolgreich weiterverschenkt). Eine größere, motorisierte Montierung ist bei Dir aber nicht im Budget. Also vergessen. Wir wollen Dich da nicht verarmbeuteln, es bringt wirklich nix, auch wenn der Schrott oft mit "professionelles Teleskop" beworben wird.

CS
Jörg
 
Hallo nochmal,

hin und wieder lese ich hier, dass Eltern ihren Kindern oder die Partnerin ihrem Partner ein Teleskop schenken wollen.

Meiner Meinung nach ist ein Teleskop ein ungünstiges Geschenk. Vor allem dann, wenn der Geschenkempfänger zuvor keine konkreten Wünsche geäußert oder noch nie durch ein Teleskop geschaut hat. Würde jemand einer anderen Person eine Lese- oder Gleitsichtbrille schenken? Ich glaube, das ist eher selten der Fall.

Im schlimmsten Fall wird hier unnötig Geld ausgegeben und das Ding steht irgendwann in der Ecke, weil die Erwartungen nicht erfüllt wurden.
Alleine wenn man sich die Einsteiger-Threads anschaut, würde fast jeder Berater einem Fragenden ein anderes Teleskop "schenken".

Meiner Meinung nach sollte der Geschenkempfänger erstmal durch ein Teleskop schauen und dann Wünsche äußern. Ich gebe zu, dass dies derzeit sehr schwierig ist, aber es werden hoffentlich auch wieder andere Zeiten kommen. Ich weiss auch, dass es unromantisch ist, aber in solchen Dingen denke ich eher praktisch.

Auch wenn es sich kaum jemand traut zu schreiben:
Ich würde kein Teleskop kaufen, sondern das Geld lieber schenken, zum Beispiel als Gutschein (oder wie auch immer man das handhaben mag), damit sich der Geschenkempfänger dieses sparen und sich am Ende irgendwann sein Wunschteleskop kaufen kann. Dann hätte er nämlich wirklich seine Freude daran.

Als kleine Aufmerksamkeit wären beispielsweise eine Sternkarte, eine Rotlichtlampe und ein Buch wie zum Beispiel Hobby-Astronom: 1x1 der praktischen Astronomie möglicherweise nützliche Geschenke für die Zukunft.

Gruß
Ronald
 
Moin,

na ja, im vorliegenden Fall ist das Geschenk dem Grunde nach ja für beide... Insofern macht man mit nem preiswerten Dobson nix kaputt. Ich denke auch dass damit nahezu jeder klar kommt. Anfängeranleitung und Sternkarte hatte ich ja schon aufgelistet, Rot abblenden kann man jede Taschenlampe. Insofern ...

Geld oder Gutscheine verschenke ich per se nicht und rate auch nicht dazu, dann lieber so ehrlich sein uns sagen dass man eine andere Idee hat und das dann auch durchdebattieren.

CS
Jörg
 
Hey Leute,

ich habe ihm das "Skywatcher Dobson N 130/650 Heritage Flextube Teleskop" geschenkt und wir sind sehr zufrieden damit. Sehr schnell aufgebaut und sehr einfach zu bedienen. Ich wollte mich nochmals für eure Empfehlungen und Tipps bedanken. Im Anhang findet ihr ein Bild, das ich mit meinem Handy geschossen habe. Ich habe dennoch einige Fragen:

1.) Der Mond sieht mit der höchsten Vergrößerung nicht so aus wie in diesem Video "First Observations - Skywatcher Heritage 130p Telescope". Liegt das am Okular? Also benötige ich ein Okular mit einer höheren Vergrößerung? Ist es dann überhaupt noch kompatibel mit dem Teleskop?

2.) Was haltet ihr von der Idee, das Teleskop zurückzuschicken, ein wenig mehr zu sparen und ein besseres Teleskop im Preisbereich von 250-300€ zu kaufen? Könnt ihr mir das/die beste/n Teleskop/e in diesem Preisbereich empfehlen?

Mit freundlichen Grüßen
 

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Ich würde aktuell nichts neues kaufen. Die Preise sind stark angestiegen in letzter Zeit. Ich würde warten bis, diese fallen.

Gruß Felix
 
Du hast im Moment eine echte Chance auf dem Gebrauchtmarkt.

Viele Leute haben während des Lockdowns Astrozeug gekauft, weil sie nicht in den Urlaub konnten, nicht weg sollten und NOCH Geld hatten,
Hinzu kam der Komet NEOWISE (ja ich weiß, der heisst eigentlich anders), der hat einen zusätzlichen Rausch ausgelöst.
Vielen Leuten geht jetzt auf, dass

1) die Objekte im Teleskop völlig überraschend doch gant anders aussehen als auf der Hubble-Webseite, dass
2) dass Hobby erfordert, sich intensiv mit der Sache zu beschäftigen, dass
3) der Krempel Platz wegnimmt und dass
4) man eh nie was gucken kann, weil ständig die KACKSWOLKEN am Himmel sind. ;-)

Darüber hinaus geht vielen Leuten jetzt das Geld aus.
(Falls Du ein Wohnmobil kaufen willst, wäre jetzt der Zeitpunkt dafür!)

Also geht das Zeug bei ebay Kleinanzeigen weg.
Hätte ich nicht genug Ausrüstung, hätte ich ich den letzten Tagen für unfassbar wenig Geld tolle Ausrüstung kaufen können.
Da Du den Krempel eh abholen musst, ist Betrug ausgeschlossen, wenn Du bar bezahlst.
Da lohnt sich auch Fahrtweg.

Schau Dir da mal um.


Viele Grüße
Thomas
 
Hi Nesquik

so ganz verstehe ich nicht was das Problem ist.
Eingangs sagst Du Ihr seit sehr zufrieden und unten fragst Du nach einer Alternative bei nur unwesentlich höherem Budget.
Ich denke, dass Du den Heritage noch lange nicht ausgereizt hast. Die Okularsammlung optimieren könnte eine Idee sein, wenn wir wissen was denn bisher vorhanden ist. Im Video, das am Laptop betrachtet einfach größer erscheint ist ja oben angegeben, dass z.T. über 100 fach vergrößert ist.

Schau mal das Bild um mal zu zeigen, was denn recht problemlos machbar ist, habe ich als Einzelshot mit einer DSLR und einem 130/650mm Skywatcher allerdings mit 2x BarlowLinse gemacht:

Ist das in dem Bereich den Du erwartest oder zu wenig?

In Sachen Deepsky und allgemeine Beobachtung habe ich zum 130/650 mm Skywatcher allerdings mit 2" Okularauszug eine kurze Abhandlung geschrieben.

Auch hier die Frage: Erwartest Du mehr?

An den Antworten kannst Du dann festmachen ob sich eine Neuanschaffung lohnt. Allerdings mußt Du dann mit Okularen etc eher mal 700-1000 EUR Budget haben um ein deutlich verändertes Niveau zu erreichen.
CS
 
Hey @Antares,

ich denke, dass ich mich im vorherigen Beitrag nicht richtig ausgedrückt habe. Wir sind zwar sehr zufrieden, möchten aber noch mehr aus dem Teleskop rausholen, das heißt den Mond größer oder schärfer sehen (so wie Du mit Deiner 2x Barlow-Linse). Ich danke dir für die Tipps. Ich wusste nicht, dass man sich ganz einfach eine Linse kaufen kann, die die Brennweite verdoppelt. Wir werden auch noch ein paar Modifkationen an dem Teleskop vornehmen wie in dem Video "Focuser and Light Shroud Mods - Improve Your Sky-Watcher Heritage 130p 150p & OneSky Telescope" gezeigt wird. Ich hätte noch Fragen bezüglich der Barlow-Linse.

1. 2x oder 3x

2. Welche Marke? (Unterschieden sich die Marken stark voneinander?)
 
Hallo,

mit dem 10mm Okular hast Du eine Vergrößerung von 65-fach. Damit sollte der Mond formatfüllend im Okular zu sehen sein. Das mit der Barlow laß sein. Die verlagert den Fokus nach außen, eventuell brauchst du dann eine Verlängerungshülse. Nimm lieber gleich ein 5mm Okular.

Gruß Uwe
 
Hallo Nezquick,

du kannst bei dem Gerät Okulare von ca. 32mm bis 3mm verwenden, wobei es am unteren Ende schon etwas düster wird.

Ich persönlich würde wohl statt einer Barlow ein 3,2mm Planetary Okular (200x) dazu nehmen, ich habe aber auch schon etwas Erfahrung mit wabernden Planetenscheibchen und dann sichtbar werdenden Augenfehlern (mouches volantes). Die Wahrnehmung der manchmal nur kurz aufblitzenden Strukturen muss man auch ein wenig erlernen. Vielleicht ist es da als Einsteiger einfacher, mit 4mm (160x) nicht ganz so ans Limit zu gehen.

Die Planetaries sind bei eBay und Amazon um 30 Euro zu bekommen, eines von der Sorte in 4mm habe ich selbst. Kann ich empfehlen, wenngleich der Streulichtschutz einen Hauch besser sein könnte.

VG Klaus
 
Hallo,

lass dich wegen der Barlow Linse nicht verrückt machen. Die Ablehnung vieler Fernrohrbesitzer gegen die Barlow kommt von dem billigen Schrott, der bei manchen Einsteiger Teleskopen im Set dabei ist. Wenn du eine vernünftige, achromatische (2 -oder 3linsig) Barlow erwirbst, wird das Bild ähnlich gut wie mit einem Planetary Okular sein. Diese Okulare kurzer Brennweite haben nämlich ein Barlow Element eingebaut, daher kommt ihr für die kurze Brennweite recht angenehmes Einblickverhalten. Eine Verlängerungshülse wirst du für die Barlow nicht benötigen. Ich komme mit meinen Barlows (2fach russische Fabrikate) mit allen Geräten an das scharfe Bild.
Mit einer 2fach Barlow kämst du auf 130fache Vergrößerung, da siehst du an Mond und Planeten schon eine Menge. Viel stärkere Vergrößerungen werden dir beim Nachführen des Dobson anfangs sicher Schwierigkeiten bereiten.

CS Gerhard
 
Die Plössl mit kurzer Brennweite haben einen schwierigen, ganz nahen Einblick.

Die Planetaries haben ein etwas größeres Gesichtsfeld, was beim Nachführen ein wenig hilft, und einen angenehmen Einblick.

Einfach mal Planetary Okular bei Amazon eingeben. Die mit der langen Lieferzeit kommen aus China, da muss man im Prinzip noch die Einfuhrumsatzsteuer draufrechnen.

Die Seben Barlow ist in Ordnung, nicht mehr, nicht weniger.

VG Klaus
 
Hallo,

Beide auf einmal besser nicht. Das ist dann deutlich in der Übervergrößerung.
Das 4er alleine oder ein zB 10er mir Barlow geht natürlich, aber man braucht nicht beides. Kommt ungefähr aufs gleiche.
An kurzbrennweitigen Plössl habe ich auch keine Freude. Der Aufpreis für "Planetaries" oder "Goldkanten" ist es wert.
Zu den beiden Barlows kann ich konkret nichts sagen.

Gruß
Thomas
 
Hallo Nezquick,

solche Zoom Okulare sind Festbrennweiten etwas unterlegen. Zum Beispiel ist das Gesichtsfeld hier mit 40-48 Grad nicht besonders groß. Außerdem kommst du damit auch nicht mal auf 90x, während du mit deinem Gerät schon an die 200x gehen kannst.

VG Klaus
 
Hallo nezquik

Ließ Dir bitte mal diesen Beitrag durch vielleicht wird Dir dann einiges klarer. Das ist nicht viel.

Übrigens: Wir reden uns hier im Forum mit dem Vornahmen an.

Gruß Peter
 
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