Empfehlungen für ein Einsteiger-Teleskop

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firlefanz12

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Guten Tag,

als Astronomie-Interessierter spiele ich schon seit längerer Zeit mit dem Gedanken, mir ein Teleskop zuzulegen, da ich mir dadurch eine größere Auswahl an Beobachtungsobjekten und eine höhere Beobachtungsqualität als auf meinem bisherigen Fernglas, welches ich zum Vertrautmachen mit dem Nachthimmel und zu ersten Beobachtungen nutze, erhoffe.

Für mich sind folgende Kriterien sehr wichtig:
- wenn möglich ein Allrounderteleskop für den Mond/Planeten als auch für Nebel/Galaxien (Mir ist aber auch bewusst, dass dies durchaus schwer sein könnte, da verschiedene Teleskoparten ja unterschiedliche Schwerpunkte haben)
- das Teleskop sollte auch ohne Auto transportabel sein (Wenn möglich per Tasche oder Rucksack), da ich nicht mit dem Auto unterwegs bin und ich mich aber auch zu Orten mit dunklerem Himmel begeben möchte
- einfacher Aufbau, da ich, was Teleskope angeht, noch ein Laie bin und es auch eher ein Gelegenheits-Hobby ist

Zwar schien mir am Anfang ein Dobson als durchaus sinnvolle Wahl, da diese über eine für den Preis große Öffnung sowie einfachen Aufbau verfügen, doch sind Teleskope dieser Bauart nicht wirklich ohne Auto zu transportieren.

Sollte das mit dem Transport problematisch sein, gäbe es da ggf. Lösungen (z. B. Filter), um das künstliche Licht (z. B. Straßenlaternen) als Problemquelle zu überwinden?

Ich bedanke mich schonmal vorab für jegliche Ratschläge.

MfG
-firlefanz12
 
Hast du eine preisliche Obergrenze?

Vor kurzem gabs auch einen recht ähnlichen Thread, den ich gleich mal verlinke, u.U. gibt es da schon einige nützliche Informationen für dich :)

 
Hi
mit den Vorgaben die Du machst, wäre ein Reisedobson meine Idee.
Gewerblich gibt es leider kaum mehr Angebote an kleineren Geräten - ich denke da an meine Geräte - so das es am Ende auf Selbstbau hinauslaufen müßte/könnte.
Meine Geräte mal als Idee:
8" f/5 was sehr variabel ist - Deepsky Brothers
6" f/5 was nochmal kompakter ist - Deepsky Brothers
Beide passen in einen Baumarkt-Alukoffer mit Handgepäckmaß
CS
 
Hallo,
Hallo,



wie erreichst Du Orte mit einem dunklen Himmel?

Hättest Du die Möglichkeit einen PKW zu mieten?

Gruß
Ronald

da ich auf dem Land wohne ist es nicht wirklich weit (höchstens 1 bis 1 1/2 km) bis zu einigermaßen dunklen Orten, weshalb ich diese leicht zu Fuß erreichen kann.
Zudem nutze ich als Student eher öffentliche Verkehrsmittel und sehe daher noch keinen Bedarf für ein Auto, was nur zu weiteren Kosten führen würde.
 
Hallo,
Hi
mit den Vorgaben die Du machst, wäre ein Reisedobson meine Idee.
Gewerblich gibt es leider kaum mehr Angebote an kleineren Geräten - ich denke da an meine Geräte - so das es am Ende auf Selbstbau hinauslaufen müßte/könnte.
Meine Geräte mal als Idee:
8" f/5 was sehr variabel ist - Deepsky Brothers
6" f/5 was nochmal kompakter ist - Deepsky Brothers
Beide passen in einen Baumarkt-Alukoffer mit Handgepäckmaß
CS
auch wenn dieser Vorschlag durchaus interessant ist, bin ich, was handwerken angeht, völlig unerfahren, weshalb ich dies wohl nicht in Betracht ziehen kann.
Trotzdem danke für den Vorschlag!
 
Hallo,

bei dir tun sich leider ein paar Probleme auf, welche nicht so einfach zu lösen sind.

Das Gute zuerst: Mond und Planeten gehen recht problemlos. Dazu braucht man weder dunklen Himmel noch besonders viel Öffnung. Diese könntest du auch mit einem kleinen Teleskop von zu Hause aus einfach und gut beobachten.

Jetzt aber zu den Problemen: Um Nebel und Galaxien gut beobachten zu können, brauchst du dunklen Himmel und möglicht viel Öffnung. Dunklen Himmel hat man meistens nicht zu Hause und Teleskope mit aureichend Öffnung werden schnell recht sperrig. Da du keinen PKW hast, wird es daher problematisch sein, die gewünschten Parameter zusammenzufügen.

Jetzt könnte man mehrere Lösungen anbringen:

- Du verzichtest auf den dunkleren Himmel, holst dir für zu Hause ein größeres Teleskop und machst das Beste aus den Gegebenheiten vor Ort. Auch bei hellerem Himmel gehen einige Deep Sky Objekte schon ganz ordentlich. Außerdem wären spontane Beobachtungen gut möglich.

- Du nimmst eine Menge Geld in die Hand und holst dir einen kleinen Reisedobson, z.B. von Hofheim Instruments. Dieser ist wirklich hochtranportabel, allerdings auch recht teuer und mit Öffnungsverhältnis f/4 braucht du schon recht teure Okulare und musst sehr genau justieren.

- Du holst dir ein kleineres, aber noch transportables Teleskop mit etwas weniger Öffnung, welches du gut zum dunklen Himmel bringen kannst und akzeptierst die entsprechenden Nachteile in Bezug auf die Lichtsammelleistung. Hier könnest du z.B. einen 4" ED Apo oder einen 5" Mak auf einer azimutalen Montierung verwenden. Diese Größen betrachte ich als gerade noch ohne PKW akzeptabel transportabel.

Gruß

Carsten
 
... oder Du liest Dich in das Thema EAA (Electronically Assisted Astronomy) ein. Denn das geht bereits mit der von Carsten empfohlenen "Variante Drei" von zuhause aus (auch aus der warmen Stube!) - ohne dass Du auf Exkursionen verzichten müsstest:


Einstiegskonfiguration z.B.:

- 80/560ED zu ca. 400 EUR oder 100/700ED ca. 600 EUR
- GOTO Montierung ca. 350 EUR
- CMOS Camera (IMX290 Basis) ca. 150 EUR

Gruß,
Peter
 
Was EAA leistet sieht man hieran:

Screenshot from 2020-12-05 23-39-35.png Screenshot from 2020-12-05 23-42-43.png Screenshot from 2020-12-05 23-46-04.png Screenshot from 2020-12-05 23-56-13.png

102/460 Achromat Bresser Polaris, SV305 IMX290, Skywatcher Discovery Mount
AstroDMx Linux, SIRIL

Gruß,
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Na, ob das in die richtige Richtung geht?
Firlefanz wohnt auf dem Land, da solle schon einiges gehen ohne Technik (und ohne Transport).
Für mich klingt das nach Dobson und auf Transport verzichten.

Viele Grüße
Spunti
 
Hallo Spunti,

Regensburg ist nur w/ der Wetterkarte. Wohne z.B. zwischen IN, R und LA mit Bortle 4 - ABER mit Raffineriebeleuchtung im Westen, Straßenlaternen (und jetzt Weihnachtsdeko beim Nachbarn) und am Nordhang. Auf dem Land ist nicht immer identisch mit "dunkel genug".

Die angesprochene Kombi entspricht vom Lichtsammelvermögen her 3" bis 4" jeweils mal drei oder vier (s. verlinkter Artikel) - also 9" bis 16" rein visuell. Ich konnte damit zuhause erstmals den Horsehead Nebel einfangen, was mir zuvor visuell weder am Sudelfeld noch auf der Elmberger Alm mit dem C8 bei besten Bedingungen gelang.

Integration schlägt Öffnung, was die Zahl der beobachtbaren Objekte angeht. Und GOTO ist besser als PUSH-TO (was ja beim Dobson auch ginge).

Ohne technische Hilfen ist das Aufsuchen von Objekten am NEWTON/DOBSON (zumindest für Neu-/Wiedereinsteiger) immer schwieriger (seitenverkehrt plus hochkant und 90° Einblick zur Tubusausrichtung) als (nur seitenverkehrt) beim Refraktor.

Ist natürlich alles eine Frage der Leidensfähigkeit des Amateurs, bis die "Kleinigkeiten" unseres Hobbys zu Frust - und in Folge Abkehr davon - führen.

Gruß,
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

... oder Du liest Dich in das Thema EAA (Electronically Assisted Astronomy) ein.
Der Fragesteller schrieb:
"einfacher Aufbau, da ich, was Teleskope angeht, noch ein Laie bin und es auch eher ein Gelegenheits-Hobby ist"


Ohne technische Hilfen ist das Aufsuchen von Objekten am NEWTON/DOBSON (zumindest für Neu-/Wiedereinsteiger) immer schwieriger (seitenverkehrt plus hochkant und 90° Einblick zur Tubusausrichtung) als (nur seitenverkehrt) beim Refraktor.
mit einem Telrad oder Leuchtpunktsucher ist das Aufsuchen von Objekten sehr einfach. Dazu brauche ich keine Technik.

Gruß
Ronald
 
Hallo Ronald,

du sprichst nur eines der drei Kriterien des OPs an - den einfachen Aufbau.

In der von mir genannten Kombi sieht das so aus:

Montierungskopf auf Stativ stellen und festschrauben, Tubus auf Montierung befestigern, Tubus waagerecht mit Öffnung nach Norden ausrichten, Netzteil anschließen (oder Batterien einlegen oder mit PowerPack verbinden), USB Kabel von Kamera zu Laptop/PC verbinden, WIFI Dongle an Montierung anschließen.

Ab da übernimmt der "Beobachter" Computer mit dem "Auge" eines Programmes zur Bilderfassung und das Smartphone mit WIFI als "Sternkarte" zur Ausrichtung und zum Anfahren der Objekte.

Ja, das ist mehr Aufwand als beim Dobson - aber auf jeden Fall eine ökonomischere Nutzung der meist durch Wetter oder Arbeit zeitlich begrenzten Beobachtungsnacht.

Das Wichtigste: Mit EAA kannst Du auch bei Vollmond Sternhaufen und Galaxien beobachten und aufzeichnen!

Der OP hat halt die Qual der Wahl - wir können nur die aus unserer pers. Beobachtererfahrung gewonnenen Empfehlungen darstellen.

Gruß,
Peter
 
Hallo Peter,

Ja, das ist mehr Aufwand als beim Dobson - aber auf jeden Fall eine ökonomischere Nutzung der meist durch Wetter oder Arbeit zeitlich begrenzten Beobachtungsnacht.
Es geht hier um einen Einsteiger.
Der will einfach nur sein Teleskop aufbauen und ab und zu mal durchgucken. Der will nur ein Glas Milch, aber keine Melkmaschine.

Gruß
Ronald
 
Es gibt durchaus die Möglichkeit große Dobsons auch ohne Auto zu transportieren. Meist zahlt man für deren geringes Packmaß aber auch einen höheren Preis.
Bekannte Vertreter sind die Hofheim Dobsons, die es auch in 12" und 16" gibt.
Ebenfalls gibt es die Sumerian Alkaid-Reihe, von denen ich das 12" besitze. Kompakter geht es vermutlich nicht: Man hat ein ca. 1kg schweres Stangenpaket und den Rest in einem kofferartigem Zusammenbau mit Henkel (Kater for Scale).
Im Endeffekt brauchst du dann nur noch einen kleineren Rucksack für Okkulare, Sternenkarten und Snacks.
beim 12"f5 hat man mit 1500mm Brennweite auf jeden Fall auch genug für Planeten, kommt mit ~30-35mm Okkularen aber noch weit genug für Deepsky (Andromeda passt allerdings nicht mehr ganz ins Okkular ;) )

Der Aufbau ist mit ein bischen Übung auf jeden Fall in unter 15min geschafft.
 

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Hallo Firlefanz,

tja, das hast du nun davon, fünf Experten, zehn Meinungen.

Da es jetzt auf einen Beitrag mehr oder weniger nun auch nicht mehr ankommt trage ich mein Gesülze mal auch noch bei.

Ich würde die Erwartungen herunterschrauben und zu einem kleinen Refraktor, zum Beispiel 80/400 greifen. Der passt gut auf eine EQ 2, azimutal ist auch gut, aber da habe ich keine Erfahrung mit empfehlenswertem Gerät (sondern nur mit einer "untere Schubladen"-Montierung die ich mit drei Stück Holz brauchbar gepimpt habe).

Dazu Planetaries in den Brennweiten 25, 9 und 4mm und einen guten UHC Filter. Den Refraktor am besten günstig gebraucht, denn nur was einem beim Herunterfallen keine schlaflosen Nächte bereiten würde, nimmt man auch immer wieder gerne bei Glatteis auf dem Fahrrad mit. Letzteres ist natürlich nur meine persönliche Einschätzung.

Der Wunsch mit großer Öffnung einzusteigen läuft dem PKW freien Transport entgegen, wenn man nicht ordentlich Geld in die Hand nimmt oder selbst bastelt. Und zur Großinvestition zu raten finde ich bei einem Einsteiger immer schwierig. Ob die Sache was für dich ist merkst du auch mit dem kleinen Teleskop, und dann hast du nicht so viel Geld verbrannt wenn die Antwort nein lautet.

Lohnende Ziele so eines kleinen Richfielders sind mit UHC Filter unter anderem Cirrusnebel, Rosettennebel, Nordamerikanebel. Bei Planeten stört der Farbfehler. Ringe und Cassini-Teilung am Saturn, großer roter Fleck des Jupiters und Oberflächenstrukturen am Mars sind dennoch möglich, aber da braucht man Beobachtungserfahrung.

Galaxien gehen auch, da brauchst du dann aber schon einen Himmel, wo die Milchstraße schon ordentlich Strukturen zeigt. Für Details in Galaxien fehlt es aber an Öffnung.

Kugelsternhaufen sind sichtbar, aber bestenfalls die hellsten Brummer zeigen minimal Körnigkeit am Rand.

Unzählige offene Sternhaufen hingegen entfalten in so einem kleinen Gerät schon ihre Pracht.

Du kannst dich auch vom Fachhandel beraten lassen und mit den Empfehlungen hier nochmal aufschlagen, dann hast du nochmal eine andere Meinung und wahrscheinlich ein persönliches Telefongespräch, das kann enorm helfen, weil Fragen da direkt geklärt werden können.

VG Klaus
 
Hallo,

zunächst einmal sehr vielen Dank für die vielen Ideen, auch wenn ich teilweise schon etwas verwirrt bin, da ich eben noch ein Laie bin.

Da es mit einem Dobson wegen dem Transport wohl schwierig sein würde (und die erwähnten Reisedobsons doch relativ schwierig zu finden sind), wollte ich fragen, ob dies mit einem normalen Newton-Reflektor im Bezug auf die Mobilität etwas einfacher wäre, da diese ja aus mehreren Komponenten (wie z. B. Tubus, Montierung, etc.) bestehen.

MfG
-firlefanz12
 
Hallo Firlefanz,

ein 130/650 Newton mit Parabolspiegel und 2 Zoll Auszug wäre ein sehr flexibel einsetzbares Gerät. Halte ich für keine schlechte Idee

Ich kann aber nicht sagen wie man das möglichst leicht, transportabel und dennoch stabil montiert. Vielleicht meldet sich da ja noch jemand.

VG
Klaus
 
Hi Klaus,
Hallo Firlefanz,

ein 130/650 Newton mit Parabolspiegel und 2 Zoll Auszug wäre ein sehr flexibel einsetzbares Gerät. Halte ich für keine schlechte Idee

Ich kann aber nicht sagen wie man das möglichst leicht, transportabel und dennoch stabil montiert. Vielleicht meldet sich da ja noch jemand.

VG
Klaus

die gibt es durchaus. Wobei ich bei visueller Nutzung 2" bei so kurzen Brennweiten nicht sooo wichtig finde, aber selbst das geht.
- Skywatcher Heriatage 130p Flextube. Vorteil: Sehr kompakt und dennoch genug Öffnung. Kein Zusammenbau in wenigen Minuten, sondern Auseinanderziehen in wenigen Sekunden. Nachteil: Braucht noch einen soliden Tisch. Nur 1,25". Ich find den Preis mittlerweile happig. Waren doch mal rund 150€ oder so. Gibt es mittlerweile auch in 6", hab aber noch keinen davon gesehen.
- Celestron NexStar 130 SLT. Vorteil: 2". 'GoTo', wobei die sich dadurch ergebende automatische Nachführung für mich wichtiger ist. Steuerung per Smartphone. Keine grundlegenden Fehler wie fette Spinne oder unjustierbarkeit. Nachteil: externe Stromversorgung. (Skywatcher hat da etwas recht ähnliches im Programm, aber den kenne ich nicht)
- 130 PDS mit AzGti. Wie SLT; nur interne Stromversorgung, die Option das Setup auch parallaktisch zu verwenden (mit kleinerer Optik und wedge). Nachteil: Man braucht noch ein Stativ. Ob das klappt, kann ich nicht sagen. Die 5 China-kg der Montierung dürften mit den 4kg vom Tubus zzgl. Okular, Rohrschellen etc. aber schon arg an der Grenze liegen. Sicher gibt es da tragfähigeres, aber das geht dann eher ins Geld und hat mehr Masse.


Allgemein:
1. Kleinvieh macht auch Mist. Teils eher was das Geld anbelangt (Okulare), teils eher was die Masse angeht (Stromversorgung).
2. Irgendwo gab es mal nen Thread zu Grab and go Teleskopen. Der ist nicht nur als solcher interessant, sondern zeigt auch was man jeweils für 'tragbar' hält.
3. Schweinehund. Anfangs hab ich 6" mit GP-clon und "Kleinvieh" mit dem Fahrrad transportiert. Dann in den Garten gestellt und 'nur' noch ein Stromkabel rausgelegt. Dann hab ich den Kram verkauft.

cs
Jürgen
 
Hallo,

Da es mit einem Dobson wegen dem Transport wohl schwierig sein würde (und die erwähnten Reisedobsons doch relativ schwierig zu finden sind), wollte ich fragen, ob dies mit einem normalen Newton-Reflektor im Bezug auf die Mobilität etwas einfacher wäre, da diese ja aus mehreren Komponenten (wie z. B. Tubus, Montierung, etc.) bestehen.
wenn ich mit meinem 130/650er Newton (laut TS ca. 4 Kg) beobachte, verwende ich eine TSAZ5 (ca. 5 Kg) und ein Berlebach Report 172 (ca. 3 Kg). Dazu kommt noch ein Gegengewicht, ein Sucher, die Okulare und ein Stuhl.
Alles zusammen wollte ich nicht auf einmal schleppen wollen, aber da hat jeder andere Schmerzgrenzen.

Gruß
Ronald
 
Hi
ich nutzen den 130mm PDS auf Giro XXL Montierung mit EQ5 Stahlrohrstativ. Der Balance wegen nutze ich es mit 2 Kilo Gegengewicht, geht aber zur Not auch ohne. Sind am Ende aber auch 13/14 Kilo würde ich schätzen ohne weiteres Zubehör. Das dazu und dann würde ich das auch nicht mehr weiter wie 50m tragen wollen.
CS
 
Hallo,
Hallo,

bei dir tun sich leider ein paar Probleme auf, welche nicht so einfach zu lösen sind.

Das Gute zuerst: Mond und Planeten gehen recht problemlos. Dazu braucht man weder dunklen Himmel noch besonders viel Öffnung. Diese könntest du auch mit einem kleinen Teleskop von zu Hause aus einfach und gut beobachten.

Jetzt aber zu den Problemen: Um Nebel und Galaxien gut beobachten zu können, brauchst du dunklen Himmel und möglicht viel Öffnung. Dunklen Himmel hat man meistens nicht zu Hause und Teleskope mit aureichend Öffnung werden schnell recht sperrig. Da du keinen PKW hast, wird es daher problematisch sein, die gewünschten Parameter zusammenzufügen.

Jetzt könnte man mehrere Lösungen anbringen:

- Du verzichtest auf den dunkleren Himmel, holst dir für zu Hause ein größeres Teleskop und machst das Beste aus den Gegebenheiten vor Ort. Auch bei hellerem Himmel gehen einige Deep Sky Objekte schon ganz ordentlich. Außerdem wären spontane Beobachtungen gut möglich.

- Du nimmst eine Menge Geld in die Hand und holst dir einen kleinen Reisedobson, z.B. von Hofheim Instruments. Dieser ist wirklich hochtranportabel, allerdings auch recht teuer und mit Öffnungsverhältnis f/4 braucht du schon recht teure Okulare und musst sehr genau justieren.

- Du holst dir ein kleineres, aber noch transportables Teleskop mit etwas weniger Öffnung, welches du gut zum dunklen Himmel bringen kannst und akzeptierst die entsprechenden Nachteile in Bezug auf die Lichtsammelleistung. Hier könnest du z.B. einen 4" ED Apo oder einen 5" Mak auf einer azimutalen Montierung verwenden. Diese Größen betrachte ich als gerade noch ohne PKW akzeptabel transportabel.

Gruß

Carsten
für welche Objekte ist denn ein Maksutov besonders gut geeignet? Denn ich habe bereits gelesen, dass diese noch eher transportabel sind.

MfG
-firlefanz12
 
Maks sind gut für Planeten und Mond geeignet. Sie bieten in der Regel eine große Brennweite bei sehr kurzer Bauweise. Meine Skywatcher 127/1500 Mak wiegt glaube ich 3,5 kg und ist 40 cm oder sowas lang. Bei Maks ist halt viel Glas verbaut, da vorne eine Große Meniskuslinse und Hinten noch der Hauptspiegel drin sind. Da ist das Transportabel eher auf die Maße weniger auf die Masse bezogen. SC's sind vergleichbar kompakt, wiegen aber weniger weil die Schmidt-Platte weniger Glas ist als die Linse beim Mak. Dafür ist der Kontrast wieder etwas schlechter...
Mit dem Mak kann ich aber auch vom Balkon aus tolle Planetenbilder machen.
Die Frage ist auch wo man genau wohnt. Hat man in der Umgebung viele Häuser hat man doch evtl. schlechteres Seeing durch die Wärmeabstrahlung.

Gruß Jonas
 
Maks sind Spezialisten für große Vergrößerungen mit langer Brennweite ohne Barlow und für Farbreinheit geppaart mit gutem Konrast. Brauchen w/ langer Brennweite in der Regel gute Montierung & Stativ.

Schmidt-Cassegrains sind Allrounder visuell und fotografisch mit Verlagerung der haupts. Nutzbarkeit hin zu DeepSky. Sind genügsam was Anforderung an Montierung & Stativ angeht.

Newtons sind ebenso wie SCs eigentlich gute Allrounder und je nach Brennweite besser für Planeten oder DeepSky. Wesentlicher Nachteil der Standardangebote bei Fokus für Anbau Zusatzoptik fürFotografie oder Focal Reduction. Wegen Baulänge (Hebel) in der Regel gute Montierung & Stativ notwendig.

Refraktoren als Achromaten visuell für DeepSly und per definitionem farbrein für monochromatische Fotografie. Erst mit langer Brennweite (und Baulänge!) gut für Planeten und dann ggf. sogar besser als Mak. Dann gute Montierung & Stativ notwendig.

Refraktoren Doublets (meist ED Glaskombi) und kurzbauend bis f/7 gute Basis für DeepSky. Monochromatisch s.o. Nicht immer enügsam bzgl. Montierung & Stativ.

Refraktoren APOs (meist Tripletts) maximum an erreichbarer Farbreinheit. w/ Gewicht gute Montierung & Stativ notwendig.

Alle Teleskope benötigen für Spezialanwendungen (z.B. Vollformatfotografie) Flattener und/oder Comakorrektoren.

Gruß,
Peter
 
Hi Firlefanz,

Vllt. Wäre ja für die Mobilität auch hilfreich, wenn man sich ein Fahrradhängerchen besorgt :).

Vllt. Findet sich in deiner Nähe auch ein Sternfreund, bei dem du dir Ausrüstung mal live ansehen kannst. Auf Fotos sieht der Kram immer kleiner und leichter aus :D

Noch eine Kleine Anmerkung. Mein MAK passt schon in einen Rucksack. Für den Rest braucht man aber dann noch 4 Hände, um alles zu transportieren.

Gruß Jonas
 
Hallo,

da ich bisher mit meiner Suche noch nicht weitergekommen bin (Im Bezug auf Reisedobsons habe ich um zu sparen auf Ebay geschaut und nichts gefunden), wollte ich meine vorherige Frage etwas ausweiten:
Welche Teleskop-Arten sind am mobilsten?
 
Hier im Marktplatz wird gerade ein 8" Hofheim Reisedobson angeboten.

Gruß Horst
 
Hi Firlefanz,

Das ist immer so eine Frage, was man selbst als gut Transportabel hält. Wenn ich dich richtig verstanden habe, willst du den ganzen Weg zu Fuß absolvieren und visuell Deepsky beobachten. Da wäre ein großer Reisedobson sicher das einfachste. Okulare und Zubehör im Rucksack. Beide Arme für den Dobson.
Wenn du weg von Dobson zu einer Montierung gehst, dann hast du stativ, Montierungskopf und Teleskop. Das wird bei Gleicher Öffnung deutlich schwerer. Wenn man ein Kleines Rucksackfähiges Teleskop hat, dann hat man noch beide Arme für die Montierung, da wird die Öffnung vermutlich aber nicht für Deepsky visuell reichen. Wenn man noch Goto haben will oder anderes elektronisches Spielzeug, muss man auch noch die Batterie mitschleifen.
Jetzt kommt es auf deine Körperliche Fitness an, ob du 10 oder 20 oder 30 oder 40 kg mit zu deinem Beobachtungsplatz tragen kannst und willst.

Du hast garkeine Möglichkeit bei dir im Garten Richtung Süden in den Himmel zu schauen? Planeten gehen auch wenn die Nachbarn festbeleuchtung haben :D

Gruss Jonas
 
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