Welches Einsteiger-Teleskop bis 600 Euro ?

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Winterwald

Neues Mitglied
Hallo,

welche Einsteiger-Teleskope bis 600 Euro kann man in die engere Wahl nehmen, wenn folgende Kriterien relevant sind:

- qualitativ gute Beobachtung von Planeten, Monden und Galaxien / Nebeln
- unkomplizierte Bedienung, einfacher und schneller Aufbau
- für Laien einfache Navigation zu den Objekten
- Zoom-Objektive oder zumindest problemloser Objektivwechsel
- Mobilität (möglichst in Rucksack oder Tasche transportierbar)
- ggf. Objektsuche via Smartphone App

Ich habe schon einige Zeit mit Recherchen verbracht und habe den Eindruck, dass es sowas vermutlich gar nicht gibt. Habe einzelne Geräte mal in der engeren Auswahl gehabt, aber dann doch wieder über schwerwiegende Nachteile gelesen (z.B. wackelndes Stativ und lange Temperierung beim Celestron NexStar 127 SLT MAK)

Viele denken jetzt vielleicht "Oh Gott, was hat der für naive und unrealistische Vorstellungen", aber wenn man sich nicht Tag und Nacht mit Astronomie beschäftigt sondern es eher ein Gelegenheits-Hobby ist, dann denke ich dass die Kriterien doch sehr wichtig sind, damit das Gerät nicht aufgrund von Frustration aufm Dachboden landet und nie wieder genutzt wird.

Falls es mit den Kriterien nichts wirklich passendes gibt: Wie sind eure Meinungen über bildstabilisierte Ferngläser? Damit sieht man dann vermutlich keine Nebel und womöglich auch nur die Andromeda-Galaxie, aber zumindest hätte man da Zoom, Mobilität und nicht diese grauenvolle Montage und Aufstell-Problematik?

Viele Grüsse und vorab schon Danke für etwaige Tips und Ratschläge.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

Willkommen im Forum! Wir reden uns hier ganz gerne mit Vornamen an.

Einfache Aufstellung und Bedienung ist bei azimutalen Montierungen der Fall, insbesondere auch Dobson für Newton Teleskope.

Der Astro-Guru weiß deshalb was für ihn gut ist, weil er praktische Erfahrungen hat und meist ein ganzes Sammelsurium an Teleskopen. Im Prinzip wäre meine Empfehlung an Dich, mal zu einer Sternwarte, einem Astro-Verein oder einem Teleskoptreffen zu gehen. Aber mit Corona ist das nicht so einfach.

Konktrete Empfehlung wäre ein Skywatcher Heritage Teleskop, wenn Dir das transportabel genug ist. Dazu brauchst Du aber einen Tisch zum Draufstellen. Das wäreein günstiger Einstieg, um ein Gefühl für die Sache zu bekommen. Ein Refraktor mit einer halbwegs stabilen Montierung ist deutlich schwerer.

Zum Anfang, um sich am Himmel zu orientieren wäre auch ein 8 x 40 oder 8 x 50 Fernglas eine Möglichkeit. Das kann man noch gut in der Hand halten.

Die Andromeda Galaxie ist ein eher schwieriges Objekt. Da braucht man schon sehr dunklen Himmel. Einfacher ist der OrionNebel, auch M42 genannt. Den kann man in 4 Wochen spät abends wieder beobachten und vor allem auch sehr leicht finden.

CS.Oli
 
Konktrete Empfehlung wäre ein Skywatcher Heritage Teleskop, wenn Dir das transportabel genug ist. Dazu brauchst Du aber einen Tisch zum Draufstellen. Das wäreein günstiger Einstieg, um ein Gefühl für die Sache zu bekommen. Ein Refraktor mit einer halbwegs stabilen Montierung ist deutlich schwerer.
Danke für deine Antwort. Bei den Ferngläsern ist aber sicherlich keine DeepSky Beobachtung möglich? Da bräuchte man sicherlich ne sehr hohe Auflösung und Bildstabilisierung, wo man dann aber im 4-stelligen Bereich landen würde.

Ganz spontan hab ich bei der Suche nach dem von dir empfohlenen Teleskop-Typ dieses hier gefunden:


Wäre das eventuell ne Überlegung wert?
 
Hallo,

Deine Anforderungen widersprechen sich.
Zoom-Objektive oder zumindest problemloser Objektivwechsel
Zoom - OKULARE kannst Du mit jedem Teleskop benutzen und der Okularwechsel ist nie ein Problem.
bildstabilisierte Ferngläser .... aber zumindest hätte man da Zoom,
Ich kenne kein bildstabilisiertes Fernglas mit Zoom-okular. Ich selbst habe das Canon 12x36 und kenne auch das Canon 18x50. Das hilft Dir aber nicht beim Navigieren, Du mußt schon wissen wo du hin schaust. Ist halt nur 12 bzw. 18- fach, das ist etwas ganz anderes als ein Teleskop.

Gruß Uwe
 
Ich habe bei deinen Wünschen eigentlich gleich an ein Maksutov oder SC auf einer Azimutalen GoTo Montierung gedacht.
Allerdings sind die Für Deep Sky Objekte nicht immer die beste Wahl weil du hier vor allem einen großen Linsen/Spiegeldurchmesser Brauchst und des Öfteren auch relativ kurze Brennweiten. Beides sind nicht gerade die Stärken von SCs (bzw. die großen Durchmesser werden dann schnell sehr teuer). Es gibt allerdings auch einige Deepskyobjekte für größere Brennweiten, dann brauch man allerdings in der Regel auch mindestens 8" Öffnung um Spaß zu haben.

Mein Vorschlag wäre daher, dass du dir eventuell überlegst, was dir von beidem am wichtigsten wäre, dann kann man schonmal die Vorschläge noch besser eingrenzen.
 
Hey,

ja, das mit dem Zoom scheint keinen Sinn zu machen und nicht möglich zu sein. Die Überlegung war dabei einerseits eine bessere Orientierung und dass ich gelesen habe, dass zu grosse Vergrösserungen bei manchen Objekten wie Sternhaufen eher ernüchternd sind weil man viel zu weit drin ist im Objekt und dann die Strukturen nicht mehr erkennt.

Ich hab mir jetzt mal die Beschreibung des Skywatcher Maksutov Teleskop MC 127/1500 SkyMax durchgelesen, da gibts zwei Varianten, einmal AZ-5 und einmal BD AZ S GoTo.

Sehe ich das richtig, dass der Unterschied in der computergesteuerten Navigation liegt und bei der kostengünstigeren Variante manuell gesucht werden muss?
 
Danke für deine Antwort. Bei den Ferngläsern ist aber sicherlich keine DeepSky Beobachtung möglich? Da bräuchte man sicherlich ne sehr hohe Auflösung und Bildstabilisierung, wo man dann aber im 4-stelligen Bereich landen würde.

Ganz spontan hab ich bei der Suche nach dem von dir empfohlenen Teleskop-Typ dieses hier gefunden:


Wäre das eventuell ne Überlegung wert?
Hallo und Willkommen!

ob für den Einstieg eine azimutale Montierung die Richtige ist bei der langen Brennweite, wage ich zu bezweifeln. Zum Nachführen sind hier 2 Achsen gleichzeitig zu bedienen, aus meiner Sicht als Einsteiger fraglich.
Hier wäre aus meiner Sicht eine parallaktische Monti die bessere Wahl. Da lernt man gleich noch Einnorden, und bei recht korrekter Aufstellung reicht eine Achse zur Nachführung. Das ist manuell schon besser.
Man glaubt nicht, wie schnell sich der Himmel dreht und bei 1,50m Brennweite (f/11,8) ist das sehr schnell.
 
Sehe ich das richtig, dass der Unterschied in der computergesteuerten Navigation liegt und bei der kostengünstigeren Variante manuell gesucht werden muss?

Korrekt :y: Je nach Typ hast du dann aber trotzdem noch eine elektrische Verstellung, sodass du bequem per Tastendruck Verfahren kannst. GoTo heißt dass du (nach vorheriger Kalibrierung, die jedes mal erfolgen musst) Objekte aus einem Katalog automatisch anfahren kannst.

ob für den Einstieg eine azimutale Montierung die Richtige ist bei der langen Brennweite, wage ich zu bezweifeln. Zum Nachführen sind hier 2 Achsen gleichzeitig zu bedienen, aus meiner Sicht als Einsteiger fraglich.
Hier wäre aus meiner Sicht eine parallaktische Monti die bessere Wahl. Da lernt man gleich noch Einnorden, und bei recht korrekter Aufstellung reicht eine Achse zur Nachführung. Das ist manuell schon besser.
Man glaubt nicht, wie schnell sich der Himmel dreht und bei 1,50m Brennweite (f/11,8) ist das sehr schnell.

Führen Azimutale GoTo Systeme denn nicht auch automatisch nach? Dann halt über 2 Achsen?
 
Allerdings sind die Für Deep Sky Objekte nicht immer die beste Wahl weil du hier vor allem einen großen Linsen/Spiegeldurchmesser Brauchst und des Öfteren auch relativ kurze Brennweiten. Beides sind nicht gerade die Stärken von SCs (bzw. die großen Durchmesser werden dann schnell sehr teuer). Es gibt allerdings auch einige Deepskyobjekte für größere Brennweiten, dann brauch man allerdings in der Regel auch mindestens 8" Öffnung um Spaß zu haben.
Hi,
wieso braucht man da öfters kurze Brennweiten?

Was bedeutet "SCs"

Welche mit grösserem Durchmesser wären da geeignet?

Habe ich das jetzt richtig verstanden, dass man sich eigentlich immer für eine bestimmte Kategorie Deep Sky Objekte entscheiden muss, weil manche mit kurzen Brennweiten und manche mit langen Brennweiten zu beobachten sind? Und wenn man sich für eine von beiden Brennweiten entscheiden muss, welche wäre da empfehlenswerter? Und spielt diese Überlegung auch bei Planetenbeobachtungen eine Rolle?
 
Hallo und Willkommen!

ob für den Einstieg eine azimutale Montierung die Richtige ist bei der langen Brennweite, wage ich zu bezweifeln. Zum Nachführen sind hier 2 Achsen gleichzeitig zu bedienen, aus meiner Sicht als Einsteiger fraglich.
Hier wäre aus meiner Sicht eine parallaktische Monti die bessere Wahl. Da lernt man gleich noch Einnorden, und bei recht korrekter Aufstellung reicht eine Achse zur Nachführung. Das ist manuell schon besser.
Man glaubt nicht, wie schnell sich der Himmel dreht und bei 1,50m Brennweite (f/11,8) ist das sehr schnell.
Hi,

aber wenn ich die GoTo Variante mit automatischer Suche nutzen würde, wäre diese Problematik dann nicht mehr vorhanden?

Wie lange dauert eigentlich solch eine Kalibrierung am Anfang? Ist die sehr kompliziert und zeitintensiv?
 
Hi,

aber wenn ich die GoTo Variante mit automatischer Suche nutzen würde, wäre diese Problematik dann nicht mehr vorhanden?

Wie lange dauert eigentlich solch eine Kalibrierung am Anfang? Ist die sehr kompliziert und zeitintensiv?
Hallo,

kommt auf die Montierung an. Die Eq6 ist eine parallaktische, d.h. erst genau Einorden, dann max. 3 Referenzsterne anfahren und die Montierung ist mit dem Himmel recht gut "synchron".
Ich hab hier auch eine azimutale von Skywatcher, da reicht es nur max. 3 Referenzsterne anfahren und die Montierung ist "synchron". Visuall klappt das ganz gut, fotografisch reicht es in der Preisklasse nur für wirklich Kurzzeitbelichtungen, wenn gewünscht.
 
Hallo ?? (Dein Name),

von mir auch ein Willkommen.

Ist schon einiges gesagt worden.
Wie Du richtig festgestellt hast, die eierlegende Wollmichsau gibt es leider nicht.
Teleskope sind mehr oder weniger Spezialisten für die einen oder die anderen Beobachtungsobjekte.
Z.B. der von Dir verlinkte Maksutow-Cassegrain (MC) wird hauptsächlich für Planeten-/Mondbeobachtung hergenommen. DeepSky bedingt an hellen und kompakten Objekten.

Dobson, ein Newton in der RockerBox, kommt einem Allrounder recht nahe.
Der Dobson widerspricht aber Deiner Anforderung das Teil im Rucksack zu transportieren.
Denn DeepSky (Nebel/Galaxien) erfordert Öffnung, so ab ca. 8". So ein Teil steckst Du nicht mehr in den Rucksack, von der RockerBox ganz zu schweigen.

Bei dieser Anforderung bleibt nur was kleines. Alles andere wird nichts.
Da wirst Du aber in DeepSky eingeschränkt sein.

Einfaches navigieren, nun ja, den Himmel sollte man schon a weng kennen.
Wenn Du auf GoTo anspielst, in Verbindung mit Phone oder Tablet, einschalten und loslegen ist nicht.
Einige Sterne, die sogenannten Alignment-Sterne, sollte man schon zielsicher kennen, sonst wird das mit den elektronischen Helferlein nichts werden.

Würde auch gern erfahren welche Erwartungshaltung Du hast?
Was erwartest Du da "oben" wie zu sehen?
Mal so vorab, da "oben" ist alles schwarz/weiß/gräulich.
Farbe kommt erst mit der Astrofotografie ins Spiel.
Visuell nur an Planeten, einigen Sternen und ein paar Nebel, die allerdings mit viel Beobachtungserfahrung.
 
Führen Azimutale GoTo Systeme denn nicht auch automatisch nach? Dann halt über 2 Achsen?
Hallo Felix,

ja das tun sie, aber mit Einschränkungen. Visuell reicht es in der angedachten Preisklasse, will man mehr, wird's komplexer. Und Das angedachte Teleskop hat kein GoTo.
Angefangen habe ich mal aus reiner Neugier mit einem ganz einfachen Newton (70/700) auf einer Gabelmontierung. Da wo die Vergrößerungen interessant wurden, war immer ganz schnell Essig mit schauen, und das Nachjustieren von 2 Achseln gleichzeitig ist nicht wirklich simpel.
 
Hi,
wieso braucht man da öfters kurze Brennweiten?

Was bedeutet "SCs"

Welche mit grösserem Durchmesser wären da geeignet?

Habe ich das jetzt richtig verstanden, dass man sich eigentlich immer für eine bestimmte Kategorie Deep Sky Objekte entscheiden muss, weil manche mit kurzen Brennweiten und manche mit langen Brennweiten zu beobachten sind? Und wenn man sich für eine von beiden Brennweiten entscheiden muss, welche wäre da empfehlenswerter? Und spielt diese Überlegung auch bei Planetenbeobachtungen eine Rolle?

SC bedeutet Schmidt Cassegrain, das ist eine bestimmte Bauart eines Spiegelteleskops.

Deepsky Beobachtung macht ab ca 20 cm Öffnung richtig Spaß - ist so ein Spruch. Im wesentlichen kommt es aber auf einen möglichst dunklen Himmel an, wieviel man sehen kann. Geringes Störlicht durch künstliche Beleuchtung oder Mond.

Man unterscheidet im wesentlichen zwischen Planeten und Mond oder Deep Sky (Galaxien und Nebel). Dazwischen gibt es noch Sternhaufen. Für Planeten und Mond nimmt man eher langbrennweitige Teleskope, zum Beispiel Maksutov, für Deepsky eher kürzere Brennweiten und möglichst viel Öffnung.

Grob gesprochen...

CS.Oli
 
Und auch hier sage ich das wichtigste ist erstmal eine Gute Montierung, und da bist mit 600euro schon mal
schnell am Ende......
einen 8 Zoll Newton bekommst schon um die 400euro....und etwas Zubehör für 600euro incl. Teleskop...
die Montierung geht auch gebraucht, aber da liegst auch schon bei 1000euro + -
das heist 2000euro und hast einigermasen was gscheits......
Ist leider so..... alles andere ist Frust oder eben geht halt so.....Kompromiss.......
 
Das ist ja alles noch weitaus komplexer als ich dachte :D

Tatsächlich muss ich zugeben, dass ich vielleicht doch ein wenig naiv an die Sache ran gegangen bin, wenn ich mir jetzt so Beispielfotos von den von mir erwähnten Teleskopen im Planetenbereich ansehe. Wenn ich davon ausgehe, dass die erwähnten und von euch empfohlenen Teleskope sicherlich zu den besseren gehören, dann bin ich schon ein wenig enttäuscht dass selbst die Planeten (speziell Saturn) noch relativ verwaschen, klein und detailarm aussehen.

Wahrscheinlich bin ich tatsächlich etwas foto-verwöhnt und habe geglaubt, man könne die Objekte zwar kleiner als bei Profi-Teleskopen sehen, aber ich hätte sie mir qualitativ dann doch etwas besser vorgestellt.

Wichtig ist auf alle Fälle die Mobilität, da ich keinen PKW habe und die erwähnten Rockerboxen / Dobson schon mal komplett wegfallen, da ich mitten in der Stadt wohne und zwingend mit dem Teleskop mind 3 Kilometer von meiner Wohnung weg muss. Und in lichtarme Umgebung fährt abends kein Bus :D

Momentan lese ich mich gerade etwas an diesem Teleskop fest: Skywatcher Maksutov Teleskop MC 127/1500 SkyMax BD AZ-S GoTo

Wäre zwar nochmal 100 Euro mehr mit Go To, aber nunja. Wobei das zuvor in der Überlegung befindliche Celestron NexStar 127 SLT Mak ziemlich vernichtende Bewertungen beim Stativ und Temperierung hatte. Möglicherweise ist das hier genauso?

Im Moment versuche ich mich auch noch etwas mehr in die technischen und physikalischen Zusammenhänge einzulesen.
 
Halte von beiden nichts die du da vorstellst......
Öffnung zu wenig und das erste viel zu große Brennweite auf kleine Öffnung...ist halt
so ein hi und da Durchguck Ding......
unter 8 Zoll kommt kaum Freude auf bei DeepSky und selbst bei 8 Zoll wirst du kaum mehr sehn
als Nebelfleckchen.....
 
Für Planeten und Mond nimmt man eher langbrennweitige Teleskope, zum Beispiel Maksutov, für Deepsky eher kürzere Brennweiten und möglichst viel Öffnung.
Welche Nachteile hätte man bei DeepSky und langer Brennweite? Weil in den Beschreibungen der oben genannten Teleskope steht Deep Sky ja ausdrücklich mit drin. Ist das dann zu winzig oder aus welchem Grunde wäre es mit langer Brennweite nicht gut?
 
Zuletzt bearbeitet:
Maksutovs sind definitiv Planetenspezialisten und die geschlossene Optik benötigt immer Zeit für die Temperaturanpassung. Aber bis Du die 3 km gelaufen bist und dann alles aufgebaut hast ist das Teleskop ausgekühlt ;)

Bitte beachte auch die Gewichtangaben wenn Du das Gerät schleppen musst.

CS.Oli
 
Hallo @Winterwald,

bei Deinen Anforderungen entweder (Schwerpunkt, DeepSky, Mond, Jupiter, Saturn - letztere mit Barlow 3x), kein GOTO, parallaktische Montierung mit geringer Wacklizität (Tuning durch Gewichte eingehängt in Stativ), Austemperierung beinahe sofort, da Refraktor:


oder mit mehr Öffnung & Brennweite UND ohne Farbrand am Mond & den Planeten und mit mehr Öffnung für DeepSky, mit GOTO und elektr. Nachführung geeignet auch für Fotografie (EAA), austemperiert nach 1/2 Stunde:


Beide sind bei mir in Benutzung. Ersteres inzwischen in Eurobox 60 x 40 x 32cm allzeit bereit für Exkursionen zu Dark Skies (passt z.B. komplett mit Stativ, Okularkoffer und Karten auf Fahradanhäger). Letzteres stationär zum Beobachten aus "Astrozimmer" heraus mit wechselnden Tuben bis C8 mit Schwerpunkt EAA.

Gruß,
Peter

PS: Mit EAA kannst Du auch von zuhause aus (mit Lichtverschmutzung!) oder bei Vollmond(!) noch viele DeepSky Objekte beobachten. Mit 7Ah Powerstation eine ganze Nacht lang im Feld mit Empfehlung #2.
 
Zuletzt bearbeitet:
unter 8 Zoll kommt kaum Freude auf bei DeepSky und selbst bei 8 Zoll wirst du kaum mehr sehn
als Nebelfleckchen.....
Hmmmm.... aber wenn mangels PKW die Mobilität ne grosse Rolle spielt, da wird das mit 8, 10 oder gar 20 Zoll doch sicherlich nix?

Und wenn ich meine sonstigen eingangs erwähnten Anforderungen beibehalten würde, in welchen Preisregionen landet man da bei 8 oder mehr Zoll und gibts da noch was mobiles?
 
Hallo Thomas,

du bekommst die Ruhe einer parallaktischen Montierung in der Preisklasse azimutal nicht hin. Und da man hier mit großen Vergrößerungen arbeiten will, habe ich bedenken.
sehe ich ein bisschen anders.
Kommt halt auf das Teleskop an, welches ich drauf packe.
Auf z.B. einer HEQ-5 einen 200/1200 Newton drauf packen, da ist von Ruhe keine Rede.
Selbst auf einer EQ-6 R ist das nicht so prickelnd, hab ich selbst ausprobiert.
Auf meiner "kleinen" AZ-S GoTo ist ein 120/600 FH gut und stabil untergebracht. Auch ein kleiner MC geht recht gut. Manuelles Nachführen mit einer Alt/AZ ist halt nicht jedermanns Sache, eben wie beim Dobson.
Mein C8 geht da natürlich nicht, der ist gut auf meiner iOptron aufgehoben, ebenfalls Alt/AZ GoTo.
Den würde ich auch nicht auf einer EQ3-2 packen, da dann schon eine EQ-5.
 
Hmmmm.... aber wenn mangels PKW die Mobilität ne grosse Rolle spielt, da wird das mit 8, 10 oder gar 20 Zoll doch sicherlich nix?

Und wenn ich meine sonstigen eingangs erwähnten Anforderungen beibehalten würde, in welchen Preisregionen landet man da bei 8 oder mehr Zoll und gibts da noch was mobiles?
Hallo!

da geht nur für den einen tragbaren kompakten Tubus ~1000€ drauf.
 
Ich finde seine Idee mit dem Mak bei seiner Situation gar nicht so schlecht.

5 Zoll Mak ist schon vor allem, wenn man bedenkt, das er in einen Rucksack passen muss, nicht schlecht. Dan performt der gut bei Mond und Planeten. unter gutem Himmel geht auch etwas Deepsky. Bei der Montierung(die GOTO Version), weis ich nicht, die trägt halt nur 5 kg, andererseits er möchte nicht Fotografieren und der Tubus ist kurz. vielleicht geht auch die, wäre dan Parallktisch. Tragfähigere sind leider teuer und nicht so mobil, wie er es gerne hätte vlt. gebrauchtmarkt. Teleskop Austria bietet den sogar mit 2 Zoll an.

Clear Skies
Felix
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

@ Thomas
Das Bild ist nicht nur in Bewegung durch das Seeing.
Mein Maksutow, 127/1500, war auch mal auf der kleinen AZ.
Da hast Du recht, ist visuell schon a weng grenzwertig.
Aber mei, beim Rucksackwandern und da ab und zu den Blick per Teleskop nach oben richten, das kann schon klappen.

@ Winterwald
dann bin ich schon ein wenig enttäuscht dass selbst die Planeten (speziell Saturn) noch relativ verwaschen, klein und detailarm aussehen.
Da musst Du wirklich an Deiner Erwartungshaltung arbeiten und bei Deinen Vorgaben... ...
Verbanne die hübschen, bunten Bilder aus Deinem Kopf.
Detailreichtum ist Öffnung und nicht zwingend Brennweite.
Und bei mindestens 3Km laufen, oh weh... ...

Noch was zu GoTo.
Das ist kein Wunder- und/oder Allheilmittel.
GoTo, gehe zu, ist eine elektronische Auffindhilfe, nicht mehr und nicht weniger.
Wie schon erwähnt, etwas vom Sternenhimmel sollte man schon kennen.
Und einfach hinstellen und einschalten ist auch nicht.
Parallaktisch ist ein grobes Einnorden angesagt.
Dann Teleskop ausbalancieren.
Teleskop in die Grundstellung bringen.
Einschalten.
Dateneingabe, Uhrzeit, Datum, Längen-/Breitengrad, evtl. Höhe.
Alignment durchführen, gibt es mehrere Varianten.
Dann kann es losgehen.
So mal der grobe Vorgang.

Bei Alt/AZ ist es vom Hersteller abhängig wie der Tubus ausgerichtet werden muss.
Aber am Alignment kommt man nicht vorbei.
GoTo macht das Setup teuer, deshalb fallen die Teleskope in diesen Sets mit GoTo meist kleiner aus.

Bei GoTo ist noch zu beachten: Du brauchst Strom.
Vergiss gleich das mit den Batterien. Da haust ordentlich Batterien durch in kalten Nächten.
Stichwort wäre da Powerpack. Wieder was zu schleppen.

Ein Schmidt-Cassegrain (SC oder der Klassiker C8) liegt bei ca. 1300,- bis 1400,-€, nur der Tubus OTA.
Das Teil ist kompakt, relativ leicht (ca. 5,5Kg), aber braucht schon was an Montierung, min. EQ-5.
Aber ob ich das zu Fuß transportieren möchte... ...

Zu den kurz bauenden Refraktoren FH (nach Frauenhofer), die sind was für Weitfeldbeobachtung.
Sprich, großflächige Objekte in ihrer ganzen Ausdehnung beobachten und in ihrer näheren Umgebung eingebettet. Macht Spaß.
Aber an Planeten/Mond, da kommt es auf Deine Toleranz gegenüber dem Farbfehler, den sie Systembedingt mit bringen, an.
Diese Farbsäume um helle Objekte, eben Planeten und Mond, mindern den Kontrast und den Detailreichtum.

Es gibt reichlich Literatur. Lies Dich bitte in Teleskope, Montierungen, Okulare und das ganze Kleingeraffel ein.
Überstürze auch nichts.
Es ist ein schönes Hobby, aber eben nicht ganz einfach.

Nochmal zum Transport:
Wenn ich raus fahre kommt mit:
- Stativ
- Montierung mit der Handsteuerung (Akku ist integriert) im Koffer
- Teleskop
- Okular-Tasche/Kiste mit Kleinkram (Filter, Rotlicht etc.)
- Tisch und Stuhl
- Was zu trinken und futtern
Nichts von den einzelnen Teilen wiegt mehr als 10Kg (Stativ 8Kg), aber ein paar mal Wohnung > Auto ist da schon und dann das gleiche draußen und, nicht vergessen ;), auch wieder zurück in die warme Bude.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben