Und täglich grüßt... die Kaufberatung für einen Wiedereinsteiger

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Takaharald

Aktives Mitglied
Hallo zusammen;

Danke für die Aufnahme!

gerade durch Corona habe ich mein Interesse an der Astronomie wiederentdeckt und mein 10 Jahre altes Bresser Arcturus 60/700 entstaubt. Ich wusste dass ich damit nichts besonderes erwarten kann, aber für den Mond hat es erstmal gereicht; ist trotzdem natürlich ne sehr wackelige Angelegenheit und Deep Sky-Beobachtungen oder gar fotografieren habe ich mir schon abgehakt. Deshalb will ich jetzt in ein neues Teleskop investieren :)

Die Anforderungen wären, dass zunächst erstmal ein solides Einsteigermodell besitze, mit dem ich Planeten, aber auch schon Nebel und andere DeepSky-Objekte beobachten kann (ich wohne eher ländlich, also Lichtverhältnisse sollten kein Problem sein; zunächst würde ich dabei vor allem würde ich den Balkon nutzen, es gibt aber auch schöne, frei gelegene Spots in weniger als 3km Umkreis).
Außerdem würde ich irgendwann damit beginne. wollen, das gesehene gern bildlich festhalten- ich habe aber keine DSLR-, oder astromodifizierte Kamera, erste Erfahrungen (Schnappschüsse von Planeten/Mond) mit iPhone und Digitalkamera zu sammeln würde mir hier genügen. Wenn das absolut nicht umsetzbar ist, würde ich das Thema aber runterpriorisieren und in Zukunft wieder aufnehmen wenn ich mehr Erfahrung gesammelt habe.

Als Budget hatte ich erstmal ca. 400-500€ festgesetzt. Auch ein GoTo wäre evtl nicht schlecht, hier habe ich aber keine Ahnung, inwieweit das wichtig ist oder ob man den Mehrpreis lieber in das Teleskop an sich stecken sollte?!

Soweit ich das richtig verstanden habe, wird für Einsteiger aufgrund des Preis-/Leistungsverhtnisses meist ein Dobson mit 200mm Öffnung empfohlen, aber hier sehe ich ein Problem bei der Nutzung vom Balkon aus; und Schnappschüsse würde sowieso nicht funktionieren, stimmt das?
Ich habe bei meinen Recherchen nun folgende Modelle gefunden, die passen KÖNNTEN:



https://www.astroshop.de/teleskope/skywatcher-teleskop-n-114-500-skyhawk-az-s-goto/p,21945



Habt ihr hier Erfahrungen und könnt mit weiterhelfen? Ich bin über jegliche Hilfe und Anregungen, oder auch andere Vorschläge dankbar.

Viele Grüße und tausend Dank schonmal!
Sven
 
Hallo Sven,

willkommen im Forum.

Mein Vorschlag: Behalte den Bresser, entferne aber die Montierung und das Stativ. Schaue Dich dann nach einem besseren Stativ und einer anderen Montierung um. Da geht dann schon recht viel vom Budget drauf. Aber vielleicht bleibt noch etwas übrig und Du kannst einen Newton in der 130er oder 150er Klasse anschaffen, evtl. gebraucht. Schappschüsse kannst Du durch beide Teleskope machen, mit dem Bresser Mond und Planeten, mit dem dann neuen Spiegelteleskop Deep Sky. Der Vorteil wäre hier dass Du sowohl Erfahrungen mit Linsen- als auch mit Spiegelteleskopen sammeln kannst.

Der nächste Schritt wäre m.E. also, dass Du Dich nach einem guten Unterbau (Montierung/Stativ) umschaust. So würde ich das machen mit EUR 400/500.

CS, Thomas
 
Hallo Sven,

las mal wissen wie groß dein Balkon ist. Bei kleineren Balkonen sind Newton Teleskope schwieriger zu nutzen als solche, in die man hinten hinein schaut.

CS Gerhard
 
Hallo Sven,

Newton mit Stativ braucht auch seinen Platz, der 8" F6 Dobson wird in eine ca. 50cm breite Rockerbox gehängt. Zum Beobachten reichen ca. 1 m Tiefe aus.
Wie groß ist denn der Balkon und ist eventuell ein Garten vorhanden ?
Die Lagerung sollte auch gut bedacht werden, ein schneller umkomplizierter Einsatz ist da sehr wichtig, denn umso häufiger wird man das Teleskop dann auch nutzen.

Gruß,
Holger
 
Hallo Sven,

von mir auch ein Willkommen im Forum.

Die Idee von Thomas finde ich gut.
Das vorhandene Teleskop weiter nutzen und einen soliden Unterbau dafür anschaffen, der auch für später angeschaffte größere Teleskope ausreicht.

Das was Gerhard und Holger erfragen ist wichtig.
Ich beobachte zu 80% auf dem Balkon.
Da ist wirklich die Tiefe ausschlaggebend.
Der meine ist 1,60m tief.
Der meist empfohlene Dobson 200/1200 geht da recht gut. Du musst Dir nur einen stabilen Unterbau basteln, damit Du über die Brüstung kommst und somit flacher beobachten kannst.

Parallaktisch montiert wirds kniffelig.
Mit vorderem Einblick, wie beim Newton, kann das schon mal in Akrobatik ausarten.
Da eben vorne der Einblick ist, muss das ganze System weit genug von der Brüstung weg, um an den OAZ zu kommen ohne Gefahr zu laufen abzustürzen ;).
Das gleiche gilt auch für den Dobson. Da hängt ja auch ein Newton drin. Also auch weg von der Brüstung.
Bei der parallaktischen Montierung hast Du auch das Problem, das der OAZ teilweise in recht sportlich zu erreichende Positionen wandert. Auf dem Balkon nicht so prickelnd.

Der von Gerhard erwähnte hintere Einblick ins Okular hat sich für mich als praktikabelste Lösung herausgestellt.
Das ganze auf einer Alt/AZ .
So kann ich sehr nah an die Brüstung ran. Dem Teleskop, ob nun Refraktor, Maksutow-Cassegrain (MC) oder Schmidt-Cassegrain (SC) (die meist genutzten mit hinterem Einblick) ist es egal ob sie außerhalb der Brüstung schweben.
Du bist hinten auf dem sicheren Balkonboden und von der Brüstung weg.
Mit solchen Teleskopen gehts auch recht passabel parallaktisch montiert. Der OAZ wandert auch aber nicht so extrem und nicht in gefährlichen Bereichen.

Bei Balkon-Beobachtung muss man auch die Wärmeabstrahlung des Gebäudes und des Balkons selbst berücksichtigen.
Nicht so extrem wie wenn man aus einem geöffneten Dachfenster schaut, aber man sollte es wissen, das da Beeinträchtigungen auftreten können.

Was bei der Lösung mit hinterem Einblick aufkommt ist das Budget.
Refraktoren, da FHs sind recht günstig zu bekommen, im Bereich 120/600 oder 120/1000.
Das sind aber Weitfeld Teleskope. Planeten/Mond gehen auch, aber da kommt der berühmt berüchtigte Farbfehler ins Spiel.
Und bei einer Brennweite von 1000mm wirds auch auf einem 1,60m tiefen Balkon eng.

Apos = teuer :D.

MCs, SCs gehen ins Geld. Da musst Du mit g'scheiter Montierung das doppelte bis dreifache Deines Budget rechnen.
 
Hallo Sven,

für 500 EUR max. empfehle ich (da selbst im Einsatz):


Für die Preisklasse eine sehr gute Nachführung (mache inzwischen EAA Dauerbelichtungen > 1 Minute/Frame damit) und zuverlässiges GOTO. Alles basierend auf der gleichen Software, die alle Skywatcher (und CELESTRON) Montierungen unterstützt. Bei "Aufstieg" musst Du also nicht umlernen. Dafür musst Du auch keinen PC anwerfen, Android oder iPhone Smartphone sind ausreichend.

Die Discovery Montierung ist das NEUERE Nachfolgemodell der BD AZ-S!

Mit 2x Barlow (hast Du ggf. noch vom alten Teleskop) kommst Du bei Planeten auf 150x mit dem beiliegenden, guten 10mm Okular. Und mit dem 25mm zu 30x einfacher Vergrößerung hast Du bereits ein ansprechendes weites Gesichtsfeld für DeepSky Beobachtungen. Randauflösung bei Kugelsternhaufen inkl. Ein Netzteil mit 12V/3A und 2,5mm Strecker mit Pluspol innen sorgt dann für die häusliche Stromversorgung der Montierung.

Einen guten Fachhandelspartner, der Montierung und Optik prüft und/oder einstellt bekommst Du bei Bestellung dort auch dazu ;-)

Gruß,
Peter
 
Hallo zusammen und schonmal Danke für die schnellen Antworten!

der Balkon ist 1,70m tief und 5m lang. Davon sind nochmal ca. 50cm an der Gebäudeseite überdacht, ansonsten habe ich freie Sicht und keine Gebäude im Weg :)

Das Bresser würde ich so und so behalten, gerade weil ich noch gar nicht richtig ausgelotet habe, was damit für die Mond-und Planetenbeobachtung geht- aber wie ihr schon sagt, es ist alles ziemlich wacklig :D

LG& CS
Sven
 
Hallo Sven,

1,70m ist doch mal eine Ansage :y:.

Wenns dann, bei Deinem Budget, was neues werden soll, bietet sich da wirklich ein Dobson an.
Grundsolide montiert, intuitiv zu bedienen und so um die 8" bis 10" noch gut zu transportieren.
Dazu ein Telrad und einen passenden Atlas mit Karten die Telradkreise aufweisen, ne Rotlichlampe und nach und nach ein Grundstock an Okularen und Du wirst Spaß haben.
Denke auch daran den Dobson aufzubocken, wegen der Brüstung. Ich habe mir eine Holzplatte besorgt, wetterfest gemmacht, höhenverstellbare Beine dran geschraubt und schon gehts gut über die Brüstung
Ach ja, nicht vergessen etwas zur Justage des Newton.
Überlege aber auch, ob Dir das händische Nachführen in zwei Achsen, das viel erwähnte "schubsen", am Dobson liegen könnte.

Wenn es bei dem vorhandenen Teleskop vorerst bleiben soll, da den Vorschlag von Thomas aufgreifen und für einen stabilen Unterbau sorgen.

Noch was zu dem von Dir erwähnten GoTo.
Feine Sache, ich mags nicht mehr missen.
Aber Du erkaufst es Dir mit reichlich Euroeinsatz.
Man muss sich auch damit beschäftigen, damit es gut und sauber funktioniert. So nach dem Motto hinstellen, einschalten gehts halt leider nicht.
GoTo braucht auch immer Strom. Auf dem Balkon nicht so das Problem, aber wenns doch mal rausgehen soll, Stichwort Powerpack.
Bei GoTo ist auch manuelles Eingreifen nicht mehr möglich. Einmal elektronisch angefangen gehts auch nur so weiter. Es gibt Montierungen die manuelles Eingreifen zulassen und das berechnen können. Ist dann von Deinem Geldbeutel abhängig ;).
Alternativ zum GoTo gäbe es PushTo oder Push+, da, soweit ich weiß, ist auch manuelles Eingreifen möglich oder man kann es ganz ausschalten. Macht das System aber auch wieder teurer.

Wie Du siehst, es gibt viel zu überlegen und zu bedenken, warts nicht ab ;) fuchs Dich in die Materie ein.
Geh es in Ruhe an.
Die Planeten und Sterne laufen nicht weg.
 
Puh, das sind doch schon einige hilfreiche Antworten!

ich versuche mal zusammenzufassen:

Das vorhandene Bresser würde ich behalten und durch bessere Montierung/Stativ für Planetenbeobachtung upgraden.

ein Dobson (bspw. 10“) ist doch möglich und ist jetzt ne interessante Alternative, weil ich es vorher abgeschrieben hatte wegen Platz und Transportierbarkeit (sofern das Wort existiert).

Das empfohlene Skywatcher P150 mit GoTo würde halt alle Anforderungen erfüllen wenn ich mir das so durchlese, und ich finde GoTo generell auch interessant, bin da aber noch am Zögern ob es mir den Spaß nimmt, wenn ich selbst nichts mehr suchen muss außer den Sternen zum Justieren, aber die Entscheidung kann mir wohl niemand abnehmen :D

ich will halt möglichst viel Spaß für das Budget haben und frage lieber noch einmal mehr nach, als überstürzt das nächstbeste zu kaufen, was sich „gut liest“- deshalb bin ich für euren Support sehr dankbar!
 
Hallo,

Das empfohlene Skywatcher P150 mit GoTo würde halt alle Anforderungen erfüllen
bei einem parallaktisch montierten Newton kann der Einblick manchmal sehr ungünstig sein.
Vielleicht kannst Du das erahnen, wenn Du Dir dieses Video anschaust. Achte auf den Okularauszug und stelle Dir vor, ob es Dir gefallen würde, in jeder möglichen Position beobachten zu wollen:
Newton 150/750 auf einer parallaktischen Montierung

Gruß
Ronald
 
Hallo Sven,

für mich ist das 60/700mm Teleskop Spielzeug, bei der geringen Öffnung fehlt mir die Auflösung für Mond / Planetenbeobachtung. Das vorhandene Budget würde ich deswegen auch nur in das neue Telskop stecken und da bei max. 500 Euro auch in möglichst viel Optik. Also Goto weglassen. Schau Dir mal die Freeware Stellarium an, die zeigt dir den Sternhimmel vor Ort mit allen interessante Objekten. Man lernt sich anhand der Sternbilder später sehr schnell am Himmel zu orientieren. Diese Erfahrungen sollte man schon selbst machen und dann geht das Auffinden nachher wirklich recht schnell.

Ins Budget passt locker ein neuer 8" F6 Dobson + etwas zusätzlichem Zubehör, z.B. Okulare mit anderen Brennweiten als die im Lieferumfang vorhandenen.
Das reicht zum Einstieg locker aus, der Rest kann dann später folgen, wenn man genügend Erfahrungen gesammelt hat um ganz gezielt nachzulegen.

Lagerung und einfacher schneller Einsatz steht bei mir ganz oben. Deswegen befinden sich meine Teleskope in der kühlen Garage. So spare ich mir die Auskühlzeit und auch das Hin und Her zwischen kalter und warmer Umgebung.

Auf dem Balkon würde ich mir da was wetterfestes überlegen, zumindest die Rockerbox könnte da doch in einer Ecke untergebracht werden. Den 8" Tubus kann man locker unter einem Arm tragen.

Gruß,
Holger
 
Zuletzt bearbeitet:
Nachtrag:
wird für Einsteiger aufgrund des Preis-/Leistungsverhtnisses meist ein Dobson mit 200mm Öffnung empfohlen, aber hier sehe ich ein Problem bei der Nutzung vom Balkon aus; und Schnappschüsse würde sowieso nicht funktionieren, stimmt das?
Nein, stimmt nicht !
Ich habe das inzwischen richtig ausgereizt, siehe hier:

Gruß,
Holger
 
Hallo Sven,

für mich ist das 60/700mm Teleskop Spielzeug, bei der geringen Öffnung fehlt mir die Auflösung für Mond / Planetenbeobachtung.
das ist leider nicht von der Hand zu weisen.

Nach wie vor hat der Vorschlag von Dju/Thomas was.
Erstmal in einen stabilen Unterbau investieren und das vorhandene Teleskop weiter nutzen und auf ein größeres sparen.

Oder eben den Dobson.

Aber hmmm... entscheiden musst Du das.

GoTo oder nicht GoTo... da gibt es sehr angeregte Diskussionen drüber... ;)

lacrimosa/Ronald, der angesprochene P150 ist Alt/AZ montiert.
Alles andere, Newton parallaktisch, kann ich bestätigen :D.

P.S.
Zu dem was Holger schreibt, Dobson und Planetnfotos, da habe ich auch schon tolle Ergebnisse gesehen.
 
Hi zusammen,

es kristallisieren sich jetzt also die beiden Optionen Dobson 8" oder Skywatcher P150I heraus.

Die Fotos von Holger sind schon überragend muss ich sagen, ich hatte nicht auf dem Schirm dass mit einem Dobson doch so tolle Bilder gelingen! Und hier hätte ich, wie schon erwähnt noch etwas Spielraum um mir zusätzliche Okulare anzuschaffen UND kann bessere Erfahrungen sammeln, mich am Himmel zu orientieren als wenn ich direkt mit GoTo starten würde - hier kann ich dann auch noch in Zukunft investieren wenn ich meinen Spaß daran gefunden habe und "richtig" ins Thema Astrofotografie einsteigen möchte und mir entsprechend etwas hochpreisigeres kaufen?

Platztechnisch hätte ich für die Rockerbox auf dem Balkon genug Platz um sie wetterfest unterzustellen, ich muss dann eben schauen dass ich noch eine Kister o.ä. bastel, damit ich komplett über die Brüstung komme.

Ich werde die nächsten Tage nochmal nutzen, um die beiden Teleskope anhand verschiedener Erfahrungsberichte zu vergleichen und auch schauen, wo ich das Teleskop letztlich kaufe - der Markt ist ja noch relativ leergefegt. Sorry übrigens wenn ich bei meinen Links nur die Teleskope aus dem Astroshop teile, das ist einfach das erste Resultat das Google mir ausgibt :D

LG & CS
Sven
 
Hallo Sven,

hier kann ich dann auch noch in Zukunft investieren wenn ich meinen Spaß daran gefunden habe und "richtig" ins Thema Astrofotografie einsteigen möchte und mir entsprechend etwas hochpreisigeres kaufen?
Ich habe ja auch erst mit vorhandener Digicam angefangen. Einfach durchs Okular gefilmt oder fotografiert. Geht auch mit dem Handy. Vorteilhaft wäre es, wenn das Smartphone einen Profi-Modus hat. Da kann man dann eventuell auch im RAW Format unkomprimiert aufnehmen.
Es gibt auch günstige Halterungen / Klemmen um die Kamera / Smartphone mit dem Okular zu verbinden.
Richtig gut wird es aber erst mit einer Astrokamera. Meine Asi120mc ist da schon ein sehr günstiger Einstieg für unter 200 Euro. Die wird dann wie ein Okular in den Okularauszug gesteckt und schon hat man ein Livebild auf dem Monitor. Für Details/Groß Aufnahme wird dann noch eine Barlow nötig. Auch da habe ich für mich wieder ein Preis-Leistungs-Schnäppchen gefunden, die Baader Q-Turret Barlow.

Mehr Konfort lieferte später der Selbstbau einer EQ-Plattform. Anleitungen findet man reichlich im Internet. Bei meinem dürftigen Werkzeug und handwerklichen Geschick hat es nur aber nur zu einer manuellen Kreissegment-Plattform gereicht. Aber mit dem Hebel kann ich die Objekte über eine Minute im Sensor halten und bei den hohen Frameraten sind so genügend Einzelbilder im Avi. Die Plattform hat mich gerade mal 10 Euro gekostet und hat viele meiner Aufnahmen in der Qualität überhaupt erst möglich gemacht.

Darüber brauchst Du dir zu Beginn aber noch keine so großen Gedanken machen. Erst einmal visuell einsteigen und vielleicht ein paar Fotos vom Mond mit der vorhandenen Kamera machen. Ich habe dabei gemerkt, dass ich das weiter verfolgen wollte und habe das immer weiter optimiert.
Und das ohne große Kosten, Low Budget mit dem Dobson und dennoch in guter Qualität.

Deepsky geht damit aber nur sehr beschränkt, mit den wenigen sehr hellen Objekten. Aber wer da richtig einsteigen will, benötigt dann sowieso ein zweites Teleskop, speziell für die Deepsky-Astrofotografie.

Gruß,
Holger
 
Okay, ich hatte eh überlegt zunächst mit dem Smartphone zu starten - ich kann damit RAW-Bilder aufnehmen und habe entsprechende Apps um ISO und Belichtungszeit frei einzustellen, außerdem habe ich schonmal gestöbert und diese Klemmen für das Teleskop gefunden, die man ja schon für 15-20 Euro bekommt. Ich hätte aber auch nicht gedacht, dass man schon für 200 Euro eine Astrokamera kaufen kann!

Mein handwerkliches Geschick würde ich auch eher als überschaubar bezeichnen - aber für eine Plattform sollte es reichen; wobei das ja eh erstmal Zukunftsmusik ist. Erstmal visuelle Erfahrungen sammeln und Schnappschüsse durchs Okular machen, danach sehen wir weiter :)

In jedem Fall bin ich schon richtig angefixt und kann es kaum erwarten, zuzuschlagen!

Viele Grüße,
Sven
 
Hallo zusammen,

ich wollte mal ein kurzes Statusupdate, zusammen mit ein paar weiteren Fragen, geben.

Ich habe mich, nachdem ich eure Rückmeldungen bekommen hatte, bei den TS beraten lassen und mich entschieden, als Einstieg das Skywatcher Heritage 150P zu kaufen. Leider warte ich nun seit Januar darauf, aber da gibt es ja einige Leidensgenossen und man kann die Geräte ja nicht aus China herbeizaubern - die Sterne laufen mir ja nicht weg :)
Zum Glück bin ich ja nicht ganz teleskoplos, sondern besitze ja weiterhin meinen 60/700 Refraktor, den ich in der Zwischenzeit ausgiebig testen konnte. Wider Erwarten konnte ich selbst damit schon persönliche Erfolgserlebnisse erzielen, und den Mond (klappte wirklich sehr gut), aber auch den Orionnebel und die Plejaden beobachten - letztere sogar mit meinem Handyadapter, mehr schlecht als recht fotografieren! Das "Problem" ist nun natürlich, dass mich diese kleinen Erfolgserlebnisse umso ungeduldiger auf mein erstes "richtiges" Teleskop gemacht haben und mir die Nächte im Februar/März bestätigt haben, dass ich mein Hobby aus Kindertagen wiedergefunden habe :)

Jetzt habe ich folgende Frage: sowohl mein Refraktor, als auch das Heritage haben einen Okularauszug von 1,25". Zudem werde ich für das neue Teleskop sowieso in bessere Okulare investieren müssen, deshalb überlege ich, mir schon jetzt ein Plössl- oder SWA-Okular anzuschaffen - würde mir das jetzt schon weiterhelfen und deutliche Vorteile bringen? Oder sollte ich lieber warten bis das Heritage da ist? Könnt ihr hier etwas für den Einstieg empfehlen?

Und, was ich mir auch überlegt habe - würde es Sinn machen, das Heritage später auf eine Montierung, bspw. EQ3 zu setzen? Ich dachte, wenn man in Okulare und Montierung investiert, behält man dieses Zubehör ja relativ lange, aber kann mir auch vorstellen dass man lieber nichts überstürzen sollte, deshalb bin ich über euren Rat sehr dankbar!

viele Grüße & CS
Sven
 
Jetzt habe ich folgende Frage: sowohl mein Refraktor, als auch das Heritage haben einen Okularauszug von 1,25". Zudem werde ich für das neue Teleskop sowieso in bessere Okulare investieren müssen, deshalb überlege ich, mir schon jetzt ein Plössl- oder SWA-Okular anzuschaffen - würde mir das jetzt schon weiterhelfen und deutliche Vorteile bringen? Oder sollte ich lieber warten bis das Heritage da ist? Könnt ihr hier etwas für den Einstieg empfehlen?
Hallo,

das hängt davon ab, wie gut die Okulare sind, die bei Deinem 60/700 dabei waren. Die, welche bei meinem Newton 70/700 dabei waren, waren, nun ja, dabei. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

Bei dem Teleskop hat der Wechsel auf bessere Okulare echt was gebracht. Dafür hat ein Okular aber auch mehr als das Doppelte des ganzen Teleskops gekostet. o_O

Gruß
Thomas
 
Ich würde sagen, die Okulare die ich habe, fallen in die gleiche Kategorie:
16D83A17-BA1F-4949-A0B4-DB7D10712561.jpeg


einmal 20mm, einmal 4mm, that‘s it. Aber ich kenne wie gesagt nur diese beiden Okulare und hab wirklich keine Vorstellung davon, wie der Qualitätsunterschied zu hochwertigen Okularen ausfällt- da der Bresser aktuell glaub ich um die 150€ kostet, bin ich mir schon bewusst dass ein gutes Okular wahrscheinlich mindestens in dieser Preisklasse liegt?

viele Grüße
Sven
 
So jetzt komm ich, ganz klar:


Ich habe das kleinere 150er. Das ist ganz klar ein Tischteleskop.
Ich denke das 200er ist so dazwischen.
Keine Angst vor der Einarmmontierung. Das ist ok.

Dieses hat PushTo.
GoTo brauchts nicht, ausser du willst das Teleskop nicht selbsttätig bewegen, sondern brauchst einem Computer dafür.
Didaktisch sehr zweifelhaft. ;)
PushTo ist klasse, didaktisch ist aber noch besser alles selber mit Telrad zu finden.

Die anderen Vorschläge sind natürlich auch toll.

Ach ganz vergessen: Beim visuellen Beobachten ist die Grösse der Öffnung das wichtigste.

Gruß
Peter
Falls später auch EAA, dann eine EQ-Plattform dazu kaufen.
 
Hallo,

wenn ich mir so die Beschriftung auf dem Okular ansehe, würde ich auch sagen, daß die Schmieden Deines und meines Okulars nicht weit voneinander entfernt waren.

Deutlichster Unterschied waren bei mir die nicht mehr vorhandenen Farbsäume. Mein beigelegtes 20er hatte einen deutlichen blauem Farbsaum. Außerdem schien das Bild itgendwie klarer zu sein, ohne dass ich das jetzt genauer spezifizeiren könnte.

Preislich passt das mit den 150 €. Aber natürlich geht das auch deutlich höher auf der nach oben offenen Preisskala.

Gruß
Thomas
 
Hallo Sven,

probiere erst einmal die mitgelieferten Okulare. Schaue Dir dann in Stellarium die unterschiedlichen Gesichtsfelder mit SWA und/oder UWA Okularen an und was Du damit an Seherlebnis dazugewinnst. Wenn möglich dann mit Rücksendemöglichkeit bestellen (vorher mit Händler besprechen - wir wollen ja fair bleiben) und w/Komaeffekten Deines Teleskops live testen.

Bzgl. Montierung: Der Tubus entspricht vom optischen Aufbau und dem Hauptspiegel her (samt Fassung) dem oben bereits empfohlenen StarDiscovery Newton. Wird also auch von der StarDiscovery GOTO Montierung ebenso wackelfrei getragen.

Der Aufpreis gegenüber einer EQ3 ohne GOTO ist ca. 150 EUR. EQ3 mit GOTO nachrüsten ist ca. 450 EUR Aufpreis bei dieser Montierung!

Gruß,
Peter
 
Hallo zusammen, schonmal danke für die Antworten!

Also warte ich erstmal wie die Okulare so sind, die beim neuen Teleskop enthalten sind (offenbar ein 10mm und ein 25mm, aber das sagt ja erstmal nichts über die Qualität aus), und teste mal in Stellarium, wie mir Weitwinkelokulare gefallen.

Wegen der Montierung - würde es generell auf kurze oder lange Sicht Sinn machen, den Tubus des Heritage auf eine EQ3 oder die angesprochene StarDiscovery zu setzen? Vom Gewicht her sollte das noch passen denke ich, der Tubus wiegt 3,5 kg; nur bin ich mir nicht sicher, inwieweit das einen Mehrwert bringen würde...

Viele Grüße
Sven
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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