Beobachtungs-Planung

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albusmw

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Hallo zusammen,
während mein Affe läuft mache ich mir wieder komische Gedanken:
Wie plant ihr denn eure Beobachtungen?

Ich bin eher spontan, wenn es klar ist mache ich auf meinem Handy "Observer Pro" an und schaue was geboten wird.
Dann suche ich mir Objekte die möglichst hoch stehen bzw. nicht im Norden untergehen (da habe ich keine Sicht) und die
für meinen CDK passen. Auch nutze ich gerne SkySafari Pro.

Eine ähnlich einfach zu bedienende Software suche ich immer noch auf dem PC. Ich hatte mir mal SkyTools 4 gekauft aber
das ist mir ehrlich gesagt zu kompliziert zu bedienen ...

Hat jemand einen Tip? Ich will nicht schon wieder selbst Software schreiben ...

Viele Grüße

Martin.
 
Moin,
Ich nutze auf dem PC Stellarium und auf dem Handy Sky Safari und Mobile Observatory. Wobei ich für gewöhnlich nur die mobile Apps nutze.
 
Moin Martin,

ich plane zu Hause mit Stellarium und Deep Sky Atlas, draußen nutz ich dan die Stellarium App.

Gruß Mathias
 
Hallo Martin,

ich habe mir ganz banal eine Excel-Liste angelegt, wo ich, basierend auf einem NGC-Katalog aus dem Netz, alles zusammentrage was mir interessant erscheint. Alles was nicht erreichbar ist, weil zu schwach, wurde eliminiert. Alternative Kennzeichnungen habe ich ergänzt.

Das ist sortiert nach Sternbildern. So habe ich spontan den Überblick, welche interessanten Objekte in der Nähe sind. Allerdings beobachte ich mit EAA, also nicht visuell.

Alle Versuche, das zu mit Software wie CdC oder anderen zu automatisieren, waren für mich nicht zielführend.

CS.Oli
 
Hallo Martin,

das kommt auf die Objekte an. Mit einer beliebigen Planetariumssoftware checke ich die Sichtbarkeit div. Objekte in Abhängigkeit von der Uhrzeit und Höhe über dem Horizont, dann geht es je nach Objekttyp weiter mit deepsky atlas, Atlas der Doppelsterne, Karkoschka etc. Zusätzlich checke ich immer auch das Wetter und das zu erwartende Seeing auf Meteoblue, ist für Planetenbeobachtung eine gute Orientierung, auch der Bedeckungsgrad ist daraus ersichtlich. Abhängig von den Mondphasen entscheide ich mich dann für Deepsky oder Planetenbeobachtung, wobei mein Schwerpunkt eher auf Planeten liegt.

CS Roman
 
Hallo Tom,

Dankeschön für deine Software!
 
Hallo Martin,

ehrlich gesagt, verstehe ich Deine Frage nicht.
Wenn Du ein Einsteiger wärst, aber bei Deiner Erfahrung...
Nimm einfach E&T und fang Deinen Affen wieder ein! ;-)
 
Ich suche halt immer nach einer noch besseren Lösung - ich bin leider sehr detailverliebt ....
 
Hallo Martin,
ich schließe mich mal dem Erstaunen von Thorsten K an sowie dem Vorgehen von Oli. Ich sortiere mir den Himmel ebenfalls nach Sternbildern (...bin rein visuell unterwegs). Der Karkoschka ist zu weiten Teilen abgearbeitet, außer das, was tief im Süden steht oder "fiese" Flächenhelligkeiten hat. Nach und nach sind jetzt die Doppelsterne dran, deren Reiz ich erst spät entdeckt habe und die garnicht so langweilig sind, wie ich immer dachte. Mglw. macht das visuell und live mehr Spaß, als dass es lohnend für's remote fotographieren ist.
Ich arbeite immer noch an der Herschel 400 Liste sowie an alten VÖ der Wilhelm-Förster Sternwarte (Objeke für kleine und mittlere Teleskope). Außerdem habe ich einen Hefter (mit Register für die Sternbilder) in den ich interessante Objekte eintrage, auf die ich irgendwo stoße (Foren, SuW, Astromagazin, Literatur...).
Für die Vorbereitung ist der BAfK eine Basis, eine weitere (umfangreichere) ist der Deepsky Beobachteratlas ( Rezension: Der Deep-Sky Beobachteratlas » Himmelslichter » SciLogs - Wissenschaftsblogs ). Ich glaube der reicht für ein Amateurastronomenleben :cool:. Hier kann ich schön die Objekte in den Sternbildern /-feldern abarbeiten. In der Vorbereitung schaue ich, was ich mit 10" erreichen kann, bin durch die Beschreibung informiert und dann kommt ein post-it auf die Seite, so dass ich am Teleskop nicht mehr lange mit Rotlicht suchen muss. Ich finde, dass dieser Atlas einen viel zu geringen Bekanntheitsgrad hat. Der Atlas ist was für detaillverleibte (Abellkatalog, HCG-Galaxiengruppen ... jede Menge "Kleinkram" aber auch der ganze Karkoschka ist incl.
Die skysafari-app ist auch am Teleskop dabei, aber eher zu Kontrolle, wenn ich annährend stellare PNs, Asteoriden etc. abschließend identifizieren will. Dann finde ich es hilfreich, wenn ich bei der Darstellung des Umfeldes in der Grenzgröße variieren kann.

Eines ist meist garantiert: Ich habe viel zu viele Objekte vorbereitet, als dass ich sie an einem Abend abgearbeitet bekomme :)

Grüße Uwe
 
Hi,

also rein zur Plannung ist Eye&Telescope meiner Meinung am besten.

Das Tolle ist ja, dass es die Objekte nach der Sichtbarkeit (Kontrast zum Himmelshintergrund, CAT) in der Teleskop/Okular Kombination mit dem eigenen Himmel auswählt und präsentiert.

Tom @Thomas_Pfleger :
Ich weiss nicht, ob du Vorschläge zur Verbesserung von E&T annimmst, aber hier sind welche:

Was ich vermisse ist, dass man beim Objekt Filter Bereiche des sichtbaren Himmels der Lokation angeben könnte.
Also zB Nord, Ost, Süd, West Himmel oder noch besser einen RA-Bereich von, bis auch in Kombination mit einem DEC-Bereich.

Wenn ich schon dabei bin. ;)
Was auch noch toll wäre, wenn man bei der Ergebnis Tabelle nach mehreren Spalten sortieren könnte, wie es ja Tabellenprogramme können.

Gruß
Peter
 
Hallo,

Ich beobachte rein visuell.
Im Laufe des Jahres sammle ich interessante Objekte von denen ich in den Foren und in der Zeitschrift "astronomie - DAS MAGAZIN" lese. Besonders die genannte Zeitschrift entwickelt sich zu einer ergiebigen Quelle lohnender Beobachtungsziele. Eine weitere Quelle guter Ideen für Objekte am Nachthimmel ist der BAfK - Beobachter-Atlas für Kurzentschlossene.
Die gefundenen und lohnenden Objekte lege ich zunächst in eine Textdatei ab, geordnet nach aufsteigender Rektaszension.

Ich habe mir im Laufe der Jahre aus den gesammelten Ideen mit dem Programm "Cartes du Ciel" Aufsuchkarten ausgedruckt die ich aufsteigend nach Rektaszension in einer Ordner abgelegt habe und aus diesem für die jeweilige Nacht die passenden Karten mit aufs Feld hinaus nehme.
Spontan kommen zu diesen Karten noch Karten von aktuellen Kometen und auch von erreichbaren Supernovae dazu.

Viele Grüße
Gerd
 
Hallo zusammen,

ich bin altmodisch, lese gerne in Burnham´s Celestial Handbook. Ein tolles Buch, mit ganz viel Herzblut geschrieben, auch wenn´s mal regnet. Gut ergänzt wird es vom Night Sky Observer´s Guide, für PNs zusätzlich vom "Hynes", also Planetary Nebulae, a practical Guide and Handbook for Amateur Astronomers.

Am Himmel plane ich meist nur noch für ein Objekt, das ich noch nie beobachtet habe. Das verbinde ich dann mit mehreren bekannten Objekten, die in der Nachbarschaft zu finden sind oder thematisch mit dem Objekt zusammenhängen.

Eine solche Tour war beispielsweise mal der hellste Kugelsternhaufen von M31, Andromeda´s Globular G1. Die Begleitgalaxien M32 und M110 kamen dazu, später in der Nacht dann die nicht so bekannten und schwierigeren Begleiter von M31, NGC185 und NGC147.

Von den schwierigeren Objekten mache ich mir ein DIN A4-Beobachtungsblatt mit Daten und Aufsuchkarten für Sucher, Übersichtsokular und -bei sehr kleinen PNs- auch für höhere Vergrößerungen. Dabei benutze ich die Uranometria 2000.0, die Software GUIDE 9.0 und Karten des DSS. Früher habe ich viele Jahre Cartes du Ciel benutzt. Auf dem Handy habe ich Mobile Observatory 3 pro installiert.

salü+cs, volker.
 
Zuletzt bearbeitet:
Tom @Thomas_Pfleger :
Ich weiss nicht, ob du Vorschläge zur Verbesserung von E&T annimmst, aber hier sind welche:

Was ich vermisse ist, dass man beim Objekt Filter Bereiche des sichtbaren Himmels der Lokation angeben könnte.
Also zB Nord, Ost, Süd, West Himmel oder noch besser einen RA-Bereich von, bis auch in Kombination mit einem DEC-Bereich.

Wenn ich schon dabei bin. ;)
Was auch noch toll wäre, wenn man bei der Ergebnis Tabelle nach mehreren Spalten sortieren könnte, wie es ja Tabellenprogramme können.

Gruß
Peter
Hallo Peter,

Hier möchte ich Dir vorschlagen, für den Beobachtungsort den Horizont zu erfassen. Im Objektfilter (und auch in Projekt und Plan) hast Du damit die Beschränkung auf die zum jeweiligen Zeitpunkt aus geometrischer Sicht erreichbaren Objekte. Das Objektfilter ist m.E. nicht das Mittel der Wahl, um für eine Nacht die Kandidaten zur Beobachtung zu ermitteln. Das macht man am besten mit dem Beobachtungsprojekt oder noch "genauer" mit dem Beobachtungsplan.
Sortieren nach mehreren Spalten: ich verstehe, dass das eine nette Möglichkeit wäre. Man kann sich sehr einfach behelfen, um die fehlende Funktion zu kompensieren: sortieren nach dem ersten Kriterium und alle Objekte markieren, die einen hier interessieren. Diese per Copy/Paste in ein Beobachtungsprojekt einfügen. Dort weiter sortieren, ggf. löschen, was einen nicht interessiert u.s.w. Das ist dann mehrspaltiges Sortieren "zu Fuß".
Ich hatte daran gedacht, aufwändigere Selektionskriterien zu definieren, finde aber das "Missbrauchen" von Beobachtungsprojekten als "Zwischenspeicher" für die Teilmengen von Abfragen viel flexibler. Es gibt immer Situationen, in denen EINE einzige Abfrage nicht zum Ziel führt. Wenn man aber einzelne Filter-Vorgänge kombiniert und dann die Teilergebnisse über Projekte zusammenfügt, kann man praktisch alles machen, auch wenn es sich niemals durch eine Datenbankabfrage darstellen ließe.

Tja, jeder arbeitet wahrscheinlich anders mit E&T. Meine bevorzugte Anwendungsweise ist es inzwischen, die interessanten Objekte in einem Projekt zu speichern. Wenn ich dann draussen bin, entscheide ich, welche Himmelsregion ich beobachten möchte, rufe das Projekt auf und lasse mir die Objekte auf der Sternkarte anzeigen. Weil man ja sehen kann, welche noch nicht im Log stehen/beobachtet wurden, ist gleich und ohne Vorab-Planung klar, was man sich anschauen könnte. Egal, ob man vorher "viel" plant oder eigentlich gar nicht, es gibt immer eine Hilfe durch E&T. Dieses "mach wie Du willst, es ist egal, denn es gibt keinen Workflow" ist für mich nach über 20 Jahren mit E&T eigentlich die größte Stärke der Software. Es ist nützlich, egal wie man vorgeht. Das Programm lässt sehr große Freiheiten.

Vorschläge zur Verbesserung: nichts ist perfekt, aber aus meiner Sicht ist E&T gut genug. Ich habe mir aus Neugierde mal vor Jahren eine Lizenz von Skytools 3 gekauft. Der Autor preist sein Programm an, als wäre alles andere der größte Mist und nur Skytools weiß, wie es geht. Als ich dann damit rumgespielt habe, waren Vorgänge mit langen Wartezeiten verbunden, die in E&T mit einem Fingerschnipp erledigt sind. Ich fand Skytools zwar mächtig, aber einfach zu kompliziert in der Bedienung. Das war mir eine Warnung und Lehre, wie E&T nicht werden sollte. Ich halte E&T für eh schon eher zu komplex und weiß aus vielen Gesprächen mit Sternfreunden, dass die allermeisten von ihnen nur einen kleinen Teil der Funktionen verwenden. Noch komplexer machen wollte ich es nicht - weder aus Rücksicht für meinen Aufwand, noch denke ich, dass ich den Anwendern damit einen Gefallen getan hätte. Immer wieder mal kamen Ideen, was man da noch einbauen könnte. Aber dann wäre es eines derjenigen Programme geworden, die den Fokus auf einen klaren Zweck verloren haben und statt dessen zu einem unübersichtlichen Sammelsurium unzusammenhängender Funktionen geworden wären. Ich hatte mal eine Vision davon, welche Werkzeuge es geben soll und wie sie zusammenwirken können. Aus meiner Sicht ist es gelungen, das zu realisieren. Was fehlt, muss man woanders finden. Es sollte ein Beobachtungsplaner werden und keine "Toolbox". Eben kein Skytools ;-)

Viele Grüße und CS
Tom
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Tom @Thomas_Pfleger ,

danke, für die Vorschläge.
Ich muss gestehen die Funktionen die du vorschlägst habe ich so noch nicht benutzt.
Eigener Horizont wirkt interessant.
Werd's mal ausprobieren.

Aber eine mehrfache Sortierung wäre doch wirklich nicht schlecht. Kann doch nicht so schwierig sein. ;)
Du benutzt doch sowieso ein DB System und eine virtuelle Tabellen mit Darstellung, oder?

Gruß
Peter
 
Hallo Peter,
Was den Datenzugriff und die Abfragen angeht, ist eine Mehrfachsortierung doch nicht so einfach: nicht alle Spalten in der Tabelle des Objektfilters kommen aus der Datenbank. Die Kontrastreserve und die optimalen Zeitpunkte z.B. werden berechnet und diese Daten dann "neben" die abgefragten Spaltenwerte gestellt. Das kriegt man aber hin.
Der Knackpunkt ist, wie die Benutzeroberfläche diese Funktionalität für den Anwender intuitiv und einfach bereitstellen könnte. Man will jederzeit sehen und ändern können, wonach und in welcher Reihenfolge sortiert wird. Wie ändert man die Reihenfolgen, wie entfernt mn die Sortierung einzelner Spalten, wie schaltet man auf- und absteigende Sortierung um? Natürlich lässt sich das alles lösen, z.B. mit aufwändigen "Database Powersearch"-Dialogen wie in der von mir wenig geschätzten Konkurrenz. Ich behaupte: das wäre den meisten Usern zu umständlich. Darüber hatte ich schon vor Jahren gegrübelt, wie es oberflächlich einfach gemacht sein könnte. Weil mir nichts wirklich Gutes einfiel (ich hatte auch im Freundeskreis herumgefragt), habe ich es bleiben lassen. Die Versuchung ist groß, Features reinzupacken. Irgendwann hat man dann ein Tool. Tool finde ich nur gut, wennn es die gleichnamige Band ist ;-)
Viele Grüße
Tom
 
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