Okulare für APM 120

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Du hast natürlich recht, man muss das vorsichtig machen. Aber es ist alles gut gegangen.
Nun habe ich schöne Weitfeld - Okus mit niedriger Vergrößerung, kaum Verzeichnung und akzeptabler AP :-)
Gruß Michael
 
Hallo Michael,

wo hast Du das (so vorsichtig) abdrehen lassen? Genügen die 5mm (exakt) für's 120er?
Und wieviel mm brauche ich ggf. für's 100ED? :unsure: o_O :eek:

gefragter Gruß
Manfred
 
Hallo Manfred,
das habe ich selber gemacht. Ob die 5 mm auch für das 120er reichen, weiß ich nicht; für mein 100er reicht es.
Man kann auch 6 mm abdrehen....
Gruß Michael
 
Hallo!

bezüglich Randaufhellung bei Okularen (ließ mir keine Ruhe) fand ich generell noch interessante "Folien" im Web.

https://www.iap.uni-jena.de/iapmedi...+Lecture+5+Representations+of+aberrations.pdf

Seite 29 und 30: Wenn die Abbesche Sinusbedingung "offence against the sine condition (OSC)" nicht erfüllt ist kommt es photometrisch zu einer Apodisation. :eek: Ähhh...

Was auf Deutsch in etwa heißt: wenn ein optisches System von Eintrittspupille zur Austrittspupille eine Verzerrung (distortion) produziert, also eine "Bildfeldverzerrung/-verzeichnung/-krümmung", dann kommt es bei der Austrittspupille zu einer Randabschattung oder Randaufhellung, je nachdem, ob es sich um eine kissenförmige oder tonnenförmige Verzerrung handelt.

Kissenförmige Verzeichnung bringt Randaufhellung, hier werden ja die randnahen Lichtstrahlen verdichtet.
Tonnenförmige Verzeichnung bringt Randabdunklung, hier werden die randnahem Lichtstrahlen ausgedünnt.
(Im pdf sind auf Seite 30 die Farben der Kreise bei den Abbildungen der Abschattung wohl falsch, der rote Kreis sollte "barrel" zugeordnet werden, statt "focused". Blau wäre "focused", wenn man nach dem Diagramm geht...)

engl. pincushion -> kissen
engl. barrel -> tonne

Das mag jetzt je nach optischem System, beobachtetem Objekt, Himmelshelligkeit, Augenbeschaffenheit und AP mal deutlicher bemerkbar sein, mal weniger. Insoferne tritt also generell bei kissenförmiger Verzeichnung der AP eines Okulars Randaufhellung auf, bei hellem Himmel und größerer AP (?) wird das vermutlich deutlicher gesehen.

lg
Niki
 
Niki,

erstmal vielen Dank für dieses PDF. Das ist ein Projekt für den Urlaub. Ich interessiere mich aber generell sehr für Optik und Verzeichnung, auch am Fernglas. Ich habe dabei festgestellt, dass ich anfällig für den Globuseffekt im Fernglas bin (--> Schwindel!).

Ich hoffe, ich sehe das richtig (sonst korrigiert mich bitte): Laut Holger Merlitz entsteht dieser Effekt dadurch, dass unser Auge per se eine leichte tonnenförmige Verzeichnung einbringt, die durch das Einbringen kissenförmiger Verzeichnung in der Optik equilibiriert werden soll. Den Grad der notwenigen kissenfärmigen Verzeichnung, um die persönliche tonnenförmige Augenverzeichnung auszugleichen, kann man mit dem Schachbrett-Test nach Hermann von Helmholtz feststellen. Meiner wäre k = 0.7 (Bild C). Heißt: Wenn der Grad kissenförmiger Verzeichnung k = 0,7 ist, wird die tonnenfärmige Verzeichnung meines Auges ideal ausgeglichen.

Kissenförmige Verzeichnung bringt Randaufhellung, hier werden ja die randnahen Lichtstrahlen verdichtet.
Tonnenförmige Verzeichnung bringt Randabdunklung, hier werden die randnahem Lichtstrahlen ausgedünnt.
(Im pdf sind auf Seite 30 die Farben der Kreise bei den Abbildungen der Abschattung wohl falsch, der rote Kreis sollte "barrel" zugeordnet werden, statt "focused". Blau wäre "focused", wenn man nach dem Diagramm geht...)

Kann ich jetzt nach diesen unseren Vorannahmen deduzieren, dass ich bei einem Okular, das die Austrittspupille zu einer kissenförmigen Verzeichnung bringt, keinen Globuseffekt, aber eine Randaufhellung habe? Vice versa hätte man bei Okularen, die die Austrittspupille mit tonnenförmiger Verzeichnung versehen, keine Randaufhellung, aber dafür den Globusffekt beim Schwenken (Sternfelder etc.)?

Wäre interessant zu sehen, ob jemand hier diese Annahmen schonmal festgestellt hätte.

Somit müsste man ja immer eine Kröte schlucken, nämlich Globuseffekt bei dunklem Rand und aufgehellten Rand bei Verzeichnungsfreiheit.

Grüße aus dem Nebel
Nico
 
Hallo Nico!

Ich muss mir das nochmals ansehen, ich hab das zugegeben eher überflogen, ist aber eine sehr gute Fragestellung! Was ich an meinen eigenen Ausführungen noch präzisieren muss, ist das Verständnis des Diagramms von Seite 30. Wie wirken sich die "distortions" aus, sind die eher intra- und extrafokal zu bemerken, oder im Fokus, oder beides, und wenn ja, wie?

Das muss ich selbst nochmal durchdenken, weil eine gekrümmte Bildfeldebene beim "durchfokussieren" ja ihre entsprechenden Effekte zeigt. Das ist wie beim Fokus zwischen Achse und Feld, wenn das Bild am Rand unscharf ist, und man fokussiert dann mal in der Mitte bei 50% Feld, dann ist alles etwas "unscharf", aber Feld und Achse gleich unscharf. ;)

Danke für Deine Anregungen, sich das wirklich nochmals genauer anzusehen.

Wäre interessant zu sehen, ob jemand hier diese Annahmen schonmal festgestellt hätte.

Absolut, hier wäre jede Erfahrung damit willkommen...

lg
Niki
 
Zuletzt bearbeitet:
Badder Zoom 8-24mm am 120er/45°

Hallo an alle 120er Okularsuchenden.
Meine Frage passt am besten zu diesem Thread:
Mein Händler schreibt das man sie nicht verwenden kann, die Baader Zoom kommen nicht in die Brennpunktlage.
Baader produziert und modifiziert sie doch genau für die Binonutzung.

Mich würde interessieren ob sie jemand brauchbar adaptieren konnte? Evtl solche Tricks wie 5mm abdrehen angewendet hat?
Wer hat sie erfolgreich dran und kann berichten?
Wer hatte sie dran und hat sie schnell wieder verkauft?

Bitte kein Diskusion ob Zoom/Festbrennweite, schlechteres Einblickverhalten bei 24er Stellung ( ist ausreichend in anderen Threads besprochen)

Gruss *entfernt*
 
Badder Zoom 8-24mm am 120er/45°

Hallo an alle 120er Okularsuchenden.
Meine Frage passt am besten zu diesem Thread:
Mein Händler schreibt das man sie nicht verwenden kann, die Baader Zoom kommen nicht in die Brennpunktlage.
Baader produziert und modifiziert sie doch genau für die Binonutzung.

Mich würde interessieren ob sie jemand brauchbar adaptieren konnte? Evtl solche Tricks wie 5mm abdrehen angewendet hat?
Wer hat sie erfolgreich dran und kann berichten?
Wer hatte sie dran und hat sie schnell wieder verkauft?

Bitte kein Diskusion ob Zoom/Festbrennweite, schlechteres Einblickverhalten bei 24er Stellung ( ist ausreichend in anderen Threads besprochen)

Gruss *entfernt*
Hat sich nun geklärt. Nach langer Suche im Netz fand ich Beiträge in cloudynights.
Jemand probierte die Baader Zooms an seinem 120er APM.
Er konnte nur etwa 70 % von der Bildmitte scharf stellen.
Als er den Rand scharf stellte war die Bildmitte unscharf.
Es gab viel Orakel woran es liegt. Die schlüssigste Antwort war m. E. :
Die Bildfeldwölbung desBaader Zoom Okulars harmoniert nicht mit der Bildfeldwölbung vom APM 120mm.
Somit passen die zwei einfach nicht zusammen.
 
Das betrifft jetzt nur das Baader Zoom nicht die Festen? Weil ich mir gedacht habe die Std Okulare gegen Baader 17,5 gleich mitzubestellen
bzw als Austausch gegen Aufpreis zu ordern.

Gruß Michael
 
OK, dann geht meine gedachte Alternative ja doch, hab schon einen Schreck bekommen ;-)
 
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