Volldurchstarten mit Rundumausrüstung für DeepSky

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Da war jemand aus meinem Verein dabei, der schon länger fotografiert. Ich würde dem schon Ahnung bescheinigen. Aber irgendwas geht erfahrungsgemäß fast immer schief. Vielleicht bin ich auch nur besonders anfällig für Murphy's Law...

Schiefgehen kann eine Menge, wie immer wenn eine Menge Technik dabei ist. Das fängt ja schon bei der einfachen Nachführung an. Einmal haben wir alles eingestellt und die SA hat einfach nicht nachgeführt. Da haben wir gedacht, es ist vielleicht kein Saft drauf. Aber auch mit externer Stromversorgung ging nichts. Also hab ich die Kamera huckepack auf den Fotonewton des Vereins geschnallt, der auf einer Losmandy sitzt. Das ging so zwei Stunden gut, bis die Monti keinen Bock mehr hatte. Wir wissen bis heute nicht, warum. Einmal hatte ich Tau auf dem Objektiv usw... Wie gesagt, irgendwas ist fast immer. Das führt nicht immer dazu, dass die Aufnahmen unbrauchbar sind, aber zumindest zu mehr Ausschuss.
 
Das auf jeden Fall.. Technikfehler hatte ich mal ausgeschlossen, die bemerkt man ja in der Regel eigentlich auch - so wie ihr in Deinem Beispiel. Wenn die Sterne halt lange Striche werden, ist was an der Nachführung/Montierung nicht in Ordnung.. aber dafür muss man halt dran bleiben und die Bilder checken...
Ist halt immer ein Vorgang von machen, kontrollieren, evtl. Ursachen & Lösungen finden, machen, kontrollieren... etc :) Ist nicht jedermans Sache..
 
Technikfehler sind das eine. Das andere ist wie gesagt, das Problem, das Objekt erst mal zu finden. Bei 1000mm Brennweite insbesonere mit APS-C Kamera kann das schon mal zur Nervenprobe werden, wenn man das Objekt mit bloßem Auge nicht sehen kann. Da ist dann schon Plate Solving empfehlenswert, was einen Anfänger dann mit Sicherheit überfordert.

Das andere sind einfach Anfängerfehler, die man halt macht und die auch für Frust sorgen können. Je mehr Technik desto mehr Fehlerquellen.

Ich habe letztens den Pferdekopfnebel mit UHC Filter abgelichtet.
Alles schon Stunden vorher zum Temperieren raus gestellt, Teleskop perfekt ausgerichtet und fokussiert. Testaufnahmen sahen sehr vielversprechend aus.
Dann den Filter in den Korrektor montiert und stundenlang fotografiert.
Dann am Ende festgestellt, dass alles unscharf war, weil ich nach dem Montieren des Filters nicht neu fokussiert habe.
Dumm gelaufen. :rolleyes:
 
Wie schon hier gesagt... die PDS Version sollte es sein... wenn Du wirklich was für die Zukunft haben möchtest und mit langen Brennweiten was machen willst, wird meist bei dem 8" Newton zur EQ6-R geraten... war bei mir auch so...

Das wäre dann das hier... bei mir warens im Oktober noch schlappe 400 EUR weniger...
https://www.teleskop-spezialisten.d...Okular-Barlow-variabler-Mondfilter::1508.html

Habe auch eine Vollformat DSLR dran... die war schon vorhanden... was mit der Kombi geht (sicher noch viel mehr) kannst Du z.B. bei meinen Bildern sehen - sorry, soll keine Werbeveranstaltung werden hier, aber ich finde es immer besser, wenn man mal was sieht, was womit geht - statt immer nur theoretisch drüber zu reden... mit einer Vollformat DSLR bekommst Du z.B. Andromeda noch ganz knapp drauf.. und der Orionnebel geht auch noch... mit APS-C Kamera sinds dann Ausschnitte...
Grad mal deine Bilder angeschaut. Absolut großartig! Genau DAS ist mein Ziel?

Zum Thema persönliches/Motivation:
Ich bin schon relativ ehrgeizig und weiß nun, was ich möchte. Auch das ich geduldig sein muss. (Was jetzt natürlich komisch rüberkommt, da ich von jetzt auf gleich unzufrieden bin mit dem Einsteigerteleskop, obwohl erst ganz wenige Nächte in Benutzung..)
Ich komm eigentlich gut mit Technik klar und fuchs mich gern in neue Gebiete rein.
 
Ich habe letztens den Pferdekopfnebel mit UHC Filter abgelichtet.
Alles schon Stunden vorher zum Temperieren raus gestellt, Teleskop perfekt ausgerichtet und fokussiert. Testaufnahmen sahen sehr vielversprechend aus.
Dann den Filter in den Korrektor montiert und stundenlang fotografiert.
Dann am Ende festgestellt, dass alles unscharf war, weil ich nach dem Montieren des Filters nicht neu fokussiert habe.
Dumm gelaufen. :rolleyes:

Aus der Kategorie #lehrgeld ^^ Hab ich auch schon durch :D

Aber interessant, was Du sagst, Dennis - vielleicht gehe ich da auch einfach anders ran. Ich meine, ich hab auch erst im Oktober mit dem Kram angefangen.. aber für mich war gleich klar als ich merkte, ok Star-Alignment muss man genau machen... dann noch mal 2-3 Objekte anfahren und gucken, obs stimmt... ansonsten noch mal Alignment machen...

Das ist, was ich mit machen, checken, Ursachen finden, erneut machen, etc meine... genau sein...
Ich kann ja auch nicht in einer Industrieproduktion die Maschinen anwerfen, morgens einmal checken, ob die Produkte ok sind und abends alles wieder abstellen... da muss ich ja auch permanent oder zumindest bei Änderungen immer wieder kontrollieren, sonst bin ich bald den Job los ^^

Und wenn das mit dem Alignment zu ungenau ist.. ja, dann Stellarium nutzen und alles an den Rechner anschliessen... das ist irgendwie der Lauf der Dinge.. da kann man dann vergleichen, wenn man kein PlateSolving machen möchte/kann... ich hab das doch auch alles in kurzer Zeit hinbekommen...

Klar, man muss auch irgendwo computeraffin sein, Programme verstehen können...

Nicht falsch verstehen, soll weder Bashing noch irgendwie sich selbst beweihräuchern sein oder sowas, mich interessiert einfach, wo da die Schwierigkeiten liegen und woran das alles liegen kann... oder ob eben die Erwartungen manchmal zu hoch sind, sofort mit tollen Ergebnissen rauszukommen...
 
@TopGun
Alles ok. Kann ich alles so nachvollziehen, aber man sollte einfach wissen, auf was man sich einlässt. Gleich mit 1000mm Brennweite anzufangen, ist sicher möglich, aber die Erfolgserlebnisse am Anfang hat man mit weniger Brennweite sicher schneller und öfter.
Vor allem, wenn man so Sachen wie Platesolving noch nie vorher gemacht hat.
Ob 1000mm ohne Guiding überhaupt sinnvoll ist, da kann man sicher auch drüber diskutieren.

Mich nervt es tierisch, wenn ich wertvolle Belichtungszeit draußen damit vertrödel, APT oder NINA zum Laufen zu bringen, weil wieder irgendein Treiber rumzickt.

Wenn es irgendwie ohne Platesolving und Dithern geht, mache ich nur ein GoTo, was bei max 650mm in der Regel genau genug ist und fotografiere mit dem Timer der Kabelfernbedienung.
 
Grad mal deine Bilder angeschaut. Absolut großartig! Genau DAS ist mein Ziel?

stecks Dir höher, ich bin auch erst am Anfang :D
aber danke :)

Zum Thema persönliches/Motivation:
Ich bin schon relativ ehrgeizig und weiß nun, was ich möchte. Auch das ich geduldig sein muss. (Was jetzt natürlich komisch rüberkommt, da ich von jetzt auf gleich unzufrieden bin mit dem Einsteigerteleskop, obwohl erst ganz wenige Nächte in Benutzung..)
Ich komm eigentlich gut mit Technik klar und fuchs mich gern in neue Gebiete rein.

na dann - go for it :D
bleibt die Entscheidung, welches Setup jetzt genau..


Ob 1000mm ohne Guiding überhaupt sinnvoll ist, da kann man sicher auch drüber diskutieren.

da sprichst du was an... da stimmt allerdings... da sollte man sich eigentlich auch mit Guiding auseinandersetzen... ich hab auch ziemlich schnell die Guidingcam dazugeholt... hatte aber auch mit meiner EQ6-R scheinbar Glück, denn ich konnte nur mit der Nachführung 90s belichten mit sehr wenig Ausschuss. 120s waren dann nur noch in Polnähe ok vom Ausschuss her.


Mich nervt es tierisch, wenn ich wertvolle Belichtungszeit draußen damit vertrödel, APT oder NINA zum Laufen zu bringen, weil wieder irgendein Treiber rumzickt.

Wenn es irgendwie ohne Platesolving und Dithern geht, mache ich nur ein GoTo, was bei max 650mm in der Regel genau genug ist und fotografiere mit dem Timer der Kabelfernbedienung.

ok, interessant... ich hab alles einmal aufgesetzt und läuft ohne rumzuzicken... Teleskop rausstellen (im Moment am besten ne Stunde vorher, damits auskühlt), dann Laptop ran.. Polar Alignment via SharpCap, PHD2 an, APT an, Stellarium an und los... in 10-15 min...

Aber hatte am Anfang auch Bedenken, dass mir das alles zu lange dauert... statt einfach mitm Fotoapparat inkl. Objektiv drauf rauszugehen und direkt loslegen zu können, wie ganz am Anfang mit dem Star Adventurer...
 
Astronomie ist ein Hobby, das geduldig werden lässt...

Hab ich mit meinem überaus hippeligen Charakter am eigenen Leib spüren können.
Deswegen, keine Angst vor langen Laufzeiten, weder beim Lernen, noch beim auf gutes Wetter warten oder sonst was.
 
Hallo Melissa,

richtig schön viel Kohle in ein gescheites Startequip zu investieren, wenn man doch weiß was man erreichen möchte, halte ich für eine vernünftige Idee.

Wenn ich heute anfangen würde, wäre in meinem Warenkorb:
- Mittelgewichtsmontierung mit Riemenantrieb: Skywatcher AZ-EQ5 / iOptron GEM28

- (Bortle 4 :affemund:) DSLR mit Astroumbau; ggf. gebraucht: Canon 600Da
- Gleich professionell?: ASI 533 (Stromversorgung im Feld aufwendiger)

- Teleskop-Steuerung: ASIAIR Pro + Tablet
- Teleskop: Ein kleiner APO mit 1.0 Flattener(Korrekturelement) 72/432 oder 80/480

- Stromversorgung: der dicke Lifepo4 Tank von Celestron

- Software: direkt in Pixinsight investieren (Diese altbacken kostenfrei Tools bremsen einen Anfänger nur unnötig aus)

Letztendlich bleibt es deine Entscheidung. Vom Newton (als Anfänger) möchte ihr dir aber abraten.
Ich habe mir den Skywatcher PDS200 ca. 1,5 Jahre nach meinem Einstieg zugelegt. Ich habe ihn wieder verkauft, weil das Leben mit einem APO so viel stressfreier ist.
Diese Stressfreiheit solltest du als Anfänger mitnehmen und dich um die anderen Baustellen kümmern (Guiding, Kamereinstellungen...)

Wenn du dann die ersten Fotos an der Wand hängen hast, kannst du dir mit gutem Gewissen den Justier-Krampf mit Newtons und RCs antun :devilish:
 
Das auf jeden Fall.. Technikfehler hatte ich mal ausgeschlossen, die bemerkt man ja in der Regel eigentlich auch - so wie ihr in Deinem Beispiel. Wenn die Sterne halt lange Striche werden, ist was an der Nachführung/Montierung nicht in Ordnung.. aber dafür muss man halt dran bleiben und die Bilder checken...
Ist halt immer ein Vorgang von machen, kontrollieren, evtl. Ursachen & Lösungen finden, machen, kontrollieren... etc :) Ist nicht jedermans Sache..
Ja, nur wenn man Bilder fünf Minuten belichtet, rennst du nicht nach jedem Bild raus um zu gucken, ob noch alles scharf ist und schön nachführt. Aber das war schon okay. Ich war nicht mal sonderlich frustriert danach. Ist halt alles trial & error, bis man den dreh raus hat.

@ladystarlight Wie wäre es denn mit einer etwas kleineren Monti (zB EQ 35) und dann einen kleinen Apo drauf? Das finde ich für den Anfang ganz gut und ist auch mein nächster Schritt. Oder halt gleich eine EQ 5, da kannst du dann später noch mehr draufpacken; musst aber auch mit dem höheren Gewicht klar kommen.
 
Der 8" Newton dürfte tatsächlich zu schwer sein.

Die NEQ5 hat mit 150/900 (also 6") schon ordentlich zu ackern.

Und wenn fotografisch, dann ja ... eher PDS.
 
Hallo Melissa,

was hälst Du von diesen Fotos?
Klickmich

Die wurden mit 200mm gemacht. Du brauchst dazu also nicht sofort ein Teleskop, sondern nur eine vernünftige Montierung.

Kaufe Dir eine Montierung mit ST4 Schnittstelle (wegen Autoguiding) und beleuchtetem Polsucher, die Du noch schleppen möchtest und die das schwerste Teleskop ohne Probleme trägt, das Du später einmal draufsetzen möchtest.

Beispielsweise eine HEQ-5 Synscan. Wenn Du mobil sein musst, könnte eine Montierung der EQ-6 Klasse zu schwer sein.

Auf die Montierung setzt Du dann erstmal eine DSLR, z.B. eine gebrauchte Canon 600d oder 1000d, samt Fotoobjektiv (z.B. 200mm), Kugelkopf und Prismenschiene.
Mit einem M42-Adapter kannst Du alte gebrauchte Fotoobjektive anbringen und damit Erfahrungen sammeln.
Dazu käme noch ein programmierbarer Fernauslöser und eine Bahtinov-Maske zum Fokussieren. Ein Peilsucher, den Du am Sucherschuh befestigen kannst, wäre auch hilfreich
Für die Montierung brauchst Du noch Strom.
Wenn Du damit zurecht kommst, kannst Du immer noch ein Teleskop draufsetzen und den Schwierigkeitsfaktor erhöhen.

Gruß
Ronald
 
Hey Ronald,

um fair zu sein, muss man hier dazu sagen, dass Deine Bilder mit 200 mm teilweise extrem stark gecropped sind... also ist da nicht mehr viel Bild-Auflösung hinter... in klein aufm Monitor ist das ja ok... aber wenn man wirklich was an die Wand hängen will oder mal reinzoomen, geht das natürlich nicht mehr...

Nur damit kein falscher Eindruck entsteht für Melissa - zumal sie oben mal was geschrieben hatte von gedruckte Form und Großformat... das ist mit den 200 mm leider bei den meisten Objekten nicht möglich.

greetz,
Arne
 
Du weißt doch, was gemeint war ^^

Aber ok, ich korrigiere mich: das ist bei den - aufgrund der 200 mm stark gecropten Bildern - nicht möglich. Oder anders gesagt: man sollte das Objekt für einen vernünftigen Print immer noch auf mind 5 Megapixeln formatfüllend abbilden. Aus 800x800 Pixeln macht man keinen Print.

Besser? ;)
 
Hallo Melissa,

richtig schön viel Kohle in ein gescheites Startequip zu investieren, wenn man doch weiß was man erreichen möchte, halte ich für eine vernünftige Idee.

Wenn ich heute anfangen würde, wäre in meinem Warenkorb:
- Mittelgewichtsmontierung mit Riemenantrieb: Skywatcher AZ-EQ5 / iOptron GEM28

- (Bortle 4 :affemund:) DSLR mit Astroumbau; ggf. gebraucht: Canon 600Da
- Gleich professionell?: ASI 533 (Stromversorgung im Feld aufwendiger)

- Teleskop-Steuerung: ASIAIR Pro + Tablet
- Teleskop: Ein kleiner APO mit 1.0 Flattener(Korrekturelement) 72/432 oder 80/480

- Stromversorgung: der dicke Lifepo4 Tank von Celestron

- Software: direkt in Pixinsight investieren (Diese altbacken kostenfrei Tools bremsen einen Anfänger nur unnötig aus)

Letztendlich bleibt es deine Entscheidung. Vom Newton (als Anfänger) möchte ihr dir aber abraten.
Ich habe mir den Skywatcher PDS200 ca. 1,5 Jahre nach meinem Einstieg zugelegt. Ich habe ihn wieder verkauft, weil das Leben mit einem APO so viel stressfreier ist.
Diese Stressfreiheit solltest du als Anfänger mitnehmen und dich um die anderen Baustellen kümmern (Guiding, Kamereinstellungen...)

Wenn du dann die ersten Fotos an der Wand hängen hast, kannst du dir mit gutem Gewissen den Justier-Krampf mit Newtons und RCs antun :devilish:
Hi Dennis,

für mich als Anfängerin ist die Auflistung sehr interessant. Eine astromodifizierte Canon 600D habe ich bereits; der APO steht bereits fest auf der Liste - da würde ich auch nicht mit einem Newton hantieren wollen.

Zum Thema Montierung: Hast du Erfahrung mit den iOptron Montierungen? Ich kann mir das ehrlich gesagt immer nicht vorstellen, dass eine so leichte Montierung tatsächlich 12 kg trägt (lt Angabe bei Teleskop-Express). Gut, dann muss man wieder die 2/3 Regel anwenden, aber 8 kg ist immer noch viel für eine Montierung die nur 4,5 kg wiegt :unsure:

Die ASIs finde ich auch sehr interessant. Welche Vorteile/Nachteile haben diese zu "normalen" DSLRs?

Viele Grüße,

Ulrike

@ladystarlight Pixinsight kann ich dir auch nur empfehlen. Du kannst das Programm auch zunächst mal für 45 Tage kostenlos testen und man bekommt es ohne Abo wie bei Photoshop.
 
Hi Ulrike,

für Anfänger PixInsight? Echt? Hmm..
Ich glaub, ich muss mir das jetzt doch auch mal ansehen... bin bisher immer drumherumgeschifft, weil ich das in den Videos von diversen Leuten schon immer echt nicht intuitiv oder "schick" fand... und ich meine über xx jährige (zensiert^^) Photoshop-Erfahrung eigentlich ganz gut nutzen kann. Jedoch gibts halt immer wieder Sachen, die man in Photoshop so nicht machen kann bzw. wenn man nicht weiss, wie PixInsight bestimmte Sachen macht, man sie nicht in PS nachahmen kann.
In Photoshop weiss ich halt generell, was ich tue und wie ich was machen muss, um eine bestimmte Sache zu erreichen.

Interessante Diskussion hier insgesamt :D
 
Ja, na klar. Das ist auch wichtig so. Denn jeder kann für sich prüfen, ob die eine oder andere Idee eine bessere Lösung für sich darstellen kann. Man muss auch selbst viel experimentieren. Ich habe jetzt für mich feststellen können, dass Siril (auf dem Mac) zum Stecken das bessere für meine Bilder ist. Die eigentliche Fotonachbearbeitung mache ich aber in Affinity, welches einige Parallelen zu Photoshop aufweist.
 
Zum Thema Montierung: Hast du Erfahrung mit den iOptron Montierungen? Ich kann mir das ehrlich gesagt immer nicht vorstellen, dass eine so leichte Montierung tatsächlich 12 kg trägt (lt Angabe bei Teleskop-Express). Gut, dann muss man wieder die 2/3 Regel anwenden, aber 8 kg ist immer noch viel für eine Montierung die nur 4,5 kg wiegt
Die NEQ 5 selbst wiegt auch nur 4 KG und Trägt 10Kg (6,6Kg).
Kann also schon hinkommen.
Die Gegengewichte und Stativgewicht sind bei den 4Kg ja nicht drinn ^^
Es ist das reine Achskreuzgewicht.
 
Zum Thema Montierung: Hast du Erfahrung mit den iOptron Montierungen? Ich kann mir das ehrlich gesagt immer nicht vorstellen, dass eine so leichte Montierung tatsächlich 12 kg trägt (lt Angabe bei Teleskop-Express). Gut, dann muss man wieder die 2/3 Regel anwenden, aber 8 kg ist immer noch viel für eine Montierung die nur 4,5 kg wiegt :unsure:

Die ASIs finde ich auch sehr interessant. Welche Vorteile/Nachteile haben diese zu "normalen" DSLRs?

Die 2/3 Regel hat meines Wissens nach noch jede "China"-Montierung gut gepackt. Die Fehler lagen dann meist woanders...

Persönlich hatte ich mal die CEM60 zu Zeiten wo Astrobackyard sie auch benutzte (Jetzt nutzen wir die EQ-6R Pro; ich hab zuerst gewechselt xD). PROs und CONTRAs haben sie alle, aber sie gehören definitiv in die gleiche Schublade wie Skywatcher. Das CEM-System (spezielle Klemmung) mag ich persönlich nicht. Mittlerweile hat iOptron aber auch genug GEM-Montierungen auf dem Markt. Auf Cloudy Nights findet man größtenteils Empfehlungen für iOptron Montierungen; wie bei uns hier halt Skywatcher.
Es gibt aber auch bei uns viele Reviews und Befürworter von iOptron Montierungen(Die GEM28 steht auf meiner Einkaufsliste für den mobilen Einsatz - das hilf euch in diesem Moment aber nicht weiter :p). Die Encoder Versionen von iOptron kommen allerdings im Übersee-Forum nicht gut weg.

ASI Kameras (oder QHY ohne ASIAIR Kompatibilität) sollten natürlich mit Kühlung ausgesucht werden. Dann haben sie den Vorteil gegenüber der DSLR, dass die Temperatur des Sensor immer gleich gehalten werden kann (Sommer vs Winter). Das Rauschen einer DSLR im Sommer ist schon brutal. Nicht so stark rauschende Bilder lassen sich dann auch wieder leichter bearbeiten! Nachteil ggü. DSLR ist aber ganz klar der höhere Preis, bei kleinerem Sensor und eine separat erforderliche Stromversorgung für die Kühlung.

Ja definitiv! Man vergeudet so viel Erfolgserlebnisse wenn man sich mit DSS, Fitsworks und PhotoShop als Beginner herumquält.
Ihr gebt tausende Euros für euer Equip aus, aber einmalig 270€ für eine All-in-One Softwarelösung sind zu teuer ? :unsure:

Es gibt mittlerweile unzählige Pixinsight-Videos, welche man wirklich (Sorry Hirn aus) Schritt für Schritt nachbauen kann und ein tolles Ergebnis am Ende bekommt.
Alleine schon die EZ-Skript Sammlung (Volle Automatisierung einer Bildbearbeitung) zaubert Ergebnisse, welche man niemals von Hand bekommt am Anfang.
Klar lernt man dadurch nichts, aber man sieht sehr schnell was in den eigenen Daten steckt und herausgeholt werden kann; Das ist mMn extrem wichtig am Anfang.

Der Kampf gegen Lichtverschmutzung (Gradienten) kostet dich bei Photoshop noch einmal extra 50€ (XTerminator); Pixinsight hat mit DBE das beste Tool dafür bereits an Bord.
Flats, Darks und Co. machen die Wenigsten zu Anfang, dennoch müssen die Bilder schnellstmöglich bearbeitet werden.
Gradienten bekämpfen ohne diese Tools frustet extrem...

Wer erste Fortschritte mit Pixinsight macht, benötigt für den Feinschliff noch PhotoShop obendrauf. Als gute und günstige Alternative sei AffinityPhoto erwähnt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo zusammen,

nach nochmaligem drüber lesen, viele Wege führen nach Rom ;).
Ich bin nach wie vor der Meinung es langsamer und kleiner anzugehen.
Das ist ja auch schon von anderen so angesprochen worden.

Zum angesprochenen 200/1000 Newton, das ist schon ein ordentlicher Brummer.
So ein Teil will erst mal auf eine parallaktische Montierung gehoben werden.
Bei der Brennweite/Baulänge recht unhandlich.
Für die rein visuelle Beobachtung ist ein Newton in der Größe parallaktisch montiert teilweise recht sportlich vom Einblick her.
Allein von der Höhe her und das der Okularauszug (OAZ) auch in akrobatisch zu erreichende Positionen wandert.
Fotografisch ist es wurscht. Der Kamera ist es egal wie rum sie hängt, Hauptsache sie ist fest adaptiert ;).

Das was man sich zu traut und die ein oder andere Affinitäten zu Technik oder Computer... nun ja, wenn ich mir da so den ein oder anderen Thread allein bezüglich GoTo durchlese, welche Stolpersteine und Frustrationen da aufkommen :eek:.
Allein die Dateneingabe scheint da manchem nicht eingängig zu sein, trotz Beteuerung alles korrekt eingegeben zu haben.
Und dann... "öhm... äähhh... Datum doch falsch eingegeben", Sommerzeit vergessen usw. usw..
Parallaktisch GoTo brauch, wie hier auch schon erwähnt, korrektes arbeiten, auch im "nur" rein visuellen Bereich.
Ja, klar ich brauch da nicht die superduper genaue Einnordung wie fotografisch, aber etwas Sorgfalt sollte an den Tag gelegt werden, sonst fährt das GoTo ins Nirwana.

Zum Einnorden käme dann halt noch das Guiding, der Umgang mit der Kamera, diverse Software usw. usw. hinzu.
Für den Anfang reichlich viele Felder die da beackert werden müssen.

Was nutzt mir das beste aufeinander abgestimmte Equipment, wenn ich an mehreren Stellen Baustellen habe?
Lieber, wie hier schon von Ulrike erwähnt, "step by step".
Ich lese immer wieder, dass viele mit dieser StarAdventure (SA) und einer Kamera drauf anfangen und damit anscheinend recht gut gefahren sind.
Der ein oder andere bleibt auch in der Astrografie mit Teleskop minimalistisch und erzielt erstaunliche Ergebnisse.
 
Hi Ulrike,

für Anfänger PixInsight? Echt? Hmm..
Ja, unbedingt. Meine allerersten Bearbeitungen habe ich mit mit einer uralt Version von Photoshop, Gimp, DSS und Fitswork gemacht. Klar kriegt man so auch ein Bild raus, aber ich bin da regelmäßig schon an der Gradientenentfernung gescheitert. Und von da aus, wo ich zur Zeit fotografiere, hat's immer einen mörderischen Gradienten (vom Flughafenflutlicht am Horizont) drin. Mit Pixinsight lässt sich das ziemlich einfach beheben, allerdings stehe ich mit der DBE auf Kriegsfuß; ich lasse lieber die ABE drüber laufen (Subtraction+Division/Normalize). Aber das soll jetzt kein Pixsinght Workshop werden. Ich als Anfängerin kann das Programm nur empfehlen, allerdings ist es gewöhnungsbedürftig und funktioniert doch ganz anders, als man das von Photoshop & Co vielleicht gewöhnt ist. Mir haben die zahllosen Youtube-Tutorials sehr weitergeholfen und noch mehr die Leute in meinem Verein, die ebenfalls mit Pixinsight arbeiten. Ich denke aber, so einfach mit "Hirn aus" und Youtubern nachahmen ist es auch wieder nicht. Das scheitert manchmal schon daran, dass die eine andere Pixinsight-Version verwenden und dann bestimmte Funktionen anders aufgebaut sind. Und die Gradationskurven bearbeite ich nach wie vor lieber in Affinity Photo. Das ist wesentlich unkomplizierter.

Aber um mal eine Lanze für Freeware zu brechen: SiriL liefert auch ein paar gute Funktionen und ich nutze das hier und da auch ganz gern mal. Die Hintergrundextraktion funktioniert richtig gut dort.
 
Mal eine kurze, laienhafte Frage zu einer eben auf yt gesehenen Camera.
Die Nikon P1000 mit dem großen Zoom taugt aber nichts, um es mit dem Teleskop zu kombinieren, oder? ??
 
Vergiss die P1000 oder andere sogenannte „Bridge Kameras“.

Das Ding hat einen Brennweitenäquivalent von glaube 18-3000 mm. Das KANN keine gute Zoom Optik sein, das wäre der erste Punkt. Besonders nicht für 1000€ all inclusive mit „Body“ und Elektronik.

Weiterhin kommt dazu, dass da ein Sensor in ca. Smartphonegröße verbaut ist oder ein bisschen drüber.
 
Ich habe mir die letzten Tage nochmal Gedanken gemacht. ..
- Soll ich mein Bresser mit einem TOP Okular (Weitwinkel?) aufpeppen, um immerhin zufriedenstellendere Ergebnisse zu bekommen? (Und ich das Okular später noch zu einem Upgradeteleskop mitnehmen kann)
- wenn ich dann doch ins eiskalte Wasser springe, dann erstmal eine DSLR holen, da rumprobieren und daraufhin dann Teleskop plus Montierung? (als absoluter Neuling in Sachen DSLR bin ich von der unendlichen Flut an Produkten schier überfordert...??
- oder doch eine ZWO Astrocam? Aber welche ist da gut genug, um mein "Ziel" , später einmal Nebel o. Galaxien als Poster zu drucken, zu schaffen? (1 MP ist doch nix, oder? Oder bin ich zu unwissend, um nicht zu wissen, dass der Chip und/oder die MP von Astrocam NICHT mit der einer Spiegelrefl. zu vergleichen ist)

Aaaahuuuaaarrrhhh, ich komm irgendwie garnicht weiter grad, hehe??

LG
Melissa
 
Hallo Melissa,

hier komme ich mal wieder mit meiner Anfängermeinung.

DSLR ... kommt ein wenig auf das spätere Teleskop an. An meinem C8 ist zumindest Vollformat echt heftig für mich, da f10. Ich käme wohl generell mit einer Astrokamera besser zurecht (Bedienung), aber die Canon 6d ist nun mal da und sie ist sehr gut. Das Problem liegt bei mir.

Ich würde an deiner Stelle eine ASI 120mc-s kaufen. Sie ist mickrig, du wirst damit vermutlich niemals mega Nebel in mega Größe ausdrucken, aber du kannst damit für den Anfang recht nette Mondvideos machen (Planeten und Galaxien abhängig von Öffnung/Brennweite ebenfalls) und sie später als Guidingcam benutzen.
So kannst du dich mit den Programmen, der Aufnahmetechnik und der Bildbearbeitung vertraut machen.

Im Anschluss würde ich auf eine Montierung sparen. Ich selbst habe die Celestron AVX und bin mit ihr sehr glücklich. Hätte ich jedoch im Vorfeld gewusst, dass mein Mann mich mit der Fotografie anjunkt, wäre ich komplett anders eingestiegen. Ich suchte Equipment fürs Visuelle mit Handyschnappschüssen und habe seit Monaten durch kein Okular gesehen.

EQ 6R Pro, darauf würde ich sparen. Vorausgesetzt, dass ich dich richtig einschätze und du genau so juckig und süchtig bist/wirst wie ich. Die Montierung wiegt aber auch nicht wenig, also am besten vorher irgendwo angucken.

Erst danach würde ich auf ein neues Teleskop/Kamera sparen.

Zusätzliche Kosten kommen, wie bereits mehrfach erwähnt wurde, ebenfalls: Adapter, Guidingscope, MGen oder Asiair, evtl. Flatfieldbox, Powerbank, Akku ... endlos. Aber das hat Zeit.

Du wirst deinen Weg finden, da bin ich sicher. Die ASI 120 gibt kostengünstig einen netten Vorgeschmack, um etwas in der Hand zu haben.

Grüßchen,

Kerstin
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben