Pixinsight vs. Photoshop / Luminar Ai

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Dennis75

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Hallo zusammen,

ich gehöre zu den Leuten, die lange Zeit Pixinsight boykottiert haben, weil die mit dem Workflow nicht zurecht kommen.
Mich würde mal interessieren, wie viel besser die Erebnisse mit Pixinsight wirklich sind im Vergleich mit Photoshop und Luminar AI.
Letzteres nutze ich immer öfter, um meiner PS Bearbeitung den letzten Schliff zu geben.

Interessant fände ich, wenn man mal einen direkten Vergleich machen würde. Also ich würde ein Bild (kann eins von mir sein oder eins von Euch sein) mit meinen Werkzeugen bearbeiten und einer oder mehrere hier mit Pixinsight.

Das soll kein Wettbewerb werden. Mich würde nur einfach interessieren, ob es wirklich so viel besser wird.

Hätte da jemand Interesse?

Hier mal ein Beipiel. Total vergeigte Aufnahme wegen walking noise.
Bekommt man so was in PI besser hin?



Viele Grüße
Dennis
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Dennis,

ich habe nie Photoshop benutzt (wirklich wahr). Von daher habe ich keinen direkten Vergleich. Ich komme aber gut mit PI zurecht.
Vergleiche hinken hier, finde ich. Es kommt doch drauf an, welche Operationen Du am Bild machst und solange die identisch sind, wirst Du ähnliche Resultate erzielen. Wie bequem man das mit einem Programm hinbekommt und ob man dafür Verrenkungen machen muß, steht auf einem anderen Blatt. Für mich ist das so ähnlich wie zu fragen mit was man 3x4 genauer berechnen kann. Mit einer Zuse Z22 oder dem letzten Apple iPhone.
Ein absoluter PS-Guru wird wahrscheinlich die meisten Normalanwender in der Bildbearbeitung mit PI schlagen und umgekehrt. Und zum Walking Pattern Noise: Wenn die Aufnahme schon total vergeigt ist, kann auch PI das nicht reparieren höchstens maskieren, genau wie in PS. In PS gibt es ja auch Plugins ohne Ende, soviel ich weiß. Das heißt, man kann das PS eines Anwenders auch nicht unbedingt mit dem eines anderen vergleichen. Man vergleicht höchstens die Fähigkeiten der Anwender.
Mein Tip: Lade Dir eine Testversion von PI runter und probiere aus, wie Du damit zurecht kommst. Wenn Du schon eine Abneigung dagegen hast, wirst Du auch damit nie gute Ergebnisse erzielen. Die besten Ergebnisse erzielt man m.M.n. mit Programmen die man gut kennt und die einem liegen.

Gruß

*entfernt*
 
Sorry, Bilder fehlten im ersten Post.

@DocHighCo
Genauso sehe ich da im Grunde auch. Es ist nur so, dass erfahrene Astrofotografen immer wieder sagen, dass man mit PI zu besseren Ergebnissen kommt.
So richtig nachvollziehen, warum das so sein soll kann ich bisher auch nicht.

Ich hatte mir die Testversion am Anfang mal heruntergeladen und kam nicht wirklich damit zurecht.
Ich habe dann auch mal Astra Image getestet und das fand ich gar nicht so übel.
Mit der Kombination PS und Luminar AI komme ich aber zu ähnlichen oder besseren Ergebnissen.

Daher würde mich einfach interessieren, ob jemand, der sich gut mit PI auskennt, da tatsächlich noch mehr rausholen kann.
Wenn das der Fall wäre, würde ich mich doch noch mal eingehender damit beschäftigen.

Flaming_Star-St.jpg
Flaming_Star-St PS2klein.jpg

 
Ich komme mit Pi auch nicht zurecht, mach alles mit PS und nur mit dem RAW Modul .... für mich Unschlagbar und
vor allem schnell....
ganz gut sind die Regler Struktur und Klarheit bei Galaxienarme holt man damit viel raus

hab gestern wieder das stacken mit PI versucht.......... entnervt das Handtuch geworfen.......
 
Hallo Dennis,

ist das besser? - Keine Ahnung:
Flaming_Star-St2.jpg


Ich habe mal schnell mit Starnet++ die Sterne rausgeholt, eine Luminanzmaske gemacht, den Hintergrund etwas entrauscht und geglättet, die Nebel etwas kontrastverstärkt und geschärft und dann die Sterne wieder rein. In einem JPEG-Bild kann man da sowieso nicht wild vorgehen. Wenn man sich viel Zeit nimmt, kann man da noch mehr Kosmetik machen. Aber das ist es - Kosmetik. Das kann man auch mit Photoshop machen. Das Walking-Pattern-Noise hinterlässt halt Spuren.

Gruß

*entfernt*
 
Und ich würde es so machen. Auch wenn ich noch etwas an Informationen verliere. Aber wenn wir 100 Mann ransetzen, haben wir 100 verschiedene Ergebnisse, die gefallen oder auch nicht.
Affinity - leichte Tonwertkorrektur - selektive Farbkorrektur bei blau - Gradationskurve angepasst - 20% Kontrasterhöhung
Flaming_Star-St.jpg
 
Ich würde sagen, das ist etwas besser. Wenn man jetzt noch die Details in den hellen Nebelregionen maskiert damit die Details erhalten bleiben, siehts doch recht gut aus. Vor allem wenn man bedenkt, dass Du nur die JPG Daten benutzt hast.


Ich schätze, ich werde mich bei Gelegenheit noch mal mit PI befassen.
Da muss ich aber die Entwickler bitten, mir noch mal eine Testversion zur Verfügung zu stellen.

Danke fürs Ausprobieren!

Viele Grüße
Dennis
 
So stackt mir PI meine Bilder.........kein Programm macht das so... warum PI???

Ich mach Star Aligment-dann die gewonnen Dateien öffnen mit ImageIntegration ....das Ergebnis siehe unten.........
2.
und nur Lights stacken in Batschpreprozessing nicht möglich...... jedenfalls gehts bei mir nicht......
 

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Hallo,
das sieht mir so aus, als würde PI Hotpixel als Sterne erkennen und daran ausrichten.
Das Problem hatte ich zumindest mal.
Rauschunterdrückung erhöhen und Sternerkennung für größere Sterne anpassen hat geholfen.

Gruß
Thomas
 
Hi Hanibal

weil ich nur Lights habe und stacke.... event. noch Darks........
und das scheint nicht zu gehn bei Batsch Pre. ......... fordert Lights-Flats-Bias usw.....
ich will nur Lights stacken.....! geht damit wohl nicht...

und diese Meldung kommt wenn ich nur Lights stacken will mit Batsch Pre.
 

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Zuletzt bearbeitet:
Hast recht. Das geht nicht. Mach halt einfach ein paar Bias.... Das Problem mit den "nur Lights" hatte ich auch mal mit einer Milchstraßenaufnahme. Ich glaub, mit AstroArt hats funktioniert. Siril, Regim und DSS gäbs ja auch noch.
Mein Name steht übrigens in der Signatur.....
 
Genau das ist ja mein Problem Bias usw... hab ich nie verstanden oder einfach zu faul für den ganzen Käse........
und hat mich nie intresiert.....
mach immer nur Lights hin und wiedermal Darks dazu, und nie einen Unterschied gesehn..........
 
"Nur" einen Darkabzug wirst auch nicht wirklich sehen im Bild. Dramatisch besser wirds erst mit Flats. Die sind wirklich wichtig. Dann brauchst aber Darks und Bias(Flatdarks), sonst wird das nix.
 
Hallo,

ich wüßte nicht, warum nur Lights nicht funktionieren soll. Es gibt eine Warnung, daß man keine Kalibrationsfiles angegeben hat. Aber das ist alles. Wenn man "Next" drückt, geht es weiter.

Gruß

*entfernt*
 
Grad probiert: Das alte Batchpreprocessing funktioniert nicht. WBPP - Weightbatchpreprocessing funktioniert ohne Kalibrieraufnahmen. Hab grad ein Set Lights durchgejagt. Beim alten script kommt die Meldung mit dem global context.....
 
Niedrige Ansprüche erfüllt Photoshop gut, hohe Ansprüche schlecht. Gute Bilder brauchen oft nur eine geringe Bearbeitung, schlechte eine intensive lim linearen Bereich, für den Photoshop nicht ausgelegt ist.

Bis zum Stretchen läuft Pi im linearen Bereich, der für die einzelnen Schritte linearadaptierte Programme aufweist, wie z.B. zum Schärfen. Man kann in Pi linear und nichtlinear schärfen.

Endresultate von Pi werden oft durch Photoshop erstellt, da das Programm im nichtlinearen Bereich einfacher zu handhaben ist.

Zum Stacken ist Photoshop nicht geeignet, auch findet sich da auch kein Algorithmus zur Aussortierung schlechter Bilder. Bisweilen kann ein schlechtes Bild in der Serie das ganze Bild zerstören.

Pi arbeitet in der Regel nach wissenschaftlichen Kriterien, Photoshop nach graphischen. Der Stretcher von Pi ist dem vom Photoshop haushoch überlegen und auf die Problematik des Sternenhimmes ausgelegt.

Es beht ein professionelle Sternenmaske, die Artefakte an den Sternen bei Bearbeitung von Objekten verhindert.

Ich bin im professionellen Bildbearbeitungsberuf, bei dem Photoshop nicht ausreicht.

Die Grundzüge von Pi sind in kurzer Zeit mit gutem Ergebnissen zuerlernen.


Gruss


Andreas
 
Hallo nochmal,
hab gerade mal versucht zu reproduzieren, was ich meinte.
Zu sehen sind hier zwei Stacks der gleichen 10 unkalibrierten Aufnahmen von M82. Die Rohbilder waren ziemlich mies und machen wohl darum Probleme beim Alignment.
Links mit den Standardeinstellungen von Starallignment, rechts mit den Einstellungen, die am rechten Bildrand zu sehen sind.
Man kann gut erkennen, dass bei den Standardeinstellungen die Hotpixel nur in Vierergruppen auftreten, sie wurden also teilweise als Alignmentpunkte interpretiert.

Alignment.PNG

Beim WBPP Script treten die gleichen Probleme auf.

Gruß
Thomas
 
Das Walking-Pattern-Noise hinterlässt halt Spuren.
Hallo Heiko,

mal kurz so halb OT - ich habe nichts zum Vergleich PI und PS beizutragen, da ich nur PI nutze. Gibt es Möglichkeiten, dem walking pattern noise in PI zumindest kosmetisch beizukommen? Hab da auch so meine Probleme damit. Ich weiß, dass Dithering das Mittel der Wahl ist, aber die Aufnahmen sind nun mal schon im Kasten. Und noch arbeite ich mit kurzen Brennweiten ohne Guiding.

Gruß,

Ulrike
 
Hallo Ulrike,

ich nutze auch kein PS sondern nur PI und seit einiger Zeit für den letzten Feinschliff Affinity. Wenn das Walking Pattern Noise einmal da ist, kann man es eigentlich nur kosmetisch etwas maskieren. Ich habe da leider auch kein Patentrezept.
Ich würde erst mal die Bereiche mit einem guten S/R (also die hellen Bereiche) durch eine Maske schützen und dann die verrauschten Bereiche Entrauschen, Glätten und durch Abdunkeln des Walking Pattern Noise unauffälliger machen. Manchmal hilft es, das Bild in der Richtung der Musters waagerecht zu drehen und zu versuchen das "CanonBandingReduction"-Skript anzuwenden. Das soll ja waagerechtes Streifen verringern, also nicht ganz unähnlich dem Walking Pattern Noise. Das kann alles eine Verbesserung bringen - oder nicht. Man muß es halt ausprobieren.
Am besten ist es halt wirklich diesem Muster durch Flats, Darks und Dithern entgegenzuwirken. Ohne Guiding geht Dithern auch. Man muß manuell nur den Bildmittelpunkt alle paar Minuten zufällig etwas verschieben. Wenn man vom Ziel etwas wegfährt und dann versucht den Zielpunkt wieder zu treffen, ist das meistens ungenau und zufällig genug, damit das einen Dithereffekt hat.

Gruß

*entfernt*
 
Hallo Heiko,

Affinity nutze ich auch - kann es sein, dass es einen gewissen Trend von PS zu AP gibt?

Das CanonBendingReduction Script nutze ich bereits und auch wenn das Canon Bending im ersten Moment gar nicht so auffällt, da das Walking Pattern Noise viel prominenter ist, merkt man doch eine Verbesserung dadurch. Darks - ich traue es mir kaum zu sagen - mache ich nicht :affemund:. Manuell dithern stelle ich mir irgendwie kompliziert vor. Mit GoTo mag das ja gehen, aber wenn man etwas grobmotorisch veranlagt ist wie ich, hab ich eher Sorge, dass ich den Bildausschnitt so verstelle, dass das Stackingprogramm am Ende kapituliert _affeaugen:.

Grüße,

Ulrike
 
Manuell dithern ist easy.
Mache das mit meinen 6v Motoren an der EQ5 auch.

Du musst doch nur auf kleinster verfahrgeschwindigkeit für eine 1/2 Sekunde in irgend eine Richtung antippen.
Und das alle 5-10 Aufnahmen (je nach Belichtungszeit) .
Dann die Montierung 20 sek ruhen lassen.
Und weiter knipsen.
Das kurze antippen bewirkt einen Versatz von 1-2 Pixeln, was vollkommen ausreicht.
Du sollst ja das Objekt gar nicht auffallend weit verschieben.

Das ganze dann so verteilen, das sich der Versatz durch das dithern nach mehreren Durchgängen wieder aufhebt.
Hast du also insgesamt 2x nach rechts gedithert, musst du auch im weiteren Verlauf 2x nach links dithern.
So verhindert du das das Objekt nach 50-100 Aufnahme aus der Bildmitte wandert.

Aber achte darauf, das sich kein festes Muster beim dithern bildet.

Ist natürlich lässtig, wenn man automatisieren möchte.

Da ich zur mobilen Fraktion gehöre, stehe ich aber eh immer dabei.
 
Ich persönlich nutze PI und benutze auch PS allerdings hauptsächlich für Normalfotografie.
PI ist vom ganzen Konzept auf einen Workflow ausgelegt den man auf dem Workspace ablegt und immer weider als Startpunkt für neue Projekte verwendet.
Alles Einstellungen der Einzelschritte sind dabei im jeweiligen Prozess gespeichert. Das Ganze Projekt inklusive aller Zwischenergebnisse und Einzelschritte kann dann abgespeichert werden. Am nächsten Tag arbeitet man einfach da weiter wo man aufgehört hat.
Die Verarbeitung im linearen Bereich ist defintiv eine Stärke von PI.
Ich persönlich finde auch die Tools zur Bildauswahl wie Blink und SubFrameSelector, speziell bei vielen Bildern, sehr gut.
Anleitungen zu PI gibt es zuhauf. Richtig Spaß macht es erst wenn man einen gewissen Erfahrungsschatz aufgebaut hat. Das ist aber bei jedem Programm so.
 
Manuell dithern ist easy.
Mache das mit meinen 6v Motoren an der EQ5 auch.

Du musst doch nur auf kleinster verfahrgeschwindigkeit für eine 1/2 Sekunde in irgend eine Richtung antippen.
Und das alle 5-10 Aufnahmen (je nach Belichtungszeit) .
Dann die Montierung 20 sek ruhen lassen.
Und weiter knipsen.
Das kurze antippen bewirkt einen Versatz von 1-2 Pixeln, was vollkommen ausreicht.
Du sollst ja das Objekt gar nicht auffallend weit verschieben.

Das ganze dann so verteilen, das sich der Versatz durch das dithern nach mehreren Durchgängen wieder aufhebt.
Hast du also insgesamt 2x nach rechts gedithert, musst du auch im weiteren Verlauf 2x nach links dithern.
So verhindert du das das Objekt nach 50-100 Aufnahme aus der Bildmitte wandert.

Aber achte darauf, das sich kein festes Muster beim dithern bildet.

Ist natürlich lässtig, wenn man automatisieren möchte.

Da ich zur mobilen Fraktion gehöre, stehe ich aber eh immer dabei.
Sorry, wenn meine Fragen etwas albern klingen, aber ich bin wie gesagt Anfängerin: Ich soll also alle 5-10 Aufnahmen den Kamerabody auf der Monti kurz anstupsen bzw nur so kurz drauftippen?
 
Ulrike,
Das Dithern nutzt den Umstand aus das die Bilder beim Stacken auf die Sterne ausgerichtet werden. Wenn man dafür sorgt das bei jedem Bild ein kleiner Versatz (ein paar Pixel) ist werden beim Stacken die Fehler des Kamerasensors auf verschiedene Stellen im Bild verschoben. Dadurch wird der Einfluß auf das Gesamtbild (Durchschnittsbildung) gemildert.
 
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