Vorstellung und Beratung Astro-Glas

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Hallo Yan,

das hier zum Beispiel wäre ein robustes Teleskop, das Deine Ansprüche vollkommen erfüllen würde und darüber hinaus auflange Zeit gute Beobachtungen ermöglicht. Und es liegt (noch) in Deinem Budget.


EDIT: oder das hier:


eBay ist voll von guten Teleskopen.

Bis dann:
Marcus
 
Hallo,

erstaunlich wie umfangreich die Diskussion geworden ist und wie lebhaft die Community hier zu sein scheint.

Weiterhin gilt: Ich bedanke mich herzlich bei allen Beitragenden, habe alle Posts gelesen und bin ihnen nachgegangen. Allein dadurch habe ich viel gelernt und der Thread stellt eine erste Wissensressource somit nun dar. Der naive Enthusiasmus ist erstmal davon.

Die Mak/Bino-Diskussion rund um das Bild mit der Konstruktion ist auch interessant.

Mir stellt erstmal nur noch eine Detailfrage: Ist dies hier ein Mini-Stativ oder kommt es ausgezogen auf 160 cm?
Der Stativtyp kommt ja recht oft vor. Was das Set betrifft, ist das ganze durch die Montierung etc. mit 9kg auch an der Grenze, womit ich mich wohl fühlen würde (und zurecht, wie einige angedeutet haben, wird es auch nicht per Hand nachgeführt). Die etwas leichteren Mak's (90mm), sofern sie leichter waren sowie das irre kompakt erscheinende C5 haben irgendwie auch Eindruck hinterlassen.

Sebastian und Alex haben mich zuletzt vermutlich überzeugt, in ein solides Stativ zu investieren, auf das erstmal mein 10x42 FG ohne Gewinde drauf kommen soll. Das ist ja auch erstmal Herausforderung genug. Ich habe einen Billig-Adapter mit Riemen geschenkt bekommen, der, sollte er naheliegenderweise seinen Zweck nicht erfüllen, ausgetauscht werden muss und dann stellt sich durchaus auch nochmal die eine oder andere Frage.

Die Slik-Master scheinen nur bis 160 cm ca. zu gehen. Im Nahumfeld ist niemand über 1.79m hoch, das sollte doch erstmal hinhauen?

Ein gebrauchtes Slik Master liegt derzeit bei 160 Euro auf ebay.
Ebenfalls interessant finde ich das erwaehnte Baader.

Der Tipp mit der regionalen Sternwarte klang auch gut. Bei mir wäre das Frankfurt/Offenbach/Hanau :)
 
Wie gesagt, ich sah meinen ersten Saturn sowie Bänder auf Jupiter mit einem 114mm Newton samt Kugelspiegel und Plastikokularen.
Das war wie ich heute weiss keine tolle Qualität, damals hat es aber gereicht um mich schwer und nachhaltig zu beeindrucken.

Und heute gibt es für kleines Geld deutliche besseres als so einen 114er Kugelnewton

Jochen
 
Sebastian und Alex haben mich zuletzt vermutlich überzeugt, in ein solides Stativ zu investieren, auf das erstmal mein 10x42 FG ohne Gewinde drauf kommen soll. Das ist ja auch erstmal Herausforderung genug. Ich habe einen Billig-Adapter mit Riemen geschenkt bekommen, der, sollte er naheliegenderweise seinen Zweck nicht erfüllen, ausgetauscht werden muss und dann stellt sich durchaus auch nochmal die eine oder andere Frage.

Die Slik-Master scheinen nur bis 160 cm ca. zu gehen. Im Nahumfeld ist niemand über 1.79m hoch, das sollte doch erstmal hinhauen?

Ein gebrauchtes Slik Master liegt derzeit bei 160 Euro auf ebay.
Ebenfalls interessant finde ich das erwaehnte Baader.

Der Tipp mit der regionalen Sternwarte klang auch gut. Bei mir wäre das Frankfurt/Offenbach/Hanau :)
Letzte Ergänzung des aktuellen Erkenntnisprozesses:

Ich sah eben, dass man derzeit ein Celestron C90 immerhin schon gebraucht oder in Angeboten für nur etwas mehr als 200 Euro bekommen kann. Könnte auch eine Option sein für 1-2 Jahre auf einem guten Stativ als Spielerei für jetzt, bevor ich mit mehr Wissen dann mehr investiere. Ich schaue (noch) auch vielmehr tagsüber mit dem FG. Wie gesagt, ich finde diese kompakten Mini-Mak's von Celestron, welche auch als Spektiv nutzbar sind, einfach sehr elegant und faszinierend und würde sie geistig jetzt einfach auch mal für mich von der Kategorie "Teleskop" künstlich trennen - die Grenze des Machbaren bzgl. des Anliegens ist tatsächlich erreicht und ich will nicht gleich so früh ausbrennen angesichts der Fülle von neuen Informationen.

Danke auch, Marcus, für die Ebay-Links zu den Instrumenten, die vlt. nicht reise/wander-tauglich, aber gute Teleskope sind. Ein Neukauf ist bei dem Preisanstieg in der Astrowelt auch einfach nicht so witzig gerade :)
 
Ich hatte den Saturn als Beispiel verstanden. Immerhin kam ja auch der Hinweis auf schwächere Objekte als Andromeda. Aber klar, wenn es nur um Saturn geht, reicht ein 90er Mak oder ähnliches. Ich habe die Murmel immer gerne in meinem 71mm Doppelrefraktor bei ca. 120x angesehen. Ich denke dennoch, dass Yan genug aus der Diskussion mitnehmen kann.

Kurz noch zum Slik Master. Ich meinte das als Low-Budget-Kompromiss. Man bekommt es manchmal gebraucht für 20-40 Euro, weil es schon seit Jahrzehnten fast unverändert gebaut wird. Und dafür ist es dann sehr gut. Sonst gibt es sicher Gleichwertiges oder Besseres.

Zum Thema Geradsichtfernglas und Stativ hat ja Jochen schon an anderer Stelle gute Tipps geschrieben. Optimal ist es nicht, aber man kann sich behelfen.

Viele Grüße
Sebastian
 
Mal ne total creazy Idee, wenn der Mak wirklich so viel backfocus hat, wie mein Kumpel demonstrierte, könnte man mit 2 Zenitspiegeln pro mak so etwas doch ermöglichen, der erste lenkt nach innen, so das sie sich mit dem Anschluss gegenüber stehen (sind nun näher zusammen...
An ähnliches dachte ich auch früher, nur eben mit jeweils zwei Refraktor-Spektiven die von der Bauart sind wie:
Yukon 6-100x100 | Yukon oder
Spotter 60 / 45 - Spotting Scopes | HENSOLDT (Betonung auf Bauart, nicht Preis :- )
Durch meine Optik gucke zu 99% nur ich und es gibt quasi keinen Bedarf einen anderen Pupillenabstand einstellen zu müssen. Letztlich wurde aber doch ein Großfernglas mein Hauptgerät. Das C5 daneben mag ich noch behalten.
Gibt es eigentlich Leute im Forum, die Erfahrung mit einem Smartphone-Adapter fürs Fernglas haben? Also zur Spielerei oder für Bild vom Mond ohne herausragende qualitative Erwartungen.
Stichwort Digiscoping oder auch afokale Aufnahmetechnik. Grundsätzlich geht das mit diversen Modellen, jedoch sind die Ergebnisse eigentlich nur bei Aufnahmen vom Tag hübsch anzuschauen. Ausnahme-Talente mit enormer Ausdauer bringen so etwas zu Stande: COOL SPACE PICS WITH A PHONE AND BINOCULARS
Auch wenn die Pixel (5) Smartphones einen Nachtmodus haben und sogar internes Stacking machen, so ist dieser Modus nicht für den afokalen Einsatz mit Vergrößerungsoptik gedacht und produziert dabei keine anschaulichen Ergebnisse. Für Spielerei am Mond: bevor du einen Smartphone-Halter kaufst, einfach per Hand dein Smartphone an das FG halten. Für einen Ersteindruck genügt das gewiss.

Gruß
 
Alle wollen dir hier ein Mini oder kleines Dobson oder sowas aufdrängen in der 200-300Euro Klasse, IMO aber auch nur rausgeschmissenes Geld, das niemals befriedigen wird.

Um eine "Klasse" höher zu steigen als "Fernglas" würde ich allenfalls 50Euro in ein Aldi-Spektiv mit 60mm Objektiv, oder etwas ähnliches investieren, oder eines dieser Kinderteleskope, um eine Gefühl für solche "einäugige" Beobachtung zu erhalten.
Ein Dobson für 200-300€ ist definitiv kein rausgeschmissenes Geld. Ich mach mit so etwas (allerdings 150/750mm) EAA und Galaxien Aufnahmen (siehe andere Fäden, ich muss endlich mal etwas in die Galerie stellen ;) ).

Ein Kinderfernglas zum Testen benutzen ist ein Vorschlag des Wahnsinns. Hast du da schon mal durchgeschaut?

Ich würde eher sparen auf die Anschaffung von etwas ordentlichem in der Grössenordnung 1000 Euro, das auch auf längere Sicht befriedigen kann.
Das ist ein guter Vorschlag, aber bringt ihm wahrscheinlich im Moment nichts.

Noch eine Anmerkung:
Ich finde immer Newtons unter 100mm nicht gut.
Das Obstruktionsverhältnis wird viel zu schlecht.

Und noch ne Anmerkung für einen Einsteiger:
Ich erwarte auch keine einzelnen "Andromeda-Spiral-Ärmchen" bei dem Budget.
"Andromeda-Spiral-Ärmchen" wirst du praktisch nie sehen, sondern nur einen grauen verwaschenen Nebelfleck mit leichten Strukturen.

Gruß
Peter
 
Hallo Yan.

Also auch auf die Gefahr hin, in die Falle zu tappen "jetzt ist alles gesagt, nur noch nicht von jedem ;-)" noch ein Hinweis von mir. Ich habe auch mit einem Fernglas angefangen, das war der Tipp eines mittlerweile verstorbenen älteren Astronomiefreundes. Der hatte mir zum Einstieg mit einem Großfernglas geraten, es war damals ein 15x80 von ESDE Optik (Japan). Ich finde nach wie vor, dass ein solches Fernglas eine tolle Sache ist, um sich für das Hobby zu begeistern, weil extrem niederschwellig, schnell einsatzfähig und beide Augen sehen immer mehr. Man braucht sich erstmal nicht um Okulare und viel Zubehör kümmern. Einfach maximal viel Zeit am Himmel.

Ich glaube Du hast uns hier eine schwierige Aufgabe gegeben, weil Du von den Saturnringen gesprochen hast und da gebe ich allen Vorrednern Recht. Dafür braucht man etwas mehr Vergrößerung, wenn es Spaß machen soll (weshalb ich heute immer noch binokular schaue, aber mit Doppelrefraktor oder Binokularansatz).

Auch ist richtig, dass sich natürlich lohnt "auf was richtiges zu Sparen", aber die Frage ist, ob Du schon an diesem Punkt bist...? Oder willst du Dich noch ein wenig reinfinden ins Hobby?

Ich habe mir damals für das 15x80 eine Konstruktion gebaut, mit der das Teil im Liegestuhl über meinem Kopf hing und ich konnte damit stundenlang durch den Himmel pflügen und immer wieder Neues entdecken. Rückblickend betrachtet, war das eine tolle Zeit und tolle Erfahrungen. Viele Deep Sky Objekte sind damit - je nach Himmel (sollte einigermaßen dunkel sein) - schon erreichbar. Galaxien, wie Kugelsternhaufen usw. Während des Studiums habe ich dann gespart und mir einen 90mm (f/11) Refraktor auf einer ordentlichen Montierung mit Nachführung gekauft. Und so nahm das Ganze seinen Lauf. Zwischenzeitlich ist - wie bei vielen hier - Vieles gekommen und gegangen und wir haben alle unsere Erfahrungen gemacht.

Lange Rede kurzer Sinn - ein großes Fernglas ist eine tolle Sache. Ich habe am WE noch ein ESDE 20x80 bei Ebay Kleinanzeigen für 80 Euro gesehen, sah gut aus. Sollte man sich halt möglichst anschauen wg. der möglichen Beläge innen auf den Prismen und damit es keine Doppelbilder gibt. Aber wenn man diese Chance hat, kriegt man viel Himmel für's Geld.

Nur nochmal so ein Gedanke mit ein bisschen "zurück über Los".

Viel Freude beim Hobby und wenn Du mal spezielle Fragen hast, kannst Du mich gern über PN anschreiben.

VG
Daniel (aus Essen)
 
Doch, das tun sie – aber sie kommen wieder :)
522px-Saturnoppositions.jpg

Bildquelle: Wikipedia
 
Hallo miteinander,

vielen Dank für die weiteren interessanten Posts. Wenn ich nicht auf alles direkt Antworte, dann auch weil ich z.T. noch gar nicht dazugekommen bin, den vielen neuen Hinweise, Gedanken und Begriffen nachzugehen und eine genaue Rückfrage zu formulieren.
Stichwort Digiscoping oder auch afokale Aufnahmetechnik. Grundsätzlich geht das mit diversen Modellen, jedoch sind die Ergebnisse eigentlich nur bei Aufnahmen vom Tag hübsch anzuschauen. Ausnahme-Talente mit enormer Ausdauer bringen so etwas zu Stande: COOL SPACE PICS WITH A PHONE AND BINOCULARS
Auch wenn die Pixel (5) Smartphones einen Nachtmodus haben und sogar internes Stacking machen, so ist dieser Modus nicht für den afokalen Einsatz mit Vergrößerungsoptik gedacht und produziert dabei keine anschaulichen Ergebnisse. Für Spielerei am Mond: bevor du einen Smartphone-Halter kaufst, einfach per Hand dein Smartphone an das FG halten. Für einen Ersteindruck genügt das gewiss.

Gruß

Ah, sehr gut. Den Youtuber kenne ich auch seit ein paar Tagen, aber das Thema ging mir durch die Lappen. Auf jeden Fall sehr wissenswert.

Lieber Daniel, vielen Dank für deinen Post, der sehr schön geschrieben ist und beim Lesen Spaß gemacht hat. Ich komme gerne, auf Dein Angebot, Nachfragen per PN zu stellen mal zurück. Gibt es schon einen Thread mit Bildern zu der Konstruktion von damals? Das oder ein weiteres ESDE 20x80 war ja sogar in meinem Startpost und hat auch richtig Charme. Dieses "Skysurfen" wird wohl auch mit dem leichten FG, welches ich schon habe, ein wichtiger Bestandteil des Lernprozesses bleiben.

Und noch ne Anmerkung für einen Einsteiger:

"Andromeda-Spiral-Ärmchen" wirst du praktisch nie sehen, sondern nur einen grauen verwaschenen Nebelfleck mit leichten Strukturen.

Gruß
Peter

Danke für den nachvollziehbaren Hinweis, den grau verwaschenen Fleck kenne ich bereits ein wenig per FG.

Dann vielleicht ein Update nach einem recht verdichteten langen "We" voller neuer Infos von Euch und Recherchen:

-Da so früh keine wirklich gute Entscheidung für ein erstes richtiges Teleskop getroffen werden kann aus Sicht eines Anfängers, ist jene vertagt auf einen Zeitraum mit mehr Erfahrung und mehr Budget.
-Das hielt mich (auch wegen Sebastians und Jochens Posts) aber nicht davon ab, ein C90-Mak für 170 Euro zu erwerben (B-Ware/ggf. gebraucht, Zustand angeblich "sehr gut", kleinere kosmetische Mängel am Rohr - hoffe, der Spiegel hat wirklich nichts abbekommen und meine, es läuft über den Amazon "B-Ware" Store von Celestron selbst)
-Ich sehe das Instrument gar nicht mal als so richtiges Vollwert-Teleskop, weil ich mir dann auch nicht permanent die Frage stellen muss, dass ich vielleicht für 100-200 Euro mehr ein "besseres" bekommen hätte (Dieses "sich Fragestellen" ist natürlich aber legitim und gehört einfach dazu :) )
-Plan ist jetzt, Grenzen und Machbarkeiten des C90 spielerisch zu testen - ohne große Erwartungen am Nachthimmel (und so mobil wie möglich dabei zu bleiben-ich freue mich auch auf die Tagesbeobachtungen)

Dank Alex und anderen Beitragenden habe ich minimales neues Wissen über Stative, da gibt es auch Null Vorerfahrung meinerseits bisher.

-Bei Brennweite des C90 und unter Verzicht einer Teleskop Montierung, z.B. EQ, tendiere ich jetzt zu einem leichten aber stabilen Alu-Stativ mit 3-Wege-Neiger ab 1.65 m Höhe.
- Ein gebrauchtes Manfrotto Stativ mit 3-Wege Neiger (auch Manfrotto) gibt es auf ebay scheinbar schon um 150 Euro
Sollte man da lange zögern? Oder lohnt es sich Stativ und Neiger separat zu kaufen, wie Alex empfahl und etwas geduldiger zu suchen?

Berlebach und Tiltall brauchen noch einen Kugel/-Neigekopf, der ist nicht im Lieferumfang. Bewährt haben sich bei mir

Zu Retro/"Slik" und CO-Stativen und Neigern

Was taugen eigentlich diese auf Laienblick stabil und älter wirkenden 3-D Neiger Klick?
Günstig und wertig wirken auf Ebay derzeit auch die 30 jahre+ "Schiansky" oder "Linhof"-Stative, welche auch schon 3-Wege Neiger hatten und doch sicher auch aus Alu sind. Lohnt sich das noch? Oder einfach zu schwer für die Mobilität?

-Ich denke über 3.5kg Stativgewicht inkl. Neiger ist doof, es soll auch als Gepäck abgegeben werden können beim Fliegen (20 kg Limit, glaub ich, aber Fliegen war irgendwas vor Covid, kann mich auch irren) und auf lange Spaziergänge mit.

-Das C90 kommt mit einer "Schwalbenschwanz-Schiene" daher und verfügt alternativ über ein ¼-20 UNC-Gewinde
-Alex war auch so nett, über mögliche Inkompatibilität zu informieren, aber eigentlich sollte das C90 so doch machbar auf gängige Foto-Stativ-Anschlüsse passen ohne die teuren Adapter (ich gebe aber zu, diesen Punkt ''Adapter", auch mangels Zeit, noch nicht richtig durchdrungen zu haben)?

-außer einem Mondfilter würde ich erstmal nur noch nach einem Okular für ein größeres Gesichtsfeld suchen (Das Stichwort "Goldkante" fiel bereits - muss mich aber auch noch weiter einlesen). Ein 32 mm Plossl Okular ist wohl beim C90 dabei.

Auch gut möglich, dass ich ein Gesuch demnächst auf dem "Marktplatz" erstelle.

Also das ist erstmal der Fahrplan. Ohne Eure Rückmeldungen wäre ich nicht in der Lage gewesen, überhaupt so früh eine "Kauf-Entscheidung" zu wagen. Also nochmals herzlichen Dank!
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi!

Das C90 ist das hier (da gibts auch die Anleitung)? Dann hat es auf jeden Fall ein normales Fotogewinde; ob die Prismenschiene dem Vixen-Standard entspricht (Basisbreite 44mm) weiß ich nicht. Könnte aber passen. Damit geht hier beides. Nettes kleines Gerät. Ob du einen Mondfilter brauchst, probierst du am besten aus – wenn ja, nimm eine Graufilter (ND0,9 müsste passen), die billigen Grünfilter, die als Mondfilter verkauft werden, taugen nichts.

Mit dem 32er Plössl hast du bereits das größtmögliche Bildfeld, es fehlen nur kurzbrennweitige Okulare für höhere Vergrößerung. Plössl, Ortho oder die Goldkanten (sind glaub Plössl oder Plössl-Derivate) passen fürs Geld. Ein 40mm-Okular bringt dir nur ein helleres Bild, aber nicht mehr wahres Feld am Himmel (und das Eigengesichtsfeld wird kleiner – es kann nur das zeigen, was in die 1,25"-Steckhülse passt, und hat etwas weniger Vergrößerung als das 32er Plössl). Tipps zur Brennweitensuche:
und
Einfach die Daten von deinem Gerät eingeben; bis zwischen 150x und 180x kannst du etwa gehen.

Soweit: Nettes kleines Reisegerät, würde auch gut auf den StarAdventurer passen, wenn du mal eine Nachführung suchst.

Du solltest dir noch aus Moosgummi o.ä. eine Taukappe basteln, die einfach vorne über den Tubus gesteckt wird, damit die Korrekturscheibe vorne nicht so schnell beschlägt.

Das gute beim Gebrauchtkauf ist, dass du die Sachen oft mit wenig oder keinem Verlust wieder los wirst, wenn sie doch nichts sind – von daher ist das Manfrotto einen Versuch wert – wobei auch Manfrotto verschiedene Größenordnungen hat. Keine Ahnung, wie tragfähig das Angebot ist – aber es muss ja nicht für die Ewigkeit sein.

Fluggepäck geht meist bis 23 kg, außer du fliegt mit irgendwelchen Winz-Maschinen – ich nehme das Tiltall aus Alu immer mit nach Norwegen; Kofferpacken ist der einzige Punkt, wo ich mir doch immer wieder überlege, zur Carbon-Version zu greifen. Dann könnten auf dem Rückflug zwei Päckchen Freya-Schokolade mehr ins Gepäck :)

Das C90 und das Fernglas ergänzen sich gut; wenn du mal mehr willst, wird es schon ein großer Schritt Richtung 6-8" Öffnung. Ich bin mal so frei, meine Webseite mit Zielen fürs Fernglas zu empfehlen – vieles dürfte auch im C90 nett rüberkommen.

Viel Spaß,
Alex
 
Ich denke mit dem weitwinkligen Fernglas und dem langbrennweitigen Mak hast Du eine schöne und leichte Kombination, die sich gut ergänzt.
So kannst Du die Unterschiede kennenlernen und schauen, welche Art der Beobachtung Dir mehr liegt.

Viel Spass mit Deinem Mak und berichte doch mal über Deine Erfahrungen

Grüße Jochen
 
Hallo Yan.

Bilder von meiner Konstruktion gibt es leider nicht mehr, aber da gab es auch noch keine Handys (jetzt fühle ich mich alt :)). Aber heute würde ich Dir den Magic Arm von Manfrotto empfehlen. Den gibts bei diversen Musikshops deutlich günstiger als im Kameraladen. Habe mir gerade einen bestellt mit Klemme und Montageplatte für knapp über 100 Euro. Den machst Du am Liegestuhl fest und der hält Dir quasi das Fernglas vor das Gesicht. Denke bis 80mm Bino sollte das gehen, das können hier vielleicht auch andere sagen. Ich liefer gerne Infos nach, wenn ich es ausprobiert habe....

LG
Daniel
 
Hi!

Das C90 ist das hier (da gibts auch die Anleitung)? Dann hat es auf jeden Fall ein normales Fotogewinde; ob die Prismenschiene dem Vixen-Standard entspricht (Basisbreite 44mm) weiß ich nicht.

Hallo Alex, vielen Dank für den weiteren informativen Post.
Die Prismenschiene scheint zu passen (44mm).

Sehr spannende Links zur Brennweitsuche, lese ich mich noch ein.
Eine Taukappe aus Moosgummi lässt sich scheinbar wirklich gut selbst herstellen, gibt es auch zahlreiche einfache Bastelanleitungen.
Ist in diesem Zusammenhang (noch) sinnvoll, das Instrument vor der abendlichen Nutzung (auf dem Balkon etc.) abkühlen zu lassen oder sollte man einfach auf die Taukappe setzen?

Das C90 und das Fernglas ergänzen sich gut; wenn du mal mehr willst, wird es schon ein großer Schritt Richtung 6-8" Öffnung. Ich bin mal so frei, meine Webseite mit Zielen fürs Fernglas zu empfehlen – vieles dürfte auch im C90 nett rüberkommen.

Viel Spaß,
Alex

Dankesehr! Buch ist reizvoll, da auch nicht-digital, cool!

Hallo Yan.

Bilder von meiner Konstruktion gibt es leider nicht mehr, aber da gab es auch noch keine Handys (jetzt fühle ich mich alt :)). Aber heute würde ich Dir den Magic Arm von Manfrotto empfehlen. Den gibts bei diversen Musikshops deutlich günstiger als im Kameraladen. Habe mir gerade einen bestellt mit Klemme und Montageplatte für knapp über 100 Euro. Den machst Du am Liegestuhl fest und der hält Dir quasi das Fernglas vor das Gesicht. Denke bis 80mm Bino sollte das gehen, das können hier vielleicht auch andere sagen. Ich liefer gerne Infos nach, wenn ich es ausprobiert habe....

LG
Daniel

Das klingt sehr entspannt und ist eine nette Idee. Gutes Gelingen mit der Konstruktion!

Ich habe mich bei Manfrotto, da es dort sale gab/gibt, für dieses Stativ entschieden MK290DUA3-3W. Wenn es nicht stabil genug ist, lässt es sich mittelfristig sicher gebraucht gut weiterverkaufen. Ich bezweifle, dass die 90 grad Funktion der Mittelsäule entspannte, horizontale Beobachtungspositionen ermöglicht, aber eine Spielerei wäre es wert (zumindest mal mit FG+Adapter).

Während ich noch auf das Stativ warte, konnte ich das gebrauchte c90 schonmal in den Händen halten und habe einen ganz guten Eindruck. Es gibt kaum äußerliche Gebrauchsspuren, auch nicht an den Gewinden der bzw. am Okular und Zubehör insgesamt etc. Ein erster wackeliger Blick durchs Okular am Tage machte auch einen ganz guten Eindruck.

Hinter der Korrekturscheibe ist innen etwas Pseudo-Verchromung abgeblättert, aber es fliegt nichts im Tubus herum.

Allerdings ist schon ein kleiner Staubflusen innen (!) an der Linse ( am Rand), sollte man dafür lange Spezialpinsel zur Reinigung mittelfristig erwerben?

Edit: Bild von der Abblätterung anbei. Wenn sich das weiterlöst, könnte durchaus ja einiges von innen an der Linse/Korrekturscheibe haften, daher auch ein frühes Augenmerk auf Reinigung von innen. Da Mak's ja allerdings dieses Röhrchen haben, bringt eine Reinigung auf ausgehend von der Seite der Okularöffnung wohl kaum was, jedenfalls wohl kaum mit Pinseln etc.

Ich denke mit dem weitwinkligen Fernglas und dem langbrennweitigen Mak hast Du eine schöne und leichte Kombination, die sich gut ergänzt.
So kannst Du die Unterschiede kennenlernen und schauen, welche Art der Beobachtung Dir mehr liegt.

Viel Spass mit Deinem Mak und berichte doch mal über Deine Erfahrungen

Grüße Jochen

Vielen Dank, ich melde mich gerne mit Beobachtungserfahrungen, nachdem alles mal auf dem Stativ war!
 

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Hallo Yan,

zuerst will ich was zum Manfrotto Majic Arm sagen: Den habe ich mir auch damals mit viel Hoffnung zugelegt. Das mit dem entspannten schauen klappt aber nur mit sehr kleinen, leichten Ferngläsern. Wirklich glücklich bin ich mit dem Ding nicht geworden.

Nun zum C90: Die Taukappe hat mit dem abkühlen des Teleskops nichts zu tun. Ein Fernrohr in Außentemperatur bewahrt dich vor Luftunruhe, die im oder vom Fernrohr selbst erzeugt wird. Schau ein mal wie schwer und massiv selbst bei diesem kleinen Rohr die Hauptspiegelzelle samt Okularaufnahme ist. Wenn das aus dem warmen Wohnzimmer kommt, braucht es einfach einige Zeit um sich an die Außentemperatur anzupassen. Du solltest es einfach schon mal 1/2 Stunde vor Benutzung auf dem Balkon etc. in den Schatten stellen, damit es seine tatsächliche Leistungsfähigkeit entfalten kann.

Die Taukappe verzögert das Beschlagen der Meniskuslinse bei passenden Wetterlagen, unter dem Maksutovs (und noch mehr Schmidt-Cassegrains) sehr leiden. Komplett verhindern kann man das Beschlagen aber nicht immer. Dann wische ich nicht sondern greife zu einem kleinen Reisefön, manchmal höre ich aber auch mit dem Beobachten auf; dann ist aber die ganze Ausrüstung meist schon patschnass.

An dem Fussel und der "Abplatzung", die dir aufgefallen sind, würde ich mich nicht stören. Lass am besten die Finger weg!

Übrigens ich weiß wovon ich rede, ein C90 aus den 1980ern benutze ich seit langem für das, wofür es gebaut wurde.

CS Gerhard
 
Nun zum C90: Die Taukappe hat mit dem abkühlen des Teleskops nichts zu tun. Ein Fernrohr in Außentemperatur bewahrt dich vor Luftunruhe, die im oder vom Fernrohr selbst erzeugt wird. Schau ein mal wie schwer und massiv selbst bei diesem kleinen Rohr die Hauptspiegelzelle samt Okularaufnahme ist. Wenn das aus dem warmen Wohnzimmer kommt, braucht es einfach einige Zeit um sich an die Außentemperatur anzupassen. Du solltest es einfach schon mal 1/2 Stunde vor Benutzung auf dem Balkon etc. in den Schatten stellen, damit es seine tatsächliche Leistungsfähigkeit entfalten kann.

Die Taukappe verzögert das Beschlagen der Meniskuslinse bei passenden Wetterlagen, unter dem Maksutovs (und noch mehr Schmidt-Cassegrains) sehr leiden. Komplett verhindern kann man das Beschlagen aber nicht immer. Dann wische ich nicht sondern greife zu einem kleinen Reisefön, manchmal höre ich aber auch mit dem Beobachten auf; dann ist aber die ganze Ausrüstung meist schon patschnass.

Hallo Gerhard, danke für die Basic-Erklärungen, sehr hilfreich.
Werde mich selbstständiger mit ein paar Basic-Guides/Lektüre befassen, um nicht wegen jedem Kleinkram fragen zu müssen.

Gestern waren meine Partnerin und ich erstmals abends mit Stativ (gestern abgeholt) auf einer etwas dunkleren Lichtung. Wir waren sehr happy über das Gewicht der Kombo, es sind insgesamt ca. etwas mehr als 5 kg zu transportieren.
Das Stativ stand auch auf dem nassen, hohen Gras sehr stabil. Der 3-Wege Neiger, welcher beim Stativ dabei war, ist noch etwas knifflig. Wie u.a. Alex vorausgesagt hat, ist es nicht einfach, angesichts Schwerpunkt und je nach Winkel des c90 den 3-D Neiger nachzuführen und gleichzeitig einen Sweet Spot an Griffigkeit zu haben, sodass keine "abrupten" Bewegungen das Anvisieren eines Objekts wieder zunichte machen. Entweder mir fehlt noch Gespür oder der Kopf ist mittelfristig gebraucht weiterzuverkaufen ...

Es war ein Testlauf (Abbau im Dunkeln etc.) ohne Erwartungen sowie eine Erkundung der uns vorher nicht bekannten Waldlichtung (außer von Light Pollution-Karten und Google Maps). So gesehen machte die leichte Bewölkung nichts aus, es ging noch gar nicht viel um Beobachtung, mehr um das "drumherum" .

Vor die "Linse" kamen immerhin kurz Altair (mangels Alternativen durch Bewölkung) mit benachbarten Beta- und Gammastern im Adler - war cool. Aber eigentlich ging und geht es jetzt auch weiterhin darum, mit dem 3-Wege Neiger zu üben - dessen Potential ist hoffentlich noch nicht an seinen Grenzen. Denke mit Planeten und Mond sollte es besser laufen.

Bin auf jeden Fall insgesamt zufrieden!

Viele Grüße

Yan
 
Hi
hohe Vergrößerungen mit einem 3 Wege-Neiger nachzuführen ist tricky.
Wenn Du es über Feinverstellung machen magst, was gut funktioniert, kann ich Dir diesen aus eigenen Erfahrungen ans Herz legen:
Auch gut, ohne Feinverstellung und sehr leicht ist eine Giro Mini. Hier braucht man aber auch etwas Training bis man den richtigen Widerstand eingestellt hat. Ob es sie noch neu gibt weiß ich nicht genau. Frag mal hier nach: GIRO-System
CS
 
Hi!

Giro-Mini ist gut (im Verein haben wir die normale Giro) und gibt's prinzipiell noch; *entfernt* hat auch die Seite: Teleskop-Haus & Teleskop-tecnica Der Online-Store geht grad nicht, aber einfach mal per Mail oder Telefon nachfragen.

Beste Grüße,
Alex
 
Der 3-Wege Neiger, welcher beim Stativ dabei war, ist noch etwas knifflig.

Bin ein ähnlicher Weg wie du gegangen in der "Annäherung" ans Sternegucken. Ich bezweifle sehr dass mit 3Wege Neiger du glücklich wirst. Ist auf Dauer zu schweisstreibend, hier eine "gute" Einstellung zu erreichen, bzw. irgendwann Zeitverschwendung. IMHO "hoffnungslos". Kann sein dass die 2-Wege "Videoneiger" etwas dankbarer sind, auch wegen dem weit grösserem, feinfühligerem Hebel für die Vertikale. Nie probiert, habe aber auch hier meine Zweifel.
Benutze den Manfrotto 410 Getriebeneiger, insofern ein gewaltiger "Fortschritt" für die Feineinstellung. Obiger Benro ist insofern gleich "passend", als man den ohnehin "verkehrt" anwenden muss, und beide Dreher für horizontal und vertikal dann "vorne" gut griffbereit sind.

Gruss
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo,

danke für Eure Hinweise und Einschätzungen.
ja, einer der beiden (bzw. 3) Getriebeneiger sind nun kurz-mittelfristig oben auf der Prioliste und wohl auch was für den Marktplatz zu gegebener Zeit.

Gestern Nacht gabs eine Balkonsession (Loch zwischen 2 Wolken). Wenn man bereit ist, sein "Muskuläres Gedächtnis" zu trainieren, lässt sich der 3-Wege Neiger manchmal relativ weich nachführen, er scheint gar nicht mal so schlecht zu sein. Leitsterne im Sternbild ließen sich im Sucher ansteuern und waren - zwar meißt nicht zentriert, weil der Neiger immer marginal verzieht bei der Fixierung - dann zu betrachten. Je näher man sich in der vertikalen Ausrichtung dem Zenit nähert, desto schwieriger wird es, wegen der Verlagerung des Schwerpunkts "gen Betrachter".

Lohnt es sich ggf. eine Pseudo-Gegengewichtsstange zu basteln bis ein Getriebekopf erworben wird oder "reine Zeitverschwendung"?

Noch nutze ich das 32er Ploessel, darunter wird es mit 3-Wege Neiger dann wohl richtig unerfreulich ....

VG

Yan
 
Einen Fluid-Head benutze ich sowohl für mein Bino als auch gelegentlich für das C5 Spektiv. Nachführen gelingt butterweich und kontrolliert für visuelles beobachten. Wenn du einmal richtig für langfristig investieren willst, dann wähle einen Fluid-Head mit Counterbalance-System.
Der Teufelskreis aus Fixierung, Verzerrung und Nachführung macht auf Dauer keine echte Freude.
 
Ich kann auch nur zum Fluidhead mit variabler Federvorspannung raten, lieber etwas länger sparen.
Aber damit ist das Nachführen dann wirklich eine pure Freude

Grüße Jochen
 
Danke für die Vielzahl an Einschätzungen bzgl. welchern Neigern Ihr zugneigt seid. Ich spare und lerne erstmal eine Weile über die Unterschiede und dann geht es mittelfristig in die Richtung 3-Wege Neiger mit hochwertigem Getriebe oder Giro Mini oder Neigern mit Features wie Federvorspannung oder/und Counterbalance. Was es nicht alles gibt, auch der Stativ-Kopf eine kleine Wissenschaft für sich und scheinbar ist es schwer als Anfänger da sofort das perfekte Setup bei guter Preis/Leistung am Start zu haben. Habe das unterschätzt.

Scheinbar gehört es dazu, dass neben Lehrzeit auch hier und da etwas Lehrgeld investiert werden muss, bis das Setup den Bedürfnissen entspricht.

Bis dahin übe ich mit den einfachen 3-Wege Neigern einfach casual. Aber nicht mehr mit dem beschriebenen. Der ist bereits wieder verkauft/ausgetauscht + etwas Aufpreis gegen das teurere Schwestermodell, welches immerhin Friktionseinstellung hat. Damit sollte das plötzliche Wegkippen nach hinten Geschichte sein (bzw. stark verbessert und kontrollierbarer). Nachdem das Zielfernrohr mehr oder weniger "ins Auge" kam ("Anfängerglück") musste ich kurzen Prozess machen und jetzt ist erstmal ein paar Tage Ruhe und üben (hoffentlich).

Ein schönes Wochenende

Yan
 
Hallo Yan,

eine ganz gut funktionierende Alternative zu den Neigern ist ein solider Kugelkopf. Den benutzt man aber nicht so, wie für die Fotografie gedacht. Wenn der Stift mit dem Kameragewinde waagrecht ausgerichtet ist und in der entsprechenden Rinne läuft, fällt der Schwerpunkt eines angeschraubten Rohres ziemlich mit dieser "Achse" zusammen. Dann kann man bei guten Kugelköpfen die Panorama Funktion für die Azimut Verstellung und den Kugelkopf für die Höhe verwenden. Halb angezogene Klemmungen reichen meist aus und erlauben das Nachführen. Gescheite Kugelköpfe bekommt man immer mal günstig sicher auch bald wieder auf irgendwelchen Flohmärkten.

CS Gerhard
 
Ein Kugelkopf ist wirklich eine gute Sache.
Besonders für Teleskope geeignet ist der Mono Ball, hier trägt er eine nicht wirklich handliche 16mm Filmkamera:

IMG_1498.jpeg


Auch wenn es inzwischen ein gesuchtes Stück ist, das manchmal zu hohen Preisengehandelt wird, findet man ihn auch immer wieder als Schnäppchen für 50 bis 70 Euro:

https://www.ebay-kleinanzeigen.de/s-anzeige/arca-swiss-mono-ball/1744387769-245-1190

Grüße Jochen
 
Hallo Yan,

zum besseren Verständnis hier ein 60/500 Objektiv - Refraktor, den es mal von Danubia gab, auf einem frühen Carbon Stativ mit Kugelkopf.

CS Gerhard
 

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Hallo Jochen und Gerhard,

danke für Eure Beiträge.
Gut, dass auch ein solider klassischer Kugelkopf im Rennen ist neben den anderen Vorschlägen. Denke bis Ende des Sommers habe ich mit wenigstens 2 Kopftypen bzw. Neigern üben können und vielleicht ein Präferenz.

Hallo Yan,

eine ganz gut funktionierende Alternative zu den Neigern ist ein solider Kugelkopf. Den benutzt man aber nicht so, wie für die Fotografie gedacht. Wenn der Stift mit dem Kameragewinde waagrecht ausgerichtet ist und in der entsprechenden Rinne läuft, fällt der Schwerpunkt eines angeschraubten Rohres ziemlich mit dieser "Achse" zusammen. Dann kann man bei guten Kugelköpfen die Panorama Funktion für die Azimut Verstellung und den Kugelkopf für die Höhe verwenden. Halb angezogene Klemmungen reichen meist aus und erlauben das Nachführen. Gescheite Kugelköpfe bekommt man immer mal günstig sicher auch bald wieder auf irgendwelchen Flohmärkten.

CS Gerhard

Danke für die Anleitung und das Bild. Tolle, einfache Konstruktion. Als Anfänger frage ich mich gerade, warum die Panorama-Funktion, also die 360° Schraube am Gewinde (oder?), für die azimutale Verstellung ausreicht. Muss nicht zusätzlich noch "der Stift" in der Rinne zusammen mit der Panoramaführung betätigt werden, um einen azimutalen Verlauf, also den "Bogenverlauf" eines Objekts, verfolgen zu können? Mit Kugelkopf oder auch 3-Wege Neigern haben wir doch quasi eine Pseudo-Parallaktische Montierung und bewegen im Idealfall fast nur 2 anstelle von 3 Achsen, oder? Kann aber auch voll daneben liegen, pardon, ich lese mich erst seit kurzem ein in die Basics ....

Nachteilig am Kugelkopf für mich erscheint mir, dass er keine Hebel hat. Das C90 hat ja diese kleine Prismenschiene und keine Befestigung über Schellen-Ringe am Kopf, welche Du wahrscheinlich berührst, um den Objektiv-Refraktor nachzuführen oder? Eine Nachführung direkt am C90 erscheint mir nicht geboten, weil dann vmtl. das 1/4 Gewinde zu viel abbekommt.

Jedenfalls war dein Post, Gerhard, sehr wertvoll für einen Anfänger, weil dadurch nochmal betont wurde, wie gravierend die waagerechte Achse ist, um das Tubusgewicht auszubalancieren und die vertikale Achse zu entlasten, selbst beim kompakten "Tönnchen" C90.

Dank des Friktionsausgleich fühle ich mich beim Nachführen schon viel besser, als mit Standart-3-W-Neigern. Ob ein Monoball, wie verlinkt, noch besser ist, muss ich wohl mal praktisch vergleichen. Zenitnähe war noch nicht so gut führbar, gibt aber der 45° Zenitspiegel auch nicht so toll her und ich kann damit erstmal leben. Derzeit ist das Set scheinbar ein bisschen wie ein 'grab and go' Allrounder für Tag und Nacht mit knapp über 5kg.

VG, Yan
 

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Hallo Yan,

natürlich ist das mit dem Kugelkopf eine azimutale Montierung und du musst waagrecht und senkrecht nachführen. Das geht bei leicht geklemmter Kugel aber sehr leicht und feinfühlig. Das C90 ist nicht aus Zucker und du darfst es einfach zum weiterschubsen anfassen, natürlich würde ich nicht am Prisma oder Okular herumreißen. Zum Himmel beobachten würde ich mir an deiner Stelle ein 90° Zenitprisma oder -Spiegel zulegen. Das ist zum Beobachten in Zenitnähe wesentlich angenehmer und bei höheren Vergrößerungen dürfte die Bildqualität besser sein als mit dem Amici Prisma. Es gibt sehr wenige, schweineteure Amici Prismen, die höhe Vergrößerungen gut vertragen. Das liegt einfach daran, dass die Ansprüche an Dachkanten wesentlich höher sind als an einfache Planflächen. Deshalb sind auch Dachkant Ferngläser ungleich teurer als gleich gut Porro Feldstecher.

CS Gerhard
 
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