Hi, hier werden verschiedene Themen angeschnitten:
1. Astigmatismus: eine Eigenschaft eines Auges für sich, die durch das optische System (Brille, Dioptrix, mit Einschränkung Kontaktlinse) korrigierbar ist. Effekt ist, dass man das Bild nie ganz scharf stellen kann. Wirkt sich bei großer Austrittspupille (AP, Durchmesser dividiert durch Vergrößerung) stärker aus, detto in der Dämmerung. Bei hoher Vergrößerung am Fernrohr weniger. Normale Ferngläser kompensieren das leider nicht. Mit Brille sieht man meist nicht mehr das ganze Bildfeld, weil das Auge dann nicht nah genug ans Okular kommt. Mit relativ geringem Astigmatismus von 1-2 Dioptrien kann man noch leben, braucht aber dann auch kein Premiumgerät kaufen, weil man dessen Schärfe sowieso nicht nützen kann. Ein Fernglas mit einer geringeren AP ist da etwas im Vorteil, diese werden aber nur beschränkt angeboten. Bei einem Doppelfernrohr kann man die AP durch Wahl der Okulare stärker reduzieren, die Flächenhelligkeit nimmt dabei natürlich ab, was bei dunklem Himmelshintergrund zur Beobachtung zarter Nebel ungünstig ist.
2. Augenabstand: die Distanz der beiden Augen muss am Fernglas genau eingestellt werden. Wenn das nicht möglich ist, weil der Verstellbereich zu klein ist oder weil die Schädelknochen im Weg sind, kann man das FG nicht benützen.
3. Die beiden Sehachsen sind nicht parallel: Erzeugt Doppelbilder, hat aber nichts mit Astigmatismus zu tun. Ist zu kompensieren, indem man das FG oder Doppelfernrohr individuell justiert, so dass die beiden Bilder für diesen Benutzer wieder zur Deckung kommen. Andernfalls entstehen Kopfschmerzen.
Zur Lösung des Problems sollte man erst mal wissen, was davon zutrifft.
CS Nik