Relativer Neuling sucht Rat für erstes eigenes Teleskop

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WeltraumEule

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Hallo liebe Astronomiefreunde,

ich heiße Marcel und komme aus einer Vorstadt bei München.

Nach Jahren des Interesses für Weltraum und SciFi möchte ich mir nun endlich mein erstes eigenes Teleskop anschaffen.

Ich habe bereits ein paar Erfahrungen an dem 200/1200er Dobson meines Verwandten aus Hamburg sammeln, und schon den ein oder anderen Planeten, Nebel oder Sternhaufen und auch diverse Galaxien sehen können.

An sich finde ich den Dobson von der Leistungsfähigkeit her schon sehr gut. Allerdings ist das "Ding" schon echt ein Monster. Für mich, der in einer relativ kleinen Wohnung lebt ist das leider nichts. Und mein Budget ist leider auch nicht das höchste... München ist halt sehr teuer...

Da mir die Beobachtung unserer benachbarten Planeten aber immer am besten gefallen hat möchte ich mich auch in diese Richtung nach einem passenden Teleskop, das nicht zu groß und nicht übermäßig teuer ist umsehen. Ich habe die Möglichkeit mit dem Auto ein wenig aus der Stadt zu kommen und da ist mir ein leicht transportierbare Gerät lieber. Und der Dobson wiegt ja auch ein bisschen was.

Ich konnte bereits nach einiger Recherche auf den gängigen Internetseiten der Händler sowie dem ein oder anderen Foren viele gute Dinge über Maksutov Teleskope lesen und habe mich dann gezielt danach umgesehen. Dieses hier hat besonders mein Interesse geweckt:

Skywatcher Maksutov 102/1300

Der Preis liegt gut in meinem Budget und es bleiben auch noch ein paar Euros übrig für ein oder zwei Okulare. Nach ein wenig weiterer Recherche bin ich aber auch auf das hier gestoßen:

Seben Zoom 8-24


Ich habe auf Google einen Okularrechner gefunden, auf dem man die Vergrößerung zwischen verschiedenen Teleskopen und Okularen ein bisschen vergleichen kann. Von der Vergrößerung her kommt das Maksutov scheinbar gut an den Dobson ran (zumindest auf der Seite). Aber ist das auch wirklich so, oder gibt es dann doch Abstriche?

Nun kommt meine Frage an die Experten: Taugt das Teleskop was und passt das Okular dazu (taugt das Okular auch?)??? Oder gibt es in der Preiskategorie auch noch andere gute Planetenjäger, die nicht zu groß werden?

Vielen Dank schonmal für Eure Ratschläge!

LG
Marcel
 
Moinmoin Marcel,

Prinzipiell ist so ein Mak eine gute Idee für Planeten, Mond, etc. Und wenn dein Budget sehr begrenzt ist, ist dieser bestimmt nicht der schlechteste.
Das Okular passt vom Brennweitenbereich schonmal relativ gut. Dir fehlt dann natürlich der Weitwinkelbereich, aber der ist für Planeten ohnehin nicht so interessant.
Mit dem Okular bist du bei Austritspupillen von 0.6-1.9, also sehr gute Range für Planeten.
Du solltest aber Bedenken, dass du die Planeten immer Manuell auf dieser Montierung nachführen musst. Bei hohen Vergrößerungen und einem kleinen Sichtfeld könnte das auf einem wackliggen Stativ eventuell etwas zittrig werden zwischen den Schwenks. Ds Stativ in deiner Verlinkung solltest du auf jeden Fall eingezogen lassen, um es halbwegs stabil zu halten.

Der kleine Mak wird außerdem nicht die selbe Auflösung wie der Dobson bei gleicher Vergrößerung erreichen, aber das heißt nicht, das man nicht eine Menge Spaß mit ihm haben kann, gerade weil er so handlich ist und man ihn überall mit hinnehmen kann.

Edit: Ich habe nochmal geschaut: Nach einigen Reviews zu urteilen, scheint der Mak durchaus brauchbar zu sein. :giggle: Prinzipell ist ein 200/1200er Dob aber das leistungsstärkere Gerät, dass dir auch den Deepsky-Bereich eröffnen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Marcel,

willkommen im Forum.

Nichts gegen ein Maksutow-Cassegrain (MC), besitze selbst einen in 5", aber viel mehr als Planeten/Mond ist bei 4" und der Brennweite nicht drin.

Ich würde mir das nochmal mit einem Dobson, 200/1200, überlegen.
In der Wohnung nimmt so ein Teil nicht wirklich viel Platz weg. Du kannst ja den Tubus im "Ruhezustand" in der Rockerbox senkrecht stellen. Und mit irgendwas zwischen 8 und 10 Kg ist der Tubus auch nicht sonderlich schwer.
Du transportierst das Teil ja nicht im Ganzen, also zusammengebaut. Würde ich zumindest nicht machen.
Der Tubus passt bestens auf die Rückbank Deines Autos und die Rockerbox kommt in den Kofferraum.

Auch wenn ich persönlich die Dobson nicht mag ;), bei knappen Budget und für den Start sind die Teile einfach unschlagbar.
Mit so einem 8"-er erreichst Du auch schon einiges an DeepSky. Planeten machen gewiss Spaß, habe mich selbst in letzter Zeit mal wieder mit Jupiter und Saturn beschäftigt. Planeten haben aber leider die Eigenschaft das sie nicht immer günstig stehen. Im Moment werden Jupiter und Saturn immer besser, aber letztes Jahr war es ein Graus, viel zu tiefer Stand.

Mit 100 bis 200,-€ mehr bekommst schon was für den Start.
 
Servus Marcel,

ich probier mal ein bisschen was zu schreiben.

Zum Zoom-Okular: hab ich zwar nicht, kenn ich aber. Hab's mal an einem 14 Zoll Dobson ausprobiert und find es jetzt persönlich nicht schlecht, vor allem für den Anfang. Dazukaufen kannst du immer noch und ca. 60 Euro sind jetzt auch nicht die Welt.

Teleskop: von der Vergrößerung kommt das Mak an den 8er Dobson ran, da die Brennweiten ähnlich sind. Bedenke aber, dass du nur die Hälfte an Öffnung hast. Somit wird das Bild auch um einiges dunkler sein. Bedenke auch, dass die Planeten nicht immer am Himmel stehen werden oder erst nach Mitternacht bzw. in den Morgenstunden erst aufgehen. Da braucht man dann auch den nötigen Elan und die Zeit dazu. Deep-Sky Objekte findet man dagegen fast immer am Himmel. Evtl. denkst du doch über etwas mehr Öffnung nach, z.B. irgendwas ab 150mm. Da du mobil bist, sollte dich die Lichtverschmutzung aus München dann auch nicht mehr soooooo stark stören.

Montierung: kenn ich nicht, sieht mir aber sehr nach Wackeldackel aus. Teleskop hat lt. Angabe 2kg und die Monti trägt 3kg, ich glaub nicht, dass du damit auf Dauer glücklich wirst. Und solltetst du doch mal ein größeres Teleskop wollen, dann musst du auch gleich eine neue Montierung kaufen. Besser nach einer Montierung mit mehr Tragkraft umschauen.

Hoffe ich konnte ein bisschen unterstützen.

VIele Grüße
Mathias
 
Hallo Felix und beide Mathias'se,

danke für Eure Antworten. Ich habe schon lange überlegt, aber ein Dobson ist wirklich zu groß für mich.

Was ich aus Euren Posts lese ist, dass das von mir ausgesuchte Maksutov aufgrund der kleineren Öffnung kein so gutes "Bild" bietet wie das Dobson. Aber wenn man ausschließlich auf Planeten schaut - fällt das wirklich so hart ins Gewicht?
Ich habe mich noch etwas mehr umgesehen und gelesen, dass der kleine MAK trotzdem auch Deep Sky kann. Zwar nicht so gut wie das Dobson aber immerhin den Orionnebel und ggf. auch die eine oder andere helle Galaxie. Aber wie gesagt, Planeten sind mein bevorzugtes Ziel. ;-)

Und was ich auch rauslese ist, dass wohl die Montierung und das Stativ wohl nicht so gut sind? Ich weiß natürlich, dass eine gute Montierung bzw. Stativ schon ne ganze Stange Geld kosten, und dass es sein kann, dass die "billig" Sachen u. U. nicht so gut sind. Ich selbst konnte leider nichts (für mich) bezahlbares finden, was sich dramatisch von den Leistungseigenschaften des AZ-Pronto hinsichtlich Tragekapazität und/oder Wackelstabilität unterscheidet. Aber ich kenne mich mit Stativen usw. leider auch noch nicht so gut aus... Vielleicht könnt Ihr mir ja auch mit einer guten "Budget"- Montage + Stativ helfen?

Danke!

Gruß
Marcel
 
Hallo Marcel,

usgesuchte Maksutov aufgrund der kleineren Öffnung kein so gutes "Bild" bietet wie das Dobson
der MC wird sicher ein gutes und auch farbreines Bild bringen, aber die Öffnung ist das limitierende Element.
Auflösung kommt mit der Öffnung und schlägt sich leider auch bei Planeten nieder.
Auch wird er Dir vielleicht das ein oder ander DeepSky-Objekt zeigen, aber dann wirklich nur die der (sehr) hellen Sorte.
Und, t'schuldigung wenn ich es so sage, mit der Zeit werden Dir Planeten nicht mehr genügen.

dass wohl die Montierung und das Stativ wohl nicht so gut sind?
die Montierung ist nun mal das A&O, da führt kein Weg dran vorbei.
Es ist wirklich besser mit einem guten, stabilen Unterbau zu starten und mit der Optik, auf Grund des Euroeinsatzes, kleiner zu starte. Teleskope kommen und gehen, das ein oder andere bleibt, aber die Montierung bleibt für längere Zeit. Da lohnt es sich zu investieren.
Für den Start muss es nicht zwingend eine mit GoTo sein. Planeten, zumindest Venus, Mars, Jupiter und Saturn, findet man auch manuell. Uranus und Neptun werden da was kniffeliger ;).

Alternativ zu einem "großen" Dobson, käme ein Tischdobson in Betracht. Hat halt den Nachteil, wie der Name schon sagt, Du musst, wenn Du auf den Acker fährst, immer einen stabilen Tisch oder ähnliches mitnehmen, außer Du möchtest im Liegen beobachten ;).

Wenn Du es nicht all zu eilig hast, ist es sicherlich gut zu überdenken Dein Budget durch sparen aufzustocken.
Zumal die Preise im Moment recht angezogen haben. Ich hege, andere wohl auch, die Hoffnung, dass sich das wieder auf mittlere Sicht auf ein "normales" Niveau einpendelt.

Ich gebe mal ein paar Beispiele, bei denen ich natürlich weiß das sie Dein momentanes Budget überschreiten.
Davon abgesehen, mit dem Beobachten/Hobby-Astronomie machst Du ein Fass ohne Boden auf ;).
- 150/750 Newton mit EQ-5
- 127/1500 MC mit EQ3-2, da bitte das Original von Skywatcher, alles andere sind Nachbauten, haben ähnliche Namen, kommen aber nicht an die Skywatcher ran
- das Skywatcher Set MC 127/1500 mit GoTo Alt/AZ Montierung, zwar von der Montierung etwas Grenzwertig aber noch gut zu akzeptieren
- ein Refraktor 120/600 oder 120/1000, den Farbfehler jetzt mal außer acht lassend (aber im Hinterkopf halten). Den 120/600 auf EQ3-2, den 120/1000 auf EQ-5, aber wohl eher auf HEQ-5.
- schau auch mal nach Newton/Dobson mit dem Namen Heritage.

P.S.
Da Du in der Nähe von München wohnst, hast Du die Qual der Wahl der Händler.
- Teleskop-Spezialisten
- Astroshop in Landsberg am Lech
- nähe Augsburg ist noch einer
Mal hin fahren, reden und auch zeigen lassen. "Live und in Farbe" die Instrumente sehen und auch anfassen ist immer gut.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber wie gesagt, Planeten sind mein bevorzugtes Ziel. ;-)
...
Und, t'schuldigung wenn ich es so sage, mit der Zeit werden Dir Planeten nicht mehr genügen.
Lass ihn doch Planeten schauen, wenn man das bevorzugt will. Warum muss man immer versuchen, die Menschen zu missionieren?
Marcel sagt jetzt wie oft hier in dem Faden, dass ihn Planeten am meisten interessieren.
Nix für ungut.

die Montierung ist nun mal das A&O, da führt kein Weg dran vorbei.
So ist es, und da sollte auch das meiste Geld hin fließen. Es ist ein tolles Gefühl, sich nach und nach Optik einfach so dazu kaufen zu können, weil man sich um eine evtl. stärkere Montierung keine Gedanken mehr machen muss, da man bereits eine ausreichend dimensionierte Montierung hat.

Wenn Du es nicht all zu eilig hast, ist es sicherlich gut zu überdenken Dein Budget durch sparen aufzustocken.
Und hier der nächste gute Punkt. Astronomie ist generell ein Hobby, was geduldig werden lässt... Gleich am Anfang eine vernünftige Montierung zu kaufen öffnet dir egal in welche Richtung (Fotografie, mehr Öffnung visuell...) alle Türen.
 
Hallo Felix und beide Mathias'se,

danke für Eure Antworten. Ich habe schon lange überlegt, aber ein Dobson ist wirklich zu groß für mich.
Es kommt darauf an, wie er gelagert wird. Die Rockerbox nimmt ungefähr 50x50cm in Anspruch. Senkrecht kann man ihn gut lagern. Vorausgesetzt, man hat keine Schräge. Wie würdest Du das Stativ der Montierung lagern?
 
Lass ihn doch Planeten schauen, wenn man das bevorzugt will. Warum muss man immer versuchen, die Menschen zu missionieren?
Mit missionieren hat das nichts zu tun ;).
Das hat mich das lesen vieler Threads gelehrt, das es auf Dauer nicht bei Planeten bleibt.
Da bin ich mit einem MC halt recht eingeschränkt.
Das festlegen auf eine bestimmte "Sorte" Beobachtungsobjekte im Anfang ist für mich "fraglich", da noch nicht wirklich sicher ist wohin die Reise gehen soll.

Wenn ich hier Äußerungen/Meinung kund tue, muss ich mit "Kritik" rechnen oder einer anderen Meinung.
Also kein Thema :D.
 
Nochmal was zur Montierung.
Man muss da schon abwägen.

Stabiltät, Tragkraft, Verarbeitung... ... ... sind wichtig, aber wenn ich Transportabel sein will, muss ich natürlich überdenken was ich bereit bin zu "schleppen".

Ich besitze eine EQ-6 R die ich beim besten Willen nicht mehr mobil nennen mag (sieht der Ein oder Andere sicherlich anders ;)). Das Teil ist mir zu schwer und wird auf kurze Sicht ausgetauscht werden.
Auf dieser Montierung geht sicherlich ein 200/1000 Newton, ein 120/1200 Refraktor, ein C9.25 oder C11.
Aber das "zahle" ich halt mit der "Schlepperei".

Die von mir erwähnte EQ3-2 ist eine feine kleine, leichte Montierung, ABER eben nur für kleinere Teleskope.

Wenn ich stationär bleibe, immer wieder eine EQ-6 R, oder was gleichwertiges von iOptron oder Celestron.

Mobil ist für mich noch eine HEQ-5, Celestron AVX, iOptron Alt/AZ Pro GoTo und ähnliche.
 
Ein Standard Dobson mit Rockerbox ist ja aber nun auch nicht gerade ein Leichtgewicht... :)
 
Hi Marcel,
wenn Du nahe München wohnst, hast Du doch alle Händler um die Ecke.
Kucke Dir die Geräte mal live an und überlege dann in Ruhe.
Lagerung eines parallaktischen Teleskops ist am Ende nicht platzsparender wenn die Dimensionen der Öffnung ähnlich sind.
Ein Mak ist ein spezielles Gerät von der Auslegung her. Klar machen Planeten Spaß, aber aus Jahrzehnten der Erfahrung kann ich sagen, dass irgendwie am Ende doch jeder mehr als nur Planeten schaut. Insofern rate ich eher auf Transport und universelle Auslegung beim Teleskop zu achten.
Anlaufstellen wären zudem Astrotreff Münchner Norden als Stammtisch.
CS
 
Also wenn's bei der Entscheidung Dobson oder nicht nur darum geht, dass platzsparend gelagert wird, dann kannst du dir auch den Dobson holen. Ich hab hier bei mir einen 8" f/6 Dobson stehen und ein 6" f/5 Newton auf EQ6R. Da nimmt der Dobson weniger Platz weg, obwohl ich den nicht senkrecht, sondern mit der Öffnung schräg nach unten gelagert habe (Staubablagerung am Spiegel vermeiden). Betrifft übrigens auch die EQ5, die steht auch noch rum.

Viele Grüße
Mathias
 
Schaue ich in die Kleinanzeigen finde ich eine ganze Reihe gebrauchter 8" Dobs in und um München.

Kaufen, testen und bei Nichtgefallen wieder verkaufen. Keine Sorge, solche Klassiker wird man gut wieder los.

Ich würde aber auch ein "Allroundwerkzeug" empfehlen. 8" F5 oder F6 Dob.
Wenn es sehr kompakt sein soll: Heritage 150P, ein guter Kompromiss aus Größe und Öffnung. Ich hab den kleinen Bruder und damit geht schon recht viel. Hab den eher als Spielzeug gekauft, ertappe mich aber immer wieder den deutlich öfter rauszuholen als ursprünglich gedacht. Aber bei dem kleinen Freund wünscht man sich schnell mehr Öffnung und/oder Brennweite.
 
Witzig oder? Vor ein paar Monaten noch war so ein 8" Dobson doch quasi pures Gold durch die langen Lieferzeiten und die hohe Nachfrage. Oder kam mir das nur so vor und hab es mir evtl. eingebildet?
 
Dafür sind heute andere Equipmentteile die Wertanlage ... Ich glaub ich könnt mein zusammengekrämertes Equipment heute mit gut 10-15% Rendite verkaufen ;)

Mit €450-650,- für die gebrauchten 8" Dobs finde ich sie aber immer noch nicht billig, sondern wieder preiswert. Und wer den vor 2 Jahren gekauft hat, bekommt ihn jetzt zum Kaufpreis los und upgraded auf was Dickeres.
 
Hallo Marcel, hallo Freunde

Ich weiß nicht wo das "Ammenmärchen" immer wieder her kommt, daß ein Maksutov besonders für die Planetenbeobachtung geeignet ist. Tatsache ist das die Vorteile eines Maksutov in der kompakten Bauform und der damit verbundenen gut zu händelnden Handhabung zu suchen ist und nicht in der Fähigkeit Planeten besonders gut abzubilden. Ich möchte hier einmal einen Satz zu Refraktoren von unserem leider viel zu früh verstorbenen Martin Birkmaier einwerfen: "Bei 3 Zoll (80 mm Öffnung) ist es das in jeder Beziehung überlegene System".
Daher möchte ich mal auf einen Refraktor mit 102mm Öffnung aufmerksam machen. Eine Fraunhofer-Optik muß für eine farbreine Abbildung sehr lang ausgeführt werden und fällt daher wegen Baulänge und der daraus resultierenden Transportierbarkeit und Handhabung aus der Wertung. Darüber hinaus sind die billigen Angebote mit Linsenfassungen zum Teil aus Plastik auch nicht gerade der Bringer.
Was gerade aber noch bezahlbar währe ist ein ED-Apo mit 102mm Öffnung. Ja , er ist schon sehr teuer aber mit 5kg Gewicht immer noch gut tranportabel. Er sammelt über die deutlich bessere Transmission rund 20% mehr Licht und durch die fehlende Abschattung nochmals ca. 12-15% mehr als ein Maksutov und kann am Planeten ohne Einschränkung gut bis zu einer 0,5mm Austrittspupille, das heißt Vergrößerungen um die 200-210 fach genutzt werden was mit dem 102mm Maksutov schon sehr, sehr kritisch werden wird. Der Refraktor erreicht hier einen deutlich besseren Kontrast als ein gleich großes Maksutov das heißt, die feinen Helligkeitsunterschiede auf den Planeten werden hier besser differenziert. Der rote Fleck auf Jupiter, zum Beispiel, ist hier deutlich leichter zu erkennen!
Des weiteren ist dieser Refraktor merklich universeller einzusetzen als ein Maksutov. Er erreicht mit 2"-Zubehör ein wesentlich größeres Gesichtsfeld, 3,7°zu 1,2°, als das genannte Maksutov. Zudem bietet er durch das schnellere Öffnungsverhältnis für die Zukunft schon einen Einstieg in die Astrofotografie. Der Anspruch an die Montierung ist hier auch noch nicht sonderlich hoch und man kann hier durchaus noch Montierungen im bezahlbaren, leicht transportierbaren Bereich verwenden. Ja, der Refraktor ist schon sehr teuer aber das sparen lohnt sich, gerade bei der Planetenbeobachtung! Vielleicht findet sich ja was auf dem Gebrauchtmarkt? Apo-Refraktoren im Bereicht um die 100mm haben nicht umsonst einen recht großen Freundeskreis!


Peter
 
Hallo Peter,

Eine Fraunhofer-Optik muß für eine farbreine Abbildung sehr lang ausgeführt werden und fällt daher wegen Baulänge und der daraus resultierenden Transportierbarkeit und Handhabung aus der Wertung.
da ich einen 120/600, 120/1000 und einen 127/1200 mein eigen nenne, finde ich die Baulänge für den Transport eigentlich nicht so limitierend und das Gewicht auch nicht. Die beiden längeren sind transportabler als z.B. mein 200/1200 Newton.
Das Limitierende ist der Farbfehler, der natürlich das Bild "trübt" und dann doch die Baulänge, bezüglich der Montierung.
Hätte ich damals bei der Anschaffung auch nicht gedacht, dass die Hebelwirkung so "erbarmungslos" zu schlägt.
Wie oben schon von mir vorgeschlagen, den Farbfehler außer Acht lassend, sind Refraktoren feine Geräte.
Und mal ehrlich, Farbfehler hin oder her, mich persönlich stört er kaum bis gar nicht, denn die Klarheit des Bildes entschädigt dafür gut.
Wartungsarmes System, schnell einsatzbereit, warum man immer für schnellen Einsatz plädirt ist mir immer noch nicht eingängig. Es wird immer wieder erzählt das einen das Beobachten, die Hobby-Astronomie, Ruhe und Geduld lehrt.
Warum muss dann ein Teleskop schnell Einsatzbereit sein?
Dann gebe ich meinem Instrument eben die Zeit die es benötigt.

Natürlich wäre ein Apo, wie der von Dir vorgeschlagene, eine tolle Sache, die Vorzüge sind einfach nicht von der Hand zu weisen, aber da wird Marcel sehr wahrscheinlich große Augen machen, bei den momentanen Preisen. Wird wohl auch schon bei den Achromaten so sein.

Persönlich würde ich auch einen Refraktor in die engere Wahl aufnehmen.

Marcel wird nicht umhin kommen mehr anzusparen.
 
Hallo nochmal an Alle,

danke für Eure Antworten!

Ich werde wohl dann doch lieber noch ein paar Monate länger sparen und mir dann gleich was besseres holen.

Ob's dann vielleicht doch ein Dobson wird oder ggf. ein etwas größeres Maksutov oder gar ein Refraktor muss ich dann entscheiden wenn's so weit ist...

Grüße
Marcel
 
Hallo nochmal an Alle,

danke für Eure Antworten!

Ich werde wohl dann doch lieber noch ein paar Monate länger sparen und mir dann gleich was besseres holen.

Ob's dann vielleicht doch ein Dobson wird oder ggf. ein etwas größeres Maksutov oder gar ein Refraktor muss ich dann entscheiden wenn's so weit ist...

Grüße
Marcel
Eine gute Entscheidung Denke ich.
Ich hab dazumal auch mit einem billigst Reflektor der 200 Euro-Klasse (inkl. Montierung) angefangen und es hat mich über Jahre das Interesse verlieren lassen weil alles klapprig und günstig war und dementsprechend keine Qualität vorhanden war. Jahre später hab ich dann mal wieder den Versuch gewagt und habe mir was richtiges zugelegt und habe bereut so eine lange Zeit verpasst zu haben, da ich mir nicht gleich was richtiges geholt habe.
Was Ordentliches wird deine Euphorie sicher für Lange Zeit hoch halten :giggle: Und mit nur etwas mehr Budget, kann man schon was richtig Ordentliches bekommen (Muss ja auch nicht gleich in die >1.000€ Kategorie gehen. :y:

Edit: --> Hier <-- kannst du auch mal reinschauen, da wird grad eine Ähnliche Thematik besprochen.
 
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