Vorstellung und Suche eines Fernglases 15x - 16x Vergrößerung

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Claus66

Mitglied
Hallo an alle Sternenfreunde,

erstmal ein großes Dankeschön an das Forum, ich habe hier viel gelesen, gelernt, laut gelacht und manchmal nur den Kopf geschüttelt. :)

Zu meiner Person
Claus, 55 Jahre, wohne in Kerpen-Brüggen

Meine „Spechtelgewohnheiten“
bedingt durch den inneren Schweinehund, schlechtes Wetter oder fehlender Zeit beobachte ich meistens von der Wohnung aus. Blickrichtung Süd.
Ich würde mich als „Genusseher“ beschreiben, Mond geht immer, wenn Jupiter und Saturn vorbeischauen ist es immer eine Freude, Doppelsterne finden etc. das gesehene anhand von Sternenkarten identifizieren oder einfach nur in bewölkten stürmischen Nächten mit dem Fernglas das Spiel von Wolken und Mond beobachten. Glück kann so einfach sein.

Meine Ausrüstung die sich im Lauf der Zeit bewährt hat
Teleskope:
- 90er Mak
- Refraktor TS 72/f6 auf einer AZ Pronto (manchmal mit einer Nikon D90, Mond und Skelettkarten von Sternbildern erstellen)
- Refraktor TS 115/f7 auf einer Skytee Doppelmontierung
- Okulare Baader Morpheus 6,5, 9, 14, 17,5
- TS ED 35mm

Strom brauchen nur die Rotlichtlampe der Leuchtpunktsucher und die Kamera :-)
Drehbare Sternkarte und Starhopping bringen mir mehr als Goto und Messiermarathon.
Suchen, Staunen und Lernen ;)

Ferngläser:
- Celestron Trailseeker ED 8x42, großes Feld, gute Bildqualität, problemlos mit Brille, Preis/leistung für mich sehr gut.
- Kowa BDII 32x6,5 XD, Spitzname ist mittlerweile „Übersichtsokular“
- TS 10x60, so LaLa, nehme ich nur noch am Tag für Flugzeuge oder Vögel zu beobachten
- Leica Ultravid 8x20, das kompromissloseste kleinste hochwertige Fernglas, wenn man mit den Eigenheiten der 2,5er AP zurechtkommt (oder sich daran gewöhnt) ein fantastisches Teil, eigentlich kein Astroglas, aber Mond geht immer und in einer guten Nacht erfreut es mit einem kreisrunden, farbfreien Jupiter und klar abgegrenzten Monden.

Die Gläser lege ich gerne auf ein altes Berlebach mit einfachem Neigekopf und dem Fernglashalter von Berlebach.

Was sich, für mich, nicht bewährt hat (und unbenutzt im Regal schlummert )
-Skywatcher Explorer-150PDS 150mm 750mm f/5, technisch/optisch ein gutes bewährtes Teil aber die Handhabung eines Newtons ist einfach nicht meins.
- Nikon Action EX 8x40 CF, sehr gutes „Anfängerglas“, Brillentauglich, großes Feld. Wurde durch das Celestron 8x42 abgelöst, ist aber immer noch eine sehr gute Wahl für den schmalen Taler.
- Nikon 7x35, 9,3° Wide Field, wunderbares Glas, die Bildqualität ist meiner Meinung nach besser als das kleine Kowa 6,5x32, Verarbeitung auf hohem Niveau, aber es passt einfach nicht an meine Augen.
- Nikon 7x50 CF HP, Bildqualität, Verarbeitung alles sehr gut, passt auch mit umgeklappten Augenmuscheln an meine Augen, aber groß, schwer und AP7mm sind für den Vorstadthimmel nicht die beste Wahl.

Aber jetzt zu meinem Anliegen:
Ich suche ein Glas mit 15x/16x facher Vergrößerung, AP < 5, Gewicht < 2kg, Sehfeld > 4°

Warum 15fach?
- Es würde von der Vergrößerung die Lücke zwischen den Ferngläsern und den Teleskopen füllen.
- 8 fach kann ich freihändig gut halten ab 10fach wird es mir auf Dauer zu wackelig, also muß es sowieso auf das Stativ. Wenn ich Gewicht und Vergrößerung betrachte erscheint mir eine 15 fache Vergrößerung als der beste Kompromiss.
- < 2Kg stellen keine zu großen Anforderungen an die Fernglasmontierung, der Plan ist eine Parallologrammontierung selbstzubauen.

Was will ich beobachten?
Natürlich am Sternenhimmel „herumstochern“ und mal sehen was 15x so auf die Netzhaut bringt.
Der weitere und wahrscheinlich Haupeinsatzzweck wäre die Langstreckenbeobachtung, Flugzeuge, Natur, etc.

Welches Glas?

Zeiss Conquest , Meopta Meostar , Swarowski, sicherlich die erste Wahl, aber bei den Preisen muß ich 2 mal schlucken. Gebraucht in einwandfreiem Zustand mit vorherigem Testsehen gerne.
- DD Optics 15x56 Pirschler oder Ergo, über diese Gläser sind kaum Infos zu finden und was hat es mit dieser angepriesenen Smart Focus Technik auf sich?
- APM 16x70 oder 16x80 ? Würden auch in das Anforderungsprofil passen, aber ist die Einzelokularverstellung eine gute Lösung für die terrestrische Beobachtung? Preis/Leistungs verhältniss ok? Ist auch das drin was draufsteht? Stichwort ED Apo ? Die Büchse der Pandora :)
- Bresser Fernglas Spezial Astro SF 15x70, das Glas schneidet in einem Test bei „bestbinocularsreview“ nicht schlecht ab. Akzeptable Optik und bessere Verarbeitung als die „Billigheimer“. Hat jemand Erfahrung mit solch einem Glas?

Vielen Dank fürs durchhalten beim Lesen, ich freue mich auf eure Antworten, Tips und Vorschläge.

CS
Claus
 
Hallo Claus,

Du hast ja bereits einiges ans Equipment und Erfahrung zusammen getragen und weisst recht genau was Du willst und was Du nicht willst :-)

Da ich das beidäugige Beobachten favorisiere habe ich mich schon länger von den Teleskopen verabschiedet und über die Jahre einige Ferngläser getestet, bessessen und auch wieder verkauft.

Das Ultravid 8x20 besitze und liebe ich auch, unglaublich was dieser Winzling für einen tollen Kontrast zaubert!

Bei 15x denke ich natürlich zuerst an das Canon 15x50IS, das ich seit über 20 Jahren besitze und immer noch sehr viel nutze.
Der große Vorteil ist der schnelle Einsatz der auch ohne Stativ ruhige Bilder liefert.
Ich nutze es auch sehr gerne am Tag beim Wandern oder in den Alpen.
Auch wenn es keine ED Optik ist sind die Bilder brillant und vor allem scharf bis zum Rand.
Aber es hat natürlich auch seinen Preis und niemand weiss, wann endlich mal ein Nachfolgemodell erscheint ...

Ansonsten hatte ich einige APM ED Gläser, manche nur zum Testen, andere auch länger besessen.
Sie waren optisch alle sehr gut und eine absolute Empfehlung.
Das APM 20x80 Magnesium ED hatte damals mein Nikon 18x70 Astroluxe abgelöst und war deutlich besser, den das hochgelobte Nikon ist nur ein Achromat...
Danach hatte ich dann das 25x100 ED Magnesium, ein wirklicher Hammer unter Sternenlicht, wenn man es handhaben kann.

Ohne Stabi und bei vorwiegender Nutzung unter Sternen (Einzelfokussierung) würde ich zu einem der APM ED Magnesium greifen, ob 70 oder 80mm Öffnung und 16x, 18x oder gar 20x nach Gusto und Himmel (AP).
Da sind auch auf jeden Fall ED Gläser drin und die Okulare haben einen angenehmen Sehwinkel (kein Tunnelblick)

Meine Erfahrung ist, dass nicht nur mehr Öffnung mehr zeigt, sondern auch mehr Vergrößerung zahlt sich aus, und da Du eh aufs Stativ oder Parallelogramm musst sind auch 20x zu gut handhaben.

Die Premiumhersteller bieten Dir Mittenfokussierung und bessere Mechanik, bei Tagbenutzung vielleicht ein Argument?

Grüße Jochen
 
Hallo Jochen,
deine Vorliebe für das beidäuguge Beobachten war nicht zu überlesen. Ich habe deinen Bericht über das 150mm Bino verschlungen. Respekt, das ist Perfektion ! :y:

Das Canon hatte ich nicht in meine Überlegungen mit einbezogen weil ich die Technik möglichst einfach halten will. Sicherlich ein sehr gutes Glas aber für mich zuviel High-Tech. :)
Wahrscheinlich wird es auf ein Glas mit Mitteltrieb hinauslaufen. Leider habe ich keine Erfahrung mit der Einzelfokussierung und nach meinem Verständniss übernimmt das Auge die Akkomodation, d.h nachts dürfte es kein Problem sein weil es für die Sternenbeobachtung sowieso auf unendlich eingestellt ist und das Auge sich nicht auf wechselnde Entfernungen einstellen muß. Am Tage dürfte es für alte Augen vielleicht anstrengend werden und dann steht das Glas im Eck und verstaubt, was nicht Sinn der Sache ist.
Ist meine Überlegung richtig oder hab ich das falsch verstanden?
Das wäre natürlich auch ein Minus für den Smart Focus der DD-Optics Gläser.

CS
Claus
 
Hallo Claus,

bei einem Glas mit Einzelfokussierung musst Du zum Scharfstellen an beiden Okularen drehen, bei einem Glas mit Zentralfokussierung nur an einem Stellrad, das dann beide Augen scharfstellt.
Letzteres geht natürlich einfacher und schneller und hat insbesondere bei der Beobachtung von sich bewegenden Objekten (Tieren) große Vorteile.

Vor der Technik der Canons brauchst Du keine Angst zu haben.
Meins wird seit 20 Jahren ohne Schutzhülle in den Rucksack geworfen und wirklich nicht sanft behandelt.
Ich lese eigentlich jeden Thread über Canon IS Gläser aber da gibt es keine auffallend hohen Zahlen von technischen Defekten, die Dinger sind robust.
Mehr als Batterien einlegen und den Knopf drücken musst Du auch nicht machen :)

Ein Thema ist immer mal wieder die sich auflösende Gummierung, wenn diese mit Sonnencreme in Berührung kam.
Aber auch hier gibt es im Verhältnis zu den verkauften Stückzahlen keine wirklich große Häufigkeit der Fälle und es sind primär alte Gläser betroffen.

Zu guten Gläsern mit Zentralfokussierung kann ich Dir leider nichts sagen, so etwas habe ich nie besessen.
Würde ich so etwas suchen würde ich mich bei Swaro, Leica und Zeiss umsehen, in dieser Reihenfolge.
Von allen dreien gibt es 15x56 Gläser, die ich dann mal vergleichen würde.

Allerdings würde ich mir so ein Glas niemals kaufen insbesondere nicht bei den aufgerufenen Preisen, die natürlich ob der Qualität durchaus berechtigt sind.
15x sind ohne Stativ nicht nutzbar und dadurch reduziert sich der Nutzwert für mich auf ausschliesslich Astro, da ich beim Wandern nicht auch noch ein Stativ mitschleppen würde.
Für mich käme als Glas, das ich zumindest hin und wieder auch gerne handgehalten nutzen möchte, nur eines mit Stabi in Frage, und das Canon ist gegen die 3 Platzhirsche ja sogar noch günstig.
Zentralfokussierung hat es auch :)

Wenn Du noch nie durch ein Canon IS geschaut hast solltest Du das unbedingt mal machen.
Ich kenne niemanden, der diesem dramatischen Zugewinn widerstehen konnte :)

Grüße Jochen
 
Hi Claus,

ich komme einfach mal mit Kandidaten:
Großes Feld, gut handhabbar - zur Not auch mal aufgestützt ohne Stativ zu einem moderaten Preis. Guter Einblick.

Habe ich selbst. Hat fast keinen Farbfehler bei Vollmond und auch bei Tagesbeobachtungen. 4 Grad Feld und recht gute Sternabbildung. Es ist leicht und daher gut zu handhaben. Der Einblick ist gut. Naheinstellgrenze ist sehr weit. Gemessen am Preis finde ich es gut. Die APM Magnesium Ed sind allerdings zu mehr als dem doppeltem Preis etwas besser.

Montiert habe ich sie auf einem großem Fotostativ mit Mittelsäule - i.d.R. mit einem Benro GWSH Getriebeneiger. Das funktioniert gut und könnte daher eine Lösung sein. Auch geht die APM Einarm-Fernglasmontierung, wenn man sich eine Adaption baut ;)

Vllt bringt Dich das etwas weiter bei den Überlegungen.

CS
 
Ich kann für ca. 15x auch nur das Canon loben. Ohne IS geht bei dieser Vergrößerung gar nichts ohne Stativ. Mit aktivem IS und den Rücken etwas angelehnt, sieht man sogar den Saturnring.
Die Gummierung muss wohl gut behandelt werden, d.h. keine schwitzigen oder eingecremte Hände oder Lagerung im feuchten Keller. Bei mir war das Gummi nach über 20 Jahren noch glatt und angenehm. Ich kenne diese "Kaugummis" von allen möglichen Produkten, sowas ist einfach nur eklig. Allerdings muss auch erwähnt werden, dass Canon nach den (nur) zwei Jahren Garantie keine Anstalten macht, das Problem zu lösen, wenn es auftritt - so die Infos aus div. Foren!
 
Hallo Jochen, Hallo Martin,

schon ein verlockender Gedanke, 15x Freihand, kein Stativ .......
aber irgendwie kann ich mich mit Gedanken, Fernglas Elektronik Batterie nicht anfreunden.
Vielleicht ist es Alterstarrsinn oder die Liebe zur Mechanik ;)
z.b. bin ich seit 3 Jahrzehnten mit meiner alten BMW R80 unterwegs, keine Einspritzung, kein Schnick Schnack, keine elektronischen Helferlein. Mit einer Handvoll Werkzeug kann ich die Mechanik problemlos am Leben erhalten.
Früher hat man sich in der Werkstatt ölige Finger geholt, heutzutage stirbt man wahrscheinlich am Elektrosmog von all den Diagnosegeräten und Computern und und und .... :D
(aber Testen würde ich es trotzdem gerne :whistle:)

Hallo Antares,

das Orion sieht sehr interessant aus, vor allem der Mitteltrieb dürfte für die Terrestrische Beobachtung die bessere Wahl sein. Ein großer Pluspunkt in der Bedienfreundlichkeit. Aber woher nehmen und nicht stehlen !!!
Wie so vieles in diesen Lausigen Zeiten ausverkauft, out of Stock, Lieferzeit ????? Vielleicht im Suezkanal Container knacken :ROFLMAO:
Das Modell werd ich mal im Auge behalten, vielleicht findet sich ja irgendwo noch eins !

CS
Claus
 
Hallo Claus,

ich bin da vollkommen bei Dir.
Mein Brot verdiene ich in der IT, aber mein Herz hängt an alter Mechanik, eben weil man alles selbst reparieren kann.
Mein Auto hat auch noch einen Vergaser und mein Motorrad benötigt nur ein einziges Kabel - vom Zündmagneten zur Zündkerze :)

IMG_2681.jpeg


Aber ich sehe die Vorteile von beiden Welten und mache sie mir zu Nutzen wo es geht.
Und der Stabi von Canon ist sowas von genial, da akzeptiere ich ein paar Kabel, Prozessoren und Batterien.

Anfangs hatte ich auch Bedenken, wie lange das wohl hält.
Aber nach 20 Jahren rauher Behandlung verschwende ich daran keinen Gedanken mehr und geniesse es nur noch.

Ich kann Di nur den Rat geben irgendwo mal eines zu testen.
Ich bin mir sehr sicher, nach dem ersten Druck auf den Schalter bist Du sowas von perplex und wirst nichts anderes in 15x wollen.

Müsste ich mich auf ein optisches Instrument reduzieren, es wäre ohne nachzudenken das Canon.

Grüße Jochen
 
o_O ist das eine CS1, Bj 28/29 ???? ich krieg ein Hörnchen, eher schon ein Horn. Das ist eine Punktlandung von dir !!!
Es gibt nur einen Ton, Norton. Da ist was dran, eine Manx auf Rennstrecke " full throttle open", nie war Tinitus so schön :ROFLMAO:
Neben der BMW habe ich mich einige Jahre mit einer Triumph Tiger 750 vergnügt. :y:
Ein Besuch bei dir würde wahrscheinlich damit enden, das ich vor der Norton knie, dein 150er Bino belagere und ein 10er Pack Batterien mit der Canon verbrate :ROFLMAO::ROFLMAO::ROFLMAO::ROFLMAO::ROFLMAO::ROFLMAO::ROFLMAO:
Herrlich !
Aber wieder ernsthaft, die Elektronik und die damit verbundenen Fortschritte lehne ich keinesfalls ab. Im Gegenteil, es ist unglaublich was damit möglich ist.
Ich möchte nur für mich die "Elektronic" auf das Minimum reduzieren, weil es für mich die Lebensqualität eher verschlechtert als verbessert. z.b. der Morgenkaffee, man kann morgens auf weg ins Bad an der Maschine vorbeischlurfen und den Knopf drücken. Aber mann kann auch den Knopf vom Wasserkocher drücken, Filter und Kaffee vorbereiten, während man den Kaffee aufbrüht, den Duft genießen, aus dem Fenster schauen ( momentan habe ich um 4.00 Jupiter auf dem Präsentierteller vor mir :jupiter:) und dann in ruhe wachwerden. Natürlich kostet es etwas mehr Zeit, ist etwas unbequemer, aber das ist es was ich Leben nenne.

CS
Claus
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Claus,

ja, ne 29er CS1 daneben noch ne 34er racing Inter und ne 53er Manx.
Ich bin Norton OHC junkie :)

DSCF3213 Kopie.jpg


Ich bleibe auch gerne bei möglichst vielen Dingen bei Althergebrachtem und nehme dabei auch Unbequemlichkeiten in Kauf, was ja oftmals Teil des Genusses ist.

Aber dort wo der Fortschritt mir einen deutlichen Mehrwert bietet der ohne Technik nicht zugänglich wäre, nehme ich das in Kauf.
Und das 15x50IS Canon ist genau so ein Fall.
Wenn ich abends sehe es ist klar, aber ich bin eigentlich müde und muss früh raus würde ich niemals etwas mit Stativ aufbauen.
Aber 5 Minuten mit dem Canon gehen immer und das ist extrem erfüllend.

Beim 150er APM sieht das ganz anders aus, da habe ich mich sogar wieder von der elektrischen Hubsäule getrennt und kurble von Hand, auch wenn das heben und senken per Fernbedienung schon sehr komfortabel war.
Auch digitale Teilkreise wollte ich wegen der Kabel und Ausrichterei niemals haben.
OK, ich schnalle zur Zielfindung ein Smartphone drauf, aber das ist quick and dirty ohne jegliches Kabel und dadurch wird Zeit, die ich früher mit Suchen verbraten habe zum Beobachten genutzt.

Grüße Jochen
 
Eine Alternative Claus:
Da 15x ohne Stabi sowieso ein Stativ benötigt… du hast doch einen kleinen Refraktor, warum dem nicht einen Binoansatz verpassen und ein zweites, langes Okular?
Ich habe auch erst seit einem Jahr diese Möglichkeit und frage mich jedesmal, warum ich solange gewartet habe! Der entspannte beidäugige Blick ist einfach grandios!
 
Hi Jochen,
mit der Norton hast Du wieder einen raus gehauen, Respekt...:y:

Hi Claus,
willkommen im Forum.
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Einmal eine andere Betrachtung

Kenne selbst nur die Swarowski 10x42 el und Leica 10x42 Noctuvid. Neu gibt es ja auch das Swaro 10 oder12x42 NL

Derzeit selber besitze ich aber nur noch ein Canon 10x42 und ein 18x50 is, neben anderen Kleinigkeiten.

Wie ein Swaro 15x56 abbildet weiß ich nicht wirklich, hab noch durch keines durchgesehen. Wenn ich aber mir die Qualität der Swaros 10x42 el ansehe die ich bisher vor den Augen hatte muss ich sagen sind die noch Schärfer und lösen noch mehr auf als meine Canon.
Allerdings bilden die Swaros kühl ab. Die Farben scheinen etwas ins kühle zu tendieren, nicht ganz real neutral.
Die Nachtglasfähigkeit also im dunklen Kontraste wahrzunehmen ist ebenfalls eine Domäne des Swaro 10x42 el die sie besonders gut können.
Vielleicht hilft das etwas bei der Einschätzung da Du ein Swaro 15x56 ja auch in Betracht ziehst und beim Probekucken mal auf das achten kannst was ich hier erwähne.

Ein Leica Noctovid hat eine relativ große Verzeichnung am Bildfeldrand aber extremen Kontrast in den Farbvariationen, bildet 3 Dimensional ab (kann nicht jeder sehen) und bietet insgesamt ein Bildabbildung die mit better than real nicht besser zu beschreiben ist.Man schaut sich einfach alles mögliche an in der Natur, weil alles durch das Glas betrachtet so wunderschön aussieht besser als in Realität. (kann süchtig machen)

Die genannten Swaro und Leica sind Gourmet Ferngläser zwar mit Fehlern aber Ihre Schokoladenseiten machen sie in den Bereichen so gut, dass da andere Ferngläser nicht mitkommen.
Ich würde fast sagen, ein gutes Glas Wein, klassische Musik hören und durch eines dieser Gläser in den Garten oder sonst wohin schauen ist ein Genuss auf sehr hohen Niveau.
Ohne Stativ wäre da ein 8x42 Swaro oder Leica, wenn man ganz besonders ruhige Hände hat auch ein 10x42 eine schöne Sache die sehr befriedigen kann.
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Was wird Dir 15 x 56 bringen? Ein klein wenig mehr Wahrnehmung, schwächere Sterne sehen aber weit weg von dem Niveau eines 4“ Fernrohr-Optik.
Dazu das zittern. Es gibt Leute die können das zitterfei halten, es gibt aber auch Leute die springen über 5 Meter Höhe. Kannst Du das eine oder andere?
Wenn Du ein Stativ aufbauen möchtest und darauf das FG montierst sicher kein Problem. Aber das heißt Aufbauen und hinterher abbauen.

Bin selbst auf Canon umgestiegen, da mein Leica mir persönlich doch zu viele Bildfehler hatte am Gesichtsfeldrand. Ausserdem wollte ich freihändig beobachten und dabei Einzelheiten an z B Blütenkelchen, Baum, Holz etc pp oder auch am Mond erkennen. In Clavius Krater zählen. Oder auch mal ganz schwach leuchtende Sterne zu sehen, mit einer Wackeloptik konnte ich die freihandgehalten nicht erkennen.
Das 10x42 Canon ist nur etwas weniger schärfer als ein Leica oder Swarovski el. Halbblinde die es auch unter Astrofreaks gibt werden mitunter die Unterschiede in der Schärfe nicht erkennen - so klein ist der Unterschied- außer an speziellen Tafeln (Linien) mit denen man die Unterschiede deutlicher sehen kann. Das 10x42 Canon hat eine neutrale Farbwiedergabe und geringste Verzeichnungen und kann auch e D , wenn auch in dieser Disziplin nicht auf dem Niveau des Leicas.
Ein Canon 15x50 ist noch einmal etwas unschärfer als ein 10x42 is, aber man sieht trotzdem mehr weil ohne wackeln.
Mit den Swaro und Leica auf Stativ ist die Sehqualität und Auflösung besser als mit den Canons.
Freihändig gehalten siehst Du mit meinem 18x50 Canon - ich weiß es jetzt nicht ganz genau - ca 3 oder 4 Krater in Clavius. Probier das mal mit einem Swaro, Leica Orion, Meopta frei händig und zähl mal durch.
Auf Stativ siehst Du wahrscheinlich noch mehr Crater mit den anderen Ferngläsern, aber nicht frei händig - behaupte ich mal.

Saturn wurde hier erwähnt mit 15 Facher Vergrößerung. Ich habs mit 18 Fach versucht. Ja sehe etwas das aussieht wie eine länglich verzehrter kleiner Planetenpunkt.
Aber als Ring kann ICH das nicht identifizieren. Vielleicht liegt es auch am niedrigen Stand des Staurn hier oben in Norddeutschland.
Ich weiß es ist Saturn und da ist der Ring aber als Ring sehe ich das nicht wirklich.
Es würde mich aber wundern wenn Du mit 15 Fach den Ring des Saturn sehen könntest- eine längliche Verzerrung ja.. Schau mal erst durch ein 15 Fach durch , damit Du nicht später vom Ergebnis enttäuscht bist.
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Würde an Deiner Stelle aber nicht gegen Deine Grundsätze verstoßen und mir dann lieber ein FG ohne Elektronik kaufen . Man kann dann falls es zuviel zittert ja immer noch notfalls auf ein Stativ montieren und sieht dann mit einem Spitzenglas entsprechender Öffnung letztlich auch mehr als mit einem Canon FG.

Es führen mehrere Wege nach Rom, halt uns bitte auf dem Laufenden was Du ausprobierst und über Deine Erkenntnisse.

VG Michael
 
Hi Jochen,

puh....sehe ich gerade jetzt erst, hab so lange geschrieben....
Bei drei Motorrädern könntest Du mir eigentlich eine abgeben....Lach:D

VG Michael
 
Hallo Jochen,

bewegst du die Sahnestückchen noch ab und zu ?
Übrigens habe ich noch einen Kawa W800 Motor, komplett mit Einspritzanlage, Power Commander etc. in der Garage liegen. 835ccm, 60 Ps, 79 Nm, bei 4500 U/min. ( standfest machbar sind ca. 80 Ps)
Der würde gut in das Federbett passen. :cool:

Die Zielführung fand ich deiner Beschreibung nach auch sehr sinnvoll. Ziemlich Narrensicher und im wahrsten Sinne des Wortes Zielführend.

Hallo Martin,

das hatte ich auch schon überlegt. Aber diese Optik soll ein guter Kompromiss zwischen Vergrößerung und Gewicht sein. Transportabel und schnell "Einsatzbereit".

Ein Update zum Fernglas, ein Swarowski 15x56 wird bei mir in der Nähe angeboten.
Ich hab den Verkäufer kontaktiert, schauen wir mal dann sehen wir schon :)

CS
Claus
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein Leica Noctovid hat eine relativ große Verzeichnung am Bildfeldrand aber extremen Kontrast in den Farbvariationen, bildet 3 Dimensional ab (kann nicht jeder sehen) und bietet insgesamt ein Bildabbildung die mit better than real nicht besser zu beschreiben ist.Man schaut sich einfach alles mögliche an in der Natur, weil alles durch das Glas betrachtet so wunderschön aussieht besser als in Realität. (kann süchtig machen)

Puh, Michael, das führt einem ja fast wieder in Versuchung mal wieder etwas auszuprobieren.
Als ich Deine Zeilen gelesen habe wusste ich ganz genau, was Du damit meinst und genau solche Dinge sind es, die mich anfixen können.
Aber noch ein Fernglas? ;-)
Welches Noctivid hattest Du denn, das 8er oder das 10er?

Nein, Claus, um ehrlich zu sein habe ich die Nortons noch nie gestartet und werde das wahrscheinlich auch nie tun.
Sie erfreuen nur das Auge, ganz ähnlich wie der Sternenhimmel :)
Zum Fahren habe ich noch eine Vincent Comet und eine Ducati 450 Desmo, aber letztere ist mir auch schon viel zu unbequem.
Für Rennsemmeln mit Stummellenker bin ich inzwischen einfach zu alt :-)

Ich habe nicht viel Erfahrung mit Einbeinstativen, aber vielleicht ist das eine Möglichkeit den unstabilisierten 15x Herr zu werden?
Bei mir ist gerade ein Gitzo im Zulauf, weil das Canon bei 24x mit den Boostern doch ziemlich zappelt und ich mal sehen will, ob ich das mit einem Einbein in den Griff bekomme.
So ein Einbein nimmt einem ja immerhin das komplette Gewicht des Glases, es gibt also keine Ermüdung mehr.
Aber stillhalten muss man das Glas halt immer noch :)

Grüße Jochen
 
Hallo Michael,

Vielen Dank für die Beschreibung der Gläser. Ich werde mal darauf achten wenn ich eines davon vor das Auge bekomme.
Deine Erfahrungen decken sich eigentlich genau mit dem was was ich erwartet habe. Der Mond etwas größer, am Jupiter die Monde erkennen und beim Saturn verzweifelt den Ring suchen. Ansonsten behält der Kosmos seine Geheimnisse für sich. :) Aber dafür sind meine Teleskope gedacht.
Die Hauptanwendung wird wohl am Tag sein, deswegen tendiere ich mehr zu den High End Marken.
Weiß niemand etwas über das DD-Optics zu berichten ? Preislich ist das Glas eine deutliche Erleichterung gegenüber den High End Marken.
Ein Stativ ist sowieso mit eingeplant, nach der dritten Tasse Kaffee muß ich schon 8x auflegen um noch etwas erkennen zu können :coffee:

CS
Claus
 
und ich mal sehen will, ob ich das mit einem Einbein in den Griff bekomme.
Moin Jürgen
ich hatte es mal probiert mit einem Einbein, also... tja... kannste vergessen, das kippt immer in irgendeine Richtung weg.
Habe dann meine Gehilfen genommen und ein Zweibein ( &Lambda; ) erstellt, war erheblich Verwackelungsfreier als das Einbein.
Es kippt nur nach vorne oder hinten, aber das lässt sich wesentlich besser ausgleichen als der eine Stab.

Gruß Michael
 
Hallo Jochen,

Ein Mann mit Stil ! :y:

Ein Stativ für das ruhige Beobachten war bei der Vergrößerung sowieso mit eingeplant. 2 stabile Stative für Ferngläser und Kameras sind sowieso vorhanden. Außerdem ist das eine gute Gelegenheit den Bau der Parallelogramm Montierung anzugehen.

Für Heute habe ich genug Zeit am Rechenknecht verbracht. Ich halte euch auf dem laufenden.
:sleep:

CS
Claus
 
Hi Jochen,

ich hatte ein 10x42 Noctovid. Das 8x42 soll noch etwas besser sein. Ich wollte aber 10 Fach.
Bei 8 Fach steht man auch noch deutlicher im Bild und im Geschehen es zieht einen mehr ins Geschehen aufgrund des größeren Feldes. Schwierige Entscheidung.
Seinerzeit hatte ich mich zwischen Leica, Swarovwski und dem Zeiss 10x42 an mehreren Tagen des Probesehens für das Leica entschieden.
Jedes Glas für sich hatte seine Meriten - wobei beim Leica immer wieder die wunderschönen Farben sowie der Kontrast in den vielen verschiedenen Farben (Farbabstufungen) und das 3 D Sehen augenfällig war und das den Ausschlag gegeben hatte für mich.

Das Swaro soll auch in der neuesten Ausführung NL Pure - nun wahlweise mit Stirnstütze u sensationell breites Feld für die Vergrößerung - heutzutage immer noch bei den Farben ins Blaue tendieren.
Ich denke man hat die Vergütung der Linsen so gewählt, dass in in der Dämmerung die Dämmerungsfähigkeit des Glases damit angehoben wird und etwas höher liegt in diesem Bereich als bei der Konkurrenz.
Vielleicht geht dieser Effekt aber auch von der Vergütung der Prismen aus, ich weiß es nicht.

VG. Michael

N.S. @ Claus , ein Swaro 15x56 muss nicht ins kühle, Blaue tendieren. Die Vergütung und Auslegungen der el Serie stimmt bestimmt nicht mit der des 15x56 überein. Vielleicht hat einer der hier mitliest ein 15x56 Swaro und kann hier berichten.
 
Hallo Claus,

zu dem DDoptics Pirschler kann ich nichts sagen, aber ich habe ein DDoptics 8x42 Königstein, mit dem ich sehr zufrieden bin. Qualitativ waren die Königstein (sind ausgelaufen) über den Pirschlern angesetzt. Der Farbfehler ist für ein Mittelklasseglas völlig im Rahmen, die Schärfe über das Gesichtsfeld ist dank Bildebnungslinsen hervorragend. Und DDoptics bietet an die Gläser für Tests kostenlos zuzuschicken. Probiere es doch einfach mal aus.

Ansonsten, da Du ja offensichtlich Klassiker magst, wie wäre es mit einem Zeiss 15x60? Gibt es natürlich nur noch gebraucht, aber wenn man eines zu einem guten Kurs bekommt ein tolles Glas. Ich habe eines von meinem Vater geerbt und nutze es wenn ich gezielt Schiffe und Vögel an der Ostsee beobachten will. Es ist eines der ersten Generation, über 40 Jahre alt. Die Vergütungen sind natürlich nicht mit modernen Gläsern zu vergleichen, aber die optische Qualität braucht sich auch heute nicht zu verstecken.

Bis dann:
Marcus
 
Habe dann meine Gehilfen genommen und ein Zweibein ( &Lambda; ) erstellt, war erheblich Verwackelungsfreier als das Einbein.
Es kippt nur nach vorne oder hinten, aber das lässt sich wesentlich besser ausgleichen als der eine Stab.

Hallo Michael,

genau diese Technik habe ich bei meinem geradesichtigen AMP 25x100 angewendet.
Ein Stativ über 2 Beine zu mir stehend oder sitzend zu mir her gekippt um damit bis fast in den Zenit zu kommen.
Das geht sehr gut und ist wie Du schon sagst auch sehr stabil.

Das Canon hat ja Stabi, da geht es mir primär darum das Gewicht von Glas abzufangen um länger am Stück beobachten zu können, das Ding wiegt ja schon einiges.
Und mit den Boostern bei 24x reicht der Stabi nicht mehr aus, das Bild zittert dann doch wieder etwas, nicht sehr stark aber es könnte besser sein.
Hier will ich mal schauen, was das Einbein in Verbindung mit dem Stabi leistet.

Grüße Jochen
 
Hallo Claus,

evtl. kommt auch ein 12x50 in Frage? Das kannst Du noch eine Weile ohne Stativ benutzen und es leistet deutlich mehr als bspw. ein 10x42. Gebraucht fiele mir das Nikon 12x50 SE ein (Porro-Glas). Ansonsten haben Leica und Swaro eins im Angebot (Dachkant),

CS Jochen
 
Hallo Marcus,

Vielen Dank für die Info. Ich warte noch ein paar Tage, vielleicht meldet sich Verkäufer des Swarovski.
Wahrscheinlich ist es aber die übliche Internetluftnummer.
Über das Testangebot muß ich mich mal schlau machen, das hört sich gut an.
Ja, die alten Klassiker. Metall, Leder, ein robuster Köcher, alles zum Herzerweichen schön.
Aber zu meinem Leidwesen als Brillenträger zum größten Teil nur mit Einschränkungen nutzbar.
Ansonsten hätte ich schon lange eine feine Kollektion von 7x35 bis 15x60 die mir zu neuen Einblicken verhelfen würde.
So bin ich eben bei den Dachkanten gelandet. Brillenträgertauglich (natürlich modellabhängig) und einfach eine bessere Handhabung.
Einen guten Vergleich bietet mir das Nikon 8x40 CF Action EX mit dem Celestron 8x42 Trailseeker ED.
Das Porroglas ist wesentlich breiter, die Hände sind weiter auseinander, dadurch spreizen sich die Ellbogen weiter vom Körper weg, zum Fokussieren muß ich die gesamte rechte Hand etwas bewegen. Dadurch wird das ganze etwas wackliger.
Die schmale Dachkante kann ich problemlos mit der ganzen Hand umgreifen, die Finger ineinander verschräncken und ganz locker mit dem Zeigefinger fokussieren. Die Ellbogen kommen näher zum Körper und das ganze "System" wird einfach stabiler. Ein Handgriff, ansetzen paßt. :y: Das ist schonmal die halbe Miete für die befriedigende Nutzung eines Fernglases.
Die Technik sollte dem Mensch dienen, nicht umgekehrt !
Die Diskussionen über Vor/Nachteile Porro/Dachkante will ich gar nicht aufmachen, das sollte jeder selbst ausprobieren und für sich entscheiden.
Ich kann zum Beispiel den vielgepriesenen 3d Effekt eines Porro nicht erkennen.

Hallo Antares,

Vielen Dank für den Vorschlag. Sieht alles ordentlich aus, aber das Sichtfeld 56/1000m, 3,2° ist mir defintiv zu klein. Da fehlen mir doch fast 2 Vollmonde :eek:
Weniger als 4° sollten es nicht sein.

Hallo Jochen (flamesteed_19),

das Glas kommt sowieso auf ein Stativ, von daher will ich die Vergrößerung bis 15/16x ausreizen.
Freihand ist mir 10x auf Dauer schon zu unruhig.
Allerdings würden mich die Nikon SE Serie schon einmal interessieren. Bis jetzt habe ich darüber nur Gutes gehört/gelesen.

CS
Claus
 
Vielleicht hat einer der hier mitliest ein 15x56 Swaro und kann hier berichten.
Hallo Michael,

ja ich, die SLC Serie ist die farbneutralste die ich kenne, das EL geht wirklich Richtung blau, die Zeiss gehen in Grün/Gelbe (Jagdtradition), die Leicas eher ins Rot/Braune.

Jeder Hersteller hat mit seiner Farbabstimmung einen gewissen Markenkern, obwohl sich die Serien innerhalb eines Fernglasherstellers leicht unterscheiden können.
Übrigens kann ich innerhalb einer Serie kaum bis gar keine Unterschiede in der Farbabstimmung ausmachen, das SLC 8x56 u. 10x56 sind ziemlich identisch zum 15er.

Du hast es schon gesagt, egal ob Leica, Zeiss, Swarovski oder die älteren Nikon EDG, jedes dieser Ferngläser sind absolute Sahnestücke, das SLC 15x56 ist bei den Parametern momentan unschlagbar, natürlich auch wegen fehlender Konkurrenz, aber nicht nur deshalb!

Letztlich bleiben kleine Kriterien für welches Glas man sich entscheidet, Haptik, Mitteltrieb, Verarbeitung u.s.w., dass kann soweit gehen dass das Zubehör über Kauf oder Nichtkauf entscheidet.:)

Das Noctivid 8x42 finde ich auch etwas gelungener als das 10x42, beim dem zur frühen Verzeichnung auch noch deutlichere CA zum Vorschein kommen, was mich bei beiden Gläser berauschen läßt, ist die fast digitale Achsschärfe, Tobias Mennle hat in einem Bericht geschildert das die Gläser für ihn schon zu scharf waren.

Aber bevor ich jetzt herumschwafle, wenn Claus das Geld zur Verfügung hat kann ich ihm das SLC 15x56 wärmstens empfehlen, das Glas hat eine berauschende Sternenabbildung, ist zu ca. 85% Randscharf und hat einen tollen Kontrast, Dank des Mitteltriebes wäre es auch noch gut für Greifvögel oder weitentfernte Ziele zu benutzen, wenn daran Interesse besteht.
CA ist sehr gut unterdrückt, bei der Vergrößerung oft eine Problem, Streulichtunterdrückung auch ordentlich, aber nicht so gut wie bei den Noctivids.
Verarbeitung, sehr robust und wertig, langsam übersetzter Mitteltrieb, Brillenträgertauglich.
Zwar viel Geld aber man bekommt auch einen entsprechenden Gegenwert, nicht nur mit dem Fernglas sondern auch beim Service.

Andreas
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Andreas ,

danke für Deine Infos speziell zum Swaro 15x56 SLC. :)

Ich glaube das 15x56 Swaro lässt sich auch mit den Swarovski 2x Boostern auf 30 Fache Vergrößerung bringen, wenn man es denn möchte.
Bei Anwendung mit Stativ ja kein Problem, Gesichtsfeld wird so aber halt kleiner.

VG. Michael
 
Hallo Michael,

leider werden die Swaro 2x Booster schon länger nicht mehr produziert und sind inzwischen auch gebraucht kaum noch (zu realistischen Preisen) zu finden.

Swaro hat die Dinger lustigerweise auch immer nur als Einzelstücke, also für die monokularen Verwendung beworben, obwohl natürlich auch 2 Stück davon binokular einsetzbar waren.

Grüße Jochen
 
Hi Andreas ,

danke für Deine Infos speziell zum Swaro 15x56 SLC. :)


VG. Michael
Hallo Michael,

alles gut, gerne!;)

Zeiss hat die Booster auch einzeln verkauft, der Sinn ist wohl eher dafür gedacht einen Gegenstand oder ein Tier schnell mal genauer zu identifizieren, weniger um lange zu beobachten.
Manche Leute benutzen auch 3er Booster um Fernglasoptiken auf "Herz und Niere" zu testen, sowas tue ich mir aber nicht an, zudem sind die Teile auch recht kostspielig.

Andreas
 
Hallo Claus,

ich bin auch eher ein Freund von Dachkantengläsern als von Porros. Aber das ist natürlich Geschmackssache.

Zum Zeiss 15x60: es gab über die Jahrzehnte mehrere Generationen dieses Glases. Mein altes ist für Brillenträger absolut ungeeignet, aber es gibt auch welche, die mit Brille nutzbar sein sollen. Ich habe aber noch nicht durch so eines durchgeschaut. Bei den späteren Generationen zahlt man aber mittlerweile auch Zeiss-Sammler-Zuschlag.

Übrigens: ein Leica 8x20 Ultravid nenne ich auch mein Eigen und es ist mein mit Abstand meistgenutztes Glas. Ich wohne ländlich und direkt neben einem Naturschutzgebiet. Das Glas begleitet mich auf all meinen Spaziergängen mit meinem Hund und ich habe schon so viel dadurch beobachten können. Weil es in seiner Gürteltasche so winzig ist, habe ich es einfach immer dabei. Der Gebrauchswert ist dadurch enorm hoch.

Bis dann:
Marcus
 
Hallo Marcus,

deinen Bericht zum Ultravid hatte ich gelesen. :y:
Natürlich mußte ich nach dem Erhalt des Glases auch einmal schütteln. Ja, es klappert :)
Wenn die Gläser in unterschiedlichen Tonhöhen klappern, könnte man eine Band gründen und bei Astrotreffs ein Ständchen bringen :ROFLMAO:
"Die Ultravids" oder "The Fabulous Binoshakers" wären nette Namen.

Ein Update zum Fernglas,

das DD Optics ist auf meiner Liste nach unten gerutscht. Ich habe ein Konkurrenzprodukt entdeckt das Augenscheinlich dasselbe Glas mit anderem Namen ist. In Englischsprachigen Foren wird das Glas zwar gelobt aber ein Test war doch etwas ernüchternd. (Transmission 80% )

Das Swarovski war wie zu erwarten eine Internetnullnummer. Bis jetzt keine Rückantwort, Pech für die Kuh Elsa.

Alle anderen vorgeschlagenen Gläser sind wahrscheinlich mehr oder minder gute Kompromisse und der ganze Internethandel nervt mich nur. Hin und Her schicken, das ist doch alles ........

Also Butter bei die Fische, einen Kassensturz gemacht, morgen zum Foto/Fernoptikhändler pilgern und das Glas Testen welches mir schon seit 1 Jahr nicht aus Sinn geht.
Welches?
Nun ja, wenn Darth Vader eine Fernoptik gebraucht hätte, wäre es sicherlich dieses Glas gewesen ;)

Morgen bin ich (und Ihr) schlauer, Fiat Lux :) oder Fiat Frust :(
 
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