Nächster Schritt: Heritage ausreizen oder neues Setup?

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Takaharald

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Hallo zusammen,

Ich bin nun seit April im Besitz des Skywatcher Heritage 150p- mein erstes „richtiges“ Teleskop nach dem Bresser Arcturus aus meiner Jugend, und ich hatte damit bislang sehr viel Spaß! Nachdem ich einen Streulichtschutz gebastelt und mich erst eingehend mit der Theorie befasst hatte, konnte ich schon einige tolle Erfahrungen sammeln; vom Ring- oder Hantelnebel, dem Herkuleshaufen bis hin zu Jupiter und Saturn waren es jedesmal wirkliche „Wow“-Erlebnisse, wenn ich ein neues Objekt gefunden habe.

Ich habe auch schon angefangen, das Gesehene fotografisch festzuhalten, zunächst sehr rudimentär per iPhone übers Okular, mittlerweile besitze ich die Svbony SV305, mit der ich auch ohne automatische Nachführung (für mich) sehr schöne Bilder von Jupiter und Saturn machen konnte. Nun stellt sich mir allerdings die Frage: wie geht es weiter?

Durch die Erfahrungen mit der SV305 habe ich schon gemerkt, dass mich EAA sehr interessiert; das Fotografieren mit DSLR hat mich nie gereizt und ich finde es toll, direkt am Laptop zu sehen wie die Aufnahme live gestackt wird. Für den nächsten Schritt werde ich aber natürlich um die Anschaffung einer neuen Montierung mit automatischer Nachführung nicht herumkommen, deshalb habe ich für mich zunächst zwei Optionen ausgemacht (mein Budget liegt bei 2.000-2.500 Euro):

  1. Das Heritage ausreizen: ich würde eine EQ5 oder EQ6 kaufen, das Heritage dranschnallen und schauen, was sich aus dem Teleskop herausholen lässt. Mit längerer. Belichtung sollten von Ring-, Hantel- oder Orionnebel tolle Aufnahmen möglich sein und das Go-To würde mir erlauben, mehr Objekte einfach aufzusuchen. Zusätzlich würde ich eine hochwertige Barlowlinse (wahrscheinlich die von TV) kaufen, um an den Planeten mehr herausholen zu können.
Dazu wäre schonmal die Frage, welche Montierung in Frage käme, vom Gewicht her sollte eine EQ5 locker reichen, mit der EQ6 kann man wahrscheinlich nichts falsch machen, kostet aber ca. 1800 Euro und führt zur Option 2:
  1. Das Heritage zum Schnellspechteln benutzen und ein komplett neues Equipment kaufen:
Bei den Teleskop Spezialisten gibt es bspw das sogenannte “Entdecker-Set“ (Skywatcher 200PDS auf EQ6-GoTo), oder das gleiche Teleskop auf HEQ5 (wo liegt da der Unterschied?), hier hätte ich ein größeres Teleskop UND die GoTo-Montierung, die ich auch am Heritage testen könnte.


Machen diese Optionen generell Sinn? Oder habt ihr für mein Budget und meine Ziele vielleicht noch andere Vorschläge?

Ich freue mich auf eure Anregungen und Einschätzungen!

CS

Sven

PS: Das Foto ist am Heritage entstanden, ohne Nachführung, ca. 5.000 Frames mit Svbony SV305, AS3 und Registaxx :)
 

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Hallo Sven,

das hört sich für mich relativ einfach an. Wenn Du mit einem 8" Newton liebäugelst und bis €2.5k zur Verfügung hast, dann lege Dir eine Montierung der EQ6-Klasse zu, lerne die Montierung mit Hilfe Deines vorhandenen Teleskops kennen, die Konkretisierung in Richtung eines zweiten Teleskops ergibt sich dann schon von selbst.

CS - Oliver
 
Hallo Sven,

das Heritage ist doch zumindest von den "Werten" her nicht anders wie es Skywatcher 130PDS, 650mm Brennweite, Spiegel 130 mm, f/5 oder irre ich mich? Aber etwas leichter ca. 4 kg als der Skywatcher ca. 5 kg.

Dazu wäre schonmal die Frage, welche Montierung in Frage käme,
also ich würde basierend auf meinen sehr guten Erfahrung mit meinem EAA-Setup 130PDS mit der Celestron Montierung nur eine azimutale Montierung nehmen und mir das ganze Gedöns mit Polaris, einnorden und Co. sparen. Ich stelle meine Montierung einfach "irgendwie" in den Garten, Autoalignement mit Starsense. Fertig! Zwei, drei Minuten später inklusive Fokus mit dem EAF finden geht es mit EAA los.

Als Montierung habe ich die Celestron Nexstar (kann bis ca. 6 kg tragen), bekommt man gebraucht manchmal für rund € 500, neu schwierig da im Normalfall immer ein Teleskop mit dran hängt. Es gibt von Celestron noch die Nexevolution, die kann dann bis 10 kg, gebraucht selten meist dann € 1.000 bis € .1200 - neu problematisch da fast auch nur mit Teleskop. Denkbar wäre auch die Celestron SE mit bis 4,5 kg aber vermutlich dann schon grenzwertig. TS hat zur Zeit einige der azimutalen Gotos auch einzeln, die Nexstar z.B. neu mit Garantie für knapp € 900.

Ich bin mit den 650mm Brennweite beim EAA sehr zufrieden. Ergänze aber auch um ein 1,5x Barlow mit Koma Korrektor. Dabei habe ich festgestellt, dass mir dann die ASI183MC von der Empfindlichkeit nicht mehr gut reicht und bin deshalb auf eine ASI294MC gewechselt. Alle ungekühlt. Zwei Schmankerl auf die ich in keinen Fall verzichten möchte ist der EAF von ASI zum Fokussieren und die Starsense Autoalignment Option von Celestron. Ich habe auch schon über längere Brennweiten nachgedacht, was aber immer von einer azimutalen Montierung wegführt, wegen Länge und Gewicht. Ich denke wenn man eine stationäre Sternwarte hat, dann ist es sicher kein Problem die Montierung einmal mit großen Aufwand einzunorden und perfekt aufzustellen. Aber jeden Abend? Da wäre mir meine Zeit dafür zu schade und es würde mir viele Chancen auf spontane Beobachtungsabende nehmen.

Kürzlich habe ich mich zum ersten Mal mit Nebel und einem UHC-Filter versucht und es sind ganz akzeptable Ergebnisse herausgekommen.

Blasennebel
NGC7635_ALL_Stack_156frames_1248s.jpg



Cirrus-Nebel
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M27
M27_ALL_Stack_95frames_760s_WithDisplayStretch.jpg


Alle drei Objekte habe ich letztes Wochenende als sich spontan die Wolken verzogen haben aufgenommen. Als so wirklich von 0 auf 100! Und wenn das ganze "Astro-Geraffel" größer, schwerer, länger, unhandlicher ist, und mehr Vorbereitungszeit benötigen würde, wäre der innere Schweinehund viel größer es einfach mal zu probieren was geht. Darum mein klares "GO" probiere was mit Deinen Heritage geht! Du wirst es nicht bereuen!

Wenn Du mehr sehen willst was ich schon EAA-mäßig mit dem kleinen 650mm f/5 Skywatcher gemacht habe, kannst Du in meine Gallery auf Cloudynights mal schauen.

Viele Grüße MünchenBeiNacht - Ewald
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke Ewald!

Wie immer eine gute und anschaulich begründete Empfehlung.

Dir Sven möchte ich aber auch die Skywatcher StarDiscovery empfehlen, die es auch von ORION US als Orion StarSeeker IV gibt und die (baugleich) bis zu 30 Sekunden mit Deinem OTA gleichmäßig nachführen.

Denn die beiden kommen auch als Paket mit 150/750 Volltubus (so hatte ich die 1. gekauft) - und der wird gut getragen. Dann also auch Dein 150P Heritage.

Gruß,
Peter

PS: Meine großen Montierungen sind fest aufgestellt - während ich meine beiden StarDiscovery fertig montiert(!) regelmäßig herumtragen kann.
 
Hallo!

Ich habe verstanden, dass er das Heritage 150 hat, 750 mm Brennweite, Spiegel 150 mm, f:5
da hast Du recht! Gut und genau gelesen!
ich habe nach dem Heritage aufgehört zu lesen! :unsure: Ich hatte in der Tat schon überlegt ob man einen Skywatcher 150 PDS, 750mm | 150 mm auf den oben erwähnten Celestron Montierungen betreiben könnte. Auf der interessanten Seite von Gerd Waloszek zum Skywatcher 150 PDS wird die gemessene Länge vom Tubus mit 790 mm angegeben. Davon ausgehend wäre der Mittelpunkt bei 395 mm. Der freie Schwenkbereich der beiden azimutalen Celestron Montierungen (Nexstar, Nexevolution) ist ca. 285 bis 290 mm. Das würde also bedeuten man müsste den Tubus verschoben vom "Längenmittelpunkt" einsetzen. Allerdings wenn man wie ich schweres Zubehör wie das Lenovo-Pad samt Rammount Halterung hinten anmontiert, könnte sich trotzdem noch eine Schwerpunktlage ergeben die durchaus von der Montierung bei freien Schwenkbereich bis in den Zenit beherrschbar ist. Das Heritage 150mm dürfte weil es ein Gitterrohr Tubus ist ja von Haus aus den Schwerpunkt weiter hinten haben als ein Volltubus. Das könnte eventuell mit einer Celestron Montierung eine sehr interessante Kombination sein.

Übrigens Gerd Waloszek hat den von mir angedachten Skywatcher 150PDS auf einer Skywatcher StarDiscovery betrieben. Dazu hat er ebenfalls eine sehr ausfühliche Seite ins Netz gestellt. Vielleicht bieten die Erfahrungen und Berichte von Gerd Waloszek interessante Anregungen für Sven @Takaharald !

Viele Grüße MünchenBeiNacht - Ewald
 
Hallo zusammen,

erstmal vielen Dank für die Rückmeldungen- wie Bernhard schon schrieb, habe ich das „große“ Heritage, also 150/750, f5.

Den Vorschlag, statt die EQ-Serie eine azimutale Goto zu nutzen, hatte ich gar nicht auf dem Schirm! Aber macht ja Sinn; ich hatte es so verstanden dass ich für DeepSky-Aufnahmen dann nicht, wie bei einer EQ, das Objekt ansteuere und die Montierung und Kamera dann stundenlang laufen lasse, sondern eben mehrere 30-Sekunden-Belichtungen mache und die Ergebnisse dann zusammenstacke?
Das ist ja quasi genau was ich will- und eine sowohl günstigere als auch von der Handhabung her praktischere Lösung, wenn ich das Setup, wie Peter schrieb schon direkt aufgebaut transportieren kann (also vom Zimmer auf den Balkon)!

Der Tubus des Heritage wiegt 3,5kg, also sollte das die StarDiscovery (sei es von Skywatcher oder das Pendant von Orion) das ja locker schaffen! Ich werde mich da direkt mal über die verschiedenen Modelle informieren. Nochmal vielen Dank, das hat mich schonmal sehr viel weitergebracht!

CS & Grüße
Sven
 
Den Vorschlag, statt die EQ-Serie eine azimutale Goto zu nutzen, hatte ich gar nicht auf dem Schirm!
Hallo Sven,

das würde ich mir noch einmal genau überlegen. Aufgrund der Feldrotation sind bei einer Alt-Az die Belichtungszeiten begrenzt. Mit einer parallaktischen Montierung kannst Du zukünftig auch deutlich länger belichten; vielleicht soll es ja nicht nur bei EAA bleiben. Die Poljustage ist in wenigen Minuten erledigt, insbesondere wenn Du dir geeignete Markierungen für die Aufstellung des Statives setzt.

CS - Oliver
 
Hallo Sven,

dass ich für DeepSky-Aufnahmen dann nicht, wie bei einer EQ, das Objekt ansteuere und die Montierung und Kamera dann stundenlang laufen lasse, sondern eben mehrere 30-Sekunden-Belichtungen mache und die Ergebnisse dann zusammenstacke?
Nicht mal 30 Sekunden! ;) Ich bin aber nicht sicher, ob ich Deine Frage und Überlegung richtig verstanden habe. Noch mal zur Klarstellung. Der Unterschied zwischen EAA und Astrofotografie liegt nicht so sehr in der verwendeten Art der Montierung sondern mehr darin, dass Du bei EAA live dabei bist und laufend am Bildschirm das angewählte Objekt am Bildschirm siehst und sogar direkt eingreifen, Einstellungen optimieren und live beeinflussen kannst. Es hat natürlich schon technische Unterschiede zwischen einer EQ- und einer AZ-Montierung. Mit einer üblichen, bezahlbaren Amateur AZ-Montierung gelingen Fotos nur mit kürzeren, sekundenlangen Belichtunsgzeiten. Eine Amateur EQ-Montierung kann durchaus Belichtungszeiten der einzelnen Fotos von Minuten bis hin zu Stunden ermöglichen. Natürlich gehen auf einer EQ-Montierung auch kurze Zeiten wie sie für EAA verwendet werden. Aber für mich ist ausschlaggebend, bei Astrofotografie siehst Du live quasi gar nichts. Ein Astro-Fotografie Setup sammelt Aufnahmen mit langen Belichtungszeiten Minuten, vielen Minuten, also über große Zeiträume die sich dann zu Gesamt Belichtunsgzeiten von teilweise zig-Stunden verteilt über manchmal sogar mehrere Nächte aufaddieren. Nach Abschluss des Beobachtungszeitraums also nachträglich werden "zuhause" mit Software die gewonnen Bilder oft über stunden- (tage-) lange Prozesse am PC verrechnet und dann zu einem finalen Bild optimiert und abgespeichert. EAA ist dagegen immer ein unmittelbares "Live"-Erlebnis.

Bei meinem EAA Setup verwende ich fast ausschließlich Belichtungszeiten von zwei, vier oder maximal acht Sekunden je Aufnahme. Bereits nach wenigen Aufnahmen, also meist weniger als eine Minute ist das Zielobjekt deutlich erkennbar, ich finde der Ausdruck erlebbar beschreibt dies besser und mit zunehmender Anzahl der live zusammengerechneten (gestackten) Fotos wird das Bild immer schöner und besser. Dabei kann man mit verschiedenen Einstellungen live das Ergebnis unter anderem in Schärfe und Farbe beeinflussen und verbessern. Ich bin dabei sehr geduldig und schaue auch mal eine Stunde und mehr einer immer schöner werdenden Galaxie oder deutlicher hervortretenden Nebelstruktur zu. Andere EAA Freunde finden mehr Gefallen sehr viele Objekte an einem Abend zu betrachten und verweilen dann nicht mehr als fünf vielleicht maximal zehn Minuten bei einem Objekt und freuen sich daran möglichst viele Objekte in einer Nacht zu beobachten.

Die oben in #3 gezeigten Bilder sind mit folgenden Belichtungszeiten entstanden:

ObjektBelichtungszeit einzelnes FotoAnzahl Fotos gesamtBelichtungszeit des finalen Bildes
Blasennebel8 s156 Fotos1.258 s | ~ 21 Minuten
Cirrusnebel8 s236 Fotos1.888 s | ~ 32 Minuten
M278 s95 Fotos760 s | ~ 13 Minuten

Mit die Bilder für die ich am längsten beobachtet und zugesehen habe sind die folgenden von M101 und M106.

M101
M101_ALL_Stack_803frames_3212s.jpg

Das Bild von M101 wurde aus 803 einzelnen Fotos mit je 4 Sekunden Belichtungszeit gestackt, also zusammen 3.212 s | 53 Minuten


M106 - eines meiner Lieblingsbilder
gallery_350703_17077_1370672.jpg

530 Einzelaufnahmen, zu je 8 Sekunden, also 4.240 Sekunden oder gute 70 Minuten.

Wenn Du noch Fragen hast, melde Dich einfach. Schöne Grüße MünchenBeiNacht - Ewald
 

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Man kann "EAA" und Astrofotografie auch vereinen, sofern man nicht, wie Ewald ( MünchenBeiNacht ) schrieb, während der Nacht eine größere Anzahl an Objekten anschauen möchte.
Mich hatte seinerzeit riff-raff drauf gebracht.

Bei meinem SetUp mache ich primär Astrofotografie über DSLR oder Astro-Kamera. Die Bilder werden lokal an der Montierung auf einem Astro-Computer (Raspberry Pi als Astroberry ) abgelegt. Im Wohnzimmer wartet dann permanent ein laufender WIN10 PC mit dem Programm "Syncthing" darauf, ob ein neues Bild auf dem Raspberry Pi eintrudelt.

Das wird dann direkt auf den PC runtergeladen. Im Hintergrund laufen dann bei mir direkt 2 (welch Luxus...) Programme (AstroToaster und ALS), die direkt Live die Bilder stacken. Hier kann man auch direkt ins Stacking eingreifen und die Parameter ändern. Das verkürzt die langweilige Wartezeit bis zum Ende der nächtlichen Session enorm. (Ich gehöre nicht zu den Mutigen, die Nachts bei laufendem Equipment seelenruhig schlafen gehen können...).

Neben den Live gestackten Bildern hat man dann noch alle "Roh-Bilder" für eine Nachbearbeitung zum Astro-Foto.

Gestern dann entdeckt, dass noch mehr geht. Auf meinem LapTop funktioniert das Windows-Feature "Miracast". Damit kann dann gleichzeitig der Bildschirminhalt, also z.B. das Live gestackte Bild auf andere PC´s bzw. dessen Monitor oder wie in meinem Fall noch besser auf meinem 55'' Samsung LED TV gezeigt werden...
(Leider funktioniert Miracast nicht auf allen PC´s. WLAN-Adapter und Grafikkarte müssen das "können". Im Web gibts Anleitungen, wie man das aktivieren bzw. prüfen kann.)

Grüße
Hartmut
 
Hallo Sven,

Hier hat schon einmal jemand seine Erfahrungen mit dem Heritage 150p geschildert. Ich weiß nicht, ob du den Link schon selber gefunden hast bzw. ob er dir überhaupt weiter hilft.

Es ist wohl erstmal möglich, damit zu fotografieren. :)

Viele Grüße
Bianca
 
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Hi,

von mir noch ein ganz anderer Vorschlag für EAA mit Kurzbelichtungen:

Einfach nur eine EQ-Plattform benutzen.

Ich habe jetzt 2 Plattformen, eine von Martini und eine von Astrothingy.
Damit betreibe ich meine Dobsons, den 12 Zöller und jetzt neu meinen grossen 20 Zöller (heute Abend gibt's damit vielleicht den ersten Test oder doch Europa-League schauen? ;) )

Eine aktuelle Aufnahme von M27 noch mit dem 12 Zöller und ASI294MC, 67 * 2s:

2021-09-23T21.52.18.png

(Woher die komische Aufhellung rechts kommt, habe ich keine Ahnung ;) )

Ich benutze SharpCap, da da einfach alles was man braucht integriert ist.
Wenn man will kann man auch die Subframes extra speichern lassen, um danach aufwendigere EBV zu machen.

Nicht vergessen:
Auf eine EQ-Plattform kann man alles einfach draufstellen, nicht nur einen Dobson. ZB auch ein "normales" Teleskop oder eine DSLM/R auf Stativ.
Zweitens eine EQ-Plattform führt parallaktisch nach, d.h. keine Bildfeld-Drehung.

Objekt Auffinden mache ich mit Plate Solving in SharpCap direkt mit der eingesetzten Kamera und Positionierung in Stellarium.

Gruß
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo in die Runde,

erstmal Danke für die vielen Antworten!

@Ewald: Da hattest du mich schon richtig verstanden. Für mich bedeutet die Definition von EAA, dass ich das Stacken des Fotos live mitverfolgen und ggfs. interessierten Freunden am Laptop zeigen kann, und dass ich hier im Sekundenbereich belichte und keine DSLR auf die Montierung setze, stundenlang belichte, Darks und Flats dazu aufnehme, am nächsten Tag stundenlang nachbearbeite und dann erst sehe, wie die Früchte der Arbeit waren :)
Ich finde deine 3 Beispielbilder überragend, also wenn ich so etwas zustande bringen könnte, wäre ich erstmal wunschlos glücklich!

@bianca: Dieser Beitrag war mehr oder weniger genau die Grundlage für meine Idee, dem Heritage einer EQ-Plattform zu gönnen :)

@Peter: Diese Plattformen hatte ich mir im Vorfeld auch schon angeschaut - da gibt es ja auch diverse Anleitungen, sich selbst welche zu bauen (fällt bei mir, mit absolut Null handwerklichem Talent leider raus). Ich finde es generell auch interessant, da die Genauigkeit der Nachführung ja für EAA passen sollte - muss ich aber hier noch gewichtstechnisch (beim Heritage wohl eher nicht, das ist ja ein Leichtgewicht; aber ggfs für spätere Anschaffungen) etwas berücksichtigen?

Ich bin halt eher der pragmatische Typ, und finde es super, wenn es, wie es sich liest, bei einer EQ-Plattform oder einer AZ-GoTo-Montierung relativ schnell gelingt, einfach loszulegen; der Setup-Prozess einer EQ6, mit einnorden, zwei Achsen richtig austarieren usw. bereitet mir etwas Kopfzerbrechen - vielleicht habe ich im Vorhinein aber auch einfach schon zu viele Videos dazu angeschaut, ohne jemals eine solche Montierung besessen zu haben.

Viele Grüße
Sven
 
Hi Sven,
...
@Peter: Diese Plattformen hatte ich mir im Vorfeld auch schon angeschaut - da gibt es ja auch diverse Anleitungen, sich selbst welche zu bauen (fällt bei mir, mit absolut Null handwerklichem Talent leider raus). Ich finde es generell auch interessant, da die Genauigkeit der Nachführung ja für EAA passen sollte - muss ich aber hier noch gewichtstechnisch (beim Heritage wohl eher nicht, das ist ja ein Leichtgewicht; aber ggfs für spätere Anschaffungen) etwas berücksichtigen?
...
ich habe 2 Plattformen:
Die Kleine von Astro Optik Martini und die Grosse von Astrothingy.

Die Astrothingy Plattform habe ich für meinen grossen 20" Gitterrohr-Dobson gekauft, da sie ja für grössere Teleskope gedacht ist. Bis zu 60kg sagt Astrothingy.
Das wage ich aber nach meinen Tests zu bezweifeln. Praktikabel sind wahrscheinlich bis zu 30kg, vielleicht auch 40kg.

Die Martini Plattform benutze ich mit meinem kleinen 12" Gitterrohr-Dobson. Keine Probleme vom Gewicht. Ich würde meinen, dass man bis 25kg oder auch ein bisschen mehr drauf stellen kann.
Ich habe auch beschlossen die Martini Plattform mal mit dem 20 Zöller zu testen. Ich denke nämlich inzwischen, dass das auch gehen sollte.
Aber sie hat keinen so schönen Rücksteller wie die Astrothingy. Bei der Martini muss man den Dobson bzw. die Plattform mit der Hand auf einer Seite ein klein wenig hoch heben und zurück "drehen".

Gruß
Peter
 
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