AstroGerdt
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Hallo zusammen,
ich wage mich mal an eine weitere Frage, wo sich die Geister der gelehrten Profi-Astrofotografen streiten. Ähnlich wie bei der „idealen“ Belichtungszeit werden sich wahrscheinlich auch hier die Geister streiten, und ich habe auch nicht den Anspruch eine perfekte Lösung zu finden, da es die schlichtweg nicht geben kann, zumindest in der Praxis. Trotzdem versuche ich mich mal daran. So viel vorweg
Kurz noch ein paar Worte zu meiner Motivation: Ich habe mir vor einiger Zeit eine Tabelle erstellt, mit deren Hilfe ich berechnen kann, ab welcher Belichtungszeit ich mit meinem optischen System Hintergrundlimitiert bin. So kann ich bereits im Voraus eine Ahnung haben, wie lange ich an einem fremden Ort belichten sollte, und muss mich nicht mehr nur auf reine Erfahrung verlassen. Bei der Anzahl der Darks stochere ich aber noch etwas im Dunkeln. Klar, mehr ist besser, aber wie viel? Daher dachte ich, wenn man die Belichtungszeit, ab der man Hintergrundlimitiert ist, mathematisch beschreiben kann, dann sollte das doch auch mit der Anzahl der Darks gehen.
Bei der Berechnung der Zeit, ab der man Hintergrundlimitiert ist, berechne ich, wie lange ich belichten muss, bis die durch den Himmelshintergrund entstehende Menge an Elektronen um einen Faktor x (den man selber wählen muss) größer ist, als das Ausleserauschen. Je höher x ist, desto „effizienter“ wird die Belichtung, man nähert sich also an das SNR einer Einzelaufnahme mit der Gesamtbelichtungszeit an.
Übertragen auf das Darkframe-Problem ist der Fehler, der äquivalent zum Ausleserauschen behandelt werden soll, allerdings etwas schwieriger zu definieren.
Meine Idee war, dass der Fehler die Differenz der Abweichungen zum Sollwert zu einem perfekten Masterdark wäre. Dabei ist ein perfektes Masterdark ein Masterdark, dessen gemittelte Abweichungen zum Sollwert < 1 ADU sind. Auf diesen Wert komme ich, da bei Werten <1 ADU kein Einfluss mehr auf das Bild besteht.
Wenn man zum Beispiel ein Darkframe mit 1000 ADU hat, dann wäre der mittlere Fehler relativ zum Sollwert = sqrt(1000) = 31,6
Für ein perfektes Masterdark würde man dabei 1000 Darkframes benötigen (sqrt(1000)*1000 = 1 => der Fehler ist kleiner 1 ADU)
Wenn man dazu annimmt, dass der Himmelshintergrund eine Helligkeit von 100 ADU hat, dann bräuchte man meiner Rechnung zufolge 2,26 Darkframes um den Fehler auf 1/5 der Himmelshelligkeit zu bekommen ( (sqrt(2,26 * 1000) / 2,6) * 5 = 100 ). Damit wäre der Fehler, wenn man ihn genau so behandelt, wie das Ausleserauschen bei der Hintergrundlimitierung, so weit von dem Himmelshintergrund überschwemmt, dass er irrelevant wird.
Soweit die Theorie.
Allerdings bin ich mir nicht ganz sicher, ob ich den Fehler im Vergleich zu einem perfekten Masterdark genau so behandeln kann, wie das Ausleserauschen bei der Hintergrundlimitierung. Was meint ihr, macht das Sinn?
Ich würde mich wirklich freuen, wenn da mal jemand drüber gucken kann, und mir rückmelden kann, ob das kompletter Quatsch ist, oder ob da doch was dran sein könnte an meinen Überlegungen.
CS Gerrit
ich wage mich mal an eine weitere Frage, wo sich die Geister der gelehrten Profi-Astrofotografen streiten. Ähnlich wie bei der „idealen“ Belichtungszeit werden sich wahrscheinlich auch hier die Geister streiten, und ich habe auch nicht den Anspruch eine perfekte Lösung zu finden, da es die schlichtweg nicht geben kann, zumindest in der Praxis. Trotzdem versuche ich mich mal daran. So viel vorweg
Kurz noch ein paar Worte zu meiner Motivation: Ich habe mir vor einiger Zeit eine Tabelle erstellt, mit deren Hilfe ich berechnen kann, ab welcher Belichtungszeit ich mit meinem optischen System Hintergrundlimitiert bin. So kann ich bereits im Voraus eine Ahnung haben, wie lange ich an einem fremden Ort belichten sollte, und muss mich nicht mehr nur auf reine Erfahrung verlassen. Bei der Anzahl der Darks stochere ich aber noch etwas im Dunkeln. Klar, mehr ist besser, aber wie viel? Daher dachte ich, wenn man die Belichtungszeit, ab der man Hintergrundlimitiert ist, mathematisch beschreiben kann, dann sollte das doch auch mit der Anzahl der Darks gehen.
Bei der Berechnung der Zeit, ab der man Hintergrundlimitiert ist, berechne ich, wie lange ich belichten muss, bis die durch den Himmelshintergrund entstehende Menge an Elektronen um einen Faktor x (den man selber wählen muss) größer ist, als das Ausleserauschen. Je höher x ist, desto „effizienter“ wird die Belichtung, man nähert sich also an das SNR einer Einzelaufnahme mit der Gesamtbelichtungszeit an.
Übertragen auf das Darkframe-Problem ist der Fehler, der äquivalent zum Ausleserauschen behandelt werden soll, allerdings etwas schwieriger zu definieren.
Meine Idee war, dass der Fehler die Differenz der Abweichungen zum Sollwert zu einem perfekten Masterdark wäre. Dabei ist ein perfektes Masterdark ein Masterdark, dessen gemittelte Abweichungen zum Sollwert < 1 ADU sind. Auf diesen Wert komme ich, da bei Werten <1 ADU kein Einfluss mehr auf das Bild besteht.
Wenn man zum Beispiel ein Darkframe mit 1000 ADU hat, dann wäre der mittlere Fehler relativ zum Sollwert = sqrt(1000) = 31,6
Für ein perfektes Masterdark würde man dabei 1000 Darkframes benötigen (sqrt(1000)*1000 = 1 => der Fehler ist kleiner 1 ADU)
Wenn man dazu annimmt, dass der Himmelshintergrund eine Helligkeit von 100 ADU hat, dann bräuchte man meiner Rechnung zufolge 2,26 Darkframes um den Fehler auf 1/5 der Himmelshelligkeit zu bekommen ( (sqrt(2,26 * 1000) / 2,6) * 5 = 100 ). Damit wäre der Fehler, wenn man ihn genau so behandelt, wie das Ausleserauschen bei der Hintergrundlimitierung, so weit von dem Himmelshintergrund überschwemmt, dass er irrelevant wird.
Soweit die Theorie.
Allerdings bin ich mir nicht ganz sicher, ob ich den Fehler im Vergleich zu einem perfekten Masterdark genau so behandeln kann, wie das Ausleserauschen bei der Hintergrundlimitierung. Was meint ihr, macht das Sinn?
Ich würde mich wirklich freuen, wenn da mal jemand drüber gucken kann, und mir rückmelden kann, ob das kompletter Quatsch ist, oder ob da doch was dran sein könnte an meinen Überlegungen.
CS Gerrit
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