Geburtstagsgeschenk für Sohn

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chr1zZo

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Hallo Freunde der Astronomie :)

Mein Sohn (Wird 6 Jahre alt), ist sehr bestrebt nach Wissen, und wünscht sich gerne ein Teleskop zum Geburtstag. Ich kenne mich aber 0 in diesem Bereich aus.

Was mir wichtig ist:

- Das Gerät wird zusammen mit mir und seiner Mutter genutzt (Immer zusammen, so das er etwas Lernen kann, und das Gerät nicht zufällig beschädigt).
- Es darf ruhig etwas gutes sein, denn es sollte ein paar Jahre halten und genutzt werden.
- Er bekommt mit 7 Jahren ein eigenes Notebook (Digitale Anschlussmöglichkeiten oder so?)
- Es wird auf dem Balkon genutzt. Wir haben eine herrliche Aussicht ohne das Gebäude oder sonstiges die Sicht versperren.

Da Oma und Opa beim finanziellen mit Beteiligt sind, muss es wirklich nicht was billiges sein! Also wenn ich da mal auch durchschaue, möchte ich auch was sehen (Sterne oder Planeten).

Wenn Ihr fragen habt, stellt Sie bitte! Ich bedanke mich schon mal im vorraus für eure Hilfe

LG Chris
 
Hallo Chris,

willkommen im Forum und auf jeden Fall ist es eine gute Idee, sich hier zu informieren.

Allerdings gibt es schon jede Menge Threads, die in eine ähnliche Richtung gehen. Hast Du das Forum mal in diese Richtung durchsucht? In wieweit habt Ihr Euch denn schon mit dem Sternenhimmel allgemein beschäftigt? Das geht zum Beispiel damit los, dass man zwischen Planetenbeobachtung (inkl. Mond und Sonne - ACHTUNG: Sonne nur mit einem speziellen Sonnenfilter!!! Das Teleskop darf NIEMALS ungeschützt auf die Sonne gerichtet werden!) und DeepSky-Objekten wie Galaxien und Nebeln unterscheidet. "Dazwischen" gibt es noch Sternhaufen, Doppelsterne und Veränderliche.

Oft wird Anfängern empfohlen, erstmal mit einem Fernglas anzufangen und den Nachthimmel etwas kennenzulernen. Damit hat man auch ein Gerät, das man tagsüber für Tierbeobachtungen und ähnliches verwenden kann.

CS.Oli
 
Halte ich ja für einen weiteren betr. Ernsthaftigkeit fragwürdigen Thread.
Darum nur soviel dazu: wenn 7-jährige Notebooks erhalten sollen, so halte ICH das für grotesk. Und wenn Mami und Papi bei der "Vorführung" genauso ahnungslos sind wie der 6-jährige Knirps, wird das wohl eher keine pädagogische Sternstunde ...
Ein klarer Fall für Stellina oder EVScope, oder? Dort bzw. damit muss man weiterhin nix von der Materie verstehen. Ob das dann noch "Wissen" ist/vermittelt, das ist eine andere Frage. :rolleyes:
 
Moin,

wenn 7-jährige Notebooks erhalten sollen, so halte ICH das für grotesk
es gab Zeiten, da hät ich da auch die Augen verdreht, aber nach dem ganzen Lockdowngedöns und Home-Schooling usw. macht ein Laptop auch für Grundschüler mittlerweile Sinn.

Zum Thema:
- Das Gerät wird zusammen mit mir und seiner Mutter genutzt (Immer zusammen, so das er etwas Lernen kann, und das Gerät nicht zufällig beschädigt).
Habt ihr euch schon irgendwie mit der Marterie beschäftigt? Bücher dazu vorhanden, oder im Netz mal danach gesucht?
- Es darf ruhig etwas gutes sein, denn es sollte ein paar Jahre halten und genutzt werden.
Gut liegt im Auge des Betrachters. Der eine mag Spiegelteleskope, der andere nicht. Und zuletzt ist es immer eine Sache des Preises. Wo liegt den die Budgetgrenze?
- Er bekommt mit 7 Jahren ein eigenes Notebook (Digitale Anschlussmöglichkeiten oder so?)
Da wären wir dann wirklich bei Stellina oder EVScope. Da der Kleine aber was lernen soll und sich am Himmel orientieren soll, würde ich das nicht ins Auge fassen. Schadet aber bstimmt nicht, wenn du mal danach googlest.
- Es wird auf dem Balkon genutzt. Wir haben eine herrliche Aussicht ohne das Gebäude oder sonstiges die Sicht versperren.
Wie tief ist der Balkon? Evtl. würde hier der Klassiker gehen: 8" f/6 Dobson (irgendwer muss ihn ja vorschlagen :D). Ansonsten einen Refraktor auf einer Alt/AZ Monit, evtl. noch ein kleiner Tischdobson.

Grüße
Mathias
 
Nun, 8' Dobson für einen Sechsjährigen? Wird Problematisch. Tischdobson ist m.E. gut, oder wie schon vorgeschlagen ein Refraktor auf Alt/Az.

Btw. bin gespannt ob TO sich drüber klar ist, dass es lange Lieferzeiten gibt.
 
Hallo Chris! @chr1zZo

Du merkst schon an den ersten Reaktionen und denen die sicherlich noch gleich kommen werden, es ist kein einfaches Thema. Unabhängig ob ein Teleskop von einem Sechs-, Sechzehn- oder Sechzig-jährigen benutzt werden soll, gibt es einige Eckparameter die man bei so einem Projekt bedenken muss.

Balkon, gut und schön. Nur alleine von den Abmessungen, Breite des Balkons, Höhe der Brüstung kann es schwierig sein ein "Dreibein" der Montierung überhaupt sinnvoll aufgestellt zu bekommen. Es gibt Teleskope die haben den Einblick vorne, das wiederum kann je nach Balkon dann schwierig bis unmöglich sein damit überhaupt zu beobachten.

Der Vorschlag von ...
Ein klarer Fall für Stellina oder EVScope, oder?
... ist gut. Dazu so viel, die Systeme Stellina ( € 4.000) oder EVScope eQuinox ( € 2.800 ) bzw. Evscope2 ( € 3.800 ) ist sogenannte EAA ( Electronically Assisted Astronomy ) also elektronisch unterstütze Astronomie bei der man das System vereinfacht aber in der Praxis wirklich so, hinstellt und einschaltet. Mit Hilfe eines Smartphones oder besser einem Pad wird das Teleskop bedient und benutzt. Vorteil, man braucht keinerlei Vorwissen und kann bereits am ersten Abend mit interessanten Beobachtungen starten, die "live" gesehenen Bilder der beobachteten Objekte kann man abspeichern, weitergeben, ausdrucken und teilen. Die Systeme bietet abgestimmt auf den Beobachtunsgzeitpunkt und dem Beobachtungsort in elektronischen Sternkarten, Listen, Menüs nur die beobachtbaren Objekte an, finden diese selbstständig und ohne irgendein Grundwissen zu Astronomie. Auf Grund der elektronischen Auswertung und Verarbeitung funktioniert dies auch in der heute leider üblichen Licht-verschmutzen Umgebung und kann sicher überall in Europa, egal ob Stadt, Dorf, Land, Berg oder Tal erfolgreich eingesetzt werden. Noch ein Vorteil ist, dass dadurch ausgeschlossen ist, dass ein Kind unbeaufsichtigt oder auch ein anderer unbedarfter Beobachter irgendwie versehentlich am Tage mit dem Teleskop in die Sonne schaut. Blickt man z.B. bei Seeräuber-Spielen mit einem Teleskop in die Sonne, kann dies sofort zu schwersten Verletzungen auf der Hornhaut und Blindheit führen. Das sollte man als Eltern beim Thema zu Astronomie und Teleskope überlegen.

Das wichtigste an EAA aber ist, dass es einem erlaubt Deep-Sky-Objekte wie z.B. Galaxien und Nebel in Farbe und Qualität zu betrachten die man mit normalen, reinen visuellen Systemen ohne elektronische Weiterverrabeitung selbst für ein vielfaches des Budgets nie erreichen könnte. Aber diese Fertig-Systeme lassen sich später nicht ändern, anpassen oder sonstwie nachträglich verbessern. Solche Systeme sind aber keine Planetenjäger, das bedeutet man kann Planeten wie Jupiter und Saturn zwar durchaus beobachten, aber System-bedingt sind die Planeten eher winzige Pünktchen. Mit visuellen Teleskopen in der € 100 bis € 250 Klasse gibt es da durchaus drastische bessere Beobachtunsgergebnisse als mit EAA in der 4k € Klasse.

Viele, erfahrene astronomische Beobachter sind EAA gegenüber manchmal eher abgeneigt und man kann natürlich eine endlose Diskussion über Grundlagen, pädagogischen Ansetzen und, und führen. Tatsache ist, dass mit EAA keine visuelle Beobachtungen durch ein Okular mehr stattfindet sondern ausschließlich Beobachtungen mit einem Computer-gesteuerten Display/Monitor erfolgen und dass auf Grund der sogenannten GoTo Steuerung ohne jegliche Mühe das gewünschte Objekt im Sternenhimmel gefunden wird. Ich selbst bin überzeugt in EAA liegt die Zukunft der astronomischen Beobachtung, besonders bei den Beginnern und Startern in dieses interessante Hobby. Da man den Mond damit auch sehr gut beobachten kann, kann man vielleicht den Nachteil bei der Planetenbeobachtung verschmerzen.

Man muss aber noch anmerken bei einem € 4k Budget kann man auch ganz andere Wege gehen, sowohl in die visuelle Astronomie als auch in eine qualitativ bessere EAA als die Fertigsysteme bieten. Allerdings setzt dies dann sicher egal welchen Weg man einschlägt eine gründliche Einarbeitung, ein umfangreiches noch zu erarbeitendes Astronomie Wissen, einiges an Erfahrung im Umgang mit astronomischen Instrumenten und einen erheblichen Zeitaufwand voraus. Ein solch sinnvolles und notwendiges Level erreicht man sicher erst nach vielen, vielen zum Teil auch frustierenden Beobachtungsnächten und man muss hier eher von einem Zeithorizont von Jahren sprechen als von ein paar zufälligen, einzelnen Beobachtungsnächten.

Viele Grüße - MünchenBeiNacht
 
Zuletzt bearbeitet:
Zum Kennenlernen...


Kinder müssen sich was erarbeiten, sonst schauen sie zwei Mal durch und das war's. Da lohnt ehe der Besuch in eine Sternwarte.

Größeres würde ich für später einplanen, wenn sie auch Bücher lesen können...

Gruß,
Martin
 
Du musst auch bedenken, dass ein 7-jähriger evtl. zu klein ist, um in einen Dobson hineinzuschauen wenn der >40° nach oben zeigt.
Ich würde erst mal nichts kaufen, außer etwas Literatur.
Dann könnt ihr zusammen die Sternbilder lernen und etwas schmökern, was man sehen könnte mit einem kleinen Teleskop.
Wenn das Interesse beständig ist an dem Thema, dann neu überlegen ...
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo zusammen,
also ich hab mit 13 mit dem 4.5Zoll Newton von Tasco richtig angefangen, nachdem ich vorher ein 40x40-Teleskop bekommen hatte (das war ein Einlinser und schön bunt ;-) )

Ich bin bzgl Stellina usw vielleicht etwas altmodisch, aber wenn das Kind was lernen soll, dann weiß ich nicht, ob ein "Teleskop" das richtige ist, bei dem man das Smartphone anwirft, ne Nummer eingibt und dann auf dem Smartphone ein Bild sieht... (ich weiß es gibt auch die Möglichkeit das Bild auf einem kleinen Monitor im Stellina zu sehen...). Wenn die Eltern einigermaßen technisch begabt und interessiert sind, würde ich eher zu einem normalen Teleskop greifen, bei dem man sich auch etwas mit der Technik, dem Sternenhimmel (also auch mal Sternbilder erkennen, ein Objekt ohne Goto finden...), der Lichtverschmutzung, etwas Himmelsmechanik, usw... beschäftigen muss. Außerdem kann man ja mit einem "normalen" Teleskop auch EAA betreiben, hat aber die Möglichkeit, auch selbst mal durchzuschauen, was für mich immer noch etwas anders ist, als Astrofotografie oder EAA zu betreiben ("mit eigenen Augen sehen"), und das für weniger Geld... Nix gegen Stellina und Co, das hat sicher seine Berechtigung irgendwo...
 
Wenn ich mir angucke, dass sogar LEGO mittlerweile Kinder an Smartphones zwingt, um ein ferngesteuertes Auto zu fahren... LEGO... der Inbegriff von kreativem und unelektronischem Spielzeug... Und wenn es um Homescooling geht, dann haben die Eltern im häufigen Falle ausreichend Geräte, die genutzt werden können.

Wenn ich visuell unterwegs bin, ist die einzige Elektronik - im Höchstfall - die ich dabei habe, eine GoTo Montierung (ja ja ich weiß, jeder hat ein Smartphone...). Es geht aber gerade darum, mal etwas zu tun, was NICHTS mit Bildschirmen, Followern, usw. zu tun hat.
Die Entscheidung, ein Teleskop zum Anfang zum visuellen Beobachten zu kaufen, ist eine ganz bewusste Entscheidung für die Beschäftigung mit unserer sichtbaren Natur. Egal ob es die Vögel im Baum, oder die Sterne sind.
Kinder müssen sich was erarbeiten, sonst schauen sie zwei Mal durch und das war's.
So siehts aus. Und das bitte nicht mit einem voll elektronischen Scope mit Anschluss für den eigenen Laptop o_O o_O o_O

Habt ihr für euren Sohn eigentlich schon Instagram und TikTok eingerichtet? Wird mit 6 Jahren langsam Zeit!
 
Hallo Chris,
Dein Sohn ist jetzt 5 Jahre alt, und wird bald 6. In dem Alter saugen die Kleinen alles auf, was interessant und vor Allem unterhaltsam erscheint. Allerdings fehlt es den Kindern in der Regel etwas an Ausdauer. Was im Moment brennend interessiert ist manchmal nach wenigen Minuten Umgang bereits wieder langweilig. Es sei denn, es kommen immer wieder neue, möglichst spektakuläre Sachen zum Vorschein. Es sei denn, ein wahres Feuerwerk an Reizen wird geboten.

Das kann die Astronomie mit Einstiegstechnik nur schwer darstellen.

Der Anblick von vergrößert dargestellten Objekten erfordert auch ein entsprechendes Bewusstsein. Ein Bewusstsein über das Gesehene. Kinder in dem Alter realisieren oft noch nicht, dass sie durch ein Teleskop durchschauen, und das Teleskop das zu Sehende verändert. Oft denken die Kleinen, dass das, was sie sehen, in dem Gerät drin ist.
Eine langsame Heranführung an Vergrößerung ist also nötig.

Das soll nicht bedeuten, dass Astronomie in dem Alter keinen Spaß macht. Es soll nur bedeuten, dass ein 5 oder 6 Jahre altes Kind die Dinge anders einschätzt, als die Erwachsenen, die oft enttäuscht sind, weil die Kleinen das Gebotene nicht erwartungsgemäß würdigen.

Wie kommt es denn bei Deinem Sohn zu dem Wunsch, ein Teleskop zu besitzen?
Habt Ihr schon mit Teleskopen, Ferngläsern herumprobiert?

Für den Einstieg in dem Alter empfehle ich (wie schon erwähnt) Geräte, die das Bewusstsein für das Gesehene fördern.
Geräte mit anfangs nur sehr geringer Vergrößerung, mit geradem Einblick (ohne Spiegel) und mit aufrechtem, seitenrichtigem Bild.
Optiken, (beinahe alle astronomische Teleskope) die ein seitenverkehrtes Bild, auf dem Kopf stehend und über eine Spiegel, quasi “um die Ecke“ bieten, führen in den kleinen Köpfen zu anderen Wahrnehmungen.
Jedenfalls nicht zu den Wahrnehmungen und Bildern, die Mama und Papa anstreben.….

Das bereits angesprochene, kleine Fernglas mit wenig Vergrößerung ist in jedem Fall ideal für den Einstieg: Auch am Tage spielerisch nutzbar (Achtung Sonne!), und am Nachthimmel sehr unterhaltsam.
Mit dem Fernglas tags die Umgebung und abends den Mond zu erkunden, kann auch für einen 6-jährigen Knirps fesselnd sein.

Erst im nächsten Schritt würde ich zu mehr Vergrößerung gehen. Vielleicht zunächst weiter mit geradem Einblick.
Das kann durchaus mit einem sehr einfachen Refraktor passieren. Z.B. mit Aufrichtlinse.

Wenn dann der Bezug von mit bloßem Auge Sichtbarem und dem durch vergrößerndes Gerät Gesehenem da ist, dann ist die Zeit für mehr Vergrößerung, und damit für größere Teleskope, wie die auch immer aussehen können….

Das alles klingt nach zeitraubender Entwicklung, kann aber ganz schnell gehen, vielleicht sogar in wenigen Stunden.
Aber in der Regel nur dann, wenn die Kinder das durch eigene Erfahrung begreifen. Schritt für Schritt.
Mit einem „Du musst Dir vorstellen……“ kommt man bei kleinen Kindern nicht weit.
Das Vorstellungsvermögen funktioniert bei ihnen bekannterweise anders .

Ich wünsch Dir viel Spaß mit Deinem Sohn, und dass Euch das Vorhaben „Teleskop“ gelingt.
Und schön wäre, wenn Du über Fortschritte berichtest.

CS

Dietmar
 
Hallo Zusammen,

ich finde es total spannend, dass es hier in den Antworten direkt „in die Technik“ geht. Mir stellt sich da eine ganz andere Frage… mit Ausnahme der Sonnenbeobachtung findet - zumindest bei mir - die aktive Beobachtung des Sternenhimmels bei Dunkelheit statt. Wir sprechen hier über ein Kind im Alter von 6 Jahren und ich will hier auch nicht auf Fragen der Kindererziehung abstellen, aber ich würde mal unterstellen, dass wir da bei Uhrzeiten von 22:00 Uhr oder später wohl über Freitage und Samstage und noch Ferienzeiten sprechen - und wenn ich das so in meinem Freundes-&Bekanntenkreis anschaue, dann ist da für 6 Jahre 22:00 Uhr aber schon deutlich zu spät - da bleibt schon nicht mehr so viel übrig vom Jahr und wie wir alle leidvoll dieses Jahr erlebt haben, ist auch nicht jedes Wochenende ein klarer Himmel.
Ich wäre daher auch bei der „starte mal mit Fernglas“-Fraktion, das hat dann wenigstens auch tagsüber eine mögliche Verwendung…zur Not noch was „einfaches“ im Teleskopbereich für Mondbeobachtung, aber viel Geld würde ich das nicht in die Hand nehmen. Lieber mal öfters einen Besuch ins Planetarium machen, da ist das Geld auch gut angelegt, für ein wissbegieriges Kind.

Beste Grüße und klare Nächte
Frank
 
Hallo Chris,

letzte Weihnachten fragte mich meine Tochter (Physikerin, früher auch in der Astrophysik tätig) nach einem geeigneten Fernrohr für die Kinder (7 und 9 Jahre) ihrer syrischen Nachbarn. Ich kramte in meinen Beständen und entschied mich für ein recht ordentliches Zoomfernrohr 15-45x40. Dazu kam ein Fotostativ mit Kinokopf vom Flohmarkt. Das ganze war ein Volltreffer! Die Kinder schauen damit nicht nur nach dem Mond, sie haben schon die Jupitermonde "entdeckt", den Orionnebel gesehen und einige Doppelsterne unter Anleitung gefunden. Zusammen mit dem Stativ können sie das Rohr selbständig durch die Gegend schleppen. Am Tag scheuen sie nämlich regelmäßig nach Vögeln im Nest, Tieren am Waldrand und, und , und. So ähnlich habe ich mit 8 Jahren auch mit einem 10-30x30, das ich gebraucht für DM 10,- von meinem Taschengeld (2 Monate) gekauft hatte, angefangen. Gleichzeitig habe ich mich durch die passende Abteilung der Wiesbadener Stadtbücherei gelesen. So kann man wirklich lernen, was man da tut. Jetzt fast 60 Jahre später bin ich immer noch dabei. Trotz aller möglicher Ausrüstung sind die Bilder von damals immer noch in meinem Kopf. Eigene Erfahrung kann man für Geld nicht kaufen.

Beste Grüße Gerhard (Sterngucker Frankenberg)
 
Hallo Chris,

ich versuche mal kurz und knapp zu antworten. 6 Jahre alt kann schon recht zeitig für Teleskopbeobachtung sein. Kinder sind fix begeistert und genau fix wieder davon weg :) .
D.h. es kann denen schon mal nach einer Sichtung langweilig werden. Daher: keep it small and simpel. Auch die Diskrepanz von Erwartung und Erfüllung (Bilder aus Zeitschriften oder Büchern versus Teleskopanblick) kann zur Ernüchterung führen.

Dennoch: Ich denke bei Deiner Frage an "Celestron inspire 70AZ". (Gibts auch mit 80 oder 100mm Öffnung) . Das entspricht den Vorstellungen eines Kindes vom Begriff Fernrohr: Hinten rein- und vorne rausgucken. Die azimutale Montierung (rauf/runter - links/rechts) ist intuitiv zu bedienen. der Leuchtpunktsucher erspart den Frust mit billigen, wenig geeigneten Suchern (die meistens keine "Finder" sind). Falls der Beschenke das Interesse verliert, habe ihr immer noch ein schönes Schnell-Einsatz-Gerät für den Balkon (bei Käse und Rotwein) oder ein leichtes Reisegerät, wenn's in Urlaub geht.

Das mit dem Laptop + Fernrohr ist m.E. Ausbaustufe. Erstmal gucken, was am Himmel ist (kauft 2-3 Bücher zum Einstieg: Himmelsjahr, kleiner Sternatlas, Sternkarte für die Kinderzimmerwand).
Mit meiner Tochter habe ich Sommerabends im Liegestuhl gelegen und Satelliten-Finden gespielt. Wer findet welche und wo fliegen die lang. Damit lernt man prima die Sternbilder und somit die Orientierung am Himmel. Außerdem entdeckt man Objekte und Sternmuster am Himmel, die man "dann unbedingt genauer untersuchen will" - sprich hier kommt dann das Teleskop ins Spiel.
Und wenn dann der laptop doch unterstützen soll, kann man mit einem kostenlosen Planetariumsprogramm (z.B. Stellarium) das Gesehne prüfen, vertiefen, sich erläutern lassen... und man kann mit der App von "heavens-above". mal gucken, welche Satelliten man gerade "erwischt" hat.

Für mich hat sich das bei Kinder bewährt, da ist immer gut, wenn ein bisschen Event dabei ist, dann machts Spaß und das ist das was für die Altersklasse zählt :cool: .

Wenn ein Planetarium in der Nähe ist, ist das für Kinder immer cool. Zu Ferngläsern stehe ich übrigens wieder schon oben bereits beschrieben: Auch 'ne prima Idee.

Viele Grüße
Uwe
 
Hallo an den Sechsjährigen,
ich habe einen Enkelsohn von 5 Jahren. Nun war er zur Reha( Ellenbogen gebrochen) mehrere Wochen bei mir. Er schlief mit mir in einem Zimmer. Und da steht mein ganzes Astro Gerümpel. Opa, was ist das und was machst du damit. Alles soweit wie gut erklärt. Darf ich das auch mal. Ja, aber da musst du viel lernen. Mit was soll ich anfangen. Mit dem Sonnensystem sagte ich und los ging es mit dem Planeten System im Garten mit Steinen legen. Weiter mit einem Planetenbuzzle bis zum ersten Blick durchs Fernglas. Super Opa, morgen geht es weiter. Und jetzt sagt er die Reihenfolge der Planeten von Sonne bis Neptun im Schlaf auf.
Und als wir dan Jupiter und Saturn live sehen konnten, war die Enteuschung groß, das sollen die größten Planeten sein? ? ? ?
@Chris
Natürlich kann dein Sohn gleich mit einem nicht so billigen Teleskop anfangen. Aber langsam mit den jungen "Pferden" meine ich.
Gruß *entfernt*
 
An den Vater des Sechsjährigen,
als Buch zum hauptsächlich anschauen kann ich "Mein großer Sternenatlas" für lappige 4.99€ empfehlen, habe ich dann jeden Morgen mit meinem Liebling durchgeblättert. Es hat Spaß, für beide Seiten, gemacht.
Gruß *entfernt*
 
An alle die hier stehts weiterschreiben. Diese kleinen Geschichten, wie zum Beispiel die des Opas, der seinem 5 Jahre alten Enkel die Astronomie in kleinen Schritten näher bringt, sind echt schön. Sowas könnte man gerne mal sammel

Doch der Thread Ersteller hat, nun eine Menge Input, doch seit seinem ersten und einzigen Post nichts mehr geschrieben, deshalb denke ich aktuell laufen all die Ratschläge ins lehre.
Ich mag diese Threadersteller nicht, die eine Frage stellen und dan spurlos verschwinden.
Respektlos gegenüber allen die versuchen ihnen weiterzuhelfen.

Clear skies Felix
 
Hallo und danke an alle teilnehmenden. Das ist natürlich eine menge Input innerhalb kürzester Zeit, das muss ich erst einmal alles verarbeiten.

Ja, ich denke bis auf den Astronomie Unterricht von damals ist bei mir und seiner Mutter nicht viel hängen geblieben. Ich selber beobachte schon immer gerne den Himmel und die Sterne und zwar mit einem Feldstecher. (Dabei mache ich immer die tollsten Entdeckungen von diversen Unbekannten Flugobjekten, die mir bisher unbekannte Antriebe nutzen <- Darüber kann man jetzt Streiten oder Diskutieren, ist aber nicht Sinn des Threads xD).

@Kusifu, ich verstehe dich, war aber Beruflich eingespannt und hatte bis dato keine Zeit hier reinzuschauen.

Natürlich sollte diverse Lektüre dazu, worin erst einmal alles erklärt wird, was man so am Himmel sehen kann.

Ich denke eine reine Sternebeobachtung reicht für den Anfang! (Also das muss jetzt hier kein Super Duper "ich sehe den Planeten" Objektiv sein.

Platz ist auf dem Balkon für ein Tripod, und es ist Platz nach Oben (Höhe des Freiraumes auf dem Balkon).

Ich suche nach einem guten qualitativen Einsteiger Gerät. (Um es zu vereinfachen).

Mein kleiner ist sehr bestrebt nach Wissen, und er ist kein Handyglucker, darauf achten wir, und von TV hält er auch nix, außer mal nen Disney Film.
 
Hallo zusammen,
das Buch „Sterne finden ganz einfach“ finde ich optimal. Da kann der Unkundige Vater schon mal lesen, Sternbilder finden üben usw. bevor man mit dem Filius nach draussen geht. Dann empfehle ich den Besuch eines Planetariums und eine Führung in einer Sternwarte.
Das ist 1000x besser als alles andere, denn die Interessen der Kids ändern sich sehr schnell…
Gruss
Peter
 
Hallo,

Sternbeobachtung? Soll bei einem Grundschüler die Lust an der Astronomie wecken? Niemals. Es gibt nichts langweiligeres als mit einem kleineren Teleskop Sterne zu beobachten. Jetzt gucken wir uns die Wega an (man sieht einen sehr hellen Stecknadel-großen Punkt). Und jetzt den Altair (man sieht einen etwas schwächeren Stecknadel-großen Punkt) und jetzt noch den Arcturus (man sieht einen wiederum etwas helleren Stecknadel-großen Punkt)... das wird nix!

Du kannst nicht vom Seheindruck in Deinem Feldstecher auf den Anblick von Sternen in einem kleinen Teleskop schließen. Das ist ein großer Fehler. Das Sichtfeld in Deinem Feldstecher ist viel viel größer als das in einem kleineren Teleskop, egal welches Okular Du beim Anfängerteleskop reinsteckst. Da sehen die Sterne für einen Anfänger gleich aus... es sei denn Du wählst einen gut trennbaren schönen Doppelstern.

Stern-Beobachtung ist für mich das didaktisch dümmste, was man in der Kinderastronomie machen kann. Totale Langeweile ist vorprogrammiert.

Ich habe meine Tochter zuerst die Sonne anschauen lassen (informiere Dich darüber. Das muss technisch sauber gelöst sein, sonst drohen dramatische Gefahren für die Augen!!) So ein großer Sonnenball (ist ja bei gleicher Vergrößerung ähnlich groß wie der Vollmond) mit einigen größeren Flecken hat immense Faszination für Kinder und geht bei Tage.

Dann würde ich mich dem Mond zuwenden und mit dem Kind erst mal die großen Formationen auf dem Mond im Buch anschauen und eine Beobachtung sozusagen vorbereiten und dann umsetzten. Der Mond zu unterschiedlichen Phasen bietet wunderbare Ansichten und ist auch sehr beeindruckend.

Wie schon die Vorposter sagten, mit den "großen" Planeten wird es schon weniger attraktiv für Kinder. Zu klein und oftmals bizarr wabernd wegen der Luftunruhe (sie stehen meist Horizontnahe). Am besten noch die Venus mit ihren Phasen, der Jupiter mit seinen vier galileischen Monden und der Saturn mit dem Ring, denn man sehr gut erkennen kann. Das wars... Merkur bei einer Abend- oder Morgensichtbarkeit würde ich dem Kind mit blossem Auge zeigen und abfeiern, ihn überhaupt gesehen zu haben. Es gibt eine ganze Reihe Hobbyastronomen hier, die haben ihn noch nie gesehen.

M42 als planetarischer Nebel, M31 als hellste Galaxie, M13 als heller Kugelsternhaufen und die Plejaden und M44 als offene Haufen - das sind die Knüller bei den Objekten ausserhalb der Sonnensystems für kleine Teleskope.

Das ist der Beobachtungskatalog, mit dem wir alle mal angefangen haben.... Man darf aber keinesfalls zu viel erwarten. man sieht nur ganz zarte helle Fussel die für ein Kind wahrscheinlich fast alle gleich aussehen.

Sehr schade, dass das Kind den "Jahrhundert-Komet" Neowise verpasst hat. In den letzten Dekaden kam so ein Komet etwa alle 10 Jahre vorbei. Da muss man sehr lange warten, bis wieder so ein Knüller kommt (oder auch nicht... hoffentlich).

Wenn das Kind den PC hat würde ich sehr viel mit STELLARIUM machen. Das ist ein ganz tolles kostenloses Tool was ich früher gerne gehabt hätte und mit dem man auch an einem verregneten Nachmittag ganz tolle astronomische Studien betreiben kann.

Der Tipp mit einer näheren Volkssternwarte ist auch gold wert! Aber Vorsicht: Die dort verfügbaren Großinstrumente zeigen Beobachtungen, welche Ihr niemals zu Hause wiederholen könnt. Hier im Forum gibt es mittlerweile massenhaft Threads von Menschen, die unbedarft sich in Suchmaschinen schöne Profi-Fotos des Hubble-Weltraumteleskops oder von Riesenteleskopen in Chile oder auf Hawaii von M31 oder M13 anschauen und dann selbst in einem Teleskop für 2000,- € einen dermassen enttäuschenden Anblick sehen, dass sie das Teleskop und den Shop beschimpfen.... der fast nix dafür kann.

Viele Grüße

Guido
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo zusammen,

da haben wir sie wieder, die verbreitetet Meinung, es genüge, sich mit ein paar tausend Euro ein gutes Teleskop zu kaufen, das man aufstellt, hindurchschaut und die vielen faszinierenden Objekte am Nachthimmel sieht. Vielleicht auch, weil uns natürlich manche Händler ob des Geschäftes weissmachen wollen, dass es so ist.
Und das führt dann zu den vielen enttäuschten Einsteigern, die plötzlich erkennen, dass viel mehr dazugehört, als der Kauf eines Teleskopes.

Ist zwar toll, wenn Mama, Papa, Oma und Opa zusammen soviel Kohle auf den Tisch legen können, dass ein Kind, das gerade eingeschult wird ein Teleskop für mehrere 1000 Euro hingestellt bekommen kann. Pädagogisch meiner Meinung nach das Verkehrteste, was man tun kann.
Hier muss m.E. die Ausrüstung zum Wissens-Stand des Kindes "passen".
Wenn mein Kind sich mit 6 Jahren für Zauberei interessiert, kaufe ich doch auch nicht gleich eine Großillusion für 5000,- Euro, mit der man die zersägte Jungfrau zeigen kann sondern ich beginne mit Seiltricks, Schwammbällen und Gegenständen, damit das Ganze über Jahre steigerungsfähig bleibt.
( Hoffen wir also mal, dass der Filius vielleicht nur das Alibi für Papa ist, der sich eigentlich schon immer ein Teleskop gewünscht hat. ;) )

Ich kann mich also den vielen Kommentaren oben nur anschliessen:

a) Das Ganze macht nur Sinn, wenn mindestens einer der Eltern oder Großeltern nicht nur Kohle beisteuern kann sondern über hinreichendes Wissen verfügt, das erforderliche Equipment zu bedienen und zu verstehen. Die große Frage wird schon sein, ob Mama und Papa die notwendige Ausdauer dafür aufbringen werden, denn sie werden sie brauchen !
Die Anschaffung einiger Literatur vorher ist unbedingt angeraten ! Einige sinnvolle Bücher wurden ja schon genannt.

b) Deepsky-Beobachtungen halte ich mit Verlaub für ein Kind in dem Alter für völlig ungeeignet, da das Kind noch keinerlei "Verständnis" für diese Objekte entwickeln kann (Was ist eine Galaxie, Größe, Entfernung, was sind 100Mrd Sonnen,.....) und auch meiner Meinung nach ein Kind in dem Alter zu den Zeiten einfach seinen Schlaf braucht, selbst, wenn es ab 18 Uhr dunkel wird. Außerdem kommen wir da ja technisch auch gleich in ganz andere Dimensionen, ohne gute Kenntnisse der ganzen Materie ist die Enttäuschung schon vorprogrammiert.
Und ich möchte mich Guido anschliessen: Ich glaube, für ein Kind gibt es nichts Langweiligeres, als durch ein Teleskop einen Stern anzuschauen. Für das Kind ist ein Stern ein heller Punkt am Himmel, mit und ohne Teleskop.

c) Was bleibt sind also Mond und Planeten (Jupiter, Saturn, evtl. Mars). Und genau diese würde ich auch erstmal anvisieren. Hierzu gibt es dann auch Equipment, das nicht zu anspruchsvoll ist. Hiermit können sich dann Mama und Papa langsam in die Technik einarbeiten und dem Filius gelegentlich was zeigen. Mit 6 Jahren haben Kinder (wie weiter oben schon erwähnt) nur sehr sehr wenig Ausdauer. In sofern also total schick, wenn das Equipment tagsüber sogar noch für Naturbeobachtungen taugt. Da gibt es für Kinder viel mehr Spannendes zu sehen als am Himmel. Vielleicht doch ein gutes Fernglas oder ein gutes Spektiv ??

d) Das Equipment sollte mit dem Kind "wachsen" können. D.h. erstmal mit einem Teleskop ohne GOTO (braucht man bei Mond und Planeten ja gottseidank nicht) und ohne Nachführung anfangen, dessen Vergrößerung gerade so ist, dass man den Ring (!!) des Saturn sehen kann.

e) Weitere Upgrades dann je nach Alter des Kindes. Ich würde das Equipment immer dem Alter des Kindes anpassen, das heißt, das Kind muss es bedienen können und dürfen. Das Kind wird das Interesse sehr schnell verlieren, wenn Papa immer alles einstellt und es selbst darf dann nur kurz durchschauen.

Ich glaube, nur so besteht eine Chance, das Kind an so ein anspruchsvolles Hobby wie die Astronomie "heranzuführen".

Als letztes möchte ich noch sagen, dass dies natürlich nur die ganz persönliche Meinung eines Vaters zweier inzwischen erwachsenen Söhne ist,
der 1980 mal Lehramt für Mathe und Physik studiert hat _affeaugen: . Inhaltlich hat sich inzwischen sicher einiges verändert, die Entwicklung der Kinder ist
aber (wie ich an meinen Enkelkindern sehe) ist immer noch sehr ähnlich. Ich bedauere es sehr, dass den Kindern in genau diesem Alter heute vieles
abhanden kommt, was ich als Kind noch konnte : Einfach nur spielen, Löcher buddeln, auf Bäume klettern, in Kiesgruben baden, Maikäfer sammeln und solche Dinge.
An ein Teleskop für meine beiden Söhne (heute übrigens beide Physiker) hätte ich ehrlich gesagt in dem Alter niemals nachgedacht !

Viel Erfolg
Jürgen
 
Zuletzt bearbeitet:
Ob nun meine Opa-Story, die aber so war oder die Physiker vom astro-yogi, die das bestimmt sind, wird dem Chris nicht weiter helfen.
Ich nehme an, das Chris bald sagt und Tschüß. Kinder wollen alles gleich sehen und Eltern alles den Kindern ermöglichen. So sind nun mal Eltern, Opa und Oma.
Gruß *entfernt*
 
Ok, danke für euer Feedback. Ich sehe schon, hier ist man unter Profis. Ich könnte euch denke ich genau soviel erzählen über IT/Cyber Security/Thermografie/Kameratechnik :)

Ich selber arbeite also in der IT und der Sicherheitstechnik.

Nichts destotrotz hätte ich jetzt schon gerne passende empfehlungen wo "Ihr" meint, das es das richtige wäre, für meinen Sohn in dem Alter, und etwas wo "Wir Eltern" uns auch weiterbilden könnten, um das ganze mal zu entschärfen. :)

Also würde ich gerne sachliche Vorschläge/Produktempfehlungen entgegennehmen, denn ich bin auf dem Gebiet einfach ein unwissend.
 
Hallo Wolfgang,
mag sein, dass viele Eltern und Großeltern so denken, ich glaube trotzdem, dass es falsch ist.
Genau damit werden die Kinder nämlich völlig überfordert.
Ich fände es toll, wenn Chris vielleicht erstmal rausfindet, ob ihm selbst das Ganze nicht Spass macht .
Das fände ich z.B. die Grundvoraussetzung, die Begeisterung dafür dann an den Filius weiterzugeben.

Mein Rat ist also nicht : "Komm lass es sein." sondern "Ja, begeistere Dich erstmal selbst dafür."
Lass Deinen Sohn erstmal noch mit altersgerechten Dingen spielen (sowas wie Lego, später vllt. Lego-Technik)
Gibt es heute eigentlich noch diese Lehrbaukästen von Kosmos ? Sowas wie "Optikus und Fotomann" ?
1632169909949.png

Genau den habe ich mit 10 Jahren geschenkt bekommen und damit mein erstes Teleskop gebaut, mit dem man
die Krater auf dem Mond sehen konnte !
Jürgen
 
Hallo Wolfgang,
mag sein, dass viele Eltern und Großeltern so denken, ich glaube trotzdem, dass es falsch ist.
Genau damit werden die Kinder nämlich völlig überfordert.
Ich fände es toll, wenn Chris vielleicht erstmal rausfindet, ob ihm selbst das Ganze nicht Spass macht .
Das fände ich z.B. die Grundvoraussetzung, die Begeisterung dafür dann an den Filius weiterzugeben.

Mein Rat ist also nicht : "Komm lass es sein." sondern "Ja, begeistere Dich erstmal selbst dafür."
Lass Deinen Sohn erstmal noch mit altersgerechten Dingen spielen (sowas wie Lego, später vllt. Lego-Technik)
Gibt es heute eigentlich noch diese Lehrbaukästen von Kosmos ? Sowas wie "Optikus und Fotomann" ?
Den Anhang 215346 betrachten
Genau den habe ich mit 10 Jahren geschenkt bekommen und damit mein erstes Teleskop gebaut, mit dem man
die Krater auf dem Mond sehen konnte !
Jürgen
Ja also ich bin durchaus Offen für das Thema Astronomie :) Mein Kollege hat sich was tolles eigenes Gebaut! Das natürlich schon eine starke Hausnummer, was da steht ^^ Daher find ich das schon fasziniered, da Abends zu sitzen und nach Oben zu schauen.
 

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Ja aber dann ist doch völlig klar, wo Dein Sohn mal ein paar Nächte in das Thema reinschnuppern kann! Warum bringst Du das denn jetzt erst!
Guido
 
Ich sehe schon, hier ist man unter Profis

Und das hast Du offenbar auch nicht richtig verstanden. Fast alle hier verdienen nicht ihre Brötchen mit der Astronomie. Definition von "Profi" egal ob beim Fußball oder beim Tennis oder in der Astronomie: Er kann davon gut leben und er muss für sein Material nicht bezahlen.

Der große Vorteil hier ist: Alles "Nicht-Profis" die sich ihr Equipment vom sauer verdienten Geld selber kaufen müssen und die deshalb - weil sie die Sachen nicht geschenkt bekommen - einen meist sehr kritischen Blick auf das Equipment haben und die ihre Erfahrungen hier gerne teilen, damit andere nicht dieselben Probleme erleiden müssen...
 
Ich nehme an, das Chris bald sagt und Tschüß.

Oder aber "Chris" lacht sich krumm, wie hier etliche höflich sich die Finger wund tippen und sachdienliche Gesamteinschätzungen abliefern. ICH halte es ja für den typischen Trollthread, wie man sie hier öfters leider lesen muss, der die IMO hoffnungslose Naivität von echten "Gutmenschen" ausnutzt. Bleibt zu hoffen, dass die verschwendeten Fonts wenigstens von anderen "Ernsthaften" gelesen werden. Oh, noch ein "Kollege" mit Sternwarte. Darum ist es bestimmt sinnvoll, sich hier zu informieren ...

Auf die Gefahr hin, ein Miesmacher zu sein, ein Trauerspiel ...
 
Mir fällt nach all der Kritik eigentlich fast nix mehr ein... meine Tochter hat auch mit jungen Jahren bei mir mitgeguckt, da brauche ich eher nicht eine Grundsatzdiskussion über Kindererziehung und Elektronik. Wenn mich ein Bekannter fragen würde, dann stell ich im meinen 72/432 Lacerta auf einer EQ-3 hin und dann sollen alle ein paar Wochen durchgucken.

Kein 12" Observatorium und keine 3m Brennweite auf der nächsten Supersternwarte, ein kleines Rohr und gut is, wenns nix wird kann man es später vielleicht mal wieder vom Dachboden holen, es macht Spaß, man sieht ein bissl was und gut is.

Das kleine haben wir auch bei Führungen auf der Sternwarte im Garten gehabt und auch Kinder haben immer wieder durchgeguckt und waren teils vom Mond begeistert oder vom Jupiter, viel mehr geht in wenig Zeit und ihrer Schnelllebigkeit meist auch nicht... sonst wird es auch mal fad. Darf es auch. 24/7 macht ja auch keiner von uns Astro (bis auf ein paar Verwegene) ;)

Also: das Kind entscheiden lassen, ein kleines Scope, das bringt Klarheit. Ich denke alle anderen Diskussionen vom 8" Dob am Balkon & Co kann man doch anfangs auslassen, nicht böse sein, man kann ja auch mal kleiner anfangen und muss nicht gleich alles bis Magnitude 15 sehen wollen. :)

lg
Niki
 
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