Ehemaliges Mitglied
Heute hab ich überlegt, ob ich euch diesen Beobachtungsbericht überhaupt schreiben soll. Denn wer hier gern von tollen Nachthimmel-Sichtungen lesen möchte, wird enttäuscht werden. Aber so ein Abend, wie ich ihn gerade erlebt habe, gehört einfach auch mal zur Realität der Astronomie dazu. Deshalb erzähle ich euch nun doch bei einer extra-großen Tasse Beruhigungs- und Aufwärm-Kakao von meinen Erlebnissen. Und ja, es wird wieder etwas länger. 
Mein größter "Beobachtungserfolg" heute fand eigentlich schon während der Abenddämmerung statt. Als ich mit dem Auto nach Hause fuhr, genoss ich den Anblick des Mondes und meines Freundes Jupiter in seiner Nachbarschaft. Mein Blick schweifte über das bunte Dämmerungslicht am Horizont - und ich traute meinen Augen nicht: Da war ein zweiter Jupiter am Himmel! Ich schaute von einem zum anderen, es waren wirklich zwei!
Nach einem Moment der Verwirrung dämmerte es mir: Venus gab es ja auch noch - schade...
Motiviert von dem trotzdem schönen Eindruck, beschloss ich kurzerhand, heute den klaren Himmel noch einmal zu nutzen, um an meinen Beobachtungsplatz vor der Stadt raus zu fahren. Dort war ich länger nicht mehr gewesen, und weil ich dort im Winter nicht beobachte, bot es sich heute für einen Verabschiedungs-Abend dort oben an. Also plante ich fix ein paar mögliche Ziele. Auch von vorangegangenen Abenden standen noch ein paar unerledigte Punkte in meinem Beobachtungsbüchlein. Und voller Vorfreude packte ich Teleskop, Fernglas und Zubehör zusammen.
Da das Thermometer nur noch knapp 6 Grad anzeigte, war das auch der Startschuss für mein Winter-Beobachtungs-Outfit: drei Paar Socken übereinander, eine dünne und eine dicke Strumpfhose (ja, wieder mal die super-sexy selbstgestrickte - aber sie ist schön warm!
) und darüber eine dicke Winter-Hose, ein dünner und ein dicker Pulli übereinander, darüber eine Strickjacke und dann die dicke Winterjacke, der extra-dicke lange Schal, den ich mir um den mit einer warmen Mütze geschützten Kopf wickeln kann. Ja, viel Bewegungsfreiheit hat man da nicht mehr, aber frieren tut man auch nicht so schnell... Natürlich kamen auch eine Decke, eine Thermoskanne mit Tee und ein Schokoriegel mit.
So vorbereitet erreichte ich um etwa 21.30 Uhr meinen Platz auf der Anhöhe vor der Stadt an. Ich nahm mir erst einmal Zeit, um anzukommen und den Gruselfaktor zu prüfen. Naja, besser nicht weiter drüber nachdenken. Der Mond schien hell, und ich konnte die Schemen der Büsche um mich herum gut sehen. Leider. Mir kam auch der Gedanke, ob ich in dem hellen Mondlicht nicht von der Straße aus, die nur ein paar hundert Meter entfernt vorbei führte, nicht sogar zu auffällig zu erkennen war. Also erst mal ein Tässchen Beruhigungstee trinken und mich auf die Sterne konzentrieren.
Der Fuhrmann stand vollständig im - irgendwo (ihr kennt die Himmelsrichtung bestimmt). Der Stier lugte zaghaft etwas unterhalb durch die Dunstschicht. Die Plejaden prangten ein gutes Stück oberhalb von Aldebaran als klar erkennbarer Fleck am mondlichterhellten Himmel. War da nicht das Geräusch eines Autos, das auf den geschotterten Parkplatz in der Nähe rollte?
Was soll das? Was wollt ihr da - jetzt, mitten in der Nacht?! Fahrt wieder! Bleibt weg von hier!
Eine Weile lauschte ich in die Nacht. Der Parkplatz war von einer Hecke umgrenzt, so dass ich nicht sehen konnte, was dort vor sich ging. Als alles ruhig blieb, wendete ich mich wieder dem Himmel zu. Meine geplanten Ziele in der Kassiopeia (ein paar Doppelsterne und der offene Sternhaufen "Carolines Rose") konnte ich gleich begraben. Denn die lagen so zenitig, dass ich mich zum Anpeilen unter mein Teleskop hätte legen müssen. Nein, danke! Die Doppelsterne im Aquarius konnte ich auch sofort abhaken. Denn wieder mal war der Mond so hell, dass der Wassermann fast unsichtbar blieb.
Dubhe im großen Wagen stand schon lange in meinem Büchlein und wartete auf seine Chance. Und da er mit dem Teleskop gut erreichbar war, nahm ich eben ihn aufs Korn. Falls es jemand von euch noch nicht weiß, wir sprechen hier von meinem altbekannten 60 mm Refraktor. Tja, Dubhe sah hübsch golden aus. Trennen konnte ich den Doppelstern jedoch weder mit dem 20 mm, noch mit dem 10 mm Okular. Aber er schaute hübsch aus.
Also gut, dann gehen wir etwas Anderes an. M 33 wollte ich mir ansehen. Doch ich hätte es mir ja vorher schon denken können: Es wurde eine Buckelei unter dem Teleskop mit Halsverrenkungen, um den Bereich am Himmel überhaupt anpeilen zu können. Und als das Zielgebiet ungefähr erreicht war, suchte ich mit dem Auge am Okular nach der Galaxie. Aber sie zierte sich. Und meine Geduld ließ spürbar nach. Warum musste ich sogar die auffälligsten Galaxien jedesmal verzweifelt suchen? Vielleicht war es ja auch eine dumme Idee gewesen, sowas bei fast Vollmond angehen zu wollen?
Plötzlich knirschten wieder Autoreifen auf dem Parkplatz. Dann fielen Autotüren zu. Stimmen. Mist! Da vorn zwischen den Büschen tauchte das Licht einer Taschenlampe auf. Und es kam näher. Immer näher. Jupiter, hilf! Haut ab!
Näher und näher kam das Licht. Nerven behalten, Sabine! Auf alle Fälle mal die Nerven behalten! Ich nahm meine Thermoskanne zur Hand und goss Tee in die Tasse. Er war heiß. Vielleicht konnte man sich damit ja ein wenig verteidigen. Und die Kanne selbst war aus Metall. Gut! Ich krallte mich daran fest, während das Licht und die flüsternden Stimmen immer näher kamen. Haut doch endlich ab!
Sie kamen immer noch näher. Was tun? Sollte ich die Initiative ergreifen und auf sie zugehen? Sie anblaffen, was ihnen einfiel, meine Dunkeladaption kaputt zu machen? Meine Beine wollten nicht. Da blieb auf einmal auch das Taschenlampenlicht stehen. Etwa hundert Meter von mir entfernt. Wieder tuschelnde Stimmen. Ich starrte zu ihnen hinunter mit meiner Rotlichtlampe in der einen und der Thermoskanne in der anderen Hand. Sie starrten zu mir herauf. Dann wandte sich der Lichtschein auf einmal ab und entfernte sich entlang eines der Wanderwege, die es hier gab.
Ich schaute ihnen nach und konnte dem Frieden noch nicht trauen. Zu Recht. Denn es dauerte nicht lange, da kamen sie wieder zurück. Wieder blieben sie ein Stück von mir entfernt stehen. Wieder klammerte ich mich an meiner Thermoskanne fest. Und dann wendete sich das helle Licht von mir ab. Jetzt konnte ich zwei Gestalten erkennen, die zurück zum Parkplatz gingen. Das war gut! Kurz darauf wieder das Geräusch von Autotüren. Und dann das Knirschen von Reifen auf Schotter, das sich entfernte. Gottseidank!
Ich brauchte erst einmal eine Tasse Tee. Und einen Beruhigungs-Schokoriegel. Meine Hände waren eisig kalt geworden. Ich setzte mich wieder - und die Schoko fiel ins Gras. Wieviel Pech kann man an einem Abend eigentlich haben? Im Rotlichtschein fand ich den Riegel wieder. Ja, den konnte man noch essen!
Mein Blick suchte nach etwas Schönem und fand es in dem dichten Nebelband, das sich inzwischen entlang des Flusslaufs im Tal gebildet hatte. Sah ganz hübsch aus. Solange der Nebel nicht näher kam...
Dort drüben stand mein Teleskop und schaute immer noch sehnsüchtig in Richtung Dreieck zum Himmel.
Nein. Auf M 33 hatte ich keine Lust mehr. Eigentlich hatte ich auch noch vorgehabt, den offenen Sternhaufen NGC 752 anzuschauen und vielleicht sogar zu zeichnen. Der war wirklich sehr schön. Wenn nur meine Finger nicht so eisig gewesen wären. Naja, die würden schon wieder warm werden. Und ich hätte jetzt gern auch mal einen Erfolg erlebt an diesem Abend. Also ließ ich mich wieder auf die Buckelei unter meinem Teleskop ein, um irgendwie in die richtige Himmelsgegend zu kommen. Dann blickte ich ins Okular. Es beschlug sofort. So ein Mist heute!
Also Okular in die Tasche stecken und ein wenig aufwärmen. Wieder eine Tasse Tee. Und ein kleines Gespräch mit meinem Freund Jupiter. Waren da nicht schon wieder Geräusche? Sabine, du bist zu überreizt! Reiß dich zusammen! Ja, da waren Geräusche.
Ich will heim!
Die Entwarnung kam, als mir klar wurde, dass diese Geräusche von meiner Thermoskanne stammten...
Da das Okular noch ein wenig Aufwärmzeit brauchte, holte ich mein Fernglas heraus und schaute damit ein wenig am Himmel herum. Die Plejaden sahen wieder einmal sehr schön aus - und hatten auch etwas Beruhigendes. Immerhin!
Dann ein neuer Anlauf für NGC 752. Wieder eine erfolglose Sucherei. Ihr könnt mich langsam gern haben! Außerdem wurden meine Füße kalt.
Ich beschloss, dass es im Fuhrmann auch schöne Sternhaufen gab. Und schnell hatte ich M 36 gefunden. Ganz zart, aber ja! Dann zeichne ich eben den. Ich holte mein Büchlein und den Stift, setzte mich, um zu beginnen. Und wieder mal war das Okular beschlagen. Jetzt hatte ich wirklich genug! Zum Abschied warf ich noch einen Blick durch das angelaufene Okular zu meinem Freund Jupiter hinauf und verabschiedete mich von ihm. Ich wünschte ihm eine gute Nacht und packte zusammen.
Um etwa halb Zwölf war ich dann zu Hause, durchgefroren und frustriert. Das hätte ich alles ebenso in meiner Ecke hinterm Haus haben können. Nur mit weniger Grusel-Abenteuer. Und auf das hätte ich liebend gern verzichtet. Naja. Da fällt einem der Abschied vom Sommer-Beobachtungsplatz wenigstens nicht so schwer.
Nun wünsche ich euch allen eine gute Nacht. Und erfolgreichere Beobachtungs-Erlebnisse, als es bei mir heute der Fall gewesen war.
Herzliche Grüße und bis bald!
Sabine
Mein größter "Beobachtungserfolg" heute fand eigentlich schon während der Abenddämmerung statt. Als ich mit dem Auto nach Hause fuhr, genoss ich den Anblick des Mondes und meines Freundes Jupiter in seiner Nachbarschaft. Mein Blick schweifte über das bunte Dämmerungslicht am Horizont - und ich traute meinen Augen nicht: Da war ein zweiter Jupiter am Himmel! Ich schaute von einem zum anderen, es waren wirklich zwei!
Motiviert von dem trotzdem schönen Eindruck, beschloss ich kurzerhand, heute den klaren Himmel noch einmal zu nutzen, um an meinen Beobachtungsplatz vor der Stadt raus zu fahren. Dort war ich länger nicht mehr gewesen, und weil ich dort im Winter nicht beobachte, bot es sich heute für einen Verabschiedungs-Abend dort oben an. Also plante ich fix ein paar mögliche Ziele. Auch von vorangegangenen Abenden standen noch ein paar unerledigte Punkte in meinem Beobachtungsbüchlein. Und voller Vorfreude packte ich Teleskop, Fernglas und Zubehör zusammen.
Da das Thermometer nur noch knapp 6 Grad anzeigte, war das auch der Startschuss für mein Winter-Beobachtungs-Outfit: drei Paar Socken übereinander, eine dünne und eine dicke Strumpfhose (ja, wieder mal die super-sexy selbstgestrickte - aber sie ist schön warm!
So vorbereitet erreichte ich um etwa 21.30 Uhr meinen Platz auf der Anhöhe vor der Stadt an. Ich nahm mir erst einmal Zeit, um anzukommen und den Gruselfaktor zu prüfen. Naja, besser nicht weiter drüber nachdenken. Der Mond schien hell, und ich konnte die Schemen der Büsche um mich herum gut sehen. Leider. Mir kam auch der Gedanke, ob ich in dem hellen Mondlicht nicht von der Straße aus, die nur ein paar hundert Meter entfernt vorbei führte, nicht sogar zu auffällig zu erkennen war. Also erst mal ein Tässchen Beruhigungstee trinken und mich auf die Sterne konzentrieren.
Der Fuhrmann stand vollständig im - irgendwo (ihr kennt die Himmelsrichtung bestimmt). Der Stier lugte zaghaft etwas unterhalb durch die Dunstschicht. Die Plejaden prangten ein gutes Stück oberhalb von Aldebaran als klar erkennbarer Fleck am mondlichterhellten Himmel. War da nicht das Geräusch eines Autos, das auf den geschotterten Parkplatz in der Nähe rollte?
Was soll das? Was wollt ihr da - jetzt, mitten in der Nacht?! Fahrt wieder! Bleibt weg von hier!
Eine Weile lauschte ich in die Nacht. Der Parkplatz war von einer Hecke umgrenzt, so dass ich nicht sehen konnte, was dort vor sich ging. Als alles ruhig blieb, wendete ich mich wieder dem Himmel zu. Meine geplanten Ziele in der Kassiopeia (ein paar Doppelsterne und der offene Sternhaufen "Carolines Rose") konnte ich gleich begraben. Denn die lagen so zenitig, dass ich mich zum Anpeilen unter mein Teleskop hätte legen müssen. Nein, danke! Die Doppelsterne im Aquarius konnte ich auch sofort abhaken. Denn wieder mal war der Mond so hell, dass der Wassermann fast unsichtbar blieb.
Dubhe im großen Wagen stand schon lange in meinem Büchlein und wartete auf seine Chance. Und da er mit dem Teleskop gut erreichbar war, nahm ich eben ihn aufs Korn. Falls es jemand von euch noch nicht weiß, wir sprechen hier von meinem altbekannten 60 mm Refraktor. Tja, Dubhe sah hübsch golden aus. Trennen konnte ich den Doppelstern jedoch weder mit dem 20 mm, noch mit dem 10 mm Okular. Aber er schaute hübsch aus.
Also gut, dann gehen wir etwas Anderes an. M 33 wollte ich mir ansehen. Doch ich hätte es mir ja vorher schon denken können: Es wurde eine Buckelei unter dem Teleskop mit Halsverrenkungen, um den Bereich am Himmel überhaupt anpeilen zu können. Und als das Zielgebiet ungefähr erreicht war, suchte ich mit dem Auge am Okular nach der Galaxie. Aber sie zierte sich. Und meine Geduld ließ spürbar nach. Warum musste ich sogar die auffälligsten Galaxien jedesmal verzweifelt suchen? Vielleicht war es ja auch eine dumme Idee gewesen, sowas bei fast Vollmond angehen zu wollen?
Plötzlich knirschten wieder Autoreifen auf dem Parkplatz. Dann fielen Autotüren zu. Stimmen. Mist! Da vorn zwischen den Büschen tauchte das Licht einer Taschenlampe auf. Und es kam näher. Immer näher. Jupiter, hilf! Haut ab!
Näher und näher kam das Licht. Nerven behalten, Sabine! Auf alle Fälle mal die Nerven behalten! Ich nahm meine Thermoskanne zur Hand und goss Tee in die Tasse. Er war heiß. Vielleicht konnte man sich damit ja ein wenig verteidigen. Und die Kanne selbst war aus Metall. Gut! Ich krallte mich daran fest, während das Licht und die flüsternden Stimmen immer näher kamen. Haut doch endlich ab!
Sie kamen immer noch näher. Was tun? Sollte ich die Initiative ergreifen und auf sie zugehen? Sie anblaffen, was ihnen einfiel, meine Dunkeladaption kaputt zu machen? Meine Beine wollten nicht. Da blieb auf einmal auch das Taschenlampenlicht stehen. Etwa hundert Meter von mir entfernt. Wieder tuschelnde Stimmen. Ich starrte zu ihnen hinunter mit meiner Rotlichtlampe in der einen und der Thermoskanne in der anderen Hand. Sie starrten zu mir herauf. Dann wandte sich der Lichtschein auf einmal ab und entfernte sich entlang eines der Wanderwege, die es hier gab.
Ich schaute ihnen nach und konnte dem Frieden noch nicht trauen. Zu Recht. Denn es dauerte nicht lange, da kamen sie wieder zurück. Wieder blieben sie ein Stück von mir entfernt stehen. Wieder klammerte ich mich an meiner Thermoskanne fest. Und dann wendete sich das helle Licht von mir ab. Jetzt konnte ich zwei Gestalten erkennen, die zurück zum Parkplatz gingen. Das war gut! Kurz darauf wieder das Geräusch von Autotüren. Und dann das Knirschen von Reifen auf Schotter, das sich entfernte. Gottseidank!
Ich brauchte erst einmal eine Tasse Tee. Und einen Beruhigungs-Schokoriegel. Meine Hände waren eisig kalt geworden. Ich setzte mich wieder - und die Schoko fiel ins Gras. Wieviel Pech kann man an einem Abend eigentlich haben? Im Rotlichtschein fand ich den Riegel wieder. Ja, den konnte man noch essen!
Mein Blick suchte nach etwas Schönem und fand es in dem dichten Nebelband, das sich inzwischen entlang des Flusslaufs im Tal gebildet hatte. Sah ganz hübsch aus. Solange der Nebel nicht näher kam...
Dort drüben stand mein Teleskop und schaute immer noch sehnsüchtig in Richtung Dreieck zum Himmel.
Also Okular in die Tasche stecken und ein wenig aufwärmen. Wieder eine Tasse Tee. Und ein kleines Gespräch mit meinem Freund Jupiter. Waren da nicht schon wieder Geräusche? Sabine, du bist zu überreizt! Reiß dich zusammen! Ja, da waren Geräusche.
Ich will heim!
Die Entwarnung kam, als mir klar wurde, dass diese Geräusche von meiner Thermoskanne stammten...
Dann ein neuer Anlauf für NGC 752. Wieder eine erfolglose Sucherei. Ihr könnt mich langsam gern haben! Außerdem wurden meine Füße kalt.
Ich beschloss, dass es im Fuhrmann auch schöne Sternhaufen gab. Und schnell hatte ich M 36 gefunden. Ganz zart, aber ja! Dann zeichne ich eben den. Ich holte mein Büchlein und den Stift, setzte mich, um zu beginnen. Und wieder mal war das Okular beschlagen. Jetzt hatte ich wirklich genug! Zum Abschied warf ich noch einen Blick durch das angelaufene Okular zu meinem Freund Jupiter hinauf und verabschiedete mich von ihm. Ich wünschte ihm eine gute Nacht und packte zusammen.
Um etwa halb Zwölf war ich dann zu Hause, durchgefroren und frustriert. Das hätte ich alles ebenso in meiner Ecke hinterm Haus haben können. Nur mit weniger Grusel-Abenteuer. Und auf das hätte ich liebend gern verzichtet. Naja. Da fällt einem der Abschied vom Sommer-Beobachtungsplatz wenigstens nicht so schwer.
Nun wünsche ich euch allen eine gute Nacht. Und erfolgreichere Beobachtungs-Erlebnisse, als es bei mir heute der Fall gewesen war.
Herzliche Grüße und bis bald!
Sabine