Rein visuelles Suchen und Finden in der Astronomie, eine Anleitung. Aber zeitgemäss, new old-school.

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Hallo Simon,

wenn "jämmerlich" schon zur Entrüstung führt, was sollen dann Ausdrücke wie "Idi.t", "A----loch", "Dep-" oder "Hornochse" auslösen. Ich finde auch, junge Leute sind heutzutage zu zart beseidet und zu "politisch korrekt". Ich stamme aus einer Generation, da durfte man noch "Fräulein" sagen ohne daß das sexistisch war, wir haben uns über den Klamauk und die leicht bekleideten Damen in "Klimbim" amüsiert ohne als frauenfeindlich zu gelten, die verbalen Auseinandersetzungen von Strauß und Wehner waren legendär und der spätere Außenminister Joschka Fischer war sich nicht zu schade: „Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein A.schloch“ im Bundestag von sich zu geben. Hat seiner Karriere nicht geschadet. Ich vermisse das.
Du mußt verstehen, wenn wir "Alten" euch "Jungen" heute manchmal als farblose Spaßbremsen ansehen. ;)

Gruß

*entfernt*
 
Hallo Astrogemeinde,

meine Name ist Harald Busch, ich bin 68 Jahre alt und schon seit Ewigkeiten visuell tätig.
Vor ca. 20 Jahren bin ich aus einer Großstadt nach Wermelskirchen gezogen. Ich habe freie Sicht von Nord nach Südwest. Also in Richtung Sauerland. Es gab Nächte da konnte ich die Milchstraße ohne Hilfsmittel sehen.
Dann hatte ich auch mal Ambitionen mir ein Goto zuzulegen. Es war eine SLT mit einem 130P. Nach kurzer Einarbeitung stellte ich den Eulennebel ein. Die Montierung schwenke zum Ziel und ich sah erst mal gar nichts. Dann, nach längerem "indirekten sehen" ganz schwach zwei Ringe. Bei längerer Beobachtung wurden sie "deutlicher".
Ich war beeindruckt. Hätte ich als Anfänger bestimmt mehrere Male überfahren und doch nicht gesehen.
Seit dem sehe ich Goto auch für Anfänger sehr geeignet. Die Positionen der sichtbaren Objekte mit meinem Equipment kann ich mir, im Laufe der Zeit, gut merken und später auch manuell finden.
Ich kann mir schon vorstelle, wenn ich heute in der Zeit der Elektronik geboren wäre, hätte Goto, als Anfänger, für mich Mindestanforderung wenn es kein Dobson ist. Auch wenn es nicht zwingend gebraucht wird. Aber das sehe ich eher als Generationswechsel.
Heute habe ich kein Goto mehr. Die sichtbaren Objekte mit meinem 130 Newton finde ich manuell von zu Hause.
Im nachhinein war es ein langer weg bis dahin. Und heute noch habe ich unterwegs oder im Urlaub immer den Kopf nach oben um zu prüfen ob ich alles erkenne.

Gruß Harald
 
erinnern mich immer an die übergewichtigen mit Harley-Davidson Unterhose ausgestatteten Boomer vor der Pommesbude,
Du ahnst die Ähnlichkeit ja gar nicht. Ist IMO nämlich praktisch deckungsgleich mit den geschilderten "Harley Typen". Der Unterschied ist nur, dass man hier die "gaanz besonders tugendhaft"-Unterhosen anzieht. Und Forum/social media ersetzen die Pommes Bude. Das Gesamtbild bleibt wenig vorteilhaft, hier wie da. Ist nur eine neuartige Variante des Posings, von dem man wähnt, es sei zurzeit besonders chic ... :rolleyes:
 
Ich als Hobbybeobachter ;), bin froh jetzt nicht gekränkt zu sein. Ich interessiere mich für Astronomie, steige aber bei den physikalischen Dingen irgendwann einfach aus. Also allein, was Gravitation alles kann oder was auch nur vermutlich da ist, obwohl man nichts sehen kann... egal das ist ein Thema für ordentliche Astronomen. ;)
Ich habe kein Go To, weil ich auch dachte: "Lernen wir erstmal den Himmel kennen".
Joa, soweit so gut. Ich sehe auch den Stern XY aus Sternbild Z. Ich weiß auch, jetzt noch etwas runter, dann müsste da jetzt der Stern C zu sehen sein im Sucher... ähhh welcher von denen is es denn? Hm der müsste eher gelb als blau sein, dann is es wohl der da... ja und wo ist jetzt die Andromeda, im Fernglas hatte ich sie sofort... AHHHHHH. So ein großes Objekt und wir orgeln hier jetzt schon 45 Minuten herum, okay also vielleicht war ich doch einen Stern zu früh rauf.
Jau, der graue Ball da, das müsste sie sein! Ja, juhu. Und jetzt die andere daneben, da muss man nur etwas höher und .... eine Stunde später.... Ich glaub das ist sie?

Ich habe immer noch kein Go To, aber arbeite mit den Teilkreisen unserer Montierung. Das geht aber auch nur, weil wir vorher nachschauen, was überhaupt am Himmel zu sehen sein könnte und was mit unseren Teleskopen dann auch machbar ist. Gerade bei Objekten, die nicht beim hellsten Orientierungsstern liegen und mit bloßem Auge auch nicht zu erkennen sind. Und da stelle ich schon an

Ich kann aber nur beurteilen, ob ich wenigstens ansatzweise richtig bin, wenn ich weiß, was grob in der Nähe ist. Irgendwie hoffe ich doch, dass das nicht allzu jämmerlich ist, wenn man so vorgeht, immerhin hab ich das Starhopping wenigstens ausprobiert und das auch mit FOV und "Stern hier Stern da" mit Teilerfolgen absolviert. Aber ansich bin ich zu blöde, das Teleskop in die richtige Richtung zu drehen. Im Grunde wünsch ich mir eigentlich auch Go To, bin aber einfach zu (ehr)geizig und zu faul zum Schleppen, dass ich es manuell hinbekommen will. Man könnte sagen, ich bin zu bequem für das bequeme Go To.
Das ist keine Astronomie, aber immerhin Beobachtung.

Trotzdem habe ich die Anleitung einfach mal ausprobiert. Es gelingt mir so semi gut. Zumindest mit dem F10 C5. Mit dem F5 FH Refraktor, total gut! Darum danke für die Anleitung, aber für die Predigt hab ich wenig übrig. Das ist wie aufm Rennrad mit Heldenkurbel angeben oder auf E-Bikes meckern, die man auf der Tour bergauf versenkt hat.

Viele Grüße
Christian
 
Hi Christian @Christian U ,

benutze doch mal einen Telrad oder Peilsucher.
Ich benutze schon seit Jahrzehnten keinen optischen Sucher mehr. Das Star-Hopping war mir immer zu "kompliziert".

Position des Objekts auf der Karte anschauen, passende Sternmuster der Hauptsterne erkennen und Position in Relation zu diesen Sternmustern merken.
Die Sternmuster am Himmel finden. Mit Telrad oder Peilsucher die Objektposition in Relation zu diesen Sternmustern anfahren (kein Stern Hüpfen).

Fertig. ;)

Die Telradkreise (einblendbar in den Karten-Apps) helfen sehr bei der Abschätzung der Position in Relation zu den Sternmustern.

Ach so, natürlich muss man an der gedachten Position dann noch ein bisschen mit dem grössten Übersichtsokular Suchen/Abfahren.

Gruß
Peter
 
Hallo Peter,

ich - besser meine Faul- liebäugelt mit einem Rigel Sucher. Das C5 meiner Frau ist so kurz, dass ich nicht abschätzen kann, ob der Telrad da gut drauf passt bzw. ob er sich dann gut benutzen lässt.

Aktuell habe ich einen Leuchtpunktsucher auf meinem Skywatcher FH 120/600. Da ist die Suche sehr viel einfacher, weil das Gesichtsfeld auch sehr viel größer ist und ich z. B. bei Andromeda, Dreiecksgalaxie und Orionnebel (die finde ich auch mit dem C5 mittlerweile recht schnell) nur grob anpeile und meist am Rand des Feldes schon sehe, wo ich hin muss. Den Leuchtpunktsucher am C5 zu befestigen muss ich noch ausprobieren. Wenn meine Frau damit gut zurecht kommt - und die ist wirklich besser im Auffinden von Objekten - dann könnte es sich damit schon erledigt haben.

Wenn ich am Teleskop meiner Frau stehe, nutze ich aktuell Stellarium, um die Koordinaten zu haben und mit Hilfe der Skalen und nem Referenzstern im Beobachtungsraum komme ich eigentlich gut klar.
Das mag dann vielleicht bedeuten, dass ich es mit dem Gucken und Anpeilen und Abgleichen nicht so habe, zumindest bei den Vergrößerungen des 6x30 Suchers bin ich einfach nicht so wirklich gut darin, die unterschiedlichen Helligkeiten der Sterne noch zu unterscheiden. Wenn ich aber mit Koordinaten und Skalen auch ans Ziel komme, dann nehme ich das und gut.

Jämmerlicher Astronom, aber glücklicher Beobachter ;) ;)

Viele Grüße
Christian
 
Nun ja, ich schreibs mal so, damit sich auch weiterhin jemand auf den Schlips getreten fühlen kann. ;)

Die Anleitung, es ist nicht "meine" Methode, es ist vielmehr DIE Methode des visuellen Suchens, in Variationen läuft das Vorgehen immer aufs Gleiche hinaus, letztlich. Ist einfach noch spezifisch auf die "neuen" Möglichkeiten zugeschnitten mit den digitalen Karten auf Handys, Tablets usw..

Die Anleitung ist sozusagen die Vollkasko-Methode, das 100%-sichere Vorgehen. Also für uns alle Ängstliche, Biedermänner (und -frauen?), Kontrollfreaks, nicht-scheitern-Wollende, all jene, die kein "Versagen" ertragen können, die das Heft ums Verre**en in der Hand behalten wollen. ;)

Aber klar, man kann auch irgendwie aufs Geratewohl sein Glück versuchen. Habe ich ja auch eine ganze Weile getan, um zu MEINEM Schluss zu kommen, dass es eine Zeitverschwendung ohnegleichen ist. Nach dem zehnten Mal, wo man nach 30+ Minuten noch immer nicht das Ziel im Okular hat bzw. sich immer noch unschlüssig ist, ob es das nun ist, beginnt man sich irgendwann zu hinterfragen, was das eigentlich soll? Und man, z.B. ich, zum Schluss komme, alleine darum nicht auf GoTo & al. umzusteigen, sondern lieber etwas mehr Aufwand mit Hopping zu betreiben, als unschlüssig im Irgendwo rumzustolpern, um aber dann das Objekt zweifelsfrei ins Fadenkreuz zu kriegen.

Und da sich einige hier in demonstrativer "Liberalität" geradezu überbieten, jeder könne es so machen wie es ihm beliebt. Klaro, habe keine Einwände. Es darf ein Jeder nach seiner Fasson selig werden, bzw. frei nach seiner Fasson beliebig irgendwo am Himmel rumstolpern und rumstümpern. Ich wiederhole mich, ich wünsche viel Glück dabei. :)

Noch eine Anmerkung: wenn man immer wieder die üblichen 15 Verdächtigen am Himmel ansteuert, klar, dann kann man es mit visuellem Suchen auch einfacher haben, wenn die "Umstände" sozusagen im Voraus bekannt sind. Das ist das Eine. Das Andere aber, geht man hingegen bei der Beobachtung "systematisch" vor und nimmt sich immer wieder neue, noch nie gesehene Objekte vor, dann lernt man die Vorzüge des "kontrollierten" Suchens möglicherweise besser zu schätzen.

Dann freue ich mich auch weiterhin darauf, auf dass hier einzelne, aus dem Zusammenhang gerissene Teile des Textes zerpflückt werden. ;)

Gruss
 
Hallo zusammen,

es ist alles bei der Sternguckerei erlaubt, was Spaß macht und Glück bereitet. Ich für meinen Teil habe mehr davon, wenn ich die ohnehin knappe Zeit am Beobachtungsplatz nutze, mir die Objekte und die Schönheit des Himmels ausgiebig anzuschauen, anstatt sie mit allzuviel Sucherei zu verwenden. Desweiteren rücken durch ein gut funktionierendes Goto viele Objekte in den Bereich des Sichtbaren….man denke nur an die vielen kleinen kompakten PN‘s mit Durchmessern von oft unter 3 Bogensekunden.

Möchte aber niemanden den Spaß verderben, der im „Weg zum Ziel“ Erfüllung findet. Das kann genauso glücklich machen. Man muss sich dann meist mit weniger Objekten am Himmel zufrieden geben.;)

Viele Grüße
Werner
 
Desweiteren rücken durch ein gut funktionierendes Goto viele Objekte in den Bereich des Sichtbaren….
Ja, und das sollte wie bereits angeregt im obigen verlinkten, anderen "GoTo"-Thread angebracht werden, wo man mit GoTo wunschlos glücklich werden kann. Angeblich ... Das Zitat an sich würde ich aber bezweifeln, dass etwas "sichtbarer" wird, wenn man GoTo verwendet.

Man muss sich dann meist mit weniger Objekten am Himmel zufrieden geben.
Das hier würde ich erst recht bezweifeln, dass man sich bei visueller Suche sich "mit weniger" begnügen müsste. "Kostet" wohl mehr Zeit, das wars aber auch schon.
 
Hallo ??,

hatte schon oben bemerkt, dass ich dich gerne mit deinem Namen angesprochen hätte…gehört einfach zum guten Stil hier.;) Schade, dass du dich dem nicht anschließen konntest. Ich finde es durchaus angebracht, deine Ausführungen ein wenig kritisch zu beleuchten.

Deinen Zeilen zufolge gehe ich davon aus, dass du die Vorteile von Goto selbst niemals bei deinen Beobachtungen eingesetzt hast. Deine Beobachtungsmethode gewissermaßen als den „wahren Weg“ zum Beobachterglück anzupreisen, das geht dann doch etwas zu weit.

Oben erwähnte ich bereits, dass ich die Beobachtungsmethoden des starhoppings o.ä. selbst jahrzehntelang eingesetzt habe. Von daher kenne ich beide Welten Und kann angemessen vergleichen. Sicher wird man die schwierigsten Objekte auch mit deiner Methode finden, es muss sich nur jeder selbst fragen, ob er seine Erfüllung eher im „Suchen von Objekten“ oder im „Beobachten von Objekten“ sieht. Da die Beobachtungszeiten in unseren Breiten naturgemäß wettertechnisch meist sehr eingeschränkt sind (man sieht es ja aktuell wieder…:D) wirst bei sehr schwierigen Objekten schnell an deine Grenzen kommen.

Vielleicht ist es auch eine Sache des Alters. Irgendwann bemerkt man, dass bereits deutlich mehr Jahre hinter einem liegen als vor einem. Da möchte man es gerne vermeiden, Zeit mit Dingen zu verschwenden, welche wenig zielführend sind.

Zeit ist ein knappes und wertvolles Gut. Die verwende ich lieber für die „Beobachtung von Objekten“ so sehe ich die visuelle Astronomie. Alles andere sind lediglich Techniken. Da muss man sich irgendwann entscheiden, was einem mehr Glück beschert.

Auf Teleskoptreffen habe ich immer wieder eine bestimmte Spezies mit einem schmunzelnden Auge betrachtet: Da gibt es welche, die noch im Hellen stundenlang an allem was da steht herumschrauben, das Gerödel von allen Seiten ausgiebig betrachten, es wieder neu ausrichten, etc. In der Dämmerung geht das dann noch etwas weiter, in der Dunkelheit ward diese Spezies dann plötzlich nicht mehr gesehen, beim besten Himmel den man sich vorstellen kann. Am nächsten klaren Abend dann das Gleiche Spiel….

Nun ja, jeder muss selbst wissen, mit was er glücklich werden möchte. Für mich habe ich das nach jahrzehntelanger Beobachtung längst entschieden…;);)

Viele Grüße
Werner
 
Zuletzt bearbeitet:
Zeit ist ein knappes und wertvolles Gut. Die verwende ich lieber für die „Beobachtung von Objekten“ so sehe ich die visuelle Astronomie.
Genau so sehe ich es auch und nicht nur für das Visuelle, sondern ich möchte auch, was ich sehen kann, für mich in Form von Fotos Dokumentieren. Ohne Goto würde ich es nicht machen. Es wäre für mich völlig wiedersinnig diese Hilfsmittel nicht zu nutzen. Ich brauche die Zeit des freien Himmels für das Objekt und nicht für die Suche. Auf der anderen Seite akzeptiere ich aber auch diejenigen, die herkömmliche Methoden nutzen. Es muss jeder für sich entscheiden, was ihm gefällt.
 
Nun ja, ich schreibs mal so, damit sich auch weiterhin jemand auf den Schlips getreten fühlen kann. ;)

Ich denke die eine Sache ist, sich an Worten wie „Jämmerlich“ aufzuhängen oder auch nicht. Ich finds halt nicht gut. Wir alle sind Sternfreunde und keiner von meinen Sternfreunden ist jämmerlich oder ein Versager, weil er / sie GoTo nutzt oder sonst was anders macht als ich. Bin ich halt die „junge Spaßbremse“. Aber ich akzeptiere da natürlich auch deine Meinung.

Bewusst anzukündigen, dass man mit Absicht so schreibt (dann also auch redet), dass es in anderen zumindest Unbehagen auslöst? Wüsste jetzt nicht, ob du Keyboard Warrior an deiner angesprochenen Pommesbude ohne den Schutzwall des Internets die Eier dazu hättest. So ganz bewusst anderen auf den Schlips zu treten.

Ich würde mal vermuten eher nicht :D
 
Deine Beobachtungsmethode gewissermaßen als den „wahren Weg“ zum Beobachterglück anzupreisen, das geht dann doch etwas zu weit.

Hmja. Die geschilderte visuelle Such&Find Methode habe ich nicht als "wahrer Weg" vertreten. Noch irgendwo behauptet, dies sei "besser" als GoTo & al.. Lässt sich aber, wenn man nur entschlossen genug dazu ist, dementsprechend missdeuten. Das ist ein Produkt deiner Hirnwindungen und anderer, das mir hier unterstellt wird. Und, oh Wunder, alles GoTo Benutzer?

Hab das Prozedere niedergeschrieben, weil ich schon der Meinung bin, dass ein mancher (Anfänger?) denkt, es gehe gar nicht ohne Tech-Gadgeting, etwas am Himmel zu finden.

Des weiteren, das "Anstössige", habe ich Jehova, äh jämmerlich gesagt. Und genau dort scheinen ja einige hoffnungslos festgefahren. Oben gibt es das erklärte Vorgehen, und dann noch ein kürzerer Abschnitt mit meiner "Meinung". Und die ist in ein Kontext gebettet, für jene die noch "Kontext lesen" können. Nämlich, dass ich es jämmerlich finde, wenn jemand von Anbeginn weg es darauf auslegt, selbst das bisschen verbliebene kleine ABC, die Kenntnis des Sternenhimmels, umgehen will, sich sozusagen nicht mal mehr damit, der Basis befassen will, da "zu mühsam" und "oha, da müsste ich mich noch in was einarbeiten". Und nur "Resultate" sehen will. Wohl am liebsten "schöne Fotos"? Gewiss legitim. Er braucht sich aber nicht gleich in der "Ehre verletzt" zu sehen, bloss weil jemand wie ich das für jämmerlich hält.

Die Frage von wegen "wahrem Weg" allerdings, möchtest du jedem, der sich hierher verirrt und der Sache etwas abgewinnt, zusätzlich -Gott behüte- es möglicherweise noch anwenden will, ihm dies madig machen und jedesmal die "Vorzüge von GoTo" preisen? Ich denke, dass es damit "einfacher" geht, hat schon jeder, sogar Anfänger, verstanden ...

Gruss

EDIT: der Spruch kann ich mir nicht verkneifen, Zitat:
Zeit mit Dingen zu verschwenden, welche wenig zielführend sind
Der Punkt hier ist ja gerade, dass die "Dinge" hier "total" zielführend sind. ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ach ja, mit den Religionen ist das immer schwierig. ;)

Nämlich, dass ich es jämmerlich finde, wenn jemand von Anbeginn weg es darauf auslegt, selbst das bisschen verbliebene kleine ABC, die Kenntnis des Sternenhimmels, umgehen will, sich sozusagen nicht mal mehr damit, der Basis befassen will, da "zu mühsam" und "oha, da müsste ich mich noch in was einarbeiten". Und nur "Resultate" sehen will. Wohl am liebsten "schöne Fotos"? Gewiss legitim. Er braucht sich aber nicht gleich in der "Ehre verletzt" zu sehen, bloss weil jemand wie ich das für jämmerlich hält.
Bis auf das jämmerlich, ;)
sehe ich das auch so.

Also liebe Anfänger, es geht auch heute noch ohne GoTo und man lernt dabei noch etwas. ;)
Aber für Astrofotografie habe ich auch eine GoTo Montierung. Bei AF hat das ganz viele Vorteile, wobei ich eigentlich nur die Fernsteuerung der Montierung brauche. Den Rest macht Plate Solving, das eigentlich GoTo obsolete macht.

Aber noch ein Problem beim visuellen Beobachten, auch mit GoTo:
Wodurch weiss man bei sehr schwierigen Objekten, dass man an der richtigen Stelle ist?

MM kann man das nur durch Plate Solving zweifelsfrei lösen.

Gruß
Peter
 
Hallo Namenloser,

nun, es ist immer einfach, aus der anonymen Deckung heraus zu fabulieren. Andere hier zieren ihre Beiträge mit ihrem guten Namen…

Ich glaube du hast hier wesentliches meiner Ausführungen nicht ganz verstanden. Es geht nicht um das Auffinden an sich, sondern um das Auffinden von Objekten in „angemessener Zeit“. Je nach Schwierigkeit des Objektes kann sich das gewaltig hinziehen und die Zeit für die Beobachtung des/der Objekte(s) schmilz u.U. bis nahe null zusammen.

Aus meiner Sicht ist der Zweck die „Beobachtung astronomischer Objekte“, und die Mittel die Technik dazu. Wer Spaß an der reinen Technik, der Methodik hat, kann sich an vielen Dingen des Alltags nach Belieben austoben ganz nach eigenem Gusto. Kein Problem, wer damit sein Glück findet.

Für den Einsatz in der visuell beobachtenden oder fotografischen Astronomie sind manche Methoden je nach Beobachtungsziel nur bedingt geeignet und daher wenig bzw. nicht zielführend, da in „angemessener Zeit“ oft nicht bzw. nur schwierig durchführbar. Da beißt die Maus keinen Faden ab. Der Weg zum Kennenlernen des Wunders des Sternenhimmels kann auf verschiedenste Art und Weise erfolgen. Letztendlich steht aber doch die Beobachtung astronomischer Objekte im Vordergrund.

Das ist das Ziel!

Manch einer, so habe ich den Eindruck, wird dort evtl. erst nach unnötig langer Zeit ankommen.;)

Dass die Technik/Methodik an sich auch Spaß und Freude machen kann, darum geht es doch gar nicht. Hat hier niemand, auch ich nicht bestritten.

Viele Grüße
Werner
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich habe jetzt schon mehrmals zu einer Antwort angesetzt und immer wieder bin ich in die falsche Richtung abgedriftet, deshalb jetzt lieber anders :)

Ich kenne die Sternbilder, ich kenne die Himmelsmechanik und ich finde mich ausreichend am Himmel zurecht obwohl ich seit Hobbysstart mit Goto arbeite. Selbst in der örtlichen Gruppe der Hobbyastronomen (darf man diese Leute so bezeichnen, da sind auch welche ohne eigenes Teleskop mit dabei?, ) werde ich freundlich behandelt und nicht ausgegrenzt. Die sehen mich hier wirklich als gleichwertig an obwohl ich mit Goto arbeite und noch nie Sternhüpfen gemacht habe. Es ist mir selbst ein großes Rätsel wie sich jemand der sich für Astronomie interessiert trotz inflationärer Goto Nutzung noch mit so unnötigem Kram wie Sternkonstellationen beschäftigt. Das braucht man doch Heute gar nicht mehr bei der Technik. Warum kenne ich das dann trotzdem? Ah, die Himmelsrichtungen kenne ich auch da ich die Montierung nach Norden ausrichten muss. Ich habe mir dafür eine Markierung auf dem Terrassenboden gemacht, hoffentlich finde ich die im Gelände auch wieder sonst bin ich aufgeschmissen mit meinem Goto:-) Und nach Hause finde ich dann auch nicht mehr , so jämmerlich !

Ich wünsche euch was, nämlich CS^^

Dietmar
 
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