Erstes Teleskop (1000€) samt Zubehör Kaufberatung

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die StarDiscovery (und die baugleiche Starseeker IV) sind bewusst so konstruiert
Ok, also baugleich, wie vermutet.

„Konstruiert“ ist bei diesen beiden Teleskopen wenig. Es gibt hier meilenlange Threads (einer davon wurde auch schon verlinkt), warum diese Teleskope NICHT zu empfehlen sind. Ein paar Gründe dafür habe ich weiter oben schon genannt.

Was nutzt mir GoTo und Encoder, wenn die Optik bei einem f/4 (!) Newton nicht justierbar ist, der OAZ keine 2“ Okulare aufnehmen kann, sondern nur 1,25“ und aus Plastik ist, genau wie die Fangspiegelspinne auch aus Plastik ist. Hier ist alles Geld der Produktion in eben diese GoTo Montierung geflossen, welche ja an sich super funktionieren kann.

Sollte sich bisher irgendetwas in der Produktion geändert haben, wovon ich nichts weiß, dann nehme ich natürlich alles zurück! Sieht mir aber nach wie vor nach einem 1,25“ OAZ aus Plastik aus. Leider sieht man in dem Video die Rückseite des Teleskops nicht.
 
Meine frei erfunden Weihnachtsgeschichte ...

.... Die Tage werden kürzer, die Nächte länger. Das Wetter ist durchgehend schlecht und der Himmel immer düster und bewölkt. Aber eine kleine Gruppe von Menschen blicken frohgemut in die dunkle Zeit, denn Sie wissen was jetzt wieder passieren wird. Die vereinigte Astro-Händlerschaft! Sie reibt sich die Hände! Die €s blitzen in den Händler-Augen, weil wie so oft ahnungslose Opfer ohne Not in Ihre Fänge getrieben werden. Verunsichert, müde und abgehetzt, die Weihnachts-Deadline vor Augen, hinter sich die streitende, keifende und lärmende Meute die das Opfer vor sich hertreibt, fühlt sich der Thread-Eröffner veranlasst nicht nur ein Instrument zu kaufen, nein es sollen zum ahnungslosen Start gleich zwei Stück sein! In jeden Fall ein 8" oder 10" besser 12" oder noch besser 15" als ein unwürdiges kleines 6" Teleskop. Der Meute ist der Ausgang der Geschichte egal, alle wissen, wenn er am Ende mit der gekauften Monströsizät nicht zu Recht kommt, haben es alle gleich gesagt und im voraus gewusst. Nicht die Beratung ist schuld, schon gar nicht die Berater, die wollten alle nur das Beste für ihn! Schuld ist das Unvermögen des Anfängers, sich die eben nötigen aber nicht vorhandenen Grundlagen ordentlich im Voraus zu erlesen und zu erarbeiten und am Ende der offensichtlich, fehlende Biss sich mit dieser elitären Wissenschaft in der nötigen Hartnäckigkeit, Fleiß und ganz wichtig nötigen Demut auseinanderzusetzen. Selbst schuld! ....

Die Personen und die Handlung meiner Geschichte sind frei erfunden. Etwaige Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Begebenheiten oder lebenden oder verstorbenen Personen wären rein zufällig.

Ich wünsche einen schönen vierten Advent. - MünchenBeiNacht - Ewald
 
Hi Ewald @MünchenBeiNacht ,

wenn ich mich recht erinnere hast du doch auch mit einem 10 Zöller Dobson (?) angefangen.

Gruß
Peter
 
Hallo Peter! @AstroPZ ,
Susanne und ich hatten zuerst einen nicht justierbaren 8" Skywatcher Dobson von einem Großen, den wir binnen vier Wochen aber zurückgeben konnten. Dann hat mir @Martin_B ICS empfohlen und fahr zu ICS, lass Dich vor Ort beraten. Nach dem ersten Gespräch mit ICS war mir klar, was ich will. Ich bin Martin heute noch dankbar für seinen Tipp. Unser Vorteil war, wir hatten schon einige Zeit, ich glaube vier, fünf vielleicht sechs Nächte einen 8" Dobson in den Händen, wussten also wie groß so ein Teleskop ist, wie es funktioniert und wie wir es zu unserem Beobachtungsplatz transportieren. Da war der Umstieg von 8" auf 10" keine große Umstellung. Inzwischen bin ich der Meinung, egal welche Größe ob 6", 8", 10" oder 12" Dobson erst eine EQ-Plattform macht sinnvolle Beobachtungen mit einem Dobson möglich und sollte von Beginn an mit dabei sein. Dann noch eine Starsense Halterung dran - dann ist es ein perfektes Instrument. Falls ein Beginner warum auch immer, keine fundierte Beratung in einem Fachgeschäft bekommen kann oder mag, dann sollte er sich alternativ irgendwas gebrauchtes "Kleines" für kleines Geld (<€ 500) kaufen, was bei ihm in der Nähe ist. Dann macht er seine ersten Schritte damit. Dann hat er für wenig Geld eine Basis, Wissen und Erfahrung zu sammeln. Und wenn es Dackel-Wackel ist, auch kein Problem. Der, der das erste Mal Jupiter und seine Monde oder den Saturn Ring im eigenen Teleskop sieht, dem klappt der Unterkiefer runter und er wird weiter machen wollen. Oder auch nicht!
Klare Nächte - MünchenBeiNacht - Ewald
 
Sollte sich bisher irgendetwas in der Produktion geändert haben, wovon ich nichts weiß, dann nehme ich natürlich alles zurück!
Es ist kein f/4 !!! Sondern 150/750. Und es ist kein Plastik, sondern ABS.:


Hier kannst Du Dich informieren (ab Min. 6:50 wird die Kritik an der Bauweise thematisiert):


Gruß,
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Der TE meldet sich mal kurz ;)

Also ABS ist im Grunde schon Plastik, denn Plastik ist nur ein anderes Wort für Kunststoff. Wird jedoch benutzt, um günstigen und billig hergestellte Kunststoffware zu beschreiben.

Kunststoff bedeutet ja nicht gleich billig, es gibt ja auch sehr hochwertige Kunststoffe. Ich vermute trotzdem mal, dass bei Teleskopen Metall besser geeignet ist, Kunststoff wird da nur genutzt um den Preis zu senken

ABS ist ein Thermoplast bzw. ein Polyblend. Eigenschaften: spröd-hart, schlagzäh, auch bei tiefen Temperaturen. Auszug aus meinem Tabellenbuch für Metall ;)


PS: Dieses Wochenende schau ich und mein Vater nochmal gemeinsam die Möglichkeiten an. Es wird wahrscheinlich ein 250mm Dobson und eventuell kommt noch ein Refraktor dazu, 120mm
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Kunststoff wird da nur genutzt um den Preis zu senken
... was ein Vorteil sein kann, der Kunden und Hersteller gleichermaßen zugute kommt. Es muss einen Grund geben, warum Ingenieure solche Entwicklungen anstoßen. Siehe auch obiges Video.

Zum Skywatcher PDS mit gleicher Öffnung und Brennweite besteht ein Gewichtsunterschied des Tubus von ca. 2 kg! Für den nutzt man dann besser eine EQ5. Und entfernt sich dann von großen Stückzahlen, weil andere Pricepoints.

Gruß,
Peter
 
der ist gut ;).

Dieses Wochenende schau ich und mein Vater nochmal gemeinsam die Möglichkeiten an. Es wird wahrscheinlich ein 250mm Dobson und eventuell kommt noch ein Refraktor dazu, 120mm
denke auch, dass man alle hier getätigten Aussagen sacken lassen sollte und dann für sich seine Rückschlüsse zieht.
 
Hallo casati,
Es muss einen Grund geben, warum Ingenieure solche Entwicklungen anstoßen
Gewinnoptimierung?
Zum Skywatcher PDS mit gleicher Öffnung und Brennweite besteht ein Gewichtsunterschied des Tubus von ca. 2 kg
Der PDS hat aber auch einen brauchbaren 2" Auszug, einen größeren Fangspiegel und keine so breiten Plastikstreben als Spinne. Justierbar ist der natürlich auch noch ;)

Hallo Nils,
Dieses Wochenende schau ich und mein Vater nochmal gemeinsam die Möglichkeiten an. Es wird wahrscheinlich ein 250mm Dobson und eventuell kommt noch ein Refraktor dazu, 120mm
Das wäre eine schöne Kombi.

Grüße Rainer
 
Diese ist es nun auch geworden:


 
Hallo Nils,

da denke ich, dass Du/Ihr mit dieser Kombination viel Spaß haben werdet.
Der Dobson ist zwar ein ordentlicher "Ballermann", aber der wird Dir/Euch einiges zeigen können.

Der kleine Refraktor macht auch viel Spaß. Weitfeld, also flächige, groß Objekt mir gut Umgebung drum herum beobachte ich gern. Da wirkt das Bild in seiner Gesamtheit, eben Weitfeld :D.
OK, mit mir hast Du/Ihr auch einen Refraktor Enthusiasten "erwischt" ;).
Für mich muss es auch nicht zwingend ein Apo sein, obwohl der schon noch auf meiner Wunschliste steht :whistle:.

Viel Spaß Euch mit den Erwerbungen.
Berichte mal wenn alles da ist und das erste Licht durch das Okular in Dein/Euer Auge gefallen ist.

In diesem Sinne CS :D :y:.
 
Glückwunsch zu den Anschaffungen, damit erstmal so lange es geht (Wetter… Grml….) herumspielen und alles ausprobieren. Es gibt prinzipiell kein Falsch und kein Richtig. Eine gesunde Zielsetzung ist immer von Vorteil.

Manche hier bauen APOs aus Abwasserrohren oder aus alten Stühlen Rockerboxen für Dobsons oder fräsen gleich eine komplette Montierung aus nem Block Aluminium. Andere machen mit Equipment für zehntausende Euros Hubble-Ähnliche Bilder. Je mehr ihr ausprobiert, desto mehr wisst ihr am Ende, was ihr wollt.
 
mit dem 120/600 hatte ich vor zwei Jahren eine meiner schönsten M31-Beobachtungen. Der Macht auf jeden Fall Spaß!

CS.Oli
 
Hi,

auch noch meinen Senf:
Von beiden Welten (Refraktor, Reflektor) ein praktikabler Einstieg. Da kann man dann auch den prinzipiellen Unterschied im direkten Vergleich erleben.
Beides sind keine High-End Lösungen, aber gute visuelle Arbeitspferde.
Gut, bei einem grösseren Newton/Dobson würde ich inzwischen immer einen Gitterrohr-Tubus anstreben, weil diese Vollpfosten, äh Volltuben sind ja sowas von unhandlich.

Ich wäre froh gewesen ich hätte so einsteigen können. ;)

Gruß
Peter
 
Gut, bei einem grösseren Newton/Dobson würde ich inzwischen immer einen Gitterrohr-Tubus anstreben, weil diese Vollpfosten, äh Volltuben sind ja sowas von unhandlich.
Ja wir hätten auch lieber den Explore Scientific genommen, aber der ist ja erst voraussichtlich April 2022 lieferbar.
Der Volltubus dient eben auch als kurze Trainingseinheit beim Tragen ;)
 
Holla :D,

Da kann man dann auch den prinzipiellen Unterschied im direkten Vergleich erleben.
jep, so sehe ich das auch.

Ich wäre froh gewesen ich hätte so einsteigen können.
wenn zwei finanzieren, ist es halt etwas einfacher :D.

Der Volltubus dient eben auch als kurze Trainingseinheit beim Tragen
jaaa... hättest Du das gleich gesagt, dass der sportliche Aspekt auch eine Rolle spielt, hätten wir natürlich gaaaaanz was anderes vorgeschlagen ;).
 
Hallo Nils,

macht euch schon einmal Gedanken über eine optimale Lagerung. So so sieht das bei meinem 12er Dobson aus:
12er-dobson-c.jpg

In der kühlen Garage passend in Griffhöhe auf dem Schränkchen. Darin lagere ich das Zubehör und darüber den Tubus im original Lieferkarton.
An den Pappdeckel habe ich eine Schnur angebracht, so dass ich den öffnen und oben einhängen kann.
Die Rockerbox steht unten auf dem Boden.
So kann ich auch mal kleinere Wolkenlücken sofort ausnutzen. Rockerbox ein paar Meter in den Garten tragen, Tubus mit zwei Händen aufnehmen und draußen einhängen, fertig und die sonst übliche Auskühlzeit fällt auch nicht an.

Da nun der Aufbau so einfach und schnell möglich ist, beobachtet ich auch viel häufiger. Der innere Schweinehund wird so leichter besiegt :D

Gruß,
Holger
 
Hallo Nils,
so schlimm ist ein Volltubus nicht. Ich hatte einen 12" Volltubus. Der Vorteil ist, das Dingens ist praktisch sofort aufgebaut. Rockerbox hinstellen, Tubus Einhängen - Fertig :)
Der Tubus hatte ca 20Kg, war für mich aber gut zu handeln, aus dem 3.Stock ins Auto...
Würde mich also nicht wundern, wenn der 10" doch länger bleibt ;)

Grüße Rainer
 
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