BRESSER Space Explorer MC 90/1250 GoTo – Taugt das als Angebot was für Einsteiger?

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Supermond

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Hallo zusammen,

als blutiger Anfänger bin ich nun schon länger auf der Suche nach einem Einsteiger-Teleskop. Meine (momentanen) Anfänger-Ansprüche: Mondoberfläche (die dafür möglichst detailliert), Saturnringe, die man auch gut erkennen kann und nicht nur erahnen. Fotografie steht nicht im Vordergrund.

Das Problem ist, dass ich das Teleskop für Beobachtung jedes Mal auf der Terrasse auf- und wieder abbauen muss.

Nun gibt es ja die Bresser Teleskope immer wieder zu Discount-Preisen wie z.B. das BRESSER Space Explorer MC 90/1250 GoTo, statt Listenpreis 549,- für 349,-. Was an sich attraktiv klingt.
Die Frage ist ob sich hier GoTo Nachführung überhaupt lohnt und ob es nicht sinnvoller wäre, doch im Regulärpreissegment (oder mehr?) in bessere Optik zu investieren? Ich weiß, dass Vorschläge schwierig sind, weil jeder andere Ansprüche hat.

Ich möchte nur nicht zu niedrig einsteigen und gleich enttäuscht werden. Bin ich begeistert, will ich sicher mehr ...

Lässt sich mit diesen Infos bereits ein Rat geben?
Würde mir sehr helfen!

Vielen Dank schonmal und schöne Grüße,
Johannes
 
Hallo Johannes,

Du meinst wahrscheinlich dieses Angebot: Maksutov-Teleskop Space Explorer 90/1250

Meine Meinung dazu: Wenn Du nur diese Komponenten ein Leben lang oder zumindest sehr lange ohne aufrüsten zu wollen nutzt, dann ist es als Rundum Paket wahrscheinlich ok. Aber das macht niemand. Es kommt sehr schnell der Wunsch nach mehr auf. Ich bin auch mit einem Einsteigerset angefangen wo alles mit dabei war. Aber es genügte nur für sehr kurze Zeit.

- Es fängt mit den Okularen an, fürs erste mal durchschauen ok, aber es gibt besseres. Also wäre das die nächste Investition.
- Dann möchtest Du gerne ein anderes Teleskop haben, und glaube mir der Wunsch kommt sehr schnell. Leider kann die vorhandene Montierung ein größeres Teleskop aber meistens nicht aufnehmen weil diese damit überlastet wäre. Also schaust Du nach was besserem und das tolle Einsteigerset für 349 Euro steht oft in der Ecke rum.


Wenn ich heute nochmal anfangen würde täte ich das mit einer vernünftigen Montierung z. B. Sky Watcher EQ 5 : Skywatcher Montierung EQ5

Dann z. B. dieses Teleskop dazu z. B. : Skywatcher Teleskop N 130/650 Explorer 130PDS OTA

Es gibt noch weitere Gründe die für meinen Vorschlag sprechen wie der Feintrieb des Okularauszuges, fast kein Wackeln beim nachführen des Teleskopes durch die hochwertige Montierung, für die Astrofotografie nutzbar usw.. Alles Dinge die man anfangs nicht bedenkt.

Das Ganze kostet zwar doppelt so viel und hast auch noch kein Goto aber diese Komponenten sind ausbaufähig und nutzt die noch nach Jahren.

Die Montierung ist ausbaufähig auch mit Go To, kann viele verschieden Systeme bis 10 kg tragen. Man ist bis 10 kg vollkommen frei mit seiner Wahl des Teleskops.
Es ist nicht nur eine kurzfristige Investition was hinterher in der Ecke rumsteht, sondern kauft sich ein System für die Zukunft. Es kostet zwar erstmal mehr ist dafür aber qualitativ sicherlich hochwertiger und ausbaufähig für die Zukunft.

Meine Meinung

Viele Grüße Michael
 
Hallo Johannes,

der Preis für dieses Angebot ist schon sehr attraktiv. Mit einem Maksutov kann man eigentlich auch nichts falsch machen, dazu noch mit der Go-To-Funktion. Aber genau darin liegt m.E. der Knackpunkt. Um in die Astronomie einzusteigen sollte man sich zunächst am Himmel orientieren lernen. Mit Go-To kann man die zigtausend Objekte anfahren, ohne auch nur ein einziges Sternbild zu kennen. Das ist wie mit einem Taschenrechner, den sollte man auch erst benutzen, wenn man das kleine Einmaleins beherrscht.
Ansonsten ist das Gerät schon was brauchbares und nicht mit den deutlich günstigeren "Wackeldackeln" von anderen Discountern zu vergleichen. Das auf- und abbauen auf der Terasse sollte kein Problem sein, weil sich die Montierung sehr schnell ausrichten läßt.
Mein Tipp: Vielleicht gibt`s ja eine Volkssternwarte in der Nähe, um einfach mal live durch ein Teleskop zu schauen - das erspart Enttäuschungen, wenn man erwartet so tolle bunte Bilder wie in TV und Zeitschriften zu sehen.

CS Roland
 
Hallo Johannes,

mit diesem Mak hast Du wenig Freude bei DeepSky (zu lichtschwach).


Besser wäre eine Optik mit 150/750 - die Du bei Bedarf mit Barlow auch auf 1500 mm Brennweite und höher bringen kannst. Dazu sollte eine Einsteiger-GOTO-Montierung mindestens 5kg fotografisch stemmen können. Auch deshalb die Beschränkung auf 750 mm, da dann auch die Baulänge des OTA nicht zu groß wird (Hebel, Ausschwingzeit visuell).

Schaue Dich deshalb auch bei Komplettsystemen (Newtons) von Celestron und Skywatcher um.

Meine Empfehlung:


Gruß,
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielen Dank an Euch! Super, dass Ihr Euch die Mühe macht und so ausführliche Infos schickt – und auch noch so schnell!
Das hilft mir auf jeden Fall schonmal weiter. Ich glaube ich bin gerade Fan von Eurem Forum geworden :-)

Schöne Grüße,
Johannes
 
Moin Johannes, Du musst Dir über die Limitierung des Angebotes klar sein. Die Okulare, die dabei sind gehören sicherlich nicht zur Oberklasse. Je nachdem wie Du Dich weiterentwickeln möchtest, kommt spätestens nach 2 Jahren der Wunsch nach mehr auf.
Dazu kommt, das ein MAK ca. 1-2 Stunden auskühlen muss. Die Frage der Transportabilität solltest Du nicht aus dem Auge verlieren. Stichwort Gewicht und Aufbauzeit.
Da hier auch immer wieder angesprochen wird wie wichtig die Kenntnis von Sternbildern wäre und deshalb GoTo nicht wirklich praktikabel sei.
Meine Meinung dazu, es kommt auf Deine Umgebung an. Wenn es von Deiner Terrasse nicht wirklich dunkel ist, ist die Automatik die bessere Wahl. Besorge Dir eine kostenlose App. Z.B. SkySafari. Damit kannst Du sehr einfach überprüfen, ob Dein Himmel ausreichend dunkel ist.
Viel Spaß
Sigvald
 
Hi Johannes,

das mag interessant klingen, aber immer noch steckt ein Großteil Preises im Gotosystem.
Goto impliziert gerade bei wenig informierten Beginnern einen Automatismus,
den es so aber nicht gibt, schon gar nicht, wenn man immer wieder auf- und abbauen muss.
Goto braucht Himmelskenntnisse, da zunächst ein Alligment anhand von definierten Sternen gemacht werden muss.
Dann sollte es gehen und dennoch steckt der Teufel manchmal im Detail.

Der Mak selbst ist ein superkompakter kleiner Spezialist für Mond und Planeten, kratzt aber mit der maximal sinnvollen Vergrößerung, erst an dem Bereich wo Planetendetails deutlich werden. Im Bereich Deepsky ist aufgrund der geringen Öffnung und der langen Brennweite in Relation, manche Teildisziplin nicht machbar - große Nebel und Galaxien z.B.

Wenn Seherlebnis im Vordergrund steht wäre auf jeden Fall zu mehr Öffnung zu raten und auf Goto zu verzichten um im Preis zu bleiben.
Preis - wie immer sind die Beigabeokulare etc. so, dass man die beworbene Vergrößerung erreicht, aber von Qualität zu sprechen verbietet sich meist. Für Okulare etc. plane im Hinterkopf schon mal einen ähnlich hohen Betrag wie für das Teleskop.

Als Rookie würde ich den Kauf nicht überstürzen, sondern versuchen Kontakte zu anderen Astros zu finden und so
in der Praxis das nebenbei angelesene Theoriebasiswissen nach eigener Sicht zu bewerten. Das ist allermeistens der zielführendere Weg zu ersten eigenen Teleskop das nachhaltig begeistert.

cs
 
Ich sehe schon, da ist dann doch mehr Einarbeitung sinnvoll. Ich danke Euch nochmals für die hilfreichen Rückmeldungen!

Schöne Grüße,
Johannes
 
Hallo Johannes,

ich hatte, wie wohl die allermeisten, die mit dem Hobby beginnen, auch keine Ahnung, was ich kaufen sollte. Vor allem nicht, was man für ein Teleskop mit Montierung eigentlich wirklich bezahlen muss. Ich hatte mich auf ca. 500€ eingestellt und hatte dann das Glück durch ein Celestron C8 (Schmidt-Cassegrain) zu schauen. Das ist dem Maksutov-Cassegrain von der Bauart her ähnlich, hat aber mit 203mm einen viel größeren Durchmesser der Öffnung als die 90mm des Mak. Entsprechend ist es auch größer und meiner Frau auch zu schwer, um es mal eben aufzubauen. Viele andere hier im Forum, würden ein C8 aber als gut transportierbar bezeichnen. Ich würde sagen, es ist so mittel, aber für mal eben schnell los zu aufwändig. Das sage ich jetzt, vielleicht sehe ich das in ein paar Jahren auch anders, wer weiß.
Ich habe dann das kleinste Schmidt-Cassegrain von Celestron, nämlich das C5 mit 125/1250 zusammen mit einer CG4 (=Skywatcher EQ3) Montierung gekauft OHNE Goto. Dazu noch ein paar Ortho Okulare und das waren schon an die 1000€.

Dafür hat meine Frau jetzt ein leichtes Teleskop, dass sie auch allein auf die Montierung setzen kann. Eine Montierung, die sie ebenso allein in ca. 10 Minuten aufbauen kann. Nur das Stativ ist etwas schwer, da wäre ein Holzstativ schon noch handlicher und trotzdem stabil, aber auch teurer. Und man kann für die Montierung Nachführung und sogar Goto nachrüsten. Wenn dir Goto wichtig ist, dann wäre das eine Möglichkeit. Ohne Goto anfangen und dann aufrüsten.
Meine Frau und ich haben noch nicht aufgerüstet, da wir in einer sehr lichtverschmuzten Stadt leben und wir dann noch mehr zu unseren Ausflugsorten tragen und aufbauen müssten. Außerdem lernt man dann recht schnell den Himmel kennen, wenn man sich nicht so schnell frustrieren lässt, dass man nicht immer alles sofort findet. Übrigens schützt Goto auch nicht davor sich zu verirren, wenn man es nicht richtig bedient und nicht wenigstens die Referenzsterne kennt. Das schreibe ich jetzt, weil es hier im Forum durchaus Thema war und ist.

Die Optik des C5 ist für dieses eher kleine Teleskop aus meiner Sicht echt gut, solang man nicht Deep-Space-Astrofotografie machen möchte. Dann müsste man noch etwas nachrüsten - über die Möglichkeiten und damit verbundenen Kosten sprechen wir jetzt mal nicht :D Das würde ausarten und ich weiß es auch ehrlich gesagt nicht, wie gut sich das C5 dafür eignet. Für Planetenfotografie ist es wahrscheinlich viel besser geeignet, aber auch da können die Kosten hoch gehen, lassen sich aber überschaubar halten.

Zum Beobachten ist es auf jeden Fall gut. Man kann sich auch an Deep-Space heranwagen, wird aber viele Objekte eher abfahren müssen, als sie in Gänze genießen zu können, da man ein eher kleines Gesichtsfeld hat. Dafür kriegst du Mond und Planeten, so wie du wünschst sehr scharf und ohne Farbfehler. Ob ein Maksutov vielleicht sogar die bessere Wahl für dich ist, kann ich nicht sagen, aber selbst dem 549€ Angebot würde ich nicht über den Weg trauen. Da muss es Haken geben!
Darum empfehle ich jetzt das C5, weil es deinen Anforderungen sehr nahe kommt und zumindest für mich keine Enttäuschung war.

Ob du vielleicht die oft empfohlenen Dobson, wegen des günstigen Preisleistungsverhältnis, zurückgreifst, auch eine wahrscheinlich gute Möglichkeit. Dann ist Goto aber sehr teuer.

Viele Grüße
Christian
 
Hallo Johannes,

du hast von den KollegInnen oben eh schon gute Tipps bekommen. Ich will dir aber meine Meinung auch noch mitgeben :-)

Zuerst einmal: super, dass du den Einstieg in das lohnende und spannende Hobby Astronomie geschafft hast.

Wie du aus den Beiträgen schon entnehmen kannst, gibt es kein Teleskop für alle Zwecke. Darum haben die meisten Hobby-Astronomen auch mehrere Instrumente im Einsatz.

Ich selbst bin vor einem Jahr nach langer Pause wieder mit einem SkyWatcher 127/1500 Maksutov auf der azimutalen Star Discovery GoTo Montierung (damals Setpreis € 632,-) eingestiegen und habe diese Wahl bis heute nie bereut. GoTo bedeutet nicht, dass man sich nicht mit der Orientierung am Himmel beschäftigen muss und das sollte man ja ohnehin tun, wenn man sich für Astronomie interessiert. GoTo ist aber sehr praktisch, weil es bei aufgehelltem Stadthimmel das Aufsuchen von Objekten ungemein erleichtert und zum anderen durch das Tracking die Objekte nach dem Anfahren im Okular zentriert bleiben. Dadurch kann man die Objekte entspannt beobachten bzw. - wie in meinem Fall - auch zeichnen.
Wie oben auch schon erwähnt, ist ein Maksutov mit 90 mm sehr lichtschwach und für Deep Sky Objekte so gut wie ungeeignet. Aber jedes Teleskop findet seinen Himmel. Mit dem 127/1500 Maksutov konnte ich unter dunklem Himmel durchaus auch Galaxien und Planetarische Nebel beobachten, offene Sternhaufen, Planeten, Mond, Sonne (mit Filter!) etc. sind ohnedies kein Problem. Am Anfang war mir v.a. auch die Transportabilität der Ausrüstung wichtig.

Aber der Appetit kommt mit dem Essen und im Mai d. J. habe ich mir dann auch noch einen 200/1000 Newton auf einer EQ6-R Pro Montierung zugelegt.

Eine stabile Montierung ist das Um und Auf und die kostet (leider) viel Geld. Ein Teleskop auf einer wackeligen Montierung macht wenig Freude.

Ein kostengünstiger(er) Einstieg ist sicherlich ein Dobson - auch die gibt es bereits mit GoTo. Ganz ohne Elektronik kommst du dann auch ohne Stromversorgung bei mobilen Einsätzen aus.

Mit der Zeit braucht es dann auch "bessere" Okulare als die, die mit dem Teleskop mitgeliefert werden und evtl. ein paar Filter.

Mein Fazit: für visuelle Beobachtungen solltest du eine Objektiv-Öffnung von mindestens 127mm (besser 130-150) in Betracht ziehen. Ich finde auch eine GoTo Montierung sinnvoll, weil diese mit einem Planetariumsprogramm (z. B. Stellarium oder Carte d'Ciel) verbunden werden kann. Dadurch habe ich meine Orientierung am Himmel deutlich verbessert und viele Objekte zufällig für mich entdeckt.

LG, Christian
 
Hallo Johannes,

ich habe mir das Teil bei Aldi bestellt, bekommen und aufgebaut. Vorweg - es geht zurück.
Mein Hauptmotiv war, einmal die Jupiter-Wolkenbänder zu sehen / zu fotografieren (geht nicht); ebenso Saturn (immerhin konnte ich Venus erstmals als Sichel sehen). Dafür war das Angebot (komplett mit Stativ und Goto) so preiswert wie andernorts nur der Tubus und ggb. dem Bresser-Originalpreis um € 200 reduziert. Und es gibt eine 60 Tage Rückgabemöglichkeit, also ausreichend Zeit zum Testen, dachte ich…
Die Lieferung war prompt und vollständig (natürlich bis auf die 6 AA-Batterien…)., ließ sich auch alles fast problemlos aufbauen und der Tubus horizontal grob einnorden. Alles danach dauerte mind. 1 Tag…
Die "Bedienungsanleitung" ist jedoch, freundlich ausgedrückt, etwas kryptisch (und in dem mitgelieferten A5-Format ohne Lupe fast unleserlich; in A4 lässt sie sich bei Aldi und Bresser runterladen):
- Die Anbringung des LED-Suchers war nur mit Versuch und Irrtum möglich; ebenso die Identifizierung der Justierschrauben.
- Bzgl. der Smartphone-Halterung werden "Saugnäpfe" erwähnt – worum handelt es sich da?
- Das Anvisieren eines nahen Objekts (Gebäude) klappte, auch die Ausrichtung des LED-Suchers (obwohl das Finden der Justierschrauben Glücksache war).
Nach Setup und Ausrichten des Tubus' (horizontal in Richtung Norden – aber was dort mit "beide Achsklemmungen" gemeint ist, erschließt sich nicht sicher) konnte sogar ohne weiteres Alignment die Jupiter- und Mondposition in etwa angefahren (und auch praktisch lautlos nachgeführt) werden, aber jeweils nur 1 Mal; ebenso die Parkposition.
Nach Neustart landete ich jedes Mal wieder im Setup-Menü, obwohl dieses gespeichert wurde.
Das Problem ließ sich auch nicht nach einem Reset beheben.
Es muss doch auch eine manuelle Ansteuerung von Objekten über die Handbox geben ("benutzen Sie dafür nur die Pfeiltasten der Handbox" lt. S. 6 unter Beobachtung); wo findet sich dies im Menü – und warum (oder wie) meldet sich das Menü nach Einschalten nicht? Nach Einschalten landet man immer wieder im eigtl. bereits gespeicherten Setup; gut, den kann man schrittweise bestätigen, worauf das System initialisiert wird. Danach landet man auf einer Seite der Handbox, wo man tatsächlich mit den Pfeiltasten den Tubus auf Objekte ausrichten kann (sogar in verschiedenen, aber nicht allen Geschwindigkeiten). Aber dies ist in keiner(!) Weise in der Bedienungsanleitung erklärt – und bei den höchsten Geschwindigkeiten stürzt das System ab!
Und sinnvolle Fotos habe ich mit der klapprigen Smartfon-Halterung nicht hinbekommen.
Die Optik scheint soweit ok, aber die Jupiter-Wolkenbänder sind mit den mitgelieferten Okularen unsichtbar.
Für die Positionen der Jupitermonde bin ich mit meinem alten manuellen Tele oder Lumix-Cams besser bedient… Mit Letzterern konnte ich immerhin sogar die Jupiterschleife dokumentieren (auf hpd.de und FB publiziert).
Den Bresser-Service habe ich angeschrieben und -telefoniert. Heute Nacht werde ich evtl. noch den Mond ansteuern, aber das wird die Rücksendung nicht verhindern. (Ich bin da gebranntes Kind, nachdem ich vor 2 Jahren ähnlich mit einem Celestron-Teil bei astroshop hereingefallen war...)
Kurz gesagt sind die Bedienungsanleitung und die Menüführung der Handbox ein abgrundtief schlechter Witz – und ich kann mir dieses Urteil erlauben, weil ich selbst so etwas für Analysensysteme und deren Software verfasst hatte.
Ich schlug mich jetzt Tage und Nächte mit dem Problem herum; das ist in keiner Weise akzeptabel!

Also, lass es sein!

LG

Hans
 
Hallo Hans,

super, dass dein Test- und Erfahrungsbericht so ausführlich und damit hilfreich ausfällt. Eigentlich dachte ich bei meiner ursprünglichen Anfrage eher an die Meinungen zur technischen Ausstattung. Eine anwenderfreundliche Bedienungsanleitung und Anwendung hatte ich dabei vorausgesetzt. Aber wenn ich nun lese, dass selbst du als erfahrener Astro-Equipment-Nutzer schon Probleme mit der Anleitung und Anwendung hast, dann ist der Frust für Anfänger garantiert. Das ist tatsächlich ein Ärgernis und man fragt sich schon, ob von einer Firma, die mit ihrem Hauptsitz in Deutschland, Qualität, Erfahrung, Verlässlichkeit etc. wirbt, jemals jemand diese Anleitungen gelesen hat und versucht hat, damit das Teil aufzubauen und auch zu verwenden, bevor man es auf den Markt stellt. Vor allem mit der Zielgruppe "Einsteiger" sollte das doch selbstverständlich sein.

Auch wenn ich mich wiederhole: Vielen Dank nochmals, Ihr habt alle gute und hilfreiche Tipps gegeben!

Schöne Grüße,
Johannes
 
selbst du als erfahrener Astro-Equipment-Nutzer schon Probleme mit der Anleitung und Anwendung hast, dann ist der Frust für Anfänger garantiert.
Das ist ein sehr wichtiger und herauszustellender Satz. Er sollte viel öfter fallen.

Das Marketing der Händler und Hersteller geht genau in die falsche Richtung. Es muss immer viel „rumzuspielen“ sein. Viel schnick schnack, Technik, woooooooooow.

Das ein Teleskop letztendlich erstmal einfach nur ein Gerät zum DURCHSCHAUEN ist, das fliegt da oft ganz weit in den Hintergrund. Meine erste Erfahrung hatte ich mit einem uralten Bresser Refraktor was weiß ich, staubig, wackelig, irgendwo vom Kumpel aufm Dachboden ausgegraben.
Aber die Krater vom Mond haben mich sowas von umgehauen, das war es dann, wo es bei mir angefangen hat.

Hätten wir da erstmal zwei Stunden mit irgendwelcher nicht zu bewerkstelligender Technik zugebracht, hätte das Ding bestimmt in der Ecke gelegen und wir wieder auf der Couch.

Weniger ist anfangs manchmal mehr.
 
... dass selbst du als erfahrener Astro-Equipment-Nutzer schon Probleme mit der Anleitung und Anwendung hast, dann ist der Frust für Anfänger garantiert...
Johannes, als erfahrenen Nutzer würde ich mich nicht bezeichnen; ich kenne gerade 3 Teleskope (2 davon gingen zurück). Aber ich bin (eben auch ex-beruflich) mit handhabbaren Bedienungsanleitungen sehr vertraut. Und die "Anleitung" des beworbenen Teils ist schlicht unbrauchbar (= setzen, sechs!).
Wenn mir selbst ein Bresser-Techniker, mit dem ich emailte, meinen Frust bestätigte, dann weiß ich Bescheid. Er meinte Bresser gehöre "den Chinesen".
Bressers Mutterfirma ist offenbar Guangzhou Jinghua Precision Optics Co., Ltd. , China.
Wenn die dort die 'Anleitung' schrieben, dann weiß ich ebenfalls Bescheid (obwohl die Optik halbwegs ok zu sein schien).
Der Techniker meinte übrigens noch, die Systemabstürze könnten an einer leeren Batterie in der Handbox liegen (die man dazu aufschrauben und die Batterie ersetzen müsse). Das ist in der 'Anleitung' mit KEINEM(!) Wort erwähnt - außer dass das Gerät nicht auseinandergenommen werden darf!!! Das war im Nachhinein nur noch eine weitere Bestätigung für meine Retoure.
Der Einschätzung oben von SimonFas kann ich nur zustimmen.
Ich weiß nicht, ob das in der Branche (die ja keinen Massenmarkt wie Autos adressiert) Standard ist; könnte aber sein, weil ich, wie erwähnt, vor 2 Jahren mit einem ähnlichen Celestron-Tele bei astroshop.de aufgelaufen bin - ein erster dortiger Techniker wollte mir beim Einrichten noch Schritt für Schritt helfen, hatte aber aktuell keine Zeit. Ein zweiter, bei dem ich etwas später telefonisch landete, sagte mir angesichts der Diskrepanz zwischen Lieferung und Beschreibung sinngemäß lapidar: "Das ist wie bei Ihrem Auto; da sind auch nicht alle Teile der Bedienungsanleitung drin... Beim ersten Mal blicken Sie noch nicht durch, aber wenn Sie es beim 3. Mal begriffen haben, werden Sie sagen: 'Wie konnte ich nur so blöd sein'!"... So etwas mache ich definitiv nicht mit.
Wenn ich so etwas früher meinen Kunden gesagt hätte, wäre ich nach entsprechender Beschwerde achtkantig rausgeflogen!

Was ich eigentlich suche? Vielleicht so etwas wie die eierlegende Wollmilchsau:
Ein GoTo-Tele wie das beworbene (mit noch etwas größerer Brennweite) zur Beobachtung von vorzugsweise Mond und Planeten.
Wenn möglich, mit Zoom und Autofokus (wie meine Lumix FZ1000, nur brennweitig noch besser; vgl. mein angehängtes Foto).
Mit einer Anleitung, die den Namen verdient.
Gibt es so wohl nicht.
Oder, wenn doch, dann kostet es mehr als € 5.000...
Ich habe das Thema erst einmal auf Eis gelegt.

LG
Hans
 

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Ich weiß nicht, ob das in der Branche (die ja keinen Massenmarkt wie Autos adressiert) Standard ist; könnte aber sein, weil ich, wie erwähnt, vor 2 Jahren mit einem ähnlichen Celestron-Tele bei astroshop.de aufgelaufen bin - ein erster dortiger Techniker wollte mir beim Einrichten noch Schritt für Schritt helfen, hatte aber aktuell keine Zeit.
Hi!

Den meisten Celestron-Teleskopen sollte eigentlich mein Büchlein Erste Schritte mit Ihrem Celestron-Teleskop beiliegen – das entstand, weil die meisten Original-Anleitungen einen nach dem Aufbau alleine lassen, auch wenn es sich vor allem auf die computergesteuerten Modelle bezieht. Lag das bei dir nicht bei?

Beste Grüße,
Alex
 
Hi Kerste / Alex, ob das Büchlein beilag, weiß ich nicht mehr. Ist aber auch egal, weil meine Retoure Ende 2019 hauptsächlich durch die unverschämte, lapidare Antwort des 2. Technikers motiviert war.
 
Hi!

Kann ich nachvollziehen – ist aber immer gut zu wissen, ob die Bemühungen vom Generalimporteur für bessere Anleitungen auch funktionieren:-)

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo Alex,
beim Celestron C5 meiner Frau lag genau dieses Buch dabei. Und es hat uns geholfen! Eine weitere Anleitung lag auch dem Skywatcher 120/600 FH bei, die auf Englisch ist und auch verständlich. Allerdings fehlen dort die Bilder, die in der Deiner Anleitung wirklich sehr hilfreich sind. Von daher: DANKE :)

Was ich eigentlich suche? Vielleicht so etwas wie die eierlegende Wollmilchsau:

:D Suchen wir das nicht alle? ;) Am Ende sagt immer jemand Dobson ;)

Ich kann nur sagen, dass ich mit unserem Equipment zufrieden bin. Es hat allerdings auch entsprechendes Geld gekostet. Mit Goto würde ich ungefähr 1000€ für ein Maksutov mit 125er Öffnung auf einer EQ3-ähnlichen Montierung rechnen. Damit müsste man halbwegs taugliches Equipment bekommen.
Wobei ich gerade an einer recht einfachen AZ-Montierung feststelle, dass die Vixen Porta II insgesamt stabiler dasteht als eine andere AZ eines anderen Herstellers mit selber Tragfähigkeit, aber halben Preis.

CS Christian
 
Hi,
nochmal zurück zum orginal Aldi Angebot.
Das ist wahrscheinlich in ganz vielen Fällen ein Verstaub-Teleskop. ;)

...
Mein Hauptmotiv war, einmal die Jupiter-Wolkenbänder zu sehen / zu fotografieren (geht nicht); ebenso Saturn (immerhin konnte ich Venus erstmals als Sichel sehen).
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Und sinnvolle Fotos habe ich mit der klapprigen Smartfon-Halterung nicht hinbekommen.
Die Optik scheint soweit ok, aber die Jupiter-Wolkenbänder sind mit den mitgelieferten Okularen unsichtbar.
...
Also, lass es sein!
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Jupiter-Wolkenbänder sind nicht zu sehen. Geht's noch? ;)

Das ist in keinster Weise ein Teleskop mit dem man als Einsteiger sofort Erfolgserlebnisse in der astronomischen Beobachtung hat.
Viel zu viel Brennweite und viel zu kleine Öffnung. (ich halte die Maksutovs, bis auf ihre unübertroffene Kompaktheit, sowieso für völlig überschätzt ;) )
Was nutzt da das GoTo, wenn man dann an der richtigen Stelle ist, aber gar nichts sieht?

Wie das beworben wird ist mM regelrecht eine Unverschämtheit.

Wobei ich hab's mir kurz als Spezial-Teleskop für meine Sammlung überlegt. ;)
Aber nein, auch bei mir macht das keinen Sinn. Ich werde das nicht benutzen.

Gruß
Peter
 
Hallo Hans,

deshalb die Frage – seit 2014 gibt's das Buch als Ergänzung zur Anleitung, da scheint es bei dir gefehlt zu haben. Sehr schade – vielleicht hätte es Frust erspart.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo zusammen,

jetzt mal die beworbene Leistung und Qualität der Montierung und des Teleskopes außen vorgelassen,
die "Beschwerde" von @JupiHans / Hans kann ich nicht so ganz nachvollziehen.

Ich habe mir die Anleitung bei "Aldi" runter geladen und angeschaut.
Da habe ich aber schon übleres gesehen und auch außerhalb der Hobby-Astronomie.
Für mich wird da alles wesentlich erklärt.
Ich höre schon "jaaa... Du bist ja auch schon einige Jahre dabei...", nun, ich habe ein ähnliche Montierung von SkyWatcher und die Anleitung/Handbuch ist unter anderem wesentlich weniger bebildert als diese hier und obendrein in Englisch.

Für mich greift da bei @JupiHans / Hans was @Antares schreibt:
Goto impliziert gerade bei wenig informierten Beginnern einen Automatismus,
den es so aber nicht gibt, schon gar nicht, wenn man immer wieder auf- und abbauen muss.
GoTo ist und bleibt eine elektronische Hilfe zum Auffinden von Objekten, nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Wenn ich mich mit GoTo nicht weitergehend beschäftige, als das was, zum Teil zugegebener maßen recht spärlich, in den Handbüchern/-zetteln beschrieben wird, dann wird das nichts.
GoTo ist eben wirklich kein Automatismus.
Da trägt das erwähnte Auf- und Abbauen noch dazu bei.. Die Montierung weiß nicht wo sie aufgestellt wird. Muss sie auch nicht. Die sind für verschieden Beobachtungsstandorte gedacht. Sogar für nördliche- und südliche Hemisphäre.

Nach Neustart landete ich jedes Mal wieder im Setup-Menü, obwohl dieses gespeichert wurde.
Ich persönlich kenne keine Montierung die meine eingegebenen Daten dauerhaft speichert.
Breiten- und Längengrad wohl, aber diese Daten muss ich auch ändern (können), wenn ich mal weiter als 5 Km von meinem "standard" Beobachtungsplatz weg bewege.
Datum und Uhrzeit, nööö... woher soll die Montierung wissen wann ich beobachte?
Deshalb springt die Montierung bei jedem Einschalten ins Setup.
Will ich das umgehen ist das Zauberwort GPS.
Deshalb wird auch ein anschließendes Alignment durchgeführt. Die Montierung muss recht genau wissen wo sie steht, dann klappt es auch mit dem GoTo und der damit verbundenen Nachführung.

Es muss doch auch eine manuelle Ansteuerung von Objekten über die Handbox geben ("benutzen Sie dafür nur die Pfeiltasten der Handbox" lt. S. 6 unter Beobachtung); wo findet sich dies im Menü – und warum (oder wie) meldet sich das Menü nach Einschalten nicht
Die Möglichkeit besteht ja auch.
Aber eben nicht nach dem ausgeführten Setup und Alignment.
Wie auch im Handbuch beschrieben:
[ZITAT ein]
Hinweis: Schwenken Sie das Teleskop nach der Ausrichtung nicht manuell, benutzen
Sie dafür nur die Pfeiltasten der Handbox. Versetzen Sie das Stativ nicht, da sonst die
Orientierung verloren geht und Sie das Teleskop erneut ausrichten müssen.
[ZITAT aus]

Dieser ganze Ablauf, Tubus ausrichten, Initialisierung und Alignment bauen aufeinander auf.
Deshalb werden diese Schritte auch so dargestellt.

Mir stellt sich auch die Frage, abgesehen davon das es geht, warum ich GoTo manuell bedienen will?
Eigentlich, wenn ich es so mache, halbmanuell, da ich ja den Handcontroller noch benutzen muss.
Ich schaffe mir doch GoTo an, um mir das astronomische Leben und Beobachten etwas leichter und bequemer zu machen.

Was ich eigentlich suche? Vielleicht so etwas wie die eierlegende Wollmilchsau:
Ein GoTo-Tele wie das beworbene (mit noch etwas größerer Brennweite) zur Beobachtung von vorzugsweise Mond und Planeten.
Wenn möglich, mit Zoom und Autofokus (wie meine Lumix FZ1000, nur brennweitig noch besser; vgl. mein angehängtes Foto).
Mit einer Anleitung, die den Namen verdient.
Gibt es so wohl nicht.
Oder, wenn doch, dann kostet es mehr als € 5.000...
Ich habe das Thema erst einmal auf Eis gelegt.
- a) eierlegende Wollmilchsau = wie es sehr oft erwähnt wird, gibt es nicht.
- b) Ein GoTo-Tele wie das beworbene (mit noch etwas größerer Brennweite) = Brennweite ist nicht das Maßgebende, es ist die Öffnung
- c) Wenn möglich, mit Zoom und Autofokus = da gäbe es die Smartscopes, Unistellar und Vaonis
- d) Mit einer Anleitung, die den Namen verdient. = da könnte tatsächlich dran gearbeitet werden. Dennoch, wenn ich mich mit der Hobby-Astronomie, dem Beobachten beschäftigen will, muss ich etwas über den Tellerrand hinaus schauen und mir Grundlagen schaffen.
- e) Oder, wenn doch, dann kostet es mehr als € 5.000... = s. c) , gibt es. Nicht ganz so teuer, aber ist schon recht Kostenintensiv.
 
Hi Mathias @mbba18 ,

auch von mir ein längerer Text. ;)
(Bist du eigentlich bei Bresser angestellt? ;) )
Nein, du hast schon recht, das ist auch meine Erfahrung, die bekannten Firmen bemühen sich schon, das einigermaßen verständlich für Einsteiger zu beschreiben.
Celestron ist ja vorbildlich mit dem beigelegten Leitfaden von Alex @Kerste .

Mich hat aber gestört, dass jemand beschreibt, dass er die Wolkenbänder von Jupiter nicht sieht.
Das kann einfach bei einem Einsteiger Teleskop nicht sein. Das muss sichtbar sein auch ohne Astronomie Studium.

Ich kenn' mich mit so einem kleinen Maksutov und dann noch mit einer i d i o tisch hohen Brennweite nicht aus.
Ich gehe davon aus, dass der Einsteiger Jupiter auch ohne GoTo und Firlefanz findet und ins Okular bekommt.
Wenn man jetzt als Einsteiger bei diesem Teleskop/Maksutov dann die Wolkenbänder nicht sieht oder erahnt, dann ist das Teleskop einfach völlig ungeeignet und vielleicht nur für terrestrische Beobachtung geeignet.

Zweitens ist mM klar, dass man zwar mit GoTo und bei korrektem Alignment mit diesem Teleskop irgendwelche Objekte aus den Katalogen anfahren kann, aber sehen wird man die wenigsten, da die Lichtstärke dieses Teleskops viel zu gering ist.
Was soll das dann?

Gruß
Peter
 
Hi!

Oder Jupiter stand so tief und das Seeing war so schlecht, dass nichts zu sehen war (auf jeden Fall nicht so wie auf den bunten Bildchen auf der Packung), und das Teleskop war unschuldig. Auch in einem 90er Mak sollten die beiden größten Wolkenbänder kein Problem sein. Wenn man nicht zu viel erwartet, und Okular oder Objektiv nicht zugetaut sind.

Montierungen mit eingebauter Uhr merken sich übrigens auch Datum und Uhrzeit. Bei Celestron (ab der AVX-Montierung und teurer) nennt sich das RTC (Real Time Clock) und muss extra angeschaltet werden, damit die Knopfzelle nicht schon leer ist, wenn das Teleskop beim Besitzer ankommt.

Es wird leider immer unterschätzt, dass man sich gerade bei einer Computersteuerung einen Abend nehmen sollte, nur um die Logik dahinter zu verstehen. Wenn man da mal durchsteigt, funktioniert sie mittlerweile recht zuverlässig. Nur sonderlich benutzerintuitiv sind die alle nicht, egal ob Celestron, Sky-Watcher oder 10Micron.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo Hans, hallo Peter,

Peters Meinung, dass der Mak eine [zensiert]isch hohe Brennweite hat, kann ich mich nicht anschließen. Öffnungsverhältnisse um 1/15 sind bei Maksutovs durchaus der optische Normalfall. Mein 8 Zoll Mak von Popp (Schweiz) hat 3200 mm Brennweite und ist eben ein Instrument für Mond, Planeten, Doppelsterne und kleinere Deep Sky Objekte. Wenn ich größere Felder sehen möchte, nehme ich halt etwas anderes.

Im 90mm Mak muss man aber die hauptsächlichen Wolkenbänder des Jupiter sehen können. Das habe ich gestern Abend in einer Wolkenlücke (bis es mir dann auf den Kopf regnete) mit einem 60 Jahre alten 54/1000 Linsenfernrohr bei 40facher Vergrößerung geschafft! Auch meine für Landschaftsbeobachtung gedachten Spektive zeigen so ab 20fach das NEB (nördliches Äquatorialband).

Man muss sich halt einfach vorher mal informieren, welches Fernrohr so ungefähr was kann. Dann kann man sich überlegen, wie das mit den eigenen Erwartungen und Bedürfnissen zusammen passt. Mir reicht auch mein kleines Auto (Peugeot 107), weil ich meist alleine (manchmal zu zweit) fahre, keine Kinder mehr habe und eigentlich nie Klaviere transportieren muss. Eine Großfamilie findet so ein Auto sicher doof.

CS Gerhard
 
Hallo Peter,

nein, :ROFLMAO: bin nicht bei Bresser angestellt. Eher dieser Firma nicht so zugeneigt :censored:.

Nein, du hast schon recht, das ist auch meine Erfahrung, die bekannten Firmen bemühen sich schon, das einigermaßen verständlich für Einsteiger zu beschreiben.
Celestron ist ja vorbildlich mit dem beigelegten Leitfaden von Alex @Kerste .
Sehe ich auch so.
Ich fand das Handbuch von dem MC Bresser so schlecht nicht.

Mich hat aber gestört, dass jemand beschreibt, dass er die Wolkenbänder von Jupiter nicht sieht.
Das kann einfach bei einem Einsteiger Teleskop nicht sein. Das muss sichtbar sein auch ohne Astronomie Studium.
die Qualität oder Nichtqualität des MC und der Montierung habe ich ja ausgeschlossen.
Natürlich hast Du recht, dass 90/1250 nicht so der Knaller sind.
Ich besitze selbst einen 127/1500 und da ist es so, wie Antares es beschreibt. So ein Teil ist schon etwas speziell und mehr für Mond und Planeten ausgelegt.

Was ich halt auch nicht so ganz nachvollziehen kann und Alex so in Worte gefasst hat:
dass nichts zu sehen war (auf jeden Fall nicht so wie auf den bunten Bildchen auf der Packung), und das Teleskop war unschuldig.
Werbung halt.

Da bin ich wieder bei meinem Mantra ;), a weng Grundlagen wären nicht übel oder halt hier im Forum nachfragen, was ja der originale Ersteller dieses Diskussionsfaden richtiger Weise gemacht hat.
Davon sind wir leider durch zwei Kommentare von abgekommen.
Auf die ich mich, auch leider, eingeschossen habe.
Manche Dinge stoßen mir halt auf und da versuche ich, doch hoffentlich mit einigermaßen nachvollziehbaren und sachlichen Worten, gegenzusteuern.

GoTo ist nun mal kein Vollautomat und ein LED- oder Leuchtpunktsucher ist ja nun wirklich kein Hexenwerk.
Auch Achsklemmung halte ich nicht für so ein schwerwiegendes Fachwort, zu mal das mE. recht gut bebildert ist und mit passenden Nummern versehen.

Aber genug von meinem Gemäkle.
Zurück zur Anfangsfrage.

BRESSER Space Explorer MC 90/1250 GoTo – Taugt das als Angebot was für Einsteiger?​

Wenn ich a weng Planeten beobachten möchte und nicht
Wenn man nicht zu viel erwartet, und Okular oder Objektiv nicht zugetaut sind.
gehts scho.
GoTo brauchts da auch nicht. Planeten, also die gängigen, Jupiter, Saturn, Venus bekomme ich auch manuell rein.
Mond allemal.
Mehr ist halt mE. nicht drin.

Die Frage ist ob sich hier GoTo Nachführung überhaupt lohnt und ob es nicht sinnvoller wäre, doch im Regulärpreissegment (oder mehr?) in bessere Optik zu investieren?
Da tendiere ich halt hin.
Das Budget aufstocken.
Wieviel, kann uns nur Johannes sagen.
 
Hallo zusammen,

dann greif ich mal den schon vorher gemachten Vorschlag, "halte es einfach"
Es muss immer viel „rumzuspielen“ sein. Viel schnick schnack, Technik, woooooooooow.
auf:

- EQ-5 (parallaktische Montierung)
- Newton 150/750 (Spiegelteleskop)
- 1x Okular Auffinden
- 1x Okular mittlere Vergrößerung
- 1x Okular hohe Vergrößerung

Damit decke ich schon Planeten und einiges an Deep Sky ab und bin ohne schnick schnack unterwegs.

Kann die EQ-5 später, so man denn will, mit GoTo nachrüsten.
Visuell sollte auch noch ein 200/1000 Newton passen.
Kann auch einen Refraktor (Linsenteleskop) oder Katadiopter (Mischform Linse/Spiegel, eben ein Maksutow-Cassegrain (MC) oder ein Schmidt Cassegrain (SC)) drauf packen. Alle natürlich passend zur Montierung.
Also kein 120/1200 auf die EQ-5. Da wäre mir die Hebel dann doch zu groß.
Auch kein SC größer als C9.25. MC das gleiche in grün.

Man kann das Gleiche auch noch etwas kleiner halten. Ist halt Geldbeutel abhängig.

Adäquat würde auch eine Alt/AZ manuell gehen. Ist von der Funktionsweise einfacher zu verstehen.
Alt = Altitude = Höhe = rauf/runter.
AZ = Azimuth = Horizontale = links/rechts.

Wenn wir schon bei Alt/AZ sind, der allseits "berühmte" Dobson.
Ein Newton in der Holzkiste. Jetzt nicht abfällig gemeint.
Wesentlich mehr Lichtsammelvermögen, für gleiches oder weniger Geld, als ein Newton parallaktisch montiert.

Es gibt genügend Variationsmöglichkeiten in das schöne Hobby der Sternenbeobachtung einzusteigen.
Man muss sich nur etwas damit auseinandersetzen.
 
Wenn man jetzt als Einsteiger bei diesem Teleskop/Maksutov dann die Wolkenbänder nicht sieht oder erahnt, dann ist das Teleskop einfach völlig ungeeignet und vielleicht nur für terrestrische Beobachtung geeignet.
Hi Peter
dann ist irgendetwas was an der Bildgewinnung beteiligt ist, defekt.
Mit einem Fernglas mit 20 facher Vergrößerung sieht man die 2 Hauptbänder schon.
Und ein LiDL Skylux 70/700 zeigt schon Details verwendet man gescheite Okulare und einen guten ZS.
So ein Mak kann das locker auch.
CS
 
Hi Antares @Antares ,

alles klar, ich benutze halt nur grössere Teleskope. ;)

Beim Planeten Beobachten habe ich auch immer wieder festgestellt, dass die hohen Vergrösserungen (für mich) eigentlich nichts bringen.
Der Planet wird zwar grösser, aber wirklich deutlicher oder kontrastreicher wird er nicht. Eine mittlere Vergrösserung ist meistens am besten.

Gruß
Peter
 
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