Sternwarte aus bestehendem Carport bauen

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

TunnelBias

Aktives Mitglied
Hallo!
Erst einmal allen ein frohes neues Jahr!

Wir haben uns nun dazu entschlossen auf unserem Grundstück eine Sternwarte zu errichten. Da es aus Mangel an guten Standorten in unserem Garten keine separate Hütte werden kann, haben wir uns dazu entschieden unser bestehendes Carport umzubauen. (Dieses ist zum Glück schon mit Baugenehmigung etc. eingetragen).

Wir wollen nun also die Wände mit OSB-Platten zu machen und ca. die Hälfte des Dachs zum aufschieben machen. Wie bei einer einfachen Rolldachhütte.
Mir fällt es aber im Moment unglaublich schwer mir eine Sinnvolle Konstruktion für das Dach auszudenken... o_O
Ich hänge mal ein paar Bilder an wie unsere Planung bisher aussieht. (Der Teleskopraum liegt genau Richtung Süden, das Dach wird Richtung Norden zum Steuerraum aufgeschoben)

Meine Frau hat angst, dass wenn ich im Teleskopraum die Balken oben weg nehme, das ganze instabil wird. Ich bin leider kein Statiker, denke aber, dass wenn das Dach da drauf liegt es keine großartigen Probleme geben sollte.

Die oberen Balken sind alle unterschiedlich ausgeklinkt um ein Gefälle in das Dach zu bekommen.
Unsere erste Idee war über dem Steuerraum ein Dach mit OSB-Platten zu bauen, welches zwischen den Balken eingebaut wird. Hinterher soll das Dach dann mit Bitumen Schweißbahn Abgedichtet werden Und auf die Schweißbahn sollen die Schienen für das Rolldach geschraubt werden. So nun sollen aber im Teleskopraum die Balken verschwinden um eine freie Sicht zu gewährleisten. Also alle bis auf den ganz äußeren Richtung Süden.
Dann müsste ich auf die Balken die längst verlaufen eine Erhöhung bauen, damit die Schienen in der selben höhe liegen wie auf dem Dach des Steuerraums.
Ich werde das nachher nochmal versuchen in meine 3D Skizze einzubauen.

Bis hierhin hätte ich gerne ein paar Gedanken und Anregungen von euch oder evtl. alternative Ideen wie man das Carport zur Sternwarte umbauen kann. ;):y:

Grüße und CS,
Tobi

Sternwarte 1.jpgSternwarte 2.jpgSternwarte 3.jpg
 
So ich hatte jetzt nochmal Zeit den Plan etwas zu verfeinern!
Sternwarte 4.jpgSternwarte 5.jpgSternwarte 6.jpgSternwarte 7.jpgSternwarte 8.jpg
Vielleicht könnte man das Rolldach noch etwas kürzen, damit es in der offenen Position nicht so weit in den Teleskopraum ragt.

Meinungen?

Edit: Hat ein Fußboden aus Holz irgendwelche Vorteile gegenüber der Aktuell gepflasterten Fläche?
 
Zuletzt bearbeitet:
Nette CAD Zeichnung.

Wenn ich es richtig verstehe, ist die bestehende Konstruktion nur die weiss gefärbten Balken in den Zeichnungen? Plus das nicht gezeigte Dach. Wenn ja, würde ich nicht davon ausgehen, dass die Baugenehmigung auch für den vorgesehenen Umbau selbstredend gelten wird. Eine offene Konstruktion wird in eine geschlossene umgewandelt, würde mich vorsichtshalber beim Bauamt erkundigen, was die dazu meinen, um keine nachträgliche unliebsamen Überraschungen zu erleben.

Des weiteren gibt es durch die Verschliessung viel Fläche für Windkräfte die abgetragen werden müssen, das Rolldach sollte auch nicht abgehoben werden können (durch Wind). Und klar, ein Holzboden auf Balken isoliert den Innenraum erheblich, die gepflasterte Fläche ist eine 100% "Wärmebrücke", sprich Kälteübetragung aus dem Erdreich darunter.

Gruss
 
Hallo,
So viel ich weis, ist ein Carport eine offene Unterstelle, dafür gibts die Baugenehmigung.
Wird der Carport zugebaut, wird es zu Garage und die Genehmigung gilt nicht mehr.
 
Durch den Wind vervielfachen sich die Kräfte, die auf die Konstuktion wirken, wie oben ausgeführt. Da braucht es Versteifungen oder anderweitige Verstärkungen. Auch nicht zu vernachlässigen ist Schneelast!

Ein Orkan hebt so ein Dach ggf. runter, wenn er drunter greifen kann.

Eine Absicherung gegen Abheben bei geschlossenem Zustand ist sicherer. Wir haben lange Türscharniere genommen. Sind an der Innenwand verschraubt und werden am Dach verschraubt, wenn es in Parkposition ist.

Feine CAD Arbeit!

Gruss
Dirk
 
Hallo Tobi,

unterschätze nicht das Gewicht des Daches. Da kommt noch Dachpappe drauf und die Balken sollten nicht zu dünn ausgelegt sein.
Zudem musst Du noch eine Schräge ins Dach einbringen, damit Regen und Schnee nicht drauf liegen bleibt.
Aber Du solltest, wie Heliklaus schon sagt, bevor Du weiter machst, erst die Baugenehmigung für den umbauten Raum einholen.

CS
Chris
 
Hier mal ein Bild der Abheb-Sicherung (an allen 4 Ecken). Das Gewicht des Daches ist sehr hoch (massiv, ca. 2,5m x 5m), dennoch kann an bei Sturm sehen, wie der Wind versucht darunter zu packen. Die Hütte ist dem Wind ausgesetzt.

Scharnier.jpg


CS
Dirk
 
Moin Tobi, gibt es in Deiner Umgebung eine "gut beleumundete" Zimmerei? Dort würde ich mal nachfragen.
CS Sigvald
 
Ich würde die senkrechten Balken durch diagonale Balken mit den horziontalen Balken versteifen, zumindest die Ecken würde ich so aussteifen.
Die OSB Platten sind zwar schon eine gewisse Zeit wasserfest, aber auf Dauer benötigen diese einen Anstrich oder eine Verkleidung.
 
Moin!
Erstmal vielen Dank für die konstruktiven Kommentare!

Wenn ich es richtig verstehe, ist die bestehende Konstruktion nur die weiss gefärbten Balken in den Zeichnungen? Plus das nicht gezeigte Dach.
Jain. zwischen den Senkrechten Balken sind im Moment noch Sichtschutz-Elemente verbaut. Und das aktuelle Dach besteht aus Trapezblech.

Wenn ja, würde ich nicht davon ausgehen, dass die Baugenehmigung auch für den vorgesehenen Umbau selbstredend gelten wird. Eine offene Konstruktion wird in eine geschlossene umgewandelt, würde mich vorsichtshalber beim Bauamt erkundigen, was die dazu meinen, um keine nachträgliche unliebsamen Überraschungen zu erleben.
Ja natürlich gilt die Genehmigung dafür dann nicht mehr! Ich habe halt die Hoffnung, dass es leichter ist die Genehmigung auf ein "geschlossenes Gebäude" zu ändern, weil da nun mal schon was steht. Ich werde mich dazu mal schlau machen!

Und klar, ein Holzboden auf Balken isoliert den Innenraum erheblich, die gepflasterte Fläche ist eine 100% "Wärmebrücke", sprich Kälteübetragung aus dem Erdreich darunter.
Ist es, zumindest im Teleskopraum, nicht Sinnvoll wenn dieser kalt wird?

Eine Absicherung gegen Abheben bei geschlossenem Zustand ist sicherer.
Ja das ist sowieso schon geplant gewesen. Das Dach sollte da nicht nur einfach drauf liegen sondern gesichert sein!

die Balken sollten nicht zu dünn ausgelegt sein.
Da hast du völlig Recht! Die Balken am Rolldach werden mindestens die Stärke haben wie beim Rest des Carports.

Zur Info: Die Senkrechten Balken sind 110x110mm. Die Balken die Längst darauf liegen sind 90x140mm Und die darauf montierten, auf denen dann das aktuelle Dach aus Trapezblech noch befestigt ist, sind 70x140mm. Das hat so jetzt 20 Jahre gehalten bei der mehr oder weniger offenen Bauweise.

Die OSB Platten sind zwar schon eine gewisse Zeit wasserfest, aber auf Dauer benötigen diese einen Anstrich oder eine Verkleidung.
Ja die OSB-Platten werden natürlich auch gegen Witterungseinflüsse geschützt!


Ich werde jetzt erstmal einen Plan bezüglich der Kosten machen. Um zu sehen ob das überhaupt umsetzbar ist.

Ach so... Wie sieht es eigentlich mit einer Dämmung der Wände, des Dachs und evtl. des Bodens aus? Dann natürlich mit Holzboden.
Ich habe schon mehrfach gelesen, dass das Sinnvoll sein kann damit sich die Sternwarte bei Sonneneinstrahlung nicht zu sehr aufheizt. Macht das Sinn oder ist die Dämmung der Hütte rausgeschmissenes Geld?

Erst einmal Grüße und CS
Tobi
 
Hallo Tobi,
ich habe meine Sternwarte außen mit Douglasienbretter verkleidet, dann kommt eine 10cm Dämmung an allen Wänden, Boden und Decke und dann kommt eine OSB Platte nach innen. Der Technikraum ist separiert und bleibt auch bei geöffnetem Dach gedämmt.
Der Teleskopraum sollte sich im Sommer nicht zu sehr aufheizen. Der Boden ist gedämmt, da man ja auch bei offenem Dach keine kalten Füße haben will.
Gruß
Martin
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben