Hallo Peter,
Livestacking ist halt nicht das, was klassische Astrofotografie ist. Wie groß die Rotation ist, kommt auch auf die Deklination an. Das EdgeHD 8" ist auf APS-C optimiert, sodass Vignettierung am Rand kaum stört, mit Reducer wird der Bildkreis kleiner. Aber bei 2m Grundbrennweite wollte ich auch nicht mehr so viel croppen wollen. Mit Guiding kannst du den ganzen Sensor ausnutzen, dir im Prinzip auch den Reducer sparen (er bringt nur dann mehr Feld auf den Sensor, wenn der Sensor spürbar kleiner als APS-C ist und bei voller Brennweite nur einen Ausschnitt des Bildkreises zeigt), wenn Zeit nicht das große Problem ist. Und bei einer halben Stunde oder Stunde Belichtungszeit sind die Datenmengen wesentlich besser beherrschbar, wenn du nachher stackst. Das heißt, du brauchst keinen so leistungsstarken Rechner auf dem Feld, sondern kannst auch mit einer DSLR arbeiten. Kommt jetzt drauf an, ob gleich eine Astrokamera geplant ist und der Laptop eh immer dabei ist. Für Planeten ist er nötig.
Von einer Polhöhenwiege rate ich ab – mit dem 8SE wackelt das zu sehr; mit dem Evo8 sollte es funktionieren, kostet aber wieder mehr als gleich eine parallaktische Montierung zu nehmen. Die SE ist eine tolle Montierung, wenn du visuell unterwegs bist, aber nicht für Fotografie mit einem C8.
Die EQ6 ist eine ordentlich schwere Montierung. Die trage ich nicht freiwillig auf den Acker (wir haben die CGEM fest aufgestellt im Verein, wiegt ähnlich viel). Eine AVX oder H-EQ5 ist deutlich transportabler und kommt mit dem C8 noch zurecht, wenn es nicht zu windig ist. Vor dem Kauf einer EQ6/CGEM unbedingt mal anschauen, ob du die transportieren willst.
Beste Grüße,
Alex