Suche Teleskop für Astro Fotografie

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Gray21312
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Gray21312

Hi ich bin auf der Suche nach einem Teleskop für Astro Fotografie, ich würde gerne ein 8 Zoll Schmidt-Cassegrain haben für Planeten und wenn es möglich ist mit einem reducer dann deepsky betreiben. Ist das nexstar 8 SE ein geeigneter Kandidat? Ich liebäugel schon seit längerem mit dem Teleskop.
 
Hi,

klar, ein 8 Zoll SC ist Standard für Planeten AF.
Für DeepSky Objects hast du dann allerdings ein bisschen grosse Brennweite. Man sollte dann eine Kamera mit grösserem Sensor benutzen.
Die 0,7 Reducer für SCs sind auch Standard.

Gruß
Peter
 
Für Foto wäre das EdgeHD besser geeignet - ebenes Bildfeld, und es gibt moderne Reducer, die auch für Digitalkameras hoch genug auflösen. Denk an die Sensorgröße, ein Reducer reduziert auch den nutzbaren Bildkreis (am C8 auf etwa APS-C).

Das SE ist azimutal montiert – setze es lieber auf eine parallaktische Montierung, sonst hast du bei Deep-Sky nur noch mehr Baustellen. Für Foto ist das 8SE definitiv zu schwach; Planetenfotografie würde azimutal funktionieren, aber erst ab dem 8" Evolution.

Autoguider ist bei der Brennweite für DeepSky zwingend notwendig (außer du greifst zu Montierungen, die deutlich mehr kosten als eine z.B. AVX plus Standalone-Autoguider).

Beste Grüße,
Alex
 
Hi Alex,
Autoguider ist bei der Brennweite für DeepSky zwingend notwendig (außer du greifst zu Montierungen, die deutlich mehr kosten als eine z.B. AVX plus Standalone-Autoguider).
na ja, mM nicht unbedingt, wenn man Live-Stacking mit Kurz-Belichtungen im Sekunden Bereich macht.
Und die Rotation bei AltAz ist auch nicht so dramatisch. Muss man halt "wegcropen". Es sollte halt keine grössere Drift stattfinden.

Siehe mein Album:

Gruß
Peter
 
Hallo Graham,
für den Einstieg in die Deep Sky Fotografie bieten sich eher Teleskope mit geringeren Brennweiten an (z.B. 400mm), da diese "gutmütiger" sind und Nachführfehler nicht sofort sichtbar werden. Bei 2m Brennweite oder 1,2m mit Reducer ist das schon schwieriger.
Für längere Belichtungszeiten braucht man zudem eine parallaktische Montierung, das wird mit einer azimutalen Montierung wie sie das Nexstar 8SE hat schwierig, d.h. Du bräuchtest dann auf jeden Fall auch eine Polhöhenwiege für das Teleskop.


Zum Einstieg in die DeepSky-Fotografie kann ich z.B. das Lacerta 72/432 empfehlen. Dazu noch eine passende Montierung, z.B. die GEM28 oder die etwas teurere EQ6-R. Bei der EQ6-R bist Du dann auch flexibel, wenn Du Dir später mal Teleskope mit höheren Brennweiten zulegst, da sie genügend Tragkraft besitzt. Die GEM28 ist schön leicht, aber mit einem 8" Newton ist die überfordert.

Viele Grüße
Markus
 
Hallo Peter,

Livestacking ist halt nicht das, was klassische Astrofotografie ist. Wie groß die Rotation ist, kommt auch auf die Deklination an. Das EdgeHD 8" ist auf APS-C optimiert, sodass Vignettierung am Rand kaum stört, mit Reducer wird der Bildkreis kleiner. Aber bei 2m Grundbrennweite wollte ich auch nicht mehr so viel croppen wollen. Mit Guiding kannst du den ganzen Sensor ausnutzen, dir im Prinzip auch den Reducer sparen (er bringt nur dann mehr Feld auf den Sensor, wenn der Sensor spürbar kleiner als APS-C ist und bei voller Brennweite nur einen Ausschnitt des Bildkreises zeigt), wenn Zeit nicht das große Problem ist. Und bei einer halben Stunde oder Stunde Belichtungszeit sind die Datenmengen wesentlich besser beherrschbar, wenn du nachher stackst. Das heißt, du brauchst keinen so leistungsstarken Rechner auf dem Feld, sondern kannst auch mit einer DSLR arbeiten. Kommt jetzt drauf an, ob gleich eine Astrokamera geplant ist und der Laptop eh immer dabei ist. Für Planeten ist er nötig.

Von einer Polhöhenwiege rate ich ab – mit dem 8SE wackelt das zu sehr; mit dem Evo8 sollte es funktionieren, kostet aber wieder mehr als gleich eine parallaktische Montierung zu nehmen. Die SE ist eine tolle Montierung, wenn du visuell unterwegs bist, aber nicht für Fotografie mit einem C8.

Die EQ6 ist eine ordentlich schwere Montierung. Die trage ich nicht freiwillig auf den Acker (wir haben die CGEM fest aufgestellt im Verein, wiegt ähnlich viel). Eine AVX oder H-EQ5 ist deutlich transportabler und kommt mit dem C8 noch zurecht, wenn es nicht zu windig ist. Vor dem Kauf einer EQ6/CGEM unbedingt mal anschauen, ob du die transportieren willst.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo danke für die Antworten, ich würde eigentlich nur bei mir im Garten beobachten und fotografieren da ich auf dem Land wohne und es immer relativ dunkel ist also keine Lichtverschutzung. Wie ist denn mit einem EQ6 gepaar mit einem 8 Zoll Celestron Newton F5? Ich würde dann wohl zum fotografieren auf ein CMOS Kamera setzen da die etwas unkomplizierter erscheinen als eine DSLR
 
Hi!

8"-Newton auf CGEM/EQ6 passt. Beim Teleskop den Händler fragen, wie es mit der Fokuslage aussieht, falls du mit einer DSLR arbeiten wolltest. Spiegellose und Astrokameras sind da pflegeleichter und kommen in den Fokus.

Eine Astro-Kamera (DSLRs verwenden auch CMOS-Sensoren) ist nicht unbedingt einfacher als eine DSLR, nur anders. Du brauchst halt einen Laptop und musst dich noch mit der Aufnahme-Software auseinander setzen, zusätzlich zur Bildbearbeitung (falls du nicht nur Livestacking machen willst). Das Video ist vielleicht ganz interessant:

Wenn du eh einen Laptop dabei hast, spricht nichts gegen eine Astrokamera. Wenn du eh eine DSLR/Systemkamera hast, spricht nichts gegen die DSLR.

Beste Grüße,
Alex
 
Ich bin ja gerade ähnlich eingestiegen. Ein Skywatcher 200PDS f/5 (da klappt das mit dem Fokus sowohl bei Astrokameras als auch bei DSLRs) auf einer EQ6-R Pro und mit einer ZWO ASI120MC-S als Guidekamera.

Ich habe mich vorab etwas informiert was überhaupt sinnvoll ist. Meine Interessen sind planetarische Nebel und Galaxien. Also dachte ich zuerst auch an möglichst viel Brennweite um eine hohe Auflösung zu erreichen. Als Kamera kommt bei mir eine APS-C DSLR zum Einsatz.

Problem dabei: Das Seeing;-) Mit den 1000 mm Brennweite und meiner Canon komme ich auf eine Auflösung von 0,89" pro Pixel. Die Auflösung dieser Kombination liegt damit schon deutlich höher als die durch das Seeing begrenzte Auflösung - in Deutschland geht man ja meist von 3" aus - in "perfekten Nächten" vielleicht auch etwas besser. Natürlich "vermeidet" man schlechtes Seeing bei der Planetenfotografie durch kurze Belichtungszeiten.

Ich finde es sinnvoller die Brennweite mittels Barlow zu verlängern als sie mittels Reducer zu reduzieren. Das erscheint mir "optisch" der einfachere Weg. Mehr Auflösung kann man ja außerdem noch durch den Umstieg auf eine Kamera mit geringerer Pixelgröße erreichen (auch wenn die Lichtempfindlichkeit dabei vermutlich sinkt - bei Planeten wohl nicht ganz so tragisch). Ich habe mir auf jeden Fall die ASI120MC in der Farbversion gekauft um mich irgendwann auch mal an Planeten zu versuchen. Wobei da bis auf Weiteres eh ziemlich tote Hose ist. In den nächsten Wochen/Monaten stehen die Dinger einfach zu niedrig (zumindest für Beobachtungen aus meinem Garten heraus).

Vielleicht käme für Dich ja auch ein RC in Frage? Das hatte ich mir auch überlegt - habe dann aber auf Grund der Auflösungsthematik eben doch "nur" einen Newton genommen. Das läge in Sachen Brennweite irgendwo zwischen Newton und SC und ergibt ebenfalls ein recht handliches Gerät.

Ciao, Udo
 
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