Ergänzung der Okularpalette notwendig?

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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Vergleiche 2 Okulare und Du bekommst 3 Meinungen.
Wenn ich aber mehr als das doppelte für ein Okular ausgebe, sollte das quasi jedem positiv in Auge fallen und nicht nur der knappen Mehrheit.


Wenn's um den Pferdekopf geht, ist meiner Erfahrung nach die Himmelsqualität und da die Transparenz das A und O. Dann scheint mir die richtige AP sehr wichtig und dann vielleicht noch die Nunacen an Unterschieden von guten Okularen.

Gruß Horst
 
In dem Vergleich am Pferdekopf gings ja nicht um ES82 gegen Nagler oder ES 68 gegen Panoptic oder ES 100 gegen Ethos, sondern um ES 100 gegen Panoptic.
Nun ja, es ging um ein Okular, das eine AP um die 5,3 mm liefert, da kämen bei meinem System Okularbrennweiten von 24 bis 25 mm infrage. D.h. folgende Möglichkeiten habe ich dann in Betracht gezogen:

Die Explore Scientifics 100° (25 mm) und 82° (24 mm) kämen da z.B. in Frage.
Wegen des Preises habe ich mich auf das ES82° eingeschossen. Vom ES68° habe ich erst einmal Abstand genommen, da zu wenig GF. Da das ES82° aktuell absolut nicht lieferbar ist, frage ich nun nach gleichwertigen anderen Okularen. Das Pano68° wurde als ebenbürtig genannt - vielleicht reicht auch das kleineres GF?

Ich stelle natürlich Qualität vor Gesichtsfeld - aber bei 24 mm will man eigentlich gerne ein Okular mit großem GF haben, weil für Deep Sky mehr als Nebelbeobachtung damit ja kaum in Frage kommt.

Und da die Panoptic bei solchen Grenzwahrnehmungen schon im eigenen Hause besser sind als Nagler und Ethos
Diese Aussage widerspricht aber der von Antares:

@ Micha - deswegen das 24iger PanO zu kaufen, will gut überlegt sein.
Es ist ein sehr gutes Okular, keine Frage, aber die PanO sind für schneller f/5 nicht erste Wahl.
U.a. deshalb habe ich meine PanOs angegeben und gegen u.a. das Nagler 26 getauscht.
Das Nagler 26 ergibt natürlich eine noch größere AP wie die von mir geforderten 5,3 mm (und damit wäre womöglich der Pferdekopfnebel in Gefahr. Dann doch lieber das Nagler 22 - oder lieber warten auf ES82°?
Dann scheint mir die richtige AP sehr wichtig und dann vielleicht noch die Nunacen an Unterschieden von guten Okularen.
Ja genau, ich meine mit 24 mm die richtige Brennweite (AP) gefunden zu haben. Jetzt fehlt nur noch das Okular. Und - dürfen es auch 2 mm weniger oder mehr sein? Dieses Delta ergäbe dann für mich eine AP-Range zwischen 4,9 und 5,8 mm.
 
Diese Aussage widerspricht aber der von Antares:
Ganz und gar nicht.
An schneller als F5 sind die Panos halt nicht mehr perfekt Randscharf. Wenn einem Perfekte Randschärfe und SGF wichtig ist, nimmt man bei F4 halt keine Panos. Aber in Sachen Kontrast und Transmission bleiben sie Naglern und Ethos überlegen, ebenso etawas in der Achsschärfe.

weil für Deep Sky mehr als Nebelbeobachtung damit ja kaum in Frage kommt.
Wie kommst du denn darauf?

Und klammert euch nicht zu sehr an den genauen AP werten fest, was da am effizientesten vom Auge verwertet wird, ist recht individuell.

LG, olli
 
Das Pano68° wurde als ebenbürtig genannt - vielleicht reicht auch das kleineres GF?
Ich habe 9 davon. Allerdings ab f/5.5 am Bino, ab 7.5 am Refraktor, etc., nicht bei 4.4
Das Gesichtsfeld reicht mir absolut, auch die 72 grad bei den Delos.

Die Panos sind halt seit langem so der Standard was Werthaltigkeit und Abbildungsqualität anbelangt, aber ab einer gewissen Preisklasse sind m.E. auch andere Hersteller ausgezeichnet.

lg
Niki
 
Wenn Dir das ES 24mm 68° ein zu kleines Gesichtfeld hat, kannst Du auch das Pano 24mm ausschliessen. Das hat auch "nur" 68°.

Nagel Dich nicht zu sehr auf auf die "perfekte" AP fest. Die Chance den Pferdekopfnebel zu sehen ist gering, da muß am Himmel alles passen. Wenn allerdings alles passt, sieht man mit ein sehr gut passenden AP etwas mehr als mit einer semioptimalen AP.

Sieh die Sichtung des Pferdekopfnebel mehr als Zugabe wenn man viel Glück hat, aber nicht als "das Ziel", ansonsten wirst Du wahrscheinlich mehr enttäuscht als zufrieden sein. Und das, je mehr Geld du dafür hingeblättert hast...


Gruß Horst
 
Sieh die Sichtung des Pferdekopfnebel mehr als Zugabe wenn man viel Glück hat, aber nicht als "das Ziel", ansonsten wirst Du wahrscheinlich mehr enttäuscht als zufrieden sein. Und das, je mehr Geld du dafür hingeblättert hast...
Wenn man diesen Thread verfolgt, scheinen ja einige Leute regelrecht besessen zu sein von der Idee, den Pferdekopf visuell zu erlegen. Da ist dann kein Ethos und kein Filter zu teuer, 18" Optiken, ach was 24" Optiken braucht man dafür, und sowieso den allerbesten alpinen Himmel ...

Dabei ist der Pferdekopf fotografisch ein Kinderspiel, selbst mit der einfachsten und billigsten Fotoausstattung, und selbst aus der lichtverseuchten Stadt!

Vielleicht dämmert's ja allmählich, dass visuelle Astronomie schön und gut ist, aber eben doch ihre natürlichen Grenzen hat ...
 
Zuletzt bearbeitet:
@Peter: Ich glaube, wir wollen jetzt nicht die Diskussion beginnen, ob visuell oder fotografisch glücklicher macht. Da können wir gleich darüber reden, ob Astronomie oder Botanik uns mehr liegt ...

Und - ja, viell. sollte ich hier noch einmal deutlich machen, dass ich nicht verbissen und auf Teufel komm raus den Pferdekopfnebel sichten will und das als mein einziges Ziel ansehe, sondern heraus finden wollte, wie schwierig seine Sichtung sich so gestaltet. Ich erlaube mir, mich selbst zu zitieren:
Nun bin ich aber etwas ungeduldig und möchte gerne vorab schon wissen, ob und wenn ja, welche Ergänzungen Ihr noch als sinnvoll für meine Okularpalette erachtet - vor dem Hintergrund, dass ich auch gerne große, schwache Hbeta Objekte beobachten möchte.

Interessant für mich war es zu erfahren, dass das Panoptik unter allen Televue Okularen das qualitativ hochwertigste ist, vielleicht nicht bis zum Rand aber zumindest achsnah. Das wusste ich noch nicht ... der Thread sollte sich schon für mich gelohnt haben.

... nur habe ich leider immer noch keine Tendenz zu entscheiden, wenn ich bei Tele Vue bleibe, welche Serie für den Pferdekopfnebel am besten taugt
 
... nur habe ich leider immer noch keine Tendenz zu entscheiden, wenn ich bei Tele Vue bleibe, welche Serie für den Pferdekopfnebel am besten taugt
Diese Frage ist auch nicht zu beantworten, denke ich. Was ist das beste Auto?

Ich weiß auch nicht, ob und warum ein Pano das beste aller TVs sein soll. Und woran ich das erkennen würde, wenn ich mir den Mond oder M42 ansehe oder M13. Leute, ich kann das Zeug mit allen meinen Okularen angucken und gut is. ;)

Ich mag meine Delos am liebsten. 72 Grad, farbrein, hohe Transmission, blah, bluh, was auch immer die Supertester und Spezialisten und Profi-Vergleicher herausfanden, fast alles wurde hier und auf CN und wo auch immer in den Himmel gelobt und bewertet, das ist manchmal fast eine Kleintierausstellung, wo die Rosetten von Meerschweinchen diskutiert werden. :coffee:

Das Seeing ist und bleibt der bestimmende Faktor, und wer randscharfe Sterne will, soll sich gute Okulare kaufen und bei komatösen Rohren die entsprechenden Korrektoren zulegen. Danach geht fast jedes Okular befriedigend und scharf, denke ich.

Ob Delos, Panos (recht altes Design, aber immer noch top!), oder die sa*teuren 100 Grad Bomber, so groß sind die Unterschiede für mich nicht, auch wenn jetzt einige Kollegen in Ohnmacht fallen... wer 300-500 Euros für ein Edelteil hinlegt, bekommt Qualität, was immer draufsteht. :cool:

lg
Niki
 
PS: dunkler Himmel, hoher Kontrast, große Öffnung, passende Austrittspupille. Egal, mit welcher Okularserie und -marke. :) Es gibt im Web etliche Berichte, wie man den Pferdekopfnebel visuell angehen kann...






lg
Niki
 
:ROFLMAO::LOL: ah, das war klasse, Niki.
Habe eben gut gelacht
Ich trink erst mal nen Kaffee mit :coffee:

Irgendwie ist's mir fast schon peinlich, dass ich den Thread geöffnet habe...
 
Ja, hab mich schnell mal umgesehen, ich hatte schon vor Jahren etliches im Web gelesen, mit welche AP man das dann sehen kann... einfach mal durchgucken und selbst versuchen. Mehr als scheitern kann man nicht, und wenn man Glück hat, gelingt es mal ganz plötzlich doch! :p

lg
Niki
 
Das einzige was Dir am Ende wirklich hilft, ist selbst durchs Okular zu schauen und Dir Deine Meinung zu bilden.
Nur weil jemand (mich eingeschlossen) schreibt, Okular XY ist das Beste, muß das für Dich nicht in Stein gemeißelt sein und Du selbst kommst zu einem anderen Ergebnis. Der Faktor Mensch spielt da immer eine sehr große Rolle mit rein und dies sollte man sich nicht ausreden lassen.

Und wie Niki schon ähnlich schrieb, bei Okularen jenseits ungefähr 200 Euro ist eigentlich kein Murks dabei...

Gruß Horst
 
Meine aktuellen "entscheidungsbeeinflussenden" Gedanken, obwohl noch keine Entscheidung gefallen ist, bin ich Euch natürlich noch schuldig:

Erste Wahl war ja das ES82° 24mm, weil es dramatisch günstiger ist als das ES100° 25 mm. Da das aber aktuell nicht zu haben ist (Lieferzeit unbestimmt, Vorbestellung nicht möglich), rückt das Nagler82° 22 mm in den Fokus. Warum?

- weil es in der oberen Preisklasse mitspielt, wo man hinsichtlich Kontrast und Transmission nichts falsch machen kann
- weil es bei meinem etwas schnelleren f/4,45 Dobs dem Pano68° am Rand überlegen ist
- weil ich doch gerne ein größeres sGF haben möchte, als es das Pano68° bietet
- weil es eine 2" Steckhülse hat, das Pano nur 1,25"

D.h. sollte mittelfristig (d.h. in diesem Jahr noch) das ES82° 24 mm nirgends zu erwerben sein, wird das Nagler82° 22 mm geholt. Würde es ein Delos72° mit dieser Brennweite geben, würde ich mir wohl das Delos statt dem Nagler holen - mit 72° statt 82° wäre ich auch zufrieden.

Vielen Dank für Eure Unterstützung!
Micha
 
ja... Delos endet konstruktiv bedingt bei 17,3mm. Wichtige Frage war oft: Brillenträger? Die Delos haben bei jeder Brennweite 20mm Augenabstand. Das 22er Nagler allerdings 19mm, also ist das egal. Bei kürzeren Brennweiten rasseln die Augenabstände der Nagler in den Keller, da gehts dann schwerer mit Brille.

TeleVue hat einen netten Rechner, da hab ich mal Deine Teleskopdaten eingegeben ;):

lg
Niki
 
Danke, Niki!

Bin (noch) kein Brillenträger. Benötige aber eine, wenn ich den Sternenhimmel mit bloßen Augen betrachte. Atlanten kann ich (noch) ohne Brille lesen. Würde aber auch die Brille beim Beobachten abnehmen.

Wie erkennt man eigentlich signifikanten Augenasti? Tatsächlich dann, wenn man (tagsüber) kreisrunde Objekte nicht mehr kreisrund sieht? Habe ich so gelesen ...

Auch off-topic: Inwieweit hängen scheinbares GF und Steckhülsendurchmesser eines Okulars eigentlich zusammen? Z.B. wenn ich ein 20 mm Okular mit 1,25" Feldblende (ist weniger, ich weiß) mit einem 17 mm Okular und 2" Feldblende (ist auch kleiner, ich weiß ;-) vergleiche. Oder wie kann man Okulare mit engen 1,25" Durchmesser so konstruieren, dass sie sagenhafte 100° scheinbare GF besitzen und in sie ein großes flächiges Objekt passt, während in 2" großen Okularen mit kleinerem GF dieselben Objekte nicht mehr rein passen? Da habe ich bestimmt noch etwas nicht verstanden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie erkennt man eigentlich signifikanten Augenasti?
Wenn die Sterne kleine Striche werden... _
Inwieweit hängen scheinbares GF und Steckhülsendurchmesser eines Okulars eigentlich zusammen? Z.B. wenn ich ein 20 mm Okular mit 1,25" Feldblende (ist weniger, ich weiß) mit einem 17 mm Okular und 2" Feldblende (ist auch kleiner, ich weiß ;-) vergleiche. Oder wie kann man Okulare mit engen 1,25" Durchmesser so konstruieren, dass sie sagenhafte 100° scheinbare GF besitzen und in sie ein großes flächiges Objekt passt, während in 2" großen Okularen mit kleinerem GF dieselben Objekte nicht mehr rein passen? Da habe ich bestimmt noch etwas nicht verstanden.
Uiii. Das ist schon seeehr oft beantwortet worden hier und anderswo, das alles nochmal zu schreiben ist mehr Arbeit, als wenn Du die Suchfunktion bemühst. ;) Lies Dich mal ein wenig ein, wie Gesichtsfeld, Blende, etc. zusammenhängen, da gibts auch gute Zeichnungen dazu. Hilfreich auch: Amateur Telescope Optics


etc.

lg
Niki
 
Grob erklärt: Die Größe der Feldblende bestimmt, wie groß das wahre Gesichtfeld ist.
Eine geringe Vergrößerung braucht eine größere Feldblende, ein großes scheinbares Gesichtsfeld braucht eine größere Feldblende.
Die Grenze für ein 1,25" Okular liegt bei ziemlich genau 24mm 68°. Will man ein geringere Vergrößerung, (also größere Okularbrennweite), muß das Okular entweder ein kleineres scheinbares Gesichtfeld haben, oder braucht zwingend eine 2" Hülse. Will man ein größeres scheinbares Gesichteld haben, muß entsprechend die Okularbrennweite kleiner sein, oder eben auch eine 2" Hülse haben.

Einige Okulare die eigentlich nur eine 1,25" Hülse bräuchten, haben trotzdem "nur" eine 2" Hülse.
2" ist also kein Qualitätsmerkmal, sondern ein Notwendigkeit...

Gruß Horst

P.S.: Für Asti gibt es einfache Selbsttests im Internet....
 
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