Halbwegs mobiles Set für AP und visuelle Beobachtung

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bowrilla

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Hi!

Vorne weg eine kleine Vorstellung: ich bin Dennis, Mitte 30, ITler von Beruf, Archäologe per Ausbildung und eigentlich schon seit der Kindheit Wissenschaft und Astronomie begeistert. Mittlerweile läuft das Arbeitsleben ganz solide und ich überlege, mir endlich einen lange gehegten Traum zu erfüllen und meine Fotoleidenschaft mit der Leidenschaft für Weltraum zu verbinden.

In Berlin ist das mit den Lichtverschmutzung sicherlich ein gewisses Problem, aber in einigen der zahlreichen Berliner Parks weiter außerhalb findet man immer wieder mal dunkle Flecken und im Zweifel kann man entweder immer mal zum Stadtrand oder auch nach Brandenburg in den Sternenpark Havelland fahren. Das "Problem" an der Sache ist allerdings, dass ich als alter Großstädter das eigene Auto vor über 10 Jahren eigentlich abgeschafft hatte. Mit anderen Worten: für die nächtliche Exkursion gäbe es entweder den Park ein paar Hundert Meter vor der Wohnungstür oder eben der Weg über Car Sharing Fahrzeuge (was für Brandenburg so gar keine Option eigentlich ist - man kommt allerdings sehr gut mit der Bahn dort hin). Wie man es also dreht und wendet: das Setup sollte noch portabel genug sein, um in Trolley-Koffer und/oder Taschen verpackt alleine zu transportieren sein für Strecken ~1km. Grundsätzlich habe ich kein Problem damit, auch 20kg Rucksäcke über Distanzen von mehr als 15km oder mehr zu buckeln (Wandern und Trekking ist eine weitere Leidenschaft von mir), aber so manch eine der größeren Montierungen wiegt ja alleine dann schon einmal schnell weit über 25kg, teilweise ja sogar noch mehr.

Was möchte ich damit machen?
In erster Linie fotografieren und erst an zweiter Stelle beobachten. Die Option zur visuellen Beobachtung möchte ich mir nicht nehmen. Meine Prioritäten in Sachen Motive liegt in erster Linie bei Planeten und danach bei Deep Sky Objekten.

Budget: 4000€

Vorhandenes Equipment (Fotokram): Fuji X-H1 (APS-C), Fuji X-E1 (APS-C) - ich liebäugele auch gegen Ende des Jahres die rumorte und halb bestätigte Fuji X-H2 mit 40MPixel Sensor anzuschaffen

Nach einiger Recherche habe ich dann festgestellt, dass das von mir gesetzte Budget unter der Bedingung, nicht zu schwer zu werden, die Auswahl arg begrenzt. Ein Celestron C8 stand auf meiner Liste, bis mir aufgefallen ist, dass das C8 lediglich für 1,25" Okulare ausgestattet ist. Die Brennweite ist noch dazu tendenziell etwas lang. Das Vixen VC200L stand auf der Liste, war aber letztlich mit all dem zusätzlichen Equipment doch etwa 500-600€ über Budget. Von TS Optics (also GSO) gibt es ja noch ein Ritchey-Chretien 203/1624 in Carbon, damit es schön leicht ist - was aber immer noch recht teuer ist v.a. da gar kein Guiderohr dabei ist - also noch mehr Ausgaben. Die Nicht-Carbon Version ist dann vom Gewicht her auch nicht mehr sonderlich interessant, rechnet man ein zusätzliches Guide Scope noch oben drauf.

Ich bin nach der Recherche bei folgendem Kit gelandet:
  • Orion Optics UK VX8L 1/10 λ 200/1200 f/6, 8kg - 1099€
  • SkyWatcher EQ-6 Pro SynScan, 18,2kg - 1565€
  • ZWO Guidescope Mini 30/120, 0,25kg - 139€
  • ZWO ASI 120 MM-S Mono, 0,1kg - 259€
  • Explore Scientific 2"/T2 Adapter, 0,41kg - 23€
  • Novoflex FUX/T2 Adapter, ~,06kg - 89€
  • TS Optics 0,5x Focal Reducer, ???kg - 66€
  • William Optics SWAN 40mm 2" 72° Okular, 0,57kg - 158€
  • Baader Hyperion Universal Mark IV 8mm - 24mm 2" 68° Zoomokular+ Barlow, 0,56kg - 345€
  • Baader Morpheus 4,5mm 2" 76° Okular, 0,37kg - 259€
Macht zusammen 4002€

Das Gesamtgewicht auf der Montierung läge bei ~9kg + 700g Kamera (oder knapp 600g Okkular) + Kleinkram, also rund 10kg. Das sollte ja eigentlich mit der EQ-6 Pro passen? Ist das Kit so sinnvoll?

Ich bin für jede Unterstützung, Kritik, Vorschläge, Korrekturen, Alternativen, etc. offen und dankbar!

P.S.: Ich muss nicht zwingend das gesamte Budget "verbraten", wenn ich gebrauchte Sachen finden sollte, dann bin ich da sicherlich nicht abgeneigt, aber ich hatte den Eindruck, dass der Gebrauchtmarkt in diesem Bereich in Deutschland relativ klein zu sein scheint? Oder habe ich einfach nur nicht die einschlägigen Portale gefunden?

Schönen Start in die Woche!
 
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Hallo Dennis,

Was möchte ich damit machen?
In erster Linie fotografieren
  • Orion Optics UK VX8L 1/10 λ 200/1200 f/6, 8kg - 1099€
  • SkyWatcher EQ-6 Pro SynScan, 18,2kg - 1565€
sei mir nicht böse, nein, das möchtest du ohne Auto oder ohne eigenen Garten nicht.

Fotografie ist eine stundenlange Angelegenheit währenddessen mann sich den A.... abfriert und Gewicht ist nicht alles. " Dein " Newton ist ca. 130cm lang, alles zusammen sehr unhandlich und sperrig.

Gruß Uwe
 
Hallo Dennis,

ich möchte auch keine EQ6-R, ich besitze eine, ohne Fahrzeug transportieren müssen.
Schon gar nicht mit einem Trolley-Koffer oder in den öffentlichen Verkehrsmitteln.
Dazu dann noch der große Tubus.
Dann das ganze Kleingeraffel noch dazu.
Da bin ich bei Uwe, ohne Auto läuft da nichts.

In Deiner Auflistung fehlt, wenn ich es recht gesehen habe, noch die Stromversorgung.
GoTo ohne Strom, nööö.
Kamera ohne USB-Strom, nööö.
Dazu kommt noch, da Dein Priorität in erster Linie auf Planeten liegt, das Planeten gefilmt werden. Dazu brauchst Du noch ein Notebook mit der passenden Software drauf.
Das Notebook braucht auch Strom.

Also käme noch ein Powerpack mit ausreichend Leistung dazu, das auch transportiert werden will.

dass das C8 lediglich für 1,25" Okulare ausgestattet
Ein C8 ist leicht auf 2" umzustellen. Das sollte kein Ausschlusskriterium sein.
Sehe mit einem C8 eher die Problematik in der Fotografie, lange Belichtungszeiten und sehr genaues Guiding.
Planeten gehen mit passender Kamera (ZWO) gut.
 
Hallo Dennis, wie die zwei Vorredner möchte ich dir auch sagen: Das ist alles zu schwer ohne Auto. Einer der Anfängerfehler im Astro Hobby ist es viel zu schwer und zu ambitioniert zu kaufen. Und rate mal warum ich das so genau weiß... Mit der EQ6 + Teleskop + sonstiges kommst du geschätzt auf 30kg. Das jedes Mal von der Wohnung runter in den Mietwagen hieven? Und am Ende der Nacht wieder zurück? Kurzum, ich würde dir eine oder gleich zwei Nummern kleiner empfehlen. Für eine ähnlich mobiles Equipment habe ich die AZ-GTi und einen 90/500 Refraktor. Passt alles in einen Fotorucksack + Stativtasche.
 
Was die Vorredner sagen, wobei noch eine Sitzgelegenheit und eine Ablage für den Laptop dazu kommen. Und Gegengewichte für die Montierung.

Ein C8 ist fotografisch auch kein Problem mehr – die modernen Autoguider können Subpixelgenauigkeit, da beschränkt nur die Luftunruhe die Auflösung. Für Planeten wäre es gar kein Problem. Aber der Transport. Eine CGEM (entspricht etwa der EG6) trage ich freiwillig ein paar Meter. Ebenso das Gegengewicht. Also vom Geräteschuppen zur Säule...

Trolley? Sollte geländegängig sein. Ich habe eine schwere Montierung in einem Trolley, für den Weg zum Auto. In Rasen hätte das keine Chance, die kleinen Räder bleiben stecken. Es gibt so faltbare Bollerwagen, die taugen schon eher. Aber man will die Optik ja auch nicht zu sehr durchschütteln...

Wenn du dich fotografisch auf Planeten beschränkst, wäre etwas wie ein Evo 6 das Maximum, was ich als halbwegs transportabel ansehen würde – das hat den Akku schon eingebaut. Planetenfotografie geht, Deep-Sky-Fotografie geht nicht (bzw. nur mit sehr kurzen Belichtungszeiten, und Autoguiding über einen Laptop, und du hast Bildfelddrehung, außer du schleppst noch eine Polhöhenwiege mit), dafür geht auch visuell schon einiges.

Und ganz wichtig: Für Fotografie brauchst du keine große Öffnung, sondern eher eine lichtstarke Optik. Für visuell brauchst du eine große Öffnung, aber keine lichtstarke Optik. Das sind leider ganz verschiedene Ansprüche.

Fotografisch bin ich mit einem ED80/600 unterwegs, auf einer Great Polaris DX-Montierung (entspricht etwa Celestron AVX/SkyWatcher EQ5). Das sind zwei große Koffer a rund 20kg, ein schweres Stativ und dann noch Laptop plus Sitz, wenn ich auf den Acker will. Macht einen Kofferraum voll. Auf Astro-Ausrüstung | Kerste.de siehst du die beiden Koffer, und das aufgebaute Teleskop. Den Laptop kann ich ans Stativ hängen, spart den Tisch.

Berlin hat Sternwarten: Astronomische Vereine in Deutschland, Österreich und der Schweiz Schau da mal vorbei; mit etwas Glück kannst du auch deren Geräte nach Einweisung nutzen. Dann kannst du rausfinden, was was für dich ist, und sparst dir evtl. auch manche Investition.

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo Dennis,

es stimmt schon: Das ganze im Rucksack und Trolly transportieren zu wollen ist ganz schön ambitioniert! Und da kommt ganz schnell noch ganz schön viel (Klein-)Kram dazu. Ich wohne auch in Berlin und habe es bis zum freien Feld hinterm Stadtrand nicht weit. Manchmal transportiere ich dann die Ausrüstung auch mit Rucksack und Fahrrad bzw. Fahrradanhänger. In den Trekkingrucksack kommt dann ein 6" f/5 Newton, das geht recht bequem. Ich habe es auch eine Weile mit einem 8" f/5 Newton gemacht, aber das ist dann kein Spaß mehr und der von Dir angepeilte 8" f/6 Newton ist ja noch ein Stück länger. Auf den Anhänger bzw. die Satteltaschen kommt dann der ganze Rest. Das Stativ kann man zur Not auch ganz gut an der Querstange des Fahrrads befestigen. Für die größeren Optiken muss es dann doch das Auto sein.
Zu Deiner Auswahl:
Warum soll es denn der Orion Optics UK VX8L 1/10 λ 200/1200 sein?
Wenn Du sowieso fotografieren willt, würde ich gleich zu einem (Sky-Watcher oder GSO) f/5 Newton raten.
Statt der EQ-6 Pro SynScan lieber gleich die EQ6-R oder die AZ EQ6. Letztere ist dann visuell von Vorteil.
Wozu den TS Optics 0,5x Focal Reducer? TS schreibt ja selbst, dass der für Newtons ungeeignet ist. Vor allem nicht für APS-C.
Dafür brauchst Du noch einen Komakorrektor!
Und einen Akku für die Stromversorgung! Und die sind häufig auch nicht leicht...
Und fürs Fotografieren musst Du Dir natürlich noch über das Guiding Gedanken machen. Wenn's mobil sein soll, ist ein Laptop eher ungünstig. Also brauchst Du noch einen Autoguider.
Wie gesagt, da kommt schnell einiges zusammen. Aber mit Fahrradanhänger und Satteltaschen klappt das bei mir ganz gut. :-)

Viele Grüße
Oliver
 
Okay, danke schon einmal für die Antworten. Ich stelle fest, dass die Idee, das Teleskop ohne Auto von A nach B zu bewegen mindestens ambitioniert, wenn nicht gar ziemlich naiv ist. Wahrscheinlich laufe ich damit Gefahr, dass ich viel Geld für Equipment ausgebe, dass kaum genutzt wird. Was ja nun nicht sein sollte.


Fotografie ist eine stundenlange Angelegenheit währenddessen mann sich den A.... abfriert und Gewicht ist nicht alles
Das ist tatsächlich das geringste Problem. Ich hab keine Probleme bei 0-5°C im Zelt bzw der Hängematte zu schlafen. Mit der richtigen Kleidung auch gern weiter runter, aber ab da fällt meine Outdoor-Ausrüstung aus dem Komfortbereich raus.
ich möchte auch keine EQ6-R, ich besitze eine, ohne Fahrzeug transportieren müssen.
Ich meinte eine EQ-6 Pro, nicht die EQ6-R. SkyWatcher ist hier nicht hilfreich mit den Bezeichnungen. Montierung, Stativ und Gegengewichte sollten eigentlich lt. Angabe bei 18,2kg liegen. Was natürlich dennoch ein ziemlicher Brocken ist.
In Deiner Auflistung fehlt, wenn ich es recht gesehen habe, noch die Stromversorgung.
Stimmt, habe ich in der Rechnung vernachlässigt und da es ja 12V sind, fallen übliche Powerbanks auch leider raus, sodass das der nächste teure und schwere Posten wäre *seufz*
Dazu kommt noch, da Dein Priorität in erster Linie auf Planeten liegt, das Planeten gefilmt werden. Dazu brauchst Du noch ein Notebook mit der passenden Software drauf.
Naja, da ich ja (erst einmal) meine Fuji H1 benutzen würde, hätte ich hier eigentlich weniger Probleme, denn der Videofeed geht ja direkt auf die Speicherkarte. Im Laufe des Jahres kommt voraussichtlich die H2 mit 40MPixel 8k Video auf den Markt - wäre ja dann auch intern aufgezeichnet.
Ein C8 ist leicht auf 2" umzustellen. Das sollte kein Ausschlusskriterium sein.
Okay, da hatte ich halt gelesen, dass das Komplikationen nach sich ziehen sollte.
Mit der EQ6 + Teleskop + sonstiges kommst du geschätzt auf 30kg. Das jedes Mal von der Wohnung runter in den Mietwagen hieven? Und am Ende der Nacht wieder zurück? Kurzum, ich würde dir eine oder gleich zwei Nummern kleiner empfehlen.
Ja, das war auch ungefähr meine Schätzung. Für kurze Strecken ist das durchaus machbar (also grundsätzlich) - diese Lasten habe ich regelmäßig auch auf kurzen Strecken von 1-2km auf dem Rad mit einem 100l Rucksack transportiert. Spaß macht das aber in der Tat nicht. Ich unterschätze evtl, wie sehr das ganze ein Motivationskiller sein könnte.
Aber man will die Optik ja auch nicht zu sehr durchschütteln...
Die Optik hätte ich, so die Idee in einer gepolsterten Tasche umgehangen bzw als Rucksack transportiert. Die Montierung wäre nach der ursprünglichen Idee in einem Peli Case mit Rollen untergekommen zusammen mit dem restlichen Kram. Ein Newton sollte aber ja eigentlich relativ unempfindlich sein und zügig mittels Kollimator einzustellen sein. Das ist zumindest das, was ich nach meiner Recherche herausgefunden hatte. Wenn ich da falsch informiert bin, bitte ich das zu entschuldigen - bin halt absoluter Anfänger.

Warum soll es denn der Orion Optics UK VX8L 1/10 λ 200/1200 sein?
Wenn Du sowieso fotografieren willt, würde ich gleich zu einem (Sky-Watcher oder GSO) f/5 Newton raten.
Das war nach einer Abwägung nackter technischer Daten die sinnvollste Wahl fürs Budget. Hintergedanke waren ein Gewicht von <9kg (inkl. einem Guidescope), Apertur von >=8", Brennweite von >=1000mm, Preis <1600€. 8" daher, dass ich auch durchsehen können möchte und es dafür zumindest ganz gut geeignet sein soll und die Brennweite auf Grund der Planetenbeobachtung.
Statt der EQ-6 Pro SynScan lieber gleich die EQ6-R oder die AZ EQ6. Letztere ist dann visuell von Vorteil.
Gut, das sind aber dann im Falle der EQ6-R gleich 10kg oben drauf (und teurer). Die AZ EQ6 ist ebenfalls schwerer und teurer.
Wozu den TS Optics 0,5x Focal Reducer? TS schreibt ja selbst, dass der für Newtons ungeeignet ist. Vor allem nicht für APS-C.
Ach Mist, das hatte ich übersehen. Ich hatte ursprünglich den DayStar 0,5x / 0,33x Reducer im Auge, aber mit 349€ wäre der ziemlich teuer gewesen und das Budget wäre um fast 300€ überschritten gewesen.
 
Hallo Dennis,

Ich meinte eine EQ-6 Pro, nicht die EQ6-R.
so weit ich weiß besteht der Unterschied hauptsächlich darin, dass die R-Variante Riemenantrieb hat.
Auch sind an der R am Polblock einige Verbesserungen vorgenommen worden. Stabilere Schrauben etc..
Vom Gewicht her wird da nicht viel um sein.
Das Achsenkreuz, die Montierung an sich, wiegt ca. 18 Kg. Dazu käme das Stativ mit ca. 8Kg, Gegengewichte - je nach dem was Du für einen Tubus drauf packst - 2x5 Kg od. 3x5Kg etc..

denn der Videofeed geht ja direkt auf die Speicherkarte.
ich kenne mich jetzt nicht mit diesen von Dir erwähnten Kameras aus und er Fähigkeiten der Videoaufnahmen.
Aus meiner Kenntnis heraus, werden für Planeten so genannte Planeten- /Astrokameras genommen.
Dazu eben ein PC/Notebook mit entsprechender Capture-Software wie FireCapture, SharpCap, ZWO Asi Software... ... ... um die Kamera anzusteuern um z.B. Gain, Belichtungszeit, Histogramm... ... ... einzustellen.
In wie weit das mit den von Dir genannten Kameras möglich ist, keine Ahnung.
Bei den Planetenvideos kommst Du eh nicht um einen PC herum. Die Videos müssen noch gestackt werden, nachbearbeitet... ... ...

Okay, da hatte ich halt gelesen, dass das Komplikationen nach sich ziehen sollte.
ich besitze einen C8. Den auf 2" umzurüsten geht z.B. hier mit.
Von Komplikationen habe ich bis jetzt noch nichts gemerkt.
Es wird der originale 1,25" Adapter abgeschraubt und dafür der 2" angeschraubt, fertig.

Grundsätzlich würde ich mich vorab in die Planetenablichtung und die DeepSky-Fotografie gründlich einlesen.
Es sind zwei unterschiedliche Bereiche der Astrofotografie.

Auch würde ich, wie hier schon erwähnt, ein bis zwei Nummern kleiner starten. Wie Du schon selbst geschrieben hast, kann das große Equipment ein Motivationskiller in der Transportsituation sein.
Bedenke auch, es ist ja nicht nur das hin, Du willst ja auch zurück. Das dann im fortgeschrittenen Morgengrauen. Dann muss das Zeugs auch wieder in Wohnung oder den Aufbewahrungsort. Dort sollte man es auch wieder aus den Taschen, Koffern etc. raus holen, damit es abtrocknen kann.
Usw., usw., usw. ... ... ...

Vielleicht sogar erst im visuellen Beobachten starten. Grundlagen lernen.
Auch visuell und fotografisch mit einem Teleskop abzudecken ist schwierig.
Bei z.B. Newton gibt es fotografisch ausgelegte und rein visuell ausgelegte. Stichworte sind da Fangspiegel/Sekundärspiegel und Okularauszug (OAZ). Ist er fotografisch ausgelegt, hat der Newton einen großen Fangspiegel und somit habe ich reichlich Obstruktion für die visuelle Beobachtung. Nimmst Du einen für die visuelle Beobachtung, dann kann es Dir passieren das Dein Kamerasensor nicht voll "ausgeleuchtet" wird oder Du kannst nicht in den Fokus kommen, was dann, so weit ich weiß, mit der Bauform des OAZ zusammenhängt.

Nach wie vor halte ich es als Anfänger für sehr ambitioniert gleich von 0 auf 100 in die Astrofotografie einzusteigen.
Ja, es gibt hier im Forum Beispiele wo das geklappt hat und tolle Ergebnisse erzielt werden. Es gibt aber auch genügend Beispiele, wenn nicht sogar mehr, wo sich ein ziemliches Frustpotential aufgebaut hat und das ganze Geraffel entweder abgespeckt wurde oder gleich ganz verkauft wurde.
Ich bin da halt einer aus der Fraktion Schritt für Schritt Basiswissen aneignen, Equipment kennen lernen... ... ...

Dennoch, nicht abschrecken lassen.
 
Also die EQ6, egal ob -R oder Pro oder NEQ oder AZ-EQ oder sonst was, die wiegen auf wenige 100g alle das selbe, wirklich.
Nur das Achskreuz allein hat 18kg, dann noch Gegengewichte 2x5kg=10kg, das Stahlstativ nochmal 10kg, der 8" Newton 10-12 kg (Rohrschellen, Schiene und Sucher sind selten wirklich in der Gewichtsangabe drin, auch wenns da so steht, Erfahrung), Kamera, Filter, Okulare, Laptop, Komakorr etc, da kommste unter 60kg nicht weg, ich bin jetzt seit 10 Jahren mit der EQ6 unterwegs, mit unterschiedlichsten Teleskopen drauf, glaub mir das.
Ohne Auto? Keine Chance.
Selbst mit Auto hatte ich schon nach wenigen malen so wenig Bock auf das ganze Geschleppe, dass das Zeug jetzt bis auf max vllt 1-2 Teleskoptreffen im Jahr stationär stehen bleibt.
Am besten nochmal ne Stufe kleiner neu planen und ein Teil des Budgets stattdessen füre Filter (Filter wirst du im Berliner Bereich brauchen wenn du nicht gerade bis nach Herzberg fahren willst), Komakorrektor (bzw Flattener bei Refraktor), vllt auch Barlow/Reducer um die Brennweite anpassen zu können.
LG und CS, Olli
 
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Hi!

Was du nicht vergessen darfst ist, wie sperrig das Zeug ist. Ein C8 hat gute 25cm Durchmesser und gute 45cm Baulänge (und ist mit 2" problemlos nutzbar, dann macht es auch erst richtig Spaß). Eine Montierung der EQ6-Klasse hat meist keine Tragegriffe, und beim Transport solltest du immer daran denken, die Achsklemmungen aufzumachen, damit keine Stöße auf die Getriebe im Motor gehen. Ein ähnlich schwerer Sprudelkasten trägt sich leichter als eine Montierung.

Eine DSLR oder Systemkamera bringt dir am Planet herzlich wenig – Planeten sind winzige Murmeln, deshalb haben die ganzen Planetenkameras auch nur etwas mehr als VGA-Auflösung – 640x480 Pixel sind meist mehr als ausreichend. Bei 40MP hast du dann also knapp 40MP uninteressante Bildinformation.

Mit einer kleinen Planetenkamera hast du nur die Daten, die du brauchst, und du kannst am Laptop besser beurteilen, ob du den Fokus getroffen hast. Mit dem 5x-Zoom oder so auf dem Kameradisplay ist das nicht so trivial. Eine Bahtinovmaske kann alternativ beim Fokussieren helfen; ich verwende meist PC und Bahtinov-Maske, soweit die Kamera das Bild an an den PC übertragen kann (Nikon kann's, Panasonic leider nicht). Zweites Problem bei SLRs und Planeten: Die Chancen sind gut, dass Registax, Autostakkert oder was auch immer nicht mit dem Videoformat der Kamera zurecht kommt. Ausprobieren. Aber eine kleine Planetenkamera hat zusätzlich den Vorteil wesentlich höherer Bildraten, sodass die Luftunruhe weniger stört oder du einen Bildausschnitt (ROI - Region of Interest) festlegen kannst, damit die Datenmengen noch geringer und die Datenrate noch höher wird.

Die Fuji ist was für Deep-Sky, wo du den ganzen Sensor nutzt. Für Planeten bringts nichts.

30kg sind sehr optimistisch für die Montierungsklasse. Ich nehme an, du meinst die Skywatcher EQ-6 Pro Synscan (Link zu TS wegen den techischen Daten). Da gibt TS kein Gesamtgewicht an, das dürfte aber den 34,8kg der Skywatcher Montierung EQ6-R Pro SynScan GoTo (Link zu Astroshop wegen der technischen Daten) oder 33kg der AZ-EQ6 nahe kommen, wobei die EQ6-R wenigstens noch einen Tragegriff hat.
  • Montierungskopf: 16kg
  • Stativ: 7,5 kg
  • Gegengewichte: Wohl 2x5kg
Das sind schon 32,5kg, ggf. zusätzlich noch Handcontroller, Gegengewichtsstange (ich kenne die aktuellen EQ6-Modelle nicht - manchmal ist die separat) und natürlich der Akkupack. Egal ob EQ6 in verschiedenen Inkarnationen oder CGEM - die sind alle in der selben Gewichtsklasse, auch wenn der Shop evtl. nur den Montierungskopf angibt und den Rest weglässt.

Du planst ein 8kg Teleskop, plus Autoguider und Leitrohr plus Kamera, plus Adapter - macht locker 10kg Nutzlast, da rentiert schon fast ein drittes Gegengewicht.

Macht also 40kg. Dazu Akkupack (sinnvollerweise LiFePO4 – Bleiakkus sind meistens leer, wenn man sie braucht), bisschen Polstermaterial, die Taschen, wahrscheinlich mindestens ein Okular für das Einnorden der Montierung (außer, du machst das mit Kamera und Laptop). Sagen wir 45 kg.

Dann noch was zu essen und zu trinken, eine Taschenlampe, bisschen Kleinkram zum Justieren der Optik - da kommt einiges zusammen. Wie gesagt: Ich nutze zwar recht schwere Flightcases, aber für die Montierungsklasse eins drunter bin ich auch bei 50-60kg (20kg Montierung plus Gegengewicht), 20kg Teleskop mit zugegeben auch dem visuellen Zubehör, wohl unter 10 kg für das Stativ, dann Laptop für die Guidingkamera und die DSLR).

Schau dir sowas unbedingt live an, bevor du bestellst. Und wenn du ein Auto ausleihst: Keinen Mini.

Beste Grüße,
Alex
 
Also bei mir wiegt das Stativ 9,6kg, obwohl auch mit 7,5 Angegeben, und meine Teleskope wiegen nur komplett gestrippt das, was bei den Händlern so steht, das gilt bisher für alle. Alles schöngerechnet, oder Designwerte die von der Praxis nicht gehalten werden, man wird da beim Gewicht schon so ein bissl besch###en.
Ideal wär ein Kleingarten in der Nähe, wo das Zeug stationär stehen kann, oder eben deutlich kleiner.
Und bedenke, selbst 25kg Gesamtgewicht für ALLES wäre immernoch ein Sack Zement, den schleppt man auh nicht gern hunderte Meter oder Stockwerkweise umher für ein paar Bilder.
Sky Adventurer und ne gemoddete DSLR mit ordentlichem Objektiv kann übrigens auch schon ganz schön viel Deep Sky.
LG, Olli
 
Danke nochmals an alle Hinweise und Ratschläge.

Ich muss wohl einsehen, dass es keine so sinnvolle Entscheidung ist so ohne halbwegs festen Ort oder zumindest ein eigenes Auto - was ich in der Form eigentlich für mich für nicht sinnvoll erachte und für die Astronomie ein Auto zu kaufen ist vielleicht auch ein wenig ... exzessiv.

Nach einigem Hin und Her wird es wohl auf eine paralaktische Fotomontierung hinauslaufen und ein langes Objektiv + Telekonverter für meine Kamera. Fuji hat da das 100-400/4,5-5,6 im Angebot und einen kompatiblen 2x TC. Als Montierung dann evtl entweder die SkyWatcher Adventurer Mini oder Adventurer 2i. Ich habe ein ziemlich stabiles und trotz Carbon und Magnesium überraschend schweres Manfrotto Stativ. Das sollte als Basis eigentlich ausreichen.

Da muss der Wunsch nach einem eigenen ordentlichen Teleskop wohl fürs erste zu den Akten gelegt werden.
 
Ich denke, dass das eine gute Entscheidung ist. Ohne Auto wird es sonst wirklich leider zum Krampf.

Bei dem Foto-Stativ wäre es wichtig, dass dieses keine herauskurbelbare Mittelstange hat. Diese sind in der Regel immer wackelig oder zumindest wackeliger als ein Stativ ohne solche Mittelstange. Hier ist es leider wie mit der Mobilität: Besondere Anforderungen!

Den Adventurer Mini würde ich ausschließen. Er trägt einfach zu wenig, Du bist sofort im Limit und das ist gerade als Anfänger echt schwer.

Ein Blick auf die AZ-GTI von Skywatcher oder aber Warten auf den Star Adventurer GTI lohnt sich meiner Meinung nach sehr. Beide Modelle bieten die GoTo, was wirklich eine absolut feine Sache ist. Gerade im hellen Stadt-Himmel ist es so viel einfacher Objekte zu finden, da man via Star Hopping bei hellem Himmel sicherlich als Anfänger und auch als fortgeschrittener Anfänger Schwierigkeiten haben wird. Beide genannten Tragen bis zu 5kg, also fotografisch 2/3 davon.

Ich selber bin Anfänger, wenn auch bereits seit mehr als einem Jahr dabei und habe meine Schwierigkeiten. Kann natürlich auch nur mein Problem sein, aber dennoch würde ich empfehlen zumindest dazu zu lesen.

Lieben Gruß,
Moritz
 
Den Adventurer Mini würde ich ausschließen.

Ein Blick auf die AZ-GTI von Skywatcher oder aber Warten auf den Star Adventurer GTI lohnt sich meiner Meinung nach sehr. Beide Modelle bieten die GoTo, ....... Beide genannten Tragen bis zu 5kg, also fotografisch 2/3 davon.

Lieben Gruß,
Moritz
Hi,
die Star Adventurer Mini würde ich ebenfalls ausschließen, wegen geringer Traglast.
Aber warum wird bei den anderen beiden "fotografisch 2/3" Traglast empfohlen?
Es sind doch extra fotografische Montierungen.
Bei Teleskopen, die mit Fotoequipment zusätzlich auf der Montierung belastet werden, kann ich es verstehen.
Ich selbst nutze den Star Adventurer (5kg Traglast). Warum sollte ich ihn nicht nutzen mit bis zu 5kg?
 
Also wenn az gti, dann die variante mit eq, sonst bekommt man probleme mit der Bildfeldrotation.
LG
 
Nun, ganz im Allgemeinen gilt die Faustregel, dass Montierungen für den fotografischen Einsatz nur zu 2/3 der angegebenen Traglast belastet werden sollten.
Dieses habe ich einfach auf die Tracker übertragen. Sicherlich kann man auch höher gehen, näher an die Nennlast heran, vorausgesetzt man hat penibel ausbalanciert, den kleinstmöglichen Hebel, alle Gewichte so nah wie nur möglich am Drehpunkt (das gilt auch für das Gegengewicht. D.h. es ist erwägenswert bspw. für den Star Adventurer ur+2i das originale 1kg Gewicht gegen ein Schwereres zu tauschen, damit man es näher an den Drehpunkt bewegen kann) und ein solides Stativ.
Ich nutze bspw. dieses hier. Es passt plug and play auf die originale Gegengewichtsstange vom Star Adventurer und ich kann es bis knapp unter das Ende der L-Schiene hochschieben. Meine gesamte Ausrüstung auf dem Adventurer wiegt 3,6kg (Teleskop, Kamera, Flattener, Guiderohr, Guidecam, Asi Air Pro, Kabel, Rotpunktsucher).

In der Tat ist für die AZ-GTI eine zusätzliche Polhöhenwiege und dann der Betrieb im EQ Modus Pflicht. Bei den ersten Modellen brauchte man noch ein Firmwareupdate, um den EQ-Modus freizuschalten. Ob das immer noch erforderlich ist weiß ich nicht, da ich keine habe.
Bei der AZ-GTI muss man auch eine Gegengewichtsstange samt Gegengewicht zusätzlich kaufen. Ein Polsucherfernrohr ist ebenfalls nicht dabei, auch hier ist eine "Bastellösung" nötig. Dafür hat man aber sofort verfügbares GoTo.

All inklusive und out of the Box ist in dieser Gewichtsklasse nur die SmartEQ + Pro und der im Sommer (Herbst?) erscheinende StarAdventurer GTI.

Cs,
Moritz
 
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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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