Keine LZOS mehr...

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Maiko
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Najaaa, ich denke mal, man sollte etwas aufpassen, nicht in die bekannte "Das gut gemeinte ist der Feind des Guten" Falle zu tappen.
LZOS gehört zum staatlichen Rüstungskonzern Rostec. Die liefern Optiken für Panzer, Spionagesatelliten und co und halt auch Optiken für den Amateurbereich.

Rostec baut unter anderem schwere Kampfpanzer wie den T72 oder T90, Munition, Sturmgewehre, Granaten und Raketensysteme. Natürlich haben die auch einen zivilen Sektor. Aber sie machen halt auch das. Das ist nicht umsonst eine Sanktion drauf.

Ich habe auch ein paar russische Optiken, die ich nicht missen wollte. Die Refraktoren sind unbestritten tolle Geräte. Aber aus der Quelle muss einem schon klar sein, dass das so das Maximum an Involvierung in die ganze Sache darstellt, die man als Amateurastronom in der Lage ist zustande zu bringen.
 
Fall jemand jedoch seinen LZOS aus Gewissensgründen nicht mehr haben will, ich würde mich sehr, sehr schweren Herzens natürlich, breitschlagen lassen und ihn abnehmen.
Leute ohne Ehre wird es natürlich immer geben. Da ändert auch Sarkasmus nichts daran.

An den allermeisten LZOS-Optiken klebt ja kein Blut, weil sie aus einer Zeit stammen, in der Putin noch relativ brav war...
Rede dir das ruhig selber schön..
Putin war nie brav
 
LZOS.png

Wahrscheinlich ist LZOS das einzige russische Unternehmen, welches trotz gewisser Gesetze dort sich mit Farben des Regenbogen am/im Logo schmücken darf : - ) Aber Scherz beiseite.
Abgesehen davon: So lange sich Produzenten und Händler an geltendes Recht halten ist doch alles in Ordnung und nachvollziehbar. Ob jetzt Kunden aus Gründen der Weltanschauung hier oder lieber dort einkaufen, soll doch die Entscheidung des (informierten) einzelnen bleiben.
 
Also ich stelle mich auch zur Verfügung wenn jemand seinen LZOS nimmer haben will..meine Bestellung eines 152er läuft gerade.. aber wenn einer den seinen loswerden möchte, wäre ich nicht abgeneigt
 
Meinen LZOS hab ich in die Ecke gestellt, zum Schämen ob seines auf ewig unauslöschlichen Makels seiner Geburtsstätte.
Meine Okus aus Japan sind zum Entgiften vergraben, weil sie aus dem Land mit Atomkraft kommen.
Meinen chinesischen Newtonspiegel hab ich mit Missachtung durch Linksliegenlassen bestraft, weil er aus dem bösen Land mit kommunistischer Gesellschaftsstruktur gekommen ist.
Mein Fernglas ist natürlich ein Nogo, weil noch in der DDR gemacht.
Und da wir alle bei all unseren Gerätschaften immer schon und ab jetzt insbesondere unser Hauptaugenmerk auf Nachhaltigkeit, politische Korrektheit, Umweltverträglichkeit und fair-trade achten, dürfen wir uns auch .. öööhm... ich sammel ab jetzt Steine...
 
naja, mit China nimmt man es ja auch ned so genau beim Geschäftemachen.. auch nicht gerade ein Musterbeispiel was Menschenrechte uvm. anbelangt..vielleicht sollte man auch dort nix mehr kaufen aber das würde schwierig werden.. finde mal einen Artikel an dem nicht "made in China " dranpappt... die Chinesen gehen halt bissel anders vor, ein eher lautloser Prozess, siehe neue Seidenstrasse...
 
Seit Adam & Eva. Jemand fummelt mit ner Schlange herum und verputzt einen verbotenen Apfel, der andere nascht mit und beide fliegen aus dem Paradies. Schuld war die Schlange, aber das ist egal, weil die hat ja nur den Apfel angeboten. Oder so.

:cool: :coffee:

Nun, wenn ein Händler LZOS Objektive aus Russland importierte, dann offensichtlich, um dem interessierten APO-Freund hier gut korrigierte Optiken aufs Feld zu stellen. Markus wird nicht eingekauft haben, um unbedingt in Russland Kunde zu werden, sondern um Produkte damit zu bauen und anzubieten.

Fällt etwas unter das EU/Nato/&Friends-Embargo, dann ist es halt so, und abseits dessen können wir (und müssen es) uns entscheiden, ob wir jetzt absolut kategorisch in Horizontbreite in die Eisen steigen und dem gesamten Land samt der Bevölkerung ins Genick steigen, weil ein König im Kreml seine einheimischen Soldaten vor fremde Kanonen wirft, oder ob wir das als zwei oder mehr verschiedene Prozesse sehen möchten.

Ich weiß es nicht. Es kommt wohl auf die Beobachtungsrichtung an. Wie im Astro-Leben.

Die bei LZOS können natürlich nichts dafür, auch Markus hat keinen Krieg begonnen. Und man könnte sagen, ein paar Linsen werden wohl Putins Krieg nicht nennenswert am Laufen halten. Oder man rennt an der Grenze entlang und macht alles dicht, bis auf die Gasleitungen.

Win - win spielt es da also nicht wirklich.

Und eigentlich habe ich keine feste Meinung mehr dazu. Außer, dass "die da oben" mit der :poop: beginnen und ebendiese auch beenden müssen, ob LZOS nun Linsen für uns macht oder nicht, weder wir noch die sind m.E. Feinde. Warum sollten wir es sein, bloß weil "die da oben" ein Problem haben.

@MLudes wird wissen, was er noch geliefert bekommen kann und wird und was nicht. Wer keine LZOS mehr sehen kann: auch kein Problem, der kauft keines. Und wer Skywatcher mag, sollte sich den Tag im Kalender anzeichnen, an dem Taiwan einst einverleibt wird... von ASI bis Skywatcher wird dann alles "bääääh". :unsure:

Nun ja.
Die Welt dreht sich.
Auch um so viele Dinge.

lg
Niki
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
und soweit das zu lesen war: die Dinger sind bereits VOR DEM KRIEG bezahlt worden - Er kann ja mal versuchen, sein Geld zurück zu bekommen, so in Rubel...._affeaugen:
 
Wir sollten antizyklisch denken, wir kaufen LZOS komplett leer, wir nehmen ALLES, bis auf den letzten Achromat. Dann können die keine Linsen mehr für russische Spionagesatelliten liefern, und Putin müsste doch eine Notstandverordnung erlassen, alle Vodkaflaschen konfiszieren, weil das Glas für Militäroptiken gebraucht wird. Da werden dann die Russen nicht mehr mitmachen, dann bricht die Oktoberrevolution 2.0 aus, und der Krieg wäre vorbei. :LOL:
Tja , schöner Traum, wird wohl nix, Putin hat sicher an jeder bedeutenden Stelle seine KGBjewitsche installiert, die die Rüstungsproduktion sichern.:confused:

Ich weiss irgendwie nicht, mir gehts auch nicht um LZOS alleine, die Dinger kann ich mir eh nicht leisten. Ich denke nur, wir sollten bei aller Tragik der Situation uns selbst mehr Coolness gönnen. Wenn die allgemeine Grundhaltung klar ist, kann man auch an den Rändern Abweichungen und Grauzonen zulassen. Wenn wir selbst jetzt voll die 100 +X % Schiene fahren wollen, sehe ich die Gefahr, dass wir dann in eine ähnliche Paranoia geraten wie die auf der anderen Seite des gerade wieder hochgezogenen eisernen Vorhangs, und damit ist uns am Ende nicht gedient.
 
Markus wird nicht eingekauft haben, um unbedingt in Russland Kunde zu werden, sondern um Produkte damit zu bauen und anzubieten.
Das nehme ich auch an. Und es war wahrscheinlich vor dem Krieg. Markus hat es auch in Beitrag #55 erklärt. Damals bezahlte Ware will noch geliefert werden.
Das ist für mich in Ordnung, soweit zukünftig keine neuen Geschäfte mehr getätigt werden.
LG, Daniel
 
LZOS produziert für die russische Rüstung wie ich oben lese? Das ist ja schrecklich! Denkt daran, dass das Geld, das ihr bezahlt direkt in die russische Rüstungsindustrie fließt. Dieses Geld kostet das Blut der Ukrainer, deren Land offensichtlich nicht existieren darf. Putin bedroht auch uns ganz offen seit der Münchner Konferenz 2007.

Ich möchte daher einen Boykott dieser Produkte anregen.
Bei dieser Gelegenheit sollte man auch europäische Genussmittelhersteller, wie Ritter Sport, Nestle, BASF, Leroy Merlin, etc. mit einbeziehen, da sie auch immer noch Handel mit Russland betreiben.

Es tut mir sehr leid, dies schreiben zu müssen, da ich durchaus kein Gegner der russischen Kultur und des Volkes bin. Dieser Krieg ist so unglaublich dumm, aber er ist kein Albtraum sondern ein Faktum und so muss ich das berücksichtigen.
Ich wünschte mir, dass der Krieg bald zu Ende ist, die Ukraine wieder befreit werden kann, Putin abtritt und wir wieder mit der Ukraine und Russland guten Gewissens Handel betreiben können.
 
(Gerade eben knackscharfer eiskalter Terminator bei 390x, im unmoralischen LZOS 130 f/6 ;). Ich bin froh, eine solche Spitzenoptik zu haben und bin dennoch absolut solidarisch mit der Ukraine und v. a. den Menschen dort...)
 
..das Mietshaus in dem ich wohne, wird mit bösen Putingas geheizt, muss ich jetzt umziehen? Könnte ja dort wohnen bleiben und die Heizung abstellen, das ginge auch. Der ehemalige Bundespräsident sagt ja, wir sollen alle ein bisschen frieren..Dusche dann halt nur noch kalt..oder auf der Arbeit nach Feierabend..oje, nee, die heizen vielleicht auch mit Gas..
 
Mond&Sterne _v3.jpg


Zwei Bemerkungen zum Bild:
(1) Diese Bildmontage ist auschließlich unter Verwendung Koreanischer und Japanischer Produkte entstanden (naja, hofft man)
(2) Leider haben wir nicht das Glück diesen Krieg aus der Perspektive betrachten zu können.

Allen ein klaren Himmel und einen ebensolchen Blick auf das Geschehen
Frank
 
Den Anhang 257189 betrachten

Zwei Bemerkungen zum Bild:
(1) Diese Bildmontage ist auschließlich unter Verwendung Koreanischer und Japanischer Produkte entstanden (naja, hofft man)
(2) Leider haben wir nicht das Glück diesen Krieg aus der Perspektive betrachten zu können.

Allen ein klaren Himmel und einen ebensolchen Blick auf das Geschehen
Frank

Kannst ja Bezos fragen, ob er dort noch ne Wohnug für Dich hat? Spaß beiseite:
Leider müssen wir es auf unserer wunderschönen kleinen blauen Kugel noch 'ne Weile aushalten. Putin+Kriegsgenossen würde ich sonst sofort auf den Mond schicken, wir können ja ein Seed-Finanzierung dafür einrichten... Ich würde sofort Anteile kaufen!
 
Bei dieser Gelegenheit sollte man auch europäische Genussmittelhersteller, wie Ritter Sport, Nestle, BASF, Leroy Merlin, etc. mit einbeziehen,
Für eine Boykott von z.B. Nestle bräuchte es den Ukraine Krieg als Grund nicht, die haben auch anderweitig genug üble Geschäfte laufen. Das ist auch hinlänglich bekannt, trotzdem gibt es keine wirkliche Reaktion in der breiten Masse. Die Liste ist ja unendlich, und man muss ga rnicht bis nach Russland schauen, Fleisch aus Massentierhaltung u. andere Agrarskandale, Amazon, Krankenhäuser als Renditeobjekte für reiche Investoren etc., etc. etc.
So sehr ich auch Gedanken hinter den ganze Boykottaufrufen verstehe, so ernüchternd ist leider auch die Realität, dass freiwillige Selbstkontrolle und Bewusstseinsbildung -bislang zumindest- nicht wirklich funktioniert. Eine Lösung für das Dilemma habe ich leider auch nicht...
 
Für eine Boykott von z.B. Nestle bräuchte es den Ukraine Krieg als Grund nicht, die haben auch anderweitig genug üble Geschäfte laufen. Das ist auch hinlänglich bekannt, trotzdem gibt es keine wirkliche Reaktion in der breiten Masse. Die Liste ist ja unendlich, und man muss ga rnicht bis nach Russland schauen, Fleisch aus Massentierhaltung u. andere Agrarskandale, Amazon, Krankenhäuser als Renditeobjekte für reiche Investoren etc., etc. etc.
So sehr ich auch Gedanken hinter den ganze Boykottaufrufen verstehe, so ernüchternd ist leider auch die Realität, dass freiwillige Selbstkontrolle und Bewusstseinsbildung -bislang zumindest- nicht wirklich funktioniert. Eine Lösung für das Dilemma habe ich leider auch nicht...
Das stimmt nicht immer. Firmen fürchten auch wenig erfolgreiche Boykottaufrufe wie der Teufel das Weihwasser. Der Ruf leidet und kann die Aktienkurse auf lange Zeit unten halten, so geschehen mit Bayer, als sie Monsanto gekauft haben. Der Bayer-Kurs hat sich nie wieder richtig davon erholt. Die Masse, zu der wir ja auch gehören, ist träge, aber langfristig kann sie auch ihre Meinung ändern und dann gibts kein Zurück mehr. Gerade zur Zeit beobachtet man eine rapide freiwillige Abnahme des Gasverbrauchs. Ist es der Preis, ist es das Wissen, dass das Gas aus Russland kommt, ist es die im Frühjahr steigende Außentemperatur? Ich weiß es nicht. Einen Effekt kann Boykott durchaus haben.
 
Ich bin froh, eine solche Spitzenoptik zu haben und bin dennoch absolut solidarisch mit der Ukraine und v. a. den Menschen dort
Dann hast du etwas nicht verstanden. Was du schreibst ist ein Widerspruch.
Wenn du froh bist ein LZOS Produkt zu haben, dann kannst du nicht gleichzeitig solidarisch mit der Ukraine und dem Volk sein.
Ich habe es in Beitrag #69 erklärt und Fuetti in Beitrag #77

Boykott russischer Produkte = Solidarität mit dem Ukrainischen Volk
Froh zu sein über russische Produkte = Solidarität mit Putin

CS, Daniel
 
Nicht ganz, LZOS gehört zum staatlichen Rüstungskonzern Rostec. Er IST Teil der Rüstungsindustrie. Welche deutsche Linsenhersteller würdest Du empfehlen? Vielleicht taugen die Linsen ja auch fürs Astrohobby?
Zur Nachlese: Militär-Optik: EADS-Tochter kauft Sparte von Zeiss

Jedes Kriegszeug braucht bald seine Optik. Ob Drohne, Statellit, Aufklärer, Zielfernrohr, Messystem, Laseroptiken, Kameras für diverse Frequenzbereiche... auch Periskope in U-Booten haben umfangreiche Optiken, Marschflugkörper, Nachtsichtgeräte, Helmkameras, so ziemlich alles braucht als einen Hersteller, der etwas kann.

Ich gehe - ungeprüft - davon aus, dass JEDER hervorragende Optikhersteller auch das Militär als Kunde hat, und zwar weltweit. Ob das die Franzosen. Österreicher, Deutsche, Russen oder Japaner, Amis, Chinesen oder Inder sind. Vom Zielfernrohr für die Jagd ist es nicht weit zur Zieloptik für das Standardgewehr der Militärs. Wir selbst verwenden diese kleinen Laserpunk-Sucher, die ebenfalls aus der Waffentechnik stammen.

Also wird nicht nur LZOS für Präzisionsoptiken arbeiten, sondern auch jede andere kompetente Industrie auf diesem Planeten, die Linsen und Spiegel schleifen kann, und zwar en masse. :coffee:

lg
Niki
 
Bei der Bayer-Montsanto Story spielte aber auch die erfolgreiche Glyphosat-Schadensersatzklage eine Rolle, die Bayer sich mit der Übernahme selbst ins Nest(le) geholt hat, das hat die Aktionäre sicher mehr vergrault als ein kurzfristiger Shitstorm.
Natürlich muss auf jedenfall des Bewusstsein für jedwede Hintergründe übler Geschäfte immer wieder erneut wachgehalten bwz. erzeugt werden, inkl. allem, was dazugehört (freie Presse z.B.), ich denke nur, man sollte nicht immer die moralische Keule gleich mit voller Wucht schwingen, vieles ist bei genauerem Hinsehen doch nicht ganz so einfach. Z.B. geht ja das Geld, was hier jemand für einen LZOS Apo auf den Tisch legt, nicht zu 100% in Putins Tasche, schliesslich werden die LZOS Arbeiter ja auch davon bezahlt. Auch bei Klamotten aus Bangladesh z.B. ist die Sache nicht so leicht, wenn wir die gar nicht mehr kaufen, haben die Leute dort überhaupt kein Einkommen mehr, das hilft ihnen auch nicht.
 
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