Ohrensessel Astronomie

Kniehaus

Mitglied
Liebe Freunde der Astronomie,

ich bin relativ neu in diesem Forum; daher hier etwas zu meiner "Astronomie Geschichte". Ich habe in den späten 70er Jahren mit einem Tasco Refraktor
begonnen (ich glaube 60 oder 70 mm Öffnung). Den Orion-Nebel gezeichnet und die Jupiter-Monde verfolgt. In den späten 80ger Jahren das Teleskop verkauft und ein gutes Mikroskop erstanden. Das ist mein Beruf geworden; in den letzten Jahren habe ich professionell recht viel Geld in die Mikroskopie investiert...

Als Student hatte ich ein C8 von Meade; aber leider wenig genutzt, da in der Stadt und ohne Auto schwer zu nutzen. Danach ein ETX125, das ich sehr sehr schön fand, nutzte, aber dann aufgrund der geringen Öffnung über dieses Forum vor einem Jahr verkauft habe. Auch in diesem Forum erstanden, ein 12" Dopson mit GoTo. Angeregt durch die extrem tolle Arbeit von "Komposer" war das mein Wunschinstrument. Aber, aber ... Es ist wie einen IKEA Kleiderschank in den Garten tragen. Es passt (nicht wirklich) in meinen VW Variant. Ich nutze es (fast) nicht....

Was mich interessiert ist unser Planetensystem und ggf. planetare Nebel. Ich möchte (für mich) auch Fotos machen; habe aber keine deep sky Ambitionen. Ein wichtiges Thema wäre EAA, denn meine Frau kommt aus Indien und wir möchten nicht bei minus Graden Stunden im Garten hocken.

Nun zur (vermutlich schon 10x gestellten) Frage: Ist ein Celestron CPC 800 HD Edge geeignet? Hat man Spass damit? Gerade der letzte Punkt ist mir wichtig! Ich habe eine "50 Stundenwoche", die ich durchaus geniesse, aber ich schaffe es nicht extrem anspruchsvolle Projekte am Wochenende zu lösen.

Ich möchte mich heir aber auch bei diesem Forum "bedanken", denn es hat mir she viel Inspiration gegeben! Es macht einfach Spass zu sehen, wie viele Menschen hier mit großem Wissen beitragen.

Ich würde mich sehr über Kommentare freuen ....

Beste Grüße,

Karsten
 
Hallo Karsten,
ich sehe gerade, dass Deinen Post schon ca 100 Leute gelesen haben. Sehr ungewöhnlich, dass da noch niemand geantwortet hat.
Ich kann es aber irgendwie verstehen, da man eigentlich gar nicht weiss, wo man anfangen soll.
Der Text steckt so voller Widersprüche....

Im 2. Absatz sagst Du, dass Du schonmal ein C8 gehabt hast (vermutlich nicht von Meade sondern von Celestron, aber egal). Das war Dir zu schwer (ok, ohne Auto).
Dann hast Du ein ETX125 gehabt, das Du auf Grund der geringen Öffnung verkauft hast.
Dann der Sprung von S auf XL mit einem 12" Dobson. Das ist zu groß und unhandlich. Hat Dich das ernsthaft überrascht, dass ein 12" Dobson so unhandlich ist ?
Aber ok, das alles kann ich irgendwie nachvollziehen, sowas passiert im Eifer des Gefechtes und der Euphorie für das Hobby.

Aber, was ich nicht verstehe, ist dass Du jetzt für Planetenbeobachtung an ein CPC800HD Edge nachdenkst. Ich kenne das persönlich nicht, habe aber mal bei TS nachgeschaut und sehe, dass das Teil ca 3,5k€ kostet, ein Tubusgewicht von 20kg haben soll und das Stativ nochmal 12kg. _affeaugen:
Nach meinem Kenntnisstand ist ein Edge HD ähnlich wie ein C8 (Öffnung, Brennweite), allerdings mit einer sehr sehr guten Optik.
Aber wenn man nur Planetensystem machen will, tut es ein normales C8 ja genauso, bzw Deinen Erfahrungen mit dem C8 zufolge vielleicht sogar nur ein C6 ?
Das wäre mit 1500mm Brennweite schon ein guter Anfang für Planeten.
Dazu eine Astrocamera, sowas wie eine ASI178 und Du könntest Planeten (und auch planetarische Nebel) ablichten und damit viel Erfahrungen sammeln.
Alles super transportabel, schnell aufgebaut und handlich. Trotzdem wirst Du gerade um zu fotografieren ganz ohne Zeitaufwand nicht weit kommen.
Du brauchst neben der Astrocam vielleicht noch ne 2x Barlow-Linse und einen ADC, Aufnahmesoftware, Stacking-Software und Bild-Nachbearbeitungs-Software, die schonauch Einarbeitung erfordern.

Dann möchtest Du gern EAA machen, weil Du "nicht bei minus Graden Stunden im Garten hocken" möchtest.
Also das heisst, Du möchtest gern im Warmen sitzen und alles von dort aus fernsteuern ?
Das ist schonmal ein cooles Projekt, was aber der Forderung "nicht extrem anspruchsvolle Projekte am Wochenende zu lösen" ziemlich entgegensteht.
Sowas macht man nicht mal soeben in ein paar Tagen. Da wird man sicher viele Wochenenden benötigen um da was wirklich gut Funktionierendes hinzubekommen.
Das beginnt mit der Frage, welche Hardware dazu geeignet ist. Wie will man das Teleskop im Garten aus dem Wohnzimmer verbinden ? Welche SW tut das ?
Ich habe vor etwa einem Jahr angefangen sowas zum Laufen zu bringen. Die Anzahl der Stunden kann ich nicht beziffern, aber es sind sicher viele 100 Stunden.
Normalerweise haben die meisten Montierungen ja einen Handcontroller, der einen für EAA ja nicht richtig weiterbringt.
Man braucht also die Möglichkeit einer Direktsteuerung der Montierung. Wenn man da nicht zu tief selbst einsteigen möchte, bietet sich da vielleicht sowas wie eine ASIAIR Plus an.

Frage: Ist ein Celestron CPC 800 HD Edge geeignet? Hat man Spass damit?
Also zur Handlichkeit hatte ich ja schon was gesagt. Das ist ja aber individuell sehr unterschiedlich.
Sicher ist das Teleskop auch geeignet um Planeten zu beobachten und aufzunehmen ! Keine Frage !
Ob man damit Spass hat ??? Diese Frage kann ich so nicht beantworten. Das kann nur jeder selbst herausfinden. Das hängt ja von so vielen Faktoren ab.
Man sollte sich meiner Meinung nach immer die Frage stellen : Wie groß und beschwerlich ist der Aufwand, das Teil aufzubauen und hinterher wieder abzubauen.

Ich befürchte, meine Kommentare werden Dir vermutlich nicht sehr weiterhelfen, da ich mehr neue Fragen aufgeworfen habe als Antworten zu geben.
Aber bevor Du Dich für irgendetwas entscheidest, solltest Du sehr gründlich überlegen, was Du genau möchtest und dann sehr gründlich recherchieren, welche Hardware dafür geeignet ist. (vielleicht kann Dir ja jemand geeignete Literatur dazu empfehlen....)
Du solltest aber eines nicht aus dem Blick verlieren :
1. Astronomie ist ein zeitaufwändiges Hobby
2. Astrofotografie ist ein noch deutlich zeitaufwändiges Hobby.
3. EAA ist nicht so eben mal in ein paar Tagen zum Laufen zu bringen.


Das alles ist natürlich nur meine ganz persönliche Meinung dazu.
Ich bin mal gespannt, ob es weitere Wortmeldungen gibt.

CS
Jürgen
 
Moin,

Hallo Karsten,

Du hast verschiedene sich widersprechende Ansprüche an das was Du tun möchtest. Das Edge HD ist ein deutlich verbessertes C8, wie Jürgen schrieb eine genauso sperrige und schwere Kiste, zumal heute mit Goto-Montierung auch nicht leichter. Da wirst Du dieselben Probleme haben wie früher.

Für Planetare Nebel brauchst Du schon eine Waffe, wenn Du Dich nicht auf die größten und hellsten beschränken willst. Sonst wird das mit beobachten nix und mit EAA auch nicht viel einfacher.

"Klein und tragbar" wäre ein kompakter APO um die 80mm. Und eine gute Montierung, die sich entsprechend fernsteuern läßt.

Für richtig Deep Sky und "Fitzelchen jagen" um das Thema PN aufzugreifen, ein vernünftiger Fotonewton oder was Entsprechendes.

Ich denke out of the box wird sich die Ideallösung für Dich wohl nicht finden lassen.

CS
Jörg
 
Hallo Karsten,

und willkommen im Forum.

Jürgen hat schon sehr gut beschrieben was auf Dich zu kommt, insbesondere mit EAA.
Mit EAA zu Beobachten ist sicherlich eine gute Idee.
Aber mal eben, zu mal Du einen Remotezugriff verwirklichen willst an einem Wochenende alles einrichten und es funktioniert so für alle Zeit, ist, so wie Jürgen es schon sagt, nicht zu bewerkstelligen.
Wie Jürgen auch, werkle ich auch schon über ein 3/4 Jahr daran, das alles reibungslos läuft.
Man kann das ganze leider nicht bis ins letzte Detail im trockenen Zimmer testen. Da ist dann schon mal der ein oder andere kalte Abend oder die Nacht draußen angesagt.
Wenn wirklich alles remote steuerbar sein soll, kommt noch einiges mehr auf Dich zu.
Allein schon das Fokussieren verlangt dann einen Motorfokuser.
Du brauchst eine gut funktionierende WLAN-Verbindung oder buddelst Kabel ein.
Du brauchst eine irgendwie gearteten Computer am Teleskop. ASIAir ist schon erwähnt worden. Oder Stellarmate oder oder oder.
Dann halt eine Kiste im Zimmer.

Such doch bitte mal hier nach dem User Ewald / @MünchenBeiNacht der hat ein feines sehr komfortables System aufgebaut.
Da geht alles von der warmen Stube aus, als Grundlage, dem Teleskop, besteht es aber "nur" aus einem 130/650 Newton Alt/AZ GoTo moniert.
Dazu ein Alignment-System passend zur Montierung, Motorfokuser, eine hochwertige Astrokamera, Mini-PC unter W10 am Teleskop, usw. usw. usw.

Ob da jetzt zwingend ein Celestron CPC 800 HD Edge notwendig ist, wage ich zu bezweifeln.
Allein wegen der Anschaffungskosten und der dann noch auflaufenden Kosten für das bequeme aus dem Zimmer heraus.

Ich selbst nutze einen 150/750 PDS Newton auf Alt/AZ GoTo.
Notebook mit W10 draußen und da drauf ist das ganze Softwaregeraffel installiert.
Die Software erhebt auch schon einen gewissen Anspruch und ist nicht mal eben so zu erlernen.
Im Zimmer läuft ein Linux Notebook mit dem ich remote auf das W10-Notebook zugreife. WLAN musste ich mit einem Repeater verbessern.

aber ich schaffe es nicht extrem anspruchsvolle Projekte am Wochenende zu lösen.
EAA ist anspruchsvoll wenn man es selbst aufbasteln will.

Alternativ, wenn Du schon vor hast 3,5k € auszugeben, schau Dir mal Unistellar/EVSCOPE oder Vaonis/Stellina an.
Da ist es wirklich nur aufstellen und einschalten.
Macht aber von der Größe und Optik nicht so viel her wie ein Edge auf großer Alt/AZ Montierung ;).
 
Alternativ, wenn Du schon vor hast 3,5k € auszugeben, schau Dir mal Unistellar/EVSCOPE oder Vaonis/Stellina an.
Da ist es wirklich nur aufstellen und einschalten.
Macht aber von der Größe und Optik nicht so viel her wie ein Edge auf großer Alt/AZ Montierung ;).
Kam mir auch in den Sinn, aaaaber:

- Planeten
- planetarische Nebel
- aber kein Deep Sky

ist gewünscht. Irgendwie paßt das alles nicht...

Grüße
Hartmut
 
Hallo Hartmut,

stimmt!!
Planeten sollen da nicht so dolle funktionieren.
Habe mich da wohl nur an den €'s orientiert :D .
 
Man muss nicht EAA machen um vom Wohnzimmer aus Astronomie betreiben zu können... Das geht auch mit der "klassischen" Astrofotografie. So ähnlich betreibe ich das aktuell mit einem Raspberry Pi 4 am Teleskop und einem Laptop im Wohnzimmer. Ich empfinde das als "Zwischending" zwischen EAA und klassischer Astrofotografie. Bei "reiner EAA" finde ich die Ergebnisse für meine Begriffe "zu schlecht" und schwächere Objekte sind per EAA auch schwieriger.

Wie mache ich es nun:

1. Meist in der frühen Dämmerung baue ich den ganzen Kram im Garten auf. Bei mir eine EQ6R-Pro mit einem 8" f/5 Skywatcher Newton. Das dauert ca. 10-15 Minuten inkl. Verkabelung.

2. Der Raspberry Pi mit Astroberry steuert die Montierung, den (selbstgebauten) Fokuser und die beiden Kameras (Guiding und Aufnahme). Vom Laptop aus verbinde ich mich mit Astroberry - der Astroberry Desktop wird auf dem Laptop dargestellt. Es gibt quasi vier Komponenten in der Software: KStars = Planetariumssoftware, EKO = Steuerung von Aufnahmesessions, INDI = Treiber für die Geräte, Deskop = gespiegelte Benutzeroberfläche "irgendwo im Netzwerk". Es gibt bei Astroberry auch eine Software speziell für Aufnahmen von Planeten und Mond (OACapture) mit der man quasi Videosequenzen mit kurzer Belichtungszeit aufnehmen kann - damit habe ich bisher aber noch keine Erfahrungen (auch weil die Planeten aktuell eher ungünstig tief stehen).

3. Ich starte KStars/EKOS und darin den INDI Server. Nun steuert der Raspberry die gesamte Hardware.

4. Sobald es dunkel genug ist führe ich mit der entsprechenden Funktion die Fokussierung der Hauptkamera und das Polar-Alignment durch. Das dauert alles zusammen meist ca. eine halbe Stunde. Ab jetzt geht es im Wohnzimmer weiter.... Von dort aus starte ich auf dem Raspi dann zusätzlich PHD2 und verbinde EKOS und PHD2.

5. Meist habe ich bereits im Vorfeld das Beobachtungsziel (oder die Ziele) festgelegt. Häufig mit der Seite telescopius.com oder mit Hilfe von Stellarium auf dem Windows-PC. Ich fahre nun ein Ziel an und zentriere es per Plate-Solving (ebenfalls eine Funktion in EKOS) und starte das Autoguiding (was meist eine - automatische - Kalibrierung erfordert die einige Minuten dauert).

4. Und schon kann die Aufnahmesession beginnen. EKOS nimmt nun Bilder vom Zielobjekt auf und ich kann den Desktop "eigentlich" schließen. Oder ich schaue mir die Einzelbilder schon mal vorab an. Ohne Stacking sieht man bei vielen Objekten schon erstaunlich viel.

5. Sobald einige Bilder aufgenommen worden sind lade ich diese Bilder per WinSCP auf den Laptop herunter und stacke sie mit Siril. Damit bekomme einen ersten Eindruck davon wie die Nacht "läuft" (Seeing, Transparenz, Lichtverschmutzung, Nachführung etc.). Die hier erzielten Ergebnisse sind meist schon recht ansehnlich.

6. Je nach Länge der Nacht und Beobachtungsziel muss ich irgendwann auf ein anderes Ziel wechseln. Aktuell mache ich das meist noch manuell. Es ginge aber auch quasi automatisch mit den Funktionen von EKOS - da kann man Beobachtungsziele festlegen und die Aufnahmesessions werden dann automatisch - gesteuert von z.B. Höhe über dem Horizont, Priorität etc.) gesteuert.

7. Zum Ende der Beobachtungsnacht mache ich zusätzlich noch Flats (mit dem entsprechenden Assistenten von EKOS). Anschließend fahre ich Astroberry herunter und baue das Zeug ab.

8. In der Regel am nächsten Tag lade ich dann alle noch ausstehenden Bilder (und die Flats) vom Astroberry herunter und bearbeite sie "richtig". Meist auch mit Siril, Gimp und ggf. Photoshop für die letzten Feinheiten.

Bis das Alles einigermaßen so läuft wie ich mir das vorgestellt habe hat es sicherlich 10 (relativ kurze) Beobachtungsnächte mit jeweils 3-5 Stunden gedauert. Für mich persönlich ist das die beste Kombination. Quasi eine Art "EAA" um bereits in der Beobachtungsnacht erste Ergebnisse zu sehen - und anschließend halt der "normale" Workflow der Bildbearbeitung. Und das halt bequem vom Sofa aus.

Alternativ kann man natürlich auch z.B. die AsiAir nutzen. Oder einen Mini-PC als Steuerung für das Teleskop (auch hier mit Remote Desktop). Oder die "professionellere Variante" von Astroberry: Stellarmate (da gibt es auch ein "richtiges" Live-Stacking a la EAA).

Vielleicht wäre eine ähnliche Herangehensweise auch für Dich geeignet? Auch mich interessieren PNs sehr und ich "ziele" mit Vorliebe auf solche Objekte.

Deine Interessenkombination ist aber "schwierig".... Für Planeten und planetarische Nebel braucht man - theoretisch - eine möglichst hohe Brennweite und/oder kleine Kamerapixel. Für planetarische Nebel braucht man aber auch eine hohe Lichtempfindlichkeit um die ggf. schwachen Ausläufer gut abbilden zu können. Also eher ein schnelles Teleskop und kein f/7, f/8, f/10. Außerdem sind viele planetarische Nebel halt relativ klein und da kommt man schnell an die Grenze des Seeings. Sehr viele dieser Nebel liegen im Bereich von ca. 0,5-2 Bodenminuten Durchmesser. Bei hierzulande üblichem Seeing kann man ca. 0,5-2 Bodensekunden Auflösung erreichen. Meist eher schlechter als 1" (und da müssen Optik, Seeing, Montierung auch mitspielen). Diese Nebel werden also immer relativ schlecht aufgelöst abgebildet - die Details die man vom Hubble-Teleskop kennt liegen meist weit jenseits der Möglichkeiten.... Ausnahmen gibt es natürlich: Ringnebel, Hantelnebel, Katzenaugennebel und auch einige sehr lichtschwache, dafür größere PNs (Abell 21, Abell 74, Outters 4 u.v.m.) aber da kommt man mit EAA sicherlich schnell an Grenzen.

Es gäbe aber noch eine Alternative für Dich: Man kann "Teleskopzeit" ja auch mieten. Da sparst Du Dir den ganzen Hardwarekram und kannst Dich ganz auf die Astrofotografie konzentrieren. Und auch verschiedene Teleskope ausprobieren und schauen ob das Ganze überhaupt für Dich funktioniert. Ich bin da nicht ganz auf dem aktuellen Stand und weiß nicht wie gut oder schlecht man während der Aufnahmesession bei einem Remote-Teleskop bereits Bildergebnisse sehen kann, aber für relativ wenig Geld könntest Du damit sicherlich erstmal wieder "ernsthaft" in dieses Hobby hereinschauen. Und Du könntest - je nach Budget - auch richtig "unbezahlbare" Teleskope nutzen.

Ciao, Udo
 
Moin,

aber letztlich ist es genau das was Karsten sucht, eine "Out of the box"-Lösung. Wenn er sagt, dass er am WE keine komplexen Systeme aufsetzen kann dann sagt er damit, dass er das was er gerne hätte nicht herstellen kann. Das sind, egal wie man es nimmt, komplexe Systeme.

Nicht nur ein sauberes Setup von Hard- und Software, Netzwerk, dann der astronomische Teil, das flutscht nicht mal so eben.

Es ist ja mitunter schon nickelig eine normale 08/15-Goto-Montierung mit Kamera, Leitrohr und nötiger Softwaremindestausrüstung ans Laufen zu kriegen die schon dutzendmal lief und wegen irgendeiner minimalen Kleinigkeit auf einmal nicht mehr will, sei es ein ausgeleierter Stecker, ein geknicktes Kabel oder die einsetzende Periode beim PC.

Die Remote-Lösung, die Uwe ansprach, ist natürlich auch eine Art Lösung, aber eben nichts eigenes sondern reine Computerarbeit. Wobei - das bleibt auch dabei, die EBV nach der Aufnahme gerade bei schwachen Objekten braucht auch eine Menge Erfahrung bis dabei vorzeigbare Ergebnisse entstehen.

CS
Jörg
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,
also zum Thema Teleskop möchte ich Jörg beipflichten.
Wenn ein C8 zu groß ist (sehe ich auch so), wenn ein ETX125 zu klein ist (sagen wir mal mit f/15 viel zu langsam), käme mir zum Einstieg auch ein handlicher APO in den Sinn. Für Planeten würde ich aber ein 80mm als zu klein betrachten. Ich würde da eher sowas um 100mm bei f/7 nehmen und ne gute 2x Barlow dazu.
z.B. dieses 102mm/714mm (habe ich selbst) ist wirklich ein leichtes und gutes Teil . Der Auszug lässt sich gut mit diversen Motor-Focus bestücken.
dazu diese 2,5x Barlow , da ist man dann bei 1785mm Brennweite und f/17,5
Da sollten Planeten schon wirklich gut gehen , auch fotografisch.
Und ich denke mit f/7 und ner kleinen Astrocam (z.B. ASI178MC) sollten auch etliche PN gut machbar sein.
Sollte dann dochmal der Wunsch nach Deepsky aufkommen, mit nem 0,8x Reducer (f/5,6) geht selbst da 'ne Menge.
und last not least, ( bin ja Sonne in H-alpha-Fan ) dazu ein Daystar-Quark für die Sonne, bei der Öffnung ist das D-ERF-Filter nämlich noch erschwinglich.

Also Montierung würde ich was Parallaktisches nehmen, damit man sich nicht mit Bildrotation rumärgern muss.
Ich kenne da nur die Skywatcher, habe selbst die HEQ5. Für den 102mm würde zwar auch die EQ5 reichen, aber ich würde dann für 200 Euro mehr die HEQ5 nehmen, die hat noch Luft nach oben und nicht diesen Kabelsalat für die beiden Motoren.
Auf alle Fälle kann man diese Montierung prima mit einem EQDIR-Kabel direkt vom PC aus steuern, was eine gute Grundlage für EEA wäre.

CS
Jürgen
 
Man muss nicht EAA machen um vom Wohnzimmer aus Astronomie betreiben zu können...
Naja, das was Du machst ist für mich auch EAA ! Ich denke EAA heisst "elektronic assisted astronomy". Das ist ja bei Dir auch der Fall.
Ein EAA-Komplettsystem (eVscope oder Stellina) sind da ja schon nicht mehr nur "unterstützend", da läuft ja alles automatisch, also wenigstens TEAA (total elektronic assisted astronomy) :ROFLMAO: . ( Ein eBike unterstützt mich beim Fahren, ein ICE eher nicht, der fährt mich einfach...)
Wobei ich den Bildern des Evscopes noch nichtmal sehr viel abgewinnen kann (s. bei Walosczek, exemplarisch M101) . Was mich daran stören würde ist die Tatsache, dass man hier nichts mehr verbessern kann. Das Ergebnis ist so, wie das System es hergibt, ende.
Udo's Setup hört sich gut an, "riecht" aber schon mehr nach DeepSky als nach "Schwerpunkt = Planeten".
Ob nun mit Astroberry oder nem Windows-mini-PC ist für mich grundsätzlich ähnlich.
Planeten und Sonne mache ich mit fire-Capture + Motor-Focuser. Zum Fotografieren wird mit AS!3 gestackt und mit PS CS2 nachbearbeitet.
DS ( incl Nebel ) mache ich halt über einen Windows mini-PC von Minix, der direkt am Teleskop sitzt und mit N.I.N.A. incl der darin enthaltenen Autofocus- und Platesolving-Funktion. Die Aufnahmen kommen dort auf eine externe SSD, die zur Nachbearbeitung (meist am nächsten Tag) an meinen Desktop-PC gesteckt wird.

Viele Grüße
Jürgen
 
Ohrensessel, Remote und EAA....
Also wenn man per Mausklick ein Bild vom Jupiter auf seinen Monitor angezeigt bekommen möchte, ohne das Zimmer zu verlassen, wozu dann überhaupt Geld ausgeben?
Mehrere Tausend Euro hinlegen und wochenlang Stress für das selbe Erlebnis als hätt ich schlicht ein Bild gegoogelt, ich weiß nicht.
 
Ich bin halt eher ein Frostköttel und bin nachts froh, wenn dann irgendwann alles läuft und ich ins Warme kann, während draussen die 100x90sek
aufgenommen werden.

Es ist ja nicht so, dass man sich im Wohnzimmer auf die Couch setzt, und einen Mouseklick tut und das Bild vom Jupiter ist "im Kasten".
Also ich baue idR ca 1 Std vor Dunkelheit auf, so dass ich in etwa fertig bin, wenn Polaris sichtbar wird.
Je nach Anwendung muss das ganze Geraffel am Teleskop zusammengestellt und zusammengeschraubt werden (Verlängerungen, Reducer, Filter, Rotator, Kamera, ...)
Dann alles verbinden. (alle Kabel, aber auch Verbindung zum Laptop, egal ob über das aktive USB3.0-Kabel oder über WLAN)
Dann wird eingenordet. Gut, das geht dank iPolar recht fix.
Dann Bildstrecken checken. Folgende Fragen tauchen auf:
- sieht PHD2 die Guidung-Camera ?
- Erscheint das Bild der Hauptcamera ?
- Warum sieht PHD2 die ASI120 nicht ?
Kabel nochmal checken und das vergessene Kabel ergänzen... oder auch gern mal die Frontkappe vom Guiding-Scope abnehmen....))

- Über SW einen Stern anfahren und schonmal den Focus suchen (
- Warum ist der Focus nicht Stellung 14500, wo er eigentlich immer ist ?
nochmal die Verlängerungen checken, ggf den fehlenden 15mm-M48-Ring ergänzen

- Warten, bis es dunkel genug ist, damit PlateSolving genügend Sterne sieht.
- Ist es hinreichend dunkel, irgendein geeignetes DS-Objekt auswählen, anfahren und mit PlateSolving zentrieren.
Nanu ... Plate-Solving failed ? Warum ?
Achso, erstmal nochmal den Autofocus laufen lassen. (wir hatten ja den 15mm-Ring noch eingefügt _affeaugen: .)
- Ziel anfahren wiederholen .... Die ausgewählte Galaxie ist schon während des Zentrierens mit 5sek-Bildern zu erkennen.
- Das Herz schlägt höher. Alles hat funktioniert. Jetzt schon !!
- Guiding nicht vergessen !
- Belichtungszeit auf 90sek setzen und los !

- Das erste Bild ist trotz noch einigermaßen hellem Himmel schon vielversprechend. Jetzt noch ne halbe Stunde warten bis es richtig dunkel ist.
- Achja, eigentlich könnte man ja jetzt schonmal die Darks und die Flats aufnehmen, dann braucht man das hinterher nicht noch.
Passt zeitlich ja gut. (Wo habe ich letztes mal die Flatfield-Box bloss hingepackt ? )

Also: Von wegen : ein Mausklick und fertig.:D
Oder geht das nur mir so ???

Viele entspannte Nächte mit klarem Himmen
Jürgen
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Karsten!

Ich würde mich sehr über Kommentare freuen ....
und da Mathias bereits auf mich verwiesen hat ...
Such doch bitte mal hier nach dem User Ewald / @MünchenBeiNacht der hat ein feines sehr komfortables System aufgebaut.
... wollte ich auch ein paar Gedanken einstreuen.

Was mich interessiert ist unser Planetensystem und ggf. planetare Nebel. Ich möchte (für mich) auch Fotos machen; habe aber keine deep sky Ambitionen. Ein wichtiges Thema wäre EAA, denn meine Frau kommt aus Indien und wir möchten nicht bei minus Graden Stunden im Garten hocken.

EAA ist stacking von vielen kurz-belichteten Aufnahmen. Das geht live und in Farbe! Und eigentlich bist Du am Ende der Beobachtung fertig. Man kann dann das finale Bild des fertigen Stacks abspeichern, her zeigen für Dokumentation/Tagebuch verwenden und, und, und. Also das was man als letztes sieht, hebt man sich quasi als Souvenir für diese Beobachtung auf.

So mache ich es. Auch wenn ich fast drei Stunden das kleine Feuerrad, NGC 3184 beobachte und für den Stack 2342 Einzelaufnahmen mit je 4 Sekunden Belichtungszeit verwendet wurden, ich habe am Ende der Beobachtung nur eine einzige gut 5 MB große JPG-Datei. Diese hier.

NGC3184_ALL_V4_Stack_2342frames_9368s_WithDisplayStretch.jpg



Andere Kollegen gehen völlig anders vor, schlagen die Hände über den Kopf angesichts meines Arbeitsablaufs zusammen. Man kann auch die 2.342 einzelnen Aufnahmen, jede ca. 50 MB aufheben, archivieren und wenn man dazu die Muße hat später noch optimiert und verbessert den Stack neu rechnen und sicherlich zu einem besseren Ergebnis wie oben kommen. Dass man dann dabei 2342 Einzelaufnahmen mit je ca. 50 MB, also gut 120 GB Daten bewegt, archivieren und aufheben muss, ist zwar heute kein Problem aber trotzdem eine Herausforderung. Auch der Zeitaufwand für die nachträgliche Optimierung geht von vielen Stunden bis hin zu Tagen.

Sicherlich würde man den letzteren Weg als typische Astrofotografie beschreiben und nicht mehrt als EAA. Ich will damit nur aufzeigen wo in etwa die reine Live-Beobachtung mit am Ende einer JPG Datei von 5 MB und dem Super Astrofoto basierend auf 120 GB Datenmenge liegen kann. Und natürlich gibt es zwischen beiden Varianten auch Abstufungen

Du hast oben auch Planeten erwähnt und für Planeten geht man eigentlich ganz anders vor. Da wird normalerweise ein Video erstellt, welches in jeden Fall nach bearbeitet werden muss. Ist daher eigentlich im Grunde anders wie EAA.

Nur damit kein falscher Eindruck entsteht. Man kann mit EAA auch planetarische Nebel anschauen und aufnehmen. Hier mal NGC7662 - der blaue Schneeball.

NGC 7662-all-Stack_85frames_170s_WithDisplayStretch.jpg


Also der blaue Schneeball ist der kleine blaue Fleck in der Mitte. ;) Hier eine Vergrößerung aus der obigen Datei davon:

NGC 7662-cutout-resized-Stack_85frames_170s_WithDisplayStretch.jpg



Die beiden Beispiel sollen Dir in etwa das Problem der Brennweite verdeutlichen. Den blauen Schneeball habe ich letztes Jahr mit Hilfe einer 1,5x Barlow und meinem 650er Newton gemacht. Das entspricht dann 975 mm Brennweite bei f/7,5.

Das kleine Feuerrad ist dieses Jahr mit meinem 1000er Newton und f/5 entstanden.

Würde Deine Frau und Du sich tatsächlich nur auf die kleinen planetarischen Nebel stürzen wollen, dann kann die Brennweite nicht lang genug sein! Also lieber 2.000mm als 1.000 mm! ABER! Du brauchst auch möglichst viel Öffnung, also lieber f/5 als f/10. Das ist jetzt das Dilemma was nehmen? Ein 8" SC mit ca. 2.000mm Brennweite gut geeignet, aber f/10 das würde bedeuten relativ lange Belichtungszeiten, eventuell schon zu lange um noch mit AltAZ Montierunmg nachzuführen. Kein Problem, dann nimmt man halt eine EQ-Montierung und macht die große, astronomische Büchse der Pandora auf.

Wieder ganz anders bei Planeten. Auch dafür kann die Brenweite nicht lang genug sein. Und das tolle, da Planeten wahnsinnig hell sind, macht ein Teleskop mit f/10 überhaupt kein Problem! Du merkst sicher, irgendwie perfekt passt es nie für alles!

So ein Beratungs-Thread kann lange werden ... :beobachten:

Ich habe Freude und Spaß laufend mein Setup zu optimieren und zu verändern. Das ist sicherlich für mich 50% des Antriebs für Astronomie.

Deines auch?

JA! Dann arbeite Dich Schritt für Schritt ein, finde heraus was Du willst, frage hier, Dir wird geholfen und Du wirst Freude daran haben.

NEIN! Dann kaufe Dir ein fix und fertiges Setup
Alternativ, wenn Du schon vor hast 3,5k € auszugeben, schau Dir mal Unistellar/EVSCOPE oder Vaonis/Stellina an.
Da ist es wirklich nur aufstellen und einschalten.

Die 3,5k € wirst Du in jeden Fall mindestens los. Kein Problem.

Viel Spaß noch beim Überlegen. MünchenBeiNacht - Ewalöd
 
Tach auch zusammen,

vieles richtige und witzige ist hier gesagt worden :D.

Karsten, der Threadersteller, hat schon einiges an Teleskopen über die Jahre durchprobiert und Gründe für und gegen gefunden.
Es scheint mir, so aus dem Gefühl heraus, das der Funke nicht wirklich über gesprungen ist.
Da scheint es mir auch etwas an den Grundlagen zu fehlen :unsure:?

Jetzt ist da noch zusätzlich EAA in den Fokus gekommen und da scheinen mir auch falsche Vorstellungen vorhanden zu sein.
Bequem, aus dem warmen Zimmer heraus ist ja nichts gegen einzuwenden, aber ohne Eigeninitiative und Einarbeitung, nicht nur an einem Wochenende, ist da leider nichts zu reißen. Die Bequemlichkeit und den Luxus bekomme ich im "selbstaufbastel Modus" nicht ohne viel Zeit und Einarbeitung in viele Themenbereiche, Teleskop- und Montierungskunde, Kamera, Computer, Software... ... ... hin.

Mich würde eine Nachricht von Karsten interessieren, was er sich von EAA erwartet, wie er sich so ein System vorstellt.
 
Auch in diesem Forum erstanden, ein 12" Dopson mit GoTo. Angeregt durch die extrem tolle Arbeit von "Komposer" war das mein Wunschinstrument. Aber, aber ... Es ist wie einen IKEA Kleiderschank in den Garten tragen. Es passt (nicht wirklich) in meinen VW Variant. Ich nutze es (fast) nicht....

Nicht umsonst wird empfohlen, sich die Geräte, die man sich eventuell kaufen möchte, erstmal in der Praxis anzuschauen.

Gruß
Ronald
 
Nicht umsonst wird empfohlen, sich die Geräte, die man sich eventuell kaufen möchte, erstmal in der Praxis anzuschauen.
Das sagt sich so leicht. Ist aber gar nicht so einfach, wenn man irgendwo im Norden wohnt, wo die Astroshops spärlich gestreut sind (um es mal vorsichtig auszudrücken).
Ich hatte vor ca 15 Jahren mal mit einem Meade LX90 10" angefangen. Da ging es mir genauso. Das kann man ja auch nicht einfach so ins Auto legen.
Habe dann aus 12mm Sperrholz eine ausgepolsterte Kiste gebaut wo das samt Gabelmontierung reinpasste.
Diese Kiste konnte ich dann aber gar nicht allein ins Auto hieven (nur leer, aber nicht mit dem Teleskop drin).
Blieb also nur der stationäre Betrieb im Garten. Allein, den Tubus mit der Gabelmontierung aus dem Keller auf die Terrasse schleppen, wo das Stativ wartete war am Ende ohne Hilfe kaum zu leisten, das Hochhieven auf das Stativ allein kaum zu bewältigen, immer in der Angst, dass es einem runterfällt. Der Abbauvorgang bei minus 10 Grad nach Mitternacht war dann nicht weniger spannend.
Ende vom Lied war, dass ich das Ding nach wenigen Monaten und vielleicht 10x aufgebaut wieder verkauft habe. (Natürlich mit einem Riesenverlust)

Jürgen
 
Ich bin halt eher ein Frostköttel und bin nachts froh, wenn dann irgendwann alles läuft und ich ins Warme kann, während draussen die 100x90sek
aufgenommen werden.

Es ist ja nicht so, dass man sich im Wohnzimmer auf die Couch setzt, und einen Mouseklick tut und das Bild vom Jupiter ist "im Kasten".
Also ich baue idR ca 1 Std vor Dunkelheit auf, so dass ich in etwa fertig bin, wenn Polaris sichtbar wird.
Je nach Anwendung muss das ganze Geraffel am Teleskop zusammengestellt und zusammengeschraubt werden (Verlängerungen, Reducer, Filter, Rotator, Kamera, ...)
Dann alles verbinden. (alle Kabel, aber auch Verbindung zum Laptop, egal ob über das aktive USB3.0-Kabel oder über WLAN)
Dann wird eingenordet. Gut, das geht dank iPolar recht fix.
Dann Bildstrecken checken. Folgende Fragen tauchen auf:
- sieht PHD2 die Guidung-Camera ?
- Erscheint das Bild der Hauptcamera ?
- Warum sieht PHD2 die ASI120 nicht ?
Kabel nochmal checken und das vergessene Kabel ergänzen... oder auch gern mal die Frontkappe vom Guiding-Scope abnehmen....))

- Über SW einen Stern anfahren und schonmal den Focus suchen (
- Warum ist der Focus nicht Stellung 14500, wo er eigentlich immer ist ?
nochmal die Verlängerungen checken, ggf den fehlenden 15mm-M48-Ring ergänzen

- Warten, bis es dunkel genug ist, damit PlateSolving genügend Sterne sieht.
- Ist es hinreichend dunkel, irgendein geeignetes DS-Objekt auswählen, anfahren und mit PlateSolving zentrieren.
Nanu ... Plate-Solving failed ? Warum ?
Achso, erstmal nochmal den Autofocus laufen lassen. (wir hatten ja den 15mm-Ring noch eingefügt _affeaugen: .)
- Ziel anfahren wiederholen .... Die ausgewählte Galaxie ist schon während des Zentrierens mit 5sek-Bildern zu erkennen.
- Das Herz schlägt höher. Alles hat funktioniert. Jetzt schon !!
- Guiding nicht vergessen !
- Belichtungszeit auf 90sek setzen und los !

- Das erste Bild ist trotz noch einigermaßen hellem Himmel schon vielversprechend. Jetzt noch ne halbe Stunde warten bis es richtig dunkel ist.
- Achja, eigentlich könnte man ja jetzt schonmal die Darks und die Flats aufnehmen, dann braucht man das hinterher nicht noch.
Passt zeitlich ja gut. (Wo habe ich letztes mal die Flatfield-Box bloss hingepackt ? )

Also: Von wegen : ein Mausklick und fertig.:D
Oder geht das nur mir so ???

Viele entspannte Nächte mit klarem Himmen
Jürgen
Hallo Jürgen,

das ist real life - ich stelle die Frage eher andersherum - wem geht das nicht so, zumindestens wenn er kein fest aufgebautes Setup hat, das nicht angerührt wird? Danke für diese Darstellung!

Ich bin mit meinen bescheidenen Mitteln ja nur ein paar Nummern kleiner unterwegs, aber bis meine kleine Montierung (aktuell da ohne festen Platz eine EQ-3 mit einem bei EBay gekauften Goto-Satz und Riemenantrieb gegen den fiesen Original-Geräuschpegel), mehr kann ich mit meinem kaputten Rücken nicht schleppen, Laptop, Canon DLSR, Guider-Set (Bresser) auf der Montierung zusammengebaut, ins Gleichgewicht gebracht, verkabelt und in Betrieb genommen ist geht es mir nicht besser als Dir. Vergessene Kleinteile sind meine Spezialdisziplin.

Was mich am meisten ärgert sind undefinierte Softwareprobleme nach Windoofs(10) - Updates, alles wie immer, aber nix geht, nicht erkannte USB-Geräte, Software, die sich nicht verbindet, weil irgendein Treiber zickt und sowas. SIEMENS-Reset und alles geht, oder auch nicht, manchmal sucht man dann tagelang nach irgendeinem Punkt, an dem es hakt.

Irgendwelche Kabelprobleme wegen der m.E. für den Außeneinsatz völlig unbrauchbaren Stecker, bis dann mal alles läuft vergeht auch eine Stunde, der Grundablauf ist wie bei Dir, wobei das Aufbauen an immer wechselnden Orten nervt und der richtige gemütliche Arbeitsplatz geht dabei auch ab. Leider hat mein Weihnachtsmann noch kein Wohnmobil spendiert...

Im Moment frickle ich noch am Autofokus für beide Kameras (an der DSLR ein bisschen schwierig wegen wechselnder Optiken), Taubänder + Steuerung, und ein paar andere Spielereien, dafür steht alles im Wohnzimmer, hach wie kann man da an der Technik spielen, warm, der Kaffee daneben, alles funktioniert - wieso grauts einen vor der ersten Nacht wo dann noch mehr Gedöns draußen im Dunkeln arbeiten muss? Und woher kommt der Wunsch das ganze Geraffel irgendwo fest aufstellen zu können (was auch die Grundlage eines "vernünftigen" Setups wäre)? Git es deswegen die "Bastelprojekte" die einem "leider" manchmal die Zeit für die Praxis nehmen?

Das Ganze hat schon was von technischem Masochismus ... :beobachten: :unsure:

CS
Jörg
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Lieber Jürgen, Jörg, Hartmut, Mathias, Udo, und Ewald,

da habe ich ja etwas angerichtet ... Zunächst also vielen Dank für die wirklich ausführlichen Ratschläge!

Ich bin leider bei einer Tagung in Berlin und kann erst am Wochenende ausführlicher antworten. Hier aber
ganz kurz etwas zu meinen "Wiedersprüchen". Alles gesagte von euch ist ja richtig. Es gibt nie das perfekte System,
welche alles unter einen Hut bringt.

Das 12" Dobson Teleskop ist visuell wirklich schön. Ich habe eine ZWO asi178mc (beruflich aus einem Mikroskopieprojekt),
für einige wenige Aufnahmen vom Mond getestet, was auch sehr gut war. Die GoTo ist OK; sicher nichts für lichtschwache
Objekte und lange Belichtungen, auch wegen der Bildfeldrotation, sicher ungeeignet. Eigentlich wäre ich glücklich damit,
aber die rockerbox geht praktisch nicht in den Kofferraum. Im Garten geht leider wegen der eingeschränkten Sicht und
der Lichtverschmutzung nicht sehr viel. Es ist nicht nur das Gewicht, sondern die gesamte Unhandlichkeit des Systems,
denn es kommt ja noch recht viel Zubehör dazu.

Das C8 habe ich als Student ohne Auto nicht richtig nutzen können (habe damals in Köln der Stadt gewohnt). Das ist jetzt anders
und ich habe ein Auto und einen Garten. Aber sicher, ein kleiner Refraktor ist da transportabler. Nur interessiert mich ja der Mond,
die Planeten und kleine "Helle" Nebel. Wirklich deep sky ist für mich "zu weit weg" (auch was die nötige Technik angeht). Dann
braucht es eben doch Öffnung & Brennweite. Daher meine Frage nach der Erfahrung mit einem neuen C8. Bei cloudy nights gibt
es recht schöne Beispiele für EAA mit ähnlichen Ansätzen.

Die Hinweise auf die Komplexität von EAA nehmen ich durchaus ernst. Ich habe verschiedene Mikroskopiesysteme automatisiert,
in der Regel mit LabView. Manches Projekt hat (im professionellen Umfeld) ein Jahr gedauert. Daher kam die Frage nach einer CPC
Montierung auf. Diese sollte doch eigentlich eine gute Voraussetzung sein - oder? Einen Fokusmotor habe ich bereits an den Dobson
angebaut (mit USB controller von FLO), denn das ewige Zittern der Bilder war doch zu ärgerlich. Erfahrung mit EAA habe ich natürlich damit noch nicht!

Sorry - melde mich am Wochenende, denn hier geht es gleich weiter.

Jetzt aber schon einmal 1000 Dank, so viel guten rat bekommt man selten.

Viele Grüße,

Karsten
 
Wenn es nur wegen der "Schwierigkeit" ist: Deep Sky ist nicht so schwierig. Im Gegenteil. Ich persönlich finde es deutlich einfacher als Mond und Planeten. Sowohl Mond als auch Planeten haben die unangenehme Eigenart sich während einer längeren Beobachtungs-/Fotosession zu verändern. Planeten drehen sich. Beim Mond ändert sich die Licht-/Schattengrenze. Also muss man bei diesen Objekten relativ schnell sein. Je schneller, desto besser. Je mehr Bilder man in kurzer Zeit aufnehmen kann, desto besser. Klar: Mit mehreren Bildsequenzen kann man dann auch Animationen erstellen (Drehung von Jupiter/Mars etc.). Aber wirklich einfach ist das auch nicht.

Deep-Sky-Objekte laufen halt nicht weg. Und selbst unter einem Bortle 9 Stadthimmel geht da erstaunlich viel. Mehr noch wenn man Schmalbandfilter hinzu nimmt. In meinem Garten bin ich auch sehr begrenzt in Sachen Blickfeld. Alles unter 40° Alt ist unerreichbar. Und alles unter 60° ist schon arg lichtverschmutzt. Es bleiben trotzdem - übers Jahr verteilt - sehr, sehr viele potentielle Zielobjekte übrig. Weit mehr als ich in meinem Leben erwarten kann aufzunehmen. Insbesondere jede Menge planetarische Nebel und gefühlt "unendlich viele" Galaxien. Aber auch Dunkelnebel, Emissions- und Reflektionsnebel ziehen im Jahresverlauf an meinem "Bildfenster" vorrüber. Und schau' mal z.B. bei Astrobin rein was mit eher kleinen APOs (50-60 mm Öffnung) da schon möglich ist. Klar: Größere Öffnungen sind auch hier immer hilfreich - aber auch mit kleinen Öffnungen ist sehr viel machbar.

Bei mir führt das eingeschränkte Blickfeld eher dazu das Mond und Planeten eher selten überhaupt beobachtbar sind. Im Bereich Deep-Sky-Objekte gibt es halt ungleich mehr Auswahl.

Wie gesagt: Ich würde Dir dazu raten erstmal ein Remote-Teleskop auszuprobieren. Da kannst Du halt verschiedene Teleskop "durchprobieren" und schauen ob das ganze überhaupt langfristig für Dich interessant ist. Mit den dabei gewonnen Erfahrungen kannst Du dann viel gezielter beginnen eine eigene Ausrüstung zu kaufen.

Ciao, Udo
 
Das ist wahr ! Wenn heute nicht, dann morgen oder nächstes Jahr ....
Ich hatte nach meinen Erfahrungen zu Beginn ja mein LX90 verkauft und bin vor ca 4 Jahren wieder eingestiegen mit der Prämisse, dass hier am Stadtrand von Hannover DeepSky ohnehin nicht geht, wollte eigentlich nur Mond, Planeten und evtl. Sonne machen. Dazu hatte ich mir halt das 102mm Photoline gekauft. Ich weiss nicht mehr, was ich gerade beobachtet hatte, jedenfalls war ich auf der Terrasse und wollte eigentlich schon abbauen, da habe ich plötzlich die Idee gehabt, mal kurz die M51 aufs Korn zu nehmen, die zu der Zeit lt Stellarium ganz in der Nähe stand. Ich hatte jedenfalls damals eine EOS1100 am Teleskop. Der Zufall ergab, dass ich (damals noch ohne PlateSolving) die Galaxie auch schnell im Bild hatte. Dann habe ich einfach mal 1 min belichtet und war völlig geflasht von dem Bild, was auf dem Display der Camera sah. Schon das Einzelbild zeigte deutlich die Form der Galaxie. Das war das erste Mal überhaupt, dass ich eine Galaxie sehen konnte.

Seitdem weiss ich, dass Udo völlig recht hat. DeepSky geht auch bei lichtverschmutzem Himmel und eingeschränkter Sicht (auch ich habe von der Terrasse ringsrum auf alles unter 30° keine Sicht. Für Planeten muss ich in den Vorgarten an die Straße, wo ich von O bis SSW freie Sicht zum Horizont habe, aber auch jede Menge Licht durch Straßenlaternen. Für DS ist die abgedunkelte Terrasse da besser.

Im Bereich Deep-Sky-Objekte gibt es halt ungleich mehr Auswahl.
Auch das stimmt ! Allerdings finde ich die Objekte selbst nicht so "spannend", weil sie sich nicht verändern.
Deshalb freue ich mich insbesondere immer auf Jupiter und Mars ! Das sieht halt immer anders aus.
Und extrem spannend finde ich die Sonne in H-alpha ....

Obwohl die Idee, sich den Planeten zu widmen ja gerade in den nächsten Jahren Spass machen dürfte, nachdem Jupiter und Saturn nach mehreren Jahren des Dahindümpelns unter 30° jetzt endlich wieder ordentlich Höhen am Himmel erreichen.

Viele Grüße
Jürgen
 
Zuletzt bearbeitet:
N'abend zusammen,

denke auch das mit EAA und Lichtverschmutzung einiges an Deep Sky geht.
Mein Beobachtungsfenster ist schon a weng besser als die bis jetzt beschriebenen.
Wenn es Sinn machen würde, könnte ich 5° über Horizont beobachten, von SO nach SW.
Lichtbelästigung, direkt vor meiner Nase sind Laternen, rechts ein Mehrfamilien Wohnhaus, an dem immer mal wieder der Bewegungsmelder anspringt und die Hausflurbeleuchtung.

Stack_71frames_564s_WithDisplayStretch.png
Stack_79frames_632s_WithDisplayStretch.png


Stack_275frames_2200s_WithAnnotations.png
 
Noch was :D ,

Im Garten geht leider wegen der eingeschränkten Sicht und
der Lichtverschmutzung nicht sehr viel.
s. oberen Beitrag von mir.

Das C8 habe ich als Student ohne Auto nicht richtig nutzen können (habe damals in Köln der Stadt gewohnt). Das ist jetzt anders
und ich habe ein Auto und einen Garten.
da wäre dann zu beachten, wenn Du raus willst brauchts a Strom.
 
Hallo Jürgen,

ich beginne einmal Dir zuerst zu antworten, da Du ja auch der erste warst der mir geschrieben hat. Gut überlegen sollte ich mir, was ich gerne machen möchte. Da gebe ich Dir recht und natürlich kann kein Teleskop alle Objekte gleich gut erfassen. Mir, aber vielleicht auch einigen anderen Astronomieinteressierten, geht es sicher so, dass sie auch andere Verpflichtungen, Hobbies (bei mir viele) und oft nur 2-3 Stunden spontan (Zeit & klarer Himmel) haben. Ich gehe in 3 Jahren in Pension, da bessert sich die Grundsituation sicher ....

Also hier meine Prioritätenliste: Mond - Planeten - "kleine helle Objekte" - ... Natürlich mache ich die Augen nicht zu sollte ich über eine Galaxie stolpern ...

Wenn ein C8 zu groß ist (sehe ich auch so), wenn ein ETX125 zu klein ist (sagen wir mal mit f/15 viel zu langsam), käme mir zum Einstieg auch ein handlicher APO in den Sinn. Für Planeten würde ich aber ein 80mm als zu klein betrachten. Ich würde da eher sowas um 100mm bei f/7 nehmen und ne gute 2x Barlow dazu.
z.B. dieses 102mm/714mm (habe ich selbst) ist wirklich ein leichtes und gutes Teil . Der Auszug lässt sich gut mit diversen Motor-Focus bestücken.

Das ist ein Gedanke der mir auch schon gekommen ist. Ich habe in den 70er Jahren ja mit einem kleinen Refraktor begonnen und dieses Teleskop, auch ob seiner Einfachheit geliebt. Das vorgeschlagene Gerät macht schon einen sehr guten Eindruck. Durch ein ähnliches, aber etwas kleineres Gerät (82 mm) habe ich vor einigen Wochen bei einem Freund geschaut. Sehr hoher Kontrast und Sterne wie Nadelstiche in einem schwarzen Kartonpapier.

Aber - ich schaue seit einigen Monaten bei astrobin (z.B.: Saturn 08.04.2018) nach Bildern die mit den verschiedenen Teleskopen gemacht sind. Ich finde das eine sehr gute Möglichkeit, denn man gewinnt ein gewisses Gefühl für deren Leistung (sicher nicht "Stiftung Warentest oder ein perfekter Vergleich). Man kann das Teleskop und immer das gleiche Motiv (z.B. Plato APO 100 - C8 - ...) angeben und bekommt eine ganze Reihe von Bildern. Wenn es viele sind haben diese sicher eine gewisse Aussagekraft.

Da ist ein 100 mm Refraktor bei deep sky Objekten Überragend! Aber - bei Mond und Planeten eher nicht; besonders auch im direkten Vergleich zu einem C8. Wenn man aber mehr Brennweite und Öffnung sucht, ja, dann gibt es Wundergeräte, aber mit Kosten die ich nicht tragen möchte. Einen APO ED 120 für erschwingliches Geld zusammen mit der von Dir genannten Montierung habe ich auch gefunden. Aber dann bin ich bei einem Gewicht über der C8 Lösung und muss mich um ein sehr gutes polar alingment kümmern. Das ETX125 hatte ich auf eine Wiege gesetzt; aber schlechtes alignment = schlechtes GoTo (kann ja auch nicht anders sein).

Der Hinweis auf einen Refraktor ist aber sehr gut und ich werde weiter darüber nachdenken.

Beste Grüße,

Karsten
 
Hallo Jörg,

ja, auch Du hast natürlich recht, dass "Mehr auch mehr wiegt"! Aber das Gewicht ist mir zwar wichtig, aber nicht alles entscheidend. Die Rockerbox des Dobson bekomme ich halt kaum in mein Auto. Das ist dann schon schlecht. Es muss nicht auf das Fahrrad gehen (wie es ein Freund macht), aber es soll in mein Auto passen. Der 80ger wäre mir dann doch zu klein, das für Mond und Planten zu wenig Auflösung.

Klare Nächte,

Karsten
 
Mathias & Ewald,

DANKE! Das waren wirklich sehr gute Erfahrungsberichte und Hinweise! Ganz speziell auch die eingefügten Fotos, denn am Ende geht es ja beim Teleskop darum was man sieht.

Ich denke, ich konzentriere mich zunächst auf den Mond und die Planeten. Versuche ein (noch zu findendes System) remote zum Laufen zu bringen und sehe dann wohin die Reise geht. Ich habe das bereits mit dem Dobson begonnen, bin dann aber doch sehr eingeschärft ("Gartenhimmel", Nachführung, rel. aufwendiges alignament). Die Bilder, gerade auch von deep sky, finde ich beeindruckend. Ich hatte zunächst nur an die "hellen Objekte" gedacht, weil sie mich interessieren und viele Veränderungen zeigen (wie es ja auch hier sehr gut angemerkt wurde). An die schwereren Sind muss ich mich sicher heranarbeiten.

Da ihr ja laufende Lösungen habt, hier doch nochmals die Frage was gegen ein CPC C8 spricht? Ich brauche keine langen Belichtungszeiten, da Mond und Patenten hell sind. Ich könnte später ja immer noch einen focal reducer nutzen oder die Kamera sogar vor das C8 sehen (f/2 !). Aber das ist jetzt ja (noch) nicht interessant. Das Gewicht von 19,5 und 12 kg ist schwer, aber bei weitem nicht so sperrig wie das Dobson (habe ich auf der Messen in Essen getestet).
Was limitierend sein könnte ist der mechanische Abstand der Kamera zur Gabel des Teleskops. Aber kann man das (sicher optischer Weg kann limitieren) über einen Zenitspiegel lösen?

Besten Dank,

Karsten
 
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