Gerd_Duering
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Du übersiehst bei Deinen Ausführungen den entscheidenen Punkt: die Öffnungszahl läßt sich gegenüber den Cassegrain-Nasmyth-Konstruktionen wesentlich kleiner halten (z.B. 5 anstatt 15) und hängt von der Sekundäroptik ab. Mit z.B. einem f/6-Apo hast mit den obigen Optiken dann 20"/30"-f/6-Systeme mit halt bequemer Beobachtungsposition.
Das ist mir schon klar nur teile ich nicht deine Auffassung das die Veränderung der Brennweite mittels Zusatzoptik und damit bei gegebener Öffnung der Öffnungszahl ein entscheidender Punkt wäre.
Das ist ja prinzipiell bei praktisch allen Teleskopen möglich.
Üblicherweise dann mit Barlow oder Reducer.
Und selbstverständlich kann man auch ein beliebiges Cassegrain System mit F15 mittels Reducer auf F5 bringen wenn es unbedingt sein muss.
Ein Mersenne-System ist hier letztlich auch nichts völlig Anderes und es hat daher auch den gleichen Nachteil eines Cassegrain mit Reducer nämlich das begrenzte ausgeleuchtete Feld.
Wobei das ausgeleuchtete Feld beim Mersenne-System in der Regel sogar noch kleiner ist.
Ein Mersenne-System mag ganz nett aussehen wen man sich nur den Strahlengang für die Achse anschaut.
Aber wehe man schaut mal wie es mit kleinem Feldwinkel aussieht, dann erschrickt man wie groß die Spiegel 3 und 4 werden müssen und welche Öffnung der APO haben muss um nur ein kleines Feld erreichen zu können.
Außerdem ergibt sich eine Beobachtungsbesonderheit: die Sekundäroptik sieht an den vorgelagerten Optikelementen vorbei (Ablenkspiegel/Fangspiegel) in den Himmel. D.h. man sieht einen stark vergrößernden Zentralbereich umgeben von einem niedrig vergrößernden Feld (siehe die geposteten Artikel).
Ja eben und daran erkennst du das das schöne große Feld das du im F6 APO siehst nicht vom großen HS kommt sondern vom APO der im Feld über Spiegel 4 und 3 direkt in den Himmel schaut.
Vom HS kommt hingegen nur ein kleines Feld in der Mitte des großen Gesichtsfeldes das der F6 APO bietet.
Insofern ist es Augenwischerei bei einem Mersenne-System das durch die Zusatzoptik erzeugte schnelle Öffnungsverhältnis hervorzuheben und so zu tun als könnte man so mit dem großen HS dann auch entsprechend große Felder erreichen.
Grüße Gerd
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