Interessanter Weise sind Taks nicht viel teurer heute als damals, als ich sie gekauft habe. Der Anteil der Frachtkosten ist bei teureren Produkten natürlich auch geringer... bei 10micron ist es schon auch raufgegangen, aber auch nicht so viel wie bei Skywatcher & Co. Wenn man so die letzten Jahrgänge einer GM1000 durchblättert... 8.900,- 9.900,- 10.900,- / Da war Corona, da waren allgemeine Rohstoffpreise, Lieferengpässe, Komponentenverteuerung... aber made in Italy, und deshalb liegen die wohl immer noch halbwegs moderat in der Erhöhung.
Bei TeleVue ist es grausam, da bin ich froh, dass ich schon lange immer mal wieder eines gekauft habe, heute könnte ich mir die nicht mehr wirklich leisten.
Aber zum Thema: jeder beurteilt für sich, ab wann "Reichtum" unschön wird. Sieht man sich an, was die Welt produziert und worauf Wert gelegt wird, dann ist es sowieso recht haltlos, wenn man sagt, die Produktion ist auf Sinnhaftigkeit ausgelegt und auf Rationalität. Natürlich ist sie das nicht. Wir produzieren Angebote, das Marketing die Nachfrage, der Lebensstil das, was wir als "notwendig" zum Glück erachten. Und das kann alles sein.
Ob ich der Welt gut tue? Ob ich ihr gerecht werde?
Eher nein. Woran soll ich das auch wirklich festmachen.
Ich könnte alle ärmeren geben, auch bis ist selbst nichts mehr habe.
Und dann erwarten, dass andere mir das gleiche tun...
Oder auch nicht.
Unser Gesellschaftssystem und Wirtschaftsmodell ist nicht auf Kargheit und Minimalismus ausgerichtet, sondern auf Fülle, Verfügbarkeit und möglichst wenig haltbare Investitionsgüter. Kurzlebige Freuden und Müllhalden, grob vereinfacht. Ratenzahlung, Kredite, Schulden und oberflächlichen Glanz. Darauf, dass wir in erster Linie Konsumenten sind. Und das vielleicht sogar gerne...