Immer teurer und teurer...

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Ich habe eine leica M6 TTL 0.58 gekauft im 2008 für 1500€ NEU
Jetzt gebraucht:
3850€
Besser Geld anlage als France Telecom oder EDF aktie

Es is mal so Televue/Taka/Leica/Zeiss sind luxus ware. Das Ich nicht gehöre zum dem reichen club ist doch nicht schlimm...
Lustigerweise hatte ich 2014 dieselbe Idee und habe sie neuwertig für 1000.- € inkl. 50mm Leica-Objektiv gekauft. ? Alleine das Objektiv kostet jetzt gebraucht schon mehr.
Luxusware eigentlich nicht. Da diese Waren ihren Preis auch wert sind. Luxus ist meistens überteuert.
 
Wahrscheinlich ist das etwa 100 Nanometer dicke Zeug (E 175) heute billiger als das Fleisch...
Bei einem Kilopreis von 54.000 Euro kostet das Gramm 54 Euro, ein Folie Blattgold hat vielleicht 0,15g und kostet somit 8 Euro. Das Fleischgericht ohne Gold wird heute so um 15 Euro kosten, wenn nicht mehr... ;)

Deshalb hatten man die Panier für das Wiener Schnitzel erfunden, die ist auch goldgelb, kommt aber ohne Gold aus, denn an den Höfen der Könige wurde damals das Fleisch ja mit Blattgold umhüllt... das "Wiener" ist sozusagen das "Hofschnitzel" für die Armen.

lg
Niki
 
"Verschwendung", also z.B. das essbare Blattgold im 5* Restaurant.
Das sehe ich etwas anders.
Sich ein Stück Fleisch in Blattgold eingepackt zu bestellen, um es mitsamt Gold zu essen, damit man es später in einem stinkenden Haufen ohne jeglichen Nutzen ausscheiden kann… ist keine Verschwendung.

Das ist pure Dekadenz.

An Unnötigkeit und Sinnlosigkeit kaum zu überbieten. Ein Schlag ins Gesicht derjenigen, die Mühe damit haben, sich überhaupt zu ernähren. Das ist Menschenverachtend.
Leute, die sich im Überfluss und in Maßlosigkeit Gold in den Schlund stecken, haben für mich jeden Bodenkontakt verloren.
So etwas widert mich an.

CS

Dietmar
 
Ein Schlag ins Gesicht derjenigen, die Mühe damit haben, sich überhaupt zu ernähren. Das ist Menschenverachtend.
Leute, die sich im Überfluss und in Maßlosigkeit Gold in den Schlund stecken, haben für mich jeden Bodenkontakt verloren.
So etwas widert mich an.

CS

Dietmar
Aha,
und wenn die das nicht machen geht es den Hungernden besser?
Was für eine Konsequenz für Hungernde hätte es, wenn das Blattgold nicht verzehrt würde?
Vlt. spendet der Blattgoldverzehrende auch nennenswerte Beträge an Hilfsorganisationen? Wie kannst du um sein soziales Engagement wissen?
Vlt. spendet derjenige im Jahr mehr an gemeinnützige Organisationen als du im Jahr verdienst? Wer täte dann wohl mehr gegen den Hunger in der Welt?
Neiddebatte? Klassenkampfparolen?
Was mich anwidert ist das pauschale Gehetze gegen Menschen, die sich deutlich mehr leisten können als der Durchschnittsbürger.

VG
Günter
 
An Unnötigkeit und Sinnlosigkeit kaum zu überbieten. Ein Schlag ins Gesicht derjenigen, die Mühe damit haben, sich überhaupt zu ernähren. Das ist Menschenverachtend.
Ich pflichte Dir bei und bin dennoch gegenteiliger Meinung. :D

Leute, die sich im Überfluss und in Maßlosigkeit Gold in den Schlund stecken, haben für mich jeden Bodenkontakt verloren.
So etwas widert mich an.
Dietmar, let's have a beer.

Du hast recht, aber auch nicht. Denn diese Art von Dekadenz ist nur eine minimale Ausformung von Ungerechtigkeit. Was hältst Du denn von den 140m langen Yachten der Superreichen, was von mir als Takahashi-Besitzer, was von Immobilien-Investoren, die die Mieten erhöhen, was von Lamborghini-Fahrern und Scheichs, die 30 Mercedes in der Garage haben und 20 Ferraris?

Die Welt ist eine große, verkommene Bühne mit herrlicher Kulisse, in der sich alle Dramen und Märchen gleichzeitig abspielen, nebeneinander, ineinander, Schulter an Schulter gehen, stehen, fahren Arme und Reiche, Gesunde und Kranke, und letztlich ist es nur eine Sache des Narrativs, was "anständig" ist und was nicht. Das lässt sich global gar nicht mehr beantworten, weil in unserer Zeit alle nur auf Wirtschaft, Leistung, Wachstum und Erfolg (was immer das ist, wenn man die Erde dabei ruiniert) getrimmt ist.

Wir brauchen neue Wirtschafts- und Gesellschaftssysteme, neue Übereinkünfte über Sinnhaftigkeit und Werte.

Ob man Gold frisst, Ferrari fährt, Yachten besitzt oder Kriege führt... viel um es es für mich nicht, wenn es um Verteilungsgerechtigkeit und den Sinn der Macht geht. :coffee:

lg
Niki
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Wir brauchen neue Wirtschafts- und Gesellschaftssysteme, neue Übereinkünfte über Sinnhaftigkeit und Werte.
Konkret: Welche neuen Wirtschafts- und Gesellschaftssysteme stellst Du Dir vor? Welche neuen Übereinkünfte über Sinnhaftigkeit und Werte soll es geben?

Ich frage, weil das
Die Welt ist eine große, verkommene Bühne mit herrlicher Kulisse, in der sich alle Dramen und Märchen gleichzeitig abspielen, nebeneinander, ineinander, Schulter an Schulter gehen, stehen, fahren Arme und Reiche, Gesunde und Kranke, und letztlich ist es nur eine Sache des Narrativs, was "anständig" ist und was nicht.
so gar nicht konkret ist. Eher nichtssagend und banal.

Ob man Gold frisst, Ferrari fährt, Yachten besitzt oder Kriege führt... viel um es es für mich nicht, wenn es um Verteilungsgerechtigkeit und den Sinn der macht geht.
Was hast Du mitzuteilen? Wo ist der Inhalt?
 
Christian, wir werden uns hier im Forum über vieles nicht einig, glaube mir. Warum auch immer. Es ist auch gar nicht notwendig oder gar wichtig. Entnimm meinen Worten was immer Du magst oder auch Nichts, wenn Du es nichtssagend und banal findest, dann sei glücklich damit. Es mir mitzuteilen macht weniger Sinn, denn es interessiert mich nicht wirklich.

Herumzuätzen weil ich Dir nicht sympathisch sein mag ist schafft auch kein besseres Verständnis füreinander, und Deine Kritik enthält auch keine Argumentation in der Sache. Ich bin nicht hier, um einen Christian_S2 zufriedenzustellen oder mit Dir zu diskutieren. Ich diskutiere gern mit Menschen, die etwas einbringen und gewillt sind meine Meinung wertzuschätzen, auch wenn sie sie nicht teilen.

lg
Niki
 
Christian, wir werden uns hier im Forum über vieles nicht einig, glaube mir. Warum auch immer.
Weil wir unterschiedliche Ansichten haben.

Es ist auch gar nicht notwendig oder gar wichtig.
Natürlich nicht.

Es mir mitzuteilen macht weniger Sinn, denn es interessiert mich nicht wirklich.
Das wußte ich vorher nicht.

Herumzuätzen weil ich Dir nicht sympathisch sein mag ist schafft auch kein besseres Verständnis füreinander
Tatsächlich bist Du mir sehr sympathisch. Darum schreibe ich Dir. Aber Sympathie bedeutet nicht zwingend, dass man dieselbe Meinung hat.

Deine Kritik enthält auch keine Argumentation in der Sache.
Doch. Du willst es nur nicht verstehen. Mir fehlen bei Dir Inhalte. Du lieferst nur Gefühle.

Ich diskutiere gern mit Menschen, die etwas einbringen und gewillt sind meine Meinung wertzuschätzen, auch wenn sie sie nicht teilen.
Siehe oben.

FG
Christian
 
Hallo Thomas,
Da fallen mir spontan die Philanthropen
ein. "Menschenfreunde"! Wie just vor kurzem, als einige von denen die ISS heimsuchen durften! Früher nannte man sie schlicht Kapitalisten.

VG Frank
 
das höre ich am liebsten. Der edle Spender! Da fällt mir doch der Herr Pestalozzi mit dem wunderbaren Satz ein: „Wohltätigkeit ist das Ersaufen des Rechts im Mistloch der Gnade.

Gruß Thomas
Ok, dann sollen die Wohlhabenden doch lieber ihr Geld für Blattgold etc. raushauen und auf keinen Fall spenden, denn spenden ist ganz ganz böse....
Statt ehebliche Beträge im Jahr zu spenden, kaufe ich mir dann vom gesparten Geld doch lieber den Mustang Mach 1. Danke Herr Pestalozzi, sie haben mir die perfekte Begründung geliefert, mein Geld in Zukunft sinnlos rauszuhauen statt z. B. Ärzte ohne Grenzen zu unterstützen.
 
Vlt. spendet derjenige im Jahr mehr an gemeinnützige Organisationen als du im Jahr verdienst?
Vielleicht auch nicht... :D
Wie Wissende sagen ist in Amerika die Spendenkultur eine andere als hier in Europa. Hier rühmt man sich seines Reichtum und sagt: "das habe ich mir hart erarbeitet", während man anderswo ein wenig mehr geneigt ist, der Allgemeinheit etwas zurückzugeben.

Oder man kauft immer mehr Unternehmen, wie unser Twitter-Tesla-Paypal-SpaceX-Satelliten-Elon, um eigene Regeln in der Gesellschaft zu etablieren.

Was mich anwidert ist das pauschale Gehetze gegen Menschen, die sich deutlich mehr leisten können als der Durchschnittsbürger.
Das ist die offiziell gültige und akzeptierte Einstellung. Die Frage ist allerdings, wie weit darf diese Schere auseinandergehen, damit nicht die Armen mit Heugabeln und Kalaschnikows wieder in die Häuser der Reichen gehen... Solange milliardenschwere Oligarchen-Yachten (nicht schwer verdient, sondern unter Jelzin an Freunde verteilt) und hungernde Leute koexistent sind, darf man schon mit ausreichend (und wie immer verpöhntem) Neid auf die Milliardäre schauen.

Neid ist für mich per se kein zu verbietendes Gefühl, es ist ein Gradmesser für (nicht) empfundene gesellschaftliche Ausgewogenheit. Ich würde auch "Selbstmitleid" in "Autoempathie" umtaufen, denn das träfe es wohl besser. Aber Worte ändern wenig an gesellschaftlichen Tatsachen, insofern macht es sowieso wenig Sinn, darüber zu streiten. :):coffee::)

lg
Niki
 
Das ist pure Dekadenz.

An Unnötigkeit und Sinnlosigkeit kaum zu überbieten. Ein Schlag ins Gesicht derjenigen, die Mühe damit haben, sich überhaupt zu ernähren. Das ist Menschenverachtend.
Das darfst du hier nicht sagen. Das Thema hatten wir schon im Teleskop Handgriff Threat.
Fazit war, ich sei im Unrecht, da das Hobby der Astrofotografie ein teures Hobby sei, und darum wäre der teure Griff ok.. oder so..
Ich habs auch nicht verstanden..
 
Was hältst Du denn von den 140m langen Yachten der Superreichen, was von mir als Takahashi-Besitzer,
Hi Niki,
wer soll das beantworten? Auch noch ehrlich!? Ich glaube trotzdem, möchte aber nicht von dir missverstanden werden, das der Besitz eines T. Fernrohrs nicht äquivalent mit der einer Yacht ist. Wie teuer war der Erwerb damals? Da könnten die Mitleser sich mak ein Bild machen, ob der rasanten Entwertung des Euros aktuell. Passt doch Super zu Thread!
LG Frank
 
Zuletzt bearbeitet:
Was mich anwidert ist das pauschale Gehetze gegen Menschen, die sich deutlich mehr leisten können als der Durchschnittsbürger.
"Gehetze" ist aber subjektiv..

Es ist halt so, da gewinnt z.B. einer 180 Mio. im Lotto.
Man stelle sich nun vor, es gewinnen statt dessen 180 Personen je 1 Mio. Oder meinetwegen 90 Personen je 2 Mio.
Da sagt einem doch schon der gesunde Menschenverstand, dass letzteres irgendwie sozialer und gerechter ist.

..nichts gegen eine wohlverdiente Belohnung. Und ich spreche auch nicht von Kommunismus. Ein Chef oder Firmangründer darf mehr verdienen als der Angestellte, aber es muss Grenzen geben. Kein Mensch hat einen Bonus von 10 Mio. "verdient". (Beispiel Banker)
..oder manche Sportlergehälter. Da gibt es viele Beispiele.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie teuer war der Erwerb damals? Da könnten die Mitleser sich mak ein Bild machen, ob der rasanten Entwertung des Euros aktuell.
Interessanter Weise sind Taks nicht viel teurer heute als damals, als ich sie gekauft habe. Der Anteil der Frachtkosten ist bei teureren Produkten natürlich auch geringer... bei 10micron ist es schon auch raufgegangen, aber auch nicht so viel wie bei Skywatcher & Co. Wenn man so die letzten Jahrgänge einer GM1000 durchblättert... 8.900,- 9.900,- 10.900,- / Da war Corona, da waren allgemeine Rohstoffpreise, Lieferengpässe, Komponentenverteuerung... aber made in Italy, und deshalb liegen die wohl immer noch halbwegs moderat in der Erhöhung.

Bei TeleVue ist es grausam, da bin ich froh, dass ich schon lange immer mal wieder eines gekauft habe, heute könnte ich mir die nicht mehr wirklich leisten.

Aber zum Thema: jeder beurteilt für sich, ab wann "Reichtum" unschön wird. Sieht man sich an, was die Welt produziert und worauf Wert gelegt wird, dann ist es sowieso recht haltlos, wenn man sagt, die Produktion ist auf Sinnhaftigkeit ausgelegt und auf Rationalität. Natürlich ist sie das nicht. Wir produzieren Angebote, das Marketing die Nachfrage, der Lebensstil das, was wir als "notwendig" zum Glück erachten. Und das kann alles sein.

Ob ich der Welt gut tue? Ob ich ihr gerecht werde?
Eher nein. Woran soll ich das auch wirklich festmachen.
Ich könnte alles Ärmeren geben, auch bis ist selbst nichts mehr habe.
Und dann erwarten, dass andere mir das gleiche tun...
Oder auch nicht.

Unser Gesellschaftssystem und Wirtschaftsmodell ist nicht auf Kargheit und Minimalismus ausgerichtet, sondern auf Fülle, Verfügbarkeit und möglichst wenig haltbare Investitionsgüter. Kurzlebige Freuden und Müllhalden, grob vereinfacht. Ratenzahlung, Kredite, Schulden und oberflächlichen Glanz. Darauf, dass wir in erster Linie Konsumenten sind. Und das vielleicht sogar gerne... ;) :coffee:

lg
Niki
 
Interessanter Weise sind Taks nicht viel teurer heute als damals, als ich sie gekauft habe. Der Anteil der Frachtkosten ist bei teureren Produkten natürlich auch geringer... bei 10micron ist es schon auch raufgegangen, aber auch nicht so viel wie bei Skywatcher & Co. Wenn man so die letzten Jahrgänge einer GM1000 durchblättert... 8.900,- 9.900,- 10.900,- / Da war Corona, da waren allgemeine Rohstoffpreise, Lieferengpässe, Komponentenverteuerung... aber made in Italy, und deshalb liegen die wohl immer noch halbwegs moderat in der Erhöhung.

Bei TeleVue ist es grausam, da bin ich froh, dass ich schon lange immer mal wieder eines gekauft habe, heute könnte ich mir die nicht mehr wirklich leisten.

Aber zum Thema: jeder beurteilt für sich, ab wann "Reichtum" unschön wird. Sieht man sich an, was die Welt produziert und worauf Wert gelegt wird, dann ist es sowieso recht haltlos, wenn man sagt, die Produktion ist auf Sinnhaftigkeit ausgelegt und auf Rationalität. Natürlich ist sie das nicht. Wir produzieren Angebote, das Marketing die Nachfrage, der Lebensstil das, was wir als "notwendig" zum Glück erachten. Und das kann alles sein.

Ob ich der Welt gut tue? Ob ich ihr gerecht werde?
Eher nein. Woran soll ich das auch wirklich festmachen.
Ich könnte alle ärmeren geben, auch bis ist selbst nichts mehr habe.
Und dann erwarten, dass andere mir das gleiche tun...
Oder auch nicht.

Unser Gesellschaftssystem und Wirtschaftsmodell ist nicht auf Kargheit und Minimalismus ausgerichtet, sondern auf Fülle, Verfügbarkeit und möglichst wenig haltbare Investitionsgüter. Kurzlebige Freuden und Müllhalden, grob vereinfacht. Ratenzahlung, Kredite, Schulden und oberflächlichen Glanz. Darauf, dass wir in erster Linie Konsumenten sind. Und das vielleicht sogar gerne... ;) :coffee:
Das klingt schon besser. Du machst heute Fortschritte. :y:

FG
Christian
 
Die Diskussion wäre ein abendfüllendes Programm. Schon allein das Wort Leistungsträger bietet jede Menge Stoff.
Nein und Spenden ist nicht böse, aber mir kommt die Galle hoch, wenn sich Superreiche für ihre Wohltätigkeit feiern lassen, während sie ein Herr an Steuerverbiegern beschäftigen, um so viel wie möglich am Staat vorbeizuschleusen. Steuerosasen, Panamapapers, Cum-Ex. usw. Wenn das alles trockengelegt ist, dann ziehe ich den Hut vor den reichen Spendern. Vor den Leuten, denen Spenden finanziell nicht leicht fällt sowieso.

Gruß Thomas
 
Hi Niki,
der Mensch ist doch ein soziales Wesen! Das sieht man auch im Forum, da kommen wir zusammen und diskutieren. Vll ist's ja oft nur ein kleiner Schritt aufeinander zuzugehen und den anderen dadurch zu verstehen! Jeder hat einen anderen Erlebnis Horizont, aber momentan ist doch überall der Wurm drin!? Das hat viel mit Arm und Reich zu tun. Wer davor die Augen verschließt, ist der blind? Ich denke hier schreiben auch viele junge Menschen, denen man nicht gleich böse sein sollte, wenn sie nicht die allgemein gültige Meinung vertreten! Diese Generation ist nicht zu beneiden,...oder doch? Am Ende eines jeden Leben wird nach den Taten gerichtet! Das macht dann jeder für sich aus. Die Zeit hatte jeder...
VG Frank
 
Zuletzt bearbeitet:
Diese Generation ist nicht zu beneiden,...oder doch?
Frank, ich denke nicht. Was sich sozialpolitisch angesammelt hat an Zusehen, Herumreden und Schönreden platzt jetzt wie der Traum vom ewigen Schlaraffen-Deutschland und Schlaraffen-Europa. Merkels Tiefschlaf sei Dank - aber wenigstens wurden wir geweckt. So ist das halt, wenn man denkt, man habe alles im Griff, und dann kommt jemand, und saugt einem die Energie aus den Wirtschaftsadern.

Man muss schon hartgesotten sein, wenn man seit Jahrzehnten die ökonomischen, ökologischen und sozialpolitischen Prognosen verfolgt und alle genau wissen, dass diese Systeme ein Ablaufdatum haben, aber niemand beginnt, einen Plan B zu entwickeln, wenn es soweit ist, damit man ihn dann umsetzen kann.

Politik und Wirtschaft haben eines gemeinsam: sie kennen keine Exit-Strategie aus mörderischen Systemen. Es gibt nur Wachstum, und das gilt auch für politische Karrieren. Das geht ja so weit, dass die Trumps und Bolsonaros dieser Welt das Volk als Angestellte betrachten und ein Land als ihre Firma.

Solange das Volk immer Milliardäre und Psychopathen wählt wird sich das auch nicht ändern. Korruption, Freunderlwirtschaft, Postenschacher... zum Wohle des Volkes geschieht hier nie etwas. Nur das Notwendigste und Billigste. Die Jugend soll den ganzen Laden mal übernehmen. Sie muss! Was bleibt ihnen über. Wer wird also diese Systeme ändern? Die Wall-Street, die Diktatoren, die Multi-Milliardäre und die Mafia entmachten ohne Weltbürgerkrieg? :coffee:

Und ja, die Jungen müssen und sollen eine andere Meinung haben als die Irren, die diese Welt im Moment regieren.

lg
Niki
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Niki,
ich bin in einer anderen Gesellschaftsordnung sozialisiert worden. Mein Land existiert nicht mehr, wie vom Erdboden verschluckt. Es gibt darüber nur noch Häme und Lüge. Damals lernten wir zB. was ein asozialer Mensch ist. Ich fühle mich nie als Verbraucher, eher als Nutzer der Dinge. Dein Besitz vieler Takahashis, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Ich kaufe etwas um es zu nutzen, nicht um es zu besitzen. Das ist glaube der Knackpunkt dieses Systems und im Denken.
VG Frank
 
Zuletzt bearbeitet:
Bemerkenswert finde ich, dass in dieser schweren Zeit sogar Tak-Sammler zu Gegnern des Kapitalismus werden und sich ihren Wohlstand mit einer Planwirtschaft sichern wollen. Sehr mutig! :giggle:
Weit gefehlt. Ich habe den Kapitalismus seit jeher nicht als etwas Positives verstanden, ich halte es da mit Marx und seiner Analyse der Konsequenzen. Die großteils eingetroffen sind.

Was Kapitalismus kann, ist die Gier, Lust und Wunsch nach Mehr im Menschen zu wecken, und ihm zu erklären, er erreicht alles, wenn er nur genug dafür tut. Der Rest steht in den Geschichtsbüchern. Ich weiß, wie die Obdachlosen in Paris "wohnen", die in Hauseingängen ihre Karton-"Hütten" haben, ich sehe die Nachfahren der Mayas in Mexiko am Rand des Molochs in den Slums...

Ich bin auch gegen die Akzeptanz der marktwirtschaftlichen Grundregel "Reich kauft Arm auf", "Stark schluckt Schwach" - das Ende ist dann der gelebte Sozialdarwinismus. Würde man diese Regeln abstellen, würde die Marktwirtschaft wie sie ab Thatcher gewütet hat, auf der Stelle einbrechen und im Chaos enden. Dann wäre Wachstum so nicht mehr möglich.

Alle meine Teleskope kosten übrigens wesentlich weniger, als ein junger Broker heute in einem Monat verdient. Oder bis vor Kurzem noch verdient hat.

Und wenn Du schon ätzt, dass ich für die Planwirtschaft sei: mach doch mal selbst einen Gegenentwurf, statt Unsinn zu schreiben. Du wirst die Welt mit Deinen Worten hier auch nicht verbessern, sie helfen auch nicht irgend jemandem weiter. Aber das muss auch gar nicht sein.

Manchmal ist es wichtiger, einfach seine Wut oder Freude an irgend jemandem auszulassen, wir sehen ja, dass Gegenerschaft heute mehr als alles andere zählt. Die Rechte gegen die Linke, Arm gegen Reich, Demokraten gegen Republikaner, Scholz gegen den Rest der Welt, die Impfgegner gegen die Befürworter.

Heute werden sie langsam zu Feinden. Sie gehen auf der Straße, in TV-Sendungen, in Foren und in sozialen Medien aufeinander los und haben verlernt, miteinander zu reden. Es ist der Krieg der Worte. Es wird zu Hass, Feindschaft und Gewalt. Nur weiter so, Welt, kann ich nur sagen. :coffee:

Man muss einander nicht nur verstehen, man muss einander auch verstehen WOLLEN.

lg
Niki
 
Ich würde das Verb, das das Einkommen des jungen Brokers beschreibt, updaten.....von verdienen in "bekommt"!
 
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Neid spornt an
Missgunst ist widerlich
 
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