Wenn ich draußen im Feld bin für Vogelbeobachtung, hab ich da kein Bino dran. Völlig unmöglich das am 45° Amici in Balance zu bringen. Hab aber auch noch nie in all den Jahren jemandenit soetwas wie einem Bino Spektiv gesehen.Da ich den Scopos dann auch für Natur nutzen würde, wäre ein 45° Amici angesagt. Wie schlägt sich das denn mit Bino und auch bei etwas höheren Vergrößerungen? Da ist irgendwann bauartbedingt Schluss oder?
Bis zu welcher Vergrößerung sind die normalen Amicis denn nutzbar, deiner Erfahrung nach?Außerdem muss man ein 45° Amici für hohe Vergrößerungen selber bauen, da gibts nichts zufriedenstellendes am Markt.
Also selber bauen, ist sicherlich keine OptionAußerdem muss man ein 45° Amici für hohe Vergrößerungen selber bauen, da gibts nichts zufriedenstellendes am Markt. Das was ich selbst gebaut habe ist aber uneingeschränkt in der Vergrößerung, aber an F/7,5 hätte ich da schon gern einen GWK dran, trotz niedrig dispersivem BK7 ist der Farbsaum des langen Glasweges für mich störend, aber ich bin, was Farbfehler betrifft, auch sehr extrem toleranzbefreit.
Die Dachkante ist unsichtbar im Bild wenn sie genau genug ist und, ganz wichtig, keine Totalreflexion nutzt, sondern verapiegelt ist
hängt weniger von der tatsächlichen Vergrößerung ab, als von der Nachvergrößerung der Bildebene des Okulars allein.Bis zu welcher Vergrößerung sind die normalen Amicis denn nutzbar, deiner Erfahrung nach?
Ich gehe mal davon aus, dass die Okulare bei den drei Gläsern 60/77/100 alle gleich sind, lediglich das Steckmaß ist unterschiedlich. (Zumindest ist das bei 60/100 so.) Die 30x des 77er wären dann von ihrer Brennweite und vom Einblick her wie die 22x des 60er und die 37x des 100er - also mit 66° Feld und etwa 12mm AP-Abstand. Mit Brille geht da gar nichts, es ist aber auch nichts zum Umklappen dabei, lediglich die 1mm hohe Gummiauflage. Ich komme mit Kontaktlinsen gerade so klar, vom Einblickverhalten sind sie ok, kein Beaning oder unscharfe Bereiche, lediglich der Rand ist knapp unscharf und das auch weit draußen. Die Standardokulare (15x/20x) haben leider das kleine Feld mit 50°, es lässt sich aber deren hoher Gummirand umklappen, allerdings anfangs wirklich sehr schwer. Ich hab ihn dann umgeklappt gelassen, und erst nach vielen Monaten wieder in die Normalstellung gebracht; seitdem ist er flexibler. Dass das f5-Achros sind, wusste man auch vorher schon, da darf man nicht allzuviel erwarten, aber selbst Mond geht mit dem Großen gut, und an den Rand schau ich auch nicht. Es ist auch nur direkt im Randbereich, und reicht nicht nen Tacken in die Mondfläche. Das sind Klassiker zum Spazierensehen, leider mit tlw. kleinem scheinbaren Feld. Für das 100er gab's auch die 26x mit 66°-Feld, aber die hab' ich leider nicht mehr bekommen, war dann ja auch aus mit der Firma. Die (beim 77er) 30x-Okus bilden schön ab, beschlagen allerdings in feuchten Herbstnächten schon mal - ist halt dem Augenabstand geschuldet.Hi Jochen,
mechanisch usw. ist alles top. Einerseits stören etwas die Augenmuscheln der Okulare, da sie sich nicht komplett umklappen lassen und ich es nicht mag, meine Brille abzunehmen. Ist aber ne Kleinigkeit.
V.a. stört mich dann doch die Farbe. Klar, ein f/5 Achromat ist da natürlich anfällig. Aber obwohl ich da eigentlich gar nicht so pingelig bin, empfinde ich es selbst schon bei 20x als recht störend. Ist z.B. in meinen Augen deutlich ausgeprägter als bei einigen der größeren Ferngläser, die ich mal hatte.
Gruß
Nee, im Feld geht da kein Bino - ich hatte irgenwann auch mal solche Ideen, mit dem Baader Großfeld und nem Refri (war vorhanden). Aber das hab ich schnell gelassen: selbst bei möglicher Fokussierung (bei GF mit den Glaswegkonvertern) liegt man in viel zu hohen V-Bereichen, und das Gewicht eines Baader-GF mit zwei 35mm Eudis ist allein für den gängigen Okularauszug überfordernd. Und das Gewicht der Gesamtkombi, bei der ich auch nicht weiß, ob die ganzen Adapter aus dem T2-System alles auch halten, wenn's über die Schulter getragen wird, ließ mich schnell ein richtiges Spektiv kaufen - die sind robust, für die Erdbeobachtung auch vom Prisma und der Baulänge und Gewicht ausgelegt, zudem lassen sie sich auch den meisten Köpfen gut montieren.Wenn ich draußen im Feld bin für Vogelbeobachtung, hab ich da kein Bino dran. Völlig unmöglich das am 45° Amici in Balance zu bringen. Hab aber auch noch nie in all den Jahren jemandenit soetwas wie einem Bino Spektiv gesehen.
Auchvom Gewicht her würde ich das dann nicht mehr stundenlang über der Schulter tragen wollen.
Außerdem muss man ein 45° Amici für hohe Vergrößerungen selber bauen, da gibts nichts zufriedenstellendes am Markt. Das was ich selbst gebaut habe ist aber uneingeschränkt in der Vergrößerung, aber an F/7,5 hätte ich da schon gern einen GWK dran, trotz niedrig dispersivem BK7 ist der Farbsaum des langen Glasweges für mich störend, aber ich bin, was Farbfehler betrifft, auch sehr extrem toleranzbefreit.
Die Dachkante ist unsichtbar im Bild wenn sie genau genug ist und, ganz wichtig, keine Totalreflexion nutzt, sondern verapiegelt ist.
LG
Olli
LG
Olli
Bei mir gehts weniger darum, das mit raus aufs Feld zu nehmen. Wenn ich es für Natur nutze, dann von zuhause aus. Es muss also nicht fürs Wandern gemacht sein.Wenn ich draußen im Feld bin für Vogelbeobachtung, hab ich da kein Bino dran. Völlig unmöglich das am 45° Amici in Balance zu bringen. Hab aber auch noch nie in all den Jahren jemandenit soetwas wie einem Bino Spektiv gesehen.
Ja, der ist wirklich sehr fest. Hatte nicht das Gefühl, den umklappen zu können, ohne eventuell etwas zu beschädigen. Dass das bei den 30ern mit nur 10mm Augenabstand keine Rolle spielt, ist ja klar...Die Standardokulare (15x/20x) haben leider das kleine Feld mit 50°, es lässt sich aber deren hoher Gummirand umklappen, allerdings anfangs wirklich sehr schwer.
Dass ich mir dieser Tatsache bereits bewusst bin, habe ich ja oben bereits geschrieben:Dass das f5-Achros sind, wusste man auch vorher schon, da darf man nicht allzuviel erwarten, aber selbst Mond geht mit dem Großen gut, und an den Rand schau ich auch nicht. Es ist auch nur direkt im Randbereich, und reicht nicht nen Tacken in die Mondfläche. Das sind Klassiker zum Spazierensehen, leider mit tlw. kleinem scheinbaren Feld.
Ich hatte auch schon diverse achromatische Optiken, empfinde das Miyauchi dennoch in dieser Hinsicht als besonders farbig. Das ist natürlich subjektiv unterschiedlich. Mich jedenfalls hat es enttäuscht. Ich hatte schon mal Ferngläser mit gleicher Vergrößerung und schnellerem Öffnungsverhältnis, bei denen mir retrospektiv die Farbe weniger stark vorkam. Am Mond gehts noch mit dem Miyauchi, auch wenn es dort schon stört. Hatte dann mal Jupiter angeschaut und da war es wirklich krass (und, ja, 20x mit schnellem Achro am Planeten ist alles andere als die Paradedisziplin für diese Art der Beobachtung). Auch tagsüber waren die Farbkanten an stärkeren Helligkeitskontrasten für meinen Geschmack etwas zu deutlich.Klar, ein f/5 Achromat ist da natürlich anfällig.