Neues Astrofernglas: Mal wieder eure Kommentare ;)

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Hi Jochen,

mechanisch usw. ist alles top. Einerseits stören etwas die Augenmuscheln der Okulare, da sie sich nicht komplett umklappen lassen und ich es nicht mag, meine Brille abzunehmen. Ist aber ne Kleinigkeit.
V.a. stört mich dann doch die Farbe. Klar, ein f/5 Achromat ist da natürlich anfällig. Aber obwohl ich da eigentlich gar nicht so pingelig bin, empfinde ich es selbst schon bei 20x als recht störend. Ist z.B. in meinen Augen deutlich ausgeprägter als bei einigen der größeren Ferngläser, die ich mal hatte.

Gruß
 
Da ich den Scopos dann auch für Natur nutzen würde, wäre ein 45° Amici angesagt. Wie schlägt sich das denn mit Bino und auch bei etwas höheren Vergrößerungen? Da ist irgendwann bauartbedingt Schluss oder?
Wenn ich draußen im Feld bin für Vogelbeobachtung, hab ich da kein Bino dran. Völlig unmöglich das am 45° Amici in Balance zu bringen. Hab aber auch noch nie in all den Jahren jemandenit soetwas wie einem Bino Spektiv gesehen.
Auchvom Gewicht her würde ich das dann nicht mehr stundenlang über der Schulter tragen wollen.

Außerdem muss man ein 45° Amici für hohe Vergrößerungen selber bauen, da gibts nichts zufriedenstellendes am Markt. Das was ich selbst gebaut habe ist aber uneingeschränkt in der Vergrößerung, aber an F/7,5 hätte ich da schon gern einen GWK dran, trotz niedrig dispersivem BK7 ist der Farbsaum des langen Glasweges für mich störend, aber ich bin, was Farbfehler betrifft, auch sehr extrem toleranzbefreit.
Die Dachkante ist unsichtbar im Bild wenn sie genau genug ist und, ganz wichtig, keine Totalreflexion nutzt, sondern verapiegelt ist.

LG
Olli

LG
Olli
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist natürlich heftig.

Und Farbe bedeutet ja nicht einfach nur, dass alles etwas bunt ist, damit könnte ich persönlich sogar gut Leben.
Aber die Ursache der Farbe ist ja, dass sich nicht alle Lichtfarben in einem Brennpunkt treffen, und das bedeutet natürlich auch einen Verlust an Licht und Kontrast, das mag ich bei einem Bino auf gar keinen Fall :-)

Man merkt das auch deutlich bei der Fokussuche.
Bei meinem ED Bino habe ich permanent am Fokus geschraubt, weil ich immer das Gefühl hatte ihn noch nicht perfekt getroffen zu haben.
Beim SD Bino schnappt der Fokus regelrecht zu.
Für mich bedeutet das auch ein wesentlich entspannteres Beobachten…

Grüße Jochen
 

Außerdem muss man ein 45° Amici für hohe Vergrößerungen selber bauen, da gibts nichts zufriedenstellendes am Markt. Das was ich selbst gebaut habe ist aber uneingeschränkt in der Vergrößerung, aber an F/7,5 hätte ich da schon gern einen GWK dran, trotz niedrig dispersivem BK7 ist der Farbsaum des langen Glasweges für mich störend, aber ich bin, was Farbfehler betrifft, auch sehr extrem toleranzbefreit.
Die Dachkante ist unsichtbar im Bild wenn sie genau genug ist und, ganz wichtig, keine Totalreflexion nutzt, sondern verapiegelt ist
Also selber bauen, ist sicherlich keine Option ;)
Meine kurzbrennweitigsten Okulare sind 8mm für 70x. Wenn das z.B. mit solch einem Prisma noch vernünftig möglich ist, wäre ich voll zufrieden.

Gruß
 
Bis zu welcher Vergrößerung sind die normalen Amicis denn nutzbar, deiner Erfahrung nach?
hängt weniger von der tatsächlichen Vergrößerung ab, als von der Nachvergrößerung der Bildebene des Okulars allein.
Ich sehs ab nem 12mm Okular sehr deutlich, aber auch im 18er feststellbar wenn man danach sucht. In der Mitte hängt halt von oben nach unten dieser senkrechte bereich, wo man irgendwie nicht richtig fokussieren kann. Bei höheren Vergrößerungen sieht man dann bei senkrechten Kanten oder Punktlichtquellen, dass sie Verdoppelt werden. Präzise Dachkante allein reicht halt nicht aus. Hat schon einen Grund warum die Fernglashersteller ständig mit P-Belag bzw Phasenkorrigiert werben.
Hab da einige durch, William Optics, TS, Omegon, Baader....
Ich hab mir dann schlussendlich ein loses Prisma von Edmund Optics gekauft, welches auf dem Papier die entsprechenden Specs hatte und wurde nicht enttäuscht. Hat zwar keinen tollen hochreflektiven P-Belag, aber ne Aluverspiegelung hat den selben Effekt, verliert nur etwas Licht wie ein Newtonspiegel halt auch, da hatte ich auch schon das 4,5er Morpheus drin ohne dass mich was gestört hat.
Eine Fassung muss man sich dann natürlich selber entwerfen und bauen. Ich hab mir was zusammensteckbares per Lasercut schneiden lassen, hab das zuhause mit entsprechenden Gewinden versehen und montiert.

LG
Olli
 
Schade, dachte da lassen sich pauschalere Aussagen treffen :)

Na gut, muss dann sowieso nochmal überlegen, was ich jetzt genau mache...
 
Das pauschalste was ich sagen kann, ab 12mm Okular wirds auffällig und stört, je schneller das Öffnungsverhältnis um so breiter ist der betroffene Bereich.

An einem Skymax 102 hatte ich mal eine Zeit lang das große von TS mit 2" und SC anschluss. Da drin hatte ich ein 26mm SWA Okular und war auf 56x Vergrößerung "festgenagelt", aber so in dieser Kombi war die Performance ziemlich gut.
Da der Skymax dem Evostar weichen musste, wegen der wesentlich besseren Vielseitigkeit und Abbildung, war das Dachkantproblem direkt wieder da.
Wie gesagt, selbstbau mit Prisma von EO, vllt gibts ja die Möglichkeit das Prisma in eine der vielen Fassungen aus Massenherstellung einzupassen.
Meine eigene ist aus POM-C, verschraubt, und hat T2 Anschlüsse, besser gehts eigentlich nicht was vielseitigkeit betrifft.

Einzig das Baader Astro Amici hab ich nicht getestet, aber das hat ja auch 90°, was für Nafur echt doof ist, allerdings wäre es für mich als Visuellen schon nice wenn auch am Mond und der Sonne die Richtung stimmen würde, vor Allem, weil, anders als bei Zenithspiegeln, die Bildausrichtung gleich bleibt wenn man das Amici zur Seite dreht oder das Scope umschlägt, oben bleibt oben egal wie man es dreht.

LG
Olli
 
Hi Jochen,

mechanisch usw. ist alles top. Einerseits stören etwas die Augenmuscheln der Okulare, da sie sich nicht komplett umklappen lassen und ich es nicht mag, meine Brille abzunehmen. Ist aber ne Kleinigkeit.
V.a. stört mich dann doch die Farbe. Klar, ein f/5 Achromat ist da natürlich anfällig. Aber obwohl ich da eigentlich gar nicht so pingelig bin, empfinde ich es selbst schon bei 20x als recht störend. Ist z.B. in meinen Augen deutlich ausgeprägter als bei einigen der größeren Ferngläser, die ich mal hatte.

Gruß
Ich gehe mal davon aus, dass die Okulare bei den drei Gläsern 60/77/100 alle gleich sind, lediglich das Steckmaß ist unterschiedlich. (Zumindest ist das bei 60/100 so.) Die 30x des 77er wären dann von ihrer Brennweite und vom Einblick her wie die 22x des 60er und die 37x des 100er - also mit 66° Feld und etwa 12mm AP-Abstand. Mit Brille geht da gar nichts, es ist aber auch nichts zum Umklappen dabei, lediglich die 1mm hohe Gummiauflage. Ich komme mit Kontaktlinsen gerade so klar, vom Einblickverhalten sind sie ok, kein Beaning oder unscharfe Bereiche, lediglich der Rand ist knapp unscharf und das auch weit draußen. Die Standardokulare (15x/20x) haben leider das kleine Feld mit 50°, es lässt sich aber deren hoher Gummirand umklappen, allerdings anfangs wirklich sehr schwer. Ich hab ihn dann umgeklappt gelassen, und erst nach vielen Monaten wieder in die Normalstellung gebracht; seitdem ist er flexibler. Dass das f5-Achros sind, wusste man auch vorher schon, da darf man nicht allzuviel erwarten, aber selbst Mond geht mit dem Großen gut, und an den Rand schau ich auch nicht. Es ist auch nur direkt im Randbereich, und reicht nicht nen Tacken in die Mondfläche. Das sind Klassiker zum Spazierensehen, leider mit tlw. kleinem scheinbaren Feld. Für das 100er gab's auch die 26x mit 66°-Feld, aber die hab' ich leider nicht mehr bekommen, war dann ja auch aus mit der Firma. Die (beim 77er) 30x-Okus bilden schön ab, beschlagen allerdings in feuchten Herbstnächten schon mal - ist halt dem Augenabstand geschuldet.

csm
 
Wenn ich draußen im Feld bin für Vogelbeobachtung, hab ich da kein Bino dran. Völlig unmöglich das am 45° Amici in Balance zu bringen. Hab aber auch noch nie in all den Jahren jemandenit soetwas wie einem Bino Spektiv gesehen.
Auchvom Gewicht her würde ich das dann nicht mehr stundenlang über der Schulter tragen wollen.

Außerdem muss man ein 45° Amici für hohe Vergrößerungen selber bauen, da gibts nichts zufriedenstellendes am Markt. Das was ich selbst gebaut habe ist aber uneingeschränkt in der Vergrößerung, aber an F/7,5 hätte ich da schon gern einen GWK dran, trotz niedrig dispersivem BK7 ist der Farbsaum des langen Glasweges für mich störend, aber ich bin, was Farbfehler betrifft, auch sehr extrem toleranzbefreit.
Die Dachkante ist unsichtbar im Bild wenn sie genau genug ist und, ganz wichtig, keine Totalreflexion nutzt, sondern verapiegelt ist.

LG
Olli

LG
Olli
Nee, im Feld geht da kein Bino - ich hatte irgenwann auch mal solche Ideen, mit dem Baader Großfeld und nem Refri (war vorhanden). Aber das hab ich schnell gelassen: selbst bei möglicher Fokussierung (bei GF mit den Glaswegkonvertern) liegt man in viel zu hohen V-Bereichen, und das Gewicht eines Baader-GF mit zwei 35mm Eudis ist allein für den gängigen Okularauszug überfordernd. Und das Gewicht der Gesamtkombi, bei der ich auch nicht weiß, ob die ganzen Adapter aus dem T2-System alles auch halten, wenn's über die Schulter getragen wird, ließ mich schnell ein richtiges Spektiv kaufen - die sind robust, für die Erdbeobachtung auch vom Prisma und der Baulänge und Gewicht ausgelegt, zudem lassen sie sich auch den meisten Köpfen gut montieren.

csm
 
Moin,

Wenn ich draußen im Feld bin für Vogelbeobachtung, hab ich da kein Bino dran. Völlig unmöglich das am 45° Amici in Balance zu bringen. Hab aber auch noch nie in all den Jahren jemandenit soetwas wie einem Bino Spektiv gesehen.
Bei mir gehts weniger darum, das mit raus aufs Feld zu nehmen. Wenn ich es für Natur nutze, dann von zuhause aus. Es muss also nicht fürs Wandern gemacht sein.

Die Standardokulare (15x/20x) haben leider das kleine Feld mit 50°, es lässt sich aber deren hoher Gummirand umklappen, allerdings anfangs wirklich sehr schwer.
Ja, der ist wirklich sehr fest. Hatte nicht das Gefühl, den umklappen zu können, ohne eventuell etwas zu beschädigen. Dass das bei den 30ern mit nur 10mm Augenabstand keine Rolle spielt, ist ja klar...

Dass das f5-Achros sind, wusste man auch vorher schon, da darf man nicht allzuviel erwarten, aber selbst Mond geht mit dem Großen gut, und an den Rand schau ich auch nicht. Es ist auch nur direkt im Randbereich, und reicht nicht nen Tacken in die Mondfläche. Das sind Klassiker zum Spazierensehen, leider mit tlw. kleinem scheinbaren Feld.
Dass ich mir dieser Tatsache bereits bewusst bin, habe ich ja oben bereits geschrieben:
Klar, ein f/5 Achromat ist da natürlich anfällig.
Ich hatte auch schon diverse achromatische Optiken, empfinde das Miyauchi dennoch in dieser Hinsicht als besonders farbig. Das ist natürlich subjektiv unterschiedlich. Mich jedenfalls hat es enttäuscht. Ich hatte schon mal Ferngläser mit gleicher Vergrößerung und schnellerem Öffnungsverhältnis, bei denen mir retrospektiv die Farbe weniger stark vorkam. Am Mond gehts noch mit dem Miyauchi, auch wenn es dort schon stört. Hatte dann mal Jupiter angeschaut und da war es wirklich krass (und, ja, 20x mit schnellem Achro am Planeten ist alles andere als die Paradedisziplin für diese Art der Beobachtung). Auch tagsüber waren die Farbkanten an stärkeren Helligkeitskontrasten für meinen Geschmack etwas zu deutlich.

Habe gerade auch noch ein Omegon Argus 16x70 da (gradsichtig). Das ist vermutlich noch etwas schneller als das Miyauchi, aber von der Farbe deutliche erträglicher, wenn auch wahrnehmbar. Inwiefern da jetzt die andere Bauart und etwas geringere Vergrößerung zu Buche schlagen, kann ich nicht sicher sagen.

Gruß
Florian
 
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