Einsteigerfrage: Welches Fernglas mit großem Gesichtsfeld?

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

AstroGerdt

Aktives Mitglied
Hallo zusammen,

bei meinem letzten Astrourlaub habe ich auch mal ein paar Blicke durch mein Fernglas geworfen, dabei kam ich ein bisschen auf den Geschmack der Beobachtung. Sonst fotografiere ich ja nur ;)

Am meisten haben mich nicht kleine Objekte interessiert, am faszinierendsten fand ich es, die großen Sternfelder und Nebelkomplexe zu sehen. Also suche ich ein Fernglas, mit dem ich ein möglichst großes Feld am Himmel sehen kann, aber dennoch ein bisschen an Vergrößerung habe, um etwas näher dran zu sein.

Nach einigem Suchen bin ich auf zwei Kandidaten gestoßen, die mich interessieren:
- Gross-Gucki von AOKswiss mit 3x50 - Bildfeld laut Hersteller 17°
- Visionking 5x25 - Bildfeld laut kurzer Recherche etwa 15°

Wie bereits erwähnt ist alles, was mit Beobachtung zu tun hat, Neuland für mich. Daher habe ich ein paar Fragen dazu:
- Das Visionking hat (laut Bezeichnung) 5-fache Vergrößerung, das Gross-Gucki nur 3-fach. Aber die Bildwinkel sind annähernd gleich. Kann das sein?
- Laut Hersteller hat das Gross-Gucki eine Austrittspupille von 8mm wodurch sich 24mm "Nutzbare Öffnung" ergeben würden. Das Visionking hat eine Austrittspupille von 5mm, da hätte ich also eine besser Lichtausbeute, oder?
- Was haltet ihr prinzipiell von den beiden Modellen? Welches würdet ihr nehmen, habt ihr die beiden vielleicht einmal selbst vergleichen können?

Ich wäre dankbar für ein paar Tipps von euch!

CS Gerrit
 
Hallo Gerrit,

das Gucki hat ein anderes Konstruktionsprinzip (galileische Optik). Macht nach meinem Geschmack vor allem dann Sinn, wenn du unter möglichst dunklem Himmel durch die Milchstraße surfen willst. Es gibt auch Guckis mit 2-facher Vergrößerung, die noch mehr Gesichtsfeld haben. Viele von denen, u.a. Vixen, haben aber so eine große Randunschärfe, dass sich das ganz schnell wieder relativiert.

Ohne das Visionking zu kennen, würde ich dir im Vergleich zum Gucki das empfehlen. Weil du ja auch schreibst, dass ein bisschen Vergrößerung gut ist, ein bisschen mehr macht große Felder noch eindrücklicher.
Wenn du es ganz preiswert haben willst, dann halte nach einem Libra Super View 4x22, das hat glaube ich auch 17° GF und hat mal neu um die 25 EUR gekostet, dürfte also gebraucht auch nicht so viel teurer sein ;).
Ich selbst nutze inzischen am liebsten ein altes Leitz Trinovid 6x24, weil 6x eben doch noch mehr zeigen. Und 12° Gesichtsfeld sind bei dieser Vergrößerung ein mehr als brauchbarer Kompromiss.
Empfehlungen für noch mehr Vergrößerung spare ich mir, denn dann kommen wir auf Gesichtsfelder unter 10°. Dort gibt es aber ohne Frage auch ein paar Gläser, die einen besonderen Reiz entwickeln.

Einige Beobachtungsempfehlungen habe ich auch für dich: 2° und mehr

Beste Grüße

Rene
 
Hi Rene,

Danke für deine Antwort, ist ja ein toller Link am Ende von deinem Post, dann weiß ich ja, was ich beobachten werde, sobald ein neues Glas da ist!

Also da ich ja schon das Gross Gucki in Betracht gezogen habe, muss ich jetzt nicht unbedingt das Fernglas für 25€ kaufen, nur weil es halt billig ist. Ich will das ja schon eine Weile verwenden und hoffentlich auch meinen Spaß damit haben.

Deine Tendenz zum Gucki machst du, wenn ich dich richtig verstehe, hauptsächlich an der Vergrößerung fest, oder? Siehst du denn bei den beiden von mir genannten Ferngläsern einen Unterschied im Lichtsammelvermögen? Und wieso siehst du den Nutzen vom Gucki vor allem unter dunklem Himmel, liegt das an der Konstruktion des Fernglases?

Sorry für die vielen Fragen, ich bin noch sehr unerfahren in diesem Gebiet.

CS Gerrit
 
Bei einem Fernglas nach Galileiprinzip kann man die AP ohnehin ausschließlich auf der Achse nutzen, die AP MUSS größer als 7mm sein, sonst wäre das nutzbare scheinbare Gesichtsfeld extrem klein.
Wozu überhaupt auf extreme 15° gehen?
Es gibt kein Objekt am Sternenhimmel, was nicht auch mit kontext satt in die üblichen 6° eines 10x Glases passen würde.

LG
Olli
 
Hallo Gerrit,

das Libra scheidet also aus. Auch gut. Mehr Geld bedeutet meist auch mehr Qualität.

Eins vorweg. Wenn ich von meinen Erfahrungen berichte, dann zumeist von meinen praktischen. Die Theorie - insbesondere zum Lichtsammelvermögen hinsichtlich der beiden unterschiedlichen Konstruktionsprinzipien - überlasse ich anderen Sternfreunden, da bekommst du hier sicherlich noch die richtigen Antworten nachgeliefert.

Zum Gucki. Ich habe das Orion 2x54, eins der wenigen, die wirklich bist nah an den Rand scharf sind und mit denen Weitfeldbeobachtungen auch Freude machen. Ich glaube sogar, das ist der Nikon-Telekonverterkonstruktion 1:1 nachempfunden, aus denen sich viele ja ein Gucki selbst gebastelt haben.
Vergrößerungen um 2-fach oder 3-fach sind nicht wirklich viel. Du wirst dich bei jeder Beobachtung dabei ertappen, doch nach einigen Objekten Ausschau halten zu wollen, die Anzahl sichtbarer Objekte ist bei diesen Vergrößerungen aber schon sehr begrenzt. Also ist es die Boosterwirkung in reichen Sternfeldern, die hier besonders Sinn macht. Abseits der Milchstraße werden es ein paar Sterne mehr. In der Milchstraße verstärkt sich der Eindruck um einiges mehr. Meiner Erfahrung nach aber auch nur dann, wenn der Himmel richtig dunkel ist und du mit dem Fernglas über das hinaus gehen kannst, was mit bloßem Auge in dunklen Nächten tatsächlich möglich ist. Unter aufgehelltem Himmel kommst du mit dem Fernglas nicht an die Eindrücke mit bloßem Auge unter dunklem Himmel heran. So meine Erfahrungen. Es wird hier sicherlich Sternfreunde mit anderen Erfahrungen geben.

Wenn du nur den Himmel genießen möchtest, wirst du mit dem AOKswiss-Gucki sehr zufrieden sein. Ich kenne es nicht, würde dir da nur empfehlen, auf die Randschärfe zu achten. Randscharf sind sie ja alle nicht, aber bei manchen fängt die Randunschärfe schon bei gut 2/3 des Gesichtsfeldes an. Das ist eine absolute Spaßbremse.

Wenn du aber ab und an auch mal einen schönen der großen Sternhaufen o.ä. anschauen möchtest, dann würde ich immer zu mehr Vergrößerung tendieren. Mir hat beispielsweise eine umfassende Vergleichsbeobachtung vor Jahren gezeigt, dass bspw. drei Messier-Sternhaufen im Sternbild Fuhrmann bei 8-fach und knapp 9° Gesichtsfeld viel schöner und eindrücklicher daher kommen als bei 4-fach und 17% Gesichtsfeld. Und große Sternhaufen wie Melotte 20 (Perseus Bewegungshufen um Mirphak) , 25 (Hyaden), Collinder 70 (halber Oriongürtel), Collinder 65, IC 4756 und viele andere mehr strahlen umso schöner und prächtiger.
Mehr Vergrößerung ist eindeutig allroundfähiger ;)

Beste Grüße

Ren
 
Wozu überhaupt auf extreme 15° gehen?
Es gibt kein Objekt am Sternenhimmel, was nicht auch mit kontext satt in die üblichen 6° eines 10x Glases passen würde
Hallo Olli,
ich könnte dir hier viele Beispiele bringen, wo es sich doch lohnt, mehr als 6° Gesichtsfeld zur Verfügung zu haben. Viele Objekte wirken zudem erst richtig mit ihrem Umfeld.
In der Antwort davor habe ich schon einige Beispiele gegeben. Ich könnte noch soviel mehr dazu schreiben, aber Gerrit geht es ja in erster Linie um die Optikentscheidung.
Viele Grüße
Rene
 
Dein Erfahrungsbericht klingt sehr gut, das stelle ich mir in der Praxis durchaus spannend vor.

Wenn ich mal mehr Vergrößerung will, habe ich immer noch mein 12x60, das ist dann zwar ein sehr kräftiger Sprung, aber wenn mir das ganze langfristig Freude bereitet, kann ich ja immer noch mal eine Vergrößerung dazwischen holen. Erstmal ist es ja nur mein Einstieg.

Momentan tendiere ich damit dann zum Gross-Gucki, also einem 3x50. Mal schauen, vielleicht meldet sich ja noch jemand, der mich wieder davon abbringt ;)

CS Gerrit
 
Hallo Gerrit,

ich habe ja einige dieser Guckis gebaut, inzwischen besitze ich aber selbst keins mehr :)
Ich habe auch einige andere Ferngläser mit besonders weitem Gesichtsfeld ausprobiert, auch davon ist keins geblieben, weil die Vergrößerung dann halt auch recht gering ist.

Ich habe es wirklich probiert, aber diese weiten Felder sind nichts für mich.
Mag sein, dass es in der Atacama Wüste anders wäre aber hier unter meinem eigentlich recht guten Himmel fand ich die Dinger langweilig.
Einzig wenn man komplette Sternbilder damit erfassen will sehe ich darin einen Sinn.

Aber das ist meine ganz persönliche Meinung, ich kenne einige Beobachter, die von diesen Weitfeld Gläsern und Guckis total begeistert sind.

Für mich fängt die Freude mit den 6.5° beim Canon 10x42IS an :)

Grüße Jochen
 
Hallo Jochen,

danke für deine Meinung dazu. Das kann natürlich auch sein, dass ich einfach falsche Erwartungen habe, wobei ich aktuell ehrlich gesagt nicht davon ausgehe, schließlich kenne ich ja den Blick durch ein Fernglas. Aber sollte es so gar nicht meinen Erwartungen entsprechen, kann ich es ja immer noch zurückschicken.

CS Gerrit
 
Zwischen einem Fernglas und einem Gucki liegen aber Welten.
Klar sieht man im Gucki mehr Sterne als mit blossem Auge, es ist also so, als hätte man einen besseren Himmel, der aber gleichzeitig auch aufgehellt wird.

Ich persönlich mag es aber sehr wenn ich einige Messiers zumindest sehen kann, wenn auch nur punktförmig.

Aber wie gesagt, die persönlichen Vorlieben sind da sehr unterschiedlich, deshalb ist Ausprobieren eine gute Lösung.
Ich habe damals sehr schnell gemerkt, dass das nichts für mich ist.

Danach kamen dann noch ein paar Versuche mit den berüchtigten japanischen 7x Weitfeldgläsern, aber mit dem selben Ergebnis.

Grüße Jochen
 
Das Gucki hatte ich, ist Original das Kasai 2.3x40 28(° angeblich ...) Binoviewer. Ich fands nicht, eher kaum überzeugend.
Vergrösserung zu klein, man sieht doch klar weniger als mitm 7x42 z.B. mit gleicher Öffnung.
Dann (erstes Modell davon) innen nicht geschwärzt, gab üble Reflektionen mit Mond in (auch weiterer) Umgebung. 2tes Modell soll besser geschwärzt sein.
Für mich war es zu undefiniert, die beiden Fokussierer auf einen guten Fokus zu bekommen. Leichter Verzug am Rand ("Kometen") auch feststellbar.
Zudem keine Weichplastik Augenmuscheln, ein Minuspunkt der grösseren Art. Ist auch schlecht zu halten wg. der (kleinen) Grösse.

Unter dem Strich war ich enttäuscht. Bin mit dem 7x42 Leitz der Signatur um Welten glücklicher.

Gruss
 
Zuletzt bearbeitet:
Seit einer kurzen Zeit, habe ich das s'Gucki 2.3x40 (ZOMZ Original) und das 3x32 LZOS in meiner Sammlung.
Das ZOMZ habe ich bereits vor etwa 20 Jahren gehabt, bei Photo Sauter in München gekauft und als ich genug sah, dann wieder verkauft.

Diese beiden galileischen Operngläser sind für die Strukturen der Milchstrasse gut geeignet und das war auch damals der Fall von ZOMZ.

Nun hatten wir auch einmal in diesem Dezember eine klare Nacht und der Beobachtungsbericht ist hier,

Des langen Lesens kurzer Sinn, die beiden sind für die extra großen diffusen Nebel gut geeignet. Weil es davon nicht viele gibt, erschöpft sich schnell die Liste solcher extra großen Nebeln.

Ich habe diese beiden Operngläser auch deshalb in meine Sammlung aufgenommen, weil mich deren Optikdesign interessierte. Den Listenpreis von s'Gucki wäre ich bestimmt nicht bereit zu zahlen. Zum Glück gibt es noch die eBay.

Liebe Grüße,
Jiri
 
Ok, jetzt habe ich doch ziemlich oft gehört, dass das Gross Gucki oder ähnliche Geräte ziemlich schnell ausgeschöpft sind und die Begeisterung doch nicht so groß ist.

Außerdem hatten wohl einige Probleme mit der Verarbeitung, und die Lieferung aus der Schweiz nach Deutschland ist auch nicht so sehr der Hammer.

Das bringt mich auf das Eingangs bereits erwähnte Visionking 5x25 zurück. Da geht wenigstens die Lieferung leicht, und bisher habe ich weniger kritische Stimmen gehört als beim Gucki oder ähnlichem. Was haltet ihr davon? Und was denkt ihr, wie es da mit dem Lichtsammelvermögen aussieht?

CS Gerrit
 
Ich finde es immer wieder interessant, wenn hier Fragen in den Raum gehämmert werden, die dann auch superlieb, geduldig und ausführlich von den erfahrenen Astronomen hier beantwortet werden.
Und nur ein paar Stunden später zeigt sich, dass der Fragesteller anscheinend bereits schon länger vorher eine Entscheidung getroffen hat und kommt dann mit der Argumentation „Lieferung aus der Schweiz nach Deutschland sei ja nicht so der Hammer“ … Beziehungsweise mangelndes Markenimage wegen angeblich mieser Verarbeitung ??? Man fasst sich hier im Forum immer öfters fragend an den Kopf.

Sascha
 
Das bringt mich auf das Eingangs bereits erwähnte Visionking 5x25 zurück. Da geht wenigstens die Lieferung leicht, und bisher habe ich weniger kritische Stimmen gehört als beim Gucki oder ähnlichem. Was haltet ihr davon? Und was denkt ihr, wie es da mit dem Lichtsammelvermögen aussieht?

Ich benutze das Visionking dort, wo es seine Stärken ausspielen kann und die Schwächen nicht allzu sehr stören - allgemeine Landschaftsbeobachtung, cloud spotting, Sonnenuntergänge etc. Da erlaubt es, sich fabelhaft in die Szene hinein zu versetzen, und vermittelt wegen des grossen Sehfelds schöne Momente in der Natur.

Aber: Randschärfe ist so gut wie nicht vorhanden, die Schärfe im Zentrum is eher mittelmässig, und wegen der schlechten Transmissionswerte (vermutlich weniger als 80%) ist die Bildhelligkeit mittelmässig. Daher ist es aus meiner Sicht für den Nachthimmel nur bedingt geeignet. Die Plejaden z.B. kommen überhaupt nicht zur Geltung.

Mein Trick für die Benutzung des Visionking da, wo ich es einsetze, um die schlechte Randschärfe “auszugleichen“: die Augen schön im Zentrum des Bildes halten und das Fernglas schwenken, statt mit den Augen im Bild herum zu wandern.

Meine Messung des Sehfelds ergab 14.7 % statt der in der Spezifikation angegebenen 15.8 %, und die freie Öffnung ist 24 mm - das Visionking ist also eigentlich ein 4.7 x 24 Fernglas und nicht ein 5 x 25.

JostBürgi
 
Vielleicht meldet sich ja Christopher noch zu Wort.

Er liebt ja die großen binokularen Felder, hat so ziemlich alles in dieser Richtung ausprobiert und könnte sicherlich wertvolle Tips geben.

Grüße Jochen
 
Hi JostBürgi, das klingt ja nicht so sonderlich motivierend. Gerade bei der Transmissionsrate klingeln bei mir als Fotograf die Alarmglocken.... Also noch eines weniger auf der Liste. Vielleicht gucke ich mich doch bei etwas mehr Vergrößerung (6-7x?) um, das wurde mir ja häufiger von euch geraten und scheint mir auch mehr Auswahl zu bieten. Mal gucken, wo ich lange.

Sascha, leider muss ich dir da entschieden widersprechen.
Ja, die Antworten hier sind der Hammer und dafür bin ich auch sehr dankbar! Aber meine Meinung stand keinesfalls fest. Wie du beim aufmerksamen Lesen sicherlich feststellen wirst, war ich Anfangs vom Gucki sehr angetan, nach einigen Antworten, die die Freude daran aber als recht kurzweilig darstellten, habe ich meine Meinung dann aber geändert. Und jetzt wieder. Das entspricht so ziemlich dem Gegenteil dessen, was du hier fabuliert hast.

CS Gerrit
 
Gerade bei der Transmissionsrate klingeln bei mir als Fotograf die Alarmglocken [....] Vielleicht gucke ich mich doch bei etwas mehr Vergrößerung (6-7x?) um, das wurde mir ja häufiger von euch geraten und scheint mir auch mehr Auswahl zu bieten. Mal gucken, wo ich lange.
Ist die Frage, was du ausgeben möchtest und wie viel das Glas von der optischen Abbildungsleistung bieten können soll.
Als Fotograf schaut man durchaus auf Details, und wenn du schon nach Transmiasion fragst, wirds ein 50€ Glas nicht tun

Wenn Geld keine Rolle spielt, geht übrigens auch Beides, riesiges Gesichtsfeld (9,1°) trotz hoher Vergrößerung (8x) 91% Gesamttransmission, perfekte Randschärfe, große AP von 5,25mm....
Da sehe ich nd wir aber weit im vierstelligen Bereich.
Swarovski NL Pure 8x42

Ansonsten vllt ein Eschenbach Trophy D 8x42 B ED für 350€, 7,8°

LG
Olli
 
Hallo zusammen,
Olli, Swarovski NL Pure 8x42, ja, wäre auch meine High End-Empfehlung. Die Ornithologen schwören zudem auf das Glas.
Preiswerter geht es auch, das Nikon EII 8x30, nicht ganz randscharf, aber akzeptabel, für mich zumindest und ich bin da inzwischen sehr empfindlich geworden. Und 8,9° Gesichtsfeld. Ist aber "leider" ein Porro, nicht jedermanns Sache.
Jochen, was hat das 7x50 IF denn für ein GF? Das ist auch ein Porro oder?
Beste Grüße
Rene
 
Das Nikon wiegt irre 2400g, das ist mal eben das 3fache vom Swaro...Soviel wie mein ED 80/600 XD
 
Hallo zusammen,
Olli, Swarovski NL Pure 8x42, ja, wäre auch meine High End-Empfehlung. Die Ornithologen schwören zudem auf das Glas.
Preiswerter geht es auch, das Nikon EII 8x30, nicht ganz randscharf, aber akzeptabel, für mich zumindest und ich bin da inzwischen sehr empfindlich geworden. Und 8,9° Gesichtsfeld. Ist aber "leider" ein Porro, nicht jedermanns Sache.
Jochen, was hat das 7x50 IF denn für ein GF? Das ist auch ein Porro oder?
Beste Grüße
Rene
7x50 haben stets kleine scheinbare Felder, das AP-Problem (wg. Störlicht aus der Umgenung) kommt ja noch dazu.

csm
 
Hi Gerrit
zum Reinschnuppern gehört für mich ein geringer Einstiegspreis.
Daran orientiert habe ich selbst und empfehle immer wieder gerne.
Das Olympus DSP 1 7x35 mit > 9 Grad Feld oder 8x40 mit > 8 Grad.
Beide bilden gemessen am Preis, der im Net auch jetzt noch klar unter 100 EUR liegen sollte,
gut ab und machen Spaß.
Spiel Geld keine Rolle wären Swaroski NL Pure meine Favoriten.
CS
 
Zuletzt bearbeitet:
In Sachen Fernglas pro Euro ist das Visionking 5x25 nicht zu schlagen. Besser kann man 50 Euro in Optik nicht anlegen. Vergleicht man es allerdings mit 2000 Euro Gläsern, kann es jedoch nur Schei... sein.
Das wird aber wohl jedem klar sein und sollte keiner Diskussion bedürfen....

Mein Tip: Das Visionking kaufen, ausprobieren und schlimmstenfalls mit 20 Euro Verlust wieder verkaufen.

Gruß Horst
 
Also ich hatte das Visionking und war extrem unzufrieden damit... Zweimal total dejustiert angekommen und die Justage ist mit dieser Mechanik extrem nervig und auch nicht wirklich genau durchzuführen... ich habs dann komplett zerlegt und auch halbwegs gut justiert... Die Randunschärfe relativiert dann das große Feld... für mich wars nix, ich habs verschenkt.
Das Fernglas mit der geringsten Vergrößerung, das ich ab und zu nutze ist dieses hier... vielleicht eine Überlegung wert.


CS
Philipp
 
Hallo zusammen,

danke für den neuen Input. Ich denke, ich werde mir mit der Entscheidung ein wenig Zeit lassen und noch mal überdenken, was mir langfristig am meisten bringen wird. Vielen Dank für eure Ratschläge!

CS Gerrit
 
Hallo Gerrit,

ich kann mich erst heute einbringen, da ich am Wochenende im Auswärts Einsatz war. Dann habe ich kein Internet.

Aus eigener Erfahrung kenne ich etliche Galilei Ferngläser. Ich liebe allerdings die alten Dinger und weiß, was sie können und was nicht. Die Größe des Objektivs und dessen Öffnungsverhältnis (genauer der Winkelunter dem das Objektiv vom Okular aus erscheint) bestimmen das scheinbare Gesichtsfeld. Deshalb sind die meist ziemlich kurz, mit relativ großer Öffnung und schwacher Vergrößerung. Wieviel von der Öffnung zum Lichtsammeln dient, hängt von der Pupille des Nutzers ab. Wenn ich als älterer Mensch im Dunkeln nur noch gut 6mm schaffe, dann habe ich bei 2,3facher Vergrößerung gerade mal 14mm wirksame Öffnung. Das bringt mir gegenüber dem bloßen Auge eine knappe Größenklasse Gewinn, wenn man den Lichtverlust vernachlässigt. Durch die neuzeitlichen "Guckis" verschiedener Hersteller habe ich bei passender Gelegenheit immer mal wieder gesehen; die haben mich aber nie wirklich überzeugt. Ich habe mir deshalb auch nie eins gekauft.

Der Vision King 5x25 ist das einzige Fernglas, das ich seit Jahrzehnten neu gekauft habe. Wie Horst schon richtig bemerkt hat, ist das Preis- Leistungsverhältnis nicht zu schlagen. Vielleicht hatte ich wirklich Glück, dass meiner keinerlei Doppelbilder zeigt. Mit dem Gesichtsfeld sieht man halt wirklich die gesamten Hyaden mit Umgebung, die ganze Leier und...... So nehme ich den Vision King auch oft zur allgemeinen Orientierung, gerade wenn es noch nicht ganz dunkel ist. Auch zur allgemeinen Naturbeobachtung ist das ein ganz feines Fernglas; nervöse Lerchen kann man damit z.B. prima verfolgen. Die Verarbeitung ist für diese Preisklasse wirklich gut, und ich finde das Bild hinreichend gut. Ich kann dir wirklich zuraten.

Für etwas mehr Vergrößerung mit natürlich dann weniger Gesichtsfeld kann ich dir noch 2 alte Brötchen empfehlen. Von Revue (Foto Quelle) gab es ein 7x35 WW mit 10° Gesichtsfeld und ein 8x40 WW mit 9°. Das 7x35 habe ich schon seit meinen Studi Tagen; das 8x40 lief mir letztes Jahr auf einem Flohmarkt zu. Zumindest das 7x35 findet sich recht oft gebraucht. Da muss man natürlich schauen, dass es in Ordnung ist. Die sind beide am Rand nicht wirklich scharf, so 2/3 des Gesichtsfeldes aber schon. Man taucht herrlich in den Raum ein - und das in der Preisklasse unter 50 Euro. Übrigens gab es von Revue auch ein 10x50 WW, das ist in der Abbildung aber deutlich schlechter als das "normale" 10x50.

CS Gerhard
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben