Einsteiger Setup - Ziel EAA

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Hi Ewald @MünchenBeiNacht ,

na, das ist mal ein Einführungs/Überblicks-Tutorial.
Da braucht man kein Google mehr. ;)

Achso, zur Belastung der AZ-GTi:
Ich hänge da meinen Newton 150/750mm und sogar meinen Meade 8" SC dran.
Das geht schon, aber wahrscheinlich nur, bin mir nicht sicher, gut im Alt/Az-Modus wegen dem Gewicht auf die Achsen und der Verteilung.
Und ich mache natürlich nur Kurzbelichtungen ohne Guiding.

Aber ich denke viel mehr geht wirklich nicht. ;)

Gruß
Peter
 
Ewald hat alles super Beschrieben

Hier noch mal meine persöhlichen Erfahrungen zu Investitionen , beziehungsweise Fehl-Investitionen.

1) Montierung. Ich habe auch mehrmals den Fehler gemacht bei der Montierung zu sparen. Denn, sobald man dann irgend was mehr machen will, kauf man die nächst größere Montierung. Die Montierung ist meiner Meinung nach die wichtigste Investition. Hier sollte man nicht sparen.
Das minimum an Investition ist meiner Meinung nach irgend wo um die 1000 euro. Eine Exos 2 ( PMC8 Version) , eine Celestron AVX , oder so etwas in der Klasse. Dann hat man zumindest was Gewicht und Flexibilität angeht ein bisschen Luft für die nachten Schritte.
Besser wäre noch etwas mehr auszugeben.

2) Apo mit Korrektor , b.z.w Faltfield APO. Auch hier wird oft am falschen ende gespart. Die unterste Preislage wäre z.B. ein SVBony 503 /70. Das bekommst du bei z.B bei Ebay direkt inkl Reducer/Korrektor im Paket für 779.- Euro.

Ein kleines Guidescope von SV Bony gibt es für um die 50.- , und eine kleine Guide Camera gibt es für um die 100.
 
1) Montierung. Ich habe auch mehrmals den Fehler gemacht bei der Montierung zu sparen. Denn, sobald man dann irgend was mehr machen will, kauf man die nächst größere Montierung. Die Montierung ist meiner Meinung nach die wichtigste Investition. Hier sollte man nicht sparen.
Das minimum an Investition ist meiner Meinung nach irgend wo um die 1000 euro. Eine Exos 2 ( PMC8 Version) , eine Celestron AVX , oder so etwas in der Klasse. Dann hat man zumindest was Gewicht und Flexibilität angeht ein bisschen Luft für die nachten Schritte.
Besser wäre noch etwas mehr auszugeben.
ja, stimmt schon.

Aber so eine kleine kompakte GoTo, Computer gesteuerte Montierung (zB eben die AZ-GTi) ist mM als Einstieg auch ok. Wenn man nämlich im Hobby bleibt, dann wird man die weiter sinnvoll nutzen für ein kleines leichtes, schnelles Setup mit kleinem Newton oder APO oder nur DSLR/M oder was weiss ich.

Wenn's dann um wirklich grössere Öffnungen ( für mich >= 300mm oder mein 20 Zöller), auch für Astrofotografie geht, dann gibt es noch ganz klar den Weg, gleich einen Dobson mit EQ-Plattform zu nehmen. Allerdings ist es mM für AF (natürlich mit gestackten Kurzbelichtungen) dann ziemlich sinnvoll den grossen Dobson mit Schrittmotoren zu motorisieren und vom Computer steuerbar zu machen (muss man aber nicht).

Bei diesem Weg, den ich gehe, braucht man keine grosse schwere, unhandiche und teure equatoriale Montierung (die es für so grosse Öffnungen sowieso nicht bezahlbar gibt).

Gruß
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Die AZ-GTI hatte ich auch mal . zuerst als Alt-AZ , und dann umgebaut zur Equatorial Monti. das hat funktioniert...irgendwie. Aber nicht so richtig.
Also, Nachführung war ok, aber grenzwertig, und die Positionierung hat mal mehr mal weniger funktioniert. Und wenn man zu weit weg ist vom Ziel, steigt halt auch das Plate Solving in NINA aus.

Im Prinzip hat das also alles funktioniert, aber auf Grund der inkonsistenten Ergebnisse habe ich davon irgendwann abstand genommen .


Das schöne war, super leicht, und auf Grund der luftgekühlten Camera ohne externe Stromversorgung zu betreiben.
An dem alten Gitzo Foto Stativ war noch ein keiner aktiver HUB, so das nur ein Kabel zum Laptop ging.

1639297476029.jpg


Hier noch das erste Bild was damals damit entstanden ist ...allerdings war der Abstand zum Korrektor noch minimal falsch

M33_091021_ACR2.jpg
 
Moin zusammen,

tjaaa... der Ewald / @MünchenBeiNacht
schließe mich meinen Vorschreibern an, da kann man nichts mehr hinzufügen.
:y:

Und auch zustimmend, die Montierung ist und bleibt das A&O.

Das Teleskop muss zur Montierung passen und umgekehrt.
Man darf aber nicht nur das Gewicht des Tubus als Maßstab hernehmen. Die Baulänge muss ebenso beachtet werden. Eben der Hebel.

Bei mir stehen verschiedene Montierungen rum.
Alles in allem, jede für sich betrachtet, passable und gut zu nutzende Montierungen.
Aber auf eine EQ3-2 kann ich m.E. keinen 150/750 Newton packen.
Auch auf die iOptron keinen 127/1200 Refraktor FH, auch wenn es vom Gewicht her gut gehen würde. Das Teil ist zu lang. EQ6-R ja, aber... puh... das Geschleppe (bin halt ne faule S** ;)), ne, muss ich mir nicht antun.

In diesem Sinne, Patrick, sortiere, ordne und lass die Informationen sacken.
Keine Panik, das wird schon. Da sind wir mehr oder weniger - langsam/schnell - alle durch gekommen.
 
Die AZ-GTI hatte ich auch mal . zuerst als Alt-AZ , und dann umgebaut zur Equatorial Monti. das hat funktioniert...irgendwie. Aber nicht so richtig.
Also, Nachführung war ok, aber grenzwertig, und die Positionierung hat mal mehr mal weniger funktioniert. Und wenn man zu weit weg ist vom Ziel, steigt halt auch das Plate Solving in NINA aus.

Im Prinzip hat das also alles funktioniert, aber auf Grund der inkonsistenten Ergebnisse habe ich davon irgendwann abstand genommen .


Das schöne war, super leicht, und auf Grund der luftgekühlten Camera ohne externe Stromversorgung zu betreiben.
An dem alten Gitzo Foto Stativ war noch ein keiner aktiver HUB, so das nur ein Kabel zum Laptop ging.

Den Anhang 303372 betrachten

Hier noch das erste Bild was damals damit entstanden ist ...allerdings war der Abstand zum Korrektor noch minimal falsch

Den Anhang 303376 betrachten
das sieht doch super aus und sind doch genau die Bilder, die mM erstmal ausreichend sind.
Und für EAA sowieso ausreichend.

Wenn man noch bessere Bilder will, dann schaut man das Bild der Woche hier auf Astronomie.de oder woanders oder Hubble, JWST Bilder an. ;)

Ich für mich brauche den Riesen-Aufwand (Geld und Zeit) nicht, um in eine höhere Bild-Klasse zu kommen.
Aber das darf natürlich jeder für sich entscheiden. ;)

Gruß
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
In diesem Sinne, Patrick, sortiere, ordne und lass die Informationen sacken.
Keine Panik, das wird schon. Da sind wir mehr oder weniger - langsam/schnell - alle durch gekommen.
Und leider wird es auch mit Sicherheit irgend einen Fehlkauf geben, über den du dich später mal ärgerst .
Bei mir war das leider deutlich mehr als einer...aber ich hab auch angefangen, bevor es solche hilfreichen Foren gab :D.

Oder gibt es hier jemand, der noch nie einen Fehlkauf hatte ? ....der werfe bitte das erste Okular ;)
 
Und leider wird es auch mit Sicherheit irgend einen Fehlkauf geben, über den du dich später mal ärgerst .
Bei mir war das leider deutlich mehr als einer...aber ich hab auch angefangen, bevor es solche hilfreichen Foren gab :D.

Oder gibt es hier jemand, der noch nie einen Fehlkauf hatte ? ....der werfe bitte das erste Okular ;)
ich denke das gehört definitiv mit zum Astronomie Hobby. Erst dadurch lernt man dazu und bekommt mehr Erfahrung.

Okulare werfe ich grundsätzlich nicht, ausser vielleicht so billige Plastik Okulare. ;)

Gruß
Peter
 
Wenn ich so an meine Lernkurven zurück denke, entsprachen die eher denen der alten Ägypter oder Griechen.
In jungen Jahren gab es noch keine Foren, und Anleitungen waren was für [zensiert]en, die es selbst nicht können :D.
Also, Teleskop auf ein Foto Stativ , belichtet ( damals noch mit Film) , erste Erkenntnis , der blöde Himmel bewegt sich.
Selbstgebauter Motor ans Stativ...zweite Erkenntnis, der Himmel bewegt sich in einem Bogen, verdammt.
ALt/AZ Montierung mit Nachführung gekauft. Dritte Erkenntnis ..der Himmel bewegt sich nicht nur in einem Bogen, der dreht sich auch noch .
Also, EQ Montierung mit Nachführung gekauft. Vierte Erkenntnis , der Himmel bewegt sich um einen bestimmten Punkt , wo immer der sein mag.
Fünfte Erkenntnis...es gibt so was wie eine eine Ausrichtung auf Polaris...nur, wo ist der blöde Stern....

Das gute ist, ich habs mittlerweile verstanden.
Somit könne wir heil froh sein, das es heut zu Tage so schöne Foren gibt ...und jede menge elektronischer Hilfsmittel. :cool:
 
Tach auch zusammen,

hier tut sich ja richtig was :y: .

Wenn man noch bessere Bilder will, dann schaut man das Bild der Woche hier auf Astronomie.de oder woanders oder Hubble, JWST Bilder an. ;)

Ich für mich brauche den Riesen-Aufwand (Geld und Zeit) nicht, um in eine höhere Bild-Klasse zu kommen.
Aber das darf natürlich jeder für sich entscheiden. ;)
mit ein Grund warum ich EAA betreibe.
Der Aufwand ist noch recht überschaubar, grundsätzlich kommt man mit "kleinerem" Equipment m.E. an recht sehenswerte Ergebnisse. Was mich halt so fasziniert ist, dass ich mit überschaubarem Aufwand zusehen kann wie sich von 2, 4, 8 Sekunden Belichtung das Bild immer besser heraus schält. Ich kann den live-stack 10, 15 oder auch 30 Minuten laufen lassen, oder auch >. Je nachdem was mir so gefällt oder wieviel Geduld ich mitbringe ;).
Dann "klick" abgespeichert. SharpCap liefert dann auch noch eine passende Informationsdatei dazu.
Was will ich mehr?

Und leider wird es auch mit Sicherheit irgend einen Fehlkauf geben, über den du dich später mal ärgerst .
:unsure:... Fehlkauf ist nicht meine bevorzugte Vokabel.
Lern-/ und Erfahrungskauf ;).
In diese Kategorie fällt bei mir das Bresser Set 127/1200 und Exos-2 manuell.
Die Optik ist gar nicht mal so schlecht, aber halt ein ziemliches Trumm.
Die Exos-2 manuell macht auch das was sie machen soll. Ist nicht zu schwer und somit gut transportabel.
Aber zusammen... :eek:.

Und da trifft dann halt das zu
ich denke das gehört definitiv mit zum Astronomie Hobby. Erst dadurch lernt man dazu und bekommt mehr Erfahrung.

Somit könne wir heil froh sein, das es heut zu Tage so schöne Foren gibt ...und jede menge elektronischer Hilfsmittel. :cool:
jep, dieses Forum ist schon prima :y:.
Bei den elektronischen Helferlein schadet es aber nicht, dass man weiß, wie das ein oder andere manuell funktioniert und die Grundlagen dahinter kennt.
Eben das, was Ewald / @MünchenBeiNacht bezüglich GoTo, Alignment und Nachführung so schön beschrieben hat.
 
Hallo zusammen,

Also ist bisher Starsense konkurrenzlos und Alternativlos in dem was es macht ?

Ich habe noch eine Frage zu den Celestron Montierungen.
Celestron Nexstar SLT, Traglast 4kg, ~€ 400
Celestron Nexstar SE, Traglast 4 kg, ~€ 800 (NexStar 4SE und 5SE)
Celestron Nexstar Autoguiding, Traglast 6kg, ~€ 1.200 (NexStar 6SE und 8SE)
Celestron Evo, Traglast 10 kg, Aku, WiFi, ~€ 1700

Wen ich diese Montierung später für EAA mit einem PC ansteuern möchte, geht dies mit allen oder nur mit der NexStar Autoguiding Variante?

Ich habe mir noch einmal alle Beiträge in Ruhe durchgelesen und mal zusammen geschrieben was bereits erwähnt wurde:
  • Newton 150/750 PDS - Montierung: EQ5 Pro / EQ5 mit Motor set / Celestron AVX / Exos 2 PMC8 - Kamera: ZWO ASI 294 MC / ASI 533 MC / Player one Saturn-C
  • Newton 130/650 PDS - Montierung: EQ5 Pro / EQ5 mit Motor set / Celestron SE / Celestron AVX / Exos 2 PMC8 - Kamera: ZWO ASI 178 MC (Komakorrektur)
  • Apo Refraktor 120/1000 FH - Montierung: EQ5 Pro / EQ5 mit Motor set - Kamera: ?
  • Apo Refraktor SVBony 503 /70 - Montierung: AZ-GTI - Kamera: ?
  • Apo Refraktor Sky Rover 72 ED - Montierung: AZ-GTI - Kamera: ?
  • Apo Refraktor 60 / 90 - Montierung: ? - Kamera: ?
  • Achromat 102/1000 - Montierung: ? - Kamera: ?
  • Guidscope SV165 - Kamera: SvBony 305 pro

Noch eine allgemeine Frage der herangehensweise:
Verwendet ihr bei einer EAA Beobachtung zuvor noch normale Okulare um das Teleskop visuell auszurichten oder nur noch alles über die Kamera und PC?

Gruß
Patrick
 
Hi!

Du kannst alle modernen Celestron-Goto-Montierungen mit dem PC ansteuern, die Anschlussbuchse ist unten im Handcontroller. Moderne Modelle haben einen Mini-USB-Anschluss, ältere (Gebrauchtkauf) teilweise noch eine RJ11 Telefonstecker, dann brauchst du noch ein Adapterkabel auf RS232 und sehr wahrscheinlich noch einen auf USB.

Den ASCOM-Treiber für Celestron gibt es nicht mehr separat, der ist jetzt wohl in CPWI enthalten. Also erst einmal CPWI installieren, damit kannst du auch die Verbindung zur Montierung testen, und dich dann mit ASCOM beschäftigen.

Zur Evolution-Montierung sei kurz gesagt, dass der Aufpreis zur größeren SE (Autoguiding, sie du sie nennst) sich durch den LiFePO-Akku und das WLAN schno wieder fast ausgleichst, wenn du sie separat dazu kaufst. Guiding dann halt per Laptop.

Als eigenständige Hardware-Lösung ist StarSense aktuell konkurrenzlos; mit Platesolving am PC erreicht man ähnliches, braucht halt einen Laptop. Aber das Alignment einer azimutalen Montierung per StarAlign und Okular ist auch kein Hexenwerk.

Für Astrofotografie bin ich mittlerweile fast ohne Okular unterwegs (außer für Planeten, die stelle ich an der parallaktischen Montierung schneller manuell ein, als dass ich das Goto initialisiere), wobei mein Okularauszug auch eine Skala hat und ich etwa weiß, wo der Schärfepunkt liegt. Sonst wird das Okular als Fokussierhilfe gebraucht. Ich würde dir trotzdem Okulare empfehlen – das macht die Fehlersuche einfacher, und man sieht erst einmal den Unterschied Auge-Kamera. Aber der Blick durch's Okular gehört für mich immer noch dazu, wenn ich beobachten will und nicht nur Bilder produzieren will. Ich habe gerade einen sehr kompakten EAA-Aufbau aus vorhandenen Teilen in Arbeit, mit Star Adventurer und einem 61/250-Sucher (Vario Finder) und gnadenlosem Undersampling - der Star Adventurer hat gar kein Goto, da ist ein Okular Pflicht. Der Aufbau funktioniert prinzipiell schon, auch wenn ich einen Winz-Sensor dran habe. Reine EAA mit einem Vollautomat wie dem eVscope 2 ist mir zu langweilig, da habe ich nichts mehr zu tun. Meine Eindrücke von dem habe ich hier mal zusammengefasst, der Text ist auch irgendwo hier im Forum begraben.

Was für dich vielleicht noch interessant ist, um die Größen beim Transport abzuschätzen:
Stativ kommt noch jeweils extra dazu.

Beste Grüße,
Alex

PS: Ach ja, bei "Kein Fehlkauf" kann ich glaube das erste Okular werfen – wobei ich jahrelang die Geräte der örtlichen Sternwarte genutzt habe und wusste, was ich wollte. Sogar die Fehlkäufe sind heute noch im Einsatz, wenn auch teils anders als geplant ;) Statt Lehrgeld habe ich lieber Mitgliedsbeiträge gezahlt...
 
Guten Morgen,

Wen ich diese Montierung später für EAA mit einem PC ansteuern möchte,
grundsätzlich kannst Du alle GoTo Montierungen mittlerweile mit dem PC, Notebook, SmartPhone, Tablet oder dem Raspberry ansteuern.
Kommt halt drauf an wie komfortabel.
Mit Kabel oder mit WiFi. Nur über diese oder jene Software.

Was da jetzt noch für Kombinationen zwischen gebastelt werden können, speziell jetzt bei Celestron, kann ich nicht's genaues zu sagen.

Montierungen werden unter Windows über die ASCOM Schnittstelle angesprochen.
Bei meiner iOptron z.B. klinkt sich dann automatisch die hauseigene Software von iOptron noch dazwischen. Warum?? Keine Ahnung.

Skywatcher hat auch noch eine eigene Software, Synscan Pro.
Celestron wohl auch noch.

Apo Refraktor 120/1000 FH - Montierung: EQ5 Pro / EQ5 mit Motor set - Kamera: ?
;) entweder Apo oder FH.
So einen 120/1000 auf die EQ5... :unsure:... da schwanke ich.
Ich besitze den 120/1000 FH von Skywatcher. Der ist das äußerste auf meiner iOptron, die mit 14 Kg angegeben ist. Selbst wiegt der Tubus irgendwas um die 8 Kg.
Bringt halt auf Grund seiner Baulänge Hebel mit sich.

Verwendet ihr bei einer EAA Beobachtung zuvor noch normale Okulare um das Teleskop visuell auszurichten oder nur noch alles über die Kamera und PC?
Das ist ja schon vorher diskutiert worden.
Sowohl als auch.
Ich bin mit meiner iOptron mehr oder weniger "gezwungen" erst mit dem Okular zu arbeiten.
Das Teil arbeitet nach dem Einschalten für 2, 3 Minuten eine Initialisierungsroutine ab. Dient der GPS Ortsbestimmung und dem Datum's und Zeitabgleich. Dabei dreht sich die Montierung einmal um die eigene Achse. Mit Kabel vom Notebook zur Kamera ist das recht blöd.
Geht dann daran anschließend automatisch in das Ein-Stern Alignment über, hält dann an und wartet auf das Zentrieren.
Da könnte ich jetzt die Kamera einstecken und mit dem Notebook verbinden. Habe ich aber noch nicht ausprobiert.
Ich habe ein Okular drin, führe das Alignment dann zu Ende.
Dann kommt die Kamera rein und dann eben Notebook, SharpCap, Skychart... ... ... der ganze Summs halt hinterher.
Ob der Aufwand so jetzt kleiner oder größer ist... :unsure:.
Und da ich eh noch keinen EAF habe muss ich ja eh am Teleskop sein und ordentlich fokussieren.
Könnte sich dann ändern, wenn der EAF angeschafft ist, um dann alles von Drinnen zu machen.
Nach der Initialisierungsroutine das automatische Alignment abbrechen.

Was Deine "?" bezüglich der Kamera's bei den verschiedenen Teleskopen angeht, einfach mal hier durchspielen:
Astronomy-Tools
 
Hallo Patrick,

Wen ich diese Montierung später für EAA mit einem PC ansteuern möchte, geht dies mit allen oder nur mit der NexStar Autoguiding Variante?
Alle Celestron Nexstar Montierungen haben den identischen Handkontroller. Die Verbindung zwischen PC und Montierung erfolgt über den Handkontroller. Aber Achtung es gibt unterschiedliche Ausführungen des Handkontrollers. Die älteren Modelle haben "nur" eine serielle Schnittstelle. Die neueren Modelle haben einen USB Anschluss.

Falls Du eine gebrauchte Montierung kaufst, würde ich nur eine Variante mit USB Anschluss nehmen. Man kann zwar auch eine serielle Variante mit Hilfe eines speziellen Adapter Kabels an den heutigen PC Standard USB anschließen, aber man braucht zwingend ein "aktives" serielles/USB Kabel das intern eine spezielle Elektronik hat. Es ist also nicht nur ein Adapter vom seriellen Stecker zum USB-Stecker.

Ältere Skywatcher Montierungen haben zum Teil auch nur einen seriellen Anschluss und benötigen dann das Spezialkabel. Bei Skywatcher erfolgt der Anschluss an den PC nicht über den Handkontroller sondern der USB Anschluss ist an der Montierung. Auch hier würde ich bei einem Gebrauchtkauf auf den USB-Anschluss achten und keine "serielle" Variante kaufen.

Aber auch mit reiner USB Verbindung kann es Probleme geben. Manche, besonders ältere PC-Hardware mit USB verweigert eine Kommunikation über die USB Schnittstelle und oft muss man noch zu Fuß die Verbindungsgeschwindigkeit im Systemmanger einstellen. Ich selbst hatte zwei völlig baugleiche Sony Laptops und einer konnte nie eine Kommunikation zwischen Laptop und Montierung aufbauen. Du wirst viele Beiträge in den Foren zu Verbindungsproblemen finden können. Mit moderner PC Hardware sollte es aber "in der Regel" gehen.

Ich habe mir noch einmal alle Beiträge in Ruhe durchgelesen und mal zusammen geschrieben was bereits erwähnt wurde:
  • Newton 150/750 PDS - Montierung: EQ5 Pro / EQ5 mit Motor set / Celestron AVX / Exos 2 PMC8 - Kamera: ZWO ASI 294 MC / ASI 533 MC / Player one Saturn-C
  • Newton 130/650 PDS - Montierung: EQ5 Pro / EQ5 mit Motor set / Celestron SE / Celestron AVX / Exos 2 PMC8 - Kamera: ZWO ASI 178 MC (Komakorrektur)
  • Apo Refraktor 120/1000 FH - Montierung: EQ5 Pro / EQ5 mit Motor set - Kamera: ?
  • Apo Refraktor SVBony 503 /70 - Montierung: AZ-GTI - Kamera: ?
  • Apo Refraktor Sky Rover 72 ED - Montierung: AZ-GTI - Kamera: ?
  • Apo Refraktor 60 / 90 - Montierung: ? - Kamera: ?
  • Achromat 102/1000 - Montierung: ? - Kamera: ?
  • Guidscope SV165 - Kamera: SvBony 305 pro
Du hast in Deiner Liste jetzt die erwähnten AltAZ Skywatcher Montierungen weggelassen. Es gibt von Skywatcher ettliche unterschiedliche Modelle mit ähnlich klingenden Namen aber in ganz unterschiedlicher Bauart und Ausführung. Eine reine parallaktische EQ5 ist nicht mit einer AZ-EQ5 zu verwechseln welche sowohl im parallaktischen (EQ) Mode als auch im AltAZ-Mode verwendet werden kann.

Verwendet ihr bei einer EAA Beobachtung zuvor noch normale Okulare um das Teleskop visuell auszurichten oder nur noch alles über die Kamera und PC?
Ausschließlich Kamera im OAZ keine Okulare. Mein Skywatcher 200PDS und der kleine Quattro haben noch nie ein Okular gesehen.

Ich möchte noch ein für mich unverzichtbares Zubehör erwähnen, das ist der EAF von ZWO. Das ist ein kleiner Motor der an den OAZ angeschlossen wird und per mitgelieferter Software und zusammen mit der Kamera vollautomatisch den perfekten Fokus einstellt. Der Fokus ist nicht nur entscheidend für "scharfe" Bilder, das ist selbstredend, sondern auch schon in der Vorbereitung. Alle erwähnten Praktiken wie z.B. Platesolving und auch Guiding per zweiter Kamera funktionieren nur bei "guter" Fokuslage, der jeweiligen Kamera. Entweder man behilft sich mit einer "Bahtinov-Maske" vor dem Teleskop und nimmt die Einstellung per Hand vor oder man setzt auf den Automatik-Modus per Motor und Kamera.

Okulare und Kamera haben in der Regel völlig unterschiedliche Fokuspunkte. Es reicht also nicht mit einem Okular, visuell mit durchschauen scharfzustellen und dann das Okular gegen die Kamera zu tauschen und zu hoffen, das passt schon! Banane! Übrigens selbst die Okulare untereinander haben verschiedene Fokuspunkte. Wechselt Du das Okular, stellst Du neu die Schärfe ein.

Also ist bisher Starsense konkurrenzlos und Alternativlos in dem was es macht ?
Ja, kann man so stehen lassen. Insbesondere wenn man noch Fokus, Okular, Kamera und Filter on Top mit in die Überlegung einbezieht. Die Starsense Kamera ist ja ausschließlich für das Allignemnet per Plate-Solving gedacht und ausgelegt und kann auch für nichts anderes verwendet werden. Deshalb hängt die Funktionalität von keinen weiteren Einflüssen und eventuell eingesetzten Zubehör im optischen Weg wie Filter und Barlow-Linsen vor der Kamera ab.

Anders wenn man Plate-Solving per Astro-Kamera machen möchte oder muss. Zeigt die Kamera auf Grund der Sensor-Geometrie oder wegen einer Barlow-Linse einen zu kleinen Himmelsausschnitt, ist das Bild "zu" unscharf oder wegen eines eingesetzten Filters zu dunkel kann es schwierig bis unmöglich werden ein Platesolving erfolgreich auszuführen.

Servus - MünchenBeiNacht - Ewald
 
Du wirst viele Beiträge in den Foren zu Verbindungsproblemen finden können. Mit moderner PC Hardware sollte es aber "in der Regel" gehen.
Dazu noch eine Ergänzung: Wenn du mit einem USB-Hub an der Montierung arbeitest, nimm möglichst einen aktiven Hub mit eigener Stromversorgung. Wenn du irgendwann neben der Aufnahme-Kamera u.U. noch Guiding-Kamera und Motorfokussierer über einen USB-Anschluss am Laptop versorgst, kann der Strom zu wenig werden, und du kannst wieder mit der Fehlersuche beginnen. Oder halt jedes Gerät direkt am Laptop, und immer an der selben Buchse.

Ein Motorfokussierer (gibt's auch von anderen Herstellern, ich habe einen einfachen Motor von TS/SkyWatcher und eine Steuerung von Astro-Gadget) erleichtert die Arbeit am PC sehr, weil du dann alles am PC machen kannst (Kameraeinstellungen, Montierung über ASCOM bewegen, fokussieren), nimmt dir aber bei vielen Modellen die Möglichkeit, manuell zu fokussieren, wenn du doch visuell mit einem Okular unterwegs bist. Dann gibt's noch Motorfokussierer mit und ohne zusätzlichem Handcontroller... (Nebenbei, ZWO arbeitet sehr dahin, ein geschlossenes System aufzusetzen, und vor allem die beliebte ASIAir arbeitet nur mit ZWO-Kameras zusammen. Hat für mich ein Geschmäckle, daher der Hinweis auf andere Hersteller).

Es gibt auch die Option, Kamera und (ein) Okular auf die selbe Fokuslage zu bringen. Das bedeutet aber entweder den Einsatz von Verlängerungshülsen oder Stopringen oder meist beidem. Oder einem Klappspiegel (am Refraktor, am Newton fehlt meist der Backfokus). Da kann man beliebig viel Geld versenken... aber auch bei prinzipiell identischer Fokuslage erleichtert ein Motorfokussierer das endgültige Feinfokussieren sehr. Von daher muss ein Motorfokussierer nicht gleich angeschafft werden, aber wenn dein Schwerpunkt auf Kameraanwendungen liegt, wird er bestimmt irgendwann kommen.

Beste Grüße,
Alex
 
Hi,

noch eine Anmerkung von mir:
Ich halte die Montierung, die nur den seriellen Anschluss hat, für unkompliziert in der Verbindung über USB zum PC.
Also ich würde darauf nicht achten.

Hier zB das Kabel, das ich mit meiner Skywatcher AZ-GTi verwende:
Ist eigentlich von der Anwendung das gleiche wie ein direkter USB Anschluss an der Montierung. Nur die Stecker sind anders ;) .

Einen Klappspiegel von Baader wie Alex @Kerste ihn erwähnte habe ich auch. Das ist eine super Sache um schnell zwischen Okular und Kamera umzuschalten. Beide bleiben dabei im Fokus. Man brauch allerdings auch ein paar Adapter und ein zusätzlichen Helical-Fokussierer ist empfehlenswert.

Bei meinen Newtons geht es aber leider nicht sehr gut, da man zuviel Backfocus benötigt. Ist im Normalfall nur für Refraktoren mit ausreichend Backfocus geeignet.

Gruß
Peter
 
Zuletzt bearbeitet:
Guten morgen,

ergänzte Listen:

Celestron Nexstar SLT, Traglast 4kg, ~€ 400
Celestron Nexstar SE, Traglast 4 kg, ~€ 800 (NexStar 4SE und 5SE)
Celestron Nexstar Autoguiding, Traglast 6kg, ~€ 1.200 (NexStar 6SE und 8SE)
Celestron Evo, Traglast 10 kg, Aku, WiFi, ~€ 1700
  • Newton 150/750 PDS - Montierung: AZ-EQ5 / EQ5 Pro / EQ5 mit Motor set / Celestron AVX / Exos 2 PMC8 - Kamera: ZWO ASI 294 MC / ASI 533 MC / Player one Saturn-C
  • Newton 130/650 PDS - Montierung: EQ5 Pro / EQ5 mit Motor set / Celestron SE / Celestron AVX / Exos 2 PMC8 - Kamera: ZWO ASI 178 MC (Komakorrektur)
  • Refraktor 120/1000 FH - Montierung: AZ-EQ5 / EQ5 Pro / EQ5 mit Motor set - Kamera: ZWO ASI 178 MC / ZWO ASI 294 MC / ASI 533 MC / Player one Saturn-C
  • Apo Refraktor SVBony 503 /70 - Montierung: AZ-GTI - Kamera: ?
  • Apo Refraktor Sky Rover 72 ED - Montierung: AZ-GTI - Kamera: ?
  • Apo Refraktor 60 / 90 - Montierung: ? - Kamera: ?
  • Achromat 102/1000 - Montierung: ? - Kamera: ?
  • Guidscope SV165 - Kamera: SvBony 305 pro
  • Fokusierung: ZWO EAF / TS/SkyWatcher mit Steuerung von Astro-Gadget
Gruß
Patrick
 
Ach, und beim Celestron Starsense System gibt es auch als einfache Variante die Starsense Explorer App für das Smartphone. Allerdings leider nur in Verbindung mit einem Celestron Teleskop.

Es gibt inzwischen auch Starsense Explorer Dobsons:
Auch keine schlechte Sache. Allerdings muss man dann für EAA noch eine EQ-Plattform dazu kaufen.
Sind auch ganz schön teuer geworden. Bin froh, dass ich meine Ausrüstung habe.

Gruß
Peter
 
Hallo zusammen,

Bin froh, dass ich meine Ausrüstung habe.
;) jep, ich auch. Bis auf den ein oder anderen Luxus den man sich leisten möchte :whistle:.

Ich halte die Montierung, die nur den seriellen Anschluss hat, für unkompliziert in der Verbindung über USB zum PC.
Also ich würde darauf nicht achten.
Bin zwar nicht so der Freund von diesen Adaptern und Zwischenteilen, aber habe ich jetzt für meine iOptron auch angeschafft. Mit WiFi ging es halt immer so leidlich. ASCOM ausgestiegen (INDI läuft da auch sauberer, nur mal so am Rande :affemund:), WiFi-Verbindung zu wackelig (liegt an den vor Ort Bedingungen), jetzt mit Kabel von Montierung zum Notebook, prima :D.
Notebook wird auch mit LAN-Kabel an einen Repeater angestöpselt

Grundsätzlich muss das jeder für sich entscheiden wie er es macht.
Ist halt von den verschiedensten Faktoren abhängig.

Celestron Nexstar SLT, Traglast 4kg, ~€ 400
Celestron Nexstar SE, Traglast 4 kg, ~€ 800 (NexStar 4SE und 5SE)
Celestron Nexstar Autoguiding, Traglast 6kg, ~€ 1.200 (NexStar 6SE und 8SE)
Celestron Evo, Traglast 10 kg, Aku, WiFi, ~€ 1700
denke mal das alle Montierungen mit dem passenden Teleskop eine gute Wahl sind.
Wenn ich es recht in Erinnerung habe, werden diese Montierungen hauptsächlich mit SCs oder MCs angeboten.
Da habe ich auch schon gelesen, dass es Probleme mit längeren Tuben geben kann. Anschlagen an Montierungskopff und Stativ.
Genaueres findest Du aber im Buch von unserem geschätzten Astro-Kollegen Alex / @Kerste .
Bei den NexStar 6SE und 8SE muss man sich bewusst sein, dass es Schmidt-Cassegrain sind.
Über die Teile gehen die Meinungen auseinander, ich finde sie toll.
Fotografisch wie auch EAA anspruchsvoller.
Bei allen Montierungen wird wohl das StarSens Autoalign Modul funktionieren.

  • Newton 150/750 PDS - Montierung: AZ-EQ5 / EQ5 Pro / EQ5 mit Motor set / Celestron AVX / Exos 2 PMC8 - Kamera: ZWO ASI 294 MC / ASI 533 MC / Player one Saturn-C
  • Newton 130/650 PDS - Montierung: EQ5 Pro / EQ5 mit Motor set / Celestron SE / Celestron AVX / Exos 2 PMC8 - Kamera: ZWO ASI 178 MC (Komakorrektur)
  • Refraktor 120/1000 FH - Montierung: AZ-EQ5 / EQ5 Pro / EQ5 mit Motor set - Kamera: ZWO ASI 178 MC / ZWO ASI 294 MC / ASI 533 MC / Player one Saturn-C
Zukunftsträchtiger wäre die AZ-EQ5 und die AVX. Tragen beide laut Angaben ca. 14 Kg.
Die AZ-EQ5 kann halt in beiden Modi genutzt werden.
Zur Exos-2 PMC8 kann ich nix sagen.
Wie vorher schon erwähnt, den FH auf der EQ5 sehe ich etwas kritisch. Die Optik ist fein (besitze ich ja). Planeten sind nicht so spannend damit (Farbfehler), aber so ein Teil hat kaum Auskühlzeit und ist recht justierstabil. Ich habe den meinen mit einem 360° OAZ ausgerüstet.
Die Kamera's, so denke ich, wirst Du mit den Astronomy-Tools durchgespielt haben, mit den verschiedenen Teleskopen.

  • Apo Refraktor SVBony 503 /70 - Montierung: AZ-GTI - Kamera: ?
  • Apo Refraktor Sky Rover 72 ED - Montierung: AZ-GTI - Kamera: ?
  • Apo Refraktor 60 / 90 - Montierung: ? - Kamera: ?
  • Achromat 102/1000 - Montierung: ? - Kamera: ?
Zu Apo's kann ich nicht so viel beisteuern, da ich (noch) keinen habe.
Allgemein gelten die als prima für's Visuelle wie auch das Fotografische/EAA.
Der Achromat hat halt eine etwas kleiner Öffnung als der 120/1000. Auf solch einer Einarm-Alt/AZ Montierung wird das nicht so gehen. Da kann es Probleme mit eventuellen Anschlagen am Stativ geben. Minimum für diesen Achromaten wäre für mich eine EQ5.

Für EAA nicht notwendig.
Wie schon erwähnt worden ist.

Fokusierung: ZWO EAF / TS/SkyWatcher mit Steuerung von Astro-Gadget
Motorisierter Fokus feine Sache, aber wohl für den Start nicht zwingend notwendig. Da würde für den Anfang auch eine Bathinov-Maske ausreichend sein.

Starte am Anfang einfacher.
Gute, stabile GoTo Montierung mit passendem Teleskop drauf.
Dazu die passende Kamera, Notebook (RPi) dran, Software (SharpCap und Stellarium oder Skychart oder... ... ...)
und es kann los gehen. Visuell wie EAA.
Lerne das System kennen, den Himmel, Zusammenspiel Kamera und Software... .... ...

Ja, es gibt Beispiele zu Einsteigern die direkt mit Astrofotografie/EAA eingestiegen sind, mit ausgefeiltem Equipment und klar gekommen sind. Aber die überwiegenden Threads handeln von Frust und fehlendem Grundwissen.
Das fängt im simpelsten Fall damit an, dass man nicht in das Handbuch der GoTo Montierung schaut, wie man die Daten korrekt eingibt. Geht dann weiter, dass man die Alignment-Sterne nicht kennt und die falschen am Himmel auswählt.
... ... ...
 
Da habe ich auch schon gelesen, dass es Probleme mit längeren Tuben geben kann. Anschlagen an Montierungskopff und Stativ.
Genaueres findest Du aber im Buch von unserem geschätzten Astro-Kollegen Alex / @Kerste .
Besten Dank für das Lob :)

Kurz zu den Montierungen:
Die SLT ist so etwa die kleinste ordentliche Einsteigermontierung, die ich guten Gewissens empfehle – passt leider nur auf das mitgelieferte Stativ, das aber immerhin ein brauchbarer Unterbau ist. Nicht perfekt, aber für das Geld in Ordnung. Wird auch mit längeren Geräten angeboten und erreicht damit auch den Zenit. Persönlich finde ich da die Kombination mit dem 102/660 Refraktor am reizvollsten, ggf mit Fringe-Killer oder Semi-Apo-Filter gegen den Farbfehler. Wobei der Preis das SLT102 schon ordentlich angezogen hat, wie aber leider bei allem :(

Die kleine SE ist von der Baulänge wohl wirklich nur für die SCs (wird mit 4" und 5" angeboten, die Teleskope sind wirklich kompakt).

Die größere SE haben wir im Verein mit einem 80/600 Refraktor, das passt mit 2"-Zenitspiegel gerade so für den Zenit. Das Set macht unheimlich Spaß und passt bis auf das Stativ (wobei wir ein stabileres drunter haben) in den Koffer im oben verlinkten Beitrag. Mit Kamera dürfte der Zenit problematisch werden... In der Handsteuerbox kann man aber Schwenkgrenzen definieren, und was im Zenit steht, steht eine Stunde später auch wieder tiefer. In ASCOM kann man meines Wissens nach auch Schwenkgrenzen festlegen, habe ich aber nie ausprobiert. Das NexStar 6SE steht stabiler als das 8SE, das 8SE ist eigentlich zu schwer, erst recht mit Kamera.

Die Evo (mein Favorit, weil der Akku schon eingebaut ist und sie schön griffig ist) gibt es auch mit einem C925, daher müsste sie etwas mehr Platz bieten. Keine Ahnung, ob die Maße irgendwo zu finden sind... Da wäre als Set das Evo 8 mein Favorit.

Celestron bietet die Montierungen nur im Set mit Teleskop an, einige Händler verkaufen sie auch einzeln.

Ach ja: Je unterdimensionierter die Montierung, desto eher wird der Motorfokussierer reizvoll, weil er erschütterungsfreier fokussiert.

AZ-EQ5 und AVX: Kenne ich nur die letztere, und sind beide das Maximum, was ich mobil einzusetzen bereit bin. EQ-Montierungen sind etwas aufwändiger beim Aufbau, aber dafür flexibler, was die Geräte angeht, und vermeiden die Bildfelddrehung. Im Prinzip sind sie zukunftssicherer – außer, es ist einem zu aufwändig. (Ich baue meine parallaktische Montierung auch auf dem Balkon auf – und trotzdem über jedes Teil froh, dass ich nicht aufbauen muss, sodass ich trotzdem immer wieder zur unmotorisierten azimutalen Montierung aus meinem Profilbild greife, wenn ich visuell unterwegs bin. Geht einfach schneller und leichter.) Die AZ-Konfiguration der SkyWatcher ist sehr reizvoll, weil das Einnorden entfällt, hat aber genauso viele Teile (Gegengewicht, Gegengewichtsstange...).
Lerne das System kennen, den Himmel, Zusammenspiel Kamera und Software... .... ...
Absolut, und nicht alles auf einmal.

Am besten erst mal nur visuell die Montierung aufbauen, mit Handcontroller – ein bis drei Nächte einplanen, bis man das alles beherrscht, und die Glanzlichter des Himmels mal anschauen.

Dann mal die Kamera anschließen und bei Tag versuchen, ein scharfes Bild zu kriegen, und Sharpcap kennen lernen.

Dann die Computerverbindung wie vom Hersteller gedacht ausprobieren, wenn er eigene Software hat, danach das Glück mit ASCOM probieren. (ASCOM kann viel, aber eine brauchbare Dokumentation fehlt... hat mich schon einiges an Zeit und Nerven gekostet, bis das endlich lief, wobei ich auch keine Standard-Steuerung habe. Man muss kapieren, dass ASCOM nur der Unterbau ist, in dem man letztlich nichts macht, außer evtl. der Toolbox für kleine Achsbewegungen.)

Und dann erst das Ganze zusammen ausprobieren.

Dann vielleicht Guiding ausprobieren – dann läuft das Objekt nicht aus dem Bild, wenn die Einnordung/Nachführung nicht sauber ist. Aber das ist die letzte Baustelle, die ich aufmachen würde. EAA geht auch ohne.

Alles auf einmal wirst du wohl nur dann auf Anhieb frustfrei zum Laufen kriegen, wenn jemand vor Ort ist, der sich damit auskennt. Ansonsten Schritt für Schritt, dann gibt es mehr Erfolgserlebnisse. Prinzipiell ist alles machbar, aber es ist viel Zeug, das zusammenarbeiten soll. Und das meiste ist aus der Ferne nicht ganz trivial zum Erklären. Ach ja, mein Standard-Tipp: Gibt es eine Sternwarte in deiner Nähe, auf der du mal einige Geräte live sehen kannst? Z. B. Willkommen im Astrotreff Kartenbereich - Astrotreff - Die Astronomie und Raumfahrt Community oder Liste der astronomische Vereine in Deutschland, Österreich und der Schweiz Bis zum ATT in Essen als letzter großen Astromesse im Mai dauert es noch einige Zeit.

Viel Erfolg,
Alex
 
bitte gern.
Deine Bücher haben mir schon oft geholfen und darum erwähne ich das gern.

AZ-EQ5 und AVX: Kenne ich nur die letztere, und sind beide das Maximum, was ich mobil einzusetzen bereit bin.
so sehe ich das auch. Alles andere macht dann nicht mehr so den Spaß.

EQ-Montierungen sind etwas aufwändiger beim Aufbau, aber dafür flexibler, was die Geräte angeht, und vermeiden die Bildfelddrehung. Im Prinzip sind sie zukunftssicherer – außer, es ist einem zu aufwändig.
mit ein Grund warum ich meine iOptron so schätze, weil einfach einfach.
Und für EAA brauchts keine EQ und kein Guiding, eben wieder einfach einfach.

Alles auf einmal wirst du wohl nur dann auf Anhieb frustfrei zum Laufen kriegen, wenn jemand vor Ort ist, der sich damit auskennt.
jep, im Alleingang ist es halt aufwendiger.

Ansonsten Schritt für Schritt, dann gibt es mehr Erfolgserlebnisse. Prinzipiell ist alles machbar, aber es ist viel Zeug, das zusammenarbeiten soll.
genau, da freut man sich wie Schnitzel wenn was ordentlich geklappt hat und man geht an den nächsten Schritt mit dem Erfolgserlebnis ran und meiner Erfahrung nach klappt es dann besser und wieder mit einem Erfolgserlebnis.

Prinzipiell ist alles machbar, aber es ist viel Zeug, das zusammenarbeiten soll. Und das meiste ist aus der Ferne nicht ganz trivial zum Erklären.
da denke ich auch, dass viele das unterschätzen, was da auf einen zukommt, zumal wenn man bis dahin noch so gar nichts mit Teleskop, Montierung,... ... ... zu tun hatte.
Jep, das Erklären... da wird dann auch mal aneinander vorbei geredet.
 
Hallo zusammen,

Die SLT ist so etwa die kleinste ordentliche Einsteigermontierung
Newton 130/650 PDS - Montierung: EQ5 Pro / EQ5 mit Motor set / Celestron SE / Celestron AVX / Exos 2 PMC8 - Kamera: ZWO ASI 178 MC (Komakorrektur)

da ich ja wirklich bei fast 0 anfange, ist es vermutlich am schlausten mit einer einfachen Kombination anzufangen und dies bewusst für die Lernkurve zu kaufen.
Also einfaches Newton mit AZ Montierung.
Daher als Teleskop in richtung des 130/650 Newton. Das Celestron 130 SLT gibt es derzeit gebraucht nicht weit weg von mir für 560€ (Neupreis 675€).
Da ich nun speziell nach den 130/650 Newton geschaut habe, ist mir auch das Skywatcher Explorer 130P - AZ Go2 aufgefallen. Vorallem beim Preis von neu 459€.
Das schaue ich mir nun übers Wochenende mal genauer an.

Klar ist die PDS Version (279€) interesanter, aber in Kombination mit der AZ-GTI Montierung (465€) kostet es halt 744€ (also 285€ mehr).

die Kombination mit dem 102/660 Refraktor am reizvollsten
Das schaue ich mir ebenfals mal an.

Dazu kann ich mir ja später dan eine einfache Astro Kamera kaufen und durch die Hoffetlich anbindbare Montierung meine ersten EAA erfahrung sammeln.

Muss dan nur mal schauen was ich zu dem Teleskop noch für weiteres Zubehör benötige (Kabel, Akku, Okulare etc.)

Vielen Dank für eure Gedult und sehr guten Erklärungen.

Wenn es gewünscht ist, halte ich euch gerne auf dem laufenden.

Gruß
Patrick
 
Hallo Patrick,

da ich ja wirklich bei fast 0 anfange, ist es vermutlich am schlausten mit einer einfachen Kombination anzufangen und dies bewusst für die Lernkurve zu kaufen.
kleiner ist ja nicht gleichzusetzen mit schlechter.
Z.B. mein 120/600 Refraktor FH ist ein schönes Teleskop für Weitfeld.
Der passt prima auf meine EQ3-2. Da wackelt nicht's.
Ebenso passt er gut auf die kleine AZ S GoTo von Skywatcher.
Auch EAA geht mit dem, wobei die Fokuslage meiner Asi224 MC etwas schwierig zu erreichen ist, aber machbar.

Daher als Teleskop in richtung des 130/650 Newton.
Der von Dir ausgewählte 130/650 ist bestimmt kein schlechter Einstieg.
Den stabil montiert, wirst Du Spaß mit haben. Sowohl visuell wie EAA. Du wirst staunen, was man mit Kamera so alles raus holen kann.

Muss dan nur mal schauen was ich zu dem Teleskop noch für weiteres Zubehör benötige (Kabel, Akku, Okulare etc.)
Ja, das Zubehör bitte nicht unterschätzen, das summiert sich ganz gut.
Öhm... Okulare sind kein Zubehör.
Die gehören zwingend zum optischen System, zumindest im visuellen Bereich.
 
kleiner ist ja nicht gleichzusetzen mit schlechter.
Absolut! Deshalb würde ich auf der SLT auch den Refraktor bevorzugen: Etwas lichtschwächer, aber dafür schmaler und damit stabiler (Windangriffsfläche, Tubussteifigkeit, Wackeln beim Fokussieren). Und man muss sich nicht mit der Newton-Justage beschäftigen. Statt Justierhilfen und Komakorrektor für den Newton wäre halt ein Filter gegen den Farbfehler am Refraktor fällig:)

Neupreis vom 130SLT sind übrigens gerade 850€, 675 war mal... (Wobei er aktuell als Austellungsstück für 679 zu haben ist.)

Beste Grüße,
Alex
 
Hallo zusammen,

ich auf der SLT auch den Refraktor bevorzugen

Ok Interessant.

Also stehen folgende Modell zur Auswahl:
Refractor:
Celestron NexStar 102 SLT AC 102/660 AZ GoTo (706€)
Celestron Astro Fi 90 AC 90/910 AZ GoTo (559€) Zu wenig Öffnung ?
SkyWatcher Explorer AC 102/500 AZ-Go2 (469€) Zu wenig Brennweite ?
SkyWatcher Explorer AC 102/500 AZ-GTe (505€) Zu wenig Brennweite ?

Newton:
Celestron NexStar 130 SLT N 130/650 (675€)
Celestron Astro Fi N 130/650 AZ GoTo (639€)
SkyWatcher Explorer N 130/650 AZ-Go2 (459€)
SkyWatcher Explorer N 130/650 AZ-GTI GoTo (569€)
SkyWatcher Explorer P 130/650 AZ GoTo (549€)
SkyWatcher Explorer N 130/650 AZ-S GoTo (499€)

(Preise sind nicht genau. Manche über Idealo geschaut)

Danke für den Link. Da schaue ich später mal weiter nach was im Angebot ist.

Gruß
Patrick
 
Hi!

Der 90/910 hat f/10, was lange Belichtungszeiten bedeutet. Für visuell ist der sehr schön (ich mag die langen Refraktoren), aber für Foto ist f/10 langsam (vor allem ohne Guiding - und ein Leitrohr obendrauf wird zu schwer).

Die 102/500-Refraktoren haben nicht zu wenig Brennweite, allerdings zeigen sie ein recht buntes Bild (Blausaum um die Sterne) – da hilft wieder ein Fringe Killer oder Semi Apo Filter. Die Teleskope sind prinzipiell eher als Weitfeld-Geräte und nicht für hohe Vergrößerung ausgelegt (also nichts, wenn Mond/Planeten/Doppelsterne dein Schwerpunkt wären), was die Abbildungsqualität angeht. 500-600mm Brennweite sind nicht zuwenig (das Bildfeld bei EAA wird ja nicht zuletzt von der Sensorgröße vorgegeben), du bist zwar mit den vielen Kameras etwas im Undersampling, aber damit kann man meiner Meinung nach leben.

Visuell machen 500-600mm viel Spaß, weil man mit niedriger Vergrößerung anfangen kannst und die Objekte auch mit Umgebung siehst (und leichter findest, wenn das Goto nicht genau war).

Die meisten größeren Handler haben Angebotsseiten mit Rückläufern/Ausstellungsstücken. Wenn man für sich selbst kauft und einem der KArton egal ist (und die Klemmspuren, die ein Teleskop nach dem ersten Aufbau sowieso hat), lohnt sich ein Blick darauf.

Beste Grüße,
Alex
 
Ich hätte da einen kaum gebrauchten SVBony 503/80 mit 0.8 Flattener/Reducer abzugeben, da mein ASKAR 80PHQ letzte Woche geliefert wurde ;-)
 
Hallo Patrick,

sofern ein Newton für Dich interessant erscheint solltest Du bitte auch prüfen, ob dieser vollständig justierbar ist...

Viele Grüsse

Markus
 
Hallo Patrick,

Absolut! Deshalb würde ich auf der SLT auch den Refraktor bevorzugen: Etwas lichtschwächer, aber dafür schmaler und damit stabiler (Windangriffsfläche, Tubussteifigkeit, Wackeln beim Fokussieren). Und man muss sich nicht mit der Newton-Justage beschäftigen. Statt Justierhilfen und Komakorrektor für den Newton wäre halt ein Filter gegen den Farbfehler am Refraktor fällig:)
bei diesen kleinen Refraktoren ist halt zu beachten das es Weitfelder sind.
Du bekommst die Objekt halt schön in das Gesichtsfeld
und
Du hast noch die jeweilige Umgebung dabei.
Das hat und wird mich immer wieder im rein visuellen faszinieren. Z.B. so ein Kugelsternhaufen mit "drumherum" hat einfach was. Ja, bei diesen kleineren Öffnungen hast Du nicht die Auflösung in jeden einzelnen Stern, aber darum geht es meines Erachtens auch nicht.
Weitfeld eben.

Bei den Fi-Varianten ist zu beachten das die nur mit dem SmartPhone zu bedienen sind.
Meines wäre das nicht.
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben