Da habe ich auch schon gelesen, dass es Probleme mit längeren Tuben geben kann. Anschlagen an Montierungskopff und Stativ.
Genaueres findest Du aber im Buch von unserem geschätzten Astro-Kollegen Alex /
@Kerste .
Besten Dank für das Lob
Kurz zu den Montierungen:
Die SLT ist so etwa die kleinste ordentliche Einsteigermontierung, die ich guten Gewissens empfehle – passt leider nur auf das mitgelieferte Stativ, das aber immerhin ein brauchbarer Unterbau ist. Nicht perfekt, aber für das Geld in Ordnung. Wird auch mit längeren Geräten angeboten und erreicht damit auch den Zenit. Persönlich finde ich da die Kombination mit dem 102/660 Refraktor am reizvollsten, ggf mit Fringe-Killer oder Semi-Apo-Filter gegen den Farbfehler. Wobei der Preis das SLT102 schon ordentlich angezogen hat, wie aber leider bei allem
Die kleine SE ist von der Baulänge wohl wirklich nur für die SCs (wird mit 4" und 5" angeboten, die Teleskope sind wirklich kompakt).
Die größere SE haben wir im Verein mit einem 80/600 Refraktor, das passt mit 2"-Zenitspiegel gerade so für den Zenit. Das Set macht unheimlich Spaß und passt bis auf das Stativ (wobei wir ein stabileres drunter haben) in den Koffer im oben verlinkten Beitrag. Mit Kamera dürfte der Zenit problematisch werden... In der Handsteuerbox kann man aber Schwenkgrenzen definieren, und was im Zenit steht, steht eine Stunde später auch wieder tiefer. In ASCOM kann man meines Wissens nach auch Schwenkgrenzen festlegen, habe ich aber nie ausprobiert. Das NexStar 6SE steht stabiler als das 8SE, das 8SE ist eigentlich zu schwer, erst recht mit Kamera.
Die Evo (mein Favorit, weil der Akku schon eingebaut ist und sie schön griffig ist) gibt es auch mit einem C925, daher müsste sie etwas mehr Platz bieten. Keine Ahnung, ob die Maße irgendwo zu finden sind... Da wäre als Set das Evo 8 mein Favorit.
Celestron bietet die Montierungen nur im Set mit Teleskop an, einige Händler verkaufen sie auch einzeln.
Ach ja: Je unterdimensionierter die Montierung, desto eher wird der Motorfokussierer reizvoll, weil er erschütterungsfreier fokussiert.
AZ-EQ5 und AVX: Kenne ich nur die letztere, und sind beide das Maximum, was ich mobil einzusetzen bereit bin. EQ-Montierungen sind etwas aufwändiger beim Aufbau, aber dafür flexibler, was die Geräte angeht, und vermeiden die Bildfelddrehung. Im Prinzip sind sie zukunftssicherer – außer, es ist einem zu aufwändig. (Ich baue meine parallaktische Montierung auch auf dem Balkon auf – und trotzdem über jedes Teil froh, dass ich nicht aufbauen muss, sodass ich trotzdem immer wieder zur unmotorisierten azimutalen Montierung aus meinem Profilbild greife, wenn ich visuell unterwegs bin. Geht einfach schneller und leichter.) Die AZ-Konfiguration der SkyWatcher ist sehr reizvoll, weil das Einnorden entfällt, hat aber genauso viele Teile (Gegengewicht, Gegengewichtsstange...).
Lerne das System kennen, den Himmel, Zusammenspiel Kamera und Software... .... ...
Absolut, und nicht alles auf einmal.
Am besten erst mal nur visuell die Montierung aufbauen, mit Handcontroller – ein bis drei Nächte einplanen, bis man das alles beherrscht, und die Glanzlichter des Himmels mal anschauen.
Dann mal die Kamera anschließen und bei Tag versuchen, ein scharfes Bild zu kriegen, und Sharpcap kennen lernen.
Dann die Computerverbindung wie vom Hersteller gedacht ausprobieren, wenn er eigene Software hat, danach das Glück mit ASCOM probieren. (ASCOM kann viel, aber eine brauchbare Dokumentation fehlt... hat mich schon einiges an Zeit und Nerven gekostet, bis das endlich lief, wobei ich auch keine Standard-Steuerung habe. Man muss kapieren, dass ASCOM nur der Unterbau ist, in dem man letztlich nichts macht, außer evtl. der Toolbox für kleine Achsbewegungen.)
Und dann erst das Ganze zusammen ausprobieren.
Dann vielleicht Guiding ausprobieren – dann läuft das Objekt nicht aus dem Bild, wenn die Einnordung/Nachführung nicht sauber ist. Aber das ist die letzte Baustelle, die ich aufmachen würde. EAA geht auch ohne.
Alles auf einmal wirst du wohl nur dann auf Anhieb frustfrei zum Laufen kriegen, wenn jemand vor Ort ist, der sich damit auskennt. Ansonsten Schritt für Schritt, dann gibt es mehr Erfolgserlebnisse. Prinzipiell ist alles machbar, aber es ist viel Zeug, das zusammenarbeiten soll. Und das meiste ist aus der Ferne nicht ganz trivial zum Erklären. Ach ja, mein Standard-Tipp: Gibt es eine Sternwarte in deiner Nähe, auf der du mal einige Geräte live sehen kannst? Z. B.
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Liste der astronomische Vereine in Deutschland, Österreich und der Schweiz Bis zum ATT in Essen als letzter großen Astromesse im Mai dauert es noch einige Zeit.
Viel Erfolg,
Alex