BlurXTerminator? Nein, danke.

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Es sind keine weiteren Antworten möglich.
KI für die Astrophotographie? Nein Danke! Mehr noch scheint hier sogar ein Betrug statt zu finden, wenn sogar Daten heruntergeladen werden. Funktioniert das Tool auch ohne Internetverbindung? Sind die Hubble-Daten schon heruntergeladen?


Gemäß Cosgrove wärst du im

The Conspiracy Theory Camp (BlurXTerminator - A Breakthrough in Deconvolution? — Cosgrove's Cosmos)

Most of what I have seen in this category seems to come from people that clearly do not understand Machine Learning, Neural Networks, and related AI technologies. They don’t know what it is, what does, or how it does it. It seems awfully good - perhaps too good!

Since they don’t understand it, they decide what to believe about how it must work. This clearly seems to involve doing unethical things which are wrong and should not be embraced:


  • It replaces your pixels with Hubble pixels or someone else’s pixels! (It does NOT!)
  • The AI was trained on Hubble and JWST images, and who knows what the AI is really doing - but it can’t be good and is really a form of cheating! (Cheating? - Hogwash!)


Passt zum Beitrag :eek:
 
Zuletzt bearbeitet:
Können wir diesen unsäglichen Aluhut-Blödsinn bitte sein lassen?

Hier jann ich Dominik nur 100%ig zustimmen.

Gerade der von Stephan (Sonixx) verlinkte Beitrag beschreibt doch sehr ausführlich, was BTX macht und eben auch nicht macht.

Trotzdem leben einige Unbelehrbare in Ihrer eigenen Traumwelt und verbreiten „alternative Fakten“.

Sehr schade, dass auf diese Weise neue Techniken immer wieder diskreditiert werden, frei dem Motto „gestern war doch alles besser“.

Gruß
Michael
 
Naja, sich da jetzt auf ein Tool mit all seiner Kritik zu stürzen ist auch nicht sinnvoll.
Nahezu jeder Bearbeitungsprozess erlaubt ein gnadenloses Übertreiben, und genau das wird auch gemacht.
Vom Strecken selbst, über Rauschreduzierung, Schärfen, LHE, Saturierung, etc. Die Liste ist endlos.
Aktuell sieht man nun mal viel hinsichtlich BXT bzw. Deconvolution, das ist aber nur der Tatsache geschuldet, dass das Tool neu ist.

Es war schon immer so, dass man Bildbearbeitungswerkzeuge mit Vorsicht und entsprechenden Abstand einsetzen musste. BXT ist nur ein weiterer Eintrag in der Liste.

Das ist leider falsch. Wie ich in einem anderen Forum hier früher schon erklärt habe, gibt reversible und irreversible (verlustbehaftete) Verfahren. Reversible Verfahren wie Strecken verlieren keine Information (wenn die Datentiefe nicht clipt). Jeder kann den Vorgang jederzeit verlustfrei rückgängig machen. Stacken vernichtet zwar Bildinformation, jedoch nur den reinen Zufallsanteil, von dem man gerechtfertigterweise annimmt, dass er im Wesentlichen nur von der Kamera selbst herrührt. Das ist ja erwünscht. KI ist insofern ein Sonderfall, da es Information hinzufügt und vernichtet. Woher kommt die Information? Sie ist in den Gewichten verborgen und wird dem Bild zugefügt. Erst wenn die Gewichte mit angegeben werden, kann jeder die Operation nachvollziehen und man könnte darüber diskutieren, das Verfahren als wissenschaftlich zu akzeptieren. Wenn die Gewichte dem Inhalt des Bildes angepasst werden, ist das nicht in Ordnung. Lass einen Affen ein paar Punkte auf eine Leinwand machen, wird KI darin M13 erkennen und es Dir zeigen. Die Zahl der Gewichte ist riesengroß, wie groß, das ist eben nicht so klar. Wer aber noch verstehen möchte, was bei der Verarbeitung passiert, ist mit KI hoffnungslos überfordert. Die Gewichte können mehr Information hinzufügen, als das Bild enthalten hat. Was eine FFT oder andere Projektionsverfahren machen, ist hingegen intuitiv klar. Die Frage ist die der Transparenz und Nachvollziehbarkeit.

Ist das der Aluhut, den Du auf dem Bildchen trägst? Warum setzt Du ihn nicht ab?
 
Hier jann ich Dominik nur 100%ig zustimmen.

Gerade der von Stephan (Sonixx) verlinkte Beitrag beschreibt doch sehr ausführlich, was BTX macht und eben auch nicht macht.

Trotzdem leben einige Unbelehrbare in Ihrer eigenen Traumwelt und verbreiten „alternative Fakten“.

Sehr schade, dass auf diese Weise neue Techniken immer wieder diskreditiert werden, frei dem Motto „gestern war doch alles besser“.

Gruß
Michael

Ich nehme die Kritik an. Michael beschreibe mir doch einmal, was BTX anders macht, als ich beschrieben habe? Das sollte kein Problem sein, wenn Du es verstanden hast. Ich möchte gerne meine Meinung ändern, jedoch ist Innovation nicht automatisch sinnvoll und gut.

Die Sprache "Aluhut-Blödsinn", "Unbelehrbare" (bitte höflichst um SACHLICHE Belehrung und will meine Beurteilung gerne ändern), "Traumwelt" und "alternative Fakten" zeigt, dass diese Diskussion nicht mehr sachlich und respektvoll geführt wird. Fehlen denn die schlagenden Argumente?
 
Hallo Claus,

das Thema wurde alleine hier schon auf 11 Seiten intensiv diskutiert. Auch aus vielen anderen Diskussionen im Netz ist bekannt, dass die Aussage BTX würde Hubble Daten herunterladen und dann Teile der eigenen Aufnahme durch Hubble Daten ersetzen nicht haltbar ist. Daher habe ich hier die Begriffe „alternative Fakten“ und „unbelehrbar“ verwendet.

BTX ist u. a. mit Hubble Daten trainiert worden. Es geht hier um erkennen von Mustern und Strukturen, die so nur schwer aus den Rohbild erkennbar sind.

Es bleibt auch jedem überlassen, ob er bzw sie diese Art von Tools ablehnt oder nicht.
Sicherlich hast Du auch recht, dass nicht jede Innovation (ich würde hier gerne eher von Invention reden) gut ist. Nur pauschal alles schlecht zu reden und neue Erkenntnisse bzw Techniken zu verteufeln, geht auch nicht. Sonst wären wir alle noch im dunklen Mittelalter

Gruß
Michael
 
Claus,

KI für die Astrophotographie? Nein Danke! Mehr noch scheint hier sogar ein Betrug statt zu finden, wenn sogar Daten heruntergeladen werden. Funktioniert das Tool auch ohne Internetverbindung? Sind die Hubble-Daten schon heruntergeladen?

du hast schon eindeutig Falschaussagen getätigt und drängst dann andere Leute Dir das Gegenteil zu beweisen.
Und das obwohl in diesen Thread und anderweitig detaillierte und fundierte Ausarbeitungen veröffentlicht wurden.

Mir sträuben sich da die Nackenhaare.

Stephan
 
Ach was... :D

BXT wird es bald im Set mit Aluhut und Direktverbindung zu Hubble geben. BTXdirect.

Allerdings wird es dann wieder Zweifel geben, ob sich BTXdirect tatsächlich mit Hubble verbindet oder ob das nur ein billiger Trick ist und das Zeug doch nur eine kleine KI ist die SPFs errechnet. Man weiß ja nie... :cool:

In der Aluhut-Version lässt sich das Tool jedoch bequem per Gedanken steuern. Natürlich wird das dann der neue Standard werden.:y:

lg
Niki :coffee:
 
Hallo Claus,

das Thema wurde alleine hier schon auf 11 Seiten intensiv diskutiert. Auch aus vielen anderen Diskussionen im Netz ist bekannt, dass die Aussage BTX würde Hubble Daten herunterladen und dann Teile der eigenen Aufnahme durch Hubble Daten ersetzen nicht haltbar ist. Daher habe ich hier die Begriffe „alternative Fakten“ und „unbelehrbar“ verwendet.

BTX ist u. a. mit Hubble Daten trainiert worden. Es geht hier um erkennen von Mustern und Strukturen, die so nur schwer aus den Rohbild erkennbar sind.

Es bleibt auch jedem überlassen, ob er bzw sie diese Art von Tools ablehnt oder nicht.
Sicherlich hast Du auch recht, dass nicht jede Innovation (ich würde hier gerne eher von Invention reden) gut ist. Nur pauschal alles schlecht zu reden und neue Erkenntnisse bzw Techniken zu verteufeln, geht auch nicht. Sonst wären wir alle noch im dunklen Mittelalter

Gruß
Michael

Du hast Recht, ich bin in manchen Dingen unbelehrbar, z.B. wenn es um eine kritische Auseinandersetzung der Bildverarbeitung geht. Man muss sich klar entscheiden, ob man nun naturgetreu (wissenschaftlich) oder künstlerisch arbeiten möchte. Frank Sackenheim von astrocologne (youtube) hat dazu gerade ein tolles Video veröffentlicht. KI verwischt die Grenze und ist somit wissenschaftlich unbrauchbar. Sollte ich mich irren, bitte ich um Fakten und Argumenten. Pauschal rede ich Nichts schlecht, ich will Antworten auf meine Fragen, das ist etwas fundamental anderes. Bitte widerlegt endlich meine Zweifel!

"Verteufeln"? ich kann mit diesem Begriff als Wissenschaftler nichts anfangen. Mittelalter? Umgekehrt hat gerade Zweifel und die kritische Auseinandersetzung mit den Vorgaben von Aristoteles, dessen Lehre zur Doktrin erhoben wurde, uns aus dem Mittelalter in die Neuzeit geführt. Wenn Galilei nicht direkte einfachste für jeden nachvollziehbare Messungen der Bewegung von Körpern gemacht hätte, wären wir vielleicht noch im Mittelalter. Wenn er KI zur Auswertung gehabt und genutzt hätte, hätte er kaum seine genial einfachen Gesetze finden können. Die KI hätte wohl kaum die Invarianz unter x' -> x+v*t erkannt.

Zur KI: Die Methode hatte vor 25 Jahren schon eine Hypephase und wurde wieder fallen gelassen. Warum? Weil viel zu hohe Erwartungen nicht erfüllt wurden. Warum wurden sie nicht erfüllt? Weil KI nur dann sinnvoll ist, wenn die Ergebnisse auf anderem Weg überprüfbar sind. Sie kann nur liefern, wass man hineinsteckt, wie alle Algorithmen. FFT und KI sind durchaus verwandte Verfahren, daher ist Bildverarbeitung mit KI nicht revolutionär. Was neu ist, ist das automatische Erlernen der Gewichte. Das impliziert aber, dass man Information in der Gewichtsmatrix versteckt. Wenn man ein schlechtes Bild von M13 präsentiert, fügt KI M13-Daten, die in den Gewichten gespeichert wurden, hinzu. Was KI auch kann ist die Erkennung von Objekten. Das ist durchaus revolutionär. Man kann plötzlich Personen identifizieren, auch wenn sie den Bart abrasiert hat. Analog ist KI sinnvoll für Klassifizierungsaufgaben, z.B. bei Galaxien. Interessanterweise hat man das aufgegeben und lieber Hobbyastronomen aus allen Ländern dafür eingespannt.

Zurück zum Thema: Jetzt ist die Frage, welche Daten für die Gewichtsmatrix gelernt wurden, insbesondere wenn das nicht völlig transparent ist. Letztendlich bekommt man einen Zwitter von Hubble und dem eigenen Bild, ganz so wie es oben schon diskutiert wurde. Wenn man aber ein Bild von Jupiter präsentiert, wird man Jupiter mit Aspekten eines Kugelsternhaufens bekommen (Jupiter mit Masern?), das aber ist vollständig unnatürlich. Jetzt wird ein Streit ausbrechen, ob das Bild echt ist und etwas total Neues zeigt, oder ob die Bildanalyse gesponnen hat. Wenn die Gewichte der KI nicht transparent sind, kann dieser Streit nur durch Orginalaufnahmen entschieden werden. Wenn die Gewichte bekannt sind, ist das dennoch auch nicht leicht zu überprüfen, denn wer erkennt an den Gewichten, was darin gelernt wurde? Bei eine FFT ist das völlig einfach. Wenn das so ist stellt sich die Frage: Warum nicht gleich die Originalaufnahmen verwenden? Wenn nach Bildverarbeitung etwas völlig Anderes herauskommt ist das eben ein Problem. Und ich sehe bisher keine Lösung. Es ist ein Dilemma. Schade, nicht?
 
Claus,



du hast schon eindeutig Falschaussagen getätigt und drängst dann andere Leute Dir das Gegenteil zu beweisen.
Und das obwohl in diesen Thread und anderweitig detaillierte und fundierte Ausarbeitungen veröffentlicht wurden.
Bitte Links schicken!
Mir sträuben sich da die Nackenhaare.

Stephan
Da hilft vielleicht Dominiks Aluhut? ;-)
 
"Verteufeln"? ich kann mit diesem Begriff als Wissenschaftler nichts anfangen. Mittelalter? Umgekehrt hat gerade Zweifel und die kritische Auseinandersetzung mit den Vorgaben von Aristoteles, dessen Lehre zur Doktrin erhoben wurde, uns aus dem Mittelalter in die Neuzeit geführt. Wenn Galilei nicht direkte einfachste für jeden nachvollziehbare Messungen der Bewegung von Körpern gemacht hätte, wären wir vielleicht noch im Mittelalter. Wenn er KI zur Auswertung gehabt und genutzt hätte, hätte er kaum seine genial einfachen Gesetze finden können. Die KI hätte wohl kaum die Invarianz unter x' -> x+v*t

Hallo Claus,

im Mittelalter gab es eine uns allen bekannte Institution, die alles Neue in wahrsten Sinn des Wortes verteufelt hat und unter der auch Galilei sehr gelitten hat. In dieser Zeit ist sehr viel Wissen verloren gegangen bzw. blockiert worden.

Ich bin auch, wie aus meinem Forennamen ersichtlich, Naturwissenschaftler, genauer gesagt Physik-Chemiker. Natürlich haben KI und moderne Algorithmen ihre Berechtigung in der Naturwissenschaft. Anders könnten wir den Wust an Daten gar nicht mehr interpretieren und neue Erkenntnisse gewinnen. Das wird kein Wissenschaftler ernsthaft in Frage stellen.

Auf der anderen Seite muss in der Wissenschaft KI natürlich transparent sein - keine Frage.

BXT hat aber überhaupt nicht den Anspruch ein wissenschaftliches Tool zu sein. Jedenfalls habe ich dies so nie gelesen. BXT ist ein Tool, dass uns die Bildbearbeitung in der Astrofotografie auf Amateurniveau zu erleichtern. Nicht mehr und nicht weniger.

Gerade dies wird auch hier in der Diskussion oft vergessen. Kein wissenschaftlicher Astronom wird BXT verwenden.

Gruß
Michael
 
Zuletzt bearbeitet:
Was mir in der Diskussion noch fehlt, ist etwas messbares. Bei den Beispielen bisher wusste man nie, was die Rohdaten wert waren.

Hat jemand Lust mal einen meiner Rohstacks durch seinen Workflow mit BXT zu jagen? Die Auflösung liegt bei ca. 3" FWHM. Der FWHM Wert ist von der Bewertung her in etwa äquivalent zum Dawes Kriterium. D.h. der Signalabfall zwischen zwei PSFs müsste so um die 5-10% liegen.


Die Rohdaten haben natürlich auch einen kleinen Haken an dem sich das Tool bewähren darf :) Mir ist vorher das Setup an die Säule gefahren und der Okularauszug war aus der Achse. Die Sterne sind deshalb etwas aus den Fugen. Die Optik war da grad auch grenzwertig dreckig, was dazu führt, dass die Sterne etwas streuen. Außerdem ist im Zentrum des Nebels noch dieser ausgebrannte Dreifachstern, der zwar noch als Beule erkennbar ist, wo aber kein Helligkeitsabfall mehr da ist.

Ich war in der Zwischenzeit auch nicht faul und habe mit den Infos aus dem Thread meinen Workflow etwas mehr Richtung Schärfe getunt. Tools waren Siril, Starnet, Gimp und Denoise AI. Geschärft habe ich mit einer Unschärfemaske. Es ist etwas stärker geschärft als ich es normal machen würde und so die Grenze, an die ich gekommen bin, ohne dass es nicht mehr normal aussieht. Die Sterne konnte ich leider nicht komplett korrigieren.

Würde mich freuen, wenn jemand mit macht :) Hier ist mein Ergebnis zum Vergleich
Pacman_neu_geschärft2.jpg


Und noch ein 100% Crop aus der Mitte
1674235509731.png
 
Hallo zusammen,

gerne würde ich mal anhand eines M42 Bildes meinen kompletten Workflow in PixInsight und Affinity Photo mit BXT darstellen.
Hoffe das fügt etwas Transparenz zur Diskussion bei.

Bei der Aufnahme handelt es sich um eine HOO-Bearbeitung. Die Einzelaufnahmen wurden mit Hilfe eines IDAS NBZ Dualband-Filters aufgenommen (Einzelbelichtung 180s, rund 300 lights).

Bei Dualband-Aufnahmen stacke ich immer mit Siril unter der Verwendung des Skripts OSC_Extract_HaOIII.
Die gestackten Bilder überführe ich nach PixInsight.

Die unbearbeiteten Summen-Roh_Bilder findet Ihr hier:

Ha
Ha_result.jpg


OIII

OIII_result.jpg



Danach erfolgt der Workflow in PI:

Zuerst DynamicCrop und DBE (meist führe ich zwei DBE-Schritte aus). Das Ha-Bild findet Ihr hier (für die Darstellung hier habe ich es mit EZ SoftStretch in Standardeinstellungen gestretched - das Bild ist dadurch deutlich überbelichtet):

Ha_result_nach_DBE.jpg


Nach DBE setze ich direkt BXT mit folgenden Einstellungen ein:
  • Sharpen Stars: 0,18
  • Adjust Star Halos: -0,18
  • Automatic PSF
  • Sharpen Non Stellar: 0,57
  • Correct first
Hier das Ha-Bild nach BXT (für die Darstellung wieder mit EZ SoftStretch in Standardeinstellungen gestretched) .

Ha_result_nach_BXT.jpg


Dieses Bild wird entsternt (entweder wie hier mit StarXTerminator oder mit Starnet2) und mit NoiseXTerminator entrauscht (Einstellung Denoise 0,85, Details 0,1) - Ergebnis hier:

Ha_result_nach_StarXund NoiseX.jpg


Für das Stretchen benutze ich meistens GeneralizedHyperbolicStretch, da es sicht sehr genau einstellen lässt.

Um auch die Luminanz der gestrectchen Bilds mit GHS einzustellen muss das Graustufen Ha bzw. OIII-Bild vorher als RGB-Bild eingestellt werden).

Das gestretchte Bild unterwerfe ich dann noch den Prozessen LocalHistogramEqualization (Einstellungen: Kernel Radius 120, Constrast Limit 1,8, Amount 0,6) und einer geringen Schärfung mit MultiscaleMedianTransfer (4 Layer, wobei in den Layern 2, 3, 4 Detail auf 0,05 gesetzt wird, alles andere ist ausgeschaltet.

Hier das Ergebnis für HA und OIII nach dieser Prozedur:

Ha
Ha.jpg


OIII

Oiii.jpg


Falls mir der Hintergrund des HA bzw. des OII Bilds noch zu unruhig ist, so nutze ich die Funktion Hintergrund entfernen in Affinity Photo (auch hierzu muss das Bild erst von Graustufen in ein RGB Bild umgewandelt werden) und passe das Histogramm nochmals final an.

Das HOO Bild wird in PI mit LRGBCombination zusammengesetzt:
  • L: HA
  • R: (HA-0,3*OIII)/0,7 (hat sich bei mir als besser herausgestellt, als nur Ha als R zu nutzen)
  • G: ((OIII*HA)^~(OIII*HA))*HA + ~((OIII*HA)^~(OIII*HA))*OIII
  • B: OIII
Die Gewichtung der einzelnen Kanäle, sowie Einstellung von Lightness und Saturation erfolgt individuell.
Letzte Farbanpassungen erledige ich dann per CurvesTransformation oder in Affinity Photo mittels selektive Farbkorrektur.

Hier das fertige Ergebnis des sternenlosen Bildes (da ich eine RASA eingesetzt habe ist das Bild spiegelverkehrt)


M42.jpg


Die Sterne werden dann entweder per PixelMath in PI oder in Affinity Photo mittels negativ multiplizieren eingefügt.

Gruß
Michael
 
ich lade ein unkomprimiertes hoch, wenn ich wieder an den Rechner komme.

Mit Siril sollte man es öffnen und umwandeln können
 
hier mal eine schnelle Bearbeitung Deines Bildes nach dem von mir oben beschriebenen Workflow in PI MIT BXT
Vielen Dank!

Da sieht man jetzt nichts außergewöhnliches. Interessant finde ich, dass BXT den nicht ganz aufgelösten Stern mit der Beule wohl als verzogenen Einzelstern interpretiert und diesen komplett rund rechnet. Ich habe mal den Ausschnitt aus Stellarium herauskopiert. Die Komponenten sind 3,5" von einander entfernt (die hellere Komponente ist auch nochmal doppelt mit ca. 1,8" Abstand, wäre ein schönes visuelles Objekt für kleinere Optiken)
1674299816863.png


Könntest du evtl. noch einen 100% Crop aus der Mitte posten? Dann könnte man besser die Schärfung vergleichen.

Was mich etwas wundert, sind die Randartefakte um die Dunkelwolkenverästellungen (helle Ränder). Die Randartefakte habe ich in meinem Bild auch, allerdings auf der dunklen Seite, was zu dieser Pseudoschärfe führt. Auf den ersten Blick sieht es aber so aus, als ob BXT am Nebel seriös arbeitet und keine Wunder vollbringt. Mit den altbekannten Mitteln kann man, wenn man es darauf anlegt, genauso Überschärfen produzieren wie mit BXT.

Bei den Sternabbildungen wirkt BXT offenbar auch keine Wunder. Die Sterne sind zwar komplett rund geworden, die Farbzerlegung durch den schiefen Okularauszug hat BXT aber auch nicht vollständig in den Griff bekommen. Das fällt nur nicht so auf wie bei mir, weil die Sterne bei dir kaum Farbe haben. Offenbar macht BXT auch im Zweifelsfall lieber mal einen Doppelstern rund anstatt ihn in zwei Komponenten zu zerlegen.

Wenn da Unfug rauskommt, liegt es wohl eher am User...
 
Das ist meine Variante:

BXT->SXT->NXT in PI, dann alles in APP vorgestreckt, Sterne kalibriert und in PS ineinander gerechnet.
Die STerne habe ich nicht sehr stark verkleinert, weil das Halos produzierte. Die hätte man zwar später beseitigen können, aber nicht in einer Schnellbearbeitung.

NGC281_Joe_Peter-01.jpg


CS Peter
 
hier noch ein 100% Crop aus der Mitte:
1674306253880.png


Bitte bedenken, das die eine Kurzbearbeitung ist, die auf das 1920x1920 ausgelegt war. Man kann sich bzgl. Details etc. wesentlich mehr Mühe geben, dann geht das auch besser. Bei der Aufnahme von Michel @Chemikerfallen mir die sehr blassen Sternfarben auf.

CS Peter
 
Vielen Dank!

Da sieht man jetzt nichts außergewöhnliches. Interessant finde ich, dass BXT den nicht ganz aufgelösten Stern mit der Beule wohl als verzogenen Einzelstern interpretiert und diesen komplett rund rechnet. Ich habe mal den Ausschnitt aus Stellarium herauskopiert. Die Komponenten sind 3,5" von einander entfernt (die hellere Komponente ist auch nochmal doppelt mit ca. 1,8" Abstand, wäre ein schönes visuelles Objekt für kleinere Optiken)
Den Anhang 305156 betrachten

Könntest du evtl. noch einen 100% Crop aus der Mitte posten? Dann könnte man besser die Schärfung vergleichen.

Was mich etwas wundert, sind die Randartefakte um die Dunkelwolkenverästellungen (helle Ränder). Die Randartefakte habe ich in meinem Bild auch, allerdings auf der dunklen Seite, was zu dieser Pseudoschärfe führt. Auf den ersten Blick sieht es aber so aus, als ob BXT am Nebel seriös arbeitet und keine Wunder vollbringt. Mit den altbekannten Mitteln kann man, wenn man es darauf anlegt, genauso Überschärfen produzieren wie mit BXT.

Bei den Sternabbildungen wirkt BXT offenbar auch keine Wunder. Die Sterne sind zwar komplett rund geworden, die Farbzerlegung durch den schiefen Okularauszug hat BXT aber auch nicht vollständig in den Griff bekommen. Das fällt nur nicht so auf wie bei mir, weil die Sterne bei dir kaum Farbe haben. Offenbar macht BXT auch im Zweifelsfall lieber mal einen Doppelstern rund anstatt ihn in zwei Komponenten zu zerlegen.

Wenn da Unfug rauskommt, liegt es wohl eher am User...
Also bei mir rechnet er den Doppelstern mit Standardeinstellung nicht rund.

Vorher:

1674307385719.png


Nachher:
1674307421529.png


NGC281.gif


Es kommt immer drauf an, was man daraus macht - wie beim Beton ;)
 
Hallo Joachim,

meine BXT Einstellungen sind sehr zurückhaltend:
  • Sharpen Stars: 0,18
  • Adjust Star Halos: -0,18
  • Automatic PSF
  • Sharpen Nonstellar: 0,57
  • Correct first
Die Sterne habe ich wie oben geschrieben mit StarXTerminator entfernt und dann nur gestretched - sonst nichts. Sternefarben habe ich nicht angetastet.

Hier nochmal ein Ausschnitt des Sternenbilds nach SXT - rundgerechnet wird da nichts. Bei den "schärferen Einstellungen b" werden die Sterne wenigstens zum Teil getrennt.

a) Einstellung
  • Sharpen Stars: 0,18
  • Adjust Star Halos: -0,18

r_pp_Lights_stacked_DBE_DBE_stars1.jpg


b) Einstellung
  • Sharpen Stars: 0,5
  • Adjust Star Halos: -0,40
r_pp_Lights_stacked_DBE_DBE_clone1_stars.jpg
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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