Welche Okulare soll ich kaufen?

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

07Tom08

Mitglied
Guten Abend, ich will demnächst mit visueller Astronomie beginnen und wollte mir das Dobson Teleskop N 200/1200 Skyliner Classic DOB kaufen. Ich weiß jedoch noch nicht welche Okulare ich mir dazu kaufen sollte. Könnte mir da jemand weiter helfen?

VG Tom
 
Hallo Tom,

herzlich willkommen im Forum! Ich kenne mich mit diesem Thema nicht sehr gut aus, möchte Dir aber raten, eine Preisspanne zu nennen, wieviel Geld steht Dir zur Verfügung? Dann können Dir die Dobson-Profis bestimmt nützliche Ratschläge geben.

Viele Grüsse

Markus
 
Hallo Markus,
vielen Dank fürs willkommen heißen! Am besten fände ich Okulare um die 100€, meine Schmerzensgrenze wäre so bei ca. 150€ pro Okular. Ich hoffe man kriegt für den Preis schon was recht vernünftiges. Ich wollte mir zu Beginn 2 verschiedene zulegen.

VG Tom
 
in diesem Preissegment kann ich die TS ED bzw Omegon Flatfield ED bzw Artesky Super ED empfehlen.
2 Okulare sind aber auch nicht mehr als ein Strohhalm zum festhalten, reicht ja gerade so um nicht die Lust zu verlieren _affeaugen:

Wie gut ist der Himmel unter dem du Beobachten wirst?

Als Weitfeldokular kann ich bei durchschnittlichem Landhimmel das APM UFF 30 empfehlen. Ist etwas teurer, aber preislich immernoch im unteren Mittelfeld. Aber es bildet absolut göttlich ab.
Auch das Lacerta ED 40 ist sehr gut, vorrausgesetzt du hast Zugang zu wirklich gutem, dunklen Landhimmel, und zeigt das maximal mögliche Feld für 2", allerdings ist beim Dobson durch den kleinen Fangspiegel und großen Backfokus die Ausleuchtung am Rand dann recht dürftig.
Sollten es die Artesky und das APM werden, würde ich folgendes machen:
30-18-12-8-5
Sollte es das Lacerta werden, wäre meine Wahl
40-25-18-12-8-5
Man könnte, wenns sein muss, statt 18 und 12 ein 15er nehmen.
wäre jedenfalls eine einigermaßen gleichmäßige Staffelung die einen Großteil des Leistungsspektrum des Dobsons abbildet.

LG
Olli
 
Hi Olli!
Vielen Dank für die vielen Ratschläge. Ich wohne sehr ländlich, also denke ich mal das der Nachthimmel sehr dunkel sein sollte. Ich finde das Artesky und das APM glaub ich am ansprechendsten, also denke ich mal das meine Wahl wahrscheinlich auf diese beiden fallen wird. Es werden auch zwei Okulare beim Teleskop mit geliefert, denke aber nicht dass diese Wirklich gute Qualität haben.

VG Tom
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Tom,

die sinnvollen Okular-Brennweiten gehen etwa von 40mm bis 4mm. Ich kann beim 200/1200 Dobson beide Enden sinnvoll einsetzen. Das 40mm vor allem mit Nebelfilter, dann ist es einem 32mm mitunter überlegen (helleres, aber natürlich kleineres Bild), 4mm für Planeten wenn das Seeing es einigermaßen zulässt. In der Hochvergrößerung kann man mit und mit enger staffeln und für den Anfang sind 5mm sinnvoll, um zu sehen, wie oft man die nutzen kann. Hängt auch von Optik, Umständen und Augen des Betrachters ab.

VG Klaus
 
Hallo Klaus,

danke für die Tipps. Dann werde ich mir auf jeden fall mal mit einem 5mm beginnen und gucken wie mir das so gefällt.

VG Tom
 
Ich will ja eh am besten 2 Okulare dazu kaufen. Ein 25mm und ein 10mm sind schon dabei. Deswegen hatte ich überlegt ein 30mm und ein 5mm dazu zu kaufen, oder wären andere Größen mehr zu empfehlen?
 
Find ich sinnvoll. Oder 40mm in 2 Zoll. Bringt in der Preisklasse bis 150 Öre noch mehr Übersicht und ist auch nicht so nah an dem 25er von der Vergrößerung.
 
Hi,

mein Senf noch: ;)

Falls es nicht sowieso klar ist, man muss die Okulare nicht aus der gleichen Serie eines Herstellers kaufen. Kann/sollte man beliebig mischen, da alle ein bisschen anders sind.

Ich würde auf alle Fälle zuerst einmal die mitgelieferten Okulare ausprobieren und dann erst etwas dazu kaufen. So schlecht sind die nicht und du gewinnst garantiert Erfahrung und merkst was geht und was nicht.

Gruß
Peter
 
Hallo Tom
Mein Vorschlag Okular mit 5mm kannst nicht immer verwenden, des Seening wegen, hängt von der Himmelsqualität ab.
Da enpfelle ich dir zu deinen Okularen die Hyperion Reihe sind nicht so teuer, 2zoll und liegen sehr gut in der Hand, 24mm 17mm 8mm, diese gibt es bei verschieden Anbietern.

Manfred
 
Hallo Manfred,

danke für deine Antwort. Die Hyperion-Okulare wurden mir jetzt schon von mehreren empfohlen, deswegen denke ich, dass diese eine gute Wahl sind. Auch das 5mm wahrscheinlich etwas klein sind haben mir mittlerweile auch schon einige geschrieben.
Es ist gut zu hören, dass du da der selben Meinung bist.

VG Tom
 
24-17-8 iat eine gute Idee, rie noch verstecktes Potential hat:
Ganz heißer Tipp, hol dir zu den Hyperion die Fine Tuning Ringe 14 und 28. Kostet nicht annähernd so viel wie ein weiteres Okular, ABER du bekommst damit ne Menge mehr Möglichkeiten.
Siehe hier
Das 17er Hyperion kommt auf 13mm (14) oder 11mm (28)
und das 8er Hyperion kommt auf 6mm (14) oder 5mm (28).
Habe das einige Zeit so gemacht, und es funktioniert tadellos.
Somit hast du noch immer ein Ass im Ärmel, wenn das Seeing gut ist, denn auf 150x begrenzt zu sein bei 200mm Öffnung ist auch Mist. Ich kann zB relativ häufig an die 200x gehen, das ist auch sehr Standortabhängig.

LG
Olli
 
Hallo

Zum Beispiel 31 mm Hyperion Okular verwende ich oft bei Sternhaufen Nebel,
Ist sehr gut bei ha & Chi in der casiopaia.

Manfred
 
Hallo,

Ich steh gerade vor der selben Frage und reih mich mal dazu. Olli würdest du dann für 24-17-8 zu den Hyperions greifen oder auch APM UFF empfehlen? Alternativ finde ich die Zoom Okulare auch sehr praktisch (gerade mit Kind, habe aber nur ein 60€ Ding).

Danke und Grüße
Stefanie
 
Hallo Tom,
9 Leute, 10 Antworten, hier die 11. ... ;)

Es hängt vom Objekt ab, das du beobachtest, und beginne nicht bei den Extremen, sondern in der Mitte.

Hier meine persönliche Reihenfolge:

1.) DeepSky und Allround:
Habe auch einen 8" f6 Dobson und ich finde für Galaxien, Nebel, Sternhaufen ein Okular mit ca. 10-13mm Brennweite optimal. Warum? Bei niederigerer Vergrößerung ist der Himmelshintergrund nicht dunkel genug und Details sind zu klein; bei höherer Vergrößerung (z.B. schon bei 8mm) wird das Objekt selbst zu dunkel und das Seeing macht sich oft als Schärfeverlust bemerkbar, man erkennt meist nicht mehr.
Für einen ästhetischen Bildeindruck und um z.B. den Orionnebel noch einigermaßen ins Bild zu bekommen, ist auch ein möglichst großes Gesichtsfeld essentiell, so ca. 80° sollten es schon sein und die Abbildung am Rand sollte auch noch in Ordnung sein, also kein zu billiges Okular (sicher nicht unter 100€).
Achtung: Dieser erhabene Bildeindruck läßt sich mit einem Okular längerer Brennweite (und somit geringerer Vergrößerung), aber kleinerem scheinbaren Gesichtsfeld, das insgesamt den gleichen Himmelsbereich abbildet, nicht annähernd erreichen, weil die Objekte klein werden und sich im hellen Hintergrund verlieren!

2.) Kugelsternhaufen und auch Mond:
Diese visuell spektakulären und leicht beobachtbaren Objekte brauchen auch ein großes Gesichtsfeld wie unter 1.) und noch mehr Vergrößerung, so ca. 6-8mm Brennweite dürfte für die Kugelhaufen ideal sein. Der Mond verträgt allerdings bei guten Bedingungen noch deutlich mehr Vergrößerung

3.) Hochvergrößerung: Mond und Planeten:
Planeten sind eine Herausforderung, ein Kampf gegen das atmosphärische und das hausgemachte Seeing (Teleskop in Folie einpacken, Spiegel gut ausgekühlt). Höchste Vergrößerung alleine macht leider noch kein gutes Bild, essentiell ist das Glück mit dem Wetter, ein ausgekühltes, gut justiertes Teleskop und für mich ein Binoansatz mit Barlowlinse (und ADC). Wenn das alles passt, kann dieses Setting mit einer effektiven Brennweite so um die 4-5 mm auch für unglaubliche Details am Mond (ev. mit billigem Rotfilter) verwendet werden.

4. ) Übersichtsokulare:
immer längere Brennweiten von 18 über 25 bis ca. 35 mm bilden bei immer geringerer Vergrößerung immer weitere Bereiche des Himmels mit zunehmend hellerer Flächenhelligkeit ab. Bis wie weit das etwas bringt, hängt von der Himmelsqualität ab, ohne Filter finde ich die Abbildung bereits bei ca. 25mm Brennweite in durchschnittlichem, ländlichen Gebiet schon unattraktiv, weil der Himmelshintergrund zu hell ist. Spätestens bei Erreichen des maximalen Pupillendurchmessers des eigenen Auges (z.B. 5mm bei 30mm Okularbrennweite am f6 Teleskop) ist eine längere Brennweite nur mehr gleichbedeutend mit einem Verlust an Teleskopdurchmesser.

Fazit: lieber mit einem einzelnen, sinnvollen Okular beginnen, als ein Set preisgünstiger Okulare in Brennweiten, die man zum Teil wenig nützten kann.

Hoffe, das ist hilfreich,

CS Nik
 
Olli würdest du dann für 24-17-8 zu den Hyperions greifen oder auch APM UFF empfehlen?
Zumindest das 24er APM UFF hat eine sehr deutliche Randvignettierung, die zeigt das 24er Hyoerion nicht, Randscharf ist das Hyperion bei F/7,5, da hat das APM kaum Vorteile.

Alternativ finde ich die Zoom Okulare auch sehr praktisch (gerade mit Kind, habe aber nur ein 60€ Ding).
Wenn man ordentlich Geld hinlegt, werden Zooms auch geil. Ich bereue nach dem großen 3er Vergleich keinen Cent vom APM Super Zoom.

LG
Olli
 
Ich hab das Hyperion Zoom Mark IV mit 2,25 Barlow kurz vor Weihnachten zum Aktionspreis erstanden. Das ist natürlich ein Kompromiss, aber ein guter. Preis/Leistung finde ich gut, das Ding deckt alles ab, gerade für den Einstieg. Die sehr teuren Okulare kauft man sich entweder später, oder nie. Bis dahin kann man mit dem Zoom gut ausloten, welche Vergrößerungen man wann benötigt und einsetzen kann. Mir reicht das neben EAA völlig aus. Es passt an 1,25 und 2-Zoll OAZ und auch optisch wohl zu jedem Teleskop. Die Barlow kann man auch anderweitig nutzen.

LG Olaf
 
Zumindest das 24er APM UFF hat eine sehr deutliche Randvignettierung, die zeigt das 24er Hyoerion nicht, Randscharf ist das Hyperion bei F/7,5, da hat das APM kaum Vorteile.


Wenn man ordentlich Geld hinlegt, werden Zooms auch geil. Ich bereue nach dem großen 3er Vergleich keinen Cent vom APM Super Zoom.

LG
Olli
Danke Oli!

Ich hab das Hyperion Zoom Mark IV mit 2,25 Barlow kurz vor Weihnachten zum Aktionspreis erstanden. Das ist natürlich ein Kompromiss, aber ein guter. Preis/Leistung finde ich gut, das Ding deckt alles ab, gerade für den Einstieg. Die sehr teuren Okulare kauft man sich entweder später, oder nie. Bis dahin kann man mit dem Zoom gut ausloten, welche Vergrößerungen man wann benötigt und einsetzen kann. Mir reicht das neben EAA völlig aus. Es passt an 1,25 und 2-Zoll OAZ und auch optisch wohl zu jedem Teleskop. Die Barlow kann man auch anderweitig nutzen.

LG Olaf

Da ich auch Richtung EAA gehe, tendiere ich auch zum Zoom. Danke auch an dich Olaf ?
 
Hallo Olaf,

könntest du mir eben erklären was das EAA ist?

VG Tom
Hallo Tom,

EAA=Electronic Assisted Astronomy. Beobachtung nicht durchs Okular, sondern durch eine Astrokamera, die das Bild live mit Hilfe einer Software auf ein Tablet oder ein Laptop stapelt (stackt) und somit die Belichtungszeit mit jedem Bild erhöht, so dass mehr und mehr Details zum Vorschein kommen, die man visuell nicht wahrnehmen würde. Im Grunde Astrofotografie, ohne Anspruch auf Perfektion, sondern mit dem Ziel, relativ bequem Objekte am Himmel sichtbar zu machen. Das Endergebnis kann dann aber trotzdem ein schönes Astrofoto sein. Hier im Forum gibt es viele Threads dazu, einfach mal danach suchen.

LG Olaf
 
Ist es empfehlenswert gebrauchte Okulare zu kaufen, oder sollte man da eher die Finger von lassen?

VG Tom
Hallo Tom, da gilt dasselbe wie für Teleskope: Klar kann man die gebraucht kaufen, kommt halt auf den Zustand an. Hier im Marktplatz wird aber in aller Regel kein Schrott verkauft, die Leute gehen sorgsam mit ihren Sachen um. Informiere Dich aber, was das Zeug aktuell neu kostet, so viel spart man beim Gebrauchtkauf leider nicht.

LG Olaf
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben