Astronomie das Magazin - sehr enttäuscht

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Hallo Zusammen,

Zum Thema Werbung in Heft: die aktuelle Ausgabe 33 hat inklusive Titelbild und Rückseite 84 Seiten. Auf der Rückseite ist Werbung, auf den beiden inneren Umschlagseiten auch. Das ist bei anderen hochpreisigen Zeitschriften genauso, selbst beim Playboy :-) (was kostet der eigentlich mittlerweile?).

Ziehe ich die genannten Seiten 1+2 sowie 83+84 ab, so finde ich grob nach Augenmaß knapp 4 Seiten Werbung auf den verbleibenden 80 Seiten Inhalt.

In Ausgabe 29 mit 98 Gesamtseiten, also 94 Seiten Inhalt zähle ich ebenso etwa knapp 4 Seiten Werbung.

Nach der angekündigten Seitenreduktion hat die Werbung absolut also nicht zugenommen.

Für mich ist der Werbeanteil ok, wenn es das Überleben sicherzustellen hilft meinetwegen auch noch 1 oder 2 Seiten mehr.

Klar sind 9,80 € für eine Zeitschrift ordentlich Geld, aber bei dem Spezialthema und der geringen Auflage kann ich das verstehen. Ja, mein Gehalt ist auch nicht parallel zur Inflation gestiegen. Aber ne goldene Nase verdient sich der Herausgeber denke ich nicht.

Ich freue mich, daß es so eine Zeitschrift für den deutschsprachigen Markt gibt. SuW ist mir zu theoretisch, die Mischung in astronomie Das Magazin gefällt mir. Ich werde mein Abo daher nicht kündigen.

Vielleicht mal ein Beispiel aus einem anderen Bereich: ich wohne im Raum Heidelberg, und bin immer auf der Suche nach neuen Biersorten zum probieren, gerne aus Bayern. Ich bin froh ein paar Getränkehändler in der Nähe zu haben, die auch mal exotischere Biere im Angebot haben als Rewe oder die üblichen Getränkeketten. Daß diese Händler ihre höheren Logistikkosten und das Risiko auf der Ware sitzenzubleiben einpreisen müssen ist mir klar. Und dann kostet ein Exotenbier halt etwas mehr als die Pulle Öttinger. Aber der Genuss und die Vielfalt ist es mir wert. Gleiches gilt halt auch für Zeitschriften.

Wie ich auf den Vergleich komme? Ich komme grade von einem Essen mit Kollegen in Mannheim nach Hause, und mich wurmt immer noch was ich da für ein alkoholfreies Hefeweizen (Fernsehbiermarke) gezahlt habe. Mit mittelmäßigem Service und schlecht getroffenem Gargrad meines Steaks. Ich weiß jetzt wieder warum meine Frau und ich keine 5x im Jahr Essen gehen :-)

Dann ist auch das Abo für die Zeitschrift locker drin.

Grüße,
Stefan
 
Ich habe die Zeitschrift auch Aboniert und finde den gebotenen Inhalt wie immer genau auf den Hobbyastronom angepasst.
Die "Preiserhöhung" war bereits länger angekündigt also war das nicht überraschend. Es wurden sogar die Leser mit einbezogen. Jeder hätte im vorwege darauf einfluss nehmen können.
Dann das jetzt hier jetzt öffentlich an den Pranger zustellen finde ich etwas sehr mimimi. Aber wenn man langeweile hat schreibt man halt nen öffeentlichen Brief anstatt das problem direkt zu klären.
Wenn die Zeitschrift nicht mehr deinen Interessen entspricht ist das sicherlich schade aber allen Recht machen kann man es halt nicht.
Und das du einen persönlichen Graul gegen Nina hast können die auch nicht ahnen. Es gibt viele Leute einschliesschlich mich die sehr glücklich mit Nina arbeiten.
Auch die vielseitige Auswahl und Besprechung des aktuellen Himmels im Haar der Berinike hat mich sehr unterhalten.
Fahre wieder Zähne ein, sei friedlich und freue dich über dieses sehr persönlich gestaltete Magazin oder auch nicht.
Wenn es nichts mehr für dich ist, ist das auch völlig Ok.

Cs Marc
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo!
Dann das jetzt hier jetzt öffentlich an den Pranger zustellen finde ich etwas sehr mimimi. ...
Ich finde nicht, dass der Threadstarter diese Zeitschrift „an den Pranger gestellt“ hat. Er hat seine Meinung dazu geschrieben. So wie wir übrigen das auf diversen Unterforen hier zu Teleskopen, Montierungen, Okularen, Astrosoftware, Zubehör und sonstigen Dingen auch tun. Dafür gibt es das Forum. Und Literatur gehört für mich auch zu den diskussionswürdigen Astronomiezubehörteilen über die man auch etwas anderes schreiben kann als nur Gutes.

Aber anders als mit einem teuren Fernrohr, das man sich nicht einfach so zum Ausprobieren kaufen kann, ist dieses Heft für unter 10 Euro am Bahnhof erhältlich, so dass man sich sein eigenes Bild machen kann!

Viele Grüße
Maximilian
 
Hallo,

ja, ich finde auch, dass man da ruhig mal drüber reden kann. Andere Standpunkte kennen lernen zu wollen ist doch einer der Kerne so eines Forums. Und man muss ja nicht unbedingt etwas gegen die süße Nina haben, um irgendwann von Artikeln über ihre Vor- und Nachteile genervt zu sein. Das gibt es doch bei jedem irgendein Thema, bei dem eine Grenze erreicht wird.
Wenn mir noch ein einziges Mal jemand erklärt, wie eine Sonnenfinsternis zustande kommt, dann kann ich - mimimi oder nicht - auch für nichts mehr garantieren.

Auch ist dieser Thread in sich ja nicht uninteressant: als über die Interestellarum/Abenteuer Astronomie diskutiert wurde, waren sehr viele negative Beiträge vorhanden. Das klingt hier doch schon wesentlich ausgewogener. Ich glaube, ich gehe nachher mal zum Bahnhof und kaufe mir die aktuelle Ausgabe. Vielleicht gefällt mir das Heft wieder.

Gruß
Sebastian
 
Dann bin ich mal so frei, geht ja auch mit den "neuen Medien" :cool:
Man kann's ja überblättern wegklicken, aber vielleicht gibt's ja neue Leser, die das noch nicht kennen.

Unvergessen ist mir auch die Lesestunde bei uns auf der Sternwarte vor Jahren, als aus fünf Jahrgängen Kosmos Himmelsjahr die selben Einführungstexte vorgelesen wurden;)

Duckundweg,
Alex
 
Ein tu-quoque,-Brute-Emoji? Naja, die Iden des März waren ja grad, da wäre das tatsächlich was...

Beste Grüße,
Alex
 
NINA ist doch jetzt erst im dritten Heft in Folge Thema. Wurde ja auch als kleine Serie angekündigt, Ich finde es gut, weil es nun mal für viele Hobbyastronomen ein aktuelles Thema ist. Das erwarte ich von einer solchen Zeitschrift. Mich interessiert auch nicht jede Seite in dem Heft, aber das ist ja bei jeder Zeitschrift so.

CS Olaf
 
Ich finde übrigens auch Ausgabe 33 wieder sehr gut gemacht und informativ! Trotz des geringeren Heftumfangs bin ich zufrieden. Und Nina ist schon eine süße Maus, trifft auch voll meinen Geschmack… ;)
 
Hallo zusammen,
Klar sind 9,80 € für eine Zeitschrift ordentlich Geld
das sind 80 € im Jahr am Kiosk. Das Art Kunstmagazin kostet 16€ und erscheint monatlich.

Vodafone hat mir eine Preiserhöhung von 28€ auf 33€ für Internet & Telefon angekündigt. Meine Tageszeitung, die Südwestpresse, kostet 59€ monatlich. D.h., ich zahle 92€ pro MONAT.
Wenn mir noch ein einziges Mal jemand erklärt, wie eine Sonnenfinsternis zustande kommt
Ich habe früher regelmäßig Fahrradzeitschriften gekauft, da sind auch manchmal Beiträge für Dummies drin. Es kann eben nicht jeder im Schlaf auswendig sagen, welche Schraube am Rad welches Gewinde hat. Man sieht ja hier im Forum, das die Fragen von seeehr allgemein bis hochspeziell sind.

Gruß Uwe
 
Hey Sternies :giggle:, ich muss ja sagen mir gefällt der konstruktive Umgang mit diesen Thead und dass sich hier auch keiner zu ernst nimmt. Da bleibt man doch gerne in diesem Forum das habe ich auch schon anders gesehen. Lob an alle …
 
Wenn ich meinen Senf dazugeben darf :)
Ich verwende auch Readly und bin superzufrieden damit... mir ist bewusst, dass die Verleger der Zeitschriften weniger mit meinem Abo bei Readly verdienen als mit einem direkten Zeitschriften Abo, aber ich würde keines der Magazine regulär kaufen, geschweige denn abonnieren. Mich interessieren immer nur einige Themen und für sagen wir 10 bis 20 Seiten die mich wirklich interessieren bezahle ich dann keine 10 Euro.

Ich denke mir, das ist eine Win-Win Situation... ich bekomme Zeitschriften auch mal nur zum Durchblättern und kann mir aus vielen Quellen wirklich nur die Information rausfiltern, die ich gerne lesen möchte und der Verleger macht etwas Geld mit jemandem, der sonst gar kein Geld gebracht hätte.

Just my 2 cents ;)

Liebe Grüße und CS
Philipp
 
Hallo,
ich das Heft und seine Beiträge für mich als Anfänger super. Wie vorher schon erwähnt, wurde wegen der gestiegenen Preise alles transparent dargestellt.
Ich habe letztens beim Italiener 14,50€ für ein Glas Primitivo bezahlt, weil ich einfach bestellt habe ohne in die Karte nach dem Preis zu schauen. Passiert mir nie wieder.
Der Restaurantbesitzer hat mir auch erzählt, dass die Preise um 25% gestiegen sind.
Eine Verkleinerung des Formats von Astronomie war ja auch eine Alternative. Ich bin froh, dass sich dies nicht durchgesetzt hat.
Ich selbst bin sehr spät auf das Magazin aufmerksam geworden und bin seitdem Abonnent. Bei dieser Gelegenheit würde ich gerne in dieser Runde fragen, ob mir jemand die Ausgaben 1-8, 11 und 14 verkauft, da einige von ihnen vergriffen sind und nicht mehr nachbestellt werden können.
Viele Grüße Armin
 
Schade das es das Magazin nicht als PDF gibt. Dann würde ich es weiterhin kaufen und lesen.

CS
Christain
 
Hallo!

Hat nicht jemand Lust, die Zeitschrift "Astro Total" online zu gründen und damit Millionär zu werden? Jeder Artikel 1 Euro als PDF-Download - und die ganze Zeitschrift für 5,-€. Davon müsste es eigentlich ja schon zig tausende Angebote geben, da das ja offenbar die Zukunft des Lesens ist und eine satte Mehrheit an Lesern genau das so wünscht.
Warum gibt es das nicht? :unsure:

Gruß
Sebastian
 
Schade das es das Magazin nicht als PDF gibt. Dann würde ich es weiterhin kaufen und lesen.

CS
Christain
Sehe ich genauso. Wenn es das Magazin als PDF gäbe, hätte ich mir auch überlegt, es zu abonnieren. Ich habe einfach keinen Platz, die ganzen Hefte auf Dauer zu lagern.

Gut dass es das Magazin gedruckt gibt. Als pdf würde ich es nicht kaufen und lesen.

CS,
Olaf
Es muss ja nicht ausschließlich als PDF-Version verfügbar sein. So, wie bei anderen Zeitschriften auch üblich, könnte man eine Druck- und eine PDF-Version anbieten.
 
Hallo!
Gibt es doch, nur noch nicht für Hobbyastronomen in deutscher Sprache. Meine Tageszeitung hat z.B. genau so ein Bezahlmodell. Millionäre werden sie damit wahrscheinlich nicht, aber vielleicht wären sie ohne diese Art der Vermarktung schon genauso pleite wie viele andere Verlage auch. Es gibt sogar Plattformen im Internet, die genau dieses Geschäftmodell verlagsübergreifend anbieten, z.B. „Blendle“.

Und in anderen Sparten (vor allem Musik und Film) wird inzwischen der Großteil des Umsatzes so gemacht. Download einzelner Titel/einzelne Serienfolge, download ganzes Album/ganze Serie. Damit sind Amazon und Apple reich geworden. Und vor allem verdient man damit viel mehr Geld als mit dem Verkauf von CDs und DVDs, denn wie bei Printmedien auch kosten dabei Herstellung und Vertrieb unverhältnismäßig viel Geld von dem nichts beim Verlag bzw. Künstler ankommt.

Grüße
Maximilian
 
Meine Tageszeitung hat z.B. genau so ein Bezahlmodell.
Ach? Die gibt es rein digital? Welche Zeitung ist das denn?

Und in anderen Sparten (vor allem Musik und Film) wird inzwischen der Großteil des Umsatzes so gemacht.
In anderen Sparten Allerdings! Das Argument verstehe ich dennoch nicht. Musik kommt digital oder analog weiterhin aus dem Lautsprecher und wird ja nicht gedruckt. Da hat sich auf der Konsumseite wenig geändert. Auch bei Film und Serien hat sich nur das Transportmedium geändert, aber nicht die Art des Konsums. Mir ging es ja um Zeitschriften, die als Print langsam verschwinden und von denen immer mehr Leute verlangen, sie sollten rein digital erscheinen, sodass sie am Computer/Tablet/Ebook gelesen werden können.
Im übrigen verdienen Künstler heute praktisch nichts mehr mit dem Verkauf ihrer Musik. Leistungsgerechter wird es dadurch also auch nicht.

Es muss ja nicht ausschließlich als PDF-Version verfügbar sein. So, wie bei anderen Zeitschriften auch üblich, könnte man eine Druck- und eine PDF-Version anbieten.
Das wird vermutlich nicht nicht gehen, weil die Zeitschrift auch deshalb erscheint, weil es nur schwer möglich ist, sich ein Abo zu teilen. Bei PDFs kann man leicht Kopien herstellen. Das können sich nur die Magazine leisten, die auch so genug Abonnenten haben. Und DRM-Systeme verursachen so hohe Lizenzgebühren, dass es dann bei auflagenschwachen Zeitschriften keiner bezahlen will.

Es ist aber alles nur meine Vermutung aus der Beobachtung heraus, dass es rein digitale Modelle nicht (lange) gibt oder ich sie jedenfalls nicht kenne.

Gruß
Sebastian
 
Hallo!
Ach? Die gibt es rein digital? Welche Zeitung ist das denn?
Das Schwäbische Tagblatt (die Regionalzeitung für den Landkreis Tübingen). Und meine Frau hat aus Tradition noch die Stuttgarter Zeitung abonniert, ebenfalls rein digital.
In anderen Sparten Allerdings! Das Argument verstehe ich dennoch nicht. Musik kommt digital oder analog weiterhin aus dem Lautsprecher und wird ja nicht gedruckt. Da hat sich auf der Konsumseite wenig geändert.
Viele haben ihre Musiksammlung doch inzwischen auf dem Handy, das sich dann entweder mit dem Bluetooth Kopfhörer, der Lautsprecheranlage daheim oder dem Autoradio verbindet. Das ist für mich eine deutlich andere Art Musik zu „konsumieren“ und zu archivieren als noch vor 20 Jahren, als man entweder eine Schallplatte, CD oder Kassette gekauft hat. (Bis vor einem Jahr hatte ich noch ein Auto, das ausschliesslich Kassetten abspielen konnte, jetzt habe ich eines, das nur physische CDs kann. Ist schon was anderes als nur ein Handy in einen Halter zu stecken und auf dem Radiodisplay die Titelliste zu sehen.)
Auch bei Film und Serien hat sich nur das Transportmedium geändert, aber nicht die Art des Konsums.
Und in wiefern ist das beim Lesen anders? Ich bewege meine Augen von links nach rechts und von oben nach unten über die Seite. Ob die aus Papier oder Glas besteht habe ich bei einem interessaten Inhalt in 10 Sekunden vergessen. Und ob mir die Zeitung irgendein armes [zensiert] morgens um 5:30 Uhr vor die Haustür geworfen hat oder mein iPad sie bequem vom Server holt bekomme ich gar nicht mit.
Das (viel verdient) haben Redakteure von Zeitungs- und Zeitschriftenartikeln noch nie. Die sind entweder für ein sehr bescheidenes Gehalt fest angestellt, unabhängig davon, wie viel sie schreiben, oder sie bekommen als Freelancer ein paar Cent pro Zeile die sie abliefern (mein Schwager hat das viele Jahre lang gemacht, sogar für angesehene Zeitungen wie die „Zeit“ und hätte davon seine Miete nicht bezahlen können wenn er nicht auch noch Taxi gefahren wäre). Gerade im Printmediennbereich sehe ich daher sogar eine Chance, dass die Autoren durch die Digitalisierung besser bezahlt werden als vorher. Weil die unverhältnismäßig hohen Produktionskosten wegfallen und mehr Geld für sie übrig bleibt. Bei der Musik war die Entwicklung eine andere. Da hat sich mit zunehmender Digitalisierung das Raubkopieren und Herunterladen unkontrolliert und unkontrollierbar etabliert. Die jetzigen Bezahl- und Abomodelle (wie z.B. auch Spotify) sorgen dafür, dass die Künstler wenigstens ein Bisschen was bekommen im Vergleich zu gar nichts!

Und DRM-Systeme verursachen so hohe Lizenzgebühren, dass es dann bei auflagenschwachen Zeitschriften keiner bezahlen will.
Dann wäre das für mich, wenn ich in dieser Branche tätig wäre, die wichtigste Baustelle. Wieso soll sich dieser Bereich, wie so viele andere, nicht auch auf open source Basis für wenig bis kein Geld realisieren lassen?

Grüße
Maximilian
 
Und in wiefern ist das beim Lesen anders?
Im einen Fall habe ich ein gedrucktes Magazin mit einer gewissen Seitengröße und Doppelseiten. Im anderen Fall muss ich mit einem meist 7" großen Display zurecht kommen. Das bedeutet in den meisten Fällen hin und her scrollen. Fasst man mal versehentlich an der falschen Stelle auf den Bildschirm schließt man erst mal die App oder blättert ungewollt um. Macht mich irre, sowas. Ich habe mir - wie gesagt ein großes Tablet besorgt. Damit geht es - hat aber über 1000,-€ gekostet. So richtig dollen Spaß macht das Lesen damit auch nicht.
Die Alternative ist im Newsbereich oft eine Anpassung an Ebook-Reader. Das geht, aber überfliegen kann man eine Zeitung so auch nicht nicht mehr. Ganz abgesehen von der schlechteren Darstellung von Fotos und dem unhandlichen flexiblen Textfluss.
Ich nutze sehr wohl Streamingdienste. Der Fernseher wurde etwas größer, aber die Art des Konsums ist eben gleich geblieben.
Bei der Musik ist es genau so. Früher Walkman oder Stereoanlage. Heute im Grunde das gleiche nur mit Handy und Computer. Wenn du die Wiedergabegeräte nicht siehst, wirst du keinen Unterschied feststellen.

Das Schwäbische Tagblatt ist nicht rein digital. Ich vermute stark, dass die Digitalausgabe über die Printausgabe querfinanziert wird. Rein digitale Angebote sind eben schwer umsetzbar. Würde die Zeitung ihren Printbetrieb einstellen, um Kosten zu sparen, waren sie binnen 6 Monaten am Ende.

Das (viel verdient) haben Redakteure von Zeitungs- und Zeitschriftenartikeln noch nie.
Mag sein, aber sie konnten davon leben. Die Redaktionen waren groß und es gab viele Arbeitsplätze. Heute sind das nur noch so ein paar Figuren, die die Zeitschrift machen. Die Hälfte davon Praktikanten. Das liegt natürlich zugegebenermaßen auch daran, dass heute auf kostenfreie Inhalte im Netz zurückgegriffen wird. Aber gerade vor dem Hintergrund muss man heute offenbar noch viel sparsamer planen, wenn man mit seinen Inhalten Geld verdienen muss.

Dann wäre das für mich, wenn ich in dieser Branche tätig wäre, die wichtigste Baustelle. Wieso soll sich dieser Bereich, wie so viele andere, nicht auch auf open source Basis für wenig bis kein Geld realisieren lassen?
Leider gibt es das nur eben nicht. Beim PDF-Format hat da Adobe die Finger im Spiel. Da ist es nichts mit Open Source. Es bleiben proprietäre oder Sonderformate, die eine eigene App benötigen.
Sky&Telescope hat das vor ein paar Jahren mal versucht. Hat selbst bei den Amis nicht geklappt, weil es von den Kunden nicht angenommen wurde. Jetzt sind sie wieder bei PDF angelangt. Die haben eben nur das Glück, dass sie als englischsprachiger Anbieter weltweit gelesen werden und so mit den Verlusten durch PDF-Sharing leben können.

Gerade im Printmediennbereich sehe ich daher sogar eine Chance, dass die Autoren durch die Digitalisierung besser bezahlt werden als vorher. Weil die unverhältnismäßig hohen Produktionskosten wegfallen und mehr Geld für sie übrig bleibt.
Warum passiert es dann nicht reihenweise? Musik- und Videostreamingdienste wachsen wie Unkraut, weil es sich so sehr lohnt. Dass nur der Print-Bereich zu dusselig sein soll, die Chance zu ergreifen, endlich wieder auf die Füße zu kommen ist doch nicht plausibel.

Gruß
Sebastian
 
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