Wer kennt sich mit GP Prismenschienen aus?

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Sternbrot

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Ich habe eine Frage bezüglich der beiden Madenschrauben an den Enden der Prismenschiene. Was wird damit eingestellt. Die größere Bohrung nimmt die Rohrschelle auf! Warum nun noch diese beiden Madenschrauben. Wer klärt auf? Im Internet nix gefunden.
VG Frank
 
Hallo Frank, ich könnte mir vorstellen, dass es sich dabei um zusätzliche Schrauben zur Arretierung von Rohrschellen handelt, um ein Verdrehen der Schellen zu verhindern. Insbesondere wenn Geräte mit nur einer Schelle (z.B. Astrocams mit zylinderförmigem Gehäuse) mit der Schiene verbunden werden.
Ist aber nur eine Vermutung. Ähnliche Arretierungsschrauben findet man auch an Stativ-Kugelköpfen (Fotobereich) bzw. den runden Stativplatten der Fotostative, damit wird dann ein versehentliches Abdrehen des Kopfes von der Stativplatte verhindert.

Viele Grüße Kay
 
Genau, das sind Druckschrauben, um die Schiene perfekt parallel zur optischen Achse justieren zu können.

CS, Bernd
 
Konusfehler...Das macht natürlich mehr Sinn als meine Vermutung...vielen Dank, da habe ich auch wieder was gelernt :y:
Viele Grüße Kay
 
Vielen Dank für Eure Aufklärung! Konusfehler, das macht Sinn. Mit den kleinen Schräubchen wird die Optische Achse mit der RA justiert, wieder was gelernt!! :) :y: :teleskop:
CS und VG
Frank
 
Und die Rohrschelle liegt auf einer oder beiden Schrauben auf ? Würde ich nie machen, weil keine gute Auflage gegeben ist.
 
Das Zug und Druckschrauben Prinzip ist alt bewährt und funktioniert super.
Bedingt dadurch das ja 2 Schellen um einen Tubus liegen ergibt das wieder eine Steife Einheit.
Da wird nix wackeln und alles wird sicher gehalten.

Den Konusfehler auszugleichen, hat den Vorteil, das nach z.B. einem Meridianflip, das Objekt auch wieder in der Bildmitte landet.

Durch fehlenden Konusausgleich summiert sich ja der Fehler auf.
Steht das Objekt z.B. 1° aus der optischen Achse nach oben versetzt, wirst du es vor dem Flip nicht merken, da du ja dein Alignment darauf justiert.

Machst du dann aber einen Flip, wird aus dem +1° ein -1° .
Das sind dann schon 2° die sich dein Objekt dezentriert.

Je nach Brennweite kann man da schon Dinge aus dem Sichtfeld verlieren.

Aber wie erwähnt.
Da ja 2 Schellen bündig am Tubus anliegen und mit der Schiene verbunden sind, ergibt sich eine starre Einheit, die durch die Zug/druck Schrauben quasi wie ein durchgehendes Brett angehoben werden.

Das funktioniert schon seit Ewigkeiten gut.

Gruß Markus
 
Das ist doch das gleiche in grün :)
Nur das dieses Band nicht einstellbar ist.

Zug/druck schrauben werden ja auch bei Spiegelkollimation verwendet.

Ich möchte dir ja nix einreden .
Aber ob du das Fühlerleerenband oder die Druckschrauben nutzt es bleibt sich am Ende von der Festigkeit her gleich.
Nur das die Schrauben halt flexibel sind und AdHoc eingestellt werden können ohne mit zig Blättchen hantieren zu müssen.

Gruß Markus
 
Ich arbeite in der Metallverarbeitung und kann durchaus einschätzen, welche Schraubverbindung wirklich stabil ist oder eher nicht.
 
Wie soll mit den beiden schraubpaaren aber eine seitliche Abweichung korrigiert werden. Das geht nicht! Nur eine vertikale und eine rotations Verkippung ist zu korrigieren? :unsure:
 
Wie soll mit den beiden schraubpaaren aber eine seitliche Abweichung korrigiert werden. Das geht nicht! Nur eine vertikale und eine rotations Verkippung ist zu korrigieren? :unsure:
es geht nur um eine vertikale Korrektur - Ziel ist die optische Achse parallel zur R.A.-Achse justieren. Für das seitliche hast du ja die DEC-Achse.
Wo sich aber meine Nackenhaare aufstellen: Rohrschellen meist aus (preiswertestem) Aluminium, die Madenschrauben sind nicht mal ballig -> deren Spitzen drücken sich toll in die Basis der Rohrschellen.
Zumindest meinereiner ist die letzten 25 Jahre ohne diese Justagemöglichkeit klargekommen - nach dem Flip bei Bedarf ein Sync auf einen nahen Stern und zurückfahren. Und heuer ist bei entsprechend anspruchsvoller/technisch hochgerüsteter Astrofotografie eh das Thema Platesolving präsent.

viele Grüße!
 
Wie soll mit den beiden schraubpaaren aber eine seitliche Abweichung korrigiert werden. Das geht nicht! Nur eine vertikale und eine rotations Verkippung ist zu korrigieren? :unsure:
da muss ich dir leider widersprechen.

Man kann sowohl vertikal (zB beide vorderen hoch) korrigieren als aich horizontal (zB vorn die linke hoch, vordere Schelle geht nach rechts, hinten die rechte hoch, hintere Schelle geht nach links).
Ich richte auf die weise meine Doppelmontage perfekt parallel aus.

LG
Olli
 
Hallo Zusammen,
Also mit der oben zu sehenden Prismenschiene kann man das gerade justieren der Optik zur Nachführachse knicken. Eine ingenieurstechnische Katastrophe!!!
Die Rohrschellen sind überhaupt nicht rechtwinklig in X oder X-Achse zu justieren. Wie denn? Die Höhenkorrektur mag über die Madenschraube solala gehen, aber eine seitliche Abweichung ist schon mal beim Einbau der Rohrschellen vorprogrammiert. Woher will ich wissen ob die Flucht der Schiene mit der optischen Achse übereinstimmt?
VG Frank
 
Komme auch aus der Stahl-Industrie.

Aber Schwamm drüber.
Du hast Recht und alle Hobbyastronomen die es seit xxx Jahren so machen haben sich geirrt.

Kann ja Mal vorkommen :)
Kann in der Tat vorkommen, man muss nicht immer der Masse nachlaufen.
Ich hatte geschrieben, dass das für mich nicht in Frage kommt, speziell bei der Astrofotografie.
Was du dann machst oder meinst, geht mir am Allerwertesten vorbei.
 
Und die Rohrschelle liegt auf einer oder beiden Schrauben auf ? Würde ich nie machen, weil keine gute Auflage gegeben ist.
Der Hit ist bei diesem Murks ist, das dann ein kleines Madenschräubchen M3 gegen ein großes M8 Gewinde drückt. Was gibt dann wohl nach und kippelt unbemerkt beim Schwenk der Montierung? Die Deckachse! Wie oft lese ich hier im Forum von Leidensgenossen, die die Deckachse nicht gebändigt bekommen!
VG Frank
 
da drückt kein M3 Madenschräubchen gegen ein M8 Gewinde.
Da ist in der Mitte eine M6 Zugschraube, die mittig die Schelle zur Schiene zieht, Gewinde in der Schelle, durchgangsloch in der Scgiene.
Dann ist seitlich je eine M5 Druckschraube, die in der Schiene verschraubt ist und gegen die Schelle drückt.
Und das lässt sich eigentlich sehr einfach in jedwede Richtung verstellen.

LG
Olli
 
wir sprechen doch beide von der oben abgebildeten Prismenschiene?
Ja
Wenn du eine andere benutzt würde ich mich freuen, wen du ein Foto davon hier zeigst.
gern, Im Prinzip sieht das ganz genauso aus, das selbe in grün
Ich meine die auf deinem Bild beide zu sehen.

Such dir ein Bild aus wo man es am besten erkennen kann.
Immer mittig eine M6 Zugschraube und seitlich davon je eine M5 Druckschraube. Kann damit jede Richtung völlig frei einstellen.
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LG
Olli
 
Kleiner Zwischenruf von aussen:
Ich habe mehrere solcher Schienen, sowohl original Skywatcher als auch von TS als "Hausmarke" (die oben abgebildete).
Deren seitliche Schrauben sind eindeutig M5!
Ich könnte als 'Beweis' ein Foto meines digitalen Messschiebers posten ;-)

Mir scheint, dass hier unterschiedliche Leute ganz verschiedene Schienen vor sich haben. Da könnt Ihr noch lange über deren Eigenschaften streiten ;-)

Grüße
Matthias
 
Mag sein, Fakt ist, das Zug und Druck Prinzip ist bei der roten Schiene auf dem Bild am Anfang genau das gleiche, ob das nu M3 oder M5 ist sei dahingestellt, das Funktionsprinzip ist gleich.

LG
Olli
 
Ich staune nur noch was man alles über eine simple Prismen Schiene schreiben kann ;).
Aber es gibt , wie man sieht, Fachleute und Spezialisten für alles.
Obwohl ich mich nie um die Schrauben gekümmert habe, kann ich den beschrieben Konus Fehler ich so recht nachvollziehen.
Es gibt ihn bestimmt, aber ist das in der Praxis für irgend was relevant?
Nach dem Meridian Flip mache ich doch sowieso ein Platesolving , dann ist das Objekt wieder zentriert.
Wenn ich mit einem Dualen imaging System, also zwei Teleskopen / Kameras arbeite, dann macht das sicher schon eher sinn, denn die Bildausschnitte sollten ja möglichst deckungsgleich sein um wenig Rand Verschnitt zu haben. Aber sooo kritisch ist das glaube ich in der Praxis auch nicht, mein schneidet ja sowieso mein einiges drumherum weg.
 
Bei meiner Schiene gibt's nur M3 Madenschrauben.
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Bei einem Doppelset wie es Olli verwendet ist das seitliche versetzen sicherlich über die dritte Schiene gut möglich. Aber ich möchte die lange Schiene an meinem Fotonewton verwenden um die Kopflastigkeit auszutarieren. Da gibt's nur Schiene und zwei Rohrschellen.
Ist aber erstaunlich wie "schief" damit die optische Achse gegenüber der RA eingebaut werden kann. Da kommen locker paar Grad raus!
Danke an alle für die Infos bezüglich des Themas zum Konusfehlers!
VG Frank
 
Bei meiner Schiene gibt's nur M3 Madenschrauben.Bei einem Doppelset wie es Olli verwendet ist das seitliche versetzen sicherlich über die dritte Schiene gut möglich. Aber ich möchte die lange Schiene an meinem Fotonewton verwenden um die Kopflastigkeit auszutarieren. Da gibt's nur Schiene und zwei Rohrschellen.
Ich stelle die Richtung nicht mit der dritten Schiene ein, sondern stets über die Rohrschellen des kleinen EDs, um ihn parallel zum großen einzustellen.
 
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