Vielleicht meinst Du das etwas wärmere Bild der Leicas
nein, meine ich nicht. Ich meine genau das, was unter CA definiert und verstanden wird. Es gibt keine CA freien Gläser von Leica. Bei allen Leica Gläsern ist teils an niedrigschwellig kontrastierten Objekten der Farbfehler früher sichtbar, als bei anderen Herstellern gleicher Klasse.
Vielleicht meinst Du das etwas wärmere Bild der Leicas. Nun, wenn man dies als Farbfehler definiert, dann ist das subjektiv wohl so.
Im Gegensatz zu den FG von Zeiss und Swarowski empfinde ich diesen Warmton nicht nur angenehmer, er zeigt auch das lebendigere und vitalere Bild.
nein, meinte ich auch nicht, Warmtonbilder haben m.E. wenig mit CA zu tun. Leica Optikdesign ist auf "satten" Kontrast ausgelegt, ferner weisen sie den von dir beschriebenen Warmtonfarben auf, der in Kombination mit dem recht hohen Kontrast bei vielen Anwendern eine kräftig, lebendig harmonische Farbe generiert. Dagegen ist überhaupt nicht einzuwenden, es ist reine Geschmackssache und eine vollkommene subj. Präferenz.
Als ein gegenüber anderen Herstellern vorstehendes Qualitätsmerkmal allerdings, sollte ein Anwender diese Bildwiedergabe nicht werten. Denn tatsächlich ist eine Leica Abbildung nicht "natürlich", sondern eine Charakteristik der Leica Optik und dessen Vorliebe darf gern bestätigt werden.
Der Nachteil dieses Design liegt meines Erachtens in eben genau diese nicht natürlichen Wiedergabe der Natur und vor allem aber das relativ gegenüber anderen Abstimmung schnelle Einbrechen der Transmission, der Bildfeldhelligkeit. Und das in Kombi mit dem Farbfehler, und ach ja, der teils starken Verzeichnung und für meinen Geschmack nicht so dollen Randschärfe, lässt je nach Modell - z.B. Noctivid - etwas nach hinten fallen. Das können in Kombination und Summenbetrachtung andere m.A.n. besser.
Alles das bedeutet natürlich nicht, als das Leica Ferngläser schlechter sind, in Summe machen die Gläser alle durch die Bank einen riesigen Spaß und bieten erstklassige optische Leistungen.
Emotionsfrei und in Hinsicht einer sachbezogen Merkmalbetrachtung aber, weisen sie Schwächen auf. Ihre größte Stärke sollte nicht unerwähnt bleiben, zumindest bei den Ultravid und Noctivid Gläsern, ist ihre Streulicht Unempfindlichkeit-ihr Gegenlichtverhalten. Für Astronomie sind sie nicht meine Wahl, weil sie alle, zumindest die, die ich kenne (nicht wenige), keine Punktabbildung bieten, alle zeigen Spikes (Dachkante). Andere Hersteller zeigen diesen Effekt auch, aber weitaus weniger ausgeprägt.
Da hat Zeiss einen deutlich grösseren wahrnehmbaren Unschärfebereich.
welches? Ein SF hat kaum bis keine Randunschärfe, noch besser kann das ein 10x50 EL von Swarovski.
Wie auch immer, freue dich über die gute Scherbe und genieße die Zeit der Beobachtungen.