StKorth_privat
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Die Nacht vom 3. auf den 4.6. - was soll man machen?
Wolkenloser Himmel über dem Rheinland, aber...
- schon ohne Mond sieht alles über einem irgendwie grau aus
- mit Mond rutscht die Grenzgröße irgendwo Richtung 3 Mag
- die späte Dämmerung ist auch noch dabei
Die Antwort: Doppelsterne mit 60mm - Öffnung!
Geht klar, mein Apo-Zwerg steht noch von der täglichen Kalzium-Sonnenrunde im Garten - Herschel-Keil ´raus, Zenitspiegel ´rein, auf geht´s!
Auf dem Beobachtungstisch liegen:
- "An Anthology of Visual Double Stars" von Argyle / Swan / James -> tolle Objektauswahl und gute Beschreibungen, dazu noch aktuelle Sterndaten
- interstellarum "Deep Sky Atlas" - die einzigartigen Markierungen der Doppelsterne sind eine gute Orientierungshilfe
- der Okularkoffer
Die Beobachtungen (ohne Stress mit allerlei Okulartesterei - 13mm - Nagler, 3,5mm - Nagler, 2,5x PowerMate waren mir die Liebsten):
Mizar (2,2mag / 3,9mag / 14,4“): Warm-up mit 28x und 103x, wie immer ein schönes Mini-Feld mit Alkor und Sidus Ludoviciana, als Referenzstern für die Starbook-Kalibrierung angefahren.
Struve 1695 (südlich von epsilon Uma = Alioth – 5,9mag / 7,7mag / 3,8“): Als Doppelstern etwas knifflig bei 28x, aber bei 103x sehr einfach.
Kappa Boo = Struve 1821 (4,5mag / 7,1mag / 13,5“): Schon bei 28x einfach, sehr ansehnlich bei 103x, leichter Orangeton bei B.
iota Boo = ADS9198 = STFA26 (4,8mag / 7,1mag / 38,7“): nur bei 103x angeschaut, sehr weit, eher langweilig, keine Färbung.
zeta CrB = Struve 1965 (5,0mag / 6,0mag / 6,2“): schönes Pärchen, weißlich, 103X ist ideal, 257x sieht auch gut aus, Sterne ähnlich hell.
sigma CrB = Struve 2023 (5,6mag / 6,5mag / 7,2“): nett getrennt bei 103x, farblos.
epsilon Boo = Struve 1877 (2,6mag / 4,8mag / 2,9“): knifflig bei 103x, großer Helligkeitsunterschied, 257x hilft, Komponente A leicht rötlich.
Struve 1973 (7,6mag / 8,8mag / 30,5“): einfach bei 103x, keine Färbung.
Alles keine Prüfsterne nahe des Airy-Scheibchens, aber alle schön anzusehen - ich wollte halt nur Spaß, den hatte ich. Es gibt also fast immer einen Himmel für den Deep-Sky-Spechter, solange die Wolken weg sind. Und mit 60mm-Öffnung muss man sich kaum Gedanken um das Seeing machen...
CS,
Stefan
Wolkenloser Himmel über dem Rheinland, aber...
- schon ohne Mond sieht alles über einem irgendwie grau aus
- mit Mond rutscht die Grenzgröße irgendwo Richtung 3 Mag
- die späte Dämmerung ist auch noch dabei
Die Antwort: Doppelsterne mit 60mm - Öffnung!
Geht klar, mein Apo-Zwerg steht noch von der täglichen Kalzium-Sonnenrunde im Garten - Herschel-Keil ´raus, Zenitspiegel ´rein, auf geht´s!
Auf dem Beobachtungstisch liegen:
- "An Anthology of Visual Double Stars" von Argyle / Swan / James -> tolle Objektauswahl und gute Beschreibungen, dazu noch aktuelle Sterndaten
- interstellarum "Deep Sky Atlas" - die einzigartigen Markierungen der Doppelsterne sind eine gute Orientierungshilfe
- der Okularkoffer
Die Beobachtungen (ohne Stress mit allerlei Okulartesterei - 13mm - Nagler, 3,5mm - Nagler, 2,5x PowerMate waren mir die Liebsten):
Mizar (2,2mag / 3,9mag / 14,4“): Warm-up mit 28x und 103x, wie immer ein schönes Mini-Feld mit Alkor und Sidus Ludoviciana, als Referenzstern für die Starbook-Kalibrierung angefahren.
Struve 1695 (südlich von epsilon Uma = Alioth – 5,9mag / 7,7mag / 3,8“): Als Doppelstern etwas knifflig bei 28x, aber bei 103x sehr einfach.
Kappa Boo = Struve 1821 (4,5mag / 7,1mag / 13,5“): Schon bei 28x einfach, sehr ansehnlich bei 103x, leichter Orangeton bei B.
iota Boo = ADS9198 = STFA26 (4,8mag / 7,1mag / 38,7“): nur bei 103x angeschaut, sehr weit, eher langweilig, keine Färbung.
zeta CrB = Struve 1965 (5,0mag / 6,0mag / 6,2“): schönes Pärchen, weißlich, 103X ist ideal, 257x sieht auch gut aus, Sterne ähnlich hell.
sigma CrB = Struve 2023 (5,6mag / 6,5mag / 7,2“): nett getrennt bei 103x, farblos.
epsilon Boo = Struve 1877 (2,6mag / 4,8mag / 2,9“): knifflig bei 103x, großer Helligkeitsunterschied, 257x hilft, Komponente A leicht rötlich.
Struve 1973 (7,6mag / 8,8mag / 30,5“): einfach bei 103x, keine Färbung.
Alles keine Prüfsterne nahe des Airy-Scheibchens, aber alle schön anzusehen - ich wollte halt nur Spaß, den hatte ich. Es gibt also fast immer einen Himmel für den Deep-Sky-Spechter, solange die Wolken weg sind. Und mit 60mm-Öffnung muss man sich kaum Gedanken um das Seeing machen...
CS,
Stefan