DIY LED Flat Panel - Bezugsquelle Light Guiding Plate / Diffusor

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astro_alex80

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Hallo zusammen,

ich weiß, ich bin sehr umtriebig was Selbstbau betrifft und verfolge häufig mehrere Projekte gleichzeitig (finalisiere aber auch die meisten davon) ;-)

Möchte mir sowas für meinen neuen 130er Refraktor nachbauen.

https://github.com/jlecomte/ascom-flat-panel#finished-product

Werde das aber gleich mit dem motorisierten Cover was ebenfalls bei dem Astrokollegen auf GitHub veröffentlicht ist, kombinieren.

Wie bekomme ich die LEDs die von der Seite leuchten über die Fläche homogen?

Reicht da etwas dickeres (8 mm) weißes satiniertes Acrylglas (LEDs leuchten am Umfang darauf).

In der Erklärung auf GitHub steht was von „Light Guiding Plate“ - ich übersetze das mal mit Diffusor. Scheint aber schwierig zu finden zu sein.

Habt ihr Ideen?

Danke vorab und Viele Grüße,
Alex

P.S. EL Folie statt LEDs fällt erstmal raus wegen der Regelbarkeit.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi Alex,

eine Light Guiding Plate ist mehr als eine matte Acrylscheibe, die wäre massiv inhomogen. Da sind noch Mikrostrukturen drauf, die das seitlich eingestrahlte Licht gleichmäßig über die Fläche auskoppeln. Bezugsquelle habe ich aber leider auch nicht.

CS,
Bernd
 
Hallo BErnd,

danke. Ja du hast Recht, wenn man sich so eine "LGP"anschaut, haben die Struktur gelasert oder geätzt, wie auch immer. Wahrscheinlich Industriebedarf bzw: Großhandel wo man nicht mal eben eine kleine Scheibe geschnitten bekommt. Anderer Möglichkeit ein LED Panel zerlegen, aber dafür müsste man erstmal wissen, wo so ein Ding drin steckt.

Grüße,
Alex
 
Ja habe ich gesehen, aber die gibts bei Amazon USA - das ist mir ein bisschen weit :)
 
Warum der Stress und nicht gleich eine EL Folie? Die ist genauso per PWM regelbar und grundsätzlich homogen (je nach Qualität).

Gruß Mike
 
Hi Alex,
na, mal wieder dabei noch ein neues Fass aufzumachen?

Fuer solche "Edge-Lighting Sachen" nimmt man wohl gemeinhin Acryl-Klarglas mit 91% Transparenz und fein verteilten Partikeln zum auskoppeln des Lichts wie dieses:

Da kommt dann am Besten noch eine opaque duenne Acrylglasplatte drauf.

Sowas in Deutschland aufzutreiben ist eher nicht so trivial (weil eher ein Industrieprodukt), aber mal so auf die Schnelle gesucht, Du kannst es ja mal hier versuchen:


eine Probe von 20x30cm fuer ~10Euro kann man riskieren.
Musst es allerdings entweder laserschneiden lassen, oder die Kante nach dem mechanischen Zuschnitt polieren lassen, damit das Licht von den LEDs gut eingekoppelt wird.

Anmerkung: Wenn dein Flatpannel nicht 100% homogen wird, dann kann man natuerlich auch das beheben: Wenn Du bereits ein groesseres, gutes Flatpannel hast, dann ohne Astro-Filter ein Masterflat mit deinem neuen Flatpannel aufnehmen, dann ein weiteres mit einem Referenzflatpanel. Letzteres dann z.B. in Pixinsight mit pixelmath durch Ersteres dividieren und als Korrektur (der Korrektur ... ;) ) dann auf alle zukuenftigen Flats draufmultiplizieren. Falls Du einen Rotator verwendest, wird's aber komplizierter...

P.S. EL Folie statt LEDs fällt erstmal raus wegen der Regelbarkeit.
Nur der Vollstaendigkeit halber: Das geht schon.
Am einfachsten mit einem Inverter wie diesem: https://www.reichelt.de/inverter-12...-p84836.html?&nbc=1&trstct=lsbght_sldr::60203
Die Regelung ist ein 50k Ohm Poti, dass intern an einem Eingang von einem PIC Microcontroller haengt. Das kann man z.B. durch ein digitales Poti ersetzen und das kann man dann ueber einen Arduino fernsteuern (und ASCOM kompatibel machen). Einen anderen Hack hat der @soundfan ja gerade gepostet.
Man kann natuerlich auch gleich einen eigenen Inverter auf Arduino-Basis bauen, da gibt es auf Github auch etliche Projekte, einige um den MAX14524E Chip, die auch gut ausschauen.
Frueher gab es von Sparkfun und Seedstudio [etc] auch fertig aufgebaute Arduino-Shields mit dem MAX14524E, aber frueher haben die Kinners auch nicht gleich alle Hochspannungskabel in den Mund genommen und sind dann teilsediert zum Anwalt gelaufen. Sowas wurde wohl wegen zu vielen Klagemoeglichkeiten inzwischen abgeraeumt.
Ich sag's nur deshalb, weil Du ja auch schon mit Leuchtfolie experimentiert hast.
Ich habe uebrigens inzwischen diese kosteneffiziente Variante
und diese
selber ausprobiert (kommt in Trevinca an die Wand fuer Flats mit dem grossen Newton und wird dort ueber Relais gesteuert. Was A2 oder A1 EL-Folien im "Astrofachhandel" in dieser Groesse kosten, geht ja auf keine Kuhhaut), dass funktioniert von Lum-Filter ueber 4,5nm OIII bis 4,5nm SII nach den ersten Tests nach manuellem Einregeln der Dimmung an der 268MM ganz gut.

Und (falls nicht der Bastelspass, sondern rasche Erfolgserlebnisse im Fordergrund stehen), Ich habe inzwischen auch zwei Flat-Panels vom Deepskydad ( Flat panels Archives - Deep Sky Dad ), die sind preislich noch im Rahmen und funktionieren auch exzellent.

Gruss & CS
 
Zuletzt bearbeitet:
Super Danke @Defunct

An Deep Sky Dad habe ich auch schon gedacht, wills aber erstmal selbst probieren. Habe jetzt 5 Light Guding Plates direkt mit Reflective Paper und Diffusor, mit Durchmesser 200 mm bestellt. Der Rest ist ja eigentlich recht simpel.
 
@Defunct & @astro_alex80 ... hab gerade 500 Euronen rausgeschmissen und bei Reichelt und El-Light A3 und A2 Folien samt Inverter bestellt. Milch-Plexi davor?

lg
Niki
Hi Niki,
die Ironie ist, dass der Alex offenbar noch einen Stapel preiswertere Folien mit 400mm Durchmesser auf Lager hat, aber es versaeumt hat, dass hier irgendwie anzukuendigen ... :oops:
Ich habe eine 1mm Klarglasplexi davor, ansonsten kann es fuer NB etwas zu dunkel werden. Vielleicht etwas Erwartungsmanagement bzgl. der spektralen Empfindlichkeit und der Belichtungszeiten:

Die SII line ist bei 672nm natuerlich am problematischsten, siehe Emissionsspektrum der EL-Folie hier: https://cdn-reichelt.de/documents/datenblatt/A500/DATENBLATT-LEUCHTFOLIEN_3_16.pdf

Dementsprechend sind bei mir bei f/4 und 50% ADU (NINA im "dynamic exposure" Modus) mit der grossen A2 Folie folgende Belichtungszeiten faellig:
Lum: 0,04s
Ha: 17s
SII: 22s
OIII: 0,9s

Mal zum Vergleich, DS-Dads kleinere Folien in dessen Flatbox und voll aufgedreht liegt hier und sind komfortabler:
Lum: 0,017s
Ha: 1,18s
SII: 2s
OIII: 0,6s

Flats und Darks musst Du da natuerlich mit der EL-Folie getrennt aufnehmen, das ist der Kompromiss fuer den Preis.

Gruss & CS
 
Graaaaahhh, ich finde beim Reichelt keine Bearbeitungsmöglichkeit meiner Bestellung... (supi!) :rolleyes:
Sehr intelligent. (Reichelt oder ich)

Ah. Man muss ein Widerrufsmail senden. Ok. Passt.
Bei Amazon gibts einen Button, das ist praktischer...

lg
Niki
 
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Es ist eine Ironie…
Es brauchte wohl erst Euch beiden Prominenten hier @Demokrat & @Defunct - jetzt sind fast alle Scheiben weg. Danke!

Soll ich nochmal welche nach ordern (die Form von der Herstellung gibts noch)? ;-)
 
Zuletzt bearbeitet:
@Demokrat & @Defunct

Übrigens, ich sag Euch beiden dann Bescheid, wenn die bestellten Light Guiding Plates angekommen sind und der Restbestand abverkauft werden muss :ROFLMAO:

Bin mal gespannt auf die Teile, inklusive Reflektionsschicht und Diffusor in 200 mm rund. Eventuell muss gar keine weitere weiße Deckplatte davor. Die 3D Druck Dateien habe ich fertig. Poste ich später gerne hier.
 
Hi,
light guiding plates findet Ihr auch in PC-Monitoren. Ich hatte noch einen alten 17-Zoll Monitor rumfliegen, den ich ausgeschlachtet habe und analog zu der Anleitung von jlecomte zu einem 10"-Flatpanel verarbeitet habe. Hat super funktioniert. Also im Zweifelsfall mal nett auf dem Recyclinghof fragen, ob man einen alten PC-Monitor mitnehmen darf. Einen Großteil davon bringt man ja wieder zurück ;-)

Gruß,
Robert
 
Hier ein Update.

Habe letzen Samstag einen kleinen Stapel Light Guiding Plates vom freundlichen FedEx-Mann geliefert bekommen.

Die Platten haben einen Durchmesser von 200 mm sind an den Kanten poliert, neben der eigentlichen "Light Guiding Plate" befindet sich unten eine Reflektorschickt und oben ein Diffusor.
Den Grundkörper für ein Flat-Panel hatte ich bereits gedruckt und die LEDs am Umfang provisorisch angebracht und die runde LGP entsprechend noch in der Mitte eingefügt.

Bei den LEDs handelt es sich um 12V Leuchtstreifen vom großen A, nichts Besonderes. Wenn man diese PWM-dimmt scheinen ab einem bestimmten Punkt die einzelen LEDs durch.

Natürlich habe ich das ganze gleich probiert, abfotografiert und in PI zerlegt.

Ich habe die LGP bewußt 25 mm größer gemacht, um mit Beginn der Taukappe eine möglichst homogene Lichtverteilung zu haben.
Unten ein 2D Plot bezogen auf den Taukappen-Durchmesser des 130er TOA.

Wenn ich mir den Plot so anschaue, auch skaliert, denke ich hat das geklappt. Ich halte das für bereits ausreichend glatt, auch ohne zusätzlichen Diffusor.

Wie die LGP gedimmt funktioniert, muss ich noch testen. Ebenso werde ich noch testen, ob ein zusätzlicher Diffusor eine weitere "Glättung" bewirkt.

Damit steht also dem Bau eines 3D gedruckten, dimmbaren und motorisierten LED-Covers für mein "Klein-Teleskop" nichts im Wege.

Viele Grüße,
Alex
LGP_Detail2.PNG




p.s. hier ein Zusatz,
extrem gestreckt sieht das ganze so aus. Man müsste mal eines der käuflichen Cover (PrimaLuceLab, Deepskydad) vergleichen.

IMG_7417_2.jpg
 
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