Die Fernglas-Findung hat begonnen

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Habe nicht soviel Ahnung von Ferngläsern und möchte fragen, ob ein 20-30er wirklich etwas bringt, z. B. bei helleren Messier-Objekten?
Benutze am Himmel oft 8x40, 7x50, 10x50 und 10x56, freihändig. Davon finde ich 10x50 und 10x56 einigermaßen gut für Messiers, Collinders u. a.
Das 8x40 ist mir bereits etwas zu lichtschwach. Was bringt dann ein 8x20?
 
Wie heißt es so schön … das bessere ist des guten Feind…?. So ein Ultravid ist aber definitiv was sehr feines…??
 
Heart cooks Brain. ;-) Ich werde es testen, wenn der Kontrast nochmal gesteigert ist,
habe ich keine andere Wahl. Mist ...
 
Hallo Steinheil, cooler Name! Ist das ein Künstlername? ?
Also zunächst mal die Anmerkung, dass astronomisch richtig nutzbar ein 10x50 eigentlich auf ein Stativ gehört. Alles andere ist eher mal schnell nach oben gucken.
Ein 7x40 sollte dir eigentlich schon sehr viel zeigen. Unter gutem Himmel dann auch die hellen Messiers sowieso. Das gelingt tatsächlich auch schon recht ordentlich mit einem 8x20… aber dafür ist so ein Glas eigentlich nicht da… aber ich habe damit auch schon Sterne beobachtet.
Mit den hier genannten Leica ist das aber (egal welches Glas) immer eine Freude und auch ergiebig.
Gruß
 
Ich habe die ersten 20 Jahre nur mit einem sowjetischen 8x40 Fernglas mit Porroprismen beobachtet. Nachts meistens auf einer Isomatte liegend. Ich hatte das auch zum Wandern gerne dabei. Wobei es da schon anfängt sperrig zu werden. Die Qualität in der Mitte war erstaunlich gut.

Derzeit beobachte ich astronomisch mit einem stabilisieren Canon 15x50. Das habe ich nun auch schon fast 25 Jahre. Die Stabilisierung öffnet einem ganz andere Welten. Ich habe gestern die Sonne damit beobachtet. Da kann man sich mit der Stabilisierung jedes Detail in Ruhe anschauen. Auch da beobachte ich meistens eben liegend oder im Liegestuhl. Frei gehalten wird das Glas schnell schwer. Das Bild ist über das ganze Feld scharf. Für Naturbeobachtung ist das der liebe Gott. Da siehst du bei Greifvögeln den Augenreflex und bei Wild jedes Detail. Auch wenn diese sich bewegen. In der Bewegung kann man in Ruhe nachschärfen. Das hat eher etwas von einem Videofilm aus einer Tierdoku im Fernsehen. Der Nachteil ist das Gewicht und die Größe. Das muss ich mir schräg umhängen. Nur um den Hals hat das was von einem Würgehalsband.

Daher habe ich zum Mitnehmen noch ein Zeiss Victory 8x20. Das war das einzige von mir getestete Glas in der Größe, das mir sowohl ein scharfes Bild als auch einen angenehmen Einblick geliefert hat. Dennoch würde ich aus der Erfahrung mit dem Glas heute eher zu einem 8x24 oder 8x30 greifen. Das Problem mit den Winzgläsern ist das unruhige Bild. Gewicht stabilisiert. Mit einem 8x30 oder 8x40 habe ich ein ruhigeres Bild. Für nachts finde ich das generell nichts. Tagsüber machen die 2,5mm Pupille nichts aus. Da ist die Pupille am Auge auch nicht größer. Ab der Dämmerung wird es aber spürbar dunkler, was so ein kleines Glas in Kombination mit dem unruhigen Bild aus meiner Erfahrung astrotechnisch begrenzt hilfreich macht.

Ansonsten würde ich da nicht sparen. Sowas kauft man sich einmal im Leben. Das geht ja nicht kaputt. Wirklich brilliant über das ganze Feld in Kombination mit angenehmem Einblick ist das Bild nur in den oberen Qualitätsklassen. Auch die Mechanik würde ich nicht unterschätzen. Gerade beim Dioptrinausgleich. Selbst 0,2-0,3 Dioptrin Unterschied fein eingestellt macht einen spürbaren Unterschied. Durch die günstigen Gläser kann man natürlich auch beobachten. Was einem entgeht merkt man erst, wenn man beide nebeneinander hält. Unter Mittelklasse würde ich speziell bei Dachkantgläsern gar nichts kaufen. Dann lieber sparen.
 
Sowas kauft man sich einmal im Leben. Das geht ja nicht kaputt.

Das nicht, aber die Technik schreitet voran.

Wenn man sich zwingt nie mehr durch ein moderneres Glas zu schauen mag das funktionieren, aber wehe man probiert das mal aus und merkt, dass sich in Sachen Schärfe, Kontrast und Farben doch noch was getan hat ...

Ich hatte vor 30 Jahren schon ein Zeiss 8x20, damals state of the art.
Heute liegt es zur Erinnerung im Schrank ...

Grüße Jochen
 
Ich hatte vor 30 Jahren schon ein Zeiss 8x20, damals state of the art.
Heute liegt es zur Erinnerung im Schrank ...
Wie mans nimmt. Mein Vater verwendet sein Zeiss Glass seit fast 60 Jahren. Die Mittenschärfe und der Kontrast können durchaus mit den aktuellen Modellen mithalten. Das Bild ist hell, klar und ohne Reflexe. Haptik und Einblickverhalten finde ich sogar besser. Der Hauptunterschied ist die fehlende Randschärfe und das kleinere Gesichtsfeld. Mein Canon 15x50 ist von der Abbildung nach fast 25 Jahren immer noch konkurenzfähig. In jeder Beziehung. Da werden sich keine Welten mehr auftun. Die Topgläser sind alle schon >90% dessen, was machbar ist.

Und was ist die Alternative? Ein aktuelles Glas kaufen, das heute schon schlechter abbildet als das Zeiss meines Vaters vor 60 Jahren? ;)
 
Ich habe mein Canon 15x50 auch seit fast 25 Jahren und bin nach wie vor begeistert.
Was aber nicht bedeutet, dass mich ein Nachfolger, so er denn irgendwann mal kommt, nicht noch mehr begeistern könnte.
Verbesserungspotential sehe ich beim Glas (das 10x42 hat da die Nase vorn und ist auch nicht mehr ganz taufrisch), beim Stabi und beim Gewicht.

Grüße Jochen
 
Wie mans nimmt. Mein Vater verwendet sein Zeiss Glass seit fast 60 Jahren. Die Mittenschärfe und der Kontrast können durchaus mit den aktuellen Modellen mithalten. Das Bild ist hell, klar und ohne Reflexe. Haptik und Einblickverhalten finde ich sogar besser. Der Hauptunterschied ist die fehlende Randschärfe und das kleinere Gesichtsfeld. Mein Canon 15x50 ist von der Abbildung nach fast 25 Jahren immer noch konkurenzfähig. In jeder Beziehung. Da werden sich keine Welten mehr auftun. Die Topgläser sind alle schon >90% dessen, was machbar ist.

Und was ist die Alternative? Ein aktuelles Glas kaufen, das heute schon schlechter abbildet als das Zeiss meines Vaters vor 60 Jahren? ;)
Nö, eins was besser abbildet - 65°-Feld statt Tunnelblick, und das zu 95% randscharf, das ist heute bei den Topgläsern Standard, das ist ein ganz anderes Seherlebnis.

csm
 
Das Trinovid 8 x 20 BCA haben wir weniger für astronomische Beobachtungen gekauft. Am Samstag kam es bei einer MTB-Tour zum Einsatz. Einfach super.
235 Gramm leicht und dazu ein kompaktes Mass, was in jedem Tagesrucksack für Bike- und Bergtouren seinen Platz findet. Dazu ein Sehfeld von 113m auf 1000m. Bei Tageslicht top und auch in der Dämmerung kam da noch genug Licht auf unsere Pupillen. Tolles Seherlebnis.

Ich hatte lange das Trinovid 8x20 - bis ich den Fehler gemacht habe mal durch ein Ultravid 8x20 zu schauen :)

Bevor ich ein Trinovid kaufen würde, würde ich auf jeden Fall den 1:1 Vergleich empfehlen, es öffnet einem die Augen, im wahrsten Sinne des Wortes :)

Grüße Jochen
Haben das Ultravid 10 x 25 BR Aqua noch probiert. Das 8 x 20 hatte er nicht mehr auf Lager. Bei Tageslicht konnten wir da nicht wirklich einen Unterschied in der Abbildungsqualität ausmachen. Beide randscharf, sehr kontrastreiches Bild und die Farbwiedergabe war bei beiden gleich. Was ich gemerkt habe, dass das Ultravid eine etwas bessere Tiefenschärfe und eine geringfügig höhere Auflösung hat. Wahrscheinlich ist es in der Dämmerung das bessere Glas.

Der Preis ist bald vergessen, die Freude bleibt :)

Grüße Jochen
Definitiv! :)

Das Trinovid 10 x 42 HD war eigentlich nicht geplant, doch bei dem preislichen Angebot konnte ich nicht Nein sagen.
Gestern einige Vögel beobachtet. Ein optischer Genuss. Bin mal gespannt, wie es sich am Nachthimmel macht. Leider seit über vier Wochen nachts nur bedeckter Himmel. Aber kommendes WE verspricht endlich wieder einmal einen klaren Blick in den Sternenhimmel.
Was das 12 x 50 HD+ betrifft, bin ich jetzt am Überlegen. Ohne Stativ macht es wohl wenig Spass. Aber bis Weihnachten ist ja noch Zeit. ;)
 
Das Problem mit den Winzgläsern ist das unruhige Bild
eingeschränkte Zustimmung.
Ich habe mehrere Taschengläser und wenn mit der Nutzung sich eine praxisgerechte Handhabung einstellt, dann ist das Bild absolut ruhig. Denn gerade bei dem Ultravid 8/10 - 20/25 kann durch den großen Mitteltrieb Finger und Daumen an Stirn und auf Nasenbein eine hervorragende Stabilisierung bieten. Ein wenig verschiedene Haltungen ausprobieren, da findet jeder je nach Handgröße und Fingerlänge ein Option. Bei mir steht das Bild durch die mir gegebenen Gliedmaße, beim PUR muss man die Stirnstütze erwerben :)

Das Trinovid 8 x 20 BCA haben wir weniger für astronomische Beobachtungen gekauft
............. mehr als selbsterklärend, denn dafür ist es auch nicht konzipiert. MTB, Bergsteigen, Wanderungen, Reise mit kleinem Besteck, kleines Spektiv + Taschenglas...... und noch ganz viele andere Anwendungen, Beispiel? Sohn ist gerade in Peru (Huayhuash-Trek), 4500-5500m ü.NN und neben der "Astronautennahrung" und dem Rucksack, Zelt, Tabletten, Wasserfilter, Kocher..... braucht er ein kleines Glas, alles andere kommt nicht mit, jedes Gramm zählt aber auch die Qualität der Optik.
Daher auch ein Ultravid 8x20.
Grüße
(Bild aus den Bergen von Paru passt sogar thematisch in das Forum)
 

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Mit dem Trinovid 10 x 42 HD gestern den Mond betrachtet.
Fazit: Sehr gute Detailwiedergabe. Randscharf und keine Farbsäume.
Venus sehr scharf und die Kugelform deutlich zu erkennen.

CS Thomas
 
Gestern in der abgeschiedenen Dunkelheit der Unterengadiner Bergwelt die Milchstrasse mit dem Trinovid 10 x 42 und 8 x 20 beobachtet. Von Randunschärfe und verzerrten Sternen im Randbereich war nichts zu sehen. Sehr kontrastreiche Abbildung und keine Farbfehler. Diese Trinovids stehen den Ultravids in nichts nach. Lediglich die Tiefenschärfe ist bei den Ultravids spürbar besser.
Einige Kugelsternhaufen waren schön zu sehen, einige mit aufgelösten Sternen und selbst die grossen Nebel waren schön auszumachen.
Fazit: Alles richtig gemacht.
 
Diese Trinovids stehen den Ultravids in nichts nach
räusper, da würde ICH deutlich widersprechen! Ultravid und Trinovid haben deutliche Farbefehler und kein randscharfes Bild!!!!!! Da mag es unterschiedliche obejktbezogene Wahrnehmungen der Nutzer geben, an den charakteristischen Eigenschaften der Leica Gläser ändert das aber nichts.
 
räusper, da würde ICH deutlich widersprechen! Ultravid und Trinovid haben deutliche Farbefehler und kein randscharfes Bild!!!!!! Da mag es unterschiedliche obejktbezogene Wahrnehmungen der Nutzer geben, an den charakteristischen Eigenschaften der Leica Gläser ändert das aber nichts.
Volle Zustimmung. Und auch zwischen den Gläsern ist ein deutlicher Qualitätsunterschied. Ich hatte seinerzeit das 8x20 Trinovid kaufen wollen. Dann hat mir der „böse“ Verkäufer das 8x20 Ultravid in die Hand gedrückt. Ausprobiert, kurz verglichen und das Trinovid war vom Tisch. Ein deutlicher Unterschied. Optisch und auch von der Handhabung. Und bei den kleinen Gläsern für nur wenig mehr Geld.

Der Verkäufer meinte hinterher, dass er tatsächlich mehr 8x20 Ultravid verkauft als Trinos. Ich kann nachvollziehen warum. ?

Bis dann:
Marcus
 
Absolute Zustimmung.

Ich habe auch von einem 8x20 Trinovid auf ein 8x20 Ultravid upgegradet.
Der Unterschied ist mehr als deutlich

Grüße Jochen
 
räusper, da würde ICH deutlich widersprechen! Ultravid und Trinovid haben deutliche Farbefehler und kein randscharfes Bild!!!!!! Da mag es unterschiedliche obejktbezogene Wahrnehmungen der Nutzer geben, an den charakteristischen Eigenschaften der Leica Gläser ändert das aber nichts.
Vielleicht bin ich ja ein Unikum und meine Augen sind in der Lage, Farbfehler zu korrigieren. Beim von mir über einen mehrwöchigen Zeitraum getesteten Ultravid 12x50 HD war kein Farbfehler zu finden. Vielleicht meinst Du das etwas wärmere Bild der Leicas. Nun, wenn man dies als Farbfehler definiert, dann ist das subjektiv wohl so.
Im Gegensatz zu den FG von Zeiss und Swarowski empfinde ich diesen Warmton nicht nur angenehmer, er zeigt auch das lebendigere und vitalere Bild.
Bei dem nun zusätzlich von mir erworbenen Trinovid 10x42 HD sehe ich keinen Farbfehler. Es zeigt noch etwas mehr Wärme in der Abbildung, was durchaus auf die weniger perfekte Korrektur der Optik zurück zu führen ist.
Die Farbwiedergabe ist etwas diffuser als beim Ultravid, etwa wie beim 8x40 SkyHawk 3.0 von Steiner. Dadurch fehlt dem Bild die Brillianz und Tiefe des Ultravid. Am Nachthimmel fällt das aber kaum ins Gewicht.
Was die Randunschärfe beim Ultravid 12x50 betrifft, so lag die aus meinem Blickwinkel in den äusseren Zehn Prozent.
Da muss ich aber meine Augen wie ein Gecko verdrehen, wenn ich das als störend wahr nehmen soll.
Da hat Zeiss einen deutlich grösseren wahrnehmbaren Unschärfebereich.
Gerade zurück aus den Ferien im Unterengadin, kann ich eine für mich gute Abbildung des Nachthimmels bestätigen. Ich war vom Trinovid 10x42 HD positiv überrascht. Natürlich war am Rand eine Verzerrung der Sterne zu sehen, die ist aber nicht wirklich störend. Der Starwalk war faszinierend.
Nehme ich den Preis vom Trinovid 10x42 HD (1350 Sfr.) zum Ultravid 10x42 HD (2450 Sfr.), so muss ich natürlich auch 1000 Sfr. mehr optische Leistung und Brillianz vom Ultravid erwarten. Dazu habe ich das Trinovid nagelneu für 1000 Sfr. bekommen.
Man kann aber auch anders argumentieren...
Der Preis des Ultravid ist der leistungsmässig angemessene Preis und das Trinovid müsste 20 Prozent günstiger sein. ?
Und das kleine Trinovid 8×20 BCA hat sich auf unseren Biketouren top bewährt.
Die Mumeltiere waren trollig scharf zu beobachten. ??

BG Thomas
 
Zuletzt bearbeitet:
Vielleicht meinst Du das etwas wärmere Bild der Leicas
nein, meine ich nicht. Ich meine genau das, was unter CA definiert und verstanden wird. Es gibt keine CA freien Gläser von Leica. Bei allen Leica Gläsern ist teils an niedrigschwellig kontrastierten Objekten der Farbfehler früher sichtbar, als bei anderen Herstellern gleicher Klasse.
Vielleicht meinst Du das etwas wärmere Bild der Leicas. Nun, wenn man dies als Farbfehler definiert, dann ist das subjektiv wohl so.
Im Gegensatz zu den FG von Zeiss und Swarowski empfinde ich diesen Warmton nicht nur angenehmer, er zeigt auch das lebendigere und vitalere Bild.
nein, meinte ich auch nicht, Warmtonbilder haben m.E. wenig mit CA zu tun. Leica Optikdesign ist auf "satten" Kontrast ausgelegt, ferner weisen sie den von dir beschriebenen Warmtonfarben auf, der in Kombination mit dem recht hohen Kontrast bei vielen Anwendern eine kräftig, lebendig harmonische Farbe generiert. Dagegen ist überhaupt nicht einzuwenden, es ist reine Geschmackssache und eine vollkommene subj. Präferenz.

Als ein gegenüber anderen Herstellern vorstehendes Qualitätsmerkmal allerdings, sollte ein Anwender diese Bildwiedergabe nicht werten. Denn tatsächlich ist eine Leica Abbildung nicht "natürlich", sondern eine Charakteristik der Leica Optik und dessen Vorliebe darf gern bestätigt werden.
Der Nachteil dieses Design liegt meines Erachtens in eben genau diese nicht natürlichen Wiedergabe der Natur und vor allem aber das relativ gegenüber anderen Abstimmung schnelle Einbrechen der Transmission, der Bildfeldhelligkeit. Und das in Kombi mit dem Farbfehler, und ach ja, der teils starken Verzeichnung und für meinen Geschmack nicht so dollen Randschärfe, lässt je nach Modell - z.B. Noctivid - etwas nach hinten fallen. Das können in Kombination und Summenbetrachtung andere m.A.n. besser.
Alles das bedeutet natürlich nicht, als das Leica Ferngläser schlechter sind, in Summe machen die Gläser alle durch die Bank einen riesigen Spaß und bieten erstklassige optische Leistungen.
Emotionsfrei und in Hinsicht einer sachbezogen Merkmalbetrachtung aber, weisen sie Schwächen auf. Ihre größte Stärke sollte nicht unerwähnt bleiben, zumindest bei den Ultravid und Noctivid Gläsern, ist ihre Streulicht Unempfindlichkeit-ihr Gegenlichtverhalten. Für Astronomie sind sie nicht meine Wahl, weil sie alle, zumindest die, die ich kenne (nicht wenige), keine Punktabbildung bieten, alle zeigen Spikes (Dachkante). Andere Hersteller zeigen diesen Effekt auch, aber weitaus weniger ausgeprägt.

Da hat Zeiss einen deutlich grösseren wahrnehmbaren Unschärfebereich.
welches? Ein SF hat kaum bis keine Randunschärfe, noch besser kann das ein 10x50 EL von Swarovski.

Wie auch immer, freue dich über die gute Scherbe und genieße die Zeit der Beobachtungen.
 
ja definitiv, allerdings sind die kleinen Trinovid immer noch mehr als nur brauchbare Gläser, sie zeigten und zeigen auch heute noch eine mehr als zufriedene Abbildung.

:) 1988 meinem Schwiegervater geschenkt, eifrig zusammen gespart und nach seinem Tod geerbt. 598,-DM und nach der Wartung (kostenfrei) bei Leica schaue ich immer wieder gern damit in die Welt. Ein 8x20 Ultravid allerdings ist besser, was der Käufer auch nach der Neuerscheinung erwarten durfte.
Leitz 10x25.jpg
 
@leicam62003
Was bedeutet CA?
Bei Google finde ich nichts auf FG bezogene Themen dazu. Auch bei Wiki ist diese Buchstabenkombi nicht erwähnt.

Wie Du auch angemerkt hast, ist ein FG sicher sehr subjektiv und auf dem Level der drei Grossen sicher differenziert aber in einer sicherlich schmalen Bandbreite.
Bei den beiden Zeiss Victory (SF / SFL) war mir der extrem feinabgestimmte Kontrast der Grüntöne aufgefallen. Insgesamt kamen die Farben gegenüber dem Leica Ultravid neutraler (kühler) rüber. Doch hatten die Zeiss für mich die deutlichste Randunschärfe. Du schreibst das die SF keine Randunschärfe haben, aber selbst in den meisten Reviews, welche im Netz zu finden sind, wird das grösstenteils als Schwachpunkt angemerkt.
Das Swarovski war von den drei FG das sicher ausgewogenste und hatte die minimalste Randunschärfe. Aus meiner Sicht war das Swarovski bei Beobachtungen sich schnell bewegender Objekte das für meine Augen anstrengenste FG.
Für mich waren das aber insgesamt betrachtet, Differenzen auf einem optisch extrem hohem Niveau.
Vielleicht war der ausschlaggebende Punkt die sattere Farbabildung der Leicas, die für Dich eben zu stark ist und für mich genau richtig.
 
Du schreibst das die SF keine Randunschärfe haben, aber selbst in den meisten Reviews, welche im Netz zu finden sind, wird das grösstenteils als Schwachpunkt angemerkt.
Hallo Thomas,

ich weiß jetzt nicht ob Du das SF mit dem HT oder FL verwechselst, die SF haben definitiv eine besser Randschärfe als die Leicas und in Reviews wird bestenfalls mal darüber berichtet das die Randschärfe der Swaros (EL,NL) noch besser ist.
Ich habe ein Leica UV 7x42, ein Noctivid 8x42 und ein SF 8x42, letzteres hat merklich die beste Randschärfe und bei den 10x Modellen ist es auch so.

Aber...die Leicas sind unbestritten tolle Ferngläser, dass wichtigste ist das Du ein Glas gefunden hast mit dem Du umfänglich zufrieden bist, alles weitere ist für Deinen persönliche Gebrauch unwichtig.

Andreas
 
Hallo Thomas,

ich weiß jetzt nicht ob Du das SF mit dem HT oder FL verwechselst,
Hallo Andreas
Ich hatte das Victory 10 x 54 HT und das Victory 8 x 42 SF.
Um ehrlich zu sein, hatte ich die Leicas vor meinem Test nicht wirklich auf dem Schirm. Fernglasstore in Langenthal, welcher alle drei Marken führt, hat mir bei einem Gespräch ganz klar die Zeiss empfohlen. Die Leicas hatte man mir dort als sehr gute, aber in der Farbwiedergabe nicht an die Zeiss heranreichend beschrieben. Die Swarovski FG wurden zwar als randscharf und farblich absolut neutral bewertet, jedoch würden sie nicht die Brillianz und Tiefenschärfe der Zeiss Victory HT oder SF erreichen.
Das war ein telefonisches Beratungsgespräch.
Herr Thoma in Liechtenstein, der ebenfalls alle drei Marken anbietet, favorisierte dagegen die Ultravid HD von Leica.
Grundsätzlich meinte er aber, dass die Drei sich alle nicht viel nehmen.
Also bot er mir an, alle drei Marken mal persönlich zu testen.

Das Trinovid HD war ja eher ein Spontankauf.
Geplant ist das 12 x 50 Ultravid HD Plus.
Aber vielleicht sollte ich noch mal das 10 x 54 Zeiss Victory HT testen.

Thomas
 
Hallo Andreas
Ich hatte das Victory 10 x 54 HT und das Victory 8 x 42 SF.
Hallo Thomas,

hast Du sie denn Seite an Seite getestet?

Auch wenn 8x vs. 10x immer Äpfel und Birnen sind sollte einem eigentlich auffallen das die HT deutlich Randunschärfer sind als das SF?!

Grundsätzlich sind die HT wie der Vorgänger die FL eigentlich typische Jagdgläser und hierfür auch konzipiert worden, hier spielt Randschärfe nicht die große Rolle.
Die SF sind eher an die Birder und Naturbeobachter gerichtet, hier spielt eine gute Randschärfe (bei vielen Leuten) schon eine wichtigere Rolle.

Ferngläser sind halt auch immer sehr subjektiv, am besten ist halt man probiert sie selber aus, Fremdmeinungen können zwar hilfreich sein aber beim finalen Kauf muss man selbst entscheiden.

CS,
Andreas
 
Zeiss Victory (SF / SFL) war mir der extrem feinabgestimmte Kontrast der Grüntöne aufgefallen
aber selbst in den meisten Reviews, welche im Netz zu finden sind, wird das grösstenteils als Schwachpunkt angemerkt.
naja, möchte mir jetzt nicht die Finger wund schreiben, aber das die SF auf Grund von Testberichten Randunschärfe haben sollen, mehr ein Witz als Fakt. Das bestreite ich und wer das nicht sieht ist entweder Zeissfeind oder in seiner Markenblase nach Fehlern suchend, um sein Lieblingsglas auf die Überholspur zu bringen.
Der Grünton ist nach meinem Kenntnisstand Historie, wie auch anfangs mechanische Probleme mit der Armierung. ICH habe nie einen Grünton gesehen und ich habe mehrere Gläser im Bestand.
Vielleicht war der ausschlaggebende Punkt die sattere Farbabildung der Leicas, die für Dich eben zu stark ist und für mich genau richtig.
so wird es sein, weil für mich eine natürliche Farbwidergabe ein Qualitätsmerkmal ist, sprich, die Natur so zu beobachten wie sie ist, nicht wie sich nicht zeigt.
hat er erklärt, wovon die Schärfentiefe abhängt?
Für mich bis zur Gegenklage eine haltlose Aussage, denn bei gleicher Vergrößerung gilt gleiche Schärfentiefe 10x50 Leica oder 10x50 Otto. Wenn allerdings Transmissionsunterschiede beider Modelle vorhanden sind, KANN auf Grund von Verkleinerung der Augenpupille - weil mehr Licht am Auge ankommen - die Schärfentiefe bei dem "lichtstärkeren" Glas erweitert werden - in einem Bereich - der überbewertet wird !!!!
Und da die Leica Gläser in der Spitzenklasse gegenüber Zeiss oder Swarovski sichtbar das dunklere Bild liefern, kommt auch weniger Licht am Auge an und der Logik folgend, können die Leica Gläser keine größere Schärfentiefe besitzen. Es sei denn, sie setzen die Gesetzmäßigkeiten der Optik aus.
Alles akademisch - im Feld und erst zu recht am Nachthimmel sieht das m.E. niemand.

Aber okay, es soll ja Händler geben, die mit einer Luftpumpe die Windrichtung ändern können :)

Aber vielleicht sollte ich noch mal das 10 x 54 Zeiss Victory HT testen
mach das, schreibe DEINE Eindrücke und dann gleichen wir diese mit meinen ab.
Welchen Einsatzzweck sollen die HT´s denn erfüllen?
 
das die HT deutlich Randunschärfer sind als das SF?!
Genau. Beim SF ist mir keine grosse Randunschärfe in Erinnerung.
Der Grünton ist nach meinem Kenntnisstand Historie, wie auch anfangs mechanische Probleme mit der Armierung. ICH habe nie einen Grünton gesehen und ich habe mehrere Gläser im Bestand.
Hier gibt es eindeutig ein Missverständnis.;)
Ich habe nirgends von einem Grünstich gesprochen.
Die Abstufung der Grüntöne z.B. bei Bergwiesen, war beim Zeiss genial. Das war also eindeutig positiv gewertet. Beim Ultravid und auch beim Swarowski gingen die Grüntöne eher ineinander über, also wie verlaufen.
Welchen Einsatzzweck sollen die HT´s denn erfüllen?
Da wir nicht immer das Teleskop aufbauen wollen, ist unser Wunsch, ein hochwertiges FG uns anzuschaffen, mit dem man den Nachthimmel mit seinen kosmischen Objekten ausreichend gut beobachten kann. Die Messier Objekte sollten an einem dunklen Standort ja grösstenteils mit einem FG 10x oder 12x zu sehen sein.
Dazu noch ein gut tragbares Stativ, damit wir auch länger beobachten können.
Und wie ich in meinem Vergleich schrieb:
Die Lichtstärke des Victory ist schon beeindruckend. Auch bei anderen Objekten konnten wir das später noch eindrücklich geniessen.
Weiter ging es zu den Plejaden. Funkelnde Diamanten in mitten kosmischer Finsternis. Ja… genauso wollen wir sie durch ein FG sehen. Fast wie mit dem 28mm Meade SWA am 8“.
Das Victory HT machte wirklich Freude. Vor allem im zentralen Bereich kamen die Objekte gestochen scharf und in einer Plastizität, die fast schon wie 3D wirkte.
Doch es gab das Problem der Randunschärfe. Und die war gerade bei den ausgedehnten astronomischen Objekten ab etwa 60% des GF deutlich zu sehen.
Hier zeigte das Ultravid HD 12x50 erst im äussersten Bereich die Verzerrung. Das Zeiss Victory SF und das Swarowski EL (beide 10x42) hatten hier die Nase klar vorn.

Das wir Fans von Leica sind und uns diese FG schön reden, dem widerspreche ich. Da ich ursprünglich aus der Nähe von Jena komme, habe ich immer eine gewisse Affinität zu Zeiss Produkten gehabt.
Unser eigentliches Wunschfernglas war/ist das Zeiss Victory SF 10x42.
Schade, in 10x50 hätten wir es wohl schon gekauft. Ein Objektivdurchmesser von 50mm bringt doch mehr Licht ins Dunkel.
 
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