Omegon EQ 500X mit Motornachführung

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yogi61

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Liebe Spechtler,

endlich ist es soweit, meine neue Montierung ist da und ersetzt die Montierung vom Lidl Scope. Da war ja ein Skywatcher 90/910 drauf, der damit auch noch einigermaßen funktionierte. Für den Skywatcher Maksutov 127/1500 musste nun aber was Stabileres her. Die Omegon EQ 500X erschien mir dazu geeignet, da ist sogar noch etwas Luft nach oben. Der Skywatcher 90/910 auf der Lidl Montierung steht zum Verkauf.

Heute kam alles an, kurzer Erfahrungsbericht.

Es fehlte eine Feststellschraube für eine Welle. Der Aufbau geht nicht ganz ohne Bastelei ab. Verschiedene Berichte von Nutzern bestätigten sich (leider), trotzdem macht die Montierung einen wirklich sehr stabilen Eindruck. Sie trägt den SW 127/1500 wirklich gut und ohne Wackelei. Von den beiden Gegengewichten wird nur eines benötigt. Die Montage der Motoren stellte sich als etwas "fummelig" dar, die Zahnräder brauchen wohl eine Zeit, bis sie sich richtig eingelaufen haben. Ich habe mal etwas Kettenfett (PTFE) für das Fahrrad auf die Zahnräder geschmiert, das klebt gut.

Alles angebaut, erster Test. Mit der manuellen Fernbedienung lässt sich der Tubus sehr schön steuern, die Geräusche der Schrittmotoren erinnern an SciFi. Natürlich kam mir auch die 8 polige Anschlussbuchse im Motorgehäuse auch gleich entgegen, ich habe sie mit Sekundenkleber wieder festgeklebt, hält. Ein Tropfen Kontaktspray sorgt für einfacheres Ein- und Ausstecken der 8 poligen Stecker.

Die Versorgungsleitungen (Spiralkabel) sind ziemlich dick und steif, mal sehen, wie das im Winter aussieht. Der 24 V Stromanschluss fällt, wie schon hier und da beschrieben, mit schöner Regelmäßigkeit aus der Steuerbox. Ich werde das Versorgungskabel mit zwei Kabelbindern an der Spiralschnur befestigen. Die 24 V Problematik im Akkubetrieb ist eigentlich keine, dafür habe ich schon eine elegante Lösung gefunden. Siehe www.amateurfunkpraxis.de - Portal für den Amateurfunk Diese Lösung funktioniert auch für 24 V.

Nun hab ich noch ein paar Fragen.

1. Gibt es Bedienungsanleitungen in deutsch?
2. Wie stellt man die automatische Nachführung am Steuergerät ein?
3. Wozu dient die USB Buchse am Steuergerät?

Übrig sind jetzt auch noch zwei Rohrschellen aus Alu ( ~ 142 mm) die perfekt für den Maksutov 127/1500 passen sowie eine Prismenschiene für die Lidl Montierung (Schraube in der Mitte).

Freue mich auf Antworten.
 

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Nachtrag

Mitgeliefert wurde auch ein USB Kabel, das hab ich einfach mal in die Steuerbox eingesteckt und mit dem PC verbunden. Und siehe da, es wird eine serielle Prolific Schnittstelle eingerichtet. Vermutlich kann man über diese Schnittstelle irgendwann mal "GoTo" realisieren oder aus einer Software (Stellarium) heraus?
 

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Hallo Yogi,

Nun hab ich noch ein paar Fragen.

1. Gibt es Bedienungsanleitungen in deutsch?
2. Wie stellt man die automatische Nachführung am Steuergerät ein?
3. Wozu dient die USB Buchse am Steuergerät?
bei Deinen Fragen kann ich Dir leider nicht helfen, da ich die Montierung nicht kenne und die Informationen über diese doch recht dürftig sind :rolleyes:.

Deine beiden Links
- INDI
und
-ASCOM

sind die üblichen Verdächtigen zur Steuerung des Equipments
- Teleskop/Montierung, GoTo
- EAF, Filterräder, etc.
- Kamera, Astro-Kamera und DSLR
- Anbindung an Planetariums-Software wie Stellarium, Skychart u.ä.

INDI ist für Linux gedacht und ASCOM für Windows 10/11. Kommt jetzt halt auf Dein bevorzugtes Betriebssystem an, was Du nutzen kannst.

Um das ganze Geraffel zu steuern gibt es auch die Möglichkeit einen Mini-PC mit Windows oder Linux direkt am Teleskop zu betreiben.
Oder man greift auf die anderen üblichen Verdächtigen zurück, die da wären
- AsiAir
- Astroberry
- StellarMate
AsiAir ist da mehr ein geschlossenes System, das hauptsächlich mit den ZWO Produkten zusammen arbeitet. Da muss man bei ZWO die Kompatibilitätsliste beachten.
Die beiden anderen basieren auf dem Raspberry - RPi oder einfach Pi -, ARM-Prozessoren.
Stellarmate gibt es jetzt auch in der Variante StellarMate X für Intel- und AMD-Prozessoren, also für Mini-PCs.
 
Hallo "Linsensuppe",

danke für die hilfreichen Tipps! Ich schaue mir das mal an!

Was ich bis jetzt herausgefunden habe.

1. Gibt es wohl nur für die Installation des Polsuchers, sonst nichts gefunden
2. Nachführung läuft permanent, sowie man die Steuerung eingeschaltet hat
3. Da wird es mit Sicherheit irgendwann mal eine Steuersoftware geben um per PC zu steuern, hab Omegon dazu mal angeschrieben
 
Das sieht nach der Lösung für GoTo aus .....

 
Der ASCOM Treiber war die Lösung, damit geht GoTo ohne zusätzliche Hardware einfach über die manuelle Steuerbox und das mitgelieferte USB Kabel. Zumindest kommen die Steuersignale im Steuergerät an, die LEDs verraten die Steueraktivität. Jetzt geht es daran, die Montierung auszurichten und zu überprüfen, ob die Theorie sich auch in der Praxis bewährt. Stellarium z.B., scheint in der Lage zu sein, das Teleskop anzusteuern. Demnächst mehr!
 

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Simulierter Schwenk vom Jupiter zum Polarstern.
 

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Der ASCOM Treiber war die Lösung, damit geht GoTo ohne zusätzliche Hardware einfach über die manuelle Steuerbox und das mitgelieferte USB Kabel. Zumindest kommen die Steuersignale im Steuergerät an, die LEDs verraten die Steueraktivität. Jetzt geht es daran, die Montierung auszurichten und zu überprüfen, ob die Theorie sich auch in der Praxis bewährt. Stellarium z.B., scheint in der Lage zu sein, das Teleskop anzusteuern. Demnächst mehr!
da ich mich mit den "einfachen" Nachführmotoren nicht auskenne, ebenso wie mit der benannten Montierung, kann ich nicht viel dazu sagen.

Das das Teil die Steuerimpulse bekommt ist natürlich möglich.
Aber wie teilst Du der Montierung mit wo sie steht?
"Normales" GoTo (HEQ5, EQ5 nachrüsten, EQ6-R u.ä.) funktioniert über Dateneingabe.
Da wären zu nennen:
- Datum
- Uhrzeit / Sommerzeit beachten
- Zeitzone
- Längen- und Breitengrad
Diese Daten müssen bei jedem Einschalten der Montierung/dem GoTo mitgeteilt werden. Bei Montierungen mit GPS entfällt das.
Dann muss ein Sterne-Alignment durchgeführt werden. An einem oder zwei oder drei. Meist wird für die rein visuelle Beobachtung das 2-Sterne-Alignment verwendet.
Wenn das alles passiert ist, weiß die Montierung erst genau wo sie steht und kann ein sauberes GoTo mit Nachführung liefern.

Da Deine "simplen" Nachführmotoren diese Daten nicht, soweit ich weiß, durch Eingabe bekommen, kann man sie auch nicht durch eine Planetariumssoftware auslesen.
Soweit ich weiß kann Stellarium auch von keiner GoTo Montierung die Datenauslesen.
Bei Skychart kann man die Position der Montierung abfragen und auch den umgekehrten Weg gehen.

Ich habe da insgesamt meine Zweifel, dass Du auf diesem Wege ein sauberes Anfahren/GoTo hin bekommst.

Mit Deinen Nachführmotoren, wenn ich es richtig verstanden habe, kannst Du über die Steuer- /Pfeiltasten ein Objekt anfahren und durch Vergabe der Nachführgeschwindigkeit ordentlich motorisch nach führen. Oder Du löst die Achsklemmungen und fährst so ein Objekt an und lässt dann motorisch nach führen.

Es gibt Möglichkeiten über elektronische Helferlein sich einiges an Arbeiten zu ersparen.
Celstron bietet für Celestron und Skywatcher Montierung ein ein Auto Align Modul an.
Oder was auch gehen mag ist Plate-Solven über Notebook mit passender Software.

So meine Gedanken und wie gesagt, ich habe nur sehr wenig Erfahrung mit den reinen Nachführ-Sets.
Vielleicht schreibt ja noch jemand was dazu.
 
Ich habe da insgesamt meine Zweifel, dass Du auf diesem Wege ein sauberes Anfahren/GoTo hin bekommst.
Ich auch, vermutlich geht damit nur eine "grobe Richtungsvorgabe" für das Teleskop und kein präzises "GoTo". Zumindest fährt das Teleskop in die richtige Richtung und es wird insgesamt einfacher, ein Objekt am Himmel zu finden. Ich gehe mal davon aus, dass bei jedem gefundenen Objekt nachjustiert werden muss. Genau kann diese Steuerung nicht sein, es gibt ja keine Rückmeldung. Immerhin geht die Steuerung über den ASCOM Treiber. Ich werde die Konfiguration mal am Himmel testen und berichte dann wieder.
 
Moin, danke für deinen Erfahrungsbericht. Von der Montierung ließt man ja relativ selten etwas.
Meine Frage ist nur wenn die Zahnräder nicht vernünftig passen (müssen erst einlaufen) und einem sowohl Motoranschluss als auch Stromversorgung entgegen kommen, wieso behält man dann so ein Gerät?
Wenn ich mir ein Auto kaufe und der Motor läuft von Beginn an unrund, die Türen fallen bei der ersten Verwendung ab und der Tankstutzen löst sich, würde man das doch auch nicht einfach hinnehmen.
Lass mal die aktuellen EQ5 und die chinesische Qualitätskontrolle sein wie sie wollen, aber sowas hab ich tatsächlich noch nie gehört.

Dann doch lieber ein paar € Aufpreis und wenigstens ein funktionierendes System...vom Wiederverkaufswert ganz zu schweigen.

Will dir deinen Neuerwerb nicht schlecht machen, aber das ist für mich nicht nachvollziehbar.

LG
Dave
 
Hallo Dave,

so ganz unrecht hast Du natürlich nicht. Beim Onlinekauf ist halt immer das Problem, dass man solche Mängel erst dann sieht, wenn die Ware fertig aufgebaut vor Dir steht und man sie zumindest mal ausprobiert hat. Wenn man das nicht möchte, dann muss man sich wohl oder übel in das Auto setzen und vor Ort fahren und die Ware begutachten. Ob dabei dann alles auffällt, mag ich bezweifeln.

Die von mir beschriebenen "Mängel" sind zwar nicht schön, veranlassen mich aber nicht alles wieder ordnungsgemäß einzupacken und zurückzusenden. Ich bin mir sicher, dass der Händler sich auf meine Anfrage hin meldet und eine Lösung anbietet und die fehlende Schraube nachliefert.

Zu den Zahnrädern. Neue Zahnräder aus Messing, die noch nie Kontakt hatten, laufen bei den ersten Umdrehungen nun mal nicht so besonders "geschmeidig". Das sieht heute (Dienstag) schon wesentlich besser aus als am vergangenen Samstag. Das meinte ich mit "einlaufen".

Die beschriebene 8 polige Buchse ist wirklich nicht von doller Qualität, die kann man aber leicht austauschen oder einfach mit Sekundenkleber wieder festkleben, fertig.

Das Problem mit der Stromversorgung (Stecker fällt raus) ist der Tatsache geschuldet, dass diese Hohlstecker bei senkrechter Montage und ständiger Bewegung einfach nicht gut halten (Konstruktionsfehler). Kabelbändchen dran und fertig.

Ansonsten bin ich mit der Montierung wirklich zufrieden. Sie trägt den 127/1500 Skywatcher wirklich gut, da wackelt nix und die Beobachtung damit macht richtig Freude. Auch die Nachführung läuft wirklich gut. Die Verarbeitung ist auch gut, man muss dabei auch den Preis berücksichtigen.

Und so warte ich im Moment auf einen klaren Abend um den Polsucher zu justieren und die Montierung auf meinem Balkon auszurichten. Da mache ich mir Markierungen (kleine Ausfräsungen in den Panelen) für die Spitzen der Beine der Montierung, damit sie immer gleich steht. Danach werde ich wieder berichten, wie sich das "Pseudo GoTo" schlägt! :)

VG & CS
Jürgen
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber wie teilst Du der Montierung mit wo sie steht?
"Normales" GoTo (HEQ5, EQ5 nachrüsten, EQ6-R u.ä.) funktioniert über Dateneingabe.
Da wären zu nennen:
- Datum
- Uhrzeit / Sommerzeit beachten
- Zeitzone
- Längen- und Breitengrad
Diese Daten müssen bei jedem Einschalten der Montierung/dem GoTo mitgeteilt werden. Bei Montierungen mit GPS entfällt das.
Diese Angaben stehen im ASCOM Treiber! Uhrzeit sowie Zeitzone liefert die PC Uhr, synchronisiert über den Zeitserver der PTB.

Dann muss ein Sterne-Alignment durchgeführt werden. An einem oder zwei oder drei. Meist wird für die rein visuelle Beobachtung das 2-Sterne-Alignment verwendet.
Wenn das alles passiert ist, weiß die Montierung erst genau wo sie steht und kann ein sauberes GoTo mit Nachführung liefern.
Das werde ich vermutlich manuell (Polarstern) machen müssen.

Ich werde ganz einfach mal ausprobieren, wie genau (oder ungenau) das "Pseudo GoTo" funktioniert. Könnte mir vorstellen, dass der erste Schwenk noch ganz gut funktioniert und alles was danach kommt immer ungenauer wird. So wird man wohl bei jedem angefahrenen Objekt manuell etwas "nachjustieren" müssen. Wenn das so funktionieren sollte, kann ich damit gut leben. Stellarium fährt das Fadenkreuz für die Steuerung nach dem Einschalten grundsätzlich erst einmal auf den Polarstern (Alignment). Danach werde ich dann den Tubus ausrichten und testen.

Habe mir gerade nochmal die Beschreibung dieses Treibers angesehen und eine interessante Aussage entdeckt:

"Die Firmware der Montierung weist einen Fehler auf, der die sichere Nutzung der Go-to-Funktion verhindert. Der Treiber umgeht dieses Problem, indem er die Go-to-Prozedur selbst ausführt."

Nicht die Hardware macht das GoTo, sondern der Treiber.

"Allerdings ist die Geschwindigkeit, mit der die verschiedenen Anstiegsgeschwindigkeiten rotieren, noch nicht genau gesteuert, und es gibt keine Zwischenanstiegsgeschwindigkeit zwischen der maximalen Geschwindigkeit und der Suchgeschwindigkeit. Daher kann die Dauer eines Go-to-Vorgangs im Vergleich zu anderen Go-to-Montierungen relativ lang erscheinen."

Das kann ich nicht bestätigen, der Schwenkvorgang kennt durchaus verschiedene Geschwindigkeiten der Schrittmotoren, die auch im Schwenkvorgang alle verwendet werden.
 

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Hallo Yogi,

ich gehe mal davon aus, dass es diese Montierung ist:
Montierung EQ-500 X Set mit Nachführmotor & Polsucher

Wenn die Steuerung (Handcontroller) der Nachführmotoren diese Daten
Diese Angaben stehen im ASCOM Treiber! Uhrzeit sowie Zeitzone liefert die PC Uhr, synchronisiert über den Zeitserver der PTB.
aufnehmen/verarbeiten kann und umsetzt, wäre das schon mal was, dann wäre die grobe Orientierung gegeben.
Aber ohne Alignment in ein, zwei oder drei Sterne-Variante kann das Teil keinen Abgleich machen mit dem, wohl nicht einprogrammierten Himmel nach Breiten-/Längengrad, Uhrzeit, Sommer-/Winterzeit und Datum, mit dem realen Himmel am Beobachtungsort mit dem 1, 2, 3 Sterne-Alignment.
Hier mal nachlesen was Alignment ist:
Was ist eigentlich … Alignment?

Das werde ich vermutlich manuell (Polarstern) machen müssen.
Die Ausrichtung des Teleskop nach dem Polarstern ist das Einnorden. Dafür dient z.B. der Polsucher.
Geht auch mit verschiedenen Programmen für Deinen Polsucher mit der dazu gehörigen Strichplatte. Oder eben den Erklärungen im Handbuch folgen wie eingenordet wird.
Jede EQ-Montierung muss eingenordet werden. Für das visuelle reicht das "grobe" Einnorden. Die Öffnung schaut nach Norden/Polarstern. Gegengewichte weisen zum Boden. Vorher muss natürlich der Breitengrad am Polblock eingestellt werden.

"Die Firmware der Montierung weist einen Fehler auf, der die sichere Nutzung der Go-to-Funktion verhindert. Der Treiber umgeht dieses Problem, indem er die Go-to-Prozedur selbst ausführt."

Nicht die Hardware macht das GoTo, sondern der Treiber.

"Allerdings ist die Geschwindigkeit, mit der die verschiedenen Anstiegsgeschwindigkeiten rotieren, noch nicht genau gesteuert, und es gibt keine Zwischenanstiegsgeschwindigkeit zwischen der maximalen Geschwindigkeit und der Suchgeschwindigkeit. Daher kann die Dauer eines Go-to-Vorgangs im Vergleich zu anderen Go-to-Montierungen relativ lang erscheinen."

Das kann ich nicht bestätigen, der Schwenkvorgang kennt durchaus verschiedene Geschwindigkeiten der Schrittmotoren, die auch im Schwenkvorgang alle verwendet werden.
Die Beschreibung habe ich auch:
Pre-production release v1.2
von welcher Firmware ist da die Rede?
Hier wird anscheinend versucht ein GoTo zu realisieren, das auf Basis eines PCs und Software funktionieren soll.
Ob der GoTo-Computer jetzt in der Montierung fest verbaut ist oder außerhalb, ja mei, grundsätzlich erst mal wurscht.

Ich hadere mit dem Alignment.
OK, lässt sich auch per Software lösen, oder Plate-Solven. Auch Polarausrichtung ist über Software zu lösen (SharpCap).

Bin gespannt was Deine Bemühungen hervorbringen.
Viel Glück und Spaß beim Testen :y:.
 
Bin gespannt was Deine Bemühungen hervorbringen.
Viel Glück und Spaß beim Testen :y:.
Danke, ich auch! :)

Ich stelle es mir in der Theorie wie folgt vor, Längen/Breitengrad und Höhe vom Teleskop stehen im Treiber. Der weiß also, wo das Teleskop steht! Gleiche Angaben hab ich ja in Stellarium gemacht, auch Stellarium weiß also meinen Beobachtungsstandpunkt. Das Alignment ist in der Tat so eine Sache, ich kann nur hergehen und den Tubus auf einen Stern (Polarstern) ausrichten. Das ist der Punkt, den Stellarium von sich aus per default ansteuert und vorgibt. Mehr geht ja nicht, da ich weitere Informationen ja nirgendwo eingeben kann. Wenn eine Ausrichtung auf den Polarstern durchgeführt wurde, kann man mal einen anderen Stern ansteuern und prüfen, ob das Objekt im Okular sichtbar wird oder nicht. Die Steuerung kann ja nur auf der errechneten Anzahl der Schritte der Schrittmotoren basieren, anders kann ich es mir nicht erklären. Dabei gibt es sicher erhebliche Abweichungen.

Wenn das Telekop so zumindest in die "Nähe" des gewünschten Objekts schwenkt, dann wäre ich damit schon mal sehr zufrieden. Ich vermute, dass man die Ausrichtung mit der Handsteuerung hin und wieder auf das gewünschte Objekt fokussieren muss, damit sich die Abweichung nicht kumuliert. Das wäre für mich aber überhaupt kein Problem. Dafür kostet dieses System ja auch nicht die Welt.

Sowie es wieder klarer wird, mache ich den Praxistest!
 
Zuletzt bearbeitet:
Leider ist der Himmel immer noch dicht und ich konnte noch keinen Test machen. Was ich noch entdeckt hatte, ist das hier.


Coming soon: (Die folgenden Funktionen befinden sich noch in der Testphase und werden bald erhältlich sein. Ein Update bereits gekaufter Montierungen ist nicht nötig.) GoTo über Computer, Smartphone oder Tablet! Die Montierung kann über ein mitgeliefertes USB Kabel direkt mit einem (separat erhältlichen) StellarMate oder ZWO ASAIR verbunden werden. Dies verwandelt die Omegon EQ-500 X Drive in ein W-LAN GoTo Teleskop! Benutzen Sie so z.B. SkySafari auf Ihrem Smartphone um ein Objekt am Nachthimmel auszuwählen und es direkt mit dem Teleskop anzufahren. Außerdem ist eine direkte Verbindung der Montierung mit dem PC und Steuerung via ASCOM ohne weitere Zusatzgeräte über die USB-Schnittstelle möglich. Autoguiding via ASCOM oder INDI, eine ST4 Schnittstelle wird nicht benötigt.

GoTo soll funktionieren, allerdings mit Zusatzhardware. Laut Händler war eine eigene Entwicklung (Omegon GoTo) angedacht, ist aber aus Kostengründen nicht realisiert worden.

Jetzt habe ich mir Stellarium noch mal angesehen und eine Funktion in der Telekopsteuerung entdeckt, die ich mir nicht so richtig erklären kann. Könnte damit dem ASCOM Treiber mitgeteilt werden, in welcher Position sich die Montierung befindet? Ist das denkbar?

1. Objekt(e) auswählen und in die Liste übernehmen
2. Objekt(e) anschwenken und manuell auf Sicht zentrieren
3. Objekt(e) dann mit der Position der Montierung synchronisieren
 

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Nach über einem Jahr möchte ich dem Thema mal wieder etwas Leben einhauchen. In der Zwischenzeit hat sich euch einiges getan. Ein kurzer Bericht.

Nachdem ich mit dem ASCOM Treiber und Stellarium einige Versuche gemacht hatte, habe ich jetzt herausgefunden, wie die Konstellation tatsächlich zufriedenstellend als Quasi "GoTo" funktioniert. Der EQX500 hatte ich ja den Motorsatz spendiert, wobei ein Motor gleich defekt war. Es gab aber umgehenden Ersatz für den Motor, jetzt läuft alles zufriedenstellend. Es handelt sich um die folgende Montierung: Omegon Montierung EQ-500 X Drive

Das mitgelieferte Steuergerät hat einen USB Anschluss, mit Hilfe des passenden Treibers (ASCOM) kann man das Teleskop mit dem PC ansteuern. Den Treiber gibt es hier: Releases · TallFurryMan/ascom-drivers

Treiber installiert und das Steuergerät an den PC angeschlossen.

ASCOM Software installieren: Download Center und die Montierung konfigurieren.

1730649385857.png


Das sieht doch schon sehr gut aus. Jetzt geht es zu Stellarium. Hier muss die Montierung unter "Teleskope" auch noch bekannt gemacht werden. Das geht recht einfach und sieht dann wie folgt aus.

1730649864291.png


Mit Ctrl + O kann man das für die Steuerung erforderliche Fenster aufrufen.

1730649760419.png

Jetzt wie folgt vorgehen:

1. Montierung "einnorden"
2. Klemmungen öffnen und einen bekannten Stern anpeilen. (Beispiel, Arcturus). Darauf achten, dass die Montierung in dieser Position einen ausreichenden "Schwenkbereich" hat. Klemmungen schließen.

1730649984629.png


3. Im Fenster "Aktuelles Objekt" anklicken und danach "Synchronisieren" anklicken. Die Montierung "weiß" jetzt, wo sie "hinschaut" (Arcturus)!
4. Neues Zielobjekt (Beispiel: M3) auf der Karte anklicken, "aktuelles Objekt" anklicken ...

1730650728541.png


5. ... und auf "Schwenken" klicken.
6. Teleskop schwenkt visuell auf der Karte und tatsächlich auf das Zielobjekt.

1730650957697.png


7. Zielobjekt erneut anklicken und erneut "Synchronisieren" anklicken.

Diese Methode funktioniert zumindest bei kleineren Schwenkbereichen zufriedenstellend. Ein echtes GoTo ist es nicht, hilft aber bei der Orientierung am Himmel ungemein.

Spannungsversorgung. Die Motoren der Montierung brauchen 24 Volt. Eine Lösung dazu habe ich hier beschrieben, die funktioniert sehr gut und reicht für einen ganzen Abend!


Die benötigten Downconverter gibt es für viele Spannungen.
 
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Noch ein Nachtrag, unter dieser Adresse findet sich eine ganz gut nachvollziehbare Erklärung zu dem ASCOM Treiber vom Programmierer.


Demnach basiert die Nachführung auf "zeitgesteuerter Impulsführung". Die Montierung lässt sich mit einer Genauigkeit von unter einer Bogensekunde einstellen, gibt aber die Rektaszension und Deklination nur mit ganzzahligen Sekunden zurück. Das erklärt die gewisse Ungenauigkeit, die sich mit manueller "Nachsynchronisation" ausgleichen lässt.

Hier gibt es den richtigen Treiber: Releases · TallFurryMan/ascom-drivers
 
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Guten Morgen,

bis zu diesem Post war ja alles mehr oder weniger Theorie.

Gestern war der Abend, an dem ich die Montierung und vor allem die Steuerung testen konnte. Des Seeing war nicht besonders gut, hat mich aber nicht davon abgehalten, dass Instrument aufzubauen. Teleskop aufgebaut, mit dem Polsucher und der App "Polar Clock" den Polarstern eingestellt. Dabei hilft wirklich der Winkeleinblick für Polsucher 90° von Skywatcher (drei Schrauben mit Kunststoffende) sehr. Ob ein Preis von über 100.- € für das gute Stück gerechtfertigt ist, lasse ich mal im Raum stehen.

Polarstern war eingerichtet, nun hab ich das Teleskop auf Altair ausgerichtet und in Stellarium Altair als "Referenzstern" quasi synchronisiert (Aktuelles Objekt, Synchronisieren). Die "Zielmarke" von Stellarium fährt dann auf Altair. Jetzt wollte ich es wissen. Ich montiere ein 20mm Okular mit 68° Gesichtsfeld.

M2 angeklickt und auf schwenken gedrückt. Die Steuerung legt los und fährt das Teleskop zumindest schon mal in Richtung von M2. Ein Blick in das Okular und ...

... da ist er, ein schwacher Nebel und das auch noch ziemlich genau in der Mitte des Gesichtsfeldes! Ich musste nur minimal nachjustieren um M2 genau in die Mitte zu bringen. Dann folgt, "Aktuelles Objekt, Synchronisieren". So hab ich mich den ganzen Abend am Himmel "durchgehangelt", M92, Saturn, Venus, Gr. Sternhaufen im Herkules, Pegasushaufen usw.

Das "GoTo" funktioniert schon ziemlich gut, auch wenn die Abweichungen bei längeren Schwenks etwas größer werden. Die Objekte waren aber immer alle im Gesichtsfeld des Okulars und im Galaxy Sucher RA 8x50 ziemlich mittig sichtbar. Wenn man zwischendurch immer wieder auf das sichtbare Objekt mit der Steuerung synchronisiert, addieren sich die Fehler nicht auf.

Läuft!
 
Hallo Yogi61, Danke für diese wunderbaren Beiträge. Ich hab selber die EQ500xdrive und war eigentlich nur am überlegen, wie ich das Ding wieder loswerde. Jetzt muss ich mal das passende USB-Kabel suchen...wenn sie dann auch noch das Guiding hinkriegen sollte. O.m.g. ich wage das kaum zu hoffen!
 
Hi, bin gerade dabei, die ganze Installation auf Windows 11 zu migrieren. Bis jetzt sieht es gut aus, Erfahrungsbericht wenn alles läuft hier an dieser Stelle!
 
Oh ja, Danke. Habs probiert - mein Laptop schweigt leider beim reinstöpseln. D.h. er piepst zwar, aber erkennt die Steuerbox nicht. Kann das an Windows 11 liegen?
 
Ich habe mal OMEGON angeschrieben, mal sehen, was von da kommt!
 
Nach der Installation des Treibers für den PL2303TA Chip aus 2008, hat MS natürlich automatisch einen neueren Treiber installiert. Meine Befürchtungen haben sich allerdings bestätigt, der Treiber von MS läuft in der neuen Version auch nicht und bringt die gleiche Fehlermeldung im Gerätemanager. :(
 
Good News! Es läuft auch unter Windows 11!

Was habe ich gemacht.

1. Den alten Prolific Treiber deinstallieren, Gerätemanager, Schnittstelle markieren, rechter Mausklick, Treiber deinstallieren
2. Dann den oben bereits erwähnten alten Prolific Treiber aus 2008 (zweitausendacht) installieren
3. Die Zwangsbeglückung (Update) für neue Treiber von Windows 11 abschalten, wie das geht, steht hier => Treiberupdates deaktivieren Windows 11
4. Ich habe dann die gesamte Stellarium-Installation von Windows 10 (Version 24.3) kopiert und die installierte Version (24.4) auf dem W11 Rechner damit überschrieben

Ascom Treiber: https://github.com/TallFurryMan/ascom-drivers/releases
Prolific Treiber: http://archive.communica.co.za/Content/Catalog/Documents/D1504759840.zip

Treiber gut aufheben! ;)

Läuft!
 
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Hallo Yogi61, Danke für diese wunderbaren Beiträge. Ich hab selber die EQ500xdrive und war eigentlich nur am überlegen, wie ich das Ding wieder loswerde. Jetzt muss ich mal das passende USB-Kabel suchen...wenn sie dann auch noch das Guiding hinkriegen sollte. O.m.g. ich wage das kaum zu hoffen!
Bitte immer an diese Reihenfolge halten, dann klappt das PseudoGoTo" eigentlich ganz gut!

https://forum.astronomie.de/threads/omegon-eq-500x-mit-motornachfuehrung.347466/post-1958790
 
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