Hallo Walter,
Vielen Dank für deine Info zwecks der Sonnenbeobachtung mit Herschelkeil am Petzval NP101 Refraktor. Die beiden hinteren liegenden Linsen plus Fassungen in Richtung OAZ leiden also nicht und gibt auch keine Thermischen Probleme nachgeführt bei dieser Brennweite mit dem 2" Lacerta zum Beobachten. Habe also auch keine Bedenken wenn die Sonne woanderst hinwandert im Tubus. Da passiert nichts.
Habe Anfangs schon öfters an meinem f11 die die abnehmbare Hülse(für Binos ohne GWK) abgemacht und einfach mal die Hand reingehalten 15cm vor dem Brennpunkt bei 1m Brennweite am 4", passiert recht wenig bis gar nichts.
Hinten am Brennpunkt logisch brennt es.
Ich nutze auch Olympus Micro 3/4 und kann mir damit schon mal ein sehr gutes Bild machen bezüglich auf die Qualität von diesem Petzval Teleskop. Allerhand mit der TZ 3x Barlow das Einzelbild von der DSLM.

Der OAZ trägt einiges mehr auf dem Bild wie +1kg, beachtlich die 2.5kg von dem Combo plus der Hebel.
Ok, Televue steht für Qualität und das trägt der FT-OAZ, inklusive der E-M1X oder Al's Granate plus Barlow und den Lacerta. Klemmung wie schon gesagt muss ordentlich und sorgfältig gemacht werden.
Ein bisschen Off Topic vom Thema, was mich persöhnlich erschrocken hat an der ES 2" TZ 3x Barlow ist das äusserst hoche Gewicht der 2" Aufnahmehülse bei einer notgedrungenen Inspektion. Was für ein Klotz an Metall! Die 2 Element Barlow unten kann man einfach abschrauben und man findet ein M48 p0.75 male Gewinde. Derzeit nutze ich öfters die Barlow alleine mit einer Planetencam an der Sonne mit einer kurzen 25mm Hülse T2/ M48.
Mit RGB habe ich auch schon mal versucht mit dem Continuum 540nm Filter, das hat bei mir auch nicht geklappt, was visuell bestens geht oder mit Monocam.
Persöhnlich beobachte ich die Sonne mit einem 4" f11 ED Refraktor, bei derzeitigen prohibitiven sommerlichen heißen Temperaturen(+32º bis zu +45ºC) hatte ich schon ein par mal bei mir zumindest Tubusseeing gehabt bei 1122mm Brennweite. Die Wärme steigt hauptsächlich auf von der gelüfteten Keramikplatte über ein par Schlitze nach aussen hinter dem Baader 2" Herschelkeil und schleicht sich ein wenig vorbei am Prisma hoch in den OAZ. Visuell monokular wie fotografisch hatte ich das schon ein par mal bemerkt, was mir schon recht zu denken gibt. Seitliches Schwenken des Bildes hilft da gleich um aus den Punkt der Wärme zu kommen überm Prisma. Und das bei 4"f11 sichtbar(???), ist mir doch schon ein bisschen komisch bei nur 4" und langen f11 wo das Pünktchen der Sonne schon mal ~1cm hat, und somit etwas verteilt ist.

Der Herschelkeil wird dabei nicht besonderlich extra warm(im Monokularen, nicht Bino), aber man merkt es schon gut nach der Session beim Abbauen im Hochsommer mit dem gut warmen Herschelkeil in der Hand. Gut muss sagen bei mir wird es eigentlich schon ein bisschen
zu warm im Süden Europas in der prallen Sonne im Sommer am späteren nachmittag. Morgens macht kein Sinn da sich alles aufheizt und die Luft kräftig nach oben zieht.
Mit dem Bino der sehr viel Backfokus braucht(~100mm) gibt es diesen doch schon ordentlich warmen Punkt dann einfach nicht über dem Prisma am Lichteingang des Komponenten, logisch das Scheibchen hinten an der Keramikplatte ist gleich doppelt in Diameter, am Prisma vorne ist die Wärme besser verteilt und im geringeren Maße.
Ich denke daran demnächst einen Lüfter provisional anzubauen um die Wärme besser abzuziehen nach hinten aus den Schlitzen raus.
Ich kenne aber auch Leute, die VOR dem Herschelkeil einen UV/IR Cut haben, weil der Keil dann schön kühl bleibt....
Inwieweit der Filter da dann übermäßig schnell altert... Fraglich, wird das beim Quark ja schließlich in dieser Konfiguration sogar empfohlen.
Sicherlich fürs visuelle/Foto H-alpha & SC 540nm und anderen mehr spezialisierten(Na/Mg)wäre das eine Sache zum experimentieren am langen Refraktor. Noch eine/zwei 2" Hülse dazwischen.
Flats gehen auch gut bei diesem "gefährlichen Abstand", wo die Kringel dann richtig gross ausfallen können. Gut bei der Sonne wird nichts erheblich gestretched und somit praktisch nicht sichtbar. Es interessieren mehr die Staubpartikel die vor/hinter dem Sensorschutzglas sind, das sind bei mir die gemeinsten. Der Sensor ist "noch" sauber, lange soll er so bleiben...
Beim Petzval wäre ich mir nicht so sicher dabei mit dem UV/IR Cut etwas weiter weg vor dem Herschelkeil, es könnten je nach Filterqualität störende Reflexe aufkommen die das Bild flau machen könnten.
Einzige Bedenken habe ich nur für mich persönlich aktuell da ich gerne eine Filterschublade unter der Cam habe, um den CaK reinzumachen für Foto.

In diesem fotografischen Fall geht das dann nicht mehr mit dem UV"Cut".
Mit einem Gruß,
- Martin