Selbstbau eines Refraktors 5,6/400

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas KayAlf
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Hallo Zurück,

mach kurzer Bedenkzeit, einer Suche im Forum, 2 blitzschnelle Verweise auf Kleinanzeigen vom Kay und Tom ist hier nun ein nettes Cooke Triplet ;D

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Habs natürlich sofort nach Ankunft in die heimische Astronomie WhatsApp Gruppe gesendet, die Begeisterung hielt sich stark in Grenzen, Historikbanausen! ?

durch den restlichen Thread konnte ich den Anschluss hinter der irisblende auf "Novoflex Universal Anschluss A" zuordnen.
Mal schauen was es da sonst noch alles gibt.
Bei mir gibts jedenfalls zwar Okularauszüge, aber alles nur ulkige Zahntrieb Teile von Skywatcher, vermutlich geh ich auf den oben verlinkten von TS wenn mir nicht doch noch der vorhandene m48 helical zusagt.

Das was für den TS spricht ist jedenfalls das Vorhandensein von Plänen für genau diese Adaptierung hier im Thread.
Ansonsten schau ich mal ob es zufällig einen passendem Adapter auf irgendein bekanntes Gewinde gibt, das wäre auch ein einfacher Weg.

jedenfalls ein cooler Anblick und vorallem die verstellbare Blende ist mal was komplett neues zum Experimentieren für jemanden der sowas so überhaupt nicht kennt, freu mich schon auf die bevorstehende Reise und vorallem das Ergebnis.

mit freundlichen Grüßen
Florian
 
Hallo Florian, Glückwunsch zum Fang ;) Jetzt hast Du 2 Möglichkeiten für den anschließenden Tubus (das Drehteil zur Verbindung mit dem Fokussierer):
- Mgl.1: Du demontierst den hinnteren (letzten) Ring mit dem Innenbajonett vom Noflexar, dann kommt unter dem Ring ein Außen-Gewinde M72x1 zum Vorschein, das habe ich bei meinem Noflexar auch zur Verbindung mit dem nachfolgenden Tubusstück genutzt. Die Lösung kann immer wieder rückgebaut werden, falls das Noflexar mal artgerecht (als Fotoobjektiv) genutzt werden soll. Auch ein 600er mit dem Bajonettring kann auf die gleiche Art und Weise an den Tubus angeschlossen werden, bzw. wenn ich es richtig sehe, kann sogar der Teil mit der Irisblende am Tubus verbleiben und der vordere Teil mit den Linsen wird nur getauscht.
- Mgl.2: Du besorgst Dir den Rest vom Pistolen-Fokussierer mit dem männlichen Bajonett Anschluß A und schlachtest den Bajonett-Teil aus. Aus diesem machst Du Dir den vorderen Teil des Anschlußtubus und Du kannst ebenfalls weitere Noflexare ansetzten im Tausch gegen das 400er...das Schlachten vom Pistorenfokussierer kann aber irreversibel enden...

Ich habe mich für Variante 1 entschieden, weil die Pistolen-Fokussierer mit Anschluß A ohne Optik ehr schwer zu bekommen sind, d.h. meine Pläne sind so, dass das Tubusstück (das Drehteil zur Verbindung mit dem RAPDEL2) vorne zum Noflexar ein M72x1 Innengewinde hat.
Du kannst ja für Dich entscheiden, welche Version Du bevorzugen würdest. Auf jeden Fall würde ich zu einem 'echten' R&P Fokussierer tendieren, mit den Helicals bin ich für die finale Version nicht so zufrieden, für Testaufbauten sind sie natürlich immer gut.

Melde Dich, wenn Du weitere Unterstützung benötigst.
Viele Grüße Kay
 
hab vorhin tatsächlich nach so einem Griff geschaut, hab 2 sachen gefunden direkt mit 600er, bin mir aber nicht so sicher darüber, dann hätte man hinten auch bloß wieder anschlusswurschtelei.

Da wäre mir die m72 Variante lieber, werde mal schauen ob ich gegebenfalls eigene Designideen habe, dann muss ich es nicht plump nachbauen und der einzigartig status bleibt bei dir Bestehen.
Hab da auch noch 80er Rohrschellen, villeicht lässt sich da was Bauen.

Kannst du mir nichts desto trotz den Plan für das tubusstück zusenden, für diverse längenabschätzungen, der angegebene backfokus von oben klingt sehr wohlwollend für den herschelkeil. ?

mit freundlichen Grüßen
Florian
 
Hallo Florian, die Zeichnung vom Tubusteil bekommst Du am Wochenende, die ZusammenbauPDF kannst Du ja im Beitrag finden. Brauchst Du 3D-Modelle?
Der Tubus hat 78mm Außendurchmesser, passende Schellen wären natürlich noch was. Mein Kollege / Freund und ich sind am überlegen, uns welche zu drucken...für ihn bauen wir übrigens die Variante mit dem älteren Noflexar, das endet mit einem M70x0,8 Innengewinde am Linsen- und Blendentubus. Auch dafür habe ich die Teilezeichnungen, wenn jemand Bedarf hat.

So ein Bino aus 2 Noflexaren hätte bestimmt auch was...:unsure::unsure::unsure:

Ich melde mich per PN, viele Grüße Kay
 
Hi Florian,

dann hast Du sicherlich dieses Angebot hier gefunden:


bin mir nur nicht sicher, ob man den PIGRIFF wirklich zerlegen kann - wie Kay schon geschrieben hat, kann sein,
dass der dabei drauf geht ...

Die Variante mit dem M70 Gewinde am Blendenkörper würde ich bevorzugen, gerade wenn man daraus ein kleines
Sonnenteleskop für Weißlicht bauen will ... ;)

Gruß Tom
 
Hi Kay,

bei machen der Teile sind doch Rohrschellen mit bei, warum nicht die nutzen?

Gruß Tom
Hallo Tom, die Rohrschellen würde ich gerne nutzen, habe aber bislang bei meinen Objektiven bzw. Fragmenten noch keine dabei gehabt. Und extra ein weiteres Objektiv nur für die Schellen kaufen...hmmm...
Einen Fokussiertubus habe ich zerlegt, er wäre auch momentan wieder rückbaubar. Aber sobald ich den vorderen Teil mit dem männlichen Bajonett weiterverwenden wollen würde, müsste ich den Bajonett-Teil und etwas vom daran angrenzenden Tubus auf einer Drehbank abstechen und eine Tubusvelängerung anbringen, um dann wieder die erforderliche Länge bis zum RAPDEL2 zu erhalten.
Deshalb habe ich mich für das Abschrauben des weiblichen Bajonetts von der Optik-Blenden-Gruppe entschieden und verbinde diese dann mit dem Zwischentubus über das M72x1 Gewinde.
Hier ist übrigens mal eine Kollektion von beiden Tubus Varianten: Auktion
Das obere Objektiv mit Pistolen-Fokussierer ist ein 600er Noflexar älteren Typs, der Objektiv-Blenden-Teil wird an dem trichterförmigen Bauteil vor dem Fokussierer mit M70x0,8 Gewinde verschraubt. Eine weitere Trennung zum Fokussierer wäre hinter dem Trichter in Richtung Griff, das ist dann wiederum ein Bajonett. Leider nicht kompatibel mit dem großen Bajonett der neueren Version, welches in etwa die Größe eines Bajonetts eines Mittelformat-Objektivs - Rollei oder Hasselblad - hat, das ältere ist viel kleiner vom Durchmesser her (ehr wie ein Kleinbild-Bajonett)
Die untere Einheit zeigt nur den Fokussierer neueren Typs mit dem großen Bajonett (hier der männliche Teil beim gelben Punkt) zwischen Fokussierer und Objektiv-Blenden-Gruppe.

Viele Grüße Kay
 
Hallo Kay,

ja, in der Anzeige sieht man einmal dem PIGRIFF-B und den neueren PIGRIFF-C.

Hatte mir bei Kleinanzeigen auch ein Objektiv geschossen, aber im Eifer des Gefechtes dann nur das "normale" 400er gekauft.

Hab jetzt aber auch ein T-Noflexar hier - also das reine Objektiv, ohne den Blendenteil (PIFAS-B), ist beim normalen 400er 47mm lang,
beim T-Noflexars sind es 85,5 mm.

Hatte in einem YT Video gesehen, dass das normale 400er eine verkittete Linse hat - nachdem ich mir auch noch ein defektes T-Noflexar
gekauft habe, kann ich schon einmal sagen, dass die Frontlinse einzeln ist und weiter hinten im Tubus dann erst die zweite Linse sitzt.
Hinten dann die dritte.

Bei beden T-Noflexaren waren die Rohrschellem it bei, die ich insofern für den weiteren Bau nutzen werde ... ;)

Das defekte Objektiv werde ich einmal zerlegen, um das Innenleben besser zu verstehen.

Schau mer mal.

Aktuell ist geplant, dass ich das Teil für einen 1,25" Zenitspiegel plane, oder aber für einen Baader T2 Zenitspiegel.

Der von Dir genannte OAZ von TS ist bzgl. dem 75mm Schwalbenschanz eine gute Wahl.

Hätte hier zwar noch einen Baader Steeltrack Diamond, aber der ist einfach viel zu massiv und den 2" RP Feather Touch
von meinem Mak - nene, das wäre ein wenig zuviel ... ;)

Spannend finde ich, dass die Novoflex Objektive zum Teil wirklich mehr als billig hergehen, aber es werden auch Preise
aufgerufen, wo ich mich dann doch frage, wie man auf solche Beträge kommt.

Wie schon geschrieben, würde ich mein Objektiv für Weißlich Sonne incl. dem Blendenteil rechnen und bauen.

Schau mer mal.

Erst einmal muss ich mich in ein neues CAD Programm einarbeiten, denn auf dem neuen Rechner läuft die olle
Software leider nimmer ... teste mich gerade durch Fusion360 und CorelCAD ... ;)

Gruß Tom

PS.: hier bietet einer schon länger das ein Set an, bestehend aus dem 400er T-Noflexar, dem 600er und dem PIGRIFF-C (und Co.)
 
... für jene, die noch auf der Suche nach einem T-Noflexar sind ...


ok, ist ein Konvolut, aber der Preis ist nicht uninteressant, wenn man sich die Mühe macht,
den Rest wieder zu verkaufen ... ;)

Gruß Tom

PS.: ... und nein, die Anzeige ist nicht von mir eingestellt ... ;)
 
Hallo zusammen. FirstLight (unter echtem Sternenhimmel) gestern Abend. Es war ein Genuss :D:D:D
Doch der Reihe nach: Letzten Freitag (also am 01.09.23) bin ich zu einer knapp 50 km entfernten Firma gefahren, die Eloxieren auch bei Kleinmengen und Einzelteilen für Privat anbietet. Nach einer unkomplizierten Übergabe des Tubus mitsamt Zeichnung und kurzer Erklärung, was es werden soll, sagte mir die freundliche Dame aus der Warenannahme (die auch richtig gut Gabelstapler fahren kann), das das Teil Anfang der Woche fertig ist und sie sich melden. Am Dienstag Vormittag (05.09.23) dann der Anruf, sodass ich am frühen Nachmittag gleich das Teil noch einfangen konnte. Auf dem Rückweg dann kurz bei meinem Freund und Bastlerkollegen (der mit der Drehbank) durchgeklingelt, ob er zuhause sei. Klar, einfach den Anker zum Zwischenstopp werfen und Teil gleich bei ihm lassen...gesagt, getan. Es musste ja noch der vordere Zentrierdurchmesser gedreht werden und der Tubus sollte innen auch schön matt schwarz lackiert werden.
Am Donnerstag dann der Anruf von ihm, das Teil ist fertig und muss nach dem Lackieren nur noch abkühlen...leider konnte ich das Teil dann erst gestern, am Freitag, abholen. Aber der erste Anblick von der finalen Ausführung war schon richtig klasse...innen geriffelt und schön matt lackiert, keine Reflexe zu sehen, mächtig dunkel drinnen und der Gewindeanschluß vorne satt und ohne merkliches Spiel. Noch kurz die weiteren Schritte für die Produktion seines Teleskops besprochen und einen 2" Spiegel mit 1,25" Reduzierung für ihn angekündigt, den ich Tage zuvor von einem netten Forenkollegen bekommen habe und dann ab nach Hause, die finale Montage vornehmen.
Alles passte wie angegossen und nach kurzer Zeit war das kleine Schwarze betriebsbereit. Ich montierte es wiederum in meine Testrohrschellen, zum Schutz der eloxierten Oberfläche kam eine Doppellage Papier zwischen Tubus und Schrauben...das gab auch noch einen groben Vorgeschmack, wie das Teil eventuell auch in weiß aussehen würde :cool: also kleines Schwarzes mit weißer Schürze...
Dann aus dem Wohnzimmerfenster meine beliebten Testobjekte (Funkmastspitzen und die Positionslichter eines knapp 200m hohen Heizkraftwerk-Schornsteins) angepeilt und diverse Okulare ausgetestet. Wie weiter oben schon beschrieben, war auch diesmal die optische Performance für meine Bedürfnisse sehr gut, wie vermutet wurden die leicht bunten Ränder an starken Kontrastkanten (Drahtseile vor blauem Himmel) durch abblenden auf f8-11 fast vollständig reduziert. Das macht das Teleskp für mich sehr universell...bei Sternhaufen, Doppelsternen, Galaxien, Nebeln etc. volle Öffnung und bei helleren Objekten (Planeten, Mond etc.) moderat abblenden um den Farbsaum zu reduzieren...und das klappt richtig gut :y:

Am Abend dann gegen 20:30 Uhr raus in den Garten und das T-Noflexar auf meinem grab'n'go Stativ mit improvisierter EQ-Montierung (Berlebach 2-Wege-Neiger und William Optics Polblock) grob eingenordet und die Beobachtung gestartet...als Okulare kamen das Baader Hyperion Zoom Mark IV, das Morpheus 6,5, das Vixen LVW 22 und das 2" Vixen LV30 zum Einsatz.

1.) Los ging es bei Mizar/Alcor: Nadelfeine Sternabbildungen, kreisrunde intra- und extrafokale Beugungsscheibchen, so deutlich war mir der kleine Begleiter von Mizar (Mizar B) selten ins Auge gesprungen. Toller Seheindruck mit dem Baader Hyperion Zoom Mark IV und dem Morpheus...das war ein guter Auftakt
2.) Weiter zu M13: Mit dem 30er LV das kleine Schwarze kurzerhand zum Supersucher umfunktioniert und nach grober Ausrichtung und Peilung entlang der Schwalbenschwanz-Schiene auch schon M13 im Blickfeld gehabt, so geht das...nun das 22er LVW eingesetzt, der Hintergrund wurde angenehm schwarz und der Kugelsternhaufen hob sich gut sichtbar ab. Auch die weitere Vergößerung mit dem Zoom bis hin zum 6,5er Morpheus brachten tolle Bildeindrücke, Randbereiche andeutungsweise aufgelöst.
3.) Schwenk zu M57 (Ringnebel in der Lyra): Auch hier konnte ich erfolgreich mit dem 30er LV und Peilen die grobe Richtung anfahren und sogleich im Blickfeld den kleinen Nebelfleck ausmachen. Wieder deutliche Kontraststeigerung nach Wechsel auf 22er LVW und weiter zu den beiden Baader-Okularen. Hier empfand ich das Morpheus schon als etwas zu stark in der Vergrößerung, die Abbildung war nicht mehr so kontrastreich wie im Zoom bei moderateren Vergrößerungen oder natürlich wie beim 22er LVW. Bei indirektem Sehen im Hyperion kurz vor max. Vergrößerung (vermeintlich) den Zentralstern erahnt
4.) Richtungswechsel rüber zu h+x Persei: Ein absoluter Genuss bei allen Okularen, klare Sternpunkte vor dunklem Hintergrund und schönes Sterngewusel im Blickfeld, auch kleinere Ausschnitte bei höheren Vergrößerungen sehr sehenswert.
5.) M31: Auch hier wieder mit erprobter Kleinvergrößerung und Peilen über die Schiene den Nebelfleck auf Anhieb im Gesichtsfeld gehabt und dann weiter vergrößert. Schöne längliche Ausprägung des nebeligen Fleckens und ansatzweise auch M110 erahnt.
6.) und immer wieder zwischendurch Saturn: klare und kontrastreiche, scharf abgegrenzte Planetenscheibe und Ring, hier kam dann auch mal die Blende zum Einsatz, was die ganz leichten Farbsäume um die Scheibe sofort auf 0 reduzierte...das Konzept geht also auch auf :giggle: Ob sich auch die Cassini-Teilung zeigt, konnte ich nicht mehr testen...mittlerweile hatten sich Unmengen an fliegenden Blutsaugern an meinen freien Körperstellen (ich hatte extra noch eine Mütze aufgesetzt) wie Händen und Hals/Kinn zu schaffen gemacht und es wurde unangenehm. Die tolle Beobachtungssession mutierte zu einer Art Regentanz ums Teleskop mit wildem Gefuchtel und Selbstkasteiung...
Ich beendete dann auch die Beobachtung und brachte das Equipment wieder rauf in die Wohnung...aber ich war zufrieden...richtig zufrieden mit dem Teleskop...I :love: it.

Mein Fazit zum Gerät: Es hat sich gelohnt, ein klasse grab'n'go Teleskop, sehr universell verwendbar, schöne Performance -mangels weiterer Vergleiche z.B. zu 80er Triplet-Apos oder ähnlichem bitte nur als subjektiven Eindruck verstehen-...für mich eine Erfolgsstory mit richtig Spass beim Bauen und Konstruieren...demnächst dann auch mit gefrästen 6eckigen Schellen, fester Schiene und wahrscheinlich noch Griff on Top. Es gibt immer was zu verbessern...TBC

Ich wünsche den Nachbauern (einen hat es nach meiner Kenntnis schon erwischt) ebenso viel Spass wie ich ihn hatte und jetzt beim Beobachten habe.

Hier noch 2 Ansichten vom Aufbau im Garten:
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Viele Grüße Kay
 
Hallo zusammen, es gibt noch Nachschlag...etwas für die Glasbläser und Techniker unter uns :cool::cool::cool: Ich habe am Freitag die Gelegenheit ergriffen und einfach mal über die WEB-Seite von NOVOFLEX das Kontaktformular ausgefüllt mit der Anfrage, ob eventuell noch technische Unterlagen zum T-Noflexar existieren. Am Samstag (!) Vormittag flatterte eine sehr nette email von Hr. Grahl, Prokurist und Sales Manager bei Novoflex, in mein Postfach mit 2 gescannten Zeichnungen von der Linsenfassung / vorderer Haupttubus und vom optischen Aufbau :):) Vielen Dank nochmal auch an dieser Stelle für den angenehmen Kontakt und die professionelle Betreuung :y: Wo kriegt man heute noch so einfach Infos direkt von der Quelle...
Demnach handelt es sich nicht, wie in einigen Fotoforen zu lesen, um eine (achromatische) Dublette mit nachgeschalteter Feldebnungslinse (das T-Noflexar war für Mittelformat ausgelegt), sondern tatsächlich um einen klassischen Triplet-Aufbau. Weiterhin wurde mir mitgeteilt, dass das Objektiv seinerzeit von der Firma Staeble gerechnet wurde. Staeble wurde später von Agfa übernommen, ggf. bestünde hier noch die Möglichkeit, nach dem Original-Linsendesign zu recherchieren, bei NOVOFLEX existieren leider keine Daten dazu.
Aber vielleicht kann man auch aus den vielen Veröffentlichungen zum Cooke Triplet zumindest die Glassorten näherungsweise herausfinden und sich die Radien der Einzellinsen ebenfalls rückwärts herleiten (geometrisch-optisch). Es macht den Eindruck, als ob das Cooke-Triplet eine Art Pflichtdesign / Pflichtübung bei den Optik-Rechnern und Physikern ist, man findet einiges an Designkonzepten und Rezepten im WWW.
Ich werde jedenfalls meine 3D-Konstruktion mit den neuen Daten updaten, es wird sich natürlich an den bisherigen mechanischen Teilen nichts ändern, denn es funktioniert ja mit den von mir konstruierten Abmessungen sehr gut. Es ist aber gut für mein 'Seelenheil' ;););)
Die Infos darf ich übrigens weitergeben, hierzu habe ich die Zusage per email. Vielleicht hat jemand, der sich mit Optik-Design besser auskennt als ich und ggf. sogar WinLens o.ä. beherrscht, Lust, hier ein wenig tätig zu werden. Es wäre ja vielleicht mal interessant, was so ein T-Noflexar (theoretisch) zu leisten vermag.
Ich gebe gerne die Scans auf Anfrage weiter.

Soweit der technisch-optische Zwischenstand. Die Rohrschellen sind übrigens schon bestellt und auch die 100mm lange Vixen-Schiene ist im Zulauf. Vom weiteren Aufbau dann später mehr.

Viele Grüße Kay
 
Hi,

bin grade eben mit dem Refraktor fertig geworden als der eine der es nachgemacht hat ?

Fokustest auf strommast sehr erfolgreich und auch schon Sonnentest mit dem herschelkeil bestanden, die einstellbare Blende ist dabei ein echt lustiges Feature, einfach mal schnell die Bildhelligkeit regulieren und Zack waren die schwache Details nicht mehr so überstrahlt wurden.

So sieht es jetzt aus:
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Hat vom Handling her eher ein Apo Feeling als das man grade nur einen etwas anderen Achro in der Hand hält, quasi kein Plastik, gescheiter OAZ und co.


flatterte eine sehr nette email von Hr. Grahl, Prokurist und Sales Manager bei Novoflex, in mein Postfach mit 2 gescannten Zeichnungen von der Linsenfassung / vorderer Haupttubus und vom optischen Aufbau
das nenn ich kundenorientiert!
Hatte sowas letztens erst bei Bresser, nach einer Anleitung eines sehr alten Teleskops gefragt, und zack hatte ich die PDF.
Aber vielleicht kann man auch aus den vielen Veröffentlichungen zum Cooke Triplet zumindest die Glassorten näherungsweise herausfinden und sich die Radien der Einzellinsen ebenfalls rückwärts herleiten (geometrisch-optisch). Es macht den Eindruck, als ob das Cooke-Triplet eine Art Pflichtdesign / Pflichtübung bei den Optik-Rechnern und Physikern ist, man findet einiges an Designkonzepten und Rezepten im WWW.
Okay das ist interessant, dachte das Design ist ausgestorben und nur noch eine seltene Erscheinung für kenner,
Die Infos darf ich übrigens weitergeben, hierzu habe ich die Zusage per email.
oh ja sehr gerne!
Vielleicht hat jemand, der sich mit Optik-Design besser auskennt als ich und ggf. sogar WinLens o.ä. beherrscht, Lust, hier ein wenig tätig zu werden. Es wäre ja vielleicht mal interessant, was so ein T-Noflexar (theoretisch) zu leisten vermag.
hat sich dazu schon jemand gemeldet?
villeicht kannst du ja Gerd Düring dazu mal anschreiben, ich glaube er macht sowas gerne mal.

mit freundlichen Grüßen
Florian
 
Hallo Florian,

super :y::y::y: sehr schick geworden. Der Tubus sieht sehr professionell aus...auch bei mir gab es heute noch ein Update, die Schellen sind eingetrudelt und mussten natürlich auch gleich noch dran.
Teleskop_mit_Schellen.jpg


Sie sind für Ø80 mm, aber eine kleine Lage Pappe hat gereicht, nun sind die Schellen fest.
Auch bei meinem Freund geht's voran, heute bin ich nach Feierabend zu ihm gefahren und habe ihm den 2" Zenitspiegel mit 1,25" Reduzierung vorbeigebracht. Als ich klingelte kam gerade sein Tubus aus dem Ofen nach dem Matt-Schwarz-Lackieren. Und nach der Abkühlphase haben wir auch seinen Refraktor zusammengebaut und am Strommast getestet :D:D:D ebenfalls 1a...
Das Optik-Layout von NOVOFLEX konnten wir übrigens bezüglich der exakten Linsenradien vervollständigen, die Angaben im Layout erlauben die geometrische Konstruktion der exakten Radien, obwohl sie nicht angegeben sind. Nun sollte es möglich sein, anhand der angegebenen Schnittweite allein Durch Variation der Linsensorten die Rechnung zu simulieren...ich werde mich mal an @Gerd_Duering wenden, vielleicht hat er Lust und Laune.

Ich freue mich jedenfalls auch für Dich, dass das so geklappt hat und wünsche viele entspannte Stunden am T-Noflexar. Das Layout schicke ich Dir zu.
Viele Grüße Kay
 
Schöne Arbeit - gratuliere!

Für die Leute, die auch an der Bastelei interessiert sind noch ein Tipp bzgl.
der Grundlage für den Bau.

Es gibt die T-Noflexar Objektive für die beiden Schnellschussgriffe B und C(D):

Novoflex_Griffe_003.JPG


oben der PIGRIFF-B mit dem Blendenteil PIFAS-B
unten der PIGRIFF-C mit dem Blendenteil PIFAS-C

Das Objektiv passt an beide Blendenteile!

Aber, nur das Belndenteil PIFAS-B kommt mit einem Gewinde daher,
wenn man das konischen Teil abschraubt.

Diese Option gibt es beim PIFAS-C nicht, der hat direkt das große NOVOFLEX Bajonett,
ist also für den Bau eines Teleskopres incl. Blende nicht geeignet!

Novoflex_Griffe_005.JPG


Novoflex_Griffe_009.JPG


Für den Fall der Fälle, dass jemand das Schnellschusssystem mit seiner aktuellen Digital Kamera nutzen will,
so gibt es für alle möglichen Kameras immer noch bei Novoflex die passenden Adapter (nennt sich
Universalbajonett A) ;)

Gruß Tom
 
Hallo Tom,

leider ist Deine Aussage zum T-Noflexar mit Pifas-C nicht korrekt, das Objektiv eignet sich sehr wohl zum Bau des Teleskops. Mein Objektiv ist genau von diesem Typ und auch das Objektiv, welches Florian verwendet hat, ist von Anschluß-Typ Pifas-C. Es besteht die Möglichkeit, den Überwurfring mit weiblichen Bajonett vom Tubus abzunehmen, indem man eine kleine Arretierschraube unter dem Gummiring (Pyramidengummi) herausschraubt. Dann erscheint nach dem Abnehmen des Rings ein sehr stabiles Außengewinde, welches sich hervorragend zum EInschrauben in den selbst gedrehten Tubus eignet...eine saubere Anschlagfläche und ein Zentrierzylinder sind ebenfalls an dem Gewinde vorhanden. Der Rückbau des Bajonettrings ist jederzeit möglich, es ist eine 'unblutige' Entnahme des Bajonettrings und jederzeit wieder voll funktionsfähig rückbaubar.
Also, nochmal: Beide Typen eignen sich für ein Teleskop, ich habe die Tuben für beide Varianten konstruiert und mittlerweile beide auch erfolgreich realisiert und getestet. Es ist reine Geschmackssache oder Frage der Verfügbarkeit, welchen Tubus man nimmt.

Das nur für alle, die am Bau interessiert sind.

Viele Grüße Kay
 
Hallo Kay,

Danke für die Korrektur, das wusste ich ned, habe es halt auch nicht probiert,
denn das PIFAS-C Objektiv nutze ich direkt mit meiner Kamera.

Das PIFAS-B hat ein Innengewinde, wenn man den Trichterförmigen Adapter
wegschraubt.

Warte noch auf den Tubus, aber aktuell ist mein Dreher ein wenig mit Arbeit
überlastet - dauert also noch ein wenig.

Gruß Tom
 
Hallo Tom, Deine Zusammenfassung / Gegenüberstellung der beiden Anschlüsse ist aber auch Gold wert, vielen Dank dafür. Der NOVOFLEX-Dschungel mit den Namen ist echt harter Tobak zu Anfang...da muss man erstmal durch, um die passenden Sachen zu identifizieren.
Übrigens: Eine 3. Variante des Teleskops wäre, den (Selbstbau-)Zwischentubus vorne mit den zum Pifas-C passenden Außenbajonett zu versehen...das hätte den Charme, dass man richtig schnell auch auf das 600er z.B. wechseln könnte. Ich habe vor kurzem bei ebay den Torso einer zum Pifas-C passenden Fokussiereinheit gelandet und den vorderen Teil mit (männlichem) Bajonett entnommen. Der Teil könnte nun mit einem Zwischentubus verheiratet werden...ich schaue mal, was mir noch so in die Finger kommt.
Tom, hast Du ggf. noch Infos, ob, und wenn ja welche, Leica Telyte an die Pistolengriffe passen? Manche Anschlüsse an den Tuben der Telyte sehen verdächtig danach aus, auch an die Pifas zu passen...hast Du ggf. genauere oder weitere Infos?

Viele Grüße Kay
 
Hallo Kay,

ja, habe hier auch erst einmal ein wenig dumm geschaut, dass es auf einmal
unterschiedliche Angaben zu den Gewinden gab, aber jetzt weiß ich, woher
das stammt ... ;)

Bzgl. den Leica Teles, habe ich nur dies hier gefunden:


schau mal unter dem Punkt Optik, da wurde zumindest zwei der Telyte erwähnt.

Gruß Tom
 
Soooo...langsam nähere ich mich der Zielgerade. Heute kam ein kleines Paket mit der 'Grinsekatz' drin :D super Verarbeitung, tolle Qualität und stabil. Nun noch die Befestigung zu den Schellen herstellen, doppelseitiges Klebeband reicht dann doch nur für's Foto ;)

griff_williams_1.jpg


griff_williams_2.jpg


Viele Grüße Kay
 
Hab mich schon gefragt wann es weiter geht, sieht doch Super aus das ganze ?

Ich mag diese Katzen im Griff, ist das von diesen Mini Foto Teleskopen in Rot?

Falls du PVC Rohr noch rumliegen hast und das Spiel in den Schellen recht groß ist kannst du einfach Ringe aus dem Rohr rausschneiden und als Zwischenlage nutzen, ist quasi wie eine Ringklemmung dann.

Hatte meinen vor kurzem mit dem B2 Quark an der Sonne, wirklich Gutes Bild hatte der kleine, der Renner war natürlich die verstellbare Blende, so schnell konnte ich noch nie die Details unterschiedlich hell sichtbar einstellen, ein kleines bisschen drehen und die fackelgebiete auf der Oberfläche waren in ihrem helligkeits sweet Spot, keine Polfilter drehen die eventuell von vorne herein schon Helligkeit fressen, macht dem ED72 fast schon Konkurrenz, vorallem ist es aber deutlich leichter.
IMG-20230924-WA0006.jpeg



Wirklich eine ausgezeichnete idee hattest du da ausgerechnet dieses Objektiv zu wählen und vorzustellen! Vielen vielen Dank fürs Teilen und helfen, das Teleskop macht so viel Spaß beim Schauen und Experimentieren!

mit freundlichen Grüßen
Florian
 
Hallo Florian, danke für Dein Feedback, es macht einfach Spass zu sehen, wie andere auch bei diesem Projekt zu guten Ergebnissen kommen.
Bzgl. der Rohrschellen habe ich wie gesagt erstmal einen Streifen Pappe zwischengelegt und damit gingen die Schellen schon stramm über den Tubus. Mit dem Kunststoffrohr wird es gefühlt zu stramm, etwas unter 1mm Dicke sollte es rundum sein. Mein Bastlerfreund berichtete von Pertinax-Streifen, die wohl auch ziemlich flexibel sind...da teste ich mal. Ansonsten gibt es ja auch Filz oder dergleichen im Bastlerbedarf.
Ich experimentiere momentan mit einer Barlow-Linse am 2" Stutzen des Zenitprismas, eingeschraubt im M48 Innengewinde. Wenn ich sie so einsetze, muss ich mit dem Zentspiegel knappe 71 mm zurück (vom Objektiv weg), dann ist der Aufbau nahezu parfokal zur Konstellation ohne Barlow-Linse. Ich benötige also zwei 35 mm lange 2" Verlängerungshülsen, eine ist schon im Zulauf. Das ist die nächste Baustelle :) Es bleibt sehr kurzweilig...

Viele Grüße Kay

P.S.: Ja, das ist die Katze von den roten Mini-Teleskopen...und ich war um so erstaunter, dass es sie auch in schwarz gibt :love:
 
Tom, hast Du ggf. noch Infos, ob, und wenn ja welche, Leica Telyte an die Pistolengriffe passen? Manche Anschlüsse an den Tuben der Telyte sehen verdächtig danach aus, auch an die Pifas zu passen...hast Du ggf. genauere oder weitere Infos?

Hi Kay,

also ich kann Dir sagen, dass es das Leica Telyt-R 1:6.8/560 mit den passenden
Gewinde für den PIFAS-B gibt und nachdem die Gewinde der Objektive ja gleich
sind, sollte das auch beim PIFAS-C passen.

Aber nachdem das Teil heute erst angekommen ist, habe ich noch nicht die Zeit
gefunden, das auszutesten.

Bzgl. meinem Tubus, das wird noch dauern ... aber wenn ich soweit bin, dann
poste ich auch das Ergebnis von meinem "Kleinen" ... ;)

Gruß Tom
 
Hallo zusammen,

also habe es ausgetestet, dass Leica Telyt-R 1:6.8/560 passt an beide Bledenkörper von Novoflex.

Leica_Telyt-R_560_012.JPG


... und mit ausgezogener Sonnenblende, die fest verbaut ist ...

Leica_Telyt-R_560_015.JPG


hier mit dem PIGRIFF-B und dem PIFAS-B:
Leica_Telyt-R_560_001.JPG


und hier mit dem PIGRIFF-C und dem PIFAS-C:

Leica_Telyt-R_560_007.JPG


An meiner Fuji X habe ich es aber noch nicht testen können.

Gruß Tom

PS.: lt. Leica Forum ist das gezeigte Telyt ein Zweilinser
 
Hallo Tom, sehr schön, das wäre auch meine nächste Option...soweit mir bekannt, gibt es vom 560er auch eins mit F5,6...kennst Du zufällig auch dessen Anschlußmaße? Passt der Kopf auch in den vom PIFAS-B/C, also mit dem M77,5 (?) Gewinde vorne am Blendentubus? Es werden lagsam Begehrlichkeiten geweckt...:eek::ROFLMAO::ROFLMAO:
Viele Grüße Kay
 
Hallo Kay,

leider kann ich Dir diese Frage nicht wirklich beantworten.

Bin mir auch ned sicher, ob der Kopf, der mit dem Leica Schiebetubus verkauft wurde,
1:1 nutzbar ist.

bei meinen Objektiv ist noch ein Zwischenstück, dass vorne ein Aussen Gewinde mit einem
Durchmesser von 87mm und hinen ein Innengewinde von ca. 77mm hat.

Dieses Zwischenstück hat ca. eine Länge von 72mm.

Leica_Telyt-R_560_017.JPG


lt. dem Leica Forum ist das lichtstärkere Objektiv in der Zeit von ca. 1968 - 1972 hergestellt worden.

Das oben gezeite Objektiv mit 1:6.8 wurde in der Zeit von ca. 1971 bis 1990 hergestellt.


Gruß Tom
 
... hier noch ein Thread zum Thema f5.6 vs. f6.8 ...


aber es ist halt, wie in div. Foren, dass man einiges einfach überlesen muss ... ;)

Gruß Tom
 
Noch eine kleine Info:

Es gibt ja auch noch die letzte Variante des Pistolengriffs, den PIGRIFF-D, der kommt auch mit dem passenden Blendenteil PIFAS-D
und dort werden die Objektive nicht, wie bei den Vorgängermodellen, via Gewinde angeschraubt, sondern die Objektive haben auch
ein Bajonett.

Aber das Schnellschussset in der letzten Version kommt nicht so häuftg in den Handel ... ;)

Ich schau, dass ich am Wochenende Euch davon noch Bilder einstelle.

Gruß Tom
 
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