Was haltet ihr TS-Optics Doublet SD-APO 72mm f/6 - FPL-53 / Lanthan Objektiv

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Welche optischen Weglängen wüsstest du denn gerne im speziellen?
Hab ja einiges gemessen.
 
Bin mir persönlich dennoch unsicher ob das 72/432 ein Upgrade gegenüber meinem RedCat 51 darstellt…. Womöglich ist letzteres so viel schärfer, dass ich mit nem Crop nahezu die selbe Bildqualität bekomme wie mit dem 72er… dann wäre das 72 eigentlich redundant zum RedCat und ohne Vorteil!
Fragen über Fragen!
 
Welche optischen Weglängen wüsstest du denn gerne im speziellen?
Hab ja einiges gemessen.
Hallo Olli,

ich bin da wirklich unbedarft, deshalb bitte ich um Nachsicht. Ich schaffe es aktuell nicht, den 72/432 mit einem 3x Tele-Extender von ES mit einer Asi 585 mc zu fokussieren. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, müsste ich ja mit der Barlow oder dem Extender den OAZ weiter einfahren. Ohne Zenitspiegel muss ich sehr weit rausfahren, da reicht der 135 mm Backfokus im Grunde nicht aus. Mit 2" Zenitspiegel muss ich fast ganz einfahren, um in den Fokus zu kommen, soviel Lichtweg hat der Spiegel. Mit einer 3 x Barlow müsste das aber doch ohne Zenitspiegel reichen? Ich hab aber die mathematischen Berechnungen dazu nicht drauf. Ich könnte es mit einer 2 x Barlow probieren, würde aber gerne die 3x nutzen. Meinst Du, das geht?

LG Olaf
 
Bin mir persönlich dennoch unsicher ob das 72/432 ein Upgrade gegenüber meinem RedCat 51 darstellt…. Womöglich ist letzteres so viel schärfer, dass ich mit nem Crop nahezu die selbe Bildqualität bekomme wie mit dem 72er… dann wäre das 72 eigentlich redundant zum RedCat und ohne Vorteil!
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Ich würde auch erwarten, dass der 72er kein Upgrade zum Redcat ist. Was willst Du damit fotografieren, bzw. was versprichst Du Dir davon? Zum Redcat würde ich eher einen 4 Zöller kombinieren, also 107/714 oder so.

LG Olaf
 
Die Barlow verkürzt den Fokus nicht, sie verlängert den Backfokus!
evtl brauchst du eine Verlängerungshülse.

LG
Olli
 
Ich würde auch erwarten, dass der 72er kein Upgrade zum Redcat ist. Was willst Du damit fotografieren, bzw. was versprichst Du Dir davon? Zum Redcat würde ich eher einen 4 Zöller kombinieren, also 107/714 oder so.

LG Olaf
Da Ich nur ne SA 2i hab, bin ich etwas eingeschränkt bzgl. Systemgewicht. Hätte halt manchmal etwas mehr Brennweite… und der Schritt von 250mm auf 430mm ist schon deutlich - aber halt nur bei vergleichbare Qualität.
 
Der Barlowfaktor gilt für den Fokusweg im selben Maße wie für die effektive Brennweite. Wenn das Linsenelement also Faktor 3 bei einem Arbeitsabstand von 60mm hat, muss sich dieses Linsenelement nur 20mm vor dem eigentlichen Teleskopfokus befinden.
Eine Änderung des Arbeitsabstandes verändert aber auch den Faktor (außer bei Telezentrischen Systemen wie den Powermates).
Bei Reducern ist das ganze entsprechend umgekehrt. Ein 0,5x Reducer mit 55mm Arbeitsabstand frisst dir satte 110mm Backfokus auf.

LG
Olli
 
Okay, wenn ich die Barlow in den Zenitspiegel stecke, sollte ich in den Fokus kommen, das probiere ich aus. Ohne Zenitspiegel werde ich Verlängerungshülsen benötigen. Ich hab auch welche da, die Lösung mit Zenitspiegel ziehe ich aber erst mal vor. Der ist auch gut genug, um das Bild nicht zu versauen, denke ich.

LG Olaf
 
Zum Thema visuelle Nutzung habe ich nochmals nachgedacht:
Für den TSAPO102F7 ist der Backfocus ist mit 135mm, der OAZ Verstellbereich mit 73mm angegeben.
Das heißt, dass der Brennpunkt des Teleskops 135mm hinter dem vollständig eingefahrenen Okularauszug liegt. Ein Okular muss hinter diesem Brennpunkt liegen und zwar genau um die Distanz seiner Brennweite. Als Beispiel, ein 37mm Okular liegt im Fokus dann 135+37=172mm hinter dem eingefahrenen OAZ.
Mein 2Zoll Zenitspiegel hat einen optischen Weg von 110mm. Um in den Fokus zu kommen, muss der OAZ daher um 62mm ausgefahren werden - was auch geht weil 62<73mm.
Die Rechnung gilt natürlich nur, wenn auf unendlich fokusiert werden soll. Ansonsten muss man den OAz noch weiter ausfahren oder mit Verlängerungshülsen arbeiten.

War mein Gedankengang richtig?

CS, Andy
 
Fast, die Schärfeebene der Okulare liegt normalerweise mehr oder weniger auf Höhe des Steckanschlages ±ein paar mm je nach Modell.
Wo dazu im Verhältnis die Linsen des Omulars liegen, ist stark unterschiedlich, aber hierfür egal.
Die Brennweite des Okulars musst du also nicht einbeziehen.
Ein 2" Zenithspiegel frisst etwa 100-120mm Folusweg, du solltest bei 2" Okularen also etwa 2-3cm ausgefahren sein.

LG
Olli
 
Ein Okular muss hinter diesem Brennpunkt liegen und zwar genau um die Distanz seiner Brennweite. Als Beispiel, ein 37mm Okular liegt im Fokus dann 135+37=172mm hinter dem eingefahrenen OAZ.

Prinzipiell ist deine Überlegung zwar richtig aber Okulare werden möglichst Homofokal gebaut.
Das bedeutet das sich die Fokusposition egal welche Okularbrennweite du verwendest nicht oder nur geringfügig verändert.
Das erreicht man dadurch das man die Feldblende immer etwa an der gleichen Stelle in Bezug zum Anschlag des Okulars platziert.
Ein Okular mit größerer Brennweite baut dann länger und das Linsenpaket wird je nach Brennweite des Okulars im passenden Abstand zum Anschlag des Okulares platziert.

Du brauchst bei deinen Überlegungen die Brennweite des Okulares also nicht berücksichtigen.

Grüße Gerd
 
Hallo Andy, hallo Gerd,

dass die Okulare so weit, wie ihre Brennweite angibt, hinter dem Teleskop Fokus ans scharfe Bild kommen, stimmt nur bei einlinsigen Okularen. Homofokal sind die Okulare allerdings auch nur (und manchmal nicht mal dann, wenn eine Okularserie so konzipiert wurde. Wer wie ich einen historisch entstandenen Okular Zoo hat, muss bei Okularwechsel regelmäßig nachfokussieren, und das ist der benötigte Weg keineswegs proportional zur Okular Brennweite. Bei der Sonnenbeobachtung mit Pentaprisma komme ich mit manchen Okularen gar nicht in den Fokus.

CS Gerhard
 
Hallo Olli, Gerd, Gerhard,

Alles richtig. Mein Kommentar sollte eher ein grober Richtwert sein -wobei der Einwand, dass die Okularbrennweite teilweise bereits im Okulargehäuse berücksichtigt ist, valide ist. Die Linse liegt ja nicht vorne im Okular - entsprechend hat auch das Okular einen optischen Weg (Steckhülse zählt nicht dazu).

Klar ist auch, dass selbst einfache Okulare (Kellner, Ortho, etc. ) schon aus Linsengruppen bestehen. Und wo da dann der Brennpunkt im Okular zum liegen kommen muss, ist Design abhängig. Der Brennpunkt ist dann auch noch Wellenlängen abhängig (wobei bei diesem Apo sollte das fast nicht der Fall sein).

Gruß, Andy
 
Hallo Gerhard,

dass die Okulare so weit, wie ihre Brennweite angibt, hinter dem Teleskop Fokus ans scharfe Bild kommen, stimmt nur bei einlinsigen Okularen.

man bezieht sich natürlich immer auf die Hauptebene.

Hauptebene (Optik) – Wikipedia

Und die Hauptebene eines Okulares liegt immer um die Okularbrennweite hinter dem Fokus.
Ganz egal ob das Okular aus nur einer Linse oder aus mehreren Linsen besteht.
Bei mehreren Linsen liegt die Hauptebene natürlich innerhalb der Linsengruppe.

omofokal sind die Okulare allerdings auch nur (und manchmal nicht mal dann, wenn eine Okularserie so konzipiert wurde.

Im Allgemeinen wird schon angestrebt das die Feldblende in etwa auf Höhe des Anschlags des Okulares liegt.
Das ist nicht nur bei einer Serie so sondern generell.
Natürlich kann es da trotzdem gewisse Abweichungen geben, ich schreibe ja auch ganz bewusst in etwa und nicht exakt.
Es kann auch gute Gründe geben stärker davon abzuweichen, etwa wenn ein Negativelement Bestandteil des Okulares ist oder wenn das Okular sowohl über das 1,25“ als auch das 2“ Steckmaß verfügt.

Wer wie ich einen historisch entstandenen Okular Zoo hat, muss bei Okularwechsel regelmäßig nachfokussieren, und das ist der benötigte Weg keineswegs proportional zur Okular Brennweite.

Natürlich ist der Weg für das nachfokussieren nicht proportional zur Okularbrennweite denn das eine hat mit dem anderen schlicht nichts zu tun.
Der Abstand der Feldblende vom Anschlag des Okulares ist keine optische, sondern eine rein mechanisch konstruktive Frage.
Der Konstrukteur kann diesen Abstand Prinzipiell erst mal frei wählen wie es ihm gerade passt unabhängig von der Okularbrennweite.
Er muss nur das Gehäuse des Okulares dementsprechend gestalten und in dem Okulargehäuse die Hauptebene des Linsenpakets um den Betrag der Brennweite hinter der gewünschten Position der Feldblende positionieren.
Wie oben schon geschrieben kann es aber trotzdem gute Gründe für eine bestimmte Position der Feldblende in Bezug zum Anschlag geben.

Grüße Gerd
 
Hallo Andy,

Mein Kommentar sollte eher ein grober Richtwert sein -wobei der Einwand, dass die Okularbrennweite teilweise bereits im Okulargehäuse berücksichtigt ist, valide ist.

die Okularbrennweite wird bei Homofokaler Ausführung nicht nur teilweise sondern vollständig und exakt im Okulargehäuse berücksichtigt.
Nicht ohne Grund werden die Gehäuse einer Serie dann entsprechend länger.


Anders ist es nur bei Okularen mit Negativelement weil dieses genau wie eine Barlow vor dem Fokus sitzen muss.
Hier ist es dann anders rum.
Bei Okularen mit kurzer Brennweite hat das verbaute Negativelement einen hohen Verlängerungsfaktor so das hier in der Regel auch der Fokusabstand und damit der Abstand zur Feldblende größer ist so das hier dann kurze Brennweiten besonders lange Gehäuse haben.

Grüße Gerd
 
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