Celestron C8 gute Wahl für kleine Deep-Sky Objekte und Planetar/Mond Fotografie ?

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Sterno3000

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Servus, ich brauche euren Rat bezüglich der Teleskopwahl.

Aktuell Fotografie ich mit folgender Ausrüstung Deep-Sky Objekte:

- Zwo 585mc (hier Plane ich für Deep-Sky aber in absehbarer Zeit auf eine 2600mc umzusteigen)
- Lacerta 72ED mit einer Brennweite von 342mm F/4,7
- Zwo AM5 mit Carbon Stativ
- Zwo 30mm Leitrohr mit 120mm zum Autoguiding

Jetzt möchte in aber ein Teleskop mit mehr Brennweite für kleine Galaxien, Nebel aber auch Planeten und Mondfotografie.

Jetzt habe ich hier im Forum ein gebrauchtes Celestron C8 XLT OTA gefunden. Das Teil hat bei einer Brennweite von 2000mm ein Öffnungsverhältnis von F/10 und wäre für Mond/Planeten super. Mit einem 0,63 Reducer komm ich auf ca. 1260mm Brennweite und F/6,3 was für Deep-Sky gut wäre.

Was sagt ihr dazu, wäre der C8 eine gute Wahl ?

MFG

 
Hallo MFG,

ich liebe mein C8 für kleine Objekte, betreibe aber keine Astrofotografie, sondern nur EAA.

Der Nachteil vom C8 ist einerseits das kleine Bildfeld: bei meiner ASI 294 habe ich mit Reducer schon eine kräftige Vignettierung, die ich über Flats rausrechnen muss. Für Kameras mit größerem Sensor ist das C8 IMHO nicht wirklich ideal.

Zweitens neigen die SCTs zu Koma, das heißt wenn C8 für Astrofotografie, dann das C8 EdgeHD nehmen, das einen Korrektor hat und möglichst bei f/10 bleiben. Damit kann man ganz gute Ergrbnisse erzielen.

CS.Oli
 
@VisuSCor Danke für die Rückmeldung. Der gebrauchte C8 den ich im Blick haben, hat einen 0,63 Reducer mit Korrektur dabei und laut Celestron ein "korrigiertes, vignettierungsfreies Gesichtsfeld von 24 mm Durchmesser".

 
Hallo,

1260 mm ist für Deep Sky ok, wenn nicht die ganz großen Objekte abgelichtet werden sollen. Aber da kann man ja auch Mosaike machen. Was den Reducer angeht, so kann ich aus meiner SCT-Zeit (ich hatte ein C6 und ein C9.25) sagen, dass ich nur mit dem Starizona 0.63 SCT Corrector wirklich glücklich war. Der ist super, aber halt auch super teuer. Manchmal findet man sie auch gebraucht, bei dem Teil macht man definitiv nichts falsch. Die anderen Korrektoren der 130-EUR-Klasse hatten in den Ecken (bei einer ASI 294 MC pro) derart schlechte Sternabbildungen, dass ich immer gecroppt habe. Das ist bei einem größeren Sensor wie der 2600MC natürlich entsprechend extremer und es ist schade um die größere Sensorfläche, die außen quasi nicht nutzbar ist. Aber man kann damit ja mal anfangen. Ich hatte auch erst einen Celestron 0.63 Reducer.

Wie hier schon gesagt wirst du mit der 2600MC auch deutliche Vignettierung bekommen, vor allem bei f/6.3, was aber durch Flats noch kompensierbar sein sollte. Das 9.25 konnte bei f/6.3 und einer ASI 294 MC pro perfekt korrigiert werden. Mit der größeren 2600MC wird es stärker, sollte aber noch korrigierbar sein.

CS
Bernd
 
Hallo zusammen,

rein aus Neugierde an die C8 XLT Besitzer, welche vielleicht mit APS-C arbeiten: Wenn vignettierungsfreies aber auch korrigiertes Gesichtsfeld von gerade mal 24 mm Durchmesser geboten wird, wie sieht das dann mit den 28,3 mm Diagonale der ASI2600 aus? Hat da jemand Beispiele wie die Ecken aussehen?
 
Also wenn ich das jetzt richtig Verstanden habe:

Mit der 585mc wäre es durchaus eine mögliche Kombination, da der Sensor kleiner ist als das Gesichtsfeld des Teleskops. Mit der 2800mc wäre es problematisch, da das Gesichtsfeld vom Teleskop kleiner ist als der Sensor der 2600mc.

Gut das ich nachgefragt habe, als Anfänger hatte ich das mit der Sensorgröße und Gesichtsfeld des Teleskop überhaupt nicht auf dem Schirm.
 
ich hab noch ne ASI533, die müsste von der Sensorgröße optimal sein. Hab sie aber noch nie am C8 gehabt. Von der Pixelgröße ist halt die ASI294 besser...

CS.Oli
 
Hallo Sterno , ( Deinen richtigen Namen, habe ich leider nicht gesehen )

mit einem C8 SC XLT, einer asi294mc Pro und einem starizona 0,63 reducer fotografiere ich und damit kann man, meiner Meinung nach, schöne und qualtitativ gute Fotos machen. Entscheidend ist aber, wie auch schon von Anderen geschrieben, die Verwendung des starizona reducer.
Mit dem kommst Du nahe an die Qualität eines C8 Edge Teleskops.
Mit dem starizona corrector/ reducer habe ich vignettierungsfreie Fotos. Der stariz. Corrector reduziert die Brennweite beim C8 SC nicht um 0,63, sondern um 0,68 und ist hervorragend - leider aber auch teuer.
Aus meiner Sicht macht die asi294mc zusammen mit dem C8 SC am meisten Sinn, da Du eine Pixelgröße von relativ großen 4,63 hast. Damit ist die asi294mc pro besser verwendbar bei der Brennweite, als eine asi2600mc pro mit 3,75 - auch wenn das manche trotzdem machen. Siehe auch astronomy tools - ccs suitability.....
Du kommst mit der asi294mc und dem C8 auf eine Bildauflösung von 0,7" gerechnet mit 0,67 reducer, d.h. Dein guiding müsste unter 0,7 bleiben. In der Praxis fotografierst Du damit eh schon voll im Seeing und benötigst ein sehr gutes guiding. Auch wenn die AM5 vielfach gelobt wird, aber damit kann es schon eng werden...
Kameras mit kleinerer Pixelgröße fallen damit sinnvollerweise sowieso heraus.

Letzendlich muss das gebrauchte C8 in Kombi mit eine starizona reducer preislich sehr interessant sein, andernfalls würde ich auf ein C9.25 Edge gehen und bei diesen Brennweiten evtl. auch die Montierung tauschen. Vermutlich schreien jetzt gleich ein paar andere Am5 User auf....aber dauerhaft, wie dagelegt, wirst Du bei diesen Brennweiten mit der AM5 wohl immer wieder mal an Grenzen stoßen - gleichwohl die Verwendung nicht ummöglich ist.

CS
Christian
 
Danke für die Rückmeldungen, die Kombi aus C8 und 2600mc habe ich jetzt für mich verworfen.

Aber jetzt nochmal zum Verständnis für mich als Anfäger:

Ich entscheide mich z.b für ein 200/800 F/4 Newton. Dieses Teleskop hat ein Auflösungsvermögen von 0,66". Heißt die kombination aus Brennweite und Pixelgröße sollte optimalerweiße bei 0,66"/pixel liegen. So würde ich das Auflösungsvermögen der Teleskop perfekt ausnutzen. Ist die Kombination >0,66"/pixel geht es ins Undersampling und ich verschenke feine details. Ist die kombination <0,66"/pixel geht es ins Oversampling und ich gewinne keine details dazu da ich mit 0,66"/pixel das Auflösungsvermögen schon komplett ausgereizt habe.

Und bezüglich Guiding: Das Guiding muss dann auch mit Tot 0,66" oder besser laufen. Läuft es schlechter gehen wieder details verloren. Das Guiding selber ist von vielen faktoren abhängign wie z.b Qualität der Montierung, Standfestigkeit, Guidingparameter, Genauigkeit der Einnordung und vorallem dem Seeing.

Hab ich das richtig Verstanden, ihr könnt mich gerne korrigieren.
 
Hab ein C11 mit den F 6,3 Starizona Reducer und schon eine Vignettierung an den Ecken
hab eine Touptek 2600c ist vom Chip her ,wahrscheinlich wie die Asi 2600...
ich bring die mit der Software fast weg das man es kaum mehr sieht... (PS)
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mit einem C8 SC XLT, einer asi294mc Pro und einem starizona 0,63 reducer fotografiere ich und damit kann man, meiner Meinung nach, schöne und qualtitativ gute Fotos machen.

Hallo Christian,

ich hab das Gefühl, dass es beim C8 eine recht große Streuung bei der Qualität der Optiken gibt. Ich wäre ja bereit, mir einen Starizona Reducer zuzulegen, frage mich aber, ob sich das für mein spezielles C8 lohnt.

Hast Du ne Idee oder Infos, wie man das überprüfen könnte?

CS.Oli
 
Hallo Oli,

da hast Du sicher Recht, es gibt anscheinend schon eine größere Qualitätsstreuung bei den C8. Meinen habe ich bei einem bekannten Astrogeschäft überprüfen lassen und das Glück gehabt, einen guten erwischt zu haben. Das wäre eine Variante der Möglichkeit und sicherlich kann man das selbst auch überprüfen, da bin ich aber kein Experte hierfür.......am besten die Techniker in diesem Forum mal fragen.
Zum starizona reducer benötigt man auch die richtige Abstandshülse von starizona......sonst wird das nichts. Also vorher sein C8 auf Qualität testen und dann kann man immer noch Geld für den stariz. reducer und Abstandsring ausgeben...

@ Sterno
Danke für die Rückmeldungen, die Kombi aus C8 und 2600mc habe ich jetzt für mich verworfen.

Aber jetzt nochmal zum Verständnis für mich als Anfäger:

Ich entscheide mich z.b für ein 200/800 F/4 Newton. Dieses Teleskop hat ein Auflösungsvermögen von 0,66". Heißt die kombination aus Brennweite und Pixelgröße sollte optimalerweiße bei 0,66"/pixel liegen. So würde ich das Auflösungsvermögen der Teleskop perfekt ausnutzen. Ist die Kombination >0,66"/pixel geht es ins Undersampling und ich verschenke feine details. Ist die kombination <0,66"/pixel geht es ins Oversampling und ich gewinne keine details dazu da ich mit 0,66"/pixel das Auflösungsvermögen schon komplett ausgereizt habe.

Und bezüglich Guiding: Das Guiding muss dann auch mit Tot 0,66" oder besser laufen. Läuft es schlechter gehen wieder details verloren. Das Guiding selber ist von vielen faktoren abhängign wie z.b Qualität der Montierung, Standfestigkeit, Guidingparameter, Genauigkeit der Einnordung und vorallem dem Seeing.

Hab ich das richtig Verstanden, ihr könnt mich gerne korrigieren.

Das Ziel sollte sein, irgendwo bei 1" Auflösung bei der klassischen Deep Sky Astrofotografie zu landen und damit die Anforderungen an das Guiding und Seeing zu entschärfen. Wenn Du da deutlich darunter liegst, wirst Du bei vielen Moniterungen und Wettersituationen Probleme bekommen.
Der Sprung vom C8 auf einen Newton ist schon groß....am besten mal überlegen, was Du erreichen möchtest und welche Objekte Dich am meisten interessieren. Die Seite astronomy.tools hat mir bei der Auswahl der passenden Kamera zu meinem Wunsch Teleskop damals sehr geholfen und dann funktioniert auch alles einwandfrei...

VG
Christian
 
Ich bin ja 04/2023 mit der 585mc und dem 72ED ins EAA eingestiegen. Und dafür ist diese Kombination wirklich super. Nur hat mich nach einem Monat der Ehrgeiz gepackt und bin nahtlos in die Fotografie übergegangen. Man kann mit der 72ED+582mc ordentliche Deep-Sky Bilder produzieren (ich hänge euch welche an) und für sich sind das einwandfreie Produkte. Allerdings bin ich mit der Kombo nicht so richtig zufrieden. Mittelgroße Objekte wie IC405 passen Optimal ins Bild. Große Objekte wie Andromeda oder der Herz-Nebel passen nicht ins Bild weswegen ich mit Mosaik arbeiten muss (wovon ich kein Fan bin) und kleine Objekte wie M1 oder Ringnebel sind mir zu klein.

Jetzt stellt sich mir halt die Frage welche Kamera (mit Kühlung) und Teleskop ich nehmen sollte um große, mittlere und kleine Objekte möglichst gut abzudecken. Die 2600mc wäre meine Wunschkamera aber ob ich Sie mir Leisten möchte ist nochmal eine andere Frage, ich wäre also auch für andere Sensoren offen.
 

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Moin,

wie sieht es denn mit deinem Budget aus.
Sonst kann man ja alles von bis empfehlen.

Ich habe immer das Gedühl, dass man eigentlich alles nur mit 3-4 Teleskopen abdecken kann.
Das kann / möchte sich aber nicht jeder leisten oder es fehlt an Platz...

Durch einen größeren Sensor könntest du schon viel erreichen.
Gib mal hier dein Teleskop mit der Asi585 ein und vergleich das mal zB mit eienr Asi294 oder 2600:
Da bekommst du noch einiges mehr aufs Bild.


Vielleicht macht erstmal ein kleines Newton Teleskop für dich sinn.
Das 130PDS (130/650) von Skywatcher macht echt laune und hat, finde ich, ein gutes P/L Verhältniss (auch beim NP).
Wenn ich das Teleskop mit einer 585 oben in das Tool eingebe kann man M1 oder den Ringnebel schon recht gut abbilden.

Wenn du mehr ausgeben kannst / willst gibts natürlich auch andere Teleskope :D
Allerdings finde ich das 130PDS echt toll.


aber ob ich Sie mir Leisten möchte ist nochmal eine andere Frage,
Benutzt du eigentlich auch ein Asi Air?
Wenn nicht musst du ja nicht die 2600 nehmen.
Die Kameras von Touptek, Omegon... mit dem IMX571 bekommst du schon für ca. 1500-1600€.
Grüße
Brian
 
...Jetzt stellt sich mir halt die Frage welche Kamera (mit Kühlung) und Teleskop ich nehmen sollte um große, mittlere und kleine Objekte möglichst gut abzudecken. Die 2600mc wäre meine Wunschkamera aber ob ich Sie mir Leisten möchte ist nochmal eine andere Frage, ich wäre also auch für andere Sensoren offen.
Klar sollte man sich die ASI2600MC leisten. Bestelle sie direkt bei ZWO, kostet gesamt max. 1800€.
Und falls doch noch zu teuer, zumindest die ASI533MC Pro.
 
Naja, dann brauchst Du in erster Linie eine neue Kamera und kein neues Teleskop.....das ist aber nicht so schwer. Du installierst Dir am besten Stellarium auf Deinen Rechner, wenn nicht schon vorhanden, dann hinterlegst Du in der Datenbank Dein Teleskop und gibst die Daten der potentiellen neuen Kameras ein. Damit siehst Du was möglich ist und findest die passende neue Astrokamera.
Du könntest z.b. auch eine asi294mc pro, eine Allrounder Kamera, nehmen, dann wären Andromeda, IC1805 ..alle gut machbar. Die asi294mc pro kostet weniger wie die asi2600mc pro, hat größere Pixel, die Du dann in der Zukunft für ein möglich größeres Teleskop, wie ein C8 oder C9.25 ebenfalls gut verwenden kannst.
Klar wären in diesem Fall die kleineren Pixel der asi2600mc pro besser für die kurze Brennweite, aber Du würdest mit der asi294mc pro trotzdem schöne Fotos machen können
 
Hab ein C11 mit den F 6,3 Starizona Reducer und schon eine Vignettierung an den Ecken
hab eine Touptek 2600c ist vom Chip her ,wahrscheinlich wie die Asi 2600...
ich bring die mit der Software fast weg das man es kaum mehr sieht... (PS)
Bild Anhang ein Einzelbild....
Schon mal überlegt den großen Reducer zu kaufen ? Der ist bei mir für das C11 geplant.
C8 und C9.25 werden zukünftig mit 0,63x Starizona betrieben. Schon alles gekauft, aber ich bin noch mit den Refraktoren beschäftigt.

Edit: sorry, Verlinkung war fehlerhaft.
 
Ich bin ja 04/2023 mit der 585mc und dem 72ED ins EAA eingestiegen. Und dafür ist diese Kombination wirklich super. Nur hat mich nach einem Monat der Ehrgeiz gepackt und bin nahtlos in die Fotografie übergegangen. Man kann mit der 72ED+582mc ordentliche Deep-Sky Bilder produzieren (ich hänge euch welche an) und für sich sind das einwandfreie Produkte. Allerdings bin ich mit der Kombo nicht so richtig zufrieden. Mittelgroße Objekte wie IC405 passen Optimal ins Bild. Große Objekte wie Andromeda oder der Herz-Nebel passen nicht ins Bild weswegen ich mit Mosaik arbeiten muss (wovon ich kein Fan bin) und kleine Objekte wie M1 oder Ringnebel sind mir zu klein.

Jetzt stellt sich mir halt die Frage welche Kamera (mit Kühlung) und Teleskop ich nehmen sollte um große, mittlere und kleine Objekte möglichst gut abzudecken. Die 2600mc wäre meine Wunschkamera aber ob ich Sie mir Leisten möchte ist nochmal eine andere Frage, ich wäre also auch für andere Sensoren offen.

Hi,

ich hatte in etwa denselben Werdegang wie du. Bin nur direkt in die Astrofotografie eingestiegen. Ich hatte auch die Überlegung in Richtung SCT. Mein Gedankengang geht aber nun eher in Richtung Newton. Der SCT hat für mich mehr Nachteile als Vorteile was die Abbildung und das Handling angeht. Das fängt mit der etwas aufwendigeren Kollimation an und mit der für mich weicheren Abbildung. Die Ecken/Sterne muss man auch erstmal in den Griff bekommen.

Es gibt für mich persönlich keine eierlegende Wollmilchsau. Es sind Kompromisse. Deswegen hab ich um ein genaues Bild zu bekommen bei Telescopius verschiedene Profile mit Teleskopen und Kameras angelegt. Damit kann man sehr schön sehen was genau benötigt wird um entsprechende Ziele abzubilden. Hilft ungemein bei der Wahl des richtigen Equipment.

Grundsätzlich bin ich der Meinung das man so oder so mehrere Teleskope braucht um alle Objekte abzudecken. Alternativ kauft und verkauft man sein Equipment.

Ich persönlich tendiere nun eher in Richtung eines zusätzlichen Newton. Wenn du gerne bastelst ist vielleicht ein Skywatcher Model wie zB. Quattro oder PDS eine Option. Hierfür gibt es mittlerweile auch jede Menge Tuning Möglichkeiten um die Abbildungsleistung nach und nach deutlich zu erhöhen > Backyard Universe

CS
Dominik
 
Also im Grunde brauche ich eine ordentliche Kamera und 2-3 verschiedene Teleskope ?.

Den 72ED/342mm könnte ich ja mit einem größeren Sensor auch für große Objekte nutzen. Ich brauch also dann noch ein mit deutlich mehr Brennweite für kleine Objekte und evtl. eins zwischendrinn für mittelgroße Objekte.

Über einen Newton habe ich auch schon nachgedacht. Hab hier ja einen 254/1200 Dobson von Skywatcher für die visuelle Beobachtung herumstehen. Allerdings habe vom Kauf eines weiteren Newton für die Fotografie bisher abgesehen. Da gibt es einfach zwei dinge die mich an einem Newton stören:

1. Die Justage: Man hat im grunde zwei Arbeitsschritte mehr. Zuerst die Vorjustage mit dem Laser und dann am Stern. Das ist halt Aufwand und Zeit die ich lieber in Lights stecken würde. Zudem bin ich ein Perfektionist und habe immer Zweifel ob ich das Teil jetzt gut Justiert habe oder ob da noch was geht, zumal mir da halt Referenzwerte fehlen um abzuschätzen ob das jetzt gut Justiert istz oder eben nicht. Und wenn ich mal an meine erste Grundjustage zurück denke, kriege ich ja schon Angstzustände. Habe damals 3 Wochen gebraucht bis ich die Grundjustage halbwegs hingekriegt habe, wobei ich bis heute nicht weiß ob die Grundjustage überhaupt gut ist.

2. Spikes: Ich weiß das manche diese Spikes toll finden, die durch die Fangspinne produziert werden. Ich finde sie aber unnatürlich und mich stören sie einfach im Bild.

Aber ich glaube, ich komm um einen Newton für die Fotografie nicht herum.
 
Hallo an alle Mitleser und Diskutierer, vor allem aber an Foxi und Sterno3000:
Ich stelle hier ein unbeschnittenes Bild aus einer Serie von Aufnahmen vor das ich mit meinem C11 / GiantEasyGuider und der Canon EOS 600D gemacht habe. Belichtung 240sec bei 1600 ASI, man sieht nur eine minimale Vignettierung.
Das zeigt, dass die Kombi auch sehr gute Bilder liefert.
Wobei natürlich ein C11 schon mal in Puncto Gewicht ein anderes Kaliber ist und eine dementsprechende Montierung darunter braucht.#

Gruß hanswerner
ngc891-web.jpg
 
Moin,

Also im Grunde brauche ich eine ordentliche Kamera und 2-3 verschiedene Teleskope ?
Theoretisch, wenn man das auch will.
Es gibt auch Lösungen die viel vereinen wollen.
zB

Da hast du „alles“ von 270-600mm in einem Teleksop.
So schlecht soll es auch gar nicht sein. Aber wenn du Perfektion suchst ist es das nicht. (Denke ich)

Bei mir sieht es momentan so aus:
420mm Apo (mit Reducer 336mm)
650mm Newton

Das Apo wird ersetzt durch (vermutlich) ein Fra 300 Pro mit 300mm.
Außerdem wird vermutlich auch noch ein Samyang 135mm kommen und ein C8.
Habe dann 4 Teleskope wobei das C8 ehr visuell oder für Planeten genutzt werden soll.
Allerdings denke ich auch darüber nach das Newton durch einen 600-700mm Apo zu ersetzten.

So ein f5 Newton ist nicht so empfindlich.
Ich kontrolliere vor jeder Aufnahme und justiere ggf. nach.
Da muss ich aber meist nur an den Hauptspiegel. Das geschieht in wenigen Sekunden und alles passt wieder.
Wenn du einen guten Laser hast (zB der Baader Laser) dann gibts da eigentlich wenig probleme.
Am Stern mache ich nichts mehr.
Bei nem SC müsstest du auch justieren.
Letztendlich hast du da das gleiche "Problem".
Dann ist en Newton nichts für dich :D
Es gibt zwar Mak Newtons ohne Streben, aber die sind schwer, brauchen lange zum auskühlen und viele sagen, dass die schwerer zum justieren sind.
Habe so ein Teil aber noch nie gesehen bzw. benutzt.


Von Askar gibt es die PHQ Serie (grün) die können einmal komplett ohne Reducer o.ä. genutzt wurden und oft gibts dann noch einen reducer dazu.
Dann hast du auch zwei Brennweiten in einem Teleskop.
Es gibt von Askar auch die EDT Apo Serie (orange).
Bei denen gibts meist 2 verschiedene Reducer und einen Flattener.
Mit denen könntest du also auch viel abdecken.

Wenn du sagst, dass die Justage eines Teleskops dir keinen Spaß macht bzw. du nicht so gut damit klar kommst bleiben ja nur Apos für dich.
Ist halt die Frage was du möchtest.


Grüße
Brian
 
Hallo an alle Mitleser und Diskutierer, vor allem aber an Foxi und Sterno3000:
Ich stelle hier ein unbeschnittenes Bild aus einer Serie von Aufnahmen vor das ich mit meinem C11 / GiantEasyGuider und der Canon EOS 600D gemacht habe. Belichtung 240sec bei 1600 ASI, man sieht nur eine minimale Vignettierung.
Das zeigt, dass die Kombi auch sehr gute Bilder liefert.
Wobei natürlich ein C11 schon mal in Puncto Gewicht ein anderes Kaliber ist und eine dementsprechende Montierung darunter braucht.#

Gruß hanswerner
Den Anhang 382017 betrachten
Ich bin mit dem C11 auch zufrieden, aber oft wünscht man sich mehr Weitwinkel.... hab dafür ein 72er 432 Apo .....
und Vignettierung bei F10 ist eigentlich gar nicht zu sehn, nur mit Reducer.... was ich aber "gut" wegkaschieren kann ....
 

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1. Die Justage: Man hat im grunde zwei Arbeitsschritte mehr. Zuerst die Vorjustage mit dem Laser und dann am Stern. Das ist halt Aufwand und Zeit die ich lieber in Lights stecken würde. Zudem bin ich ein Perfektionist und habe immer Zweifel ob ich das Teil jetzt gut Justiert habe oder ob da noch was geht, zumal mir da halt Referenzwerte fehlen um abzuschätzen ob das jetzt gut Justiert istz oder eben nicht. Und wenn ich mal an meine erste Grundjustage zurück denke, kriege ich ja schon Angstzustände. Habe damals 3 Wochen gebraucht bis ich die Grundjustage halbwegs hingekriegt habe, wobei ich bis heute nicht weiß ob die Grundjustage überhaupt gut ist.
Bei dem SCT ist es nicht anders. Der braucht auch Kollimation und wie ich hier im Forum öfters gelesen hab am besten am Stern. Der Aufwand gegenüber einem APO bzw. die Fehlerquellen werden mehr. Das mit der Kollimation ist halt ein Lernprozess wie bei allem in der Astrofotografie. Spikes sind jetzt auch nicht so mein Ding aber dafür gefällt mir die Farbgebung und die Schärfe beim Newton besser.

Hilfe bekommt man hier auch immer. Ich mache mir da keine Sorgen mit Tipps und Hinweisen das hinzubekommen. Im übrigen läuft der Himmel auch nicht weg.

Einen Tod muss man sterben. APOs mit hoher Brennweite sind halt extrem teuer.

CS
Dominik
 
Ich habe mir zusätzlich zum C11 noch eine günstige Variante zugelegt. Einen Skywatcher 150/750mm, dazu den Baader Kontrast Booster. Mit der Kombi lässt sich auch was anfangen. Klar, wer auf nadelfeine Sternabbildung und Farbreinheit steht, für den ist das nichts.
Da wäre ein APO (ich habe noch den TS 115/800mm von TS) definitif die bessere, aber auch teuerere Wahl.
Wie auch immer, mit steigender Qualität und Öffnung, desto mehr Euronen werden fällig. Ist eine Frage des Anspruches von jedem einzelnen...

CS

hanswerner
 
Also ich denk, es wird dann wohl ein Newton. Ein Refraktor wäre mir lieber, aber die sind bei der Öffnung und Brennweite die ich suche einfach zu teuer.

Und zur Justage, naja kein Fan von. Aber wie eine Grundjustage funktioniert weiß ich ja mittlerweile und mit der Justage vor der beobanchtung komme ich mittlerweile auch klar seit dem ich einen Barlow-Justagelaser nutze.

Mit den Spikes werd ich wohl klar kommen müssen, die kann man ja aber mit so einem Blendenring verkleinern. Und in Zeiten von A.I und K.I kommt vielleicht irgentwann mal ein Tool für Pixinsight, mitdem man die Spikes entfernen kann.

Nur ist die frage jetzt, welcher Newton. Von der Öffnung würde ich 150mm oder sogar ehr 200mm wünschen. Brennweite sollte schon bei 800mm-1000mm+ liegen. Zudem sollte der Newton schon eine ordentliche Qualität haben. Der 254 Flextube von Skywatcher ist jetzt nicht so der bringer, für die visuelle Beobachtung völlig ok aber für die Fotograife muss da mehr sein. Hab das Teil ja mal komplett zerlegt. Der Lack ist super empfindlich und die Schrauben sehr schnell Rund. Der OAZ ist so naja und die Mechanik zum Verstellen von Fangspiegel und Hauptspiegel ist auch nur OK.
 
Also ich denk, es wird dann wohl ein Newton. Ein Refraktor wäre mir lieber, aber die sind bei der Öffnung und Brennweite die ich suche einfach zu teuer.

Und zur Justage, naja kein Fan von. Aber wie eine Grundjustage funktioniert weiß ich ja mittlerweile und mit der Justage vor der beobanchtung komme ich mittlerweile auch klar seit dem ich einen Barlow-Justagelaser nutze.

Mit den Spikes werd ich wohl klar kommen müssen, die kann man ja aber mit so einem Blendenring verkleinern. Und in Zeiten von A.I und K.I kommt vielleicht irgentwann mal ein Tool für Pixinsight, mitdem man die Spikes entfernen kann.

Nur ist die frage jetzt, welcher Newton. Von der Öffnung würde ich 150mm oder sogar ehr 200mm wünschen. Brennweite sollte schon bei 800mm-1000mm+ liegen. Zudem sollte der Newton schon eine ordentliche Qualität haben. Der 254 Flextube von Skywatcher ist jetzt nicht so der bringer, für die visuelle Beobachtung völlig ok aber für die Fotograife muss da mehr sein. Hab das Teil ja mal komplett zerlegt. Der Lack ist super empfindlich und die Schrauben sehr schnell Rund. Der OAZ ist so naja und die Mechanik zum Verstellen von Fangspiegel und Hauptspiegel ist auch nur OK.
Die Lacerta Newton werden so gepriesen.... weis nicht ob es in deine Preisvorstellung passt...
 
Die Lacerta Newton werden so gepriesen.... weis nicht ob es in deine Preisvorstellung passt...
Das der Newton von Lacerta gut sein soll kann ich mir gut vorstellen, bin mit meinem 72ED von Lacerta top zufrieden. Allderdings sind 2400€ zu viel fürs erste.

Wie sieht es mit dem Skywatcher 200/800 Quattro aus ?. Der OAZ soll jetzt nicht der bringer sein aber ich plan eh einen EAF zu nutzen.
 
Moin,

die Skywatcher Newton sind echt gute Geräte für den Preis. Viel mehr gibts ja in der Preisklasse auch nicht.
Egal ob die f5 oder f4.
Allerings muss man an den Teleskopen mindestens einen Blendring einbauen.
Das bringt enorm viel.
Auch andere Tuningmaßnahmen wie den Tubus von innen mit Velour auskleiden oder einige Teile im Strahlengang mit Antirefelxfarbe streichen.
Dann hast du echt ein richtig gutes Teleskop.

Was dir auch bewusst sein muss ist, dass ein f4 Newton nochmal "schwerer" einzustellen ist als ein f5.

Grüße
Brian
 
Hi,

hier im Forum nutzte einige verschiedene Quattro's. Eventuell kannst du bei denen mal nachfragen wie die Erfahrungen so sind. Insbesondere kann man auch nachfragen welche Teile man unbedingt zuerst "tunen" sollte. Ich denke da kann man für das erste Preis/Leistungstechnisch nicht viel falsch machen.

OAZ kann man ja immer noch austauschen und ggf. für eine geringe Summe den Tubus irgendwann durch Carbon austauschen. Dann ist der Quattro sicherlich ein sehr gutes Teil.

Quattro Forum

Blendenringe usw. gibt es zb. hier. Auch ein paar Beispielbilder was nach dem Tuning mit dem Teleskop so möglich ist. Ich finde das schon sehr ermutigend für das Geld.

Backyard Universe

Videos zum Quattro Tuning und Umbau findest du zB. bei YT. Cuiv hat nach seiner Anschaffung einige Videos rausgebracht.

Skywatcher Quattro 150P

CS
Dominik
 
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