Equipment für 130/650 Newton

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Daniha

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Hallo,

Ich habe, wie schon im Titel erwähnt, seit kurzem einen Newton Spiegelteleskop von Skywatcher.

Öffnung: 130mm
Brennweite: 650mm
Montierung: AZ Pronto, azimutales Stativ ohne GoTo (im Set enthalten)
Sucher: Laserpunkt (war auch im Set enthalten)
Okulare: 25mm Superweitwinkel, 10mm Weitwinkel (auch dabei gewesen)

Nun habe ich in meinem übermäßigen Enthusiasmus folgendes Equipment dazubestellt:

- Barlowlinse 3x (Omegon 3x Barlowlinse, achromatisch, 1,25")
- Plössl Zoom Okular 7-21mm (Omegon Super Plössl Zoomokular 7-21mm APO 1,25")
- Sonnenfilter (Omegon Sonnenfilter 130mm)
- Okularfilter universell (Omegon Premium Skylum Filter 1.25'')

Habe ich mich hier mit der Ausrüstung bei dem Teleskop übernommen?

Beim Ausprobieren am Jupiter musste ich feststellen, dass alles sehr unscharf ist. Kann aber auch daran liegen, dass ich das Teleskop vielleicht bei -5°C zu kurz draußen stehen ließ, immerhin flimmerte der Blick schon sehr deutlich. Vor meinem Balkon steht auch eine Straßenlaterne und im Hintergrund leuchtet die Stadt schön orangen. Allerdings konnte ich mit dem 10mm Okular beim ersten Probieren bereits die Streifen am Jupiter erkennen. Nun erkenne ich nurnoch einen leuchtenden weißen Punkt den ich kaum scharf kriege.

Ist es möglich, dass ich den Spiegel nach paarmal probieren schon kollimieren muss? Was würdet Ihr mir hier empfehlen? Ein Justier-Okular oder einen Laser-Justierer?

Gibt es nützliche Tipps die ich anwenden sollte bei meinen gelegentlichen Beobachtungen?


Vielen Dank schonmal falls sich jemand die Zeit nimmt und mir helfen könnte.

mfg
Daniel
 
Servus Daniel,

Zum Teleskop und der Montierung kann ich nicht viel schreiben, beides kenne ich nicht. Mit einem 130mm Newton kannst du aber schon einiges beobachten.

Eine Barlowlinse verwende ich selbst nicht und ich würde mir auch keine anschaffen. Anstatt mit einer Barlowlinse mit den vorhandenen Okulare die Vergrößerung abzustufen verwende ich für das Teleskop passende Okulare.

Dieser Sonnenfilter hat nur eine kleine Öffnung. Damit verschenkst du die Auflösung von deinem Teleskop. Ich würde entweder einen Sonnenfilter erwerben, bei dem die Öffnung vom Filter über die gesamte Öffnung vom Teleskop geht, oder mir mit der Baader AstroSolar ND 5.0 (visuelle Filterfolie) einen Sonnenfilter für das Teleskop bauen, der die gesamte Öffnung vom Teleskop nutzt.
Bauanleitungen dafür gibt es entweder auf der Verpackung der Baader Filterfolie oder zur genüge hier im Forum.

Würde ich mir ebenfalls nicht zulegen und zunächst ohne Filter beobachten.

Beim Ausprobieren am Jupiter musste ich feststellen, dass alles sehr unscharf ist.
Das kann durchaus an den Bedingungen liegen.
Wenn du von einem Balkon aus beobachtest, eventuell über andere Häuser hinweg, kann es durchaus zu einer so unruhigen Luft kommen, das Objekte nicht mehr scharf zu bekommen sind. Ich kenne das von mir zuhause: Wenn ich mit dem ein und dem selben Teleskop von mir zuhause mitten im Ort beobachte, dann ist die Luftunruhe oder das Seeing so ausgeprägt, das ein Planet wie Jupiter nicht mehr scharf zu bekommen ist. Anders sieht es an meinem Plätzen in der Natur aus, die eine bessere Luftruhe bieten.

Vor meinem Balkon steht auch eine Straßenlaterne und im Hintergrund leuchtet die Stadt schön orangen. Allerdings konnte ich mit dem 10mm Okular beim ersten Probieren bereits die Streifen am Jupiter erkennen. Nun erkenne ich nurnoch einen leuchtenden weißen Punkt den ich kaum scharf kriege.
Die Lichtverschmutzung wirkt sich in der Planetenbeobachtung wenig aus. Die großen Planeten lassen sich auch gut bei Mondlicht beobachten. Die sind so hell, das die Lichtverschmutzung unerheblich ist.
Bleibt Jupiter nur ein weises Scheibchen, dann kann durchaus die Luftunruhe zu groß sein.

Ist es möglich, dass ich den Spiegel nach paarmal probieren schon kollimieren muss?
So heftig verstellen sich die Spiegel eigentlich nicht.
Zum schnellen Testen ob die Justierung vom Teleskop noch passt kannst du Polaris bei hoher Vergrößerung anpeilen. Bei leicht unscharf gestellten Stern sollten sich die "Beugungsscheibchen" zentrisch um den Stern legen.

Was würdet Ihr mir hier empfehlen? Ein Justier-Okular oder einen Laser-Justierer?
Da gibt es so viele Meinungen darüber, wie es Leute mit Teleskop gibt...
Zuhause verwende ich ein "Cheshire Justierokular". Draußen nach dem aufstellen vom Teleskop überprüfe ich noch mal mit einem Laser.

Gibt es nützliche Tipps die ich anwenden sollte bei meinen gelegentlichen Beobachtungen?
Zeit lassen!
Wichtig ist auch ein bequemer Einblick in das Teleskop.

Viele Grüße
Gerd
 
Hallo Daniel,
zwei wichtige Tips:
1. Kauf nicht einfach drauflos! Bei Händlern und in Katalogen ist alles toll und jedes Zubehör bereichert dich. Tatsächlich bereichert sich meist der Händler und der Nutzen für dich spielt keine Rolle.
2. Besuche einen Verein! Wenn du als Anfänger ohne Beratung irgendwas kaufst, was sich toll anhört, verschleuderst du nur dein Geld. Im Verein findest du die benötigte Beratung und es lässt sich gebraucht das eine oder andere Schnäppchen machen. Vor allem aber kannst du selbst durch verschiedene Fernrohre blicken und erkennst so, was du brauchst. Als nur gelegentlicher Beobachter reicht dir der Verein vielleicht schon. Das Hobby macht auch gemeinsam mit anderen mehr Spaß und letztlich musst du nicht alle Fehler selbst machen.
CS Harald
 
Hallo,

Vielen Dank für die Antworten.
Wäre es dann empfehlenswert das Barlow und Zoomokular zu ersetzen gegen ein oder zwei separate Okulare mit großzügigem Gesichtsfeld? Zum Beispiel 2,5mm (für max. Auflösung des Teleskops) und noch eine dazwischen (eventuell 5 oder 6mm?).

Sonnenfilter war dann wohl ein schlechter Kauf. Leuchtet mir absolut ein mit der Öffnung und geht mit zurück, wenn möglich.


mfg
Daniel
 
Hallo Daniel,

willkommen im Forum.

Stimme meinen Vorschreibern zu.

:y:
erst fragen, dann kaufen. Erspart Ärger.

Beim Ausprobieren am Jupiter musste ich feststellen, dass alles sehr unscharf ist.
Was hast Du ausprobiert?
Nur mit den vorhandenen Okular?
Vorhandene Okulare mit erworbenem Filter
Vorhandene Okulare mit erworbener Barlow?
Vorhandene Okulare mit erworbener Barlow und Filter?
Erworbenes Zoomokular?
Erworbenes Zoomokular mit erworbenem Filter?

Bei einzel Okularen musst Du bei jedem Wechsel neu fokussieren.
Über Barlow muss auch neu fokussiert werden.
Bei Filtereinsatz auch.
Beim Zomm nicht. Höchstens minimal.

Dann spielen natürlich auch die erwähnten Bedingungen mit rein.

Da gibt es so viele Meinungen darüber, wie es Leute mit Teleskop gibt...
:y:
Für gelegentliches beobachten würde auch die berühmte Filmdose mit Loch helfen.
Wenn der Newton nur gelegentlich auf dem Balkon genutzt wird, machen die paar Meter bis dahin nicht viel aus. Anders ist es wenn Du ihn mit dem Auto öfter auf den Acker transportierst. Da sollte man regelmäßig überprüfen.

dass ich das Teleskop vielleicht bei -5°C zu kurz draußen stehen ließ,
Auch ein Newton muss auskühlen.
Habe ich gestern selbst gemerkt. Spontan aufgebaut, kaum ausgekühlt, da muss man sich damit abfinden öfter neu zu fokussieren. Hat sich dann nach 30 bis 45 Minuten gegeben.
 
Hallo Daniel,
ich hatte selbst lange einen Skywatcher 130PDS, 5" | f/5 | um damit mit EAA zu beginnen. Davor hatte ich einen Celestron 130SLT Newton. Beide Teleskope haben sehr viel Freude gemacht und waren ....
Ist es möglich, dass ich den Spiegel nach paarmal probieren schon kollimieren muss? Was würdet Ihr mir hier empfehlen? Ein Justier-Okular oder einen Laser-Justierer?
... über viele Monate Kollimations-stabil. Ich denke nicht, dass hier das Problem liegt.

Beim Ausprobieren am Jupiter musste ich feststellen, dass alles sehr unscharf ist.
Hattest Du den passenden Okular-Adapter mit dem Okular verwendet? Im Normalfall ist für die visuelle Beobachtung bei diesen Newton eine Art "Verlängerungshülse" nötig. Das wird gerne am Anfang übersehen und ohne diesen Adapter kommst Du nicht in den Fokus.

Servus - MünchenBeiNacht - Ewald
 
Hallo,

Zum Beispiel 2,5mm (für max. Auflösung des Teleskops) und noch eine dazwischen (eventuell 5 oder 6mm?).
Das 2,5mm Okular ergibt eine viel zu hohe Vergrößerung, die du kaum mehr sinnvoll nutzen kannst.
Mit dem 2,5mm Okular hättest du eine Vergrößerung von 260x bei einer Austrittspupille von 0,5mm.

Es ist eigentlich besser, nicht rein über die Vergrößerung zu gehen, sondern den Vergrößerungsbereich mit der Austrittspupille zu berechnen. Die Austrittspupille ist das runde Lichtbündel das dass Okular verlässt.
Für die Übersicht kann mit einer größten Austrittspupille (AP) von sechs bis sieben Millimeter gerechnet werden. Für die höchste nach sinnvolle Vergrößerung eine AP von 0,7mm. Alles was kleiner ist als die 0,7mm wird meist nicht mehr scharf abgebildet. Es ist dann eine leere Vergrößerung die keinen Gewinn an Details bringt. Der theoretische Wert von einer AP von 0,5mm, in deinem Fall einer Vergrößerung von 260x ist in der Praxis kaum mehr sinnvoll anwendbar.

Die Austrittspupille berechnet sich Spiegel/Objektivdurchmesser geteilt durch Vergrößerung.
Unter eine AP von einem Millimeter zu gehen macht nur selten Sinn, dazu müssen die Bedingungen passen. Ein fünf Millimeter Okular ergibt eine Vergrößerung von 130x bei einer AP von einem Millimeter. Das würde ich für den Anfang als höchste Vergrößerung ansetzen.

Viele Grüße
Gerd
 
Wäre es dann empfehlenswert das Barlow und Zoomokular zu ersetzen
man kann schon mit Barlow arbeiten. Das Problem dabei, gute Barlows sind teuer. Gleiches gilt für Zoom-Okulare.

Zum Beispiel 2,5mm (für max. Auflösung des Teleskops) und noch eine dazwischen (eventuell 5 oder 6mm?).
Mit Auflösung meinst Du die Vergrößerung, oder?
Mit 2,5mm bist Du in der rechnerischen Maximal-Vergrößerung. Kann man machen, muss man aber nicht.
Die Förderliche-Vergrößerung bei Deinem Teleskop liegt bei ca. 185-fach.

Da war Gerd schneller und hat es erklärt.
 
Ein einziges kleines Büchlein für 20€ würde so vielen Menschen Fehlkäufe im hohen dreistelligen Bereich ersparen.
Autos benutzt man doch auch erst NACHDEM man einen Führerschein hat.
Warum ist man bereits in Besitz von Teleskop, Okularen und Barlows und muss dann erstmal grundlegendste Dinge wie AP erklärt bekommen?
Man informiert sich doch, wenn man viel Geld ausgeben will.

LG
Olli
 
Ein einziges kleines Büchlein für 20€ würde so vielen Menschen Fehlkäufe im hohen dreistelligen Bereich ersparen.
Autos benutzt man doch auch erst NACHDEM man einen Führerschein hat.
Warum ist man bereits in Besitz von Teleskop, Okularen und Barlows und muss dann erstmal grundlegendste Dinge wie AP erklärt bekommen?
Man informiert sich doch, wenn man viel Geld ausgeben will.
;)
 
Moin,

erstmal herzlichen Glückwunsch zu dem Teleskop.
Ich habe auch ein 130/650 Newton (das von Ewald :D ).

Zur Kollimation:
Das 130er Newton ist da eigentlich nicht so empfindlich.
Ich würde mir einen Laser besorgen um das zu prüfen.
Eine leicht abweichende Kollimation ist jetzt auch nicht so schlimm.
Ich fotografiere an dem Newton mit einem APSC Sensor (recht großer Sensor).
Da sollte man öfters prüfen.
Bei kleineren Sensoren oder der visuellen Beobachtung macht das nicht so viel aus.
(Jedenfalls so meine Erfahrung)
Hol dir aber keinen billigen Laser. Die lassen sich oft nicht gut einstellen...
Wenn du wirklich das ganze System neu einstellen musst brauchst du noch andere Hilftmittel. Der Laser alleine reicht da nicht.

Ich schließe micch den anderen an.
3x Barlow taugt nichts.
Eine Barlow würde ich nicht visuell nutzen (außer sie ist extrem hochwertig und bringt dich nicht in sinnlose Vergrößerungen).
Auch den Filter würde ich weglassen.
Bei dem Preis weiß ich nicht ob der so gut ist und ob du den überhaupt brauchst.
Ich habe noch nie mit einem Filter beobachtet und war immer sehr zufrieden.

Zu den Okularen:
Sind natürlich nicht die besten.
Zoom ist immer so eine Sache, grad in dem Preisbereich.
Du glaubst nicht wie viel einigermaßen gute Okulare ausmachen.
Ein (mehrere) gutes Okular wird dir mehr bringen als die meisten Filter.


Mein Tipp:
Kauf nicht bei den Händlern, grade bei den günstigeren Produkten werden oft Versprechungen gemacht die nicht stimmen.
Ich würde gebraucht kaufen.
Grade bei Okularen geht das ohne große Gefahr.
So kannst du dich ausprobieren und hast kein so großes Loch im Geldbeutel wie beim Neukauf.
Die meisten Teile kannst du dann auch ohne großen Verlust wieder verkaufen.

Grüße
Brian
 
Hallo,

Danke euch für das viele nützliche Feedback und die Tipps.
Hab‘ das ganze Zeug jetzt zurückgeschickt und werde mich mal mehr einlesen.

Ich würde den Tipp mit einem guten Okular aufgreifen und mal eine gute Linse gebraucht zu kaufen und mal auszuprobieren was passt. Dazu hätte ich eine Baader Hyperion 5mm gefunden. Die Meinungen im Internet sind durchwegs ganz gut für dieses Okular.


mfg
Daniel
 
Hallo,

Danke euch für das viele nützliche Feedback und die Tipps.
Hab‘ das ganze Zeug jetzt zurückgeschickt und werde mich mal mehr einlesen.

Ich würde den Tipp mit einem guten Okular aufgreifen und mal eine gute Linse gebraucht zu kaufen und mal auszuprobieren was passt. Dazu hätte ich eine Baader Hyperion 5mm gefunden. Die Meinungen im Internet sind durchwegs ganz gut für dieses Okular.


mfg
Daniel
Hallo,
Ich lese bei dir ein klassischer Fall von "Pferd von hinten aufzäumen".
Du steigerst dich in Dinge ein, die erst mal später dran kommen. Du hast, oder hattest ein Teleskop mit Okularen, mit dem du ich erst mal reinfuchsen kannst. Wenn ich in deinem ersten Beitrag lese, das du alles unscharf siehst und nicht mit der Basic, dem Grundwissen zurecht kommst, dann mach dir mal keine Gedanken um Okulare usw.
Lerne erstmal die Grundlagen. Such dir eine Sternwarte, lass dir alles erklären und vorführen.
Hast du den Newton auch zurückgeschickt? Wenn nein, dann arbeite als ersten Schritt mit diesem und den beiligenden Okularen. Wenn du nicht mal mit den kleinen Vergrößerungen (Okularen) zurechtkommst, dann lass erst mal die Gedanken mit 5mm usw. Das geht erst recht voll in die Hose.

PS:
Ich schreibe hart, meine es aber nur gut. Die Weichspühlerei bringt dich nicht weiter.
 
Hallo Daniel,

das ist der richtige Weg.
Lies Dich ein und wenn Verständnisprobleme oder ähnliches auftauchen, einfach hier Fragen. Dafür ist das Forum da.

Ich würde den Tipp mit einem guten Okular aufgreifen und mal eine gute Linse gebraucht zu kaufen und mal auszuprobieren was passt.
dann lass erst mal die Gedanken mit 5mm usw. Das geht erst recht voll in die Hose.
da würde ich auch zu raten.
Die beigelegten Okulare reichen allemal für den Start. Es sind keine Wunderokulare aber zum erlernen des Beobachtens gut geeignet.

Wenn das Teleskop mit allem noch vorhanden ist, lerne den Umgang damit. Mach die ersten Erfahrungen im Beobachten.
Nach einiger Zeit stellt sich dann heraus wohin es gehen soll.
Dann kannst Du auch etwas besser beurteilen was Du Dir noch anschaffen möchtest.
 
Hallo,

Zum Baader Hyperion:

Dazu hätte ich eine Baader Hyperion 5mm gefunden.
Ich hatte diese Okulare, fand diese aber nicht so gut und ich kam mit denen auch nicht so sehr zurecht.
Zum einem war für mich der Einblick in diese Okulare zu unruhig. Die richtige Einblickposition musste erst "gefunden" werden, um angenehm zu beobachten.
Die Gummiaugenmuschel war für mich persönlich ebenfalls nicht so schön. Sie passte sich nicht so sehr an und sie rutschte schnell mal aus der schmalen Nut heraus, in der sie befestigt war.

@Daniha , was für ein Teleskop hast du derzeit? Das 130/650mm Newton Teleskop?
Falls ja, würde ich mit dem erst mal beginnen mit den beiden beigelegten Okulare ausführlich zu beobachten, um erst mal sicher mit dem Aufsuchen, den Fokussieren und dem Beobachten mit einem Teleskop wirst.
Hohe Vergrößerungen würde ich hinten anstellen. Ich habe mir zu meiner Anfangszeit zunächst ein gutes Weitwinkelokular mit langer Brennweite zum Aufsuchen und zur Übersicht angeschafft und habe dann nach und nach Okulare mit kürzeren Brennweiten für höhere Vergrößerungen angeschafft.

Eventuell kann eine Okular Zusammenstellung so aussehen:
  1. 30mm Okular für die niedrigste Vergrößerung/Übersicht. Vergrößerung (Vx) 22x, Austrittspupille (AP) 6mm.
  2. 15 oder 14mm Okular für mittlere Vergrößerungen. Vx 43 oder 46x. AP: rund 3mm.
  3. 10mm Okular (schon vorhanden). Vx 65x. AP 2mm
  4. 7mm Okular für höhere Vergrößerungen. Vx 93x. AP 1,4mm.
  5. 5mm Okular für höchste Vergrößerungen. Vx 130x. AP 1mm.
Wie schon geschrieben, würde ich zunächst Okulare für hohe Vergrößerungen hinten anstellen, und mir zunächst gute Okulare für die Übersicht und den mittleren Vergrößerungsbereich zulegen.

Viele Grüße
Gerd
 
Moin,

ich habe ähnliche Erfahrungen mit Hyperion Okularen gemacht wie Gerd.
Bin mit denen nicht klar gekommen.
Ich finde diese Okulare besser:
Günstigerer Preis und mMn 100x besser als die Hyperions.
Kann dir aber trotzdem zu dem Gebrauchtkauf raten.

Ich würde vielleicht erstmal bei 7mm Okularen aufhören und damit erstmal üben / Erfahrung sammeln.
Ein 5er kannst du später immer noch holen.

  1. 30mm Okular für die niedrigste Vergrößerung/Übersicht. Vergrößerung (Vx) 22x, Austrittspupille (AP) 6mm.
  2. 15 oder 14mm Okular für mittlere Vergrößerungen. Vx 43 oder 46x. AP: rund 3mm.
  3. 10mm Okular (schon vorhanden). Vx 65x. AP 2mm
  4. 7mm Okular für höhere Vergrößerungen. Vx 93x. AP 1,4mm.
  5. 5mm Okular für höchste Vergrößerungen. Vx 130x. AP 1mm.
Dem kann ich zustimmen.
Würde vielleicht noch ein ein 24-25mm Okular dazu nehmen.
Das ist aber Geschmackssache.

Neben den Artesky kann ich dir auch die Okulare von Explore Scientific (62, 68 und 82 Grad) ans Herz legen.
Die ES Okulare bekommt man oft gebraucht, bei den Händlern sind aber auch immer wieder welche im Angebot.

Grüße
Brian
 
Hallo,

die Okulare von Explore Scientific (62, 68 und 82 Grad)
Diese Okulare benutze ich selbst an verschiedensten Teleskopen und ich habe gute Erfahrungen mit diesen Okulare gemacht.
Sie haben einen unkomplizierten Einblick und liefern ein helles und scharfes Bild. Vor allem passt sich die Gummiaugenmuschel auch gut an.

Viele Grüße
Gerd
 
Ich habe das 24mm 68 Grad und das 30mm 82 Grad.

Das 30mm konnte ich noch nicht testen.
Das 24er ist aber echt richtig gut.
 
das 30er APM UFL ist quasi perfekt von der Schärfe, und das bis zum allerletzten Rand.

LG
Olli
 
Für's Kollimieren reicht mir bei meinem 4,5"f/8 eine alte Filmdose mit mittig gebohrten Löchern in Boden und Deckel. Hab zwar auch einen Laserkollimator, dessen Strahl weicht aber um 6'30" aus der optischen Achse des Gehäuses ab und mir fehlt noch das Wissen, ob, wann und wie sich dieser Fehler bemerkbar machen kann.
 
Hallo Daniel,

zunächst einmal willkommen im Forum.

Bezüglich der Okulare würde ich zu folgender Grundausstattung raten:

1. 32mm (V = 20x, AP 6,5mm) für maximale Bildhelligkeit bei sehr dunklem Himmel,
2. 5mm (V = 130x, AP 1mm) für die förderliche Vergrößerung, ab der bei gutem Sehvermögen das Auflösungsvermögen des Teleskops ausgereizt wird),
3. 3,5mm (V = 85x, AP 0,7mm) für die bereits angesprochene maximal sinnvolle Vergrößerung,
4. 8mm (V = 81x, AP 1,6mm) und
5. 20mm (V = 32,5x, AP 4mm) als niedrigste sinnvolle Vergrößerung bei aufgehelltem Himmel.

Mit dieser Grundausstattung wirst du für die gesamte Zeit, mit der du mit dem Gerät arbeitest, mit Sicherheit Freude haben. Das gilt übrigens auch für f/5-Teleskope mit größerer Öffnung. Die gleichen Okulare erzeugen dann zwar höhere Vergrößerungen, aber die AP's bleiben jeweils gleich.

Ein Aspekt wurde bisher nicht angesprochen:

Ich gehe davon aus, dass du dieses Gerät hast:

Es hat eine Fangspiegel-Obstruktion von 36%. Diese macht sich im Hochvergrößerungs-Bereich jenseits von 130-fach durch eine leichte, aber deutlich erkennbare Weichzeichnung bemerkbar. Bei solchen Vergrößerungen wird also allein schon aus diesem Grund selbst bei optimalen Bedingungen (bestes Seeing und Justage) eine leichte Rest-Unschärfe bleiben.

Der große Fangspiegel liegt darin begründet, dass das Gerät fofografisch ausgelegt ist (wie alle PST-Geräte von Sky-Watcher).

CS, Christian
 
Hallo,
@Christian: Ich habe dieses Teleskop, mit azimutaler AZPronto Montierung ohne GoTo, zu Hause im Einsatz. Als absoluter Einsteiger habe nach wie vor viel Freude daran. Bin eigentlich sehr zufrieden. Die geringe Schärfe lag am falschen Zubehör. Außerdem stell‘ ich das Teil jetzt auch eine Stunde schon vor dem Beobachten raus zum Abkühlen.
Das Teleskop liefert mit den sinnvollen Vergrößerungen ohne Zwischenteile sehr scharfe Bilder und, wie für die Öffnung zu erwarten, ein beeindruckendes Lichtsammelvermögen. Ich war erstaunt als ich über dem erleuchteten Stadthimmel mit dem 25mm WA Okular plötzlich einen funkelnden Sternenhimmel sah wo vorher keiner war.


Ich finde die Diskussionen die hier stattfinden unglaublich hilfreich und für mich als Anfänger sehr wertvoll. Danke Euch allen!

Haben jetzt einige Nächte beobachtet. Wir fanden v.a. Gefallen an Mond und Jupiter. Mit den mitgelieferten Skywatcher Okularen (10mm & 25mm) kann man schon recht gut beobachten. Bei Mond sieht man wunderschön die Krater (auch ohne Filter, find ich persönlich nicht zu hell, eventuell kurz warten bevor man auf dunklere Objekte umschwenkt um die Pupillen wieder zu erweitern). Auch Jupiter sieht man sehr schön, auch die Streifen konnte ich bei einiger Konzentration gut sehen. Saturn sieht man bei guten Bedingungen sogar ganz leicht die Ringe.
Die Planetenbeobachtung hat uns besonders gefesselt, daher meine Überlegungen zu höherer Vergrößerung um Saturnringe und Jupiter besser zu sehen.

Der Orionnebel ist als grauer Schleier bei 26x Vergrößerung zu beobachten. Ich hoffe halt, dass das er das tatsächlich war. Zumindest war die Konstellation doch ähnlich mit der Sternenkarte… Die Plejaden sind auch sehr beeindruckend. Diese waren unsere ersten DeepSky Objekte weil man sie sehr leicht auffinden kann.
Hier möchte ich jetzt auch mehr beobachten.

Aufgrund des Ost-Süd-West Blickwinkels des Balkons, der Stadtlichter und der derzeitigen Konstellationen waren das unsere derzeitigen Betrachtungsobjekte.

mfg
Daniel
 
Hallo,

zu höherer Vergrößerung um Saturnringe

Saturn kommt im nächsten Jahr in die "Ringkantenstellung". Das bedeutet, das wir genau auf die Kante der Saturnringe sehen, und diese nur noch ein ein sehr schmaler Streifen vor Saturn zu sehen sind. Diese Grafik kann das etwas verdeutlichen:
Stellungen der Saturnringe.
Erst in den Jahren nach 2025 wird die Öffnung der Saturnringe wieder größer und sie werden besser beobachtbar.

Viele Grüße
Gerd
 
Hallo Daniel,

vielen Dank für die Rückmeldung. Es freut mich, dass das Problem gelöst ist.

Eine Stunde Auskühlzeit ist für einen 130mm-Newton eigentlich übertrieben. Eine halbe bis dreiviertel Stunde müsste ausreichen. Zum Vergleich: Mein 150/750 Newton benötigt bei Minusgraden maximal etwa eine dreiviertel Stunde, bis die thermische Anpassung abgeschlossen ist.

Gerd ist meinem Post zuvorgekommen.

Die Beobachtung der Änderung des Öffnungswinkels der Ringe ist auch für "kleine" Geräte ein interessantes, langfristiges Beobachtungsprojekt. Spannend ist es auch, in der Zeit vor und nach der exakten Kantenstellung zu beobachten, ab wann die Ringe scheinbar komplett verschwinden und wieder erscheinen.

Die Bauchbinde, also das Hauptwolkenband auf der Nord- und Südhalbkugel von Saturn parallel zum Äquator, ist mit kleineren Geräten nahe der Kantenstellung meiner Erfahrung nach sogar besser zu sehen als bei maximaler Ringöffnung. Im Sommer 1995, also auch nahe der Kantenstellung, konnte ich das Wolkenband sogar mit einem 60/900er FH wiederholt problemlos eindeutig sehen. Die Ringe erschienen damals nur als hauchdünner Strich. Das war sehr beeindruckend.

CS, Christian
 
Hallo,

Die Beobachtung der Änderung des Öffnungswinkels der Ringe

Bei der Ringkantenstelltung von Saturn sind auch die Durchgänge vom Schatten des Saturnmondes Titan auf Saturn und auch die Durchgänge von Titan auf Saturn beobachtbar. Es wäre dann interessant, mit welchem Teleskopen bzw. welcher Durchmesser der Teleskopöffnung benötigt wird, um diese Durchgänge eindeutig zu sehen.
Der erste Schattendurchgang vom Saturnmond Titan findet am 20. November 2024 gegen 20:45 Uhr MEZ. Der Schatten vom Mond Titan ist dann am Südpol von Saturn zu sehen. Ungefähr etwas mehr als alle zwei Wochen findet dann ein Durchgang statt. Der Schatten steigt dann vom Südpol immer höher nach Norden.
Ab dem 22. Oktober 2025 folgen dann auch die Transit oder Durchgänge von Titan vor Saturn.
Ich habe mir die Termine der Durchgänge vom Mondschatten und von Titan schon herausgesucht. Falls an den Daten Interesse besteht, kann ich die hier im Forum veröffentlichen.

Viele Grüße
Gerd
 
Hallo Christian,

Gerne geschehen.
Bei der letzten Kantenstellung hatte ich noch nicht die passenden Teleskope um solche Transits zu beobachten. Bei der kommenden Kantenstellung könnte das klappen, diese Transits zu beobachten.

Viele Grüße
Gerd
 
Hallo,

Den Tipp mit den niedrigen Vergrößerungen nehme ich auf jeden Fall an bei der Auswahl eines zukünftigen Zubehörs. Ein 30mm BW Okular hätte ich mir gestern sogar für den Überblick gewünscht. Da mein Okular ein Gesichtsfeld von 52° (angeblich) hat und eine Vergrößerung von 26x fand ich es sehr schwierig einen Überblick zu haben.
Leider gibt es wohl nur eine begrenzte Auswahl an Okularen mit 30mm BW, einem großzügigen Gesichtsfeld UND 1 1/4“ Anschluss.

ES bietet ein günstiges Teil mit 30mm BW, aber auch nur mit 52°. Hat generell schon jemand Erfahrungen gemacht mit dem kleinen Anschluss?


mfg
Daniel
 
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