Keine Nachfrage mehr nach Astro-Produkten?

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coltrane

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Vor Jahren konnte man hier oder auf Ebay eine Anzeige schalten und nach wenigen Tagen war alles verkauft.
Seit einiger Zeit geht das nicht mehr, selbst Kleinigkeiten brauchen Monate bis sich endlich ein Käufer findet.
Woran liegt das, ist der astronomische Markt völlig eingebrochen?
Sicherlich sind die Preise mehr oder weniger stark gestiegen, aber nur daran kanns doch auch nicht liegen.

Wie gehen wohl die Händler damit um, die müßten doch längst die Preise runtersetzen wenn nichts mehr geht?
Viel ist aber nicht zu sehen, nur hier und da ein wenig.
 
Moin,

stimme Peter in seinen Punkten zu.
Vielen Anfängern wird zu Smartscopes geraten.
Die werden meist neu gekauft da es diese ja noch nicht so lange gibt und daher der Gebrauchtmarkt recht leer ist.

Außerdem haben viele immer weniger vertrauen in den Gebrauchtmarkt.
Darüber gibts hier ja genug Threads...

Grüße
Brian
 
und dann waren da noch Wetter und Lichtverschmutzung ...
Das ist wichtiger Punkt: Als ich mit dem schönen Hobby angefangen habe, war das Wetter definitiv stabiler, gefühlt grenzen 3 Nächte am Stück mittlerweile an ein Wunder...
Daneben gab es mit Neowise und der freien Zeit in Covid-Zeiten nochmal einen Nachfrageschub, der später auf leere Lager traf und den Gebrauchtmarkt beförderte.
Naja und dann denke ich die Preis- Steuer- und Abgabenorgie hat mittlerweile auch die Taschen leergemacht.
Kurzum Nachfrage mäßig.
Und die ganzen "Automatikscopes" machen es m.E. nicht besser - wer will sich denn heute noch in die doch etwas komplexere Materie hindenken, wenn 1-Knopf KI sofort "Hubleresultate" verspricht ;)

CS
Silvio
 
Vielleicht war ich zu billig, aber einen Satz Plössl-Okulare bin ich neulich fast sofort los geworden.

Umgekehrt brauche ich eigentlich nichts mehr, und die letzte klare Nacht, in der man merkt, was noch fehlt, ist ewig lange her.

Und dass den Leuten das Geld ausgeht, merkt man auch in anderen Branchen…

Beste Grüße,
Alex
 
hallo

Vor Jahren konnte man hier oder auf Ebay eine Anzeige schalten und nach wenigen Tagen war alles verkauft.
- Wetter und Lichtverschmutzung tragen sicher dazu bei.
- Auch scheint das Vertrauen in den Gebrauchtmarkt gelitten zu haben.
- Dann ist das Interesse für unser schönes Hobby Astronomie mehrheitlich gesunken, so meine Beobachtung.
Beharrlich an einer Sache dran zu bleiben, ist nicht mehr das Ding: für die Generation Z und folgende Generation Alpha
Auch die Aufmerksamkeit/Konzentration reicht gerade noch für maximal 3 Minuten oder weniger
anerzogen durch die sogenannten "Sozialen-Medien" und die Flut leerer Inhalte auf diesen Kanälen.
Da muß man ja denken... KI wird das schon machen .... so der Trend.
Die Smartteleskope befeuern diesen Trend noch.

Wie blöd das ist und teuer zu gleich werden die Nutzer erst später bemerken.(oder auch nicht ?)
Billiger ist es sich die aber Tausenden Aufnahmen im Netz anzuschauen.
Verstehen kann ich vielleicht noch: Wegen des Wetters sich Remote Teleskopzeit zu buchen und damit eigene Aufnahmen zu machen.

Wie gehen wohl die Händler damit um, die müßten doch längst die Preise runtersetzen wenn nichts mehr geht?

Preise reduzieren wird wohl im Einzelfall gehen, aber generell geht das nicht, weil der Händler ja auch
leben will und nicht schlechter als vor den globalen Krisen (2019).
Bleibt zu hoffen und zu wünschen, daß es noch Händler gibt, die durchhalten.

CS Dieter
 
Kann euch nur zustimmen.
Das Wetter ist schon ein gravierender Punkt. Bei uns im Fichtelgerbirge lässt das Wetter seit
Jahren zw. Nov. - Feb. kaum Astronomie zu. ( War vor vielen Jahren deutlich besser. )
Zum Anderen ist der Markt sicherlich inzwischen gesättigt, weniger "Nachwuchs" und
viele "Neuzugänge" im Bereich Astronomie werden aus Bequemlichkeit zu den automatischen
Scopes tendieren.
Außerdem drehen viele Leute den Euro zweimal um, bevor sie ihn ausgeben, oder müssen das
aus wirtschaftlicher Sicht tun. ( Geht mir selbst auch so. )

Der Zenit im Hobby Astronomie schein leider schon länger überschritten zu sein.
( Das wird in anderen Bereichen, E-Bike,.... einmal nicht anders sein. )

Grüße un CS
Jürgen
 
Da stimme ich Markus zu!

Ich würde z.B. auch kein 5 Jahre altes, gebrauchtes Edge HD 8 kaufen, was damals um die 1800 EUR gekostet hat und nun auf der Grundlage des aktuellen Neupreises verkauf wird. Da kaufe ich lieber ein Neues und zahle drauf. Wie gesagt, nur ein Bsp. und nicht über den Kamm gezogen.

Sicher gibt es auch genug User, die wirklich auf Ihre Sachen achten, die Ware kaum gebraucht und den angesetzten Betrag noch wert ist aber man kann es eben schlecht sortieren.


CS Markus
 
Ich bin bisher auch immer meine angebotenen Sachen zeitnah losgeworden. Ich verlange aber auch keine Mondpreise. Wahrscheinlich war ich kürzlich auch zu billig, als ich einen EAF verkaufte. Ich hätte 20 Stück verkaufen können, aber mir kommt es dann auch nicht auf 10% mehr oder weniger an.

LG Olaf
 
Manche exotischen Sachen finden halt keinen Käufer, weil sie einfach exotisch sind. Aber viele Sachen sind einfach zu teuer. Klar möchte jeder Verkäufer möglichst viel rausholen. Aber eine 5-jährige CCD-Kamera wird man halt trotzdem nicht mehr für 50% vom Neupreis los. Bis auf die Exoten bin ich bisher auch alles losgeworden. Nicht immer zum Preis, den ich mir vorgestellt hätte, aber das damit muss man dann halt leben. Es gibt wohl schon einige Verkäufer, die das Geld nicht wirklich brauchen.

Lustig fand ich ein Inserat, bei dem jemand sein Zeug wegen "Hobbyaufgabe" für knapp 5-stellig verkaufen wollte. Nachdem es dann 6 Monate lang nicht verkauft wurde, wurde es 2000€ teurer, weil noch zusätzliche Sachen angeschafft wurden, die jetzt mit verkauft werden sollen. Da frage ich mich dann schon, was das für eine seltsame "Hobbyaufgabe" ist.
 
Hallo!

Ich muss sagen, das ich meine Sachen auch meist ziemlich zügig losgeworden bin. Es ist wohl auch eine Frage des Preises. Bei einigen Angeboten finde ich den aufgerufenen Preis ganz schön heftig. Mag ja sein, dass einige Sachen mal richtig viel Geld gekostet haben. Aber wenn niemand bereit ist den angesetzten Preis zu zahlen muss es nicht unbedingt daran liegen, dass niemand Interesse hat.

Für mich ist es ein Hobby und das ist das Budget begrenzt. Ich bin ja nicht alleine.

Viele Grüße
Michael
 
Dann würde man ja erwarten, dass diese schweigenden Interessen einfach mal schreiben und ein Preisangebot machen?
Mach ich schon, wenn mich etwas interessiert. Manchmal kommt dann etwas raus, oft auch nicht. Ich habe auch mal jemanden geschrieben, dass er seine aus China importierte Kamera teurer anbietet als diese kosten würde wenn man die dort direkt bestellt. Seine Antwort sinngemäss: "Kann schon sein, aber vielleicht will ja jemand nicht selbst importieren".

Was man auch beachten muss: Wenn ich etwas beim Händler kaufe, kann ich das 14 Tage lang zurückgeben. Bei den meisten Gebrauchtverkäufen ist das keine Option. Damit geht der Käufer halt auch ein gewisses Risiko ein. Das muss sich natürlich auch im Preis zeigen.
 
Dann würde man ja erwarten, dass diese schweigenden Interessen einfach mal schreiben und ein Preisangebot machen?
Da muss ich sagen, dass mir das schwer fällt. Jeder ist da halt anders und bei einigen Dingen bin ich gar nicht sicher, was ein 'angemessener' Preis sein könnte. Mir ist es auch schon passiert, dass ziemlich ruppige Antworten zurück kamen. Dabei war ich, meiner Meinung nach, nicht unverschämt, sonders habe mich an anderen,, ähnlichen Angeboten orientiert. Zumal es ja nicht immer nur um +-50€ geht. Es ist ja nur ein Angebot, das muss man nicht als Beleidigung auffassen. Man könnte dann auch antworten, dafür möchte ich es nicht abgeben und gut ist.

Ich denke, wenn jemand merkt, dass niemand den Artikel zu diesem Preis kauft, hat er drei Möglichkeiten. Behalten, warten oder den Preis reduzieren. Einige seltene oder exotische Objekte werden aber sicher auch nicht oft nachgefragt. Das muss man dann eben Geduld haben.

Viele Grüße
Michael
 
Naja, bin etwas sicher altmodisch, aber wenn ich was verkaufen will, geht das recht schnell innerhalb zwei Wochen.
Der Preis muss stimmen was man anbietet, wer die par € fantasiert bleibt halt sehr lange sitzen mit den Inseraten.

Oft gibt es ein par freche Heinis die sich einen erlauben wollen, die sperrt man, ganz einfach mal beiseite gesagt.

Clear skies,
- Martin
 
Vor Jahren konnte man hier oder auf Ebay eine Anzeige schalten und nach wenigen Tagen war alles verkauft.
Seit einiger Zeit geht das nicht mehr, selbst Kleinigkeiten brauchen Monate bis sich endlich ein Käufer findet.

Den Eindruck habe ich nicht unbedingt.
Interessante Sachen zum vernünftigen Preis finden in der Regel schnell einen neuen Besitzer.
Gerade in letzter Zeit schaue ich wieder öfter ins Bieteforum, und auffällig oft sind die Sachen, die mich interessieren, bereits nach wenigen Stunden weg. Selbst bei Angeboten, die erst eine Stunde alt waren, bekam ich Absagen…. bereits reserviert.

Es ist also in meinen Augen kein Einbruch des Gebrauchtmarktes, sondern überwiegend nicht marktgerechte Preisvorstellung, wenn nach geraumer Zeit keiner anbeißt.
Und natürlich gibt es auch Sachen, die einfach keiner mehr haben will.

Wer sich unsicher ist, bei der Bepreisung von gebrauchten Sachen, kann z.B. im Forum Fragen: „Was könnte ich dafür verlangen“.
Die Frage wird hier nicht selten gestellt. Und wer gar keine Vorstellung hat, kann immer noch versteigern.
Bei einer eBay Auktion ab 1 € kommt in der Regel zum Ablauf ein einigermaßen realistischer Preis heraus.

Was ich auch anbiete: nach einer Woche ist es weg, und mit dem Preis bin ich in der Regel auch zufrieden.

CS

Dietmar
 
Manche Dinge sind halt auch speziell, da muss dann schon genau dann jemand hinschauen, wenn die Anzeige "oben" ist, der das auch brauchen kann. Große "Bündel" auch. Ich habe gerade erste einige Dinge hier verkauft, die brauchten etwas, selbst zu 50% des ehemaligen Neupreises - aber bevor ich 20 Einzelteile einstelle und dann geht doch was nicht weg, warte ich halt lieber. Generell findet sich aber für die Meisten Dinge zügig jemand, der sie haben möchte.

Und manchmal wundere ich mich auch über Angebote: Etwas Gebrauchtes (wenn auch auf den ersten Blick Neuwertiges) zu 90% Neupreis - da kauf ich doch lieber beim Händler und hab Gewährleistung, Garantie und Service, wenn was nicht stimmt. Umgekehrt, wenn ich ein Angebot für etwas Neuwertiges zu 10% des Neupreises bekomme, ist das auch Zeitverschwendung.

Bei den Händlern sehe ich allerdings momentan schon den ein oder anderen, wenn auch geringen, Preisnachlass - oder eher eine Zurücknahme der zuletzt massiv gestiegenen Preise. Evtl. helfen uns ja doch die wieder in Schwung kommenden Lieferketten, die Inflation etwas abzubremsen.
 
Ich sehe hier mehrere Gründe.

Grund 1 Corona, wer sich noch erinnert, solange ist es ja noch nicht her da war die Liefersituation extrem schlecht und diverse Artikel hatten Lieferzeiten von mehreren Monaten bis unbestimmt.
Die sehr schlechte Verfügbarkeit hatte auch die Preise für Neuware stark steigen lassen und die Gebrauchtpreise zogen dann natürlich nach.

Mittlerweile hat sich die Liefersituation wieder normalisiert und das wirkt sich natürlich auch auf die Preise aus.
Leider scheint es im Gebrauchtmarkt noch nicht bei allen Verkäufern angekommen zu sein das die Mondpreise wegen Corona Mangellage mittlerweile nicht mehr erzielt werden können.
Da kauft man natürlich lieber neu als gebraucht zu fast demselben Preis.

Grund 2 unser Hobby verändert sich, es geht der Trend zu Foto und da benötigt man halt andere Sachen als visuell.
Mit Smartteleskopen hat das weniger zu tun, sondern es ist der allgemeine Trend zu Foto der ja auch schon etwas länger besteht als es Smartteleskope gibt.
Einige machen nur noch Foto und beobachten visuell gar nicht mehr (auch mit klassischem Teleskop) und die benötigen zb. keine Okulare mehr.

Grund 3 eine Marktsättigung.
Bevor aus China günstige Massenware kam waren Astroartikel teuer und damit konnte man sich auch nicht alles leisten was man gerne gehabt hätte und es wurde daher weniger verkauft, es war darum auch weniger im Gebrauchtmarkt.
Seit vielen Jahren gibt es aber recht günstige Sachen und vieles wovon man früher nur träumen konnte ist bezahlbar geworden.
Entsprechend viel wird also gekauft und entsprechend viel landet dann irgendwann eben auch wieder im Gebrauchtmarkt und irgendwann ist eben eine Sättigung erreicht.
Es ist mittlerweile so viel Astrozeug unter den Leuten das jeder der schon länger dabei ist mittlerweile fast schon alles hat das er möchte und die Neueinsteiger können die Masse an Astrozeug das im Markt ist auch nicht komplett aufnehmen.
Hinzu kommt vieles hält ja auch recht lange und muss so schnell ja nicht weggeworfen werden und damit akkumuliert sich der Bestand an Astroartikeln über die Jahre

Grüße Gerd
 
Ein komplettes Smartscope braucht kein klassisches Zubehör mehr - und dann waren da noch Wetter und Lichtverschmutzung ...
Na ja bis vor einem 3/4 Jahr waren Smartteleskope extrem teuer und damit auch sehr selten und kaum Marktrelevant.
Ja mit dem Seestar hat sich das nun geändert aber das deswegen nun der Gebrauchtmarkt für Astroartikel einbricht halte ich doch für eine sehr gewagte These.
Wie gesagt der Trend zu Foto und EAA besteht schon wesentlich länger als es Smartteleskope überhaupt gibt und für Foto und EAA benötigt man eben andere Sachen als visuell.
Das hat mit Smartteleskopen erst mal nichts zu tun.
Smartteleskope befeuern lediglich den schon seit längerem bestehenden Trend hin zu EAA da sie bisher hier bestehende Hürden beseitigen.

Grüße Gerd
 
Ich denke auch, dass der (zumindest hier) seit ca. 6 Monaten anhaltende Dauerniederschlag den Markt nicht gerade anheizt.
 
Der Preis muss stimmen was man anbietet, wer die par € fantasiert bleibt halt sehr lange sitzen mit den Inseraten.
Genau das ist der Punkt. 70% vom aktuellen Neupreis entspricht manchmal den damals bezahlten Preis. Dazu kommt noch das Alter, der Zustand und wie das Teil behandelt wurde. Noch dazu kommt dass es keinerlei Garantie gibt. Man kauft die Katze im Sack. Wenn jemand bei einem Teil das er z.B. um >50 € anbietet die Versandkosten extra angibt .................

Wenn es nur darum geht etwas (anscheinend) etwas billiger zu bekommen und dabei riskiert Schrott zu kaufen..............nur zu.
Wer billig gebraucht kauft - kauft manchmal teuer.
 
Für gebrauchte Artikel in guten bis sehr guten Zustand bekomme ich eigentlich immer 60 bis 70 Prozent des aktuellen oder ehemaligen Neupreises.

Viele rufen bei Astroartikeln aber - weil der Zustand neuwertig ist - 80 bis 90 Prozent auf. Das mag angesichts des Zustandes gerecht erscheinen … zahlt aber keiner … oder derjenige hat ein „Samaritersyndrom“. Letzteres wollen sicher einige nicht hören ;)

Das sind nur meine 2 Cent dazu, hat sich so aber bisher bestätigt.

PS: BTW … wer verkauft sein Motorrad oder Cabrio im Herbst/Winter?

CS & VG
Stefan
 
Für gebrauchte Artikel in guten bis sehr guten Zustand bekomme ich eigentlich immer 60 bis 70 Prozent des aktuellen oder ehemaligen Neupreises.
Kommt drauf an. Für Optik geht das schon. Bin aber manchmal erstaunt, was so manche denken, was ihre 5-10 jährige Kamera noch wert ist, nur weil die zum Zeitpunkt das Kaufes mal wahnsinnig teuer war.
 
Kommt drauf an. Für Optik geht das schon. Bin aber manchmal erstaunt, was so manche denken, was ihre 5-10 jährige Kamera noch wert ist, nur weil die zum Zeitpunkt das Kaufes mal wahnsinnig teuer war.
Der Aspekt stimmt natürlich auch, die Preisentwicklungen waren ja durch COVID-19 und der „Verstopftung in Suez-Kanal“ ziemlich verrückt.
 
Ich schließe mich an, es liegt oft an der Preisgestaltung.
Das sieht man auch auf dem Marktplatz hier. Wenn jemand für Sachen die 2 bis 3 Jahre alt sind, noch 80% vom Neupreis haben will, ist das natürlich ein schöner Wunsch , aber kaum zu realisieren.
Wenn ich Astro Zubehör zu einem vernünftigen Preis anbieten, also wenn es gebraucht aber noch top in Ordnung ist, dann etwa 50% des Neupreises , dann geht das eigentlich auch immer schnell weg.

Bei manchen Sachen, also speziell Kameras , ist der Preisverfall auf Grund der Entwicklung allerdings noch schneller.
 
Kommt drauf an. Für Optik geht das schon. Bin aber manchmal erstaunt, was so manche denken, was ihre 5-10 jährige Kamera noch wert ist, nur weil die zum Zeitpunkt das Kaufes mal wahnsinnig teuer war.

Das sehe ich auch so. Elektroartikel, und dazu gehören auch Digitalkameras, verlieren per se schnell an Wert. Dass die Asi-Kameras noch relativ wertstabil waren in den letzten beiden Jahren, die ich dabei bin, liegt sicherlich an der mangelnden Verfügbarkeit während dieser Zeit. Wenn die aber immer neu verfügbar sind, was immer noch nicht durchgängig der Fall ist, dann werden die Preise dafür auch sinken. Der Grund ist ja schon oft genannt worden: Wenn ich gebraucht kaufe, will ich auch deutlich sparen, weil ich keine Garantie habe und keine Rückgabemöglichkeit. Unter diesem Gesichtspunkt biete ich dann auch selbst die Sachen an, alles andere ist unseriös. Dazu hängt das Interesse auch daran, wie hochpreisig die Sachen generell sind. Wenn hier jemand Teleskope im Wert von 3000 EUR und deutlich mehr anbietet, dann schränkt das den Käuferkreis natürlich sehr ein. Ich glaube nicht, dass die Mehrzahl der Leute so teures Equipment nutzt. Gleiches gilt für Montierungen, die oberhalb dieser Summe liegen. Eine Kamera für ein paar Hundert Euro wird man natürlich immer los, genauso wie sonstiges Zubehör im Mittelklassesegment. Bei Okularen sieht das schon anders aus, und da hat Gerd den Grund richtig genannt: Die Anfänger tendieren schnell zur Fotografie, nachdem sie erkannt haben, was mit Kamera sichtbar wird. Das liegt auch daran, dass fast alle ein Handy und Tablet besitzen und das als Teil des Astroequipments schon in der Hand halten.
Smartteleskope spielen aber heute noch keine Rolle am Markt, das wird sich aber in den nächsten zwei Jahren ändern. Dann wird man hier im Marktplatz die Seestars zum Schleuderpreis bekommen, davon bin ich überzeugt. Nicht, weil das Ding schlecht ist, sondern weil mehr und mehr Anfänger damit beginnen werden, sich nach einiger Zeit aber was Besseres kaufen, oder das Hobby ganz drangeben, wenn sie sich sattgesehen haben.

LG Olaf
 
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