12P/Pons-Brooks gibt Gas

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Schönen Guten Abend.
Ich hab am Freitag Abend auch den grünen Komet ins Visier genommen.
Aufgenommen mit der Fuji XT3 mit 140 mm Teleobjektiv. Das Bild ist ein Stack aus 20 Aufnahmen a 30 Sekunden.
Leider sind schon ersten Sternspuren zu sehen, die Ausrichtung hat wohl nicht genau gepasst. Man muss erwähnen, dass dies meine zweite Deepskyaufnahme ist.
12P Pons Brooks.jpg

Schöne Grüße, Michael
 
Ich hatte es gestern abend auch noch mal versucht, den Kometen einzufangen. Allerdings war der Himmel bei mir zu aufgehellt, nachdem zuvor wieder einmal Wolken durchzogen. Daher kam bei mir nichts Vorzeigbares mehr raus, der Kometenschweif ging leider total im Lichtsipf unter:(.
CS
Stefan
 
Hallo,

gestern Abend nochmal ein Versuch, diesmal mit meinem 76/300mm Newton Selbstbau.
Luminanz mit Asi462mm und Gelb/Ir-Cut Filter (118 x 6 Sek) und Farbe mit Asi120mc.
12p-pons-brooks120324-300mmc.jpg

Mit dem Kern bin ich ja zufrieden aber der Schweif ???
Naja, echt ernüchternd wenn man die vielen guten Aufnahmen hier im Forum sieht.

Ich denke, da gebe ich auf, ist einfach zu frustrierend. Ich hatte echt mehr erhofft und zweifel an meinem Standort und der Optik.

Gruß,
Holger
 
Der Standort macht natürlich schon viel aus, wenn man nur kurz belichten kann. Und deine Optik ist halt auch nicht gerade die lichtstärkste ;-) Evtl. wird es in ein paar Wochen ja noch besser.

Ich habe gestern nochmal ordentlich Bilder gesammelt und dürfte auf eine gute halbe Stunde RGB-Daten kommen. Aber Stacking und Sternekorrektur werden wohl wieder eine Weile gehen. Einen richtig guten Workflow fürs Kometenstacking habe ich leider noch nicht hinbekommen :(
 
Hallo Daniel,

ich stacke mit fitswork einmal mit 2 Markierungen auf die Sterne und nochmal mit einer Markierung auf den Kometenkern.
Bei beiden Summenbildern entferne ich die Sterne mit Starnet++.
Das geht sogar bei den leichten Strichspuren recht gut.
Beim sternlosen Kometenstack füge ich den Kern wieder dazu und kann so den Kometen ohne Sterne komplett bearbeiten.
Nachher kommen die Sterne aus dem Sternenstack wieder dazu. Zuumindest das funktioniert bei mir recht gut.

Gruß,
Holger
 
Das geht sogar bei den leichten Strichspuren recht gut.
Bei 30 Minuten bekommt man die Sternspuren leider mit den üblichen Sternentfernungstools nicht raus.

PI hat da irgendeine Möglichkeit zum Substrahieren von Sternen, aber so richtig habe ich das noch nicht kapiert, wie das ganze funktioniert. Mein Stack oben hatte nur 5 Minuten, da geht es noch mit dem reinen Stacking auf den Kometen, aber bei 30 Minuten müssen die Sterne raus.
 
Hallo
heute hat es zwischen den Wolken kurz gereicht den Kometen auch mal zu sichten und fotografisch zu erwischen. Leider steht er direkt in der Lichtglocke von Straubing, was äußerst suboptimal ist.
Canon 50D auf iOptron Skytracker
9x24 sek
ISO 1600
300 mm Teleobjektiv
Blende 6,3
12 P Pons Brooks 2024_7.jpg

CS Tobias
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei 30 Minuten bekommt man die Sternspuren leider mit den üblichen Sternentfernungstools nicht raus.

PI hat da irgendeine Möglichkeit zum Substrahieren von Sternen, aber so richtig habe ich das noch nicht kapiert, wie das ganze funktioniert. Mein Stack oben hatte nur 5 Minuten, da geht es noch mit dem reinen Stacking auf den Kometen, aber bei 30 Minuten müssen die Sterne raus.
Du musst einfach bei PI den StarXTerminator über alle debayerten Bilder laufen lassen (Batch im STX Fensterchen). Danach kannst du die Sterne und den Komet separat stacken… ?
 
Bei 30 Minuten bekommt man die Sternspuren leider mit den üblichen Sternentfernungstools nicht raus.

PI hat da irgendeine Möglichkeit zum Substrahieren von Sternen, aber so richtig habe ich das noch nicht kapiert, wie das ganze funktioniert. Mein Stack oben hatte nur 5 Minuten, da geht es noch mit dem reinen Stacking auf den Kometen, aber bei 30 Minuten müssen die Sterne raus.

 
Wirklich klasse Thomas.

Ein Bruchteil dieser Details im Schweif hätten mich schon gefreut aber auch mein Wechsel von 135mm Objektiv zum 300mm Newton Selbstbau brachte kaum Besserung.

Gruß,
Holger
 
Unfassbar gut!!!!
Wie schafft ihr es, den Hintergrund SO frei von feinsten Sternspuren zu befreien? Selbst wenn ich SXT über alle einzelnen DeBayerten Bilder als Batch laufen lasse, und erst dann die Sterne und den Komet getrennt registrieren lasse und das jeweils dann Stacke, hab ich leider im Kometenbild ganz leichte Strichspuren drin. Beim stretchen des schwachen Schweifes, kommen diese dann mit zum Vorschein. Im kombinierten Endresultat sieht man dies leider störend….
Hat jemand DEN entscheidenden Hinweis, wie man das verhindern könnte???
Pons_Brooks3.jpeg
 
Unfassbar gut!!!!
Wie schafft ihr es, den Hintergrund SO frei von feinsten Sternspuren zu befreien? Selbst wenn ich SXT über alle einzelnen DeBayerten Bilder als Batch laufen lasse, und erst dann die Sterne und den Komet getrennt registrieren lasse und das jeweils dann Stacke, hab ich leider im Kometenbild ganz leichte Strichspuren drin. Beim stretchen des schwachen Schweifes, kommen diese dann mit zum Vorschein. Im kombinierten Endresultat sieht man dies leider störend….
Hat jemand DEN entscheidenden Hinweis, wie man das verhindern könnte???

Jörg,

dazu gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten.
Grundsätzlich sollte natürlich das Signal/Rauschverhältnis so gut wie möglich sein. Bei extremem Strecken kommen die Strichspuren der Sternenreste unweigerlich durch.

Methode 1:
Retusche am fertigen Stack mit dem Bereichreparaturpinsel in Photoshop. Damit kann man mit Gefühl die Querstreifen im Ionenschweif wegretuschieren. Mit Gefühl heißt, aufzupassen, dass man damit keine künstlichen Strukturen ins Bild bringt.
Den Hintergrund des Bildes kannst Du großzügig retuschieren von diesen Artefakten (oder anstelle überhaut den Himmelshintergrund des Sternenbildes nehmen).

Methode 2:
Bei Kometen die schneller durchs Bild wandern als 12P, kannst Du Substacks machen, bei denen die Einzelaufnahmen einen zeitlichen Abstand zueinander haben:
Substack 1: Bilder 1, 6, 11, 16, usw.
Substack 2: Bilder 2, 7, 12, 17, usw.
Substack 3: Bilder 3, 8, 13, 18, usw.
Substack 4: Bilder 4, 9, 14, 19, usw.
Substack 5: Bilder 5, 10, 15, 20, usw.
Danach die 5 Substacks zusammenstacken (Median).
Durch aggressivere Außreisser-Elimination (Kappa-Werte) oder MAD Algorithmus kannst Du die Artefakte vom Sternentfernen gut eliminieren.

Ich nenne Methode 2 mal die "Hubl-Methode":

Wie gesagt, bei 12P funktioniert das nicht, der wandert dazu zu langsam.

LG
Christian
 
Ein eigener Thread zur Bildbearbeitung von Kometen dürfte nicht schaden.
@Daniel_N hat dazu bekanntlich ein ausführliches Video gemacht, aber bei mir und Kometen mit solchen Kernen scheitert es eigentlich schon an der sauberen Trennung des Kometen von Sternen. Dazu muss ich erst jedes Bild leicht strecken usw. Nach der Anleitung war ich noch nicht zu einem wirklich guten Ergebnis gekommen.
 
Hallo,
einen habe ich noch. :)
Aufgenommen zur gleichen Zeit wie mein s/w-Bild, also am 13.03. jedoch mit einer OSC und dem FRA300.
Auch hier zeige ich ein crop aus dem Gesamtfeld. Norden ist dabei rechts.
Also die Bearbeitung empfand ich hier deutlich schwieriger und habe bestimmt 5x solange daran gesessen, wie an dem Mono-Bild.
Ursprünglich hatte ich die Idee die beiden Bilder mit einander zu kombinieren, aber das mache ich erst wenn ich mal wirklich Langeweile und einen Masochistischenanfall habe _affeaugen:
Ich hoffe es gefällt.
12P_Pons-Brooks_crop.jpg

34*60s Touptek OSC mit FRA300 (crop)

Viele Grüße
Thomas
 
Danke! 100% happy bin ich nach wie vor noch nicht, aber………
 
Ich bin weit davon weg, sowas zu können, aber wenn, sollte diese Methode nicht klasse Aufnahme mit klasse Kometenaufnahme verbinden?
  • paar der Felder, in denen sich der Komet in den kommenden Tagen herumtreibt, ohne Komet aufnehmen, aber schon mit dessen Bewegungdaten zentriert, damit man die zu erwartenden Fixsternstrichspuren hat
  • Aufnahme Fixsternsynchron für guten Hintergrund
  • später Aufnahme mit zentriertem Komet
  • Magischer Abzug des Strichspurbildes
  • Hinzufügen des guten Hintergrund
Das verlangt zwar ein ziemlich ideales Setup und guiding, und gute Vohersage der Bahndaten, aber ich denk besser wirds vor Nacharbeit rein aus Sensordaten nicht möglich sein, oder?

CS
Hendrik
 
Das Problem sind ja nicht die Sterne, sondern die Tatsache, dass ich im Kometenbild, aus welchem ich die Sterne entfernt habe, dennoch Reste der Sternspuren leider drin hab.

So - nun hab ich mich NOCHMAL an die Daten gesetzt heut Nachmittag, und hab den Rechner zum Glühen gebracht… jetzt reicht es mir erstmal mit dem Ponsi!! Wird Zeit, dass die Nebel der Sommers am Himmel hochkommen!

Der_Pons_nochmal2.jpeg
 
Hallo Jörg,

mit deiner letzten Bearbeitung des Kometenbildes hast du ohne Zweifel noch mehr rausholen können, alle Achtung. Allerdings war das vorletzte Resultat für mich auch schon absolut OK, Ehrgeiz hin oder her.

VG und CS
Stefan
 
Ich finde es halt spannend, wie die selben Daten immer wieder zu unterschiedlichen Resultaten führen… geht mir aber bei Nebeln auch so! Manchmal ist das erste Ergebnis so gut, dass ich mir einen abquäle, und dennoch wird alles was dann kommt schlechter…
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben