Unfassbar gut!!!!
Wie schafft ihr es, den Hintergrund SO frei von feinsten Sternspuren zu befreien? Selbst wenn ich SXT über alle einzelnen DeBayerten Bilder als Batch laufen lasse, und erst dann die Sterne und den Komet getrennt registrieren lasse und das jeweils dann Stacke, hab ich leider im Kometenbild ganz leichte Strichspuren drin. Beim stretchen des schwachen Schweifes, kommen diese dann mit zum Vorschein. Im kombinierten Endresultat sieht man dies leider störend….
Hat jemand DEN entscheidenden Hinweis, wie man das verhindern könnte???
Jörg,
dazu gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten.
Grundsätzlich sollte natürlich das Signal/Rauschverhältnis so gut wie möglich sein. Bei extremem Strecken kommen die Strichspuren der Sternenreste unweigerlich durch.
Methode 1:
Retusche am fertigen Stack mit dem Bereichreparaturpinsel in Photoshop. Damit kann man mit Gefühl die Querstreifen im Ionenschweif wegretuschieren. Mit Gefühl heißt, aufzupassen, dass man damit keine künstlichen Strukturen ins Bild bringt.
Den Hintergrund des Bildes kannst Du großzügig retuschieren von diesen Artefakten (oder anstelle überhaut den Himmelshintergrund des Sternenbildes nehmen).
Methode 2:
Bei Kometen die schneller durchs Bild wandern als 12P, kannst Du Substacks machen, bei denen die Einzelaufnahmen einen zeitlichen Abstand zueinander haben:
Substack 1: Bilder 1, 6, 11, 16, usw.
Substack 2: Bilder 2, 7, 12, 17, usw.
Substack 3: Bilder 3, 8, 13, 18, usw.
Substack 4: Bilder 4, 9, 14, 19, usw.
Substack 5: Bilder 5, 10, 15, 20, usw.
Danach die 5 Substacks zusammenstacken (Median).
Durch aggressivere Außreisser-Elimination (Kappa-Werte) oder MAD Algorithmus kannst Du die Artefakte vom Sternentfernen gut eliminieren.
Ich nenne Methode 2 mal die "Hubl-Methode":
Wie gesagt, bei 12P funktioniert das nicht, der wandert dazu zu langsam.
LG
Christian