Auflösung von Mondkratern

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starway to heaven

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Hey zusammen,

um die Optik und das Auflösevermögen verschiedener Teleskope einordnen zu können, wird unter anderem empfohlen, Details wie Mondkrater zu beobachten.
Ich versuche Krater zu erkennen und sie mit diesem Tool zu vermessen: QuickMap

Kann mir jemand sagen: Krater welcher Größe sind bei durchschnittlichem (gutem, exzellenten) Seeing visuell sichtbar?

Ich kann bei durchschnittlichem Seeing zum Beispiel Krater mit 3 km Durchmesser ausmachen. Entspricht das in etwa der Grenze, die ein mittelgutes Seeing hergibt? Oder ist das die Grenze der Optik und es sollte mehr drin sein?

Gruß Sebastian
 
Hallo Sebastian,
mit Hilfe von Doppelsternen lässt sich ein ähnliches Resultat erzielen. Damit kommt man auch an Objekte die weniger der Atmosphäre ausgeliefert sind, wie der doch relativ tief stehende Mond in unseren Breiten. Am Mond entspricht ein 3km Krater ungefähr 1,5 Bogensekunden.
Für ein durchschnittliches Mittelklasse Teleskop ist das recht gut.
VG Frank
 
um die Optik und das Auflösevermögen verschiedener Teleskope einordnen zu können, wird unter anderem empfohlen, Details wie Mondkrater zu beobachten.
Hallo Sebastian,
dazu erst einmal was grundsätzliches.
Um Auflösung und Kontrast überhaupt beurteilen bzw. sehen zu können, muss man das Teleskop vom Tubusseeing und den Hauptspiegel von der Grenzschicht befreien, sofern es sich dabei um ein Spiegelteleskop handelt.
Sonst sieht man nämlich eine Überlagerung von Tubusseeing und Atmosphärischem Seeing und wie willst du diese beiden dann voneinander trennen?

Bei der Fotografie schafft man das bis zu einem gewissen Grad durch kurze Belichtungszeiten und anschließende Bildbearbeitung.

Visuell wird man jedoch durch einen zu warmen Hauptspiegel und das daraus entstandene Tubusseeing regelrecht ausgebremst.
Man verschenkt dann die besten Momente und erlebt diese erst gar nicht, oder man gewinnt den Eindruck man hätte immer schlechtes Seeing.
Eine weitere häufig anzutreffende Fehlerquelle ist Dejustage.

Am hoch stehenden Mond sehe ich mit meinem 16" Newton, des Öfteren Details deutlich unter 3km, dabei bin ich schon in Bereiche von 0,5-1km mit dem 16" Newton gekommen, wenn ich da an die Rillen im Krater Posidonius oder Arzachel denke, oder an den Felsenübersäten Kraterboden von Copernikus.
Die Hadley Rille ist z.B. mit ca. 1,5km schon ein recht einfaches Objekt, welches selbst in einem 5" APO leicht zu sehen ist.

Mit dem virtuellen Mondatlas kann man sich unter dem Reiter "Werkzeuge", Abstandsmessungen durchführen und so die Monddetails in ihrer Größe bestimmen.

Hier findest du Informationen wie du das Auflösungsvermögen deines Teleskops umrechnen kannst.

Ob das Teleskop sein theoretisches Auflösungsvermögen überhaupt erreichen kann hängt im wesentlichen an drei Faktoren:
- Optische Qualität
- Justage
- Temperaturanpassung
LG
 
Am hoch stehenden Mond sehe ich mit meinem 16" Newton, des Öfteren Details deutlich unter 3km, dabei bin ich schon in Bereiche von 0,5-1km mit dem 16" Newton gekommen, wenn ich da an die Rillen im Krater Posidonius oder Arzachel denke, oder an den Felsenübersäten Kraterboden von Copernikus.
Die Hadley Rille ist z.B. mit ca. 1,5km schon ein recht einfaches Objekt, welches selbst in einem 5" APO leicht zu sehen ist.
Hab mich gestern Nacht gleich an Arzachel rangemacht. Ja: Hab die Rillen tatsächlich gesehen! Danke für den Tipp.
 
Vielleicht noch eine kleine Ergänzung, die Sichtbarkeit hängt natürlich auch immer vom Lichteinfall und der Schattenwürfe ab.
Dadurch sind Details mal besser und mal schlechter zu erkennen.
Bei Arzachel hat die Rille an der breitesten Stelle ca. 1km und am "Hühnerfuß" nur noch ca. 0,5km, dabei ist die Rille an manchen Stellen auch unterschiedlich tief.
Gerade die Dreiteilung ist je nach Seeing nicht immer zu sehen.

Für das "Linien-Auflösungsvermögen" wird häufig ein besserer Wert angegeben, als für das Beugungsscheibchen nach Rayleigh- oder Dawes.
W. H. Steavenson: 23,0/D
Harvard University: 8,1/D
W. H. Pickering: 7,7/D
Aus: Cassini, Encke & Co.: https://www.interstellarum.de/wp-content/uploads/2019/12/is25.pdf

Auch gehen manche bei Obstruierten Teleskopen von einer höheren Auflösung aus, da durch den Beugungseffekt der Obstruktion das Beugungsscheibchen etwas kleiner wird.
Bei 32% CO, entspricht das in etwa wie 10% mehr Öffnung.
LG
 
Moin in der Runde,
Ich geh mal praktisch an die Sache.
Den Moonhopper hab ich mir nochmal vorgenommen.
Es wird beschrieben, dass man bei Plato mit einem mittleren Teleskop (140 Öffnung) ca. 3 Krater erkennen kann. Gutes Seeing vorausgesetzt.
Bei größeren Öffnungen sicher mehr.
Die besagten 3 Krater sollen eine Größe von 1,7 bis 2,2 haben.
Nun hab ich mir mal ein alter Phot aus dem Jahr 2013 angeschaut und kann min 4 Krater evtl. sogar 5 entdecken.
Ich hab das Foto angehängt - ob wegen resize die Krater auch noch zu erkennen sind weiß ich nicht.
Schauen wir es uns mal an.
Etwas rechts von der Mitte ist ein Krater Schräg links hoch sind 2 Krater und gerade nach unten ein weitere.
Bei der großen Hangrutschung (Links unten) ist auch ein Krater
Evtl. 2 aber meine Augen sind schlecht.
Aufnahme war am 22. April 2013 mit eine DMK 21
Teleskop Tec 140 mit FCC
Das Tec soll ein eine Auflösungsvermögen von 0;8 haben
Bebárbeitet mit Registax.
2013 sicher geht da heute mit einer neueren Kamera mehr - Aber ich hatte seit dem noch nicht wieder solch gutes Seeing.
Tschau und CS

Markus

Plato sehr groß  v99 13-04-20 22-12-56  B 2 F.jpg
 
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